Preis dir, Hermann, Volkserretter
der wie Gottes Donnerwetter
in die Feinde Deutschlands schlug
der die Knechtschaft und die Schande
samt der Zwingherrn frecher Bande
aus dem deutschen Lande jug
Preis dir, starker Volkeskrieger
Preis dir, frommer, edler Sieger
unsres Volkes reinster Held
Deutschlands Freiheit, Deutschlands Einheit
alter Sitte Kraft und Reinheit
riefen dich ins blutge Feld
Was dir teurer als das Leben
hast du freudig hingegeben
für dein Volk und Vaterland
Weib und Kindlein lag in Ketten
doch das Vaterland zu retten
gabst du auf dein liebstes Pfand
Keiner hat wie du gestritten
keiner hat wie du gelitten
Hermann, unsres Volkes Zier
Immer soll dein Geist uns leiten
wie im Leiden, so im Streiten
wachst du auf, wir folgen dir!
-Karl Heinrich Hoffmann, geboren am 02.05.1802 in Bernburg – verstorben am 29.12.1883 in Stuttgart-
@DeutscheDD
der wie Gottes Donnerwetter
in die Feinde Deutschlands schlug
der die Knechtschaft und die Schande
samt der Zwingherrn frecher Bande
aus dem deutschen Lande jug
Preis dir, starker Volkeskrieger
Preis dir, frommer, edler Sieger
unsres Volkes reinster Held
Deutschlands Freiheit, Deutschlands Einheit
alter Sitte Kraft und Reinheit
riefen dich ins blutge Feld
Was dir teurer als das Leben
hast du freudig hingegeben
für dein Volk und Vaterland
Weib und Kindlein lag in Ketten
doch das Vaterland zu retten
gabst du auf dein liebstes Pfand
Keiner hat wie du gestritten
keiner hat wie du gelitten
Hermann, unsres Volkes Zier
Immer soll dein Geist uns leiten
wie im Leiden, so im Streiten
wachst du auf, wir folgen dir!
-Karl Heinrich Hoffmann, geboren am 02.05.1802 in Bernburg – verstorben am 29.12.1883 in Stuttgart-
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👏43❤19⚡17👍7🔥5💯3
Habt Ehrfurcht vor dem Baum.
Er ist ein einziges großes Wunder,
und euren Vorfahren war er heilig.
Die Feindschaft gegen den Baum ist ein
Zeichen der Minderwertigkeit eines Volkes
und von niederer Gesinnung des einzelnen!
-Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt, geboren am 14.09.1769 in Berlin – verstorben am 06.05.1859 ebenda-
@DeutscheDD
Er ist ein einziges großes Wunder,
und euren Vorfahren war er heilig.
Die Feindschaft gegen den Baum ist ein
Zeichen der Minderwertigkeit eines Volkes
und von niederer Gesinnung des einzelnen!
-Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt, geboren am 14.09.1769 in Berlin – verstorben am 06.05.1859 ebenda-
@DeutscheDD
❤110👍21💯10👌5✍1
Es wäre gut Bücher kaufen,
wenn man die Zeit, sie zu lesen,
mitkaufen könnte,
aber man verwechselt meistens
den Ankauf der Bücher
mit dem Aneignen ihres Inhalts!
-Arthur Schopenhauer, geboren am 22.02.1788 in Danzig – verstorben am 21.09.1860 in Frankfurt am Main-
@DeutscheDD
wenn man die Zeit, sie zu lesen,
mitkaufen könnte,
aber man verwechselt meistens
den Ankauf der Bücher
mit dem Aneignen ihres Inhalts!
-Arthur Schopenhauer, geboren am 22.02.1788 in Danzig – verstorben am 21.09.1860 in Frankfurt am Main-
@DeutscheDD
💯70👍32😁11👌6🥴2🤗2
Soldatenabschied
Laß mich gehn, Mutter, laß mich gehn!
All das Weinen kann uns nichts mehr nützen,
denn wir gehn das Vaterland zu schützen!
Laß mich gehn, Mutter, laß mich gehn.
Deinen letzten Gruß will ich vom Mund dir küssen:
Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!
Wir sind frei, Vater, wir sind frei!
Tief im Herzen brennt das heiße Leben,
frei waren wir nicht, könnten wirs nicht geben.
Wir sind frei, Vater, wir sind frei!
Selber riefst du einst in Kugelgüssen:
Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!
Uns ruft Gott, mein Weib, uns ruft Gott!
Der uns Heimat, Brot und Vaterland geschaffen,
Recht und Mut und Liebe, das sind seine Waffen,
uns ruft Gott, mein Weib, uns ruft Gott!
Wenn wir unser Glück mit Trauern büßen:
Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!
Tröste dich, Liebste, tröste dich!
Jetzt will ich mich zu den andern reihen,
du sollst keinen feigen Knechten freien!
Tröste dich, Liebste, tröste dich!
Wie zum ersten Male wollen wir uns küssen:
Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!
Nun lebt wohl, Menschen, lebet wohl!
Und wenn wir für euch und unsere Zukunft fallen,
soll als letzter Gruß zu euch hinüberhallen:
Nun lebt wohl, ihr Menschen, lebet wohl!
Ein freier Deutscher kennt kein kaltes Müssen:
Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!
🪦 -Heinrich Lersch, geboren am 12.09.1889 in Mönchen-Gladbach – verstorben am 18.06.1936 in Remagen-
@DeutscheDD
Laß mich gehn, Mutter, laß mich gehn!
All das Weinen kann uns nichts mehr nützen,
denn wir gehn das Vaterland zu schützen!
Laß mich gehn, Mutter, laß mich gehn.
Deinen letzten Gruß will ich vom Mund dir küssen:
Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!
Wir sind frei, Vater, wir sind frei!
Tief im Herzen brennt das heiße Leben,
frei waren wir nicht, könnten wirs nicht geben.
Wir sind frei, Vater, wir sind frei!
Selber riefst du einst in Kugelgüssen:
Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!
Uns ruft Gott, mein Weib, uns ruft Gott!
Der uns Heimat, Brot und Vaterland geschaffen,
Recht und Mut und Liebe, das sind seine Waffen,
uns ruft Gott, mein Weib, uns ruft Gott!
Wenn wir unser Glück mit Trauern büßen:
Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!
Tröste dich, Liebste, tröste dich!
Jetzt will ich mich zu den andern reihen,
du sollst keinen feigen Knechten freien!
Tröste dich, Liebste, tröste dich!
Wie zum ersten Male wollen wir uns küssen:
Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!
Nun lebt wohl, Menschen, lebet wohl!
Und wenn wir für euch und unsere Zukunft fallen,
soll als letzter Gruß zu euch hinüberhallen:
Nun lebt wohl, ihr Menschen, lebet wohl!
Ein freier Deutscher kennt kein kaltes Müssen:
Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!
🪦 -Heinrich Lersch, geboren am 12.09.1889 in Mönchen-Gladbach – verstorben am 18.06.1936 in Remagen-
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❤72😢29🫡17🔥5💯5⚡4
Der KAISER, sagt: Ich fordere den Tribut.
Der EDELMANN, sagt: Ich habe ein freies Gut.
Der PFARRER, sagt: Mir gehören die Stölgebühren.
Der JUDE, sagt: Ich muß von dem Profite leben.
Der SOLDAT, sagt: Ich bezahle nichts.
Der BETTLER, sagt: Ich habe nichts.
Der BAUER, sagt: Ich lasse den Allvater walten, ich muß ja euch alle sechs erhalten!
-Volksweise-
@DeutscheDD
Der EDELMANN, sagt: Ich habe ein freies Gut.
Der PFARRER, sagt: Mir gehören die Stölgebühren.
Der JUDE, sagt: Ich muß von dem Profite leben.
Der SOLDAT, sagt: Ich bezahle nichts.
Der BETTLER, sagt: Ich habe nichts.
Der BAUER, sagt: Ich lasse den Allvater walten, ich muß ja euch alle sechs erhalten!
-Volksweise-
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👍66💯36✍18❤10⚡3👌3
Wald und freie Bergluft haben mich zur Furchtlosigkeit erzogen, zu gläubiger Lebensfreude, zu dankbarem Staunen vor aller Schönheit, zur Wissenschaft von der ewigen Wiederkehr des Frühlings, zum Glauben, daß alle Torheit ein Umweg zur Klugheit ist, aller Schmerz ein Weg zur Freude!
Ludwig Albert Ganghofer, geboren am 07.06.1855 in Kaufbeuren – verstorben am 24.07.1920 in Tegernsee-
@DeutscheDD
Ludwig Albert Ganghofer, geboren am 07.06.1855 in Kaufbeuren – verstorben am 24.07.1920 in Tegernsee-
@DeutscheDD
❤83👏8🔥3👍2💯2
Laßt die Gläser klingen zur Sonnenwend!
Es wendet sich alles auf Erden.
Was heute noch herrscht, ist morgen ein Nichts.
Das Leben ist nur ein Werden.
Wir sehen das Ziel, wo die Sonne sich hebt
wo ihr Strahl eine neue Erde belebt!
Wir wenden nach Osten unser Gesicht:
Vorwärts zur Wahrheit! Vorwärts zum Licht!
@DeutscheDD
Es wendet sich alles auf Erden.
Was heute noch herrscht, ist morgen ein Nichts.
Das Leben ist nur ein Werden.
Wir sehen das Ziel, wo die Sonne sich hebt
wo ihr Strahl eine neue Erde belebt!
Wir wenden nach Osten unser Gesicht:
Vorwärts zur Wahrheit! Vorwärts zum Licht!
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❤70👍19🔥2⚡1
Sonnenod
Sonne, die Du bist im Himmel,
leuchte hell uns, scheine klar!
Glühtest schon seit Urbeginnen -
Brennen sollst Du, immerdar!
Lass' uns wachsen, wohl gedeih'n
ob Deines Antlitz' Herrlichkeit!
Heil'ge Stifterin des Lebens
strahle in die Ewigkeit!
-Gustav Eichenmann-
@DeutscheDD
Sonne, die Du bist im Himmel,
leuchte hell uns, scheine klar!
Glühtest schon seit Urbeginnen -
Brennen sollst Du, immerdar!
Lass' uns wachsen, wohl gedeih'n
ob Deines Antlitz' Herrlichkeit!
Heil'ge Stifterin des Lebens
strahle in die Ewigkeit!
-Gustav Eichenmann-
@DeutscheDD
❤64👍8⚡2👏2🔥1
K o m m ' , F e u e r ! 🔥🌞🔥
Allmacht, wir rufen Dich,
Lichtwelt, wir suchen Dich,
Nachtgeister trüb übers Land noch sich breiten,
Wehren dem Lichte, die Wende bereiten,
Komm' Feuer starkes du,
Führ' uns der Sonne zu!
Allmacht, wir rufen Dich,
Lichtwelt, wir suchen Dich;
Flamme des Geistes, uns gnädig geschenket,
Weck' Flamm' der Liebe, die sonnwärts uns lenket,
Glut, lebensspendende,
Werde notwendende!
Allmacht, wir rufen Dich,
Lichtwelt, wir suchen Dich;
Heulend umhallet uns Haß ohne Gleichen,
Tragen wir trotzig das heilige Zeichen:
Sonnenrad, führe uns,
Heilsrune, ziere uns!
-Hildulf Rudolf Flurschütz, 08.11.1878 in Hamburg – 22.03.1948 in Leipzig-
@DeutscheDD
Allmacht, wir rufen Dich,
Lichtwelt, wir suchen Dich,
Nachtgeister trüb übers Land noch sich breiten,
Wehren dem Lichte, die Wende bereiten,
Komm' Feuer starkes du,
Führ' uns der Sonne zu!
Allmacht, wir rufen Dich,
Lichtwelt, wir suchen Dich;
Flamme des Geistes, uns gnädig geschenket,
Weck' Flamm' der Liebe, die sonnwärts uns lenket,
Glut, lebensspendende,
Werde notwendende!
Allmacht, wir rufen Dich,
Lichtwelt, wir suchen Dich;
Heulend umhallet uns Haß ohne Gleichen,
Tragen wir trotzig das heilige Zeichen:
Sonnenrad, führe uns,
Heilsrune, ziere uns!
-Hildulf Rudolf Flurschütz, 08.11.1878 in Hamburg – 22.03.1948 in Leipzig-
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❤51🔥13👍6👏6⚡3
An der Stellung zum Leid scheiden sich vornehme und geringe Naturen.
Die vornehme Seele hämmert den Schmerz zu Gold;
der Schwächling nörgelt, schimpft oder verkümmert und kommt nicht darüber hinweg!
-Friedrich Lienhard, geboren am 04.10.1865 in Rothbach im Elsass – verstorben am 30.04.1929 in Weimar-
@DeutscheDD
Die vornehme Seele hämmert den Schmerz zu Gold;
der Schwächling nörgelt, schimpft oder verkümmert und kommt nicht darüber hinweg!
-Friedrich Lienhard, geboren am 04.10.1865 in Rothbach im Elsass – verstorben am 30.04.1929 in Weimar-
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💯53❤13👌8⚡5✍2👏1
Sommermorgen
Ein graugrün Dämmern schlummert überm Land,
Im Wiesengrunde wehen lichte Schleier,
Das Gras reckt nachtfeucht seine Spitzen auf,
Und freier atmet mählich alles Leben.
Schlaftrunken zwitschern sich die Vöglein wach.
Ein Rosenhauch erwärmt den fahlen Himmel,
Zur Messe klingen fern die ersten Glocken
Ihr lockend Jubellied dem jungen Morgen.
Glutheller Odem weht die Nacht hinweg,
Und klarer Glanz durchfließt den Dämmeräther.
Ein jubelnd Lied umklingt die Weltensphäre,
Die lichtdurchglüht der neuen Schöpfung harrt.
Da sprüht im Ost ein sieghaft Flammenlicht,
Den Nebeldunst durchleuchten glüh'nde Strahlen:
Der Tag! — Und lichtgebadet bebt das All
In heil'ger Wonne neuer Auferstehung...
-Alfred Hahn, geboren am 09.12.1861 in Wien – verstorben am 05.02.1951 in Berlin-
(Bild: Caspar David Friedrich – Der Sommer)
@DeutscheDD
Ein graugrün Dämmern schlummert überm Land,
Im Wiesengrunde wehen lichte Schleier,
Das Gras reckt nachtfeucht seine Spitzen auf,
Und freier atmet mählich alles Leben.
Schlaftrunken zwitschern sich die Vöglein wach.
Ein Rosenhauch erwärmt den fahlen Himmel,
Zur Messe klingen fern die ersten Glocken
Ihr lockend Jubellied dem jungen Morgen.
Glutheller Odem weht die Nacht hinweg,
Und klarer Glanz durchfließt den Dämmeräther.
Ein jubelnd Lied umklingt die Weltensphäre,
Die lichtdurchglüht der neuen Schöpfung harrt.
Da sprüht im Ost ein sieghaft Flammenlicht,
Den Nebeldunst durchleuchten glüh'nde Strahlen:
Der Tag! — Und lichtgebadet bebt das All
In heil'ger Wonne neuer Auferstehung...
-Alfred Hahn, geboren am 09.12.1861 in Wien – verstorben am 05.02.1951 in Berlin-
(Bild: Caspar David Friedrich – Der Sommer)
@DeutscheDD
❤59👍8😍6💯5⚡2
Natur und Liebe
Fordre nicht, daß ich mit Worten sage,
Was mich quält und peinigt jeden Tag!
Müde bin ich, daß ich keine Worte
Auch von deinen Lippen hören mag.
Menschen haben mir so viel mit Weisheit
Und mit leerem Troste zugesetzt,
Daß vor ihrer wortbehenden Liebe
Wahrlich sich mein scheues Ohr entsetzt.
Laß du mich in deine weichen Hände
Stumm vergraben Stirn und Wangen nur;
Dann empfind ich schauernd deine Liebe
Wie den leisen Odem der Natur.
Hin zu dir zieht mich dieselbe Lockung
Ewigen Friedens, der ich oft gelauscht,
Die aus Quellen flüstert und aus Blumen
Und von hohen, heiligen Bäumen rauscht!
-Otto Ernst Schmidt, geboren am 07.10.1862 in Ottensen – verstorben am 05.03.1926 in Groß Flottbek-
@DeutscheDD
Fordre nicht, daß ich mit Worten sage,
Was mich quält und peinigt jeden Tag!
Müde bin ich, daß ich keine Worte
Auch von deinen Lippen hören mag.
Menschen haben mir so viel mit Weisheit
Und mit leerem Troste zugesetzt,
Daß vor ihrer wortbehenden Liebe
Wahrlich sich mein scheues Ohr entsetzt.
Laß du mich in deine weichen Hände
Stumm vergraben Stirn und Wangen nur;
Dann empfind ich schauernd deine Liebe
Wie den leisen Odem der Natur.
Hin zu dir zieht mich dieselbe Lockung
Ewigen Friedens, der ich oft gelauscht,
Die aus Quellen flüstert und aus Blumen
Und von hohen, heiligen Bäumen rauscht!
-Otto Ernst Schmidt, geboren am 07.10.1862 in Ottensen – verstorben am 05.03.1926 in Groß Flottbek-
@DeutscheDD
❤52👌5💯1
Wohlgemeinter Rat 🫏
Du sollst dich nie so weit verlieren,
Mit einem Esel zu disputieren.
Deine schärfsten Beweise erscheinen ihm ja
Als kollegiales Y—a, Y—a.
-Otto Ernst Schmidt, geboren am 07.10.1862 in Ottensen – verstorben am 05.03.1926 in Groß Flottbek-
@DeutscheDD
Du sollst dich nie so weit verlieren,
Mit einem Esel zu disputieren.
Deine schärfsten Beweise erscheinen ihm ja
Als kollegiales Y—a, Y—a.
-Otto Ernst Schmidt, geboren am 07.10.1862 in Ottensen – verstorben am 05.03.1926 in Groß Flottbek-
@DeutscheDD
👍44💯25😁11❤7👏5✍1
Der verwundete Baum
Sie haben mit dem Beile dich zerschnitten,
Die Frevler – hast du viel dabei gelitten?
Ich selber habe sorglich dich verbunden
Und traue: Junger Baum, du wirst gesunden!
Auch ich erlitt zu schier derselben Stunde
Von schärferm Messer eine tiefre Wunde.
Zu untersuchen komm ich deine täglich,
Und meine fühl ich brennen unerträglich.
Du saugest gierig ein die Kraft der Erde,
Mir ist, als ob auch ich durchrieselt werde!
Der frische Saft quillt aus zerschnittner Rinde
heilsam. Mir ist, als ob auch ich's empfinde!
Indem ich deine sich erfrischen fühle,
Ist mir, als ob sich meine Wunde kühle!
Natur beginnt zu wirken und zu weben,
Ich traue: Beiden geht es nicht ans Leben!
Der verwundete Baum
Wir beide prahlen noch mit unsern Narben!
-Conrad Ferdinand Meyer, geboren am 11.10.1825 in Zürich – verstorben am 28.11.1898 in Kilchberg bei Zürich-
@DeutscheDD
Sie haben mit dem Beile dich zerschnitten,
Die Frevler – hast du viel dabei gelitten?
Ich selber habe sorglich dich verbunden
Und traue: Junger Baum, du wirst gesunden!
Auch ich erlitt zu schier derselben Stunde
Von schärferm Messer eine tiefre Wunde.
Zu untersuchen komm ich deine täglich,
Und meine fühl ich brennen unerträglich.
Du saugest gierig ein die Kraft der Erde,
Mir ist, als ob auch ich durchrieselt werde!
Der frische Saft quillt aus zerschnittner Rinde
heilsam. Mir ist, als ob auch ich's empfinde!
Indem ich deine sich erfrischen fühle,
Ist mir, als ob sich meine Wunde kühle!
Natur beginnt zu wirken und zu weben,
Ich traue: Beiden geht es nicht ans Leben!
Der verwundete Baum
Wir beide prahlen noch mit unsern Narben!
-Conrad Ferdinand Meyer, geboren am 11.10.1825 in Zürich – verstorben am 28.11.1898 in Kilchberg bei Zürich-
@DeutscheDD
❤76👏5
Man kann anderen Leuten hochtrabende Sprüche erzählen,
tiefgreifende Philosophie weismachen,
eine falsche Richtung vorgeben,
die gelöffelte Weisheit predigen und
einen Bären aufbinden.
Eine Frage bleibt dabei immer offen:
Ob am Ende des Tages das angestrebte Ergebnis auch jenes ist,
welches vor dem eigenen Gewissen Bestand hat?
-Michel Seiferth, am 13. Brachmond 3826 n.St. (nach Steinhagen)-
@DeutscheDD
tiefgreifende Philosophie weismachen,
eine falsche Richtung vorgeben,
die gelöffelte Weisheit predigen und
einen Bären aufbinden.
Eine Frage bleibt dabei immer offen:
Ob am Ende des Tages das angestrebte Ergebnis auch jenes ist,
welches vor dem eigenen Gewissen Bestand hat?
-Michel Seiferth, am 13. Brachmond 3826 n.St. (nach Steinhagen)-
@DeutscheDD
💯43❤16👍15⚡3✍2😡1
Die Neigung, sich für fremde Nationalitäten und Nationalbestrebungen zu begeistern, auch dann, wenn die selben nur auf Kosten des eigenen Vaterlandes verwirklicht werden können, ist eine politische Krankheitsform, deren geographische Verbreitung leider auf Deutschland beschränkt ist!
-Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, ab 1865 Graf von Bismarck-Schönhausen, ab 1871 Fürst von Bismarck, ab 1890 auch Herzog zu Lauenburg, geboren am 01.04.1815 in Schönhausen - verstorben am 30.07.1898 in Friedrichsruh bei Aumühle-
@DeutscheDD
-Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, ab 1865 Graf von Bismarck-Schönhausen, ab 1871 Fürst von Bismarck, ab 1890 auch Herzog zu Lauenburg, geboren am 01.04.1815 in Schönhausen - verstorben am 30.07.1898 in Friedrichsruh bei Aumühle-
@DeutscheDD
💯84👍12❤9👏7🔥6✍3
Weserfahrt
Und mögen sie dichten und singen
Vom alten deutschen Rhein.
Mein Lied soll der Weser erklingen,
Soll ihr gewidmet sein!
Die Werra und Fulda, die beiden,
Die haben’s wohl erkannt,
Die wollen zusammen durchgleiten,
Vereint das Vaterland.
Die wollen treu halten zusammen
Mit einem Wort genannt,
Weil beid aus Germanien stammen,
Dem alten Vaterland! –
Im Land, das die Weser durchwallet,
Erklang einst Hermanns Wort,
Und Dröhnen der Schilde erschallet,
Schlachtruf tönt fort und fort.
„Wir wollen uns schützen und schirmen
Vor römischem Uebermut!
Wir wollen Aliso erstürmen,
Vernichten Römerbrut!
Hier halle den römischen Heeren
Ein trotzig deutsches: Halt!
Hier werden die Völker sich wehren,
Am Weserfluß und -Wald.
Hier werden sie kämpfen und stehen
Für ihr germanisch Recht,
Und werden als Sieger sich sehen
Im heiligsten Gefecht!“ –
Cheruskas Fürst an der Spitze,
So ziehen sie in den Streit,
Vernichten wie rächende Blitze
Die römische Herrlichkeit.
Die Römer, die leicht überschritten,
Den breiten, stolzen Rhein,
Sind nicht an der Weser gelitten.
Die Weser kann befrein. –
So war es vor uralten Zeiten
Als solches hier geschah.
Und wieder gilt es zu streiten –,
Ist denn kein Hermann da?
Kein Hermann und keine Germanen
Zu Schutz und Trutz bewehrt,
Die heilige Freiheit der Ahnen
Zu wahren mit dem Schwert?
Die Werra und Fulda, die beiden,
Die haben’s wohl erkannt,
Die wollen zusammen durchgleiten
Vereint das Vaterland.
Die sind längst zusammen gezogen
Durch Deutschlands Au und Hain.
Es flüstern und murmeln die Wogen:
„Die Weser kann befrein!“
Und die an den Ufern es hören,
Vertrauen ihr sich an,
Und ziehen in traurigen Chören
Zu ihren Schiffen heran.
Und fliehen vom heimischen Lande,
Dem fremden sich zu weihn,
Und flüstern zum Meer noch vom Strande:
„Die Weser kann befrein!“
Leb wohl o germanische Erde,
Uns winkt Amerika –
Sie rufen’s mit Trauergebärde –
Ist denn kein Hermann da?
Kein Hermann und keine Germanen,
Daß Deutschland verzweifeln muß,
Verdienen die heiligen Ahnen
Nur einen Abschiedsgruß?
Und was aus uralten Zeiten
Die Weser noch erzählt –!
Ihr sollt es so falsch nicht deuten,
Daß Ihr Auswanderung wählt! –
Die Werra und Fulda, die beiden
Die haben’s wohl erkannt,
Die möchten vereint durchgleiten
Ein einig Vaterland!
-Louise Otto-Peters, geboren am 26.03.1819 in Meißen – verstorben am 13.03.1895 in Leipzig-
@DeutscheDD
Und mögen sie dichten und singen
Vom alten deutschen Rhein.
Mein Lied soll der Weser erklingen,
Soll ihr gewidmet sein!
Die Werra und Fulda, die beiden,
Die haben’s wohl erkannt,
Die wollen zusammen durchgleiten,
Vereint das Vaterland.
Die wollen treu halten zusammen
Mit einem Wort genannt,
Weil beid aus Germanien stammen,
Dem alten Vaterland! –
Im Land, das die Weser durchwallet,
Erklang einst Hermanns Wort,
Und Dröhnen der Schilde erschallet,
Schlachtruf tönt fort und fort.
„Wir wollen uns schützen und schirmen
Vor römischem Uebermut!
Wir wollen Aliso erstürmen,
Vernichten Römerbrut!
Hier halle den römischen Heeren
Ein trotzig deutsches: Halt!
Hier werden die Völker sich wehren,
Am Weserfluß und -Wald.
Hier werden sie kämpfen und stehen
Für ihr germanisch Recht,
Und werden als Sieger sich sehen
Im heiligsten Gefecht!“ –
Cheruskas Fürst an der Spitze,
So ziehen sie in den Streit,
Vernichten wie rächende Blitze
Die römische Herrlichkeit.
Die Römer, die leicht überschritten,
Den breiten, stolzen Rhein,
Sind nicht an der Weser gelitten.
Die Weser kann befrein. –
So war es vor uralten Zeiten
Als solches hier geschah.
Und wieder gilt es zu streiten –,
Ist denn kein Hermann da?
Kein Hermann und keine Germanen
Zu Schutz und Trutz bewehrt,
Die heilige Freiheit der Ahnen
Zu wahren mit dem Schwert?
Die Werra und Fulda, die beiden,
Die haben’s wohl erkannt,
Die wollen zusammen durchgleiten
Vereint das Vaterland.
Die sind längst zusammen gezogen
Durch Deutschlands Au und Hain.
Es flüstern und murmeln die Wogen:
„Die Weser kann befrein!“
Und die an den Ufern es hören,
Vertrauen ihr sich an,
Und ziehen in traurigen Chören
Zu ihren Schiffen heran.
Und fliehen vom heimischen Lande,
Dem fremden sich zu weihn,
Und flüstern zum Meer noch vom Strande:
„Die Weser kann befrein!“
Leb wohl o germanische Erde,
Uns winkt Amerika –
Sie rufen’s mit Trauergebärde –
Ist denn kein Hermann da?
Kein Hermann und keine Germanen,
Daß Deutschland verzweifeln muß,
Verdienen die heiligen Ahnen
Nur einen Abschiedsgruß?
Und was aus uralten Zeiten
Die Weser noch erzählt –!
Ihr sollt es so falsch nicht deuten,
Daß Ihr Auswanderung wählt! –
Die Werra und Fulda, die beiden
Die haben’s wohl erkannt,
Die möchten vereint durchgleiten
Ein einig Vaterland!
-Louise Otto-Peters, geboren am 26.03.1819 in Meißen – verstorben am 13.03.1895 in Leipzig-
@DeutscheDD
❤58👏5👌2
Das Gesetz ist ein Netz
Mit Maschen, engen und weiten;
Durch die weiten schlüpfen die Gescheiten,
Und in den engen
Bleiben die Dummen hängen!
-Justus Frey-
@DeutscheDD
Mit Maschen, engen und weiten;
Durch die weiten schlüpfen die Gescheiten,
Und in den engen
Bleiben die Dummen hängen!
-Justus Frey-
@DeutscheDD
👌36👍16💯8🤔7❤4🤨2
Muckensturm
„Die Väter bedrängte greulicher Krieg,
Die Mucken halfen ihnen zum Sieg!“
Alte Inschrift.
Das ist die Murg, zum Fluß geworden,
Die erst als Waldbach dumpf gebraust, –
O drohe nur des Feindes Horden,
Der frech an Deinen Ufern haust!
Es kam der Reichsfeind über Rhein,
Badenser kämpfen mit Franzosen,
Und wieder heißt: ein Deutscher sein,
Sich zählen zu den Hilfelosen!
Die Festung Rohrburg ruft in Nöten
Reichstruppen auf zu Schirm und Wehr
Die Feinde drohen, brennen, töten –
Zur Rettung naht kein deutsches Heer!
Schon ist verloren Wall um Wall,
Schon stürmt der Feind an allen Thoren,
Singt trotz’ger Siegeslieder Schall –
In Rohrburg Jammerruf: „Verloren!“
Ein Bürger naht dem Kommandanten,
Ein deutscher Bürger schlicht und recht;
Der spricht: „Noch sind wir nicht zu Schanden,
Ich werde kein Franzosenknecht!
Kein Markgraf will, kein Herzog helfen,
Kein Reichssoldat, kein General –
Sie dienen Waiblingern und Welfen –
Dem deutschen Volke bleibt die Qual!“
„Mir helfen zwanzig Königinnen
Mit ihres Volkes großer Schar;
Die sollen uns den Sieg gewinnen
Und von uns wenden die Gefahr.
Hoch oben auf dem Festungsbau
Sind schon die Truppen und Kasernen –
Kommt, haltet Eure Heeresschau,
Wollt meine Mannschaft kennen lernen!“
Und oben auf den höchsten Schanzen
Des Bürgers Bienenkörbe stehen.
Ein Hurrah! – Wie zum lust’gen Tanzen
Zum Sturme die Franzosen gehen –
Und schaut! hinab in ihre Reihn
Ein Wurf in weitgeschwungnem Bogen –
Welch Summen, Brausen, Schütteln, Schrein –
Ein Korb dem seine Schar entflogen!
Und zwanzig so! – und Millionen
Von Bienen in der Feinde Heer;
Da gilt kein Rufen und kein Schonen,
Da hilft nicht Sturm und Gegenwehr!
Wie scharf und spitz der Bienenpfeil
Versandt mit zornig gift’gem Brummen, –
Und in der Flucht sucht jeder Heil
Vor diesem Stechen, diesem Summen!
Kein Mann hält Stand! die Kämpfer weichen
Vor solcher Freischar kühnem Flug.
Ihr Summen ist ihr Siegeszeichen,
Ihr Stachel mehr als Schwerter schlug.
Die Feinde rings in toller Flucht –
Sie werfen von sich Wehr und Waffen,
Im schnellen Lauf ein jeder sucht
Sich den Verfolgern zu entraffen.
Gerettet ist die deutsche Veste,
Gerettet durch den deutschen Fleiß.
Ein solcher Lohn, er ist der beste,
Der Bürger und der Arbeit Preis! –
In Baden, wo die Veste lag
Die Bienen man als Mucken kennet –
Und Rohrburg ward seit diesem Tag
Zum Danke Muckensturm benennet!
-Louise Otto-Peters, geboren am 26.03.1819 in Meißen – verstorben am 13.03.1895 in Leipzig-
@DeutscheDD
„Die Väter bedrängte greulicher Krieg,
Die Mucken halfen ihnen zum Sieg!“
Alte Inschrift.
Das ist die Murg, zum Fluß geworden,
Die erst als Waldbach dumpf gebraust, –
O drohe nur des Feindes Horden,
Der frech an Deinen Ufern haust!
Es kam der Reichsfeind über Rhein,
Badenser kämpfen mit Franzosen,
Und wieder heißt: ein Deutscher sein,
Sich zählen zu den Hilfelosen!
Die Festung Rohrburg ruft in Nöten
Reichstruppen auf zu Schirm und Wehr
Die Feinde drohen, brennen, töten –
Zur Rettung naht kein deutsches Heer!
Schon ist verloren Wall um Wall,
Schon stürmt der Feind an allen Thoren,
Singt trotz’ger Siegeslieder Schall –
In Rohrburg Jammerruf: „Verloren!“
Ein Bürger naht dem Kommandanten,
Ein deutscher Bürger schlicht und recht;
Der spricht: „Noch sind wir nicht zu Schanden,
Ich werde kein Franzosenknecht!
Kein Markgraf will, kein Herzog helfen,
Kein Reichssoldat, kein General –
Sie dienen Waiblingern und Welfen –
Dem deutschen Volke bleibt die Qual!“
„Mir helfen zwanzig Königinnen
Mit ihres Volkes großer Schar;
Die sollen uns den Sieg gewinnen
Und von uns wenden die Gefahr.
Hoch oben auf dem Festungsbau
Sind schon die Truppen und Kasernen –
Kommt, haltet Eure Heeresschau,
Wollt meine Mannschaft kennen lernen!“
Und oben auf den höchsten Schanzen
Des Bürgers Bienenkörbe stehen.
Ein Hurrah! – Wie zum lust’gen Tanzen
Zum Sturme die Franzosen gehen –
Und schaut! hinab in ihre Reihn
Ein Wurf in weitgeschwungnem Bogen –
Welch Summen, Brausen, Schütteln, Schrein –
Ein Korb dem seine Schar entflogen!
Und zwanzig so! – und Millionen
Von Bienen in der Feinde Heer;
Da gilt kein Rufen und kein Schonen,
Da hilft nicht Sturm und Gegenwehr!
Wie scharf und spitz der Bienenpfeil
Versandt mit zornig gift’gem Brummen, –
Und in der Flucht sucht jeder Heil
Vor diesem Stechen, diesem Summen!
Kein Mann hält Stand! die Kämpfer weichen
Vor solcher Freischar kühnem Flug.
Ihr Summen ist ihr Siegeszeichen,
Ihr Stachel mehr als Schwerter schlug.
Die Feinde rings in toller Flucht –
Sie werfen von sich Wehr und Waffen,
Im schnellen Lauf ein jeder sucht
Sich den Verfolgern zu entraffen.
Gerettet ist die deutsche Veste,
Gerettet durch den deutschen Fleiß.
Ein solcher Lohn, er ist der beste,
Der Bürger und der Arbeit Preis! –
In Baden, wo die Veste lag
Die Bienen man als Mucken kennet –
Und Rohrburg ward seit diesem Tag
Zum Danke Muckensturm benennet!
-Louise Otto-Peters, geboren am 26.03.1819 in Meißen – verstorben am 13.03.1895 in Leipzig-
@DeutscheDD
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Audio
Vertonung durch:
-Carl Maria von Weber, 20.11.1786 in Eutin - 05.06.1826 in London-
Vorgetragen von Hermann Prey
-Carl Maria von Weber, 20.11.1786 in Eutin - 05.06.1826 in London-
Vorgetragen von Hermann Prey
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