Der Deutschen einziges Band
Was habt ihr denn noch großes Allgemeines,
Welch Band, das euch als Volk zusammenschließet?
Seit ihr den Kaiserzepter brechen ließet,
Und euer Reich zerspalten, habt ihr keines!
Nur noch ein einz`ges Band ist euch geblieben,
Das ist die Sprache; die ihr sonst verachtet,
Jetzt müßt ihr sie als euer Einz`ges lieben.
-Friedrich Johann Michael Rückert, geboren am 16.05.1788 in
Schweinfurt - gestorben am 31.01.1866 in Coburg-
@DeutscheDD
Was habt ihr denn noch großes Allgemeines,
Welch Band, das euch als Volk zusammenschließet?
Seit ihr den Kaiserzepter brechen ließet,
Und euer Reich zerspalten, habt ihr keines!
Nur noch ein einz`ges Band ist euch geblieben,
Das ist die Sprache; die ihr sonst verachtet,
Jetzt müßt ihr sie als euer Einz`ges lieben.
-Friedrich Johann Michael Rückert, geboren am 16.05.1788 in
Schweinfurt - gestorben am 31.01.1866 in Coburg-
@DeutscheDD
❤60👍16🔥5😍2😢1🤨1
Geh hin und wäge dein erstes Wort,
Das du erst seit Wochen besitzt,
Und gib es nur dem zu Schutz und Hort,
Der dir dein Eigenstes schützt.
Geh hin und bringe ein Opfer dar
Dem Lande, das zwiefach bedroht
Und lege dein Frauenwort an den Altar
Für dein Heim in der Stunde der Not.
Geh hin und überwinde die Scheu,
dein Wort es sei Gebet:
Mein Land, mein Heim und mein Kind bleibe frei
Solange die Erde besteht!
-Robert Neumann, Berlin 1919-
@DeutscheDD
Das du erst seit Wochen besitzt,
Und gib es nur dem zu Schutz und Hort,
Der dir dein Eigenstes schützt.
Geh hin und bringe ein Opfer dar
Dem Lande, das zwiefach bedroht
Und lege dein Frauenwort an den Altar
Für dein Heim in der Stunde der Not.
Geh hin und überwinde die Scheu,
dein Wort es sei Gebet:
Mein Land, mein Heim und mein Kind bleibe frei
Solange die Erde besteht!
-Robert Neumann, Berlin 1919-
@DeutscheDD
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Auf Arkonas Berge
ist ein Adlerhorst
wo vom Schlag der Woge
seine Spitze borst
Spitze deutschen Landes
willst sein Bild du sein
Riff und Spalten splittern
deinen festen Stein
Adler, setz dich oben
auf den Felsenthron
deutschen Landes Hüter
freier Wolkensohn
Schau hinaus nach Morgen
schau nach Mitternacht
schaue gegen Abend
von der hohen Wacht
Ließ der deutsche Kaiser
fliegen dich zugleich,
als er brach in Stücke
ach das deutsche Reich
Hüte, deutscher Adler
deutsches Volk und Land
deutsche Sitt und Zunge
deutsche Stirn und Hand!
Johann Ludwig Wilhelm Müller, geboren am 07.10.1794 in Dessau – verstorben am 01.10.1827 ebenda-
(1825)
@DeutscheDD
ist ein Adlerhorst
wo vom Schlag der Woge
seine Spitze borst
Spitze deutschen Landes
willst sein Bild du sein
Riff und Spalten splittern
deinen festen Stein
Adler, setz dich oben
auf den Felsenthron
deutschen Landes Hüter
freier Wolkensohn
Schau hinaus nach Morgen
schau nach Mitternacht
schaue gegen Abend
von der hohen Wacht
Ließ der deutsche Kaiser
fliegen dich zugleich,
als er brach in Stücke
ach das deutsche Reich
Hüte, deutscher Adler
deutsches Volk und Land
deutsche Sitt und Zunge
deutsche Stirn und Hand!
Johann Ludwig Wilhelm Müller, geboren am 07.10.1794 in Dessau – verstorben am 01.10.1827 ebenda-
(1825)
@DeutscheDD
❤59👍8⚡7
Was der Frühling nicht säte,
kann der Sommer nicht reifen,
der Herbst nicht ernten,
der Winter nicht genießen!
💐 -Johann Gottfried von Herder, geboren am 25.08.1744 in Mohrungen in Ostpreußen – verstorben am 18.12.1803 in Weimar-
@DeutscheDD
kann der Sommer nicht reifen,
der Herbst nicht ernten,
der Winter nicht genießen!
💐 -Johann Gottfried von Herder, geboren am 25.08.1744 in Mohrungen in Ostpreußen – verstorben am 18.12.1803 in Weimar-
@DeutscheDD
❤60💯37🔥5👍3🥴1
ABSCHIED VON WIEN
1813
Leb' wohl! leb' wohl! – Mit dumpfen Herzensschlägen
Begrüß' ich dich und folge meiner Pflicht.
Im Auge will sich eine Thräne regen.
Was sträub' ich mich? Die Thräne schmäht mich nicht.
Ach! wo ich wandle, sei's auf Friedenswegen,
Sei's wo der Tod die blut'gen Kränze bricht:
Da werden deine teuern Huldgestalten
In Lieb' und Sehnsucht meine Seele spalten.
Verkennt mich nicht, ihr Genien meines Lebens,
Verkennt nicht meiner Seele ernsten Drang!
Begreift die treue Richtung meines Strebens,
So in dem Liede wie im Schwerterklang!
Es schwärmten meine Träume nicht vergebens;
Was ich so oft gefeiert mit Gesang,
Für Volk und Freiheit ein begeistert Sterben:
Laßt mich nun selbst um diese Krone werben!
Wohl leichter mögen sich die Kränze flechten,
Errungen mit des Liedes heit'rem Mut;
Ein rechtes Herz schlägt freudig nach dem Rechten.
Die ich gepflegt mit jugendlicher Glut,
Laßt mich der Kunst ein Vaterland erfechten,
Und gält' es auch das eigne wärmste Blut.
Noch diesen Kuß! und wenn's der letzte bliebe!
Es gibt ja keinen Tod für unsre Liebe.
🪦
-Theodor Körner, geboren am 23.09.1791 in Dresden – gefallen am 26.08.1813 im Forst Rosenow bei Lützow-
@DeutscheDD
1813
Leb' wohl! leb' wohl! – Mit dumpfen Herzensschlägen
Begrüß' ich dich und folge meiner Pflicht.
Im Auge will sich eine Thräne regen.
Was sträub' ich mich? Die Thräne schmäht mich nicht.
Ach! wo ich wandle, sei's auf Friedenswegen,
Sei's wo der Tod die blut'gen Kränze bricht:
Da werden deine teuern Huldgestalten
In Lieb' und Sehnsucht meine Seele spalten.
Verkennt mich nicht, ihr Genien meines Lebens,
Verkennt nicht meiner Seele ernsten Drang!
Begreift die treue Richtung meines Strebens,
So in dem Liede wie im Schwerterklang!
Es schwärmten meine Träume nicht vergebens;
Was ich so oft gefeiert mit Gesang,
Für Volk und Freiheit ein begeistert Sterben:
Laßt mich nun selbst um diese Krone werben!
Wohl leichter mögen sich die Kränze flechten,
Errungen mit des Liedes heit'rem Mut;
Ein rechtes Herz schlägt freudig nach dem Rechten.
Die ich gepflegt mit jugendlicher Glut,
Laßt mich der Kunst ein Vaterland erfechten,
Und gält' es auch das eigne wärmste Blut.
Noch diesen Kuß! und wenn's der letzte bliebe!
Es gibt ja keinen Tod für unsre Liebe.
🪦
-Theodor Körner, geboren am 23.09.1791 in Dresden – gefallen am 26.08.1813 im Forst Rosenow bei Lützow-
@DeutscheDD
❤67🔥7👏3😢3
Traute Heimat meiner Lieben
Sinn ich still an dich zurück
Wird mir wohl: Und dennoch trüben
Sehnsuchtstränen meinen Blick
Stiller Weiler, kleine Hütte
immer seufz ich nach euch hin
deine alte fromme Sitte
bleibt stets in meinem Sinn
Deine Fenster, die mit Reben
einst mein Vater selbst umzog
und der Birnbaum, der daneben
über unser Dach sich bog
Nachts in meinen schönsten Träumen
schiff ich oft auf deinem See
Schüttle Äpfel von den Bäumen
wäss´re deiner Wiesen Klee
Pflück im Walde Heidelbeeren
wo ich sonst im Schatten lag
lösch aus deines Brunnen Röhren
meinen Durst am schwülen Tag
Wie wir uns als Kinder freuten
alles kommt mir leibhaft vor
Unser Feierabendläuten
tönet wieder an mein Ohr
Wann erblick ich jene Linde
auf den Kirchenplatz gepflanzt
Wo gekühlt vom Abendwinde
unsre muntre Jugend tanzt
Wann des Kirchturms Giebelspitze
Halb im Fruchtbaumwald versteckt
Wo der Storch auf hohem Sitze
Friedlich seine Jungen heckt?
Wann die Stauden, wo ich Meisen
im Holunderkasten fing
Wann des stillen Weihers Schleusen
wo ich sonntags fischen ging
Wann den Zaun am Blumenraine
wo ich mit Mariechen stand
als wir uns im Mondenscheine
Treue schwuren, Hand in Hand
Gutes Mädchen, denk ich deiner
wird mein Herz so eng und schwer
Ach vielleicht vergaßt du meiner
wähnst, wir fänden uns nicht mehr
Nein, vor meinem Blick erweitert
sich die Aussicht hell und weit
welch ein Strahl der Ahndung heitert
meines Trübsinns Dunkelheit
Wenn die Bäume wieder blühen
kehr ich Wanderer froh nach Haus
und von allen meinen Mühen
ruh in deinem Arm ich aus
Bei den Gräbern meiner Väter
an der Gottesackertür
wird dann früher oder später
auch ein Ruheplätzchen mir!
-Freiherr Johann Gaudenz Gubert von Salis-Seewis, geboren am 26.12.1762 in Malans – verstorben am 29.01.1834 ebenda-
(1788)
@DeutscheDD
Sinn ich still an dich zurück
Wird mir wohl: Und dennoch trüben
Sehnsuchtstränen meinen Blick
Stiller Weiler, kleine Hütte
immer seufz ich nach euch hin
deine alte fromme Sitte
bleibt stets in meinem Sinn
Deine Fenster, die mit Reben
einst mein Vater selbst umzog
und der Birnbaum, der daneben
über unser Dach sich bog
Nachts in meinen schönsten Träumen
schiff ich oft auf deinem See
Schüttle Äpfel von den Bäumen
wäss´re deiner Wiesen Klee
Pflück im Walde Heidelbeeren
wo ich sonst im Schatten lag
lösch aus deines Brunnen Röhren
meinen Durst am schwülen Tag
Wie wir uns als Kinder freuten
alles kommt mir leibhaft vor
Unser Feierabendläuten
tönet wieder an mein Ohr
Wann erblick ich jene Linde
auf den Kirchenplatz gepflanzt
Wo gekühlt vom Abendwinde
unsre muntre Jugend tanzt
Wann des Kirchturms Giebelspitze
Halb im Fruchtbaumwald versteckt
Wo der Storch auf hohem Sitze
Friedlich seine Jungen heckt?
Wann die Stauden, wo ich Meisen
im Holunderkasten fing
Wann des stillen Weihers Schleusen
wo ich sonntags fischen ging
Wann den Zaun am Blumenraine
wo ich mit Mariechen stand
als wir uns im Mondenscheine
Treue schwuren, Hand in Hand
Gutes Mädchen, denk ich deiner
wird mein Herz so eng und schwer
Ach vielleicht vergaßt du meiner
wähnst, wir fänden uns nicht mehr
Nein, vor meinem Blick erweitert
sich die Aussicht hell und weit
welch ein Strahl der Ahndung heitert
meines Trübsinns Dunkelheit
Wenn die Bäume wieder blühen
kehr ich Wanderer froh nach Haus
und von allen meinen Mühen
ruh in deinem Arm ich aus
Bei den Gräbern meiner Väter
an der Gottesackertür
wird dann früher oder später
auch ein Ruheplätzchen mir!
-Freiherr Johann Gaudenz Gubert von Salis-Seewis, geboren am 26.12.1762 in Malans – verstorben am 29.01.1834 ebenda-
(1788)
@DeutscheDD
❤55💯9👌4👍2👏1
Ich wandle auf weiter, bunter Flur
Ursprünglicher Natur;
Ein holder Born, in dem ich bade,
Ist Überlieferung, ist Gnade!
💐 -Johann Wolfgang von Goethe, geboren am 28.08.1749 in Frankfurt am Main – verstorben am 22.03.1832 in Weimar-
@DeutscheDD
Ursprünglicher Natur;
Ein holder Born, in dem ich bade,
Ist Überlieferung, ist Gnade!
💐 -Johann Wolfgang von Goethe, geboren am 28.08.1749 in Frankfurt am Main – verstorben am 22.03.1832 in Weimar-
@DeutscheDD
❤80👏5
In Waffen nach Südtirol
Schweigsame Gipfel
grüßen den Burschen,
der da mit pochendem Herzen
über die Wasserscheide
nach Süden geht.
In des Bergmittags sengender Sonne,
geduckt in den Latschensaum,
spart er die Kräfte,
die das Gebirge des Nachts
dem eilenden Wolfe raubt.
Treu und stumm sind die Brüder.
In aller Antlitz steht
das Bewußtsein des heiligen Handelns.
Ihres Gottesdiensts
wuchtiges Haus –
ist Tirol,
letzter
Felsen und gletschergekrönter
Tempel Deutschlands.
Ihnen allen voran –
ein Führer.
Pfotenleicht
auf tatzenstummem Nagelschuh
der Amplatz –
oder der Klotz.
Schmalhüftig und kühn.
Denkmäler sind sie
aus Jugend und Tapferkeit,
letzte Realität
des verschollenen Traumes
vom Reiche.
💐Im Gedenken an Luis Amplatz 100. Geburtstag 💐
-Gerd Honsik geboren am 10.10.1941 in Wien - verstorben am 07.04.2018 in Ödenburg-
@DeutscheDD
Schweigsame Gipfel
grüßen den Burschen,
der da mit pochendem Herzen
über die Wasserscheide
nach Süden geht.
In des Bergmittags sengender Sonne,
geduckt in den Latschensaum,
spart er die Kräfte,
die das Gebirge des Nachts
dem eilenden Wolfe raubt.
Treu und stumm sind die Brüder.
In aller Antlitz steht
das Bewußtsein des heiligen Handelns.
Ihres Gottesdiensts
wuchtiges Haus –
ist Tirol,
letzter
Felsen und gletschergekrönter
Tempel Deutschlands.
Ihnen allen voran –
ein Führer.
Pfotenleicht
auf tatzenstummem Nagelschuh
der Amplatz –
oder der Klotz.
Schmalhüftig und kühn.
Denkmäler sind sie
aus Jugend und Tapferkeit,
letzte Realität
des verschollenen Traumes
vom Reiche.
💐Im Gedenken an Luis Amplatz 100. Geburtstag 💐
-Gerd Honsik geboren am 10.10.1941 in Wien - verstorben am 07.04.2018 in Ödenburg-
@DeutscheDD
🔥28❤19👌5💯1
Ein gekrönter Dichter
Gen Augsburg zog der ritterliche Sänger
Ulrich von Hutten, aus dem fernen Süd;
Italien mag dulden den nicht länger,
Der für die Wahrheit und die Freiheit glüht.
Der Meuchler Dolche sind für ihn gedungen,
Im goldnen Becher schäumt ein tödlich Gift,
Ein Anathem’ von strengen Priesterzungen
Wirft in den Bann des Neurers Lied und Schrift.
So kehrt er zu dem deutschen Vaterlande
Sein treuster Sohn, und vor ihm zieht sein Ruf,
Der Name, den Begeistrung preisend nannte,
Den ihm sein Lied, sein Heldentum erschuf.
Und Augsburgs hochgelahrter Bürgermeister,
Peutinger, öffnet gastlich ihm sein Haus,
Hochehrend grüßen ihn verwandte Geister,
In alle Lande schallt sein Ruhm hinaus.
Ein langer Festzug wogt durch Augsburgs Gassen
Bei stolzer Rythmen jubelndem Geleit,
Ein Jauchzen von der Reichsstadt Volkesmassen
Preist laut des deutschen Kaisers Herrlichkeit.
Zum Reichstag war der Kaiser Max gekommen,
Der, noch ein Feuergeist im Silberhaar,
Von allen Fürsten, Habsburg Stamm entglommen
Der edelste, der Held’ und Dichter war.
Den Helden und den Dichter will er grüßen,
Ulrich von Hutten, dessen kühner Sang
Und Heldenthaten Anrecht wohl verhießen
Auf einen Dank des Helden Theuerdank.
Trompetenstoß und drauf des Herolds Kunde:
Zum Ritter schlug des Kaisers eigne Hand
Vor aller Fürsten feierlicher Runde,
Den Hutten, der begeistert vor ihm stand.
Er beugt sein Knie zu einem süßern Lohne:
Peutingers Tochter naht, die schönste Maid,
Und drückt aufs Haupt ihm eine Lorberkrone,
Dem Dichter feierlich zum Ruhm geweiht.
Da loht Begeist’rung hell in seinen Blicken,
Er küßt das Schwert, das ihn zum Ritter schlug,
Er küßt die weiße Hand im Hochentzücken,
Die ihm den Lorberkranz entgegentrug.
Wie reich an Wonne diese eine Stunde!
Sein deutscher Kaiser, selbst ein Dichterheld,
Sein deutsches Volk jauchzt ihm mit einem Munde,
Sein Name klingt hinaus in alle Welt.
Und vor ihm sie, die minnigliche Schöne,
Die liebdurchglüht ihm reicht den Lorberkranz
Er weiht das deutsche Mädchen zur Kamöne,
Wie strahlt sein Aug’ von sel’gem Himmelsglanz!
Wo ist ein Held wie er so hochbeglücket?
Sein Bildnis mit dem Lorberkranz und Schwert
Im deutschen Land Palast und Hütte schmücket,
Von Fürst und Volk wird er zugleich geehrt.
Und doch! – die sel’ge Stunde zog vorüber,
Nicht Ruhm, noch Glück, noch Liebe hält ihn auf,
Bald wird sein Auge wieder trüb’ und trüber
Und immer dorniger sein Heldenlauf.
Was ist ein Held, der nicht in Thaten zeiget,
Daß er ein Ritter, dem das Schwert zur Hand?
Was ist ein Dichter, der erschrocken schweiget
Wenn man sein Lied zu kühn und trotzig fand?
Kein Hutten ist’s! ein Hutten kann entbehren
Der Fürsten Huld – ein Hutten überragt
Mit seinem Geistesfluge Glück und Ehren,
Der Wahrheit treu ruft er: „Ich hab’s gewagt!“
Ich hab’s gewagt für meines Volkes Sache,
Ich habs gewagt für Wahrheit und für Recht!
Der deutschen Freiheit stellt er sich zur Wache,
Wird keines Kaisers, keines Fürsten Knecht.
Und sollt er auch der Minne Glück verlieren,
Und sollt er flüchten auch vervehmt, verklagt –
Im Unglück noch bleibt ihm sein Triumphieren,
Das stolze Dichterwort: „Ich hab’s gewagt!“
-Louise Otto-Peters, geboren am 26.03.1819 in Meißen – verstorben am 13.03.1895 in Leipzig-
(🪦 Ulrich von Hutten, 21.04.1488 auf Burg Steckelberg bei Schlüchtern – 29.08.1523 auf der Insel Ufenau im Zürichsee)
@DeutscheDD
Gen Augsburg zog der ritterliche Sänger
Ulrich von Hutten, aus dem fernen Süd;
Italien mag dulden den nicht länger,
Der für die Wahrheit und die Freiheit glüht.
Der Meuchler Dolche sind für ihn gedungen,
Im goldnen Becher schäumt ein tödlich Gift,
Ein Anathem’ von strengen Priesterzungen
Wirft in den Bann des Neurers Lied und Schrift.
So kehrt er zu dem deutschen Vaterlande
Sein treuster Sohn, und vor ihm zieht sein Ruf,
Der Name, den Begeistrung preisend nannte,
Den ihm sein Lied, sein Heldentum erschuf.
Und Augsburgs hochgelahrter Bürgermeister,
Peutinger, öffnet gastlich ihm sein Haus,
Hochehrend grüßen ihn verwandte Geister,
In alle Lande schallt sein Ruhm hinaus.
Ein langer Festzug wogt durch Augsburgs Gassen
Bei stolzer Rythmen jubelndem Geleit,
Ein Jauchzen von der Reichsstadt Volkesmassen
Preist laut des deutschen Kaisers Herrlichkeit.
Zum Reichstag war der Kaiser Max gekommen,
Der, noch ein Feuergeist im Silberhaar,
Von allen Fürsten, Habsburg Stamm entglommen
Der edelste, der Held’ und Dichter war.
Den Helden und den Dichter will er grüßen,
Ulrich von Hutten, dessen kühner Sang
Und Heldenthaten Anrecht wohl verhießen
Auf einen Dank des Helden Theuerdank.
Trompetenstoß und drauf des Herolds Kunde:
Zum Ritter schlug des Kaisers eigne Hand
Vor aller Fürsten feierlicher Runde,
Den Hutten, der begeistert vor ihm stand.
Er beugt sein Knie zu einem süßern Lohne:
Peutingers Tochter naht, die schönste Maid,
Und drückt aufs Haupt ihm eine Lorberkrone,
Dem Dichter feierlich zum Ruhm geweiht.
Da loht Begeist’rung hell in seinen Blicken,
Er küßt das Schwert, das ihn zum Ritter schlug,
Er küßt die weiße Hand im Hochentzücken,
Die ihm den Lorberkranz entgegentrug.
Wie reich an Wonne diese eine Stunde!
Sein deutscher Kaiser, selbst ein Dichterheld,
Sein deutsches Volk jauchzt ihm mit einem Munde,
Sein Name klingt hinaus in alle Welt.
Und vor ihm sie, die minnigliche Schöne,
Die liebdurchglüht ihm reicht den Lorberkranz
Er weiht das deutsche Mädchen zur Kamöne,
Wie strahlt sein Aug’ von sel’gem Himmelsglanz!
Wo ist ein Held wie er so hochbeglücket?
Sein Bildnis mit dem Lorberkranz und Schwert
Im deutschen Land Palast und Hütte schmücket,
Von Fürst und Volk wird er zugleich geehrt.
Und doch! – die sel’ge Stunde zog vorüber,
Nicht Ruhm, noch Glück, noch Liebe hält ihn auf,
Bald wird sein Auge wieder trüb’ und trüber
Und immer dorniger sein Heldenlauf.
Was ist ein Held, der nicht in Thaten zeiget,
Daß er ein Ritter, dem das Schwert zur Hand?
Was ist ein Dichter, der erschrocken schweiget
Wenn man sein Lied zu kühn und trotzig fand?
Kein Hutten ist’s! ein Hutten kann entbehren
Der Fürsten Huld – ein Hutten überragt
Mit seinem Geistesfluge Glück und Ehren,
Der Wahrheit treu ruft er: „Ich hab’s gewagt!“
Ich hab’s gewagt für meines Volkes Sache,
Ich habs gewagt für Wahrheit und für Recht!
Der deutschen Freiheit stellt er sich zur Wache,
Wird keines Kaisers, keines Fürsten Knecht.
Und sollt er auch der Minne Glück verlieren,
Und sollt er flüchten auch vervehmt, verklagt –
Im Unglück noch bleibt ihm sein Triumphieren,
Das stolze Dichterwort: „Ich hab’s gewagt!“
-Louise Otto-Peters, geboren am 26.03.1819 in Meißen – verstorben am 13.03.1895 in Leipzig-
(🪦 Ulrich von Hutten, 21.04.1488 auf Burg Steckelberg bei Schlüchtern – 29.08.1523 auf der Insel Ufenau im Zürichsee)
@DeutscheDD
❤42👌8👏3😇3⚡1🔥1
In seiner Muttersprache ehrt sich jedes Volk.
Klar wie des Deutschen Himmel,
fest wie sein Land,
ursprünglich wie seine Alpen und stark wie seine Ströme,
bleibe seine Sprache!
-Johann Friedrich Ludwig Christoph Jahn, geboren am 11.08.1778 in Lanz – verstorben am 15.10.1852 in Freyburg a. d. Unstrut-
(Aus Friedrich Ludwig Jahn: Deutsches Volkstum)
@DeutscheDD
Klar wie des Deutschen Himmel,
fest wie sein Land,
ursprünglich wie seine Alpen und stark wie seine Ströme,
bleibe seine Sprache!
-Johann Friedrich Ludwig Christoph Jahn, geboren am 11.08.1778 in Lanz – verstorben am 15.10.1852 in Freyburg a. d. Unstrut-
(Aus Friedrich Ludwig Jahn: Deutsches Volkstum)
@DeutscheDD
❤35👍27💯12🥰4🔥2👌2
Willst du sprechen über mich und die Meinen,
so gehe nach Hause und betrachte die Deinen.
Und findest Du an ihnen kein Gebrechen,
so kannst Du über mich und die Meinen sprechen!
@DeutscheDD
so gehe nach Hause und betrachte die Deinen.
Und findest Du an ihnen kein Gebrechen,
so kannst Du über mich und die Meinen sprechen!
@DeutscheDD
👍62❤26💯18👌11🔥3✍1
Frei und unerschütterlich wachsen unsre Eichen,
mit dem Schmuck der grünen Blätter steh'n sie fest in Sturm und Wetter, wanken nicht noch weichen.
Wie die Eichen himmelan trotz den Stürmen streben,
wollen wir auch ihnen gleichen, frei und fest wie deutsche Eichen
unser Haupt erheben.
Darum sei der Eichenkranz unser Bundeszeichen,
daß in Thaten und Gedanken wir nicht schwanken oder wanken, niemals muthlos weichen!
-August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 02.04.1798 in Fallersleben,- 19.01.1874 in Corvey-
(1842)
@DeutscheDD
mit dem Schmuck der grünen Blätter steh'n sie fest in Sturm und Wetter, wanken nicht noch weichen.
Wie die Eichen himmelan trotz den Stürmen streben,
wollen wir auch ihnen gleichen, frei und fest wie deutsche Eichen
unser Haupt erheben.
Darum sei der Eichenkranz unser Bundeszeichen,
daß in Thaten und Gedanken wir nicht schwanken oder wanken, niemals muthlos weichen!
-August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 02.04.1798 in Fallersleben,- 19.01.1874 in Corvey-
(1842)
@DeutscheDD
❤69👍10👌7⚡1🔥1
Leben ist Brückenschlagen
über Ströme, die vergehn...
-Gottfried Benn, geboren am 02.05.1886 in Mansfeld bei Putlitz - verstorben am 07.07.1956 in Berlin-
@DeutscheDD
über Ströme, die vergehn...
-Gottfried Benn, geboren am 02.05.1886 in Mansfeld bei Putlitz - verstorben am 07.07.1956 in Berlin-
@DeutscheDD
💯53❤8👏6👌5🤝1
Gruß an das Vaterland.
Gegrüßt du Land der Treue, du deutsches Vaterland!
Froh leist' ich dir auf's neue den Eid mit Mund und Hand.
Gegrüßt du Land der Treue, so reich an Korn und Wein!
O Wonne sonder Neue, dein eigen stets zu sein!
Gegrüßt du Land der Treue, mit Eichen frisch und grün!
O gib, daß ich mich freue noch lang an deinem Blüh'n!
Gegrüßt du Land der Treue, so stark in Zeit der Noth!
Begehrst du mein, so scheue ich Qualen nicht und Tod.
Gegrüßt du Land der Treue, das mir das Leben gab!
Von deinen Eichen streue ein Blatt mir auf das Grab!
-Hans Georg Nägeli, geboren am 26.05.1773 in Wetzikon – verstorben am 26.12.1836 in Zürich-
@DeutscheDD
Gegrüßt du Land der Treue, du deutsches Vaterland!
Froh leist' ich dir auf's neue den Eid mit Mund und Hand.
Gegrüßt du Land der Treue, so reich an Korn und Wein!
O Wonne sonder Neue, dein eigen stets zu sein!
Gegrüßt du Land der Treue, mit Eichen frisch und grün!
O gib, daß ich mich freue noch lang an deinem Blüh'n!
Gegrüßt du Land der Treue, so stark in Zeit der Noth!
Begehrst du mein, so scheue ich Qualen nicht und Tod.
Gegrüßt du Land der Treue, das mir das Leben gab!
Von deinen Eichen streue ein Blatt mir auf das Grab!
-Hans Georg Nägeli, geboren am 26.05.1773 in Wetzikon – verstorben am 26.12.1836 in Zürich-
@DeutscheDD
❤78🤝6🔥5👍3
Einem römischen Kardinal
Deutschen Nation
Ihr nennt voll Haß uns Heiden
Und denkt uns so zu schmäh`n,
Weil wir das Finst`re meiden
Und stolz zum Lichte gehen.
Wir wollen`s euch nicht wehren,
Doch nehmen wir das Recht,
Das Göttliche zu ehren
In Freiheit deutsch und echt.
In dumpfen Kirchenmauern
Bei Weihrauch, Kerzenschein,
Da mögt ihr zagend kauern
Bei Kreuz und Leichenschrein.
Wir wollen es nicht glauben,
Was Judas Gott gelehrt,
Und lassen uns nicht rauben
Der Ahnen Ehr und Schwert.
Wir knien nicht im Staube
Wie Knechte wimmernd hin.
Zu hell ist deutscher Glaube,
Zu gottdurchseelt der Sinn!
-Ernst Ruhfus-
@DeutscheDD
Deutschen Nation
Ihr nennt voll Haß uns Heiden
Und denkt uns so zu schmäh`n,
Weil wir das Finst`re meiden
Und stolz zum Lichte gehen.
Wir wollen`s euch nicht wehren,
Doch nehmen wir das Recht,
Das Göttliche zu ehren
In Freiheit deutsch und echt.
In dumpfen Kirchenmauern
Bei Weihrauch, Kerzenschein,
Da mögt ihr zagend kauern
Bei Kreuz und Leichenschrein.
Wir wollen es nicht glauben,
Was Judas Gott gelehrt,
Und lassen uns nicht rauben
Der Ahnen Ehr und Schwert.
Wir knien nicht im Staube
Wie Knechte wimmernd hin.
Zu hell ist deutscher Glaube,
Zu gottdurchseelt der Sinn!
-Ernst Ruhfus-
@DeutscheDD
💯54❤39🔥8🫡7👍5😇2
Es kommt nicht darauf an, was wir äußerlich in der Welt leisten, sondern was wir menschlich geben in allen Lagen!
🪦 -Ludwig Philipp Albert Schweitzer, geboren am 14.01.1875 in Kaysersberg bei Colmar – verstorben am 04.09.1965 in Lambarene-
@DeutscheDD
🪦 -Ludwig Philipp Albert Schweitzer, geboren am 14.01.1875 in Kaysersberg bei Colmar – verstorben am 04.09.1965 in Lambarene-
@DeutscheDD
❤75💯28✍3🥴2😇2🤝2
Kameradschaft
Es gibt einen Titel, der ewig der höchste ist,
Ob du Kumpel, ob Dichter, ob Student, ob Minister bist;
Der strahlt wie ein Stern noch über dem einsamsten -Pfad –
Und ist doch ein Wörtlein nur – nur das Wort:
Kamerad.
Da verbleichen die Orden an manchem geschmückten Kleid;
Da bricht noch ein Leuchten aus lang verborgenem Leid –
Was Willkür einst krummgebogen, ward wieder grad
Durch ein Wörtlein nur, nur das Wort:
Kamerad!
Das bricht durch die Mauern, die schwer und verschwiegen sind.
Das ist wie der große, der ewige Frühlingswind.
Und wer sich ihm opfert, ist niemals dafür zu schad`,
Denn er starb, um das Beste zu sein, was es gibt:
Kamerad.
Weh jedem, der frevelnd dies stumme Opfer vergißt!
Doch jedem, der es aus großem Herzen ermißt,
Strahlt einmal in dunkelster Stunde die Sonnengnad`,
Zu wissen, du bist nicht allein – denn du warst
Kamerad!
-Heinrich Anacker, geboren am 29. 01.1901 in Buchs, Kanton Aargau, Schweiz - verstorben am 14. 01.1971 in Wasserburg am Bodensee-
@DeutscheDD
Es gibt einen Titel, der ewig der höchste ist,
Ob du Kumpel, ob Dichter, ob Student, ob Minister bist;
Der strahlt wie ein Stern noch über dem einsamsten -Pfad –
Und ist doch ein Wörtlein nur – nur das Wort:
Kamerad.
Da verbleichen die Orden an manchem geschmückten Kleid;
Da bricht noch ein Leuchten aus lang verborgenem Leid –
Was Willkür einst krummgebogen, ward wieder grad
Durch ein Wörtlein nur, nur das Wort:
Kamerad!
Das bricht durch die Mauern, die schwer und verschwiegen sind.
Das ist wie der große, der ewige Frühlingswind.
Und wer sich ihm opfert, ist niemals dafür zu schad`,
Denn er starb, um das Beste zu sein, was es gibt:
Kamerad.
Weh jedem, der frevelnd dies stumme Opfer vergißt!
Doch jedem, der es aus großem Herzen ermißt,
Strahlt einmal in dunkelster Stunde die Sonnengnad`,
Zu wissen, du bist nicht allein – denn du warst
Kamerad!
-Heinrich Anacker, geboren am 29. 01.1901 in Buchs, Kanton Aargau, Schweiz - verstorben am 14. 01.1971 in Wasserburg am Bodensee-
@DeutscheDD
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Vlaamsch en Duitsch
Voor het eerste feest des Duitsch-Vlaemschen
Zangsverbonds 14 en 15 juny 1846 – für das erste Fest des Deutsch-Vlämischen Sängerbundes gedichtet.
O Moederspraak, du bist my waard
En lief als geest en goed,
Dy hang ik aan met trouven aard,
Met zuiver jonglingsbloed;
Des vaderlands eerwaarde schoot,
Dien Arndt bezong , is breed en groot,
En wie`s lands grootheid af kan meten,
Zal dy, myn wellust, nooit vergeten.
In`t vlaamsch blonk myner moeder zang,
By`t teeder wiegenlied,
En zulk een dierbren zielenklank
Vergeet myn harte niet.
Doch duitsch en vlaamsch zyn nauv verwant,
Zoo nauv als rechte en linker hand,
En duitsch is duitsch , `t zy hoog of neder-
Dat klinke in onze zangen weder.
En duitsch zy duitsch ! Verdorr`geen telg
Aan Duitschland`s eikenboom,
By zyne schaduv ruste elk Belg
Van Maas en Scheldezoom.
Ja, duitsch zu duitsch ! Die taal alleen
Zegt ons van waar, zegt ons waarheen;
Der wetenschappen neveldalen
Verlicht zy met haar zonnenstralen.
Wie offer voor den Frank, verstomm`
Die woordenbedelaar,
Hy duizelt in het donker om,
En nimmer ziet hy klaar;
Gebonden ligt in zuider oord
Des beedlaars geest aan`t vreemde woord :
Athene , trots zyn wondergaven,
Noch Rome kan zyn ziele laven.
Slechts waar de spraakbron rein en klaar
Ter volksgeestlaving vloeit,
Slechts daar gedyt, wat recht en waar,
Wat godlyk ons doorgloeit.
Des roep ik van den Keulschen dom,
Waarop ik vol begeestring klom:
Verbindt u, Rhyn – en Scheldebroeders,
Blyft eeuwig uwer tale hoeders!
Deutsch und Vlämisch
Du Muttersprache bist mir lieb,
Mir lieb wie Geist und Blut,
Dir hang` ich an mit frommem Trieb,
Mit reiner Jünglingsglut.
Des Vaterlandes hehrer Schoß -
Wie Arndt es sang – ist breit und groß,
Und wer die Größe kann ermessen,
Wird er die Liebste je vergessen?
Daß Vlämisch mir die Mutter sang
Und mich als Kind beglückt,
Das weiß ich, und ihr Seelenklang
Noch heute mich entzückt;
Doch Deutsch und Vlämisch sind verwandt,
So nah` als recht` und linke Hand,
Und Deutsch ist Deutsch ,ob hoch ob nieder,
Das zeugen unsre Bundeslieder.
Und Deutsch sei Deutsch! Kein einz`ger Ast
Verdorr` am Eichenbaum,
Dann findet auch der ferne Gast
In seinem Schatten Raum.
Ja Deutsch sei Deutsch ! Die Sprache nur
zeigt uns des Wissens grade Spur,
Nur sie mit ihrem Glanzesstrahle
Erhellt des Forschens Nebelthale.
Wohl kennet seines Denkens Bild
der stolze Bettler nicht *)
Drum tölpelt er auch wirr und wild,
Drum wird es ihm nie licht:
Gefesselt lieget fort und fort
Des Bettlers Geist am fremden Wort:
Nicht Rom kann seinen Mangel enden,
Nicht Hellas mit den reichsten Spenden.
-Johan Michiel Dautzenberg, geboren am 06.12.1808 in Heerlen – verstorben am 04.02.1869 in Elsene-
(* La langue francoise est une gueuse orgueil-
leuse.- Die französische Sprache ist eine hoffärtige
Bettlerin. -Voltaire-)
@DeutscheDD
Voor het eerste feest des Duitsch-Vlaemschen
Zangsverbonds 14 en 15 juny 1846 – für das erste Fest des Deutsch-Vlämischen Sängerbundes gedichtet.
O Moederspraak, du bist my waard
En lief als geest en goed,
Dy hang ik aan met trouven aard,
Met zuiver jonglingsbloed;
Des vaderlands eerwaarde schoot,
Dien Arndt bezong , is breed en groot,
En wie`s lands grootheid af kan meten,
Zal dy, myn wellust, nooit vergeten.
In`t vlaamsch blonk myner moeder zang,
By`t teeder wiegenlied,
En zulk een dierbren zielenklank
Vergeet myn harte niet.
Doch duitsch en vlaamsch zyn nauv verwant,
Zoo nauv als rechte en linker hand,
En duitsch is duitsch , `t zy hoog of neder-
Dat klinke in onze zangen weder.
En duitsch zy duitsch ! Verdorr`geen telg
Aan Duitschland`s eikenboom,
By zyne schaduv ruste elk Belg
Van Maas en Scheldezoom.
Ja, duitsch zu duitsch ! Die taal alleen
Zegt ons van waar, zegt ons waarheen;
Der wetenschappen neveldalen
Verlicht zy met haar zonnenstralen.
Wie offer voor den Frank, verstomm`
Die woordenbedelaar,
Hy duizelt in het donker om,
En nimmer ziet hy klaar;
Gebonden ligt in zuider oord
Des beedlaars geest aan`t vreemde woord :
Athene , trots zyn wondergaven,
Noch Rome kan zyn ziele laven.
Slechts waar de spraakbron rein en klaar
Ter volksgeestlaving vloeit,
Slechts daar gedyt, wat recht en waar,
Wat godlyk ons doorgloeit.
Des roep ik van den Keulschen dom,
Waarop ik vol begeestring klom:
Verbindt u, Rhyn – en Scheldebroeders,
Blyft eeuwig uwer tale hoeders!
Deutsch und Vlämisch
Du Muttersprache bist mir lieb,
Mir lieb wie Geist und Blut,
Dir hang` ich an mit frommem Trieb,
Mit reiner Jünglingsglut.
Des Vaterlandes hehrer Schoß -
Wie Arndt es sang – ist breit und groß,
Und wer die Größe kann ermessen,
Wird er die Liebste je vergessen?
Daß Vlämisch mir die Mutter sang
Und mich als Kind beglückt,
Das weiß ich, und ihr Seelenklang
Noch heute mich entzückt;
Doch Deutsch und Vlämisch sind verwandt,
So nah` als recht` und linke Hand,
Und Deutsch ist Deutsch ,ob hoch ob nieder,
Das zeugen unsre Bundeslieder.
Und Deutsch sei Deutsch! Kein einz`ger Ast
Verdorr` am Eichenbaum,
Dann findet auch der ferne Gast
In seinem Schatten Raum.
Ja Deutsch sei Deutsch ! Die Sprache nur
zeigt uns des Wissens grade Spur,
Nur sie mit ihrem Glanzesstrahle
Erhellt des Forschens Nebelthale.
Wohl kennet seines Denkens Bild
der stolze Bettler nicht *)
Drum tölpelt er auch wirr und wild,
Drum wird es ihm nie licht:
Gefesselt lieget fort und fort
Des Bettlers Geist am fremden Wort:
Nicht Rom kann seinen Mangel enden,
Nicht Hellas mit den reichsten Spenden.
-Johan Michiel Dautzenberg, geboren am 06.12.1808 in Heerlen – verstorben am 04.02.1869 in Elsene-
(* La langue francoise est une gueuse orgueil-
leuse.- Die französische Sprache ist eine hoffärtige
Bettlerin. -Voltaire-)
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Und wird auch mal der Himmel grauer,
Wer voll Vertrauen die Welt besieht,
Der freut sich, wenn ein Regenschauer
Mit Blitz und Sturm vorüberzieht!
-Heinrich Christian Wilhelm Busch, geboren am 14.04.1832 in Wiedensahl – verstorben am 09.01.1908 in Mechtshausen-
@DeutscheDD
Wer voll Vertrauen die Welt besieht,
Der freut sich, wenn ein Regenschauer
Mit Blitz und Sturm vorüberzieht!
-Heinrich Christian Wilhelm Busch, geboren am 14.04.1832 in Wiedensahl – verstorben am 09.01.1908 in Mechtshausen-
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Euch, deutschen Frauen, keusch und rein
euch soll mein Lied erklingen
Und schaut ihr heitern Blickes drein
ist reich belohnt mein Singen.
Der Lande hab ich viel gesehn
hat manche mir gefallen
doch was mir Liebes auch geschehn
euch lob ich mir vor allen.
Was mag so hold und züchtig sein
und was so schön zu schauen
als zwischen Donau, Elb und Rhein
die blonden deutschen Frauen.
Wer Treu und Tugend nirgends fand
auf weitem Erdenrunde,
der komm zu uns ins deutsche Land
daß ihm das Herz gesunde!
-Edwin Bormann, geboren am 14.04.1851 in Leibzig – verstorben am 03.05.1912 ebenda-
@DeutscheDD
euch soll mein Lied erklingen
Und schaut ihr heitern Blickes drein
ist reich belohnt mein Singen.
Der Lande hab ich viel gesehn
hat manche mir gefallen
doch was mir Liebes auch geschehn
euch lob ich mir vor allen.
Was mag so hold und züchtig sein
und was so schön zu schauen
als zwischen Donau, Elb und Rhein
die blonden deutschen Frauen.
Wer Treu und Tugend nirgends fand
auf weitem Erdenrunde,
der komm zu uns ins deutsche Land
daß ihm das Herz gesunde!
-Edwin Bormann, geboren am 14.04.1851 in Leibzig – verstorben am 03.05.1912 ebenda-
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