Proteste in Prag mit bis zu 100.000 Teilnehmern: "Wir holen uns unser Land zurück!", "Lieber sterbe ich im Kampf für die Freiheit, als alleine in einer kalten Wohnung zu verhungern!"
Demonstranten auf dem Wenzelsplatz in Prag haben am 3. September 2022 den Rücktritt der Regierung gefordert. Inflation, Energiepreise und Angst vor einer drohenden Deindustrialisierung trieben die Proteste an.
Bei einer großen Kundgebung auf dem Prager Wenzelsplatz forderten nach Polizeiangaben mehr als 70.000, nach Angaben der Organisatoren 100.000 Teilnehmer (die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen) den Rücktritt der Regierung. Die Kundgebung fand nur einen Tag nach einem Misstrauensantrag gegen die Regierung unter Ministerpräsident Petr Fiala im tschechischen Parlament statt, der aber scheiterte.
Die größte Oppositionspartei ANO hatte nicht mit aufgerufen. Hinter der Kundgebung stand ein Bündnis, das von Rechtskonservativen bis zur Kommunistischen Partei reicht. Hauptauslöser der Proteste dürfte die wirtschaftliche Lage im Land sein. In Tschechien beträgt die Inflation 17,2 Prozent. Es sind nicht nur die Energiepreise, die die Inflation antreiben, auch die Preise für Lebensmittel sind drastisch gestiegen.
Die Tschechische Republik hat im Vergleich zu ihren Nachbarländern bis heute vergleichsweise viel Industrie wie zum Beispiel die inzwischen zum Volkswagenkonzern gehörenden Skoda-Werke sowie chemische Industrie. Diese Industrie ist nicht anders als in Deutschland durch den Energiemangel existenziell bedroht. Zudem wird das Land, das keine Verbindung zum Meer hat, bei Verzicht auf Öl und Gas aus Russland hinsichtlich seiner Energieversorgung völlig auf das Wohlwollen der Nachbarn angewiesen sein. Die Regierung in Prag trägt den Kurs der EU zur Gänze mit. Das lässt sich auch an der Reaktion des tschechischen Ministerpräsidenten auf die Proteste erkennen. "Es ist klar, dass russische Propaganda und Desinformationskampagnen wiederholt auf unserem Gebiet auftauchen, und mancher unterliegt ihnen einfach", sagte Fiala. Auch Innenminister Vít Rakušan sah nicht die zunehmende materielle Not, sondern Putin hinter dem Protest. "Die Gesellschaft zu spalten ist eines der Ziele der hybriden Kriegsführung, mit der wir es zu tun haben. Wir dürfen ihn das nicht tun lassen. Darum arbeiten wir an Lösungen, die die Zukunftsangst der Menschen mindern werden. Aber diese Lösungen liegen nicht darin, sich Putins Russland anzunähern, darin stimme ich mit den Sprechern nicht überein." Nach den Vorstellungen der Organisatoren soll jeder tschechische Haushalt Anspruch auf drei Megawattstunden kostenlosen Strom haben. Zudem war eine der Forderungen des Bündnisses, seine Vertreter müssten ermächtigt werden, Verträge über Energielieferungen zu schließen.
"Wir holen uns unser Land zurück", sagten sie zu Beginn der Kundgebung, die dreieinhalb Stunden währte. Im Aufruf zu der Kundgebung ging es auch um militärische Neutralität und den Verlust der Souveränität an supranationale Strukturen. "Die Tschechische Republik muss sich von der direkten politischen Unterordnung unter die EU, die WHO und die UN befreien", hieß es in dem Aufruf. "Wenn die Regierung nicht bis zum 25. September zurücktritt", so die Organisatoren, "erklären wir gemäß der Verfassung der Tschechischen Republik das Recht auf Protest bei einer landesweiten Demonstration und verkünden Maßnahmen, den Rücktritt zu erzwingen. Wir verhandeln bereits mit Gewerkschaften, Unternehmern, Bauern, Bürgermeistern, Transporteuren und anderen Organisationen, einen Streik zu erklären", warnten sie.
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Demonstranten auf dem Wenzelsplatz in Prag haben am 3. September 2022 den Rücktritt der Regierung gefordert. Inflation, Energiepreise und Angst vor einer drohenden Deindustrialisierung trieben die Proteste an.
Bei einer großen Kundgebung auf dem Prager Wenzelsplatz forderten nach Polizeiangaben mehr als 70.000, nach Angaben der Organisatoren 100.000 Teilnehmer (die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen) den Rücktritt der Regierung. Die Kundgebung fand nur einen Tag nach einem Misstrauensantrag gegen die Regierung unter Ministerpräsident Petr Fiala im tschechischen Parlament statt, der aber scheiterte.
Die größte Oppositionspartei ANO hatte nicht mit aufgerufen. Hinter der Kundgebung stand ein Bündnis, das von Rechtskonservativen bis zur Kommunistischen Partei reicht. Hauptauslöser der Proteste dürfte die wirtschaftliche Lage im Land sein. In Tschechien beträgt die Inflation 17,2 Prozent. Es sind nicht nur die Energiepreise, die die Inflation antreiben, auch die Preise für Lebensmittel sind drastisch gestiegen.
Die Tschechische Republik hat im Vergleich zu ihren Nachbarländern bis heute vergleichsweise viel Industrie wie zum Beispiel die inzwischen zum Volkswagenkonzern gehörenden Skoda-Werke sowie chemische Industrie. Diese Industrie ist nicht anders als in Deutschland durch den Energiemangel existenziell bedroht. Zudem wird das Land, das keine Verbindung zum Meer hat, bei Verzicht auf Öl und Gas aus Russland hinsichtlich seiner Energieversorgung völlig auf das Wohlwollen der Nachbarn angewiesen sein. Die Regierung in Prag trägt den Kurs der EU zur Gänze mit. Das lässt sich auch an der Reaktion des tschechischen Ministerpräsidenten auf die Proteste erkennen. "Es ist klar, dass russische Propaganda und Desinformationskampagnen wiederholt auf unserem Gebiet auftauchen, und mancher unterliegt ihnen einfach", sagte Fiala. Auch Innenminister Vít Rakušan sah nicht die zunehmende materielle Not, sondern Putin hinter dem Protest. "Die Gesellschaft zu spalten ist eines der Ziele der hybriden Kriegsführung, mit der wir es zu tun haben. Wir dürfen ihn das nicht tun lassen. Darum arbeiten wir an Lösungen, die die Zukunftsangst der Menschen mindern werden. Aber diese Lösungen liegen nicht darin, sich Putins Russland anzunähern, darin stimme ich mit den Sprechern nicht überein." Nach den Vorstellungen der Organisatoren soll jeder tschechische Haushalt Anspruch auf drei Megawattstunden kostenlosen Strom haben. Zudem war eine der Forderungen des Bündnisses, seine Vertreter müssten ermächtigt werden, Verträge über Energielieferungen zu schließen.
"Wir holen uns unser Land zurück", sagten sie zu Beginn der Kundgebung, die dreieinhalb Stunden währte. Im Aufruf zu der Kundgebung ging es auch um militärische Neutralität und den Verlust der Souveränität an supranationale Strukturen. "Die Tschechische Republik muss sich von der direkten politischen Unterordnung unter die EU, die WHO und die UN befreien", hieß es in dem Aufruf. "Wenn die Regierung nicht bis zum 25. September zurücktritt", so die Organisatoren, "erklären wir gemäß der Verfassung der Tschechischen Republik das Recht auf Protest bei einer landesweiten Demonstration und verkünden Maßnahmen, den Rücktritt zu erzwingen. Wir verhandeln bereits mit Gewerkschaften, Unternehmern, Bauern, Bürgermeistern, Transporteuren und anderen Organisationen, einen Streik zu erklären", warnten sie.
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"Pfennige"....
Siehe auch die "Pfennige" und Offshore-Geschäfte von Olena Selenskas Ehemann Selenskyj und Kolomojskyj in den Pandora-Papers": archive.ph/y1RpK
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Forwarded from Naumburg spaziert gemeinsam
über 700 Teilnehmer zur Demo 04.09.2022 Naumburg / Saale Marktplatz
Bald auch in Deutschland?
"Am Samstag war der Wenzelsplatz in Prag in ein Meer tschechischer Flaggen getaucht. Der Platz war derartig voll von Menschen, dass es der Autorin vom Museum kommend nicht gelang, vor die Bühne zu kommen – so dicht standen die Menschen. Sie versammelten sich unter Tschechiens Flaggen, um der Regierung von Ministerpräsident Petr Fiala eine Absage zu erteilen."
"Man habe von vielem die Nase voll, was einem von außen aufgedrängt werde. Dazu gehörten neben vielem anderen auch die Corona-Maßnahmen, genauso wie Regenbogengeschlechter-Diskussionen und aufgesetzte Umweltschutzpolitik in einer Zeit zunehmender sozialer Ungerechtigkeit und Armut"
"Mehrheitlich lehnten sie jegliche Waffenlieferungen an die Ukraine ab."
https://de.rt.com/europa/147964-prager-demonstrant-im-gesprach-mit
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"Am Samstag war der Wenzelsplatz in Prag in ein Meer tschechischer Flaggen getaucht. Der Platz war derartig voll von Menschen, dass es der Autorin vom Museum kommend nicht gelang, vor die Bühne zu kommen – so dicht standen die Menschen. Sie versammelten sich unter Tschechiens Flaggen, um der Regierung von Ministerpräsident Petr Fiala eine Absage zu erteilen."
"Man habe von vielem die Nase voll, was einem von außen aufgedrängt werde. Dazu gehörten neben vielem anderen auch die Corona-Maßnahmen, genauso wie Regenbogengeschlechter-Diskussionen und aufgesetzte Umweltschutzpolitik in einer Zeit zunehmender sozialer Ungerechtigkeit und Armut"
"Mehrheitlich lehnten sie jegliche Waffenlieferungen an die Ukraine ab."
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Forwarded from Kilez More [sic!]
WEF gewinnt 🇬🇧-Wahl! Gratulation! #BuildBackBetter
PS: Ihr "Kontrahent" war auch ein WEF-Kompane... Hm. Das fühlt sich so n bisschen wie die US-Wahl 2004 an, wo Bush (Skull&Bones) gegen Kerry (Skull&Bones) angetreten ist... 🤷♂️
1love @kilezmore
FairShirts 👕 https://shop.kilezmore.de
Kilez nen Cafe spendieren 🤝 https://truthrap.de
PS: Ihr "Kontrahent" war auch ein WEF-Kompane... Hm. Das fühlt sich so n bisschen wie die US-Wahl 2004 an, wo Bush (Skull&Bones) gegen Kerry (Skull&Bones) angetreten ist... 🤷♂️
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🍿🍿🍿
Der Kreisverband der Grünen distanziert sich vom Aufruf der PdL/Sören Pellmanns zur „Montagsdemo“.
"Dazu Gisela Kallenbach ... ehemalige sächsische Landtags- und Europaabgeordnete: „Die Nachfolger der SED-Einheitspartei rufen zu Montagsdemonstrationen auf – wie absurd. Es grenzt an Blasphemie, wenn der 1989er Kampf für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte heute von den Enkeln der DDR-Diktatoren mit dem Ruf nach mehr sozialer Unterstützung durch den Staat gleichgesetzt wird."
"Die Sprecherin der Leipziger Bündnisgrünen, Ulrike Böhm, führt weiter aus: ... "Als Partei der Bürgerrechtsbewegung distanzieren wir uns von dieser gezielten Provokation.“
"Linus Bauer, Vorstandsmitglied bei den Leipziger Grünen: "Nach seinen befremdlichen Sympathien für Russlands imperialistische Positionen stellt sich Herr Pellmann einmal mehr ins Abseits"
archive.ph/XSwsb
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Der Kreisverband der Grünen distanziert sich vom Aufruf der PdL/Sören Pellmanns zur „Montagsdemo“.
"Dazu Gisela Kallenbach ... ehemalige sächsische Landtags- und Europaabgeordnete: „Die Nachfolger der SED-Einheitspartei rufen zu Montagsdemonstrationen auf – wie absurd. Es grenzt an Blasphemie, wenn der 1989er Kampf für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte heute von den Enkeln der DDR-Diktatoren mit dem Ruf nach mehr sozialer Unterstützung durch den Staat gleichgesetzt wird."
"Die Sprecherin der Leipziger Bündnisgrünen, Ulrike Böhm, führt weiter aus: ... "Als Partei der Bürgerrechtsbewegung distanzieren wir uns von dieser gezielten Provokation.“
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Bis jetzt ziemlich ruhig hier in Leipzig, der Augustusplatz noch recht leer, kleiner Wagen der PdL steht bereits. Keine Polizei, aber viel Plakatierung und Gatter in Sicht.
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Montagsdemo der Bewegung Halle am 05.09.2022 - Spaziergang durch die Stadt
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