Deutsche Dichter und Denker
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Der Denker sagt das Sein,
der Dichter das Heilige!

Bilder, Gedichte und Sprüche in diesem Kanal verstehen sich als Nachahmung ohne Beurteilung.
Sie sind mit nötigem Ernst oder Spott zu genießen!

Passende (!!!) Gedichte unter:
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Das deutsche Schwert 🗡

Hoch aus der Scheide flammt es hell,
Das deutsche Schwert, so blank und schnell!
Es rauscht, als ob die Ahnen sprächen,
Es klingt, als wollt’ es Ketten brechen.

Wo Feind und Tod das Volk bedroht,
Da blinkt es auf in Sturm und Not;
Es hütet Heimat, Haus und Auen,
Und läßt uns fest die Zukunft bauen.

Drum schwöret, Brüder, stark und frei,
Dem alten Stahl die Treue neu!
Er ist der Schutz der deutschen Erden,
Er bleibe wach im Volkeswerden!


-Michel Seiferth-
@DeutscheDD
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Vorsicht

Freund, verbotenes Geschwätze
Laß den Lippen nie entfahren,
Schwerer oft als Gold und Schätze
Ist es, Worte zu bewahren!


-Moritz Wilhelm Döring, 13.02.1798 in Dresden – 29.10.1856 in Freiberg-
@DeutscheDD
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Die Zensur von Gedanken ist ein guter Gradmesser gesunder Gesellschaften.
Je mehr ein System verbieten muss, desto instabiler und desaströser ist es!


-Julia P. Manzau-
@DeutscheDD
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Guten Morgen.

Am 10.09.1919 wurde der Vertrag von Saint-Germain unterzeichnet.
Er bestimmte die Abtrennung Südtirols von Österreich und seine Eingliederung in das Königreich Italien.

Zum Gedenken an die völkerrechtswidrige Gebietsaneignung und entgegen dem Selbstbestimmungsrecht der Völker wurde Südtirol an Italien angegliedert.

Hierzu möchten wir heute, an diesem Schicksalstag, zwei Sichtweisen in Form von Gedichten der geschundenen deutschen Bevölkerung Südtirols darlegen.

Zum einen die in der Scholle verwurzelten Deutsch-Südtiroler, die in ihrer angestammten Heimat bis heute standhalten – und zum anderen der Südtiroler, die sich neue Wurzeln im verbliebenen deutschen Heimatland gegraben haben.

Möge einst das Unrecht dem alten Recht weichen!

Wir vergessen nicht!

@DeutscheDD
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Dableibergedicht

Am Erker blühet wie immer
Die leuchtende „Brennende Lieb“.
Die Treue zur Heimat war stärker,
Wie jauchzen wir, daß sie uns blieb.

O blühe und leuchte du Blume −
Ein Zeichen der Treue du bist!
Und künde, daß Glaube und Heimat
Das Höchste für uns ist!


-Hans Egarter, 20.04.1909 in Olang – 20.06.1966 in Brixen-
@DeutscheDD
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Optantengedicht

So reißet vom sonnigen Erker
Die letzte brennende Lieb;
Die Treue zu Deutschland war stärker,
Das Heiligste, was uns blieb.

Wir nehmen sie mit im Herzen,
Für and’re dereinst Symbol;
Sie stille des Heimwehs Schmerzen:
Leb wohl du, mein Südtirol!


-Karl Felderer, 17.05.1895 in Margreid - 03.03.1989 in Bozen-
@DeutscheDD
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Heimat öffne deine Quellen
Laß uns deine Schönheit trinken,
Daß im Strom der Alltagswellen –
Deine Kinder nicht versinken!

Aus dem Borne der Geschichte
Raune von vergang’nen Tagen!
Künd’ im Liede und Gedichte
Deine Märchen, deine Sagen!

Heimat, deine Sonne breite
Auf dein Volk, das schreit nach Licht,
Daß die Freude es geleite
Bei der harten Werktagspflicht!


-Joseph Sprißler, 06. 03.1795 in Inneringen – 17.06.1879 in Stetten bei Hechingen-
@DeutscheDD
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💐-Curt Goetz, 17. 11.1888 in Mainz - 12. 09.1960 in Grabs, Kanton St. Gallen, Schweiz-
@DeutscheDD
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Wunderquellen fließen durch der Heimat Land,
um der Berge Füßen rinnt ihr silbern Band.
Trinke, Seele, trinke aus der Heimat Born,
daß du wie die Väter Treue dir erkor´n

Glockenlang voll Süße steigt aus Waldesgrund,
goldne Sagengrüße gehn von Mund zu Mund.
Lausche, Seele, lausche alter Mären Klang
in die grauen Tage dir ihr Leuchten sang.

Wenn die Berge träumen blau im Abendwind,
leises Goldverschäumen durch das Tal verrinnt.
Singe, Seele, singe von der Heimat Glanz
und um deine Stirne grünt der Sehnsucht Kranz.

Tausend Sterne brennen Fackeln in die Nacht
und die Berge nennen den, der sie entfacht.
Seele, blicke auf zum Sternenzelt,
daß dir erhalte deiner Heimat Welt.

In der Täler Schweigen Lärm und gelbe Glut,
aus den Schächten steigen Rauch und Feuers Flut.
Schmiede, Seele, schmiede rein und stark wie Erz
mit der Hämmer Schlägen dir das deutsche Herz!


-Erich Weijand, gestorben 1935-
@DeutscheDD
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Der Zweifel

Der Glaube ist zum Ruhen gut,
doch bringt er nichts von der Stelle.
Der Zweifel in ehrlicher Männerfaust,
der sprengt die Pforten zu Hölle.

Der eine fragt: Was kommt danach?
Der andre fragt nur: Ist es recht?
Und also unterscheidet sich der Freie
von dem Knecht.

Vom Unglück erst
Zieh ab die Schuld;
Was übrig ist,
Trag in Geduld!


💐 -Hans Theodor Woldsen Storm, 14.09.1817 in Husum – 04.07.1888 in Hanerau-Hademarschen-
@DeutscheDD
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Die Lieder der Heimat sind auch die Lieder der Schlachten,
sie sind die Urquellen der Siege!


-Franz Bayerfels-
@DeutscheDD
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Die Frau

Ich habe wohl jahrein, jahraus
Stumm meiner Sehnsucht nachgehangen,
In meiner dunklen Träume Haus
Lag ich verwunschen und gefangen.
Der Frühling tropfte um das Dach,
Da schlich ich heimlich und mit Zagen
Hinaus und lief den Wünschen nach,
Wie Kinder bunte Falter jagen.

Die Welt schien leuchtend mir ins Herz,
Die Ströme brausten mir entgegen,
In Seligkeit und süßem Schmerz
Empfing ich meiner Jugend Segen.
Die hundert Straßen weit im Land
Erklangen unter meinem Fuße,
Und was ich an den Straßen fand,
Das sang und blühte mir zum Gruße. –

Nun hör’ ich in der stillen Nacht
Des Lebens Flut von ferne rauschen,
Mein Herz ist jäh vom Schlaf erwacht
Und will erschreckt und dürstend lauschen,
Allein ein Atem weht und weht
Wie Sommerwind so süß und linde,
Daß alle Sehnsucht schlafen geht, …
Ich bin daheim bei meinem Kinde!


💐 -Ina Seidel, 15.09.1885 in Halle an der Saale – 02.10.1974 in Ebenhausen bei Schäftlarn-
@DeutscheDD
❤82😍10👏5🥰3👍2🤗2
Heimat 🍀

Durch Korn und Klee ein sanfter Weg,
Und Lerchenwirbel im Blauen.
Ein blumiger Bach, ein schmaler Steg
Und augenblanke Frauen.
Und dann das Dorf, verschwiegen im Baum,
Und Herdrauch und Glockenklingen:
So fühl ich die Heimat, im Wachen, im Traum
Durch meine Seele schwingen!


🪦 -Karl Burkert, 28.01.1884 in Schwabach – 16.09.1979 in Veitsweiler-
@DeutscheDD
❤92👌4👍3⚡2
Ein jedes Gesetz hat seine Kehrseite, eine jede Änderung von Gesetzen hat etwas Verdrießliches, und die gesetzgebende Gewalt oder die Regierung, welche die Initiative derselben ergreift, kann in der Regel nur zwischen zwei Übeln das kleinere wählen!

-Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, ab 1865 Graf von Bismarck-Schönhausen, ab 1871 Fürst von Bismarck, ab 1890 auch Herzog zu Lauenburg, 01.04.1815 in Schönhausen -  30.07.1898 in Friedrichsruh bei Aumühle-
@DeutscheDD
👍58👌5❤4✍1
Von meiner Treppe, im Abendschein,
seh ich die Bauern jahraus, jahrein,
wie sie mit Wagen, zu Fuß und zu Pferd,
müde kehren zum eigenen Herd.

Sie haben mit Pflug und Sense gewerkt
Und sich aus dem Wasserkrug gestärkt,
schweißklebend die Stirne, gebräunt die Hand,
so schritten sie über das Ackerland.

So kehren sie heim, wenn die Sonne geht
und Abendrot über den Bergen steht;
Ein starkes, gläubiges Bauerngeschlecht,
das beides ist: Hofherr und Ackerknecht!


-Michael Wolf-Windau, geboren 05.11.1911 in Windau - gestorben 25.02.1945 in Lietschau / Niederösterreich-
@DeutscheDD
❤94👍17👏2⚡1🥰1
Das eigentliche deutsche Übel heißt:
Kleinlichkeit, Neid, Engherzigkeit, Pedanterie, Unbescheidenheit, Schulmeistergeist, Strebertum, Kopflosigkeit und Mangel an Grazie.
Kurz Philistertum, und Pharisäertum von jeder Art.
Wer jung und tapfer ist in Deutschland, soll hiergegen das Schwert ziehen!
⚔️

-August Julius Langbehn, 26.03.1851 in Hadersleben – 30.04.1907 in Rosenheim-
@DeutscheDD
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Der höhere Mensch ist das Wesen, welches den Sinn sucht – nicht, weil er muß, sondern weil er es kann!

-Michel Seiferth-
@DeutscheDD
❤74👍21💯17👌7✍2
Wir gehen hellen Blickes in diesen Herbst
und den klaren Winter hinein mit dem Gedanken,
nicht, daß die Stürme an unserem Hause vorbeigehen mögen,
sondern daß wir sie bestehen!


-Gorch Fock (das ist Johann Wilhelm Kinau), 22.08.1880 in Finkenwerder – 31.05.1916 in der Seeschlacht am Skagerrak-
@DeutscheDD
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