Deutsche Dichter und Denker
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Der Denker sagt das Sein,
der Dichter das Heilige!

Bilder, Gedichte und Sprüche in diesem Kanal verstehen sich als Nachahmung ohne Beurteilung.
Sie sind mit nötigem Ernst oder Spott zu genießen!

Passende (!!!) Gedichte unter:
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Und was gabt Ihr bisher?
Und wer von Euch wollte sein Leben für Deutschland geben?
Ihr habt immer nur die Macht und den Reichtum, den Genuß, den Fraß und die Völlerei, ein herrliches Leben ohne Verantwortung, vor Augen gehabt, wenn Ihr an Deutschland gedacht habt!


-Paula Hitler, geboren am 21.01.1896 in Hafeld – verstorben am 01.06.1960 in Berchtesgaden-
@DeutscheDD
❤97👍50👌11👏3💯3
APFELBAUM

Ich bin ein alter Dichter und ich hab schon viel gesehen
Kenne hunderte Gesichter und die Wunder die geschehen
Doch keins ist mir begegnet, nicht auf allen meinen Fahrten,
Das so schön ist, wenn es regnet
Wie mein Apfelbaum im Garten

Ich reise durch die Städte und ich höre die Geschichten
Große Leute, jede Wette, jeder hat was zu berichten
Doch nichts zu keiner Zeit, ich könnt noch hundert Jahre warten
Ist so schön auch wenn es schneit
Wie mein Apfelbaum im Garten

Ich stand auf dem höchsten Berg und hab die Wolken still berührt
Ich war ein Riese und ein Zwerg und hab den Frühlingskuss gespürt
Doch nichts ist mir so schön, keine hundert guten Taten,
Wie das kunterbunte Blühen
Von meinem Apfelbaum im Garten

Mein Körper wird nun schwächer, ein letzter Sommer wärmt mein Haus
Ein letzter Schluck vom Lebensbecher und ein Blick zum Fenster raus
Und was meine Augen sehen, mir den nächsten Schritt verraten
Was verwelkt wird wieder blühen
Wie mein Apfelbaum im Garten

💐-David Lübke, 01.11.1996 in Hannover-
@DeutscheDD
❤82👌8👍6🤗5👏3✍1
Audio
Vertonung durch den Meister selbst
❤40👏4🤗3
Gott sei Dank, ein wenig Ruhe!
und daheim! und ungestört
endlich einmal doch ein Abend,
der mir wieder selbst gehört!

Schön ist's, ja! und bleibt es immer,
guter Freunde Freund zu sein!
doch zuweilen gibt's auch Stunden,
da man gern einmal allein:

Auszudenken, was tagüber
durch die Seele schwankt und schwirrt,
eh sich's, halb erfaßt nur, wieder
ungelöst ins Chaos wirrt.

Ohne Lüge sich zu freuen!
wer es dürfte, wer es könnt!
selbst-genug sich selbst zu leben,
glücklich, selig, wem's vergönnt!


-Cäsar Otto Hugo Flaischlen, geboren am 12.05.1864 in Stuttgart – verstorben am 16.10.1920 in Gundelsheim-
@DeutscheDD
❤75👍11🤗1
Glaubst Du noch an Deutschland?

Glaubst Du noch an Deutschland?
So erbärmlich im Büßergewand,
so niedergetreten der heilige Hain,
so rechtlos, vertrieben von Hof und vom Heim?

Glaubst Du noch an Deutschland?
Noch immer geteilt sind Städte und Land,
noch immer entehrt der Kampf seiner Krieger,
noch immer im Joch der quälenden Sieger.

Glaubst Du noch an Deutschland?
Wo Fremde sich scharen im bunten Gewand,
wo Deutsche sich schmählich verleugnen,
wo wenige standhaft, die niemals sich beugen?

Glaubst Du noch an Deutschland?
So fragt es mich rot an der Wand.
Still werd` ich dann und flüstere: Ja !
Mein Deutschland! Für dich immer da!


-Wolfram Nahrath, Lenzing/Ostermond 2000-
@DeutscheDD
❤122💯35⚡3✍1🔥1😇1
Die ungeschriebenen Gesetze und Zwänge der Natur werden letztlich dasjenige Volk belohnen, das sich allen Widerwärtigkeiten zum Trotz erhebt, um gegen Ungerechtigkeiten, Lügen und Chaos anzukämpfen. Das war stets so in der Geschichte und so wirds immer sein. Weder uns noch unseren Nachkommen wird dieser Kampf ums Überleben erspart bleiben.

-Immanuel Kant, 22.04.1724 in Königsberg - 12.02.1804 ebenda-
@DeutscheDD
🔥54❤31⚡9👏3🤝2😇1
Die Witwe

Sie ging im langwallenden Trauergewand,
Einen Knaben führend an jeder Hand.

Sie ging durch die sommerprachtschimmernde Au,
Blond, kräftig und stolz, eine deutsche Frau.

Wie die Göttin der Ernte sie ragend stand
Und zeigte hinaus auf das blühende Land.

Und sagte:“ das alles soll euer sein!“
Und sie zeigte dem Kleinsten den fernen Rhein.

Und sie wies auf den Wald und das tragende Feld
Und sagte :“Seht, Knaben, wie schön ist die Welt!“

„So schön ist die Welt! Daß sie euch nicht verdarb,
Das ist es, wofür euer Vater starb!“

„Für euch sind die Wunden, die Tränen im Krieg,
Für euch war das Leid, und für euch war der Sieg!“

Wie die Göttin der Ernte sie ragend stand,
Und der Sonnenschein küßte ihr schwarzes Gewand…


-Maria Kahle, geboren am 03.08.1891 in Wesel – verstorben am 15.08.1975 in Olsberg/Sauerland-
@DeutscheDD
❤107👍12👏4
Wiedersehn

Deine Kinder, hier verloren,
wirst du immer wiedersehn;
denn was aus dir ist geboren,
kann dir nicht verloren gehn.

Daß du einst sie wiedersehest,
dieses kannst du wohl verstehn,
wenn du auch nicht das verstehest,
wie du sie wirst wiedersehn.

Nicht als Kinder; oder wolltest
du sie ewig halten klein?
Nicht gealtert; oder solltest
du entfremdet ihnen sein?

Die hier streitenden Gestalten,
dort wo sie verglichen sind,
wo nicht Mann und Weib sich spalten,
trennt sich auch nicht Greis und Kind!


-Friedrich Johann Michael Rückert, geboren am 16.05.1788 in Schweinfurt – verstorben am 31.01.1866 in Neuses-
@DeutscheDD
❤75👍14😍3
❤79💯35👍15👏5✍4👌2
Im Böhmerwald, bewehrt mit Wall und Toren,
In dem mein lieber Vater ward geboren.
Deutsch war der Mann, kerndeutsch sein Heimatland,
Eh’ Slawenlist es Stück für Stück entwandt!


🪦 -Ottokar Kernstock, geboren am 25.07.1848 in Marburg an der Drau - verstorben am 05.11.1928 auf Schloss Festenburg-
@DeutscheDD
❤82⚡12👍7💯3
❤112🥰12👍6🔥4👏2
Wiederkehr

Wundersam das Jahr begann,
Der Winter lag im weißen Schoß,
Der Frühling kam mit Blütenspross,
Der Sommer war am Schönsten dann,
Der Herbst das Blätterwerk,
Mit goldenem Kleide übergoss,
Der Wald gleicht einem Zauberberg.
Schon weiß der raue Wind,
dass alles wieder neu beginnt!


-Horst Reiner Menzel-
@DeutscheDD
👍65❤54💯4🫡3🥰1👏1
-Gerhard Schumann, geboren am 14.02.1911 in Eßlingen – verstorben am 29.07.1995 in Bodman-
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-Konrad Lorenz, 07.11.1903 in Wien - 27.11.1989 ebenda-
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👍51💯13👏9❤5👌5
Jungsein
Heißt tatengewillt und voll Schwung sein,
trotzen den engen, den ängstlichen Gleisen,
die uns von Halbheit zu Halbheit weisen ...
Lieber den Malstein der Grenze zerschlagen,
lieber das Leben, das schäumende wagen,
Kämpfe und Stürme, die wild uns umwehn,
lachend bestehn!
Jungsein
Heißt glühend bereit zum Sprung sein.
Was uns scheidet von Müden und Alten,
sind nicht die Krücken, sind nicht die Falten:
ewiges Licht hellt die Runen der Jahre,
ewiger Lenz blüht um silberne Haare,
wenn nur gleich göttlichen Falken der Geist
sonnenwärts kreist.


Heinrich Anacker, geboren am 29. 01.1901 in Buchs, Kanton Aargau, Schweiz - verstorben am 14. 01.1971 in Wasserburg am Bodensee-
@DeutscheDD
❤124👍13😍7⚡6😇2
N e b e l u n g

Noch steht der Ahorn leuchtend bunt am Anger,
schon liegt Herbstlaub auf der letzten Aster,
das Morgenlied der Amsel klingt nun banger,
früher Mond zeigt sich in reinstem Alabaster.

Am Hang die Heckenrosen werden lichter,
und nur das Rot der Hagebutte ziert den Strauch,
Farben verblassen, unsere Welt wird schlichter,
und von Norden weht ein kalter Hauch.

Schon glitzern Eiskristalle an den kahlen Zweigen,
Traumgebilde, die ein Sonnenstrahl zerbricht,
Nebel hüllt das Land in ahnungsvolles Schweigen,
darüber die Gewalten drängen hin zum Licht.


Julie aus der Mark 🌳
Im Nebelung 2024/25
@DeutscheDD
❤67👍14👏3👌3💯3
Heimat im Volk

Nun wir uns wieder gefunden,
Volk, in deinem Schoß,
Sind unsere Augen selig
Und vom Schauen groß.

Wir spüren all deiner Dinge
Tiefen, heiligen Sinn
Und sprechen still und verhalten
Deinen Namen hin.

Und hören deine dunkle
Stimme in unserem Blut
Und wissen, daß wir immer
An deinem Herzen geruht!


-Sigismund Banek, geboren am 25.10.1896 in Sompolno – gefallen 1945 bei Posen-
@DeutscheDD
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❤59🔥14👌10💯8✍1🫡1
Was ist die Mehrheit?
Mehrheit ist Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
Er muss dem mächtigen, der ihn bezahlt, um Brot und Stiefel seine Stimm verkaufen.
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen.
Der Staat muss untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt, und Unverstand entscheidet!


💐 -Johann Christoph Friedrich von Schiller, geboren am 10.11.1759 in Marbach am Neckar - verstorben am 09.05.1805 in Weimar-
(aus Demetrius)
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👌54💯40❤27👍17🔥2🤝1
Heimat

So weit die deutsche Sprache klingt,
all wo man deutsche Lieder singt,
wo deutsche Menschen Korn gesät,
wo eine deutsche Wiege steht,
da fühlt mein Herz, was Heimat ist,
was Lieb und Treu, die nie vergisst.

Und keine Grenze trennen kann,
was Blutes Einheit hält in Bann,
was Brauch und Sitte alter Zeit,
was deutscher Fleiß und Fertigkeit,
was Einheit schmiedet, uns umringt –
so weit die deutsche Sprache klingt!


-Edmund Frey, geboren 1955 in Berlin-
@DeutscheDD
❤138👍15💯9👏4⚡1🤝1