Das Wort zum Sonntag!
Aus Nachweisen aus dem Jahre 1435:
„Auf den Burgen wohnten während der Kriegszeiten adelige Kriegsmannen, welche von dort aus die Landstraßen beherrschten und Reisende, die den Zoll nicht entrichten wollten, brandschatzten. Es läßt sich dies vielleicht durch eine Nachricht aus dem Jahre 1435 nachweisen, inhals deren die verbundenen Harzgrafenhäuser Stolberg, Hohnstein und Regenstein mit den Herzögen von Braunschweig und den Städten Goslar, Osterode, Wernigerode, Blankenburg und Ellrich ein Bündnis auf 6 Jahre zur ‚Befriedigung des Harzes‘ wegen der Schnapphahnen, Taschenklopfer, Straßenräuber und Strider schließen, welche damals auf dem Harze großen Frevel, Mutwillen und Gewalt übten. “
Quelle: Chronik der Stadt Ellrich
⭐️⭐️⭐️
Jemand, der das Geld aus der Tasche klopft ... wie simpel und fast selbsterklärend unsere schöne deutsche Sprache doch ist. Kannten Sie diesen Begriff?
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
Aus Nachweisen aus dem Jahre 1435:
„Auf den Burgen wohnten während der Kriegszeiten adelige Kriegsmannen, welche von dort aus die Landstraßen beherrschten und Reisende, die den Zoll nicht entrichten wollten, brandschatzten. Es läßt sich dies vielleicht durch eine Nachricht aus dem Jahre 1435 nachweisen, inhals deren die verbundenen Harzgrafenhäuser Stolberg, Hohnstein und Regenstein mit den Herzögen von Braunschweig und den Städten Goslar, Osterode, Wernigerode, Blankenburg und Ellrich ein Bündnis auf 6 Jahre zur ‚Befriedigung des Harzes‘ wegen der Schnapphahnen, Taschenklopfer, Straßenräuber und Strider schließen, welche damals auf dem Harze großen Frevel, Mutwillen und Gewalt übten. “
Quelle: Chronik der Stadt Ellrich
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Jemand, der das Geld aus der Tasche klopft ... wie simpel und fast selbsterklärend unsere schöne deutsche Sprache doch ist. Kannten Sie diesen Begriff?
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❤29👍17👏3
Hoffnung, schönste Blüte
Hoffnung, schönste Blüte,
Du lichter Himmelsschein,
Wie duftest du, wie strahlest du
Ins Menschenherz hinein!
Wie bist du ihm ein tröstend,
Ein heilig Himmelspfand!
Wie schmückest, wie vergoldest
Du ihm der Zukunft Land!
Johann Dietrich Lüttringhaus (1814 - 1888)
Der Buttervogel wünscht Ihnen einen hoffnungsvollen Tag, gefüllt mit bunten Blüten und Sonnenschein. ☀️🌷
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
Hoffnung, schönste Blüte,
Du lichter Himmelsschein,
Wie duftest du, wie strahlest du
Ins Menschenherz hinein!
Wie bist du ihm ein tröstend,
Ein heilig Himmelspfand!
Wie schmückest, wie vergoldest
Du ihm der Zukunft Land!
Johann Dietrich Lüttringhaus (1814 - 1888)
Der Buttervogel wünscht Ihnen einen hoffnungsvollen Tag, gefüllt mit bunten Blüten und Sonnenschein. ☀️🌷
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Komm, o Pfingsten!
Pfingsten, ich suche dich,
Du Fest der Freude,
Wo neues Leben
Durch Not und Tod
Alten und Jungen
Mit Feuerzungen
Weltoffenbar wird.
Pfingsten, dich suchen wir,
Du Fest des Sieges,
Wo Wahrheitsschwingen
Ob Lug und Trug
Die Luft erfüllen,
Falschheit enthüllen,
Völkerdurchbrausend.
Pfingsten, ich suche dich,
Du Fest der Geistkraft,
Wo sturmgeläutert
Von Neid und Streit
Sich Menschenmächte
Fürs Edel-Rechte
Strömend vermählen.
Pfingsten, dich suchen wir,
Fest der Gemeinschaft,
Wo gleich durch Wunden
Zu Rat und Tat
Sich frei verbunden
Höchste Geringsten:
Komm, o Pfingsten!
Karl Henckell (1864 - 1929)
🌹 🌹 🌹
Der Buttervogel wünscht Ihnen ein erholsames langes Wochenende.
Das Wort zum Sonntag erklingt am heutigen Abend.
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Pfingsten, ich suche dich,
Du Fest der Freude,
Wo neues Leben
Durch Not und Tod
Alten und Jungen
Mit Feuerzungen
Weltoffenbar wird.
Pfingsten, dich suchen wir,
Du Fest des Sieges,
Wo Wahrheitsschwingen
Ob Lug und Trug
Die Luft erfüllen,
Falschheit enthüllen,
Völkerdurchbrausend.
Pfingsten, ich suche dich,
Du Fest der Geistkraft,
Wo sturmgeläutert
Von Neid und Streit
Sich Menschenmächte
Fürs Edel-Rechte
Strömend vermählen.
Pfingsten, dich suchen wir,
Fest der Gemeinschaft,
Wo gleich durch Wunden
Zu Rat und Tat
Sich frei verbunden
Höchste Geringsten:
Komm, o Pfingsten!
Karl Henckell (1864 - 1929)
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Der Buttervogel wünscht Ihnen ein erholsames langes Wochenende.
Das Wort zum Sonntag erklingt am heutigen Abend.
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Das Wort zum Sonntag!
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Laß nicht von jedem Ungemach
dir saure Wochen machen,
was du verlachst ein Jahr danach,
kannst du schon heut verlachen.
Julius Lohmeyer (1835 - 1903)
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Deutscher Spruch auf den deutschen Stein (1814)
Das ist der deutsche Stein,
Von Trug und Falsch entblößt;
Wer an den Stein sich stößt,
Der kann kein Deutscher sein.
Das ist der deutsche Stein,
Mit Treu' und Mut betraut;
Wer auf den Stein nicht baut,
Das muß kein Deutscher sein.
Das ist der deutsche Stein,
In Not und Tod erprobt;
Und wer den Stein nicht lobt,
Das muß ein Welscher sein!
Friedrich Rückert (1788 - 1866)
✨✨✨
Das Wort „Welscher“ steht im letzten Vers als Gegenbild zum Deutschen und bezeichnet hier vermutlich den Franzosen beziehungsweise allgemein den fremden Nichtdeutschen. Der „Welsche“ wird damit zum Antagonisten: Wer die Tugenden des „deutschen Steins“ – Beständigkeit, Treue und Solidarität – nicht anerkennt, schließt sich selbst aus der deutschen Gemeinschaft aus.
Kannten Sie das Wort "Welscher"? Der Buttervogel kannte es nicht und hat sogleich recherchiert.
Haben Sie weitere Informationen zum Wort oder Gedicht?
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Das ist der deutsche Stein,
Von Trug und Falsch entblößt;
Wer an den Stein sich stößt,
Der kann kein Deutscher sein.
Das ist der deutsche Stein,
Mit Treu' und Mut betraut;
Wer auf den Stein nicht baut,
Das muß kein Deutscher sein.
Das ist der deutsche Stein,
In Not und Tod erprobt;
Und wer den Stein nicht lobt,
Das muß ein Welscher sein!
Friedrich Rückert (1788 - 1866)
✨✨✨
Das Wort „Welscher“ steht im letzten Vers als Gegenbild zum Deutschen und bezeichnet hier vermutlich den Franzosen beziehungsweise allgemein den fremden Nichtdeutschen. Der „Welsche“ wird damit zum Antagonisten: Wer die Tugenden des „deutschen Steins“ – Beständigkeit, Treue und Solidarität – nicht anerkennt, schließt sich selbst aus der deutschen Gemeinschaft aus.
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Das Wort zum Sonntag!
Nutzen Sie das Wort in Ihrem Sprachgebrauch?
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Was eine Kinderseele aus
jedem Blick verspricht!
So reich ist doch an Hoffnung
ein ganzer Frühling nicht.
Wie uns ein Veilchen kündet
Den Frühling schon im März,
So ward dein Kind ein Frühling
Für dich, o Mutterherz!
Es wird zur Rose werden,
In Zucht und Sittsamkeit,
Und dir erneu'n auf Erden
die eigne Frühlingszeit.
Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
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jedem Blick verspricht!
So reich ist doch an Hoffnung
ein ganzer Frühling nicht.
Wie uns ein Veilchen kündet
Den Frühling schon im März,
So ward dein Kind ein Frühling
Für dich, o Mutterherz!
Es wird zur Rose werden,
In Zucht und Sittsamkeit,
Und dir erneu'n auf Erden
die eigne Frühlingszeit.
Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
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Verlieren wir unsere Sprache?
Die VERA-Ergebnisse für Berlin sind ein Schock: 47 Prozent der Drittklässler verfehlen beim Lesen die Mindeststandards, 68 Prozent scheitern an der Rechtschreibung. Den Optimalstandard erreichen lediglich 9 Prozent im Lesen und nur 4 Prozent in der Rechtschreibung.
In Baden-Württemberg benötigt rund jedes dritte Vorschulkind intensive Sprachförderung. In Bayern beherrschen 18,6 Prozent der zukünftigen Erstklässler die deutsche Sprache nicht ausreichend, um dem Unterricht folgen zu können.
Digitalisierte Hilfen, Einwanderer ohne Deutschkenntnisse, grammatikalisch fehlerhaftes „neues Deutsch“ (Kiezdeutsch), Gendern und die Einführung „einfacher Sprache“ tragen sicher zu dieser Entwicklung bei.
Die Ironie: Auch „Nachrichten leicht“ des Deutschlandfunks berichtet über die schlechten Ergebnisse. Dass man selbst auf sprachliche Vereinfachung setzt und zugleich über den Verfall der Sprachkompetenz berichtet, zeigt, wie tief das Problem sitzt.
➡️ Folgen Sie dem BUTTERVOGEL.🦋
Die VERA-Ergebnisse für Berlin sind ein Schock: 47 Prozent der Drittklässler verfehlen beim Lesen die Mindeststandards, 68 Prozent scheitern an der Rechtschreibung. Den Optimalstandard erreichen lediglich 9 Prozent im Lesen und nur 4 Prozent in der Rechtschreibung.
In Baden-Württemberg benötigt rund jedes dritte Vorschulkind intensive Sprachförderung. In Bayern beherrschen 18,6 Prozent der zukünftigen Erstklässler die deutsche Sprache nicht ausreichend, um dem Unterricht folgen zu können.
Digitalisierte Hilfen, Einwanderer ohne Deutschkenntnisse, grammatikalisch fehlerhaftes „neues Deutsch“ (Kiezdeutsch), Gendern und die Einführung „einfacher Sprache“ tragen sicher zu dieser Entwicklung bei.
Die Ironie: Auch „Nachrichten leicht“ des Deutschlandfunks berichtet über die schlechten Ergebnisse. Dass man selbst auf sprachliche Vereinfachung setzt und zugleich über den Verfall der Sprachkompetenz berichtet, zeigt, wie tief das Problem sitzt.
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Das Wort zum Sonntag!
„Zum Volk gehörig“ – diese Worte haben für den Buttervogel eine ganz besondere Kraft. Geht es Ihnen ähnlich?
Und wussten Sie, dass die Redewendung „mit jemandem deutsch reden“ bedeutete, mit jemandem „offen und unmissverständlich sprechen“? Sie entstand als Abgrenzung zur damals gelehrten, für das Volk oft unverständlichen lateinischen Sprache und ist seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts nachgewiesen. Das zeigt, dass „deutsch“ lange Zeit auch für klar, verständlich und ohne Umschweife stand.
Genießen Sie den Sonntag! ☀️
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
„Zum Volk gehörig“ – diese Worte haben für den Buttervogel eine ganz besondere Kraft. Geht es Ihnen ähnlich?
Und wussten Sie, dass die Redewendung „mit jemandem deutsch reden“ bedeutete, mit jemandem „offen und unmissverständlich sprechen“? Sie entstand als Abgrenzung zur damals gelehrten, für das Volk oft unverständlichen lateinischen Sprache und ist seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts nachgewiesen. Das zeigt, dass „deutsch“ lange Zeit auch für klar, verständlich und ohne Umschweife stand.
Genießen Sie den Sonntag! ☀️
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Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.
Kaum schrieb man sechs Gedichte,
ist schon ein halbes Jahr herum
und fühlt sich als Geschichte.
Die Kirschen werden reif und rot,
die süßen wie die sauern.
Auf zartes Laub fällt Staub, fällt Staub,
so sehr wir es bedauern.
Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.
Aus Herrlichkeit wird Nahrung.
Aus manchem, was das Herz erfuhr,
wird, bestenfalls, Erfahrung.
Es wird und war. Es war und wird.
Aus Kälbern werden Rinder
Und weil's zur Jahreszeit gehört,
aus Küssen kleine Kinder.
Die Vögel füttern ihre Brut
und singen nur noch selten.
So ist's bestellt in unsrer Welt,
der besten aller Welten.
Spät tritt der Abend in den Park,
mit Sternen auf der Weste.
Glühwürmchen ziehn mit Lampions
zu einem Gartenfeste.
Dort wird getrunken und gelacht.
In vorgerückter Stunde
tanzt dann der Abend mit der Nacht
die kurze Ehrenrunde.
Am letzten Tische streiten sich
ein Heide und ein Frommer,
ob's Wunder oder keine gibt.
Und nächstens wird es Sommer.
Erich Kästner (1899-1974)
BUTTERVOGEL🦋
Kaum schrieb man sechs Gedichte,
ist schon ein halbes Jahr herum
und fühlt sich als Geschichte.
Die Kirschen werden reif und rot,
die süßen wie die sauern.
Auf zartes Laub fällt Staub, fällt Staub,
so sehr wir es bedauern.
Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.
Aus Herrlichkeit wird Nahrung.
Aus manchem, was das Herz erfuhr,
wird, bestenfalls, Erfahrung.
Es wird und war. Es war und wird.
Aus Kälbern werden Rinder
Und weil's zur Jahreszeit gehört,
aus Küssen kleine Kinder.
Die Vögel füttern ihre Brut
und singen nur noch selten.
So ist's bestellt in unsrer Welt,
der besten aller Welten.
Spät tritt der Abend in den Park,
mit Sternen auf der Weste.
Glühwürmchen ziehn mit Lampions
zu einem Gartenfeste.
Dort wird getrunken und gelacht.
In vorgerückter Stunde
tanzt dann der Abend mit der Nacht
die kurze Ehrenrunde.
Am letzten Tische streiten sich
ein Heide und ein Frommer,
ob's Wunder oder keine gibt.
Und nächstens wird es Sommer.
Erich Kästner (1899-1974)
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Hildegard von Bingen gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der deutschen Mystik des Mittelalters. Ihr Werk umfasst Religion, Medizin, Musik, Ethik, Naturkunde und Kosmologie. Erhalten blieb zudem ein umfangreicher Briefwechsel, der sie als geschätzte Ratgeberin geistlicher und weltlicher Persönlichkeiten zeigt. Auch ihre Seelsorgereisen belegen ihren Einfluss weit über das klösterliche Leben hinaus.
Wenn man sich die Aussagen von Hildegard von Bingen näher anschaut, ist man erstaunt, wie viel verborgenes Wissen sie enthalten. Vieles von dem, was sie vor Jahrhunderten niederschrieb, wird heute erst wieder entdeckt.
Gerade deshalb ist es so wichtig, sich mit überlieferten Gedanken auseinanderzusetzen. Sie sind nicht nur Zeugnisse ihrer Zeit, sondern bergen Erkenntnisse, die über Generationen hinweg Bestand haben und auch heute noch wertvolle Impulse geben können.
Genießen Sie das Wochenende und lassen Sie Licht in Ihr Herz. ☀️❤️
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL.🦋
Wenn man sich die Aussagen von Hildegard von Bingen näher anschaut, ist man erstaunt, wie viel verborgenes Wissen sie enthalten. Vieles von dem, was sie vor Jahrhunderten niederschrieb, wird heute erst wieder entdeckt.
Gerade deshalb ist es so wichtig, sich mit überlieferten Gedanken auseinanderzusetzen. Sie sind nicht nur Zeugnisse ihrer Zeit, sondern bergen Erkenntnisse, die über Generationen hinweg Bestand haben und auch heute noch wertvolle Impulse geben können.
Genießen Sie das Wochenende und lassen Sie Licht in Ihr Herz. ☀️❤️
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Das Wort zum Sonntag!
Der Begriff „Zipperlein“ wurde unter anderem durch den berühmten Arzt Paracelsus (Theophrastus von Hohenheim, 1493–1541) populär gemacht, der ihn in seinen medizinischen Schriften verwendete. Die sprachliche Endung „-lein“ fungiert als Verkleinerungsform, wodurch die Erkrankung im Volksmund sprachlich etwas verharmlost wurde.
Kannten Sie das Wort?
Der Buttervogel wünscht Ihnen einen erholsamen und entspannten Sonntag – hoffentlich ganz ohne Zipperlein! 🫶🏻🙏🏻
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
Der Begriff „Zipperlein“ wurde unter anderem durch den berühmten Arzt Paracelsus (Theophrastus von Hohenheim, 1493–1541) populär gemacht, der ihn in seinen medizinischen Schriften verwendete. Die sprachliche Endung „-lein“ fungiert als Verkleinerungsform, wodurch die Erkrankung im Volksmund sprachlich etwas verharmlost wurde.
Kannten Sie das Wort?
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Die Sprache und ihre Lehrer 📘
Die Sprache ging durch Busch und Gehege,
Sie bahnte sich ihre eigenen Wege.
Und wenn sie einmal verirrt im Wald,
Doch fand sie zurecht sich wieder bald.
Sie ging einmal den gebahnten Steg,
Da trat ein Mann ihr in den Weg.
Die Sprache sprach: Wer bist du, Dreister?
Er sprach: Dein Lehrer und dein Meister.
Die Sprache dacht' in ihrem Sinn:
Bin ich nicht selber die Meisterin?
Aber sie ließ es sich gefallen,
Ein Streckchen mit ihrem Meister zu wallen.
Der Meister sprach in einem fort,
Er ließ die Sprache nicht kommen zum Wort.
Er hatt' an ihr gar manches zu tadeln,
Sie sollte doch ihren Ausdruck adeln.
Die Sprache lächelte lang' in Huld,
Endlich kam ihr die Ungeduld.
Da fing sie an, daß es ihn erschreckte,
Zu sprechen in einem Volksdialekte.
Und endlich sprach sie gar in Zungen,
Wie sie vor tausend Jahren gesungen.
Sie konnt' es ihm am Maul ansehn,
Daß er nicht mocht' ein Wort verstehn.
Sie sprach: Wie du mich siehst vor dir,
Gehört' das alles doch auch zu mir;
Das solltest du doch erst lernen fein,
Eh' du wolltest mein Lehrer sein.
Drauf gingen sie noch ein Weilchen fort,
Und der Meister führte wieder das Wort.
Da kamen sie, wo sich die Wege teilten,
Nach jeder Seit' auseinander eilten.
Die Sprache sprach: Was rätst nun du?
Der Meister sprach: Nur gerade zu!
Nicht rechts, und links nicht ausgeschritten;
Immer so fort in der rechten Mitten!
Die Sprache wollt' einen Haken schlagen,
Der Meister packte sie beim Kragen:
Du rennst mein ganz System übern Haufen.
Wenn du so willst in die Irre laufen.
Die Sprache sprach: Mein guter Mann,
Was geht denn dein System mich an?
Du deutest den Weg mir mit der Hand,
Ich richte mich nach der Sonne Stand;
Und wenn die Stern' am Himmel stehn,
So lassen auch die mich nicht irre gehn.
Macht ihr nur keinen Dunst mir vor,
Daß ich sehn kann den ewigen Chor.
Doch daß ich jetzo mich links will schlagen,
Davon kann ich den Grund dir sagen:
Ich war heut' früh rechts ausgewichen,
Und so wird's wieder ausgeglichen.
Friedrich Rückert (1788 - 1866)
📘 📙 📔
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Die Sprache ging durch Busch und Gehege,
Sie bahnte sich ihre eigenen Wege.
Und wenn sie einmal verirrt im Wald,
Doch fand sie zurecht sich wieder bald.
Sie ging einmal den gebahnten Steg,
Da trat ein Mann ihr in den Weg.
Die Sprache sprach: Wer bist du, Dreister?
Er sprach: Dein Lehrer und dein Meister.
Die Sprache dacht' in ihrem Sinn:
Bin ich nicht selber die Meisterin?
Aber sie ließ es sich gefallen,
Ein Streckchen mit ihrem Meister zu wallen.
Der Meister sprach in einem fort,
Er ließ die Sprache nicht kommen zum Wort.
Er hatt' an ihr gar manches zu tadeln,
Sie sollte doch ihren Ausdruck adeln.
Die Sprache lächelte lang' in Huld,
Endlich kam ihr die Ungeduld.
Da fing sie an, daß es ihn erschreckte,
Zu sprechen in einem Volksdialekte.
Und endlich sprach sie gar in Zungen,
Wie sie vor tausend Jahren gesungen.
Sie konnt' es ihm am Maul ansehn,
Daß er nicht mocht' ein Wort verstehn.
Sie sprach: Wie du mich siehst vor dir,
Gehört' das alles doch auch zu mir;
Das solltest du doch erst lernen fein,
Eh' du wolltest mein Lehrer sein.
Drauf gingen sie noch ein Weilchen fort,
Und der Meister führte wieder das Wort.
Da kamen sie, wo sich die Wege teilten,
Nach jeder Seit' auseinander eilten.
Die Sprache sprach: Was rätst nun du?
Der Meister sprach: Nur gerade zu!
Nicht rechts, und links nicht ausgeschritten;
Immer so fort in der rechten Mitten!
Die Sprache wollt' einen Haken schlagen,
Der Meister packte sie beim Kragen:
Du rennst mein ganz System übern Haufen.
Wenn du so willst in die Irre laufen.
Die Sprache sprach: Mein guter Mann,
Was geht denn dein System mich an?
Du deutest den Weg mir mit der Hand,
Ich richte mich nach der Sonne Stand;
Und wenn die Stern' am Himmel stehn,
So lassen auch die mich nicht irre gehn.
Macht ihr nur keinen Dunst mir vor,
Daß ich sehn kann den ewigen Chor.
Doch daß ich jetzo mich links will schlagen,
Davon kann ich den Grund dir sagen:
Ich war heut' früh rechts ausgewichen,
Und so wird's wieder ausgeglichen.
Friedrich Rückert (1788 - 1866)
📘 📙 📔
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👏41😍18❤16👍5😁2
Johann Gottfried Herder, ab 1802 von Herder, war ein deutscher Dichter, Übersetzer, Theologe sowie Geschichts- und Kultur-Philosoph der Weimarer Klassik.
Er zählt zu den einflussreichsten deutschsprachigen Schriftstellern und Denkern der Aufklärung und bildet gemeinsam mit Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller das klassische Viergestirn von Weimar.
Das Zitat stammt aus den "Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit", die Johann Gottfried Herder zwischen 1782 und 1788 veröffentlichte.
Der Buttervogel wünscht Ihnen einen guten Start in das Wochenende und lichtvolle Sonnwendtage! ☀️
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Er zählt zu den einflussreichsten deutschsprachigen Schriftstellern und Denkern der Aufklärung und bildet gemeinsam mit Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller das klassische Viergestirn von Weimar.
Das Zitat stammt aus den "Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit", die Johann Gottfried Herder zwischen 1782 und 1788 veröffentlichte.
Der Buttervogel wünscht Ihnen einen guten Start in das Wochenende und lichtvolle Sonnwendtage! ☀️
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Sonnwendtage - die wohl ältesten Feiertage
Für die alten Germanen war die Zeit der Sonnwendtage der wohl wichtigste Zeitpunkt im Jahresablauf. Mit Festen und Feuern sollten böse Dämonen, Geister und Krankheiten vertrieben und die Fruchtbarkeit, das Licht und die Natur geehrt werden.
Die Bedeutung der Himmelsbeobachtung für die germanischen Völker wird durch den Bericht des griechischen Astronomen Pytheas verdeutlicht, der um 330 vor unserer Zeit bei seinem Besuch in Norwegen festhielt: „Es zeigten uns die Einheimischen, wo die Sonne ihre Ruhe halte“.
Die Sonnenwende wird heute noch in Nordrhein-Westfalen gefeiert. Im Mittelpunkt: die Externsteine bei Detmold.
Der längste Tag und die kürzeste Nacht sind heute am 21. Juni 2026, 10:25 Uhr MESZ☀️🌑✨
Haben Sie einen Wunsch? Schreiben Sie diesen doch auf einen Zettel und verbrennen ihn heute Nacht in einem Feuer. Vielleicht geht er in Erfüllung! 🔥🌠
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Für die alten Germanen war die Zeit der Sonnwendtage der wohl wichtigste Zeitpunkt im Jahresablauf. Mit Festen und Feuern sollten böse Dämonen, Geister und Krankheiten vertrieben und die Fruchtbarkeit, das Licht und die Natur geehrt werden.
Die Bedeutung der Himmelsbeobachtung für die germanischen Völker wird durch den Bericht des griechischen Astronomen Pytheas verdeutlicht, der um 330 vor unserer Zeit bei seinem Besuch in Norwegen festhielt: „Es zeigten uns die Einheimischen, wo die Sonne ihre Ruhe halte“.
Die Sonnenwende wird heute noch in Nordrhein-Westfalen gefeiert. Im Mittelpunkt: die Externsteine bei Detmold.
Der längste Tag und die kürzeste Nacht sind heute am 21. Juni 2026, 10:25 Uhr MESZ☀️🌑✨
Haben Sie einen Wunsch? Schreiben Sie diesen doch auf einen Zettel und verbrennen ihn heute Nacht in einem Feuer. Vielleicht geht er in Erfüllung! 🔥🌠
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Das Wort zum Sonntag!
Wussten Sie, dass der „Sommer“ im deutschen Sprachraum ursprünglich ganz allgemein die wärmere Zeit des Jahres im Gegensatz zum Winter bezeichnete? Man unterschied zunächst nur zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter. Das Wort „Frühling“ ist beispielsweise erst seit dem 15. Jahrhundert belegt, sodass sich die heute gebräuchliche Einteilung in vier Jahreszeiten erst später durchsetzte.
Heute beginnt der astronomische Sommer – ein Anlass, das Licht und den längsten Tag des Jahres bewusst willkommen zu heißen. Ob Sie heute über das Lagerfeuer springen, Heilkräuter sammeln, Wünsche auf die Reise schicken oder in Ruhe und Stille Ihren Gedanken Raum geben – möge dieser besondere Abend Ihnen Licht, Zuversicht und neue Kraft schenken. 🔥🌿🍀🫶🏻
Der Buttervogel wünscht Ihnen einen friedvollen und magischen Sommerbeginn. ✨
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Wussten Sie, dass der „Sommer“ im deutschen Sprachraum ursprünglich ganz allgemein die wärmere Zeit des Jahres im Gegensatz zum Winter bezeichnete? Man unterschied zunächst nur zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter. Das Wort „Frühling“ ist beispielsweise erst seit dem 15. Jahrhundert belegt, sodass sich die heute gebräuchliche Einteilung in vier Jahreszeiten erst später durchsetzte.
Heute beginnt der astronomische Sommer – ein Anlass, das Licht und den längsten Tag des Jahres bewusst willkommen zu heißen. Ob Sie heute über das Lagerfeuer springen, Heilkräuter sammeln, Wünsche auf die Reise schicken oder in Ruhe und Stille Ihren Gedanken Raum geben – möge dieser besondere Abend Ihnen Licht, Zuversicht und neue Kraft schenken. 🔥🌿🍀🫶🏻
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Sonnenwende (1824)
Nun die Sonne soll vollenden
Ihre längste, schönste Bahn,
Wie sie zögert, sich zu wenden
Nach dem stillen Ozean!
Ihrer Göttin Jugendneige
Fühlt die ahnende Natur,
Und mir dünkt, bedeutsam schweige
Rings die abendliche Flur.
Nur die Wachtel, die sonst immer
Frühe schmälend weckt den Tag,
Schlägt dem überwachten Schimmer
Jetzt noch einen Weckeschlag;
Und die Lerche steigt im Singen
Hochauf aus dem duft′ gen Tal,
Einen Blick noch zu erschwingen
In den schon versunknen Strahl.
Ludwig Uhland (1787 - 1862)
☀️ ☀️ ☀️ ☀️ ☀️
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Nun die Sonne soll vollenden
Ihre längste, schönste Bahn,
Wie sie zögert, sich zu wenden
Nach dem stillen Ozean!
Ihrer Göttin Jugendneige
Fühlt die ahnende Natur,
Und mir dünkt, bedeutsam schweige
Rings die abendliche Flur.
Nur die Wachtel, die sonst immer
Frühe schmälend weckt den Tag,
Schlägt dem überwachten Schimmer
Jetzt noch einen Weckeschlag;
Und die Lerche steigt im Singen
Hochauf aus dem duft′ gen Tal,
Einen Blick noch zu erschwingen
In den schon versunknen Strahl.
Ludwig Uhland (1787 - 1862)
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