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Was hier in Niederkaina bei Bautzen geschah, war kein Einzelfall.
Verbrechen wie in Niederkaina sucht man vergeblich in den Geschichtsbüchern unserer Zeit - sie passen nicht zur Befreiungslüge, die uns die Siegermächte seit jeher aufgetischt haben.
Doch wir wissen was damals geschah, wir werden der Opfer gedenken und an dieses Verbrechen erinnern!
Verbrechen wie in Niederkaina sucht man vergeblich in den Geschichtsbüchern unserer Zeit - sie passen nicht zur Befreiungslüge, die uns die Siegermächte seit jeher aufgetischt haben.
Doch wir wissen was damals geschah, wir werden der Opfer gedenken und an dieses Verbrechen erinnern!
😢35👍12❤9🙏4🤣3
Hans Zeller
Ein Name, der Widerstand bedeutet.
Der Lehrer. Der Kämpfer. Der Vater.
Hans Zeller, einst Fallschirmjäger, verwundet 1940 im Einsatz über Rotterdam, wurde aus der Wehrmacht entlassen – und kehrte zurück in die Heimat, um an der Fichteschule von Bautzen Generationen zu unterrichten.
Doch als im Frühjahr 1945 der Krieg an die Tore Bautzens klopfte, stand er wieder auf – nicht als Soldat einer Armee, sondern als Volkssturmkompanieführer, an der Spitze des Panzerjagdkommandos 186/1. Seit dem 18. April war seine Einheit im Kampfeinsatz, zog sich unter schwerem Beschuss über die Weißenberger Landstraße von Nechern nach Bautzen zurück.
Zwischen Hoffnung und ahnungsvoller Stille schrieb Hans Zeller am 21. April 1945 eine letzte Nachricht an seine Familie – auf einer schlichten Postkarte, in einem Keller der Reichenstraße 29:
⸻
„Liebe Ursula!
Nach schweren Kampftagen einmal ein paar Stunden Ruhe im Keller der Reichenstraße 29. Ich denke Dein in Liebe und Dank.
Grüßt die Kinder, die Omi, meine Eltern und Geschwister.
Wir gehen wohl einem ungewissen Schicksal entgegen. Doch wir wollen es bestehen, so Gott es will.
In inniger Liebe – Dein Hans“
⸻
Es war das letzte Lebenszeichen. Drei Tage später, am 23. April, fiel ein Schuss auf dem Burgplatz. Stimmen schrien. Hektik brach aus.
Hans Zeller war gefallen – vermutlich durch eine deutsche Kugel, ein tragisches Versehen.
Schwer verwundet, blutend aus einer Halswunde, wurde er in das Haus Messergasse 2 getragen.
Seine letzten Worte:
„Kameraden, das war nicht recht!“
Ein Zeitzeuge, der auf dem Burgplatz Posten stand, erinnerte sich:
„Ein Schuss fiel. Geschreie. Es kam große Hektik auf. Ein Volkssturmführer war erschossen worden. Niemand wollte es gewesen sein.“
Hans Zeller wurde auf dem Taucherfriedhof beigesetzt.
Wenige Stunden vor seinem Tod schrieb er ein Gedicht – einfach, ehrlich, standhaft. Ein Vermächtnis aus einer sterbenden Welt:
⸻
Wir tragen am Schicksal
und tun unsre Pflicht,
wir glauben und schaffen
und fürchten uns nicht.
Wir tragen am Schicksal
und schwer ist der Sinn,
so vieles versunken,
so vieles dahin.
Wir tragen am Schicksal,
doch fest bleibt der Mut,
Gott ist unser Schicksal,
und Gott ist gut.
⸻
Hans Zeller – HIER.
Ein Name, der Widerstand bedeutet.
Der Lehrer. Der Kämpfer. Der Vater.
Hans Zeller, einst Fallschirmjäger, verwundet 1940 im Einsatz über Rotterdam, wurde aus der Wehrmacht entlassen – und kehrte zurück in die Heimat, um an der Fichteschule von Bautzen Generationen zu unterrichten.
Doch als im Frühjahr 1945 der Krieg an die Tore Bautzens klopfte, stand er wieder auf – nicht als Soldat einer Armee, sondern als Volkssturmkompanieführer, an der Spitze des Panzerjagdkommandos 186/1. Seit dem 18. April war seine Einheit im Kampfeinsatz, zog sich unter schwerem Beschuss über die Weißenberger Landstraße von Nechern nach Bautzen zurück.
Zwischen Hoffnung und ahnungsvoller Stille schrieb Hans Zeller am 21. April 1945 eine letzte Nachricht an seine Familie – auf einer schlichten Postkarte, in einem Keller der Reichenstraße 29:
⸻
„Liebe Ursula!
Nach schweren Kampftagen einmal ein paar Stunden Ruhe im Keller der Reichenstraße 29. Ich denke Dein in Liebe und Dank.
Grüßt die Kinder, die Omi, meine Eltern und Geschwister.
Wir gehen wohl einem ungewissen Schicksal entgegen. Doch wir wollen es bestehen, so Gott es will.
In inniger Liebe – Dein Hans“
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Es war das letzte Lebenszeichen. Drei Tage später, am 23. April, fiel ein Schuss auf dem Burgplatz. Stimmen schrien. Hektik brach aus.
Hans Zeller war gefallen – vermutlich durch eine deutsche Kugel, ein tragisches Versehen.
Schwer verwundet, blutend aus einer Halswunde, wurde er in das Haus Messergasse 2 getragen.
Seine letzten Worte:
„Kameraden, das war nicht recht!“
Ein Zeitzeuge, der auf dem Burgplatz Posten stand, erinnerte sich:
„Ein Schuss fiel. Geschreie. Es kam große Hektik auf. Ein Volkssturmführer war erschossen worden. Niemand wollte es gewesen sein.“
Hans Zeller wurde auf dem Taucherfriedhof beigesetzt.
Wenige Stunden vor seinem Tod schrieb er ein Gedicht – einfach, ehrlich, standhaft. Ein Vermächtnis aus einer sterbenden Welt:
⸻
Wir tragen am Schicksal
und tun unsre Pflicht,
wir glauben und schaffen
und fürchten uns nicht.
Wir tragen am Schicksal
und schwer ist der Sinn,
so vieles versunken,
so vieles dahin.
Wir tragen am Schicksal,
doch fest bleibt der Mut,
Gott ist unser Schicksal,
und Gott ist gut.
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Hans Zeller – HIER.
❤54🤣2😢1
Heute ist selbst das Grabkreuz dieses Mannes verschwunden – entfernt durch die eigenen Nachkommen.
Ein stilles Zeichen dafür, wie Erinnerung vergeht, wie Geschichte verblasst.
Doch Namen verschwinden nur, wenn niemand sie mehr ausspricht.
Hans Zeller bleibt.
In der Erinnerung.
Im Gedenken.
Hier.
(Bilder von 2023)
Ein stilles Zeichen dafür, wie Erinnerung vergeht, wie Geschichte verblasst.
Doch Namen verschwinden nur, wenn niemand sie mehr ausspricht.
Hans Zeller bleibt.
In der Erinnerung.
Im Gedenken.
Hier.
(Bilder von 2023)
❤44😢13🤣2
Forwarded from SfN - Arbeitskreis Sicherheit
Vorratsdatenspeicherung 3.0
Das Bundeskabinett hat am 22. April 2026 den Entwurf eines Gesetzes zur „vorsorglichen Sicherung von IP‑Adressen und Portnummern“ beschlossen. Ziel ist, Provider künftig gesetzlich zu verpflichten, die von ihnen vergebenen IP‑Adressen für drei Monate zu speichern. Federführend genannt wird Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD); auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt unterstützt den Vorstoß. Offiziell heißt das Vorhaben nicht mehr „Vorratsdatenspeicherung“, die Grundlogik bleibt jedoch unverändert.
Weiterlesen im SfN-Blog:
https://www.s-f-n.org/blogs/hinweise/vorratsdatenspeicherung-3-0
Folge unserem Kanal für weitere @Sicherheitshinweise
Das Bundeskabinett hat am 22. April 2026 den Entwurf eines Gesetzes zur „vorsorglichen Sicherung von IP‑Adressen und Portnummern“ beschlossen. Ziel ist, Provider künftig gesetzlich zu verpflichten, die von ihnen vergebenen IP‑Adressen für drei Monate zu speichern. Federführend genannt wird Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD); auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt unterstützt den Vorstoß. Offiziell heißt das Vorhaben nicht mehr „Vorratsdatenspeicherung“, die Grundlogik bleibt jedoch unverändert.
Weiterlesen im SfN-Blog:
https://www.s-f-n.org/blogs/hinweise/vorratsdatenspeicherung-3-0
Folge unserem Kanal für weitere @Sicherheitshinweise
🤬20❤2👍1🤣1
Forwarded from THE BLACK SUN
+++ NEUE AUFKLEBERMOTIVE BESTELLBAR! +++
Wir haben für Frühling/Sommer 2026 vier neue TBS-Motive (obere Reihe) erstellt - alle mit klarer Botschaft! 😎
Die einen werden sie lieben, andere werden schmunzeln - ganz spezielle Gruppen werden sie hassen... 😁😇
Natürlich sind auch unsere älteren Sticker nach wie vor bei uns zu bekommen.
Bestellungen wie immer direkt per PN an @fsnpatrick
@tfr14
#theblacksun
Wir haben für Frühling/Sommer 2026 vier neue TBS-Motive (obere Reihe) erstellt - alle mit klarer Botschaft! 😎
Die einen werden sie lieben, andere werden schmunzeln - ganz spezielle Gruppen werden sie hassen... 😁😇
Natürlich sind auch unsere älteren Sticker nach wie vor bei uns zu bekommen.
Bestellungen wie immer direkt per PN an @fsnpatrick
@tfr14
#theblacksun
❤11⚡9🥴5👎3👌2🤔1
Forwarded from GefangenenHilfe Freundeskreis
Für einen Gefangenen sind Grüße zum Geburtstag mehr als nur eine Geste!
Am 25.4. hat Manuel Geburtstag. Seit zweieinhalb Jahren sitzt er in Haft.
Schreibt ihm eine Karte und sendet ihm Glückwünsche!
✉️ Manuel Eder,
JA Graz-Karlau, Herrgottwiesgasse 50, A-8020 Graz (min. 1,25€)
Bitte beim Schreiben unbedingt beachten, dass die Briefe/Postkarten mitgelesen werden - es sind keine Parolen oder pathetische Erklärungen von Nöten!
Die Freundeskreise der GefangenenHilfe
Gemeinschaft statt Isolation
www.gefangenenhilfe.info
Am 25.4. hat Manuel Geburtstag. Seit zweieinhalb Jahren sitzt er in Haft.
Schreibt ihm eine Karte und sendet ihm Glückwünsche!
✉️ Manuel Eder,
JA Graz-Karlau, Herrgottwiesgasse 50, A-8020 Graz (min. 1,25€)
Bitte beim Schreiben unbedingt beachten, dass die Briefe/Postkarten mitgelesen werden - es sind keine Parolen oder pathetische Erklärungen von Nöten!
Die Freundeskreise der GefangenenHilfe
Gemeinschaft statt Isolation
www.gefangenenhilfe.info
⚡15🙏9❤6🤣3
Unser aktuelles Aufklebersortiment!
„Wir sind die Jugend“ wieder in massiver Stückzahl verfügbar!
Bestellungen:
@balaclavamoe
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Bestellungen:
@balaclavamoe
⚡9🥴5❤2
Ein guter Freund muss aus familiären Gründen leider Abschied nehmen von seinem Vierbeiner und hat uns gebeten den Aufruf zu teilen…
Kontakt über @balaclavamoe
Ich vermittel dann direkt!
Kontakt über @balaclavamoe
Ich vermittel dann direkt!
🥰31🤣3❤2🥴1
Oberst Dietrich Hoepke – Der letzte Offizier von Bautzen
Ein weiterer Mann, dessen Name für Mut und Haltung steht, war Oberst Dietrich Hoepke.
Geboren 1898 in Cottbus, trat er 1916 in das kaiserliche Heer ein.
Er kämpfte an der Siegfriedstellung, wurde 1917 Leutnant, diente in der Reichswehr, wurde
Kompaniechef, Bataillonsadjutant.
Mit der Machtübernahme 1933 nahm seine militärische Laufbahn neuen Schwung auf.
Seit 1938 unterrichtete er an der Kriegsschule in Dresden.
Im Russlandfeldzug wurde er schwer durch einen Granatsplitter am Knie verwundet – fortan konnte
er nur noch mit einem Stock gehen.
Und doch: Als andere aufgaben, meldete er sich zurück.
Am dritten Tag des Bombenangriffs auf Dresden meldete sich Hoepke freiwillig.
Er wurde Kampfkommandant von Bautzen.
Sein Gefechtsstand lag in der Ortenburg.
Am 22. April 1945 war dieser auf einer Fläche von 150x150 Metern eingekesselt – ohne Aussicht
auf Verstärkung.
Doch Hoepke blieb. Und dann – ein Funkspruch:
„Haltet durch – wir kommen!“
Und sie kamen. Teile der 4. Panzerarmee, Division Hermann Göring, Frundsberg und
Großdeutschland durchbrachen die sowjetischen Linien.
Am Abend des 22. April war Bautzen wieder in deutscher Hand.
Doch Hoepke wusste: Dieser Sieg war nur ein Aufschub.
Am 8. Mai 1945, dem Tag der Kapitulation, zog sich Oberst Hoepke in die Wälder bei Reichstadt in
Böhmen zurück.
Dort, fernab der Orte, die er verteidigt hatte, legte er seine Uniform ordentlich
zusammen, setzte sich unter einen Baum – und wählte den Weg, den viele Offiziere alter Schule in
jenen Tagen gingen.
Er nahm sich das Leben.
Nicht aus Feigheit. Nicht aus Verzweiflung.
Sondern, weil er nicht mehr Teil der Welt sein wollte, die kam.
Die Familie erhielt nur wenige persönliche Gegenstände zurück – und die nüchterne Nachricht
eines Adjutanten, dass Hoepke gefallen sei.
Kein Grab, kein Ehrenmal. Nur das stille Gedenken.
Doch sein Geist lebt fort. In den Mauern der Ortenburg. In den Geschichten derer, die überlebten. In
der Stadt, die er – für einen Moment – der Vernichtung entriss.
Ein weiterer Mann, dessen Name für Mut und Haltung steht, war Oberst Dietrich Hoepke.
Geboren 1898 in Cottbus, trat er 1916 in das kaiserliche Heer ein.
Er kämpfte an der Siegfriedstellung, wurde 1917 Leutnant, diente in der Reichswehr, wurde
Kompaniechef, Bataillonsadjutant.
Mit der Machtübernahme 1933 nahm seine militärische Laufbahn neuen Schwung auf.
Seit 1938 unterrichtete er an der Kriegsschule in Dresden.
Im Russlandfeldzug wurde er schwer durch einen Granatsplitter am Knie verwundet – fortan konnte
er nur noch mit einem Stock gehen.
Und doch: Als andere aufgaben, meldete er sich zurück.
Am dritten Tag des Bombenangriffs auf Dresden meldete sich Hoepke freiwillig.
Er wurde Kampfkommandant von Bautzen.
Sein Gefechtsstand lag in der Ortenburg.
Am 22. April 1945 war dieser auf einer Fläche von 150x150 Metern eingekesselt – ohne Aussicht
auf Verstärkung.
Doch Hoepke blieb. Und dann – ein Funkspruch:
„Haltet durch – wir kommen!“
Und sie kamen. Teile der 4. Panzerarmee, Division Hermann Göring, Frundsberg und
Großdeutschland durchbrachen die sowjetischen Linien.
Am Abend des 22. April war Bautzen wieder in deutscher Hand.
Doch Hoepke wusste: Dieser Sieg war nur ein Aufschub.
Am 8. Mai 1945, dem Tag der Kapitulation, zog sich Oberst Hoepke in die Wälder bei Reichstadt in
Böhmen zurück.
Dort, fernab der Orte, die er verteidigt hatte, legte er seine Uniform ordentlich
zusammen, setzte sich unter einen Baum – und wählte den Weg, den viele Offiziere alter Schule in
jenen Tagen gingen.
Er nahm sich das Leben.
Nicht aus Feigheit. Nicht aus Verzweiflung.
Sondern, weil er nicht mehr Teil der Welt sein wollte, die kam.
Die Familie erhielt nur wenige persönliche Gegenstände zurück – und die nüchterne Nachricht
eines Adjutanten, dass Hoepke gefallen sei.
Kein Grab, kein Ehrenmal. Nur das stille Gedenken.
Doch sein Geist lebt fort. In den Mauern der Ortenburg. In den Geschichten derer, die überlebten. In
der Stadt, die er – für einen Moment – der Vernichtung entriss.
❤60🤣2😢1
Der letzte Brief von Oberst Hoepke an seine Frau:
7.04.45
Aber die Reise geht jetzt wirklich nicht und dann möchte ich erst die weitere Entwicklung hier abwarten.
Es wird ja nun auch Sommer. Da ist vieles leichter, als in der kalten Zeit. Es wird auch nicht mehr solange dauern, bis wir klarer sehen.
Hier ist sehr viel zu tun und die Arbeit ist sehr vielseitig und geht weit über das rein Militärische hinaus. An die Anstrengungen habe ich mich gewöhnt und fühle mich mordswohl dabei.
Schlafe nachts wie ein Klotz.
Mein Nachtbar und Amtsbruder in Löbau ist der alte
Teuffel, der uns in Dresden noch besucht hat.
Hier haben sich zwei alte Bekannte eingefunden, der Oberstabsintendant, früher Zahlmeister, in Neustettin Ulrich und der Oberzahlmeister Tautz, mit denen ich eine Woche gegessen habe.
Vorgestern habe ich in einer Großkundgebung kurz sprechen müssen, wie überhaupt ich immer mehr mich mit zivilen Dingen beschäftigen muss, weil alle heute meiner suchen, der für richtige Entscheidungen zu haben ist und meine Vollmachten gestatten mir das.
Heute ist ein herrlicher Frühlingstag. Draußen blüht alles.
Es ist viel zu schön für den Krieg.
(Originaltext)
_________________________
7.04.45
Aber die Reise geht jetzt wirklich nicht und dann möchte ich erst die weitere Entwicklung hier abwarten.
Es wird ja nun auch Sommer. Da ist vieles leichter, als in der kalten Zeit. Es wird auch nicht mehr solange dauern, bis wir klarer sehen.
Hier ist sehr viel zu tun und die Arbeit ist sehr vielseitig und geht weit über das rein Militärische hinaus. An die Anstrengungen habe ich mich gewöhnt und fühle mich mordswohl dabei.
Schlafe nachts wie ein Klotz.
Mein Nachtbar und Amtsbruder in Löbau ist der alte
Teuffel, der uns in Dresden noch besucht hat.
Hier haben sich zwei alte Bekannte eingefunden, der Oberstabsintendant, früher Zahlmeister, in Neustettin Ulrich und der Oberzahlmeister Tautz, mit denen ich eine Woche gegessen habe.
Vorgestern habe ich in einer Großkundgebung kurz sprechen müssen, wie überhaupt ich immer mehr mich mit zivilen Dingen beschäftigen muss, weil alle heute meiner suchen, der für richtige Entscheidungen zu haben ist und meine Vollmachten gestatten mir das.
Heute ist ein herrlicher Frühlingstag. Draußen blüht alles.
Es ist viel zu schön für den Krieg.
(Originaltext)
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🙏31❤12😢11🤣2👍1