Deutsch sind wir!
Deutsch handeln wir!
Deutsch kämpfen wir!
Deutsch sterben wir!
Und sollt` uns die ganze Welt bekriegen,
Wir sind die Deutschen, wir werden siegen;
Weil über Haß und Lüge und Neid
Noch immer steht die Gerechtigkeit.
Germania, Du allein sollst richten:
"Deutschland läßt sich nicht vernichten!"
-Franz Kellert, geboren am 15.09.1876 in Hennersdorf / Schlesien – verstorben am 17.04.1934 in Greiz-
@DeutscheDD
Deutsch handeln wir!
Deutsch kämpfen wir!
Deutsch sterben wir!
Und sollt` uns die ganze Welt bekriegen,
Wir sind die Deutschen, wir werden siegen;
Weil über Haß und Lüge und Neid
Noch immer steht die Gerechtigkeit.
Germania, Du allein sollst richten:
"Deutschland läßt sich nicht vernichten!"
-Franz Kellert, geboren am 15.09.1876 in Hennersdorf / Schlesien – verstorben am 17.04.1934 in Greiz-
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❤136⚡14💯13👍7👏5🔥2
Und ist ein bloßer Durchgang denn mein Leben
Durch deinen Tempel, herrliche Natur,
So ward mir doch ein schöner Trieb gegeben,
Vom Höchsten zu erforschen jede Spur,
So tränkt mich doch, bin ich auch selbst vergänglich,
Ein Quell, der ewig ist und überschwenglich!
Christian Friedrich Hebbel, geboren am 18.03.1813 in Wesselburen - verstorben am 13.12.1863 in Wien-
@DeutscheDD
Durch deinen Tempel, herrliche Natur,
So ward mir doch ein schöner Trieb gegeben,
Vom Höchsten zu erforschen jede Spur,
So tränkt mich doch, bin ich auch selbst vergänglich,
Ein Quell, der ewig ist und überschwenglich!
Christian Friedrich Hebbel, geboren am 18.03.1813 in Wesselburen - verstorben am 13.12.1863 in Wien-
@DeutscheDD
❤54👍22🔥4✍1
Dem Land 🍀
Dem Land, dem meine Liebe gehört,
dem will ich all' meine Lieder singen,
dem will ich mein Sein und Schaffen bringen,
dem Land, dem meine Liebe gehört.
Dem Land, dem meine Seele gehört,
dem will ich zutiefst die Treue geloben.
Schenk' deinen Segen, Schöpfer dort droben,
dem Land, dem meine Seele gehört.
Dem Land, dem mein ganzes Herz gehört,
dem liebsten Land auf der weiten Erde -
Ihm, meine Sprache zum Liede es werde,
dem Land, dem mein ganzes Herz gehört.
Dem Land, dem meine Liebe gehört,
Mögest gnädig die Schritte mir lenken,
mein letztes Lied einst, mein Leben ihm schenken,
dem Land, dem meine Liebe gehört!
🪦 -Ursel Peter, geboren am 08.08.1923 in Weigelsdorf – 31.01.1970 in Linz-
@DeutscheDD
Dem Land, dem meine Liebe gehört,
dem will ich all' meine Lieder singen,
dem will ich mein Sein und Schaffen bringen,
dem Land, dem meine Liebe gehört.
Dem Land, dem meine Seele gehört,
dem will ich zutiefst die Treue geloben.
Schenk' deinen Segen, Schöpfer dort droben,
dem Land, dem meine Seele gehört.
Dem Land, dem mein ganzes Herz gehört,
dem liebsten Land auf der weiten Erde -
Ihm, meine Sprache zum Liede es werde,
dem Land, dem mein ganzes Herz gehört.
Dem Land, dem meine Liebe gehört,
Mögest gnädig die Schritte mir lenken,
mein letztes Lied einst, mein Leben ihm schenken,
dem Land, dem meine Liebe gehört!
🪦 -Ursel Peter, geboren am 08.08.1923 in Weigelsdorf – 31.01.1970 in Linz-
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❤85👍11👏5
Das Vermächtnis
Vom Vater hab ich: den stolzen Blick -
Den Trotz - die Kraft - und den Mut -
Unbeugsamen Willen - und Zähigkeit -
Das rote Rebellenblut. ⚔️
Vom Mütterlein hab ich: das Zartgefühl -
Die Träne für Leid und Schmerz -
Das Zärteln - und Küssen - die streichelnde Hand -
Das fühlende Menschenherz! ❤️
-Verfasser unbekannt-
@DeutscheDD
Vom Vater hab ich: den stolzen Blick -
Den Trotz - die Kraft - und den Mut -
Unbeugsamen Willen - und Zähigkeit -
Das rote Rebellenblut. ⚔️
Vom Mütterlein hab ich: das Zartgefühl -
Die Träne für Leid und Schmerz -
Das Zärteln - und Küssen - die streichelnde Hand -
Das fühlende Menschenherz! ❤️
-Verfasser unbekannt-
@DeutscheDD
❤104👍8⚡3
Nur durch den Einzelnen wird ein Volk!
-Ernst Moritz Arndt, geboren am 26.12.1769 in Groß Schoritz – verstorben am 29.02.1860 in Bonn-
@DeutscheDD
-Ernst Moritz Arndt, geboren am 26.12.1769 in Groß Schoritz – verstorben am 29.02.1860 in Bonn-
@DeutscheDD
❤71💯13🔥9👍6
Krieg im Frieden!
Die Völker der Erde werden über kurz oder lang erneut in einen Krieg gestürzt als Folge einer menschenunwürdigen Geld-, Macht-, Bedrückungs- und Raubpolitik!
Der Himmel möge all die wahren Urheber erneuten Elendes bestrafen und die Völker der Erde zu wahren Frieden und Wohlfahrt, zur Freiheit und Gerechtigkeit führen!
-Ludwig Schuler aus Stuttgart-
(1914-1918 Friedhofsgärtner in Russland, Serbien, Belgien, Italien und Frankreich)
@DeutscheDD
Die Völker der Erde werden über kurz oder lang erneut in einen Krieg gestürzt als Folge einer menschenunwürdigen Geld-, Macht-, Bedrückungs- und Raubpolitik!
Der Himmel möge all die wahren Urheber erneuten Elendes bestrafen und die Völker der Erde zu wahren Frieden und Wohlfahrt, zur Freiheit und Gerechtigkeit führen!
-Ludwig Schuler aus Stuttgart-
(1914-1918 Friedhofsgärtner in Russland, Serbien, Belgien, Italien und Frankreich)
@DeutscheDD
❤66👍38🔥8🤝5
Schicksalstage
Wenn die trüben Tage grauen,
kalt und feindlich blickt die Welt,
findet bald sich dein Vertrauen
ganz auf dich allein gestellt. -
Aber in dich selbst verwiesen
aus der alten Freuden Land,
siehst du neuen Paradiesen
deinen Glauben zugewandt. -
Als dein Eigenstes erkennst du,
was dir fremd und feind erschien,
und mit neuem Namen nennst du
dein Geschick und nimmst es hin. -
Was dich zu erdrücken drohte,
zeigt sich freundlich, atmet Geist,
ist ein Führer, ist ein Bote,
der dich hoch und höher weist!
-Julius Carl Reinhold Sturm, geboren am 21.07.1816 in Köstritz – verstorben am 02.05.1896 in Leipzig-
@DeutscheDD
Wenn die trüben Tage grauen,
kalt und feindlich blickt die Welt,
findet bald sich dein Vertrauen
ganz auf dich allein gestellt. -
Aber in dich selbst verwiesen
aus der alten Freuden Land,
siehst du neuen Paradiesen
deinen Glauben zugewandt. -
Als dein Eigenstes erkennst du,
was dir fremd und feind erschien,
und mit neuem Namen nennst du
dein Geschick und nimmst es hin. -
Was dich zu erdrücken drohte,
zeigt sich freundlich, atmet Geist,
ist ein Führer, ist ein Bote,
der dich hoch und höher weist!
-Julius Carl Reinhold Sturm, geboren am 21.07.1816 in Köstritz – verstorben am 02.05.1896 in Leipzig-
@DeutscheDD
❤62🔥13👏6⚡1
Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
der ist nicht wert,
daß er unter ihm lebe!
-Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein, geboren am 25.10.1757 in Nassau – verstorben am 29.06.1831 in Cappenberg-
@DeutscheDD
der ist nicht wert,
daß er unter ihm lebe!
-Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein, geboren am 25.10.1757 in Nassau – verstorben am 29.06.1831 in Cappenberg-
@DeutscheDD
👍53❤37💯24⚡7
Wenn einer fünfundsiebzig Jahre alt ist, kann es nicht fehlen, daß er mitunter an den Tod denke.
Mich läßt dieser Gedanke in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, daß unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur, es ist ein fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit, es ist der Sonne ähnlich, die bloß unsern irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fort leuchtet!
-Johann Wolfgang von Goethe, geboren am 28.08.1749 in Frankfurt am Main – verstorben am 22.03.1832 in Weimar-
@DeutscheDD
Mich läßt dieser Gedanke in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, daß unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur, es ist ein fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit, es ist der Sonne ähnlich, die bloß unsern irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fort leuchtet!
-Johann Wolfgang von Goethe, geboren am 28.08.1749 in Frankfurt am Main – verstorben am 22.03.1832 in Weimar-
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❤123👌14👍9⚡1
Das Elternhaus
O, Kinderzeit! Was liegt in diesen Klängen,
Für eine wunderbare Melodie!
Wieviel Gestalten sich dazwischen drängen,
Sie spricht zum Herzen und veraltet nie!
Schmerz und Sehnsucht wird uns durchbeben,
Treibt uns das Schicksal in die Welt hinaus,
Denn was sich niemals wiederholt im Leben,
Das ist die Heimath und das Elternhaus!
Der Mond blickt silbern durch der Zweige düster,
Die Wolken jagen schnell in Himmelshöh'n;
Mir ist's, als hörte ich im Blattgeflüster,
Vergang'ner Zeiten Geisterstimmen weh'n.
Was rauscht dort zwischen Schilf und Pappelweiden,
Und drüber schwankt der Erle dunkles Grün?
Es ist das Bächlein, das in frühern Zeiten
Mir als der Erde größter Strom erschien.
Dort sah ich tief die gold'nen Sterne spiegeln,
Und dachte: Dort muß auch der Himmel sein!
Und Sonne sah ich - ach, mit goldnen Flügeln!
Und wünschte oft mich, in die Fluth hinein.
Die Wolken zogen fort mit Windesschnelle,
Das Schilfrohr rauschte schauerlichen Klang,
Und ich vernahm im Rauschen jeder Welle
Der holden Wasserelfe Nachtgesang!
Weit hinter mir, vom Zeitenflug getragen,
Liegt meiner Kindheit gold'nes Zauberland,
Und anders, wie in jenen schönen Tagen,
Geh' ich jetzt auf und ab am Erlenstrand.
Noch immer leuchtet aus den klaren Wogen
Mir sternbesä't des Himmels blauer Dom;
Doch längst schon ist das Leben fortgeflogen
Und ach! - zum kleinen Bache ward mein Strom!
-Verfasser unbekannt-
@DeutscheDD
O, Kinderzeit! Was liegt in diesen Klängen,
Für eine wunderbare Melodie!
Wieviel Gestalten sich dazwischen drängen,
Sie spricht zum Herzen und veraltet nie!
Schmerz und Sehnsucht wird uns durchbeben,
Treibt uns das Schicksal in die Welt hinaus,
Denn was sich niemals wiederholt im Leben,
Das ist die Heimath und das Elternhaus!
Der Mond blickt silbern durch der Zweige düster,
Die Wolken jagen schnell in Himmelshöh'n;
Mir ist's, als hörte ich im Blattgeflüster,
Vergang'ner Zeiten Geisterstimmen weh'n.
Was rauscht dort zwischen Schilf und Pappelweiden,
Und drüber schwankt der Erle dunkles Grün?
Es ist das Bächlein, das in frühern Zeiten
Mir als der Erde größter Strom erschien.
Dort sah ich tief die gold'nen Sterne spiegeln,
Und dachte: Dort muß auch der Himmel sein!
Und Sonne sah ich - ach, mit goldnen Flügeln!
Und wünschte oft mich, in die Fluth hinein.
Die Wolken zogen fort mit Windesschnelle,
Das Schilfrohr rauschte schauerlichen Klang,
Und ich vernahm im Rauschen jeder Welle
Der holden Wasserelfe Nachtgesang!
Weit hinter mir, vom Zeitenflug getragen,
Liegt meiner Kindheit gold'nes Zauberland,
Und anders, wie in jenen schönen Tagen,
Geh' ich jetzt auf und ab am Erlenstrand.
Noch immer leuchtet aus den klaren Wogen
Mir sternbesä't des Himmels blauer Dom;
Doch längst schon ist das Leben fortgeflogen
Und ach! - zum kleinen Bache ward mein Strom!
-Verfasser unbekannt-
@DeutscheDD
❤78🤗7✍2👏2
Was hier der Mensch, die Völker leiden,
Verschuldet ist es oft, und Prüfung wird's,
Doch steht ein Ziel. Die letzte schönste Kraft,
Die lange schlummert, unerkannt und still,
Im innersten des Lebens - sie erwacht,
Sie wird sich inne, wenn das Feindliche
Sich nah' und näher drängt; dann wird die Glut,
Die uns Verbrechen schien, ein mildes Licht,
Ein Morgenrot, es blüht im neuen Leben,
Besonnen, hell und reif in schönster Kraft
Aus der Bedrängnis göttergleich empor.
Die Prüfung weicht, und in versöhnter Lieb,
Tritt aus dem Kampf das Feindliche zurück!
-Karl Heinrich Grumbach, geboren am 20.01.1790 in Merseburg – verstorben nach 1851-
@DeutscheDD
Verschuldet ist es oft, und Prüfung wird's,
Doch steht ein Ziel. Die letzte schönste Kraft,
Die lange schlummert, unerkannt und still,
Im innersten des Lebens - sie erwacht,
Sie wird sich inne, wenn das Feindliche
Sich nah' und näher drängt; dann wird die Glut,
Die uns Verbrechen schien, ein mildes Licht,
Ein Morgenrot, es blüht im neuen Leben,
Besonnen, hell und reif in schönster Kraft
Aus der Bedrängnis göttergleich empor.
Die Prüfung weicht, und in versöhnter Lieb,
Tritt aus dem Kampf das Feindliche zurück!
-Karl Heinrich Grumbach, geboren am 20.01.1790 in Merseburg – verstorben nach 1851-
@DeutscheDD
❤33💯21🔥9
Es lassen Schein und Sein
Sich niemals einen,
Nur Sein allein besteht durch sich allein.
Wer etwas ist, bemüht sich nicht zu scheinen.
Wer scheinen will, wird niemals etwas sein!
-Friedrich Rückert, geboren am 16.05.1788 in Schweinfurt – verstorben am 31.01.1866 in Neuses-
@DeutscheDD
Sich niemals einen,
Nur Sein allein besteht durch sich allein.
Wer etwas ist, bemüht sich nicht zu scheinen.
Wer scheinen will, wird niemals etwas sein!
-Friedrich Rückert, geboren am 16.05.1788 in Schweinfurt – verstorben am 31.01.1866 in Neuses-
@DeutscheDD
👌53❤29💯14⚡8👏6😡1
Deutsches Lied
Ich weiß ein Lied so voller Trauer, –
Wer dieses Lied zu Ende singt,
Dem ist, als ob vor Schmerzenschauer
Ihm in der Brust das Herz zerspringt.
Ein Lied voll schwerster Gramgedanken, –
Es färbt des Sängers Wange bleich,
Ein Lied voll Wehe sonder Schranken: –
Das ist das Lied vom Deutschen Reich!
O soviel Macht und Mut und Treue
Und soviel Torheit, Schimpf und Schmach!
O soviel Hoffnung stets aufs neue
Und soviel Unheil, das sie brach!
O soviel Hinterlist und Tücke
Und immer wieder neu Vertraun –:
Noch niemals mit so wenig Glücke
War soviel Recht und Kraft zu schaun.
Es muß in Sternen stehn geschrieben,
Daß Deutschland nicht darf untergehn,
Der Gott der Völker muß uns lieben, –
Sonst war es längst um uns geschehn.
Mein Volk, nicht rückwärts darfst du schauen,
Daß Gram dir nicht das Herz verzehrt:
Nein, vorwärts und auf sich vertrauen
Und auf dein Recht und auf dein Schwert!
💐 -Ludwig Sophus Felix Dahn, geboren am 09.02.1834 in Hamburg – verstorben am 03.01.1912 in Breslau-
@DeutscheDD
Ich weiß ein Lied so voller Trauer, –
Wer dieses Lied zu Ende singt,
Dem ist, als ob vor Schmerzenschauer
Ihm in der Brust das Herz zerspringt.
Ein Lied voll schwerster Gramgedanken, –
Es färbt des Sängers Wange bleich,
Ein Lied voll Wehe sonder Schranken: –
Das ist das Lied vom Deutschen Reich!
O soviel Macht und Mut und Treue
Und soviel Torheit, Schimpf und Schmach!
O soviel Hoffnung stets aufs neue
Und soviel Unheil, das sie brach!
O soviel Hinterlist und Tücke
Und immer wieder neu Vertraun –:
Noch niemals mit so wenig Glücke
War soviel Recht und Kraft zu schaun.
Es muß in Sternen stehn geschrieben,
Daß Deutschland nicht darf untergehn,
Der Gott der Völker muß uns lieben, –
Sonst war es längst um uns geschehn.
Mein Volk, nicht rückwärts darfst du schauen,
Daß Gram dir nicht das Herz verzehrt:
Nein, vorwärts und auf sich vertrauen
Und auf dein Recht und auf dein Schwert!
💐 -Ludwig Sophus Felix Dahn, geboren am 09.02.1834 in Hamburg – verstorben am 03.01.1912 in Breslau-
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❤79👍12💯9🔥2👌2
Der Kamerad
Wenn einer von uns müde wird,
Der andere für ihn wacht;
Wenn einer von uns zweifeln will,
Der andere gläubig lacht;
Wenn einer von uns fallen sollt',
Der andere steht für zwei;
Denn jedem Kämpfer gibt ein Gott
Den Kameraden bei!
🪦 -Herybert Menzel, geboren am 10.08.1906 in Obornik bei Posen – gefallen im Februar 1945 in Tirschtiegel bei Posen-
@DeutscheDD
Wenn einer von uns müde wird,
Der andere für ihn wacht;
Wenn einer von uns zweifeln will,
Der andere gläubig lacht;
Wenn einer von uns fallen sollt',
Der andere steht für zwei;
Denn jedem Kämpfer gibt ein Gott
Den Kameraden bei!
🪦 -Herybert Menzel, geboren am 10.08.1906 in Obornik bei Posen – gefallen im Februar 1945 in Tirschtiegel bei Posen-
@DeutscheDD
❤98👍20🫡17💯6🔥5⚡3
Große politische Leidenschaft ist ein köstlicher Schatz; das matte Herz der Mehrzahl der Menschen bietet nur wenig Raum dafür.
Glückselig das Geschlecht, welchem eine strenge Notwendigkeit einen erhabenen politischen Gedanken auferlegt, der groß und einfach, allen verständlich, jede andere Idee der Zeit in seine Dienste zwingt!
-Heinrich Gotthard von Treitschke, geboren am 15.09.1834 in Dresden – verstorben am 28.04.1896 in Berlin-
@DeutscheDD
Glückselig das Geschlecht, welchem eine strenge Notwendigkeit einen erhabenen politischen Gedanken auferlegt, der groß und einfach, allen verständlich, jede andere Idee der Zeit in seine Dienste zwingt!
-Heinrich Gotthard von Treitschke, geboren am 15.09.1834 in Dresden – verstorben am 28.04.1896 in Berlin-
@DeutscheDD
⚡24👌18❤14💯12
Gesicht im Walde
Ich hatte mich verirrt im tiefsten Wald,
Schwarz war die Nacht, unheimlich troff der Regen,
Der Sturm ging in den Wipfeln wild und kalt.
Da sah ich plötzlich unfern meinen Wegen
Durchs feuchte Laub blutrote Funken sprühn,
Und Hammerschläge dröhnten mir entgegen.
Durch Dornen und durch Buschwerk drang ich kühn,
Und bald gewahrt' ich, rings vom Wald umfangen,
In hoher Hall' ein Schmiedesfeuer glühn.
Drei Riesen waren's, die die Hämmer schwangen,
Berußt, die Augen nur aufs Werk gekehrt,
Dazu sie schauerliche Weisen sangen.
Sie schmiedeten an einem großen Schwert,
Zweischneidig war's, der Griff als Kreuz gestaltet,
Die Kling' ein Strahl, der züngelnd niederfährt.
Und einer sang in Tönen, fast veraltet,
Doch also tief, wie wenn emporgeschwellt
Der mächt'ge Hauch in dumpfer Orgel waltet:
"Es rührt im Birnbaum auf dem Walserfeld
Sich schon der Saft, und seinem Volk zum Heile
Erscheinen wird der langersehnte Held.
Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile!
Das Schwert, das Königsschwert muß fertig sein,
Und unser Werk hat Eile, Eile, Eile!"
Er schwieg, und singend fiel der zweite ein
Mit einer Stimm', als wollt' er aus den Grüften
Mit Erzposaunenschall die Toten schrein:
"Es hat zu Nacht gedonnert in den Klüften
Des alten Bergs, den man Kyffhäuser heißt,
Und einen Adler sah ich in den Lüften.
Wie Sturmesrauschen klingt es, wenn er kreist,
In seinen Fängen trägt er Blitzeskeile,
Die Rabenbrut entflieht, wo er sich weist.
Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile!
Zur rechten Stunde sei das Werk getan;
Das Kreuzesschwert hat Eile, Eile, Eile!"
Und tief einfallend hub der dritte an,
Das scholl, wie unterird'sche Donner grollen,
Wenn sich die Lava rühret im Vulkan:
"Die Zeit ist schwanger, aus den dürren Schollen
Wird eisern aufgehn eine Kriegersaat,
Sein rotes Banner wird der Kampf entrollen.
Drum schreiten hohe Geister früh und spat
Durchs deutsche Land und pochen an die Türen
Und mahnen laut: der Tag des Schicksals naht!
Viel eitles Blendwerk wird der Feind erküren,
Mit Lächeln locken, dräun mit Blitzgeschoß,
O lasse keiner dann sein Herz verführen!
Denn Füße nur von Ton hat der Koloß,
Und stürzen wird er über kurze Weile,
Im Fall begrabend seiner Knechte Troß.
Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile!
Ihr Bälge blast, ihr Funken sprüht empor!
Das Schwert des Siegs hat Eile, Eile, Eile!"
So sangen sie. Dann schwieg der dumpfe Chor,
In kaltem Schauer bebten meine Glieder,
Doch wagt' ich nicht mich in der Halle Tor.
Zurück ins schwarze Dickicht floh ich wieder,
Und sah verlöschen bald der Flamme Licht,
Nur bang im Haupt noch summten mir die Lieder.
Kaum weiß ich jetzt, war's Traumbild, war's Gesicht?
Doch mahnt es, daß auch wir das Schwert bereiten,
Das Schwert des Geistes, welches nie zerbricht.
Wachet und betet! Schwer sind diese Zeiten!
-Franz Emanuel August Geibel, geboren am 17.10.1815 in Lübeck – verstorben am 06.04.1884 ebenda-
@DeutscheDD
Ich hatte mich verirrt im tiefsten Wald,
Schwarz war die Nacht, unheimlich troff der Regen,
Der Sturm ging in den Wipfeln wild und kalt.
Da sah ich plötzlich unfern meinen Wegen
Durchs feuchte Laub blutrote Funken sprühn,
Und Hammerschläge dröhnten mir entgegen.
Durch Dornen und durch Buschwerk drang ich kühn,
Und bald gewahrt' ich, rings vom Wald umfangen,
In hoher Hall' ein Schmiedesfeuer glühn.
Drei Riesen waren's, die die Hämmer schwangen,
Berußt, die Augen nur aufs Werk gekehrt,
Dazu sie schauerliche Weisen sangen.
Sie schmiedeten an einem großen Schwert,
Zweischneidig war's, der Griff als Kreuz gestaltet,
Die Kling' ein Strahl, der züngelnd niederfährt.
Und einer sang in Tönen, fast veraltet,
Doch also tief, wie wenn emporgeschwellt
Der mächt'ge Hauch in dumpfer Orgel waltet:
"Es rührt im Birnbaum auf dem Walserfeld
Sich schon der Saft, und seinem Volk zum Heile
Erscheinen wird der langersehnte Held.
Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile!
Das Schwert, das Königsschwert muß fertig sein,
Und unser Werk hat Eile, Eile, Eile!"
Er schwieg, und singend fiel der zweite ein
Mit einer Stimm', als wollt' er aus den Grüften
Mit Erzposaunenschall die Toten schrein:
"Es hat zu Nacht gedonnert in den Klüften
Des alten Bergs, den man Kyffhäuser heißt,
Und einen Adler sah ich in den Lüften.
Wie Sturmesrauschen klingt es, wenn er kreist,
In seinen Fängen trägt er Blitzeskeile,
Die Rabenbrut entflieht, wo er sich weist.
Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile!
Zur rechten Stunde sei das Werk getan;
Das Kreuzesschwert hat Eile, Eile, Eile!"
Und tief einfallend hub der dritte an,
Das scholl, wie unterird'sche Donner grollen,
Wenn sich die Lava rühret im Vulkan:
"Die Zeit ist schwanger, aus den dürren Schollen
Wird eisern aufgehn eine Kriegersaat,
Sein rotes Banner wird der Kampf entrollen.
Drum schreiten hohe Geister früh und spat
Durchs deutsche Land und pochen an die Türen
Und mahnen laut: der Tag des Schicksals naht!
Viel eitles Blendwerk wird der Feind erküren,
Mit Lächeln locken, dräun mit Blitzgeschoß,
O lasse keiner dann sein Herz verführen!
Denn Füße nur von Ton hat der Koloß,
Und stürzen wird er über kurze Weile,
Im Fall begrabend seiner Knechte Troß.
Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile!
Ihr Bälge blast, ihr Funken sprüht empor!
Das Schwert des Siegs hat Eile, Eile, Eile!"
So sangen sie. Dann schwieg der dumpfe Chor,
In kaltem Schauer bebten meine Glieder,
Doch wagt' ich nicht mich in der Halle Tor.
Zurück ins schwarze Dickicht floh ich wieder,
Und sah verlöschen bald der Flamme Licht,
Nur bang im Haupt noch summten mir die Lieder.
Kaum weiß ich jetzt, war's Traumbild, war's Gesicht?
Doch mahnt es, daß auch wir das Schwert bereiten,
Das Schwert des Geistes, welches nie zerbricht.
Wachet und betet! Schwer sind diese Zeiten!
-Franz Emanuel August Geibel, geboren am 17.10.1815 in Lübeck – verstorben am 06.04.1884 ebenda-
@DeutscheDD
❤57👍8💯5🔥2👌1
Um Mitternacht 🌚
Um Mitternacht
Hab' ich gewacht
Und aufgeblickt zum Himmel;
Kein Stern vom Sterngewimmel
Hat mir gelacht
Um Mitternacht.
Um Mitternacht
Hab' ich gedacht,
Hinaus in dunkle Schranken;
Es hat kein Lichtgedanken
Mir Trost gebracht
Um Mitternacht.
Um Mitternacht
Nahm ich in Acht
Die Schläge meines Herzens;
Ein einz'ger Puls des Schmerzens
War angefacht
Um Mitternacht.
Um Mitternacht
Kämpft' ich die Schlacht,
O Menschheit, deiner Leiden;
Nicht könnt' ich sie entscheiden
Mit meiner Macht
Um Mitternacht.
Um Mitternacht
Hab' ich die Macht
In deine Hand gegeben:
Herr über Tod und Leben,
Du hältst die Wacht
Um Mitternacht!
-Friedrich Rückert, geboren am 16.05.1788 in Schweinfurt – verstorben am 31.01.1866 in Neuses-
@DeutscheDD
Um Mitternacht
Hab' ich gewacht
Und aufgeblickt zum Himmel;
Kein Stern vom Sterngewimmel
Hat mir gelacht
Um Mitternacht.
Um Mitternacht
Hab' ich gedacht,
Hinaus in dunkle Schranken;
Es hat kein Lichtgedanken
Mir Trost gebracht
Um Mitternacht.
Um Mitternacht
Nahm ich in Acht
Die Schläge meines Herzens;
Ein einz'ger Puls des Schmerzens
War angefacht
Um Mitternacht.
Um Mitternacht
Kämpft' ich die Schlacht,
O Menschheit, deiner Leiden;
Nicht könnt' ich sie entscheiden
Mit meiner Macht
Um Mitternacht.
Um Mitternacht
Hab' ich die Macht
In deine Hand gegeben:
Herr über Tod und Leben,
Du hältst die Wacht
Um Mitternacht!
-Friedrich Rückert, geboren am 16.05.1788 in Schweinfurt – verstorben am 31.01.1866 in Neuses-
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