Sieh, das ist die Scholle
Sieh, das ist die Scholle,
darauf sie lebten, die Väter,
ein hartes Leben.
Es ist oft karger Boden,
ihre Hände wurden schwielig,
und früh zeichnete die Arbeit
ihnen tiefe Furchen ins Antlitz.
Aber sie ließen sich’s nicht verdrießen,
waren stark im Glauben an Gott,
der sie in ihrer Arbeit segnete,
und waren lebensstarke und freudige Menschen.
Sie überwanden die Zeit und den Tod,
denn das Geschlecht lebte durch die Jahrhunderte
und der Hof kam vom Vater auf den Sohn
in der langen Reihe der Generationen. –
Waren Volk und Vaterland in Gefahr,
so kamen sie still, ihre Pflicht zu tun,
kämpften und opferten
und kehrten schweigend zurück,
wie sie ausgezogen.
Sieh, das ist die Scholle,
darauf sie lebten, die Väter,
und Dir ein heiliges Vermächtnis ließen:
zu leben in Arbeit und Pflicht wie sie,
getreu der Vergangenheit
und treu in die Zukunft
als Deutsche auf deutscher Erde.
Sieh, das ist die heilige Scholle!
-Dr. Kurt Ernst August Maßmann, geboren am 22.08.1910 in Hannover - gefallen im April 1945 in Berlin-
@DeutscheDD
Sieh, das ist die Scholle,
darauf sie lebten, die Väter,
ein hartes Leben.
Es ist oft karger Boden,
ihre Hände wurden schwielig,
und früh zeichnete die Arbeit
ihnen tiefe Furchen ins Antlitz.
Aber sie ließen sich’s nicht verdrießen,
waren stark im Glauben an Gott,
der sie in ihrer Arbeit segnete,
und waren lebensstarke und freudige Menschen.
Sie überwanden die Zeit und den Tod,
denn das Geschlecht lebte durch die Jahrhunderte
und der Hof kam vom Vater auf den Sohn
in der langen Reihe der Generationen. –
Waren Volk und Vaterland in Gefahr,
so kamen sie still, ihre Pflicht zu tun,
kämpften und opferten
und kehrten schweigend zurück,
wie sie ausgezogen.
Sieh, das ist die Scholle,
darauf sie lebten, die Väter,
und Dir ein heiliges Vermächtnis ließen:
zu leben in Arbeit und Pflicht wie sie,
getreu der Vergangenheit
und treu in die Zukunft
als Deutsche auf deutscher Erde.
Sieh, das ist die heilige Scholle!
-Dr. Kurt Ernst August Maßmann, geboren am 22.08.1910 in Hannover - gefallen im April 1945 in Berlin-
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❤62🔥5👌4👏3
Erst reihe dich dem Ganzen ein,
Dann magst du ein Besond`res sein!
-Wilhelm Schirp, geboren am 10.12.1874 in Wuppertal – gestorben am 04.10.1952 in Waith/Obb-
@DeutscheDD
Dann magst du ein Besond`res sein!
-Wilhelm Schirp, geboren am 10.12.1874 in Wuppertal – gestorben am 04.10.1952 in Waith/Obb-
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❤44👍10💯6🔥5
Freundschaft ist so schnell gesagt
Und es hört so schlicht sich an,
Doch das Herz wird nicht gefragt,
Ob es Freundschaft halten kann!
-Friedrich Fischer-Friesenhausen, geboren am 16.11.1886 in Detmold – verstorben am 31.03.1960 in Soltau-
@DeutscheDD
Und es hört so schlicht sich an,
Doch das Herz wird nicht gefragt,
Ob es Freundschaft halten kann!
-Friedrich Fischer-Friesenhausen, geboren am 16.11.1886 in Detmold – verstorben am 31.03.1960 in Soltau-
@DeutscheDD
💯51❤9🔥8👍5👌4
🪦70.🪦
-Gottfried Benn, geboren am 02.05.1886 in Mansfeld bei Putlitz - verstorben am 07.07.1956 in Berlin-
@DeutscheDD
-Gottfried Benn, geboren am 02.05.1886 in Mansfeld bei Putlitz - verstorben am 07.07.1956 in Berlin-
@DeutscheDD
❤39💯10🔥6👌3👏1
Kein Schurke ist so dumm, daß er nicht einen Grund für seine Niedertracht fände!
-Theodor Körner, geboren am 23.09.1791 in Dresden – gefallen am 26.08.1813 im Forst Rosenow bei Lützow-
@DeutscheDD
-Theodor Körner, geboren am 23.09.1791 in Dresden – gefallen am 26.08.1813 im Forst Rosenow bei Lützow-
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💯57👍28🔥6❤4🫡4👏3
Die Biographie eines Menschen und sein Wert als Künstler
sind zwei ganz verschiedene Sachen.
-Nikolaus Harnoncourt, geboren am 06.12.1929 in Berlin - verstorben am 05.03.2016 in St. Georgen im Attergau-
@DeutscheDD
sind zwei ganz verschiedene Sachen.
-Nikolaus Harnoncourt, geboren am 06.12.1929 in Berlin - verstorben am 05.03.2016 in St. Georgen im Attergau-
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👏23⚡3
„Wenn Menschen schweigen,
werden die Steine schreien!“
-Otto Ernst Schmidt, geboren am 07.10.1862 in Ottensen – verstorben am 05.03.1926 in Groß Flottbek-
@DeutscheDD
werden die Steine schreien!“
-Otto Ernst Schmidt, geboren am 07.10.1862 in Ottensen – verstorben am 05.03.1926 in Groß Flottbek-
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🔥40👍18👌6❤3🥰2👏2
Wo man singt,
da lass dich ruhig nieder,
böse Menschen haben keine Lieder!
-Johann Gottfried Seume, geboren am 29.01.1763 in Poserna – verstorben am 13.06.1810 in Teplitz-
@DeutscheDD
da lass dich ruhig nieder,
böse Menschen haben keine Lieder!
-Johann Gottfried Seume, geboren am 29.01.1763 in Poserna – verstorben am 13.06.1810 in Teplitz-
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❤85💯17👍12👏4🥰3🔥1
D e E i k b o m
Ick weit einen Eikbom, de steiht an de See,
de Nurdstorm de drust in sin Knäst;
stolz reckt hei de mächtige Kron in de Höh,
so ist dat all dusend Johr wäst.
Kein Minschenhand
de hett em plant't;
hei reckt sick von Pommern bet Nedderland.
Ick weit einen Eikbom vull Knorrn un vull Knast,
up den'n föllt kein Bil nich un Axt.
Sin Bork is so rug un sin Holt is so fast,
as wie hei mal bannt un behext.
Nicks hett't em dan,
hei ward noch stahn,
wenn weder mal dusend von Johren vergahn.
Un de König un sine Fru Königin
un sin Dochter, de gahn an den Strand:
,,Wat deit dat för'n mächtigen Eikbom sin,
de sin Telgen reckt aewer dat Land?
Wer hett em plägt,
wer hätt em hägt,
dat hei sine Bläder so lustig rögt?"
Un as nu de König so Antwurt begehrt,
trett vör em en junge Gesell:
,,Herr König, si hefft such jo süß nich drüm schert,
jug' Fru nich un juge Mamsell!
Kein vörnähm Lüd,
dei hadden Tit,
tau seihn, ob den Bom ok sin Recht geschüht.
Un doch gräunt so lustig de Eikbom upstunns.
Wi Arbeitslüd hebben em wohrd;
de Eikbom, Herr König, de Eikbom is uns'
uns plattdütsche Sprak ist un Ort.
Kein vörnähm Kunst
hett s' uns verhunzt,
fri wüssen s' tau höchten ahn Königsgunst."
Rasch gifft em den König sin Dochter de Hand:
,,Gott säg'n di, Gesell, för din Räd!
Wenn de Stormwind einst brust dörch dat dütsche Land,
denn weit ick ne säckere Städ!
Wer eigen Ort
fri wünn un wohrt,
bi den is in Not ein taum besten verwohrt!
🪦 -Fritz Reuter (Heinrich Ludwig Christian Friedrich Reuter ), geboren am 07.11.1810 in Stavenhagen - verstorben am 12.07.1874 in Eisenach-
(Aus ,,Hanne Nüte un de lütte Pudel")
🌳
D e r E i c h b a u m
Ich weiß einen Eichbaum, der steht an der See,
der Nordsturm braust in sein Geäst;
stolz reckt er die mächtige Krone in die Höhe,
so wie das schon tausend Jahre war.
Keine Menschenhand
hat ihn gepflanzt;
er reckt sich von Pommern bis Niederland.
Ich weiß einen Eichbaum voller Knorrn und (Ast)stümphen,
den fällt kein Beil und nicht die Axt.
Seine Rinde ist so rauh und sein Holz ist so fest,
als wäre er gebannt und behext. (.. als stünde er unter einem mächtigen Zauber)
Nichts kann ihm etwas anhaben,
er wird noch stehen,
wenn noch einmal tausend Jahre vergehen.
Und der König und seine Frau Königin
und seine Tochter, die gingen an den Strand:
,,Was soll das für ein mächtiger Eichbaum sein,
der seine Äste über das Land reckt?
Wer hat ihn gepflanzt,
wer hat ihn gehegt,
daß er seine Blätter so lustig regt?"
Und als nun der König so Antwort begehrt,
tritt vor ihn ein junger Geselle:
,,Herr König, ihr habt euch ja sonst nicht darum geschert,
jung' Frau nicht und junge Mamsell!
Keine vornehmen Leute,
die Zeit gehabt hätten,
zu sehn, ob dem Baum auch sein Recht geschieht. (... es ihm gutgeht)
Und doch grünt so lustig der Eichbaum jetzt.
Wir Arbeitsleute haben ihn bewahrt;
der Eichbaum, Herr König, der Eichbaum ist unser
unsere plattdeutsche Sprache ist unsere Art.
Keine vornehmen Kunst
hat sie uns verhunzt,
frei wuchs sie empor, ohne Königsgunst."
Rasch gibt ihm des Königs Tochter die Hand:
,,Gott segne dich, Geselle, für deinen Rat!
Wenn der Sturmwind einst braust durch das deutsche Land,
dann weiß ich eine sichere Stätte!
Wer die eigene Art
frei gewann und bewahrt,
bei dem ist man in der Not am besten bewahrt (aufgehoben)!
@DeutscheDD
Ick weit einen Eikbom, de steiht an de See,
de Nurdstorm de drust in sin Knäst;
stolz reckt hei de mächtige Kron in de Höh,
so ist dat all dusend Johr wäst.
Kein Minschenhand
de hett em plant't;
hei reckt sick von Pommern bet Nedderland.
Ick weit einen Eikbom vull Knorrn un vull Knast,
up den'n föllt kein Bil nich un Axt.
Sin Bork is so rug un sin Holt is so fast,
as wie hei mal bannt un behext.
Nicks hett't em dan,
hei ward noch stahn,
wenn weder mal dusend von Johren vergahn.
Un de König un sine Fru Königin
un sin Dochter, de gahn an den Strand:
,,Wat deit dat för'n mächtigen Eikbom sin,
de sin Telgen reckt aewer dat Land?
Wer hett em plägt,
wer hätt em hägt,
dat hei sine Bläder so lustig rögt?"
Un as nu de König so Antwurt begehrt,
trett vör em en junge Gesell:
,,Herr König, si hefft such jo süß nich drüm schert,
jug' Fru nich un juge Mamsell!
Kein vörnähm Lüd,
dei hadden Tit,
tau seihn, ob den Bom ok sin Recht geschüht.
Un doch gräunt so lustig de Eikbom upstunns.
Wi Arbeitslüd hebben em wohrd;
de Eikbom, Herr König, de Eikbom is uns'
uns plattdütsche Sprak ist un Ort.
Kein vörnähm Kunst
hett s' uns verhunzt,
fri wüssen s' tau höchten ahn Königsgunst."
Rasch gifft em den König sin Dochter de Hand:
,,Gott säg'n di, Gesell, för din Räd!
Wenn de Stormwind einst brust dörch dat dütsche Land,
denn weit ick ne säckere Städ!
Wer eigen Ort
fri wünn un wohrt,
bi den is in Not ein taum besten verwohrt!
🪦 -Fritz Reuter (Heinrich Ludwig Christian Friedrich Reuter ), geboren am 07.11.1810 in Stavenhagen - verstorben am 12.07.1874 in Eisenach-
(Aus ,,Hanne Nüte un de lütte Pudel")
🌳
D e r E i c h b a u m
Ich weiß einen Eichbaum, der steht an der See,
der Nordsturm braust in sein Geäst;
stolz reckt er die mächtige Krone in die Höhe,
so wie das schon tausend Jahre war.
Keine Menschenhand
hat ihn gepflanzt;
er reckt sich von Pommern bis Niederland.
Ich weiß einen Eichbaum voller Knorrn und (Ast)stümphen,
den fällt kein Beil und nicht die Axt.
Seine Rinde ist so rauh und sein Holz ist so fest,
als wäre er gebannt und behext. (.. als stünde er unter einem mächtigen Zauber)
Nichts kann ihm etwas anhaben,
er wird noch stehen,
wenn noch einmal tausend Jahre vergehen.
Und der König und seine Frau Königin
und seine Tochter, die gingen an den Strand:
,,Was soll das für ein mächtiger Eichbaum sein,
der seine Äste über das Land reckt?
Wer hat ihn gepflanzt,
wer hat ihn gehegt,
daß er seine Blätter so lustig regt?"
Und als nun der König so Antwort begehrt,
tritt vor ihn ein junger Geselle:
,,Herr König, ihr habt euch ja sonst nicht darum geschert,
jung' Frau nicht und junge Mamsell!
Keine vornehmen Leute,
die Zeit gehabt hätten,
zu sehn, ob dem Baum auch sein Recht geschieht. (... es ihm gutgeht)
Und doch grünt so lustig der Eichbaum jetzt.
Wir Arbeitsleute haben ihn bewahrt;
der Eichbaum, Herr König, der Eichbaum ist unser
unsere plattdeutsche Sprache ist unsere Art.
Keine vornehmen Kunst
hat sie uns verhunzt,
frei wuchs sie empor, ohne Königsgunst."
Rasch gibt ihm des Königs Tochter die Hand:
,,Gott segne dich, Geselle, für deinen Rat!
Wenn der Sturmwind einst braust durch das deutsche Land,
dann weiß ich eine sichere Stätte!
Wer die eigene Art
frei gewann und bewahrt,
bei dem ist man in der Not am besten bewahrt (aufgehoben)!
@DeutscheDD
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Halt Wacht,
Kamerad,
erfüll deine Pflicht,
bleib treu,
Kamerad und zweifle nicht.
Sei tapfer,
Kamerad und kämpfe mit für den Sieg,
Kamerad,
der unser ist!
-Paul Eigendorf, Kriegsjahr 1940-
@DeutscheDD
Kamerad,
erfüll deine Pflicht,
bleib treu,
Kamerad und zweifle nicht.
Sei tapfer,
Kamerad und kämpfe mit für den Sieg,
Kamerad,
der unser ist!
-Paul Eigendorf, Kriegsjahr 1940-
@DeutscheDD
❤54👍20🫡8💯7🔥5⚡4
War das die Liebe?
War das die Liebe, die mich gestern streifte,
wie eines seidenen Gewandes Atem
im Dunkel, wie ein windvertragner Duft,
wie Harmonien aus der blauen Nacht,
woher, du weißt es nicht, doch stockt dein Blut
und horcht in die Geheimnisse der Dinge...
und all dein Wesen flutet zögernd aus,
du fühlst dich wie ein Strom die Welt durchrinnen
und ahnst doch noch ein Mehr-als-diese-Welt,
wie hinter feiner Schleier Wehr noch wartend,
ein Himmelreich voll Blüten, Früchten, Sonnen,
und lächelnd winkt, die dich so sehr gerührt.
-Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern, geboren am 06. 05.1871 in München – verstorben am 31.03.1914 in Untermais-
@DeutscheDD
War das die Liebe, die mich gestern streifte,
wie eines seidenen Gewandes Atem
im Dunkel, wie ein windvertragner Duft,
wie Harmonien aus der blauen Nacht,
woher, du weißt es nicht, doch stockt dein Blut
und horcht in die Geheimnisse der Dinge...
und all dein Wesen flutet zögernd aus,
du fühlst dich wie ein Strom die Welt durchrinnen
und ahnst doch noch ein Mehr-als-diese-Welt,
wie hinter feiner Schleier Wehr noch wartend,
ein Himmelreich voll Blüten, Früchten, Sonnen,
und lächelnd winkt, die dich so sehr gerührt.
-Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern, geboren am 06. 05.1871 in München – verstorben am 31.03.1914 in Untermais-
@DeutscheDD
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Wo wäre heute das zerrissene Abendland ohne jene aus der Geschichte nicht mehr wegzudenkenden Deiche aus deutschen Leibern? Vom Kaukasus bis nach Finnmarken verläuft in weitem Zirkelschlag die Linie der abendländischen Gefechtsposten. Vertreter unseres gesamten Kulturkreises halten stumm die Wacht. Und wenn ihre Grabhügel auch eingeebnet sind und viele Länder sich noch heute ihrer edelsten Söhne schämen, so ist es doch einzig dieser Avantgarde der Europaidee zu danken, wenn Dschingis Khans Erben ihre Panzer noch nicht am Atlantik in die Schwemme fahren.
🪦50.🪦
-Joachim Peiper. 30.01.1915 in Berlin - 14.07.1976 in Traves-
@DeutscheDD
🪦50.🪦
-Joachim Peiper. 30.01.1915 in Berlin - 14.07.1976 in Traves-
@DeutscheDD
❤65🫡38💯13👌5👍3⚡1
Die Wurzel
Wohl dem, der Herd und Hütte weiß,
Und dem ein Weib am Abend harrt,
Wenn nach des Tagwerks Müh’ und Schweiß
Der volle Wagen heimwärts knarrt.
Wohl dem, der dann bei Brot und Wein
In Kinderaugen schauen kann,
Wo all des Lebens Sorg’ und Pein
So tief vergessen werden kann.
Wohl dem, des Schlaf in Träumen ruht,
Aus denen alle Wahrheit stammt.
Im Ofen leuchtet noch die Glut,
Ihr Schein den Schlafenden umflammt.
Wohl dem, der Kraft zum neuen Werk
Aus Traum und Schlaf dem Morgen bringt.
Fort aus der Hütte und vom Herd
Das Tal, die Welt ihn wieder zwingt.
Wohl dem, der dann im Herzen trägt
Der eignen Heimat festes Band.
Wohin ihn auch die Welt verschlägt,
Er weiß die Wurzel, die ihn bannt!
-Kurt Ziesel, geboren am 25.02.1911 in Innsbruck – verstorben am 10.05.2001 in Prien am Chiemsee-
@DeutscheDD
Wohl dem, der Herd und Hütte weiß,
Und dem ein Weib am Abend harrt,
Wenn nach des Tagwerks Müh’ und Schweiß
Der volle Wagen heimwärts knarrt.
Wohl dem, der dann bei Brot und Wein
In Kinderaugen schauen kann,
Wo all des Lebens Sorg’ und Pein
So tief vergessen werden kann.
Wohl dem, des Schlaf in Träumen ruht,
Aus denen alle Wahrheit stammt.
Im Ofen leuchtet noch die Glut,
Ihr Schein den Schlafenden umflammt.
Wohl dem, der Kraft zum neuen Werk
Aus Traum und Schlaf dem Morgen bringt.
Fort aus der Hütte und vom Herd
Das Tal, die Welt ihn wieder zwingt.
Wohl dem, der dann im Herzen trägt
Der eignen Heimat festes Band.
Wohin ihn auch die Welt verschlägt,
Er weiß die Wurzel, die ihn bannt!
-Kurt Ziesel, geboren am 25.02.1911 in Innsbruck – verstorben am 10.05.2001 in Prien am Chiemsee-
@DeutscheDD
❤71💯10👏6🥰3👌2👍1
Furchtlosigkeit ist die schärfste Waffe gegen alle Jene, die mit dem Sterbenmüssen Handel treiben!
-Erich Limpach, geboren am 27.06.1899 in Charlottenburg – verstorben am 10.12.1965 in Coburg-
@DeutscheDD
-Erich Limpach, geboren am 27.06.1899 in Charlottenburg – verstorben am 10.12.1965 in Coburg-
@DeutscheDD
💯74🔥9👌9❤7⚡5🤝2
Auf den Bergen die Burgen
im Tale die Saale
die Mädchen im Städtchen
einst alles wie heut
Ihr werte Gefährten
wo seid Ihr zur Zeit
mir, ihr Lieben, geblieben?
Ach, alle zerstreut
Die einen, sie weinen
die andern, sie wandern
die dritten noch mitten
im Wechsel der Zeit
auch viele am Ziele
zu den Toten entboten
verdorben, gestorben
in Lust und in Leid
Ich alleine, der eine
schau wieder hernieder
zur Saale im Tale
doch traurig und stumm
Eine Linde im Winde
die wiegt sich und biegt sich
rauscht schaurig und traurig
ich weiß wohl warum
-Leberecht Dreves, 12.09.1816 in Hamburg - 19.12.1870 in Feldkirch Vorarlberg-
@DeutscheDD
im Tale die Saale
die Mädchen im Städtchen
einst alles wie heut
Ihr werte Gefährten
wo seid Ihr zur Zeit
mir, ihr Lieben, geblieben?
Ach, alle zerstreut
Die einen, sie weinen
die andern, sie wandern
die dritten noch mitten
im Wechsel der Zeit
auch viele am Ziele
zu den Toten entboten
verdorben, gestorben
in Lust und in Leid
Ich alleine, der eine
schau wieder hernieder
zur Saale im Tale
doch traurig und stumm
Eine Linde im Winde
die wiegt sich und biegt sich
rauscht schaurig und traurig
ich weiß wohl warum
-Leberecht Dreves, 12.09.1816 in Hamburg - 19.12.1870 in Feldkirch Vorarlberg-
@DeutscheDD
❤50👍30😢8🤗3
Unsere Brummer!
Thor, unser Donnergott, ist auferstanden!
Den Feinden allen, die das Vaterland
Der deutschen Recken neiderfüllt umbranden,
Droht mit dem Blitzstrahl seine Eisenhand.
Geweckt von unserm Kampfgebet erwachten
In Wotans Reich die Götter aus dem Schlaf
Und lenkten siegreich unsre Heldenschlachten –
Thor warf den Hammer, und der Hammer traf!
-Thusnelda Wolff-Kettner, geboren 1877 - verstorben 1928-
@DeutscheDD
Thor, unser Donnergott, ist auferstanden!
Den Feinden allen, die das Vaterland
Der deutschen Recken neiderfüllt umbranden,
Droht mit dem Blitzstrahl seine Eisenhand.
Geweckt von unserm Kampfgebet erwachten
In Wotans Reich die Götter aus dem Schlaf
Und lenkten siegreich unsre Heldenschlachten –
Thor warf den Hammer, und der Hammer traf!
-Thusnelda Wolff-Kettner, geboren 1877 - verstorben 1928-
@DeutscheDD
⚡45🔥25❤18👍8👏1
Zur Kriegserklärung 1870
Schon in der Jugend Morgentagen
Fühlt ich mich als ein Kind der Zeit
Und ihrem Hoffen, ihren Fragen
War stets mein Wort, mein Lied geweiht.
Mein ganzes Herz, mein ganzes Leben
War nur erfüllt von einem Ziel:
Mich an mein Volk dahin zu geben,
Welch’ Schicksalslos mir sonst auch fiel.
Schon als dies Volk noch harmlos träumte,
Noch still in Ketten lag und schlief –
Als Morgenrot den Himmel säumte
Und Lerchenlied nach Freiheit rief: –
Da rief ich mit und rief so lange
Bis daß er kam, der Freiheit Tag –
Doch nicht zertreten ward die Schlange,
Die zuckend nur zu Boden lag.
In einer Zeit voll Schmach und Leiden,
Die für uns all’ verhängnisvoll,
Zu Harfenspiel an Trauerweiden
Doch noch mein tröstend Lied erscholl!
Und nun, da Deutschland sich erhoben,
Ein einig Volk zum Kampf ersteht,
Die deutschen Klingen zu erproben
Dem Feinde stolz entgegengeht,
Dem Feind, vom zitternden Tyrannen
Zu einem frechen Krieg gehetzt,
Der, um die Freiheit neu zu bannen
Sogar das Völkerrecht verletzt:
Nun gilt es Schlachtenlieder singen
Dem deutschen Vaterland geweiht,
Nun gilt’s, die deutschen Fahnen schwingen
Im Dienst der neuen, bessern Zeit.
O, daß sie endlich, endlich nahte
Und sei sie auch mit Blut getauft,
Die Freiheit wird auf keinem Pfade
Zu teuer und zu schwer erkauft.
Die Freiheit – wollt’ es nie vergessen –
Auch Deutschlands Einheit hat nur Wert,
Wenn wir sie nach dem Segen messen,
Den sie dem ganzen Volk beschert.
O, deutsches Volk – auf, auf zum Siege
Und stürze Frankreichs Kaiserthron
Und Losung sei in diesem Kriege:
Die Freiheit nur ist Siegeslohn!
-Louise Otto-Peters, geboren am 26.03.1819 in Meißen – verstorben am 13.03.1895 in Leipzig-
(Am 19. Juli 1870 erklärte Frankreich Preußen den Krieg. Entgegen den Erwartungen Frankreichs traten vier süddeutsche Staaten in den Krieg mit ein. Das Ergebnis des Einigungskrieges 1870 bis 1871 gegen Frankreich war die Ausrufung des Deutschen Kaiserreiches am 18.01.1871 im Schloss Versailles)
@DeutscheDD
Schon in der Jugend Morgentagen
Fühlt ich mich als ein Kind der Zeit
Und ihrem Hoffen, ihren Fragen
War stets mein Wort, mein Lied geweiht.
Mein ganzes Herz, mein ganzes Leben
War nur erfüllt von einem Ziel:
Mich an mein Volk dahin zu geben,
Welch’ Schicksalslos mir sonst auch fiel.
Schon als dies Volk noch harmlos träumte,
Noch still in Ketten lag und schlief –
Als Morgenrot den Himmel säumte
Und Lerchenlied nach Freiheit rief: –
Da rief ich mit und rief so lange
Bis daß er kam, der Freiheit Tag –
Doch nicht zertreten ward die Schlange,
Die zuckend nur zu Boden lag.
In einer Zeit voll Schmach und Leiden,
Die für uns all’ verhängnisvoll,
Zu Harfenspiel an Trauerweiden
Doch noch mein tröstend Lied erscholl!
Und nun, da Deutschland sich erhoben,
Ein einig Volk zum Kampf ersteht,
Die deutschen Klingen zu erproben
Dem Feinde stolz entgegengeht,
Dem Feind, vom zitternden Tyrannen
Zu einem frechen Krieg gehetzt,
Der, um die Freiheit neu zu bannen
Sogar das Völkerrecht verletzt:
Nun gilt es Schlachtenlieder singen
Dem deutschen Vaterland geweiht,
Nun gilt’s, die deutschen Fahnen schwingen
Im Dienst der neuen, bessern Zeit.
O, daß sie endlich, endlich nahte
Und sei sie auch mit Blut getauft,
Die Freiheit wird auf keinem Pfade
Zu teuer und zu schwer erkauft.
Die Freiheit – wollt’ es nie vergessen –
Auch Deutschlands Einheit hat nur Wert,
Wenn wir sie nach dem Segen messen,
Den sie dem ganzen Volk beschert.
O, deutsches Volk – auf, auf zum Siege
Und stürze Frankreichs Kaiserthron
Und Losung sei in diesem Kriege:
Die Freiheit nur ist Siegeslohn!
-Louise Otto-Peters, geboren am 26.03.1819 in Meißen – verstorben am 13.03.1895 in Leipzig-
(Am 19. Juli 1870 erklärte Frankreich Preußen den Krieg. Entgegen den Erwartungen Frankreichs traten vier süddeutsche Staaten in den Krieg mit ein. Das Ergebnis des Einigungskrieges 1870 bis 1871 gegen Frankreich war die Ausrufung des Deutschen Kaiserreiches am 18.01.1871 im Schloss Versailles)
@DeutscheDD
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Dem Volke allein das sein Herz hart und blank hält
verleiht das Schwert Segen und Sieg!
-Bruno Edmund Johannes Linke, geboren am 08.01.1900 in Dresden – gefallen im Februar 1945 an der Ostfront-
@DeutscheDD
verleiht das Schwert Segen und Sieg!
-Bruno Edmund Johannes Linke, geboren am 08.01.1900 in Dresden – gefallen im Februar 1945 an der Ostfront-
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