Forwarded from 𝖀𝖓𝖗𝖊𝖌𝖎𝖊𝖗𝖇𝖆𝖗
„Ohne staatliches Gewaltmonopol würden sich bewaffnete Gruppen bilden, die andere bedrohen und ausbeuten.“
Interessant.
Und was genau ist denn ein Staat?
Eine bewaffnete Gruppe, die ein Gebiet kontrolliert, Abgaben erzwingt, Regeln diktiert und Widerstand bestraft.
Nur nennt man es dann nicht mehr Warlord.
Man nennt es Regierung.
Der Unterschied ist nicht das Prinzip.
Der Unterschied ist die Verpackung.
Der eine fordert Schutzgeld mit Kalaschnikow.
Der andere mit Steuerbescheid, Polizei, Gerichtsvollzieher und Gesetzblatt.
Der eine sagt:
„Zahl, sonst passiert etwas.“
Der andere sagt:
„Zahl, sonst vollstrecken wir.“
Das angebliche Gewaltmonopol löst also nicht das Problem des Rechts des Stärkeren.
Es zentralisiert es.
Es macht aus vielen möglichen Räubern einen einzigen, legalisierten Oberräuber.
Und dann erklärt dieser Oberräuber, nur er könne uns vor Räubern schützen.
Der Staat ist nicht die Überwindung des Rechts des Stärkeren.
Der Staat ist das gefürchtete Recht des Stärkeren. Institutionalisiert, uniformiert und pseudo moralisch umlackiert.
Der Unterschied ist nicht der Inhalt, der Unterschied ist die Verpackung.
Werdet @Unregierbar
Interessant.
Und was genau ist denn ein Staat?
Eine bewaffnete Gruppe, die ein Gebiet kontrolliert, Abgaben erzwingt, Regeln diktiert und Widerstand bestraft.
Nur nennt man es dann nicht mehr Warlord.
Man nennt es Regierung.
Der Unterschied ist nicht das Prinzip.
Der Unterschied ist die Verpackung.
Der eine fordert Schutzgeld mit Kalaschnikow.
Der andere mit Steuerbescheid, Polizei, Gerichtsvollzieher und Gesetzblatt.
Der eine sagt:
„Zahl, sonst passiert etwas.“
Der andere sagt:
„Zahl, sonst vollstrecken wir.“
Das angebliche Gewaltmonopol löst also nicht das Problem des Rechts des Stärkeren.
Es zentralisiert es.
Es macht aus vielen möglichen Räubern einen einzigen, legalisierten Oberräuber.
Und dann erklärt dieser Oberräuber, nur er könne uns vor Räubern schützen.
Der Staat ist nicht die Überwindung des Rechts des Stärkeren.
Der Staat ist das gefürchtete Recht des Stärkeren. Institutionalisiert, uniformiert und pseudo moralisch umlackiert.
Der Unterschied ist nicht der Inhalt, der Unterschied ist die Verpackung.
Werdet @Unregierbar
Forwarded from Der Staat ist nicht dein Freund OFFICIAL #dsindf
Forwarded from Der Staat ist nicht dein Freund OFFICIAL #dsindf
Warum sind solche Leute so heiß auf noch mehr Kick Backs?
Der muss doch jetzt schon genug haben. Was will man mit der ganzen Kohle?
Erst recht ab einem bestimmten Alter macht das keinen Sinn mehr.
@dsindf
Der muss doch jetzt schon genug haben. Was will man mit der ganzen Kohle?
Erst recht ab einem bestimmten Alter macht das keinen Sinn mehr.
@dsindf
Forwarded from 𝖀𝖓𝖗𝖊𝖌𝖎𝖊𝖗𝖇𝖆𝖗
Der Warlord sagt:
„Zahl, sonst...“
Der Staat sagt:
„Zahl, sonst...“
Aber „demokratisch“.
Werdet @Unregierbar
„Zahl, sonst...“
Der Staat sagt:
„Zahl, sonst...“
Aber „demokratisch“.
Werdet @Unregierbar
Forwarded from Antiautoritäre Aktion
Steuern sind Raub.
Egal wofür das Geld benutzt werden soll.
Egal was für Bedürfnisse damit befriedigt werden sollen.
Besteuerung wird immer Raub- und wird niemals sozial sein.
@dsindf
Egal wofür das Geld benutzt werden soll.
Egal was für Bedürfnisse damit befriedigt werden sollen.
Besteuerung wird immer Raub- und wird niemals sozial sein.
@dsindf
Forwarded from Antiautoritäre Aktion
In Zeiten totaler Werteverdrehung ist es wichtig, ethisch Orientierung zu behalten. Bewahre dir jene Werte, die man heute als „rückständig“ bezeichnet. Dazu zählen Treue, Loyalität, Toleranz, Güte, Demut, Hingabe, Sanftmut und die Königin aller menschlichen Werte – Nächstenliebe!
Vergiss dabei unbedingt, was die Mehrheit sagt. Die Mehrheit denkt nicht. Ja, sie ist nicht einmal wirklich lebendig. Vielmehr ist sie ein stupides Monster. Das war sie immer schon. Und sie hatte nie recht, denn sie ist geistlos, lässt sich von pathologischen Idioten führen.
Wenn du wissen willst, was in Bezug auf eine Sache für dich wahr ist, frage dein Gefühl, nicht deinen Verstand. Dein Gefühl ist Navigator zur Wahrheit. Und ja, es gibt sie, die Wahrheit! Nur dumme Menschen glauben, es gäbe keine Wahrheit. Das habe ich bereits so oft erklärt und will es hier nicht wieder tun. Es ergibt sowieso mehr Sinn, selbst herauszufinden, was Sache ist.
Sofern du zu den normalneurotischen Menschen zählst, spürt dein Herz sehr genau, was menschlich korrekt ist. Du spürst die Wahrheit, weil du für sie geöffnet bist.
Egozentrik, Selbstverliebtheit, Selbstgerechtigkeit, Erbarmungslosigkeit und Härte sind für jeden gesunden Geist eindeutige Signale für Primitivität.
Distanziere dich von Menschen, die solche Qualitäten proklamieren. Verlasse ihren Kreis, aber verachte sie nicht, sonst läufst du Gefahr, einer von ihnen zu werden.
Stehe zu deiner Gutmütigkeit, deiner Verzeihlichkeit, deiner Nächstenliebe. Denn wenn du sie aus Gründen der Bequemlichkeit verleugnest, nimmst du der Welt dein Licht.
Wahre geistig-seelische Reife, wahre Zivilcourage beweist du dann, wenn alle etwas Krankes denken oder tun, du jedoch der/die einzige bist, der es nicht denkt oder tut.
Wir brauchen solche wie dich. Du bist nicht allein! Da sind andere von deinem Stamm. Sie sind vielleicht weit entfernt, aber das sind die Sterne untereinander auch, um überall den Nachthimmel zu erhellen. Das könnten sie nicht, klebten sie im engsten Kreise zusammen. Sei wundervoll. Sei liebevoll. Sei sanft. Sanftmut siegt am Ende immer. Kann sein, dass du das nicht glauben magst. Aber du bist noch nicht am Ende, also vertraue...
In Liebe,
David Pauswek
Vergiss dabei unbedingt, was die Mehrheit sagt. Die Mehrheit denkt nicht. Ja, sie ist nicht einmal wirklich lebendig. Vielmehr ist sie ein stupides Monster. Das war sie immer schon. Und sie hatte nie recht, denn sie ist geistlos, lässt sich von pathologischen Idioten führen.
Wenn du wissen willst, was in Bezug auf eine Sache für dich wahr ist, frage dein Gefühl, nicht deinen Verstand. Dein Gefühl ist Navigator zur Wahrheit. Und ja, es gibt sie, die Wahrheit! Nur dumme Menschen glauben, es gäbe keine Wahrheit. Das habe ich bereits so oft erklärt und will es hier nicht wieder tun. Es ergibt sowieso mehr Sinn, selbst herauszufinden, was Sache ist.
Sofern du zu den normalneurotischen Menschen zählst, spürt dein Herz sehr genau, was menschlich korrekt ist. Du spürst die Wahrheit, weil du für sie geöffnet bist.
Egozentrik, Selbstverliebtheit, Selbstgerechtigkeit, Erbarmungslosigkeit und Härte sind für jeden gesunden Geist eindeutige Signale für Primitivität.
Distanziere dich von Menschen, die solche Qualitäten proklamieren. Verlasse ihren Kreis, aber verachte sie nicht, sonst läufst du Gefahr, einer von ihnen zu werden.
Stehe zu deiner Gutmütigkeit, deiner Verzeihlichkeit, deiner Nächstenliebe. Denn wenn du sie aus Gründen der Bequemlichkeit verleugnest, nimmst du der Welt dein Licht.
Wahre geistig-seelische Reife, wahre Zivilcourage beweist du dann, wenn alle etwas Krankes denken oder tun, du jedoch der/die einzige bist, der es nicht denkt oder tut.
Wir brauchen solche wie dich. Du bist nicht allein! Da sind andere von deinem Stamm. Sie sind vielleicht weit entfernt, aber das sind die Sterne untereinander auch, um überall den Nachthimmel zu erhellen. Das könnten sie nicht, klebten sie im engsten Kreise zusammen. Sei wundervoll. Sei liebevoll. Sei sanft. Sanftmut siegt am Ende immer. Kann sein, dass du das nicht glauben magst. Aber du bist noch nicht am Ende, also vertraue...
In Liebe,
David Pauswek
Forwarded from 𝖀𝖓𝖗𝖊𝖌𝖎𝖊𝖗𝖇𝖆𝖗
Anarchie ist nichts für geistig Schwache.
Nicht, weil man dafür besonders hart, laut oder kampfbereit sein muss.
Sondern weil Herrschaftslosigkeit zuerst im Geist beginnt.
Wer innerlich noch nach Autorität sucht, wird auch äußerlich immer einen Herren finden.
Einen Staat.
Einen Führer.
Eine Partei.
Einen Experten.
Eine Mehrheit.
Einen Befehl.
Eine Ausrede.
Viele Menschen wollen keine Freiheit.
Sie wollen Verantwortung vermeiden.
Sie wollen jemanden, der entscheidet.
Jemanden, der verbietet.
Jemanden, der erlaubt.
Jemanden, dem sie ihre eigene Angst übergeben können.
Deshalb ist Anarchie kein rein politischer Prozess.
Sie beginnt nicht mit dem Sturm auf Institutionen.
Sie beginnt mit dem Ende des inneren Gehorsams.
Mit der Erkenntnis, dass niemand ein natürliches Recht besitzt, über friedliche Menschen zu herrschen.
Nicht durch Uniform.
Nicht durch Amt.
Nicht durch Wahl.
Nicht durch Gesetz.
Nicht durch Mehrheit.
Ein Mensch, der das wirklich verstanden hat, wird schwer regierbar.
Nicht, weil er blind rebelliert.
Sondern weil er nicht mehr an die moralische Magie der Macht glaubt.
Herrschaft fällt nicht zuerst durch Gewalt.
Sie fällt, wenn Menschen aufhören, sie innerlich anzubeten.
Steter Tropfen höhlt den Stein.
Zweifel für Zweifel.
Gedanke für Gedanke.
Erkenntnis für Erkenntnis.
Lass zurück die geistig Schwachen,
die nicht aus ihrem Schlaf erwachen.
Denn wer Freiheit nicht ertragen kann,
legt sich die Ketten selber an.
Werdet @Unregierbar
Nicht, weil man dafür besonders hart, laut oder kampfbereit sein muss.
Sondern weil Herrschaftslosigkeit zuerst im Geist beginnt.
Wer innerlich noch nach Autorität sucht, wird auch äußerlich immer einen Herren finden.
Einen Staat.
Einen Führer.
Eine Partei.
Einen Experten.
Eine Mehrheit.
Einen Befehl.
Eine Ausrede.
Viele Menschen wollen keine Freiheit.
Sie wollen Verantwortung vermeiden.
Sie wollen jemanden, der entscheidet.
Jemanden, der verbietet.
Jemanden, der erlaubt.
Jemanden, dem sie ihre eigene Angst übergeben können.
Deshalb ist Anarchie kein rein politischer Prozess.
Sie beginnt nicht mit dem Sturm auf Institutionen.
Sie beginnt mit dem Ende des inneren Gehorsams.
Mit der Erkenntnis, dass niemand ein natürliches Recht besitzt, über friedliche Menschen zu herrschen.
Nicht durch Uniform.
Nicht durch Amt.
Nicht durch Wahl.
Nicht durch Gesetz.
Nicht durch Mehrheit.
Ein Mensch, der das wirklich verstanden hat, wird schwer regierbar.
Nicht, weil er blind rebelliert.
Sondern weil er nicht mehr an die moralische Magie der Macht glaubt.
Herrschaft fällt nicht zuerst durch Gewalt.
Sie fällt, wenn Menschen aufhören, sie innerlich anzubeten.
Steter Tropfen höhlt den Stein.
Zweifel für Zweifel.
Gedanke für Gedanke.
Erkenntnis für Erkenntnis.
Lass zurück die geistig Schwachen,
die nicht aus ihrem Schlaf erwachen.
Denn wer Freiheit nicht ertragen kann,
legt sich die Ketten selber an.
Werdet @Unregierbar
Forwarded from GROSSE FREIHEIT TV
Die Sieger schreiben die Geschichte
Der US-Historiker David P. Calleo (1934–2023) von der Johns Hopkins University gilt als renommierter Experte für europäische Geopolitik. Aus Unzufriedenheit über die verzerrte Geschichtsschreibung nach 1945, die Deutschland als aggressiven Staat zeichnet, schrieb er ein Buch. Dort heißt es:
„Viele deutsche Autoren scheinen eine Art perversen Vergnügens daran zu finden, ihrem eigenen Volk eine einzigartige Schlechtigkeit zuzuschreiben, die es von der übrigens Menschheit abhebt.
[…]
Die Deutschen hatten einen hohen Preis für ihr historisches Zaudern gezahlt. Es war unbehaglich, nur ein loser Staatenbund zu sein, der von zentralisierten Nationalstaaten umgeben war. Tatsächlich sind in der Geschichte der Neuzeit die Deutschen häufiger Opfer als Angreifer gewesen. Die deutschen Territorien, im Dreißigjährigen Krieg durch Invasoren entsetzlich verwüstet, wurden sozusagen zum Sportfeld, auf dem sich die unterschiedlichen dynastischen Ambitionen des Ancien régime austoben konnten. Später brachte die Französische Revolution mehr als zwei Jahrzehnte lang Deutschland fremde Eindringlinge und Besatzung.
[…]
Erst nach den Eroberungsfeldzügen Napoleons brachen die Deutschen mit ihrer kosmopolitischen und partikularistischen Tradition und begannen, den auf Einheit hinzielenden Nationalismus ihrer Nachbarn zu übernehmen. Nachdem schließlich unter Bismarck ein Nationalstaat zustande gekommen war, gab es also durchaus Grund anzunehmen, daß ein prächtiges neues Deutschland sich als ähnlich expansionslüstern erweisen würde wie Frankreich, das ständig bestrebt gewesen war, die Vorherrschaft in Europa an sich zu reißen, oder Großbritannien, das ein riesiges weltweites Imperium erobert hatte. Zudem stieg Deutschlands wirtschaftliches Wachstum außerordentlich rasch an. Um 1900 hatte das neue Reich auf dem Kontinent nicht nur Frankreich in den Schatten gestellt, sondern seine Wirtschaft war auch tief nach Rußland eingedrungen und stand überall in der Welt in erfolgreichem Wettbewerb mit den Briten. […] Im Wettlauf um die Zukunft sahen sich die Deutschen bereits fatal gehandikapt. Die Vereinigten Staaten, Rußland und sogar Großbritannien lagen nämlich an der Peripherie Europas, Deutschland jedoch in dessen Mitte. Während also das Wachsen der Supermächte an der östlichen und westlichen Flanke den europäischen Status quo nur indirekt unterminierte, bedeuteten die deutschen Ambitionen einen Frontalangriff darauf.
[…]
Es zählt tatsächlich zu den bemerkenswerten Leistungen der modernen offiziellen Geschichtsschreibung, daß sie ausgerechnet die Deutschen, die niemals ein ernstzunehmendes echtes Kaiserreich gehabt hatten, als die giftigsten Träger der imperialistischen Krankheit darstellt. Kurz gesagt: Deutschlands »Aggressivität« gegen die internationale Ordnung läßt sich aus der Beschaffenheit dieser Ordnung heraus ebenso plausibel erklären wie aus einer der besonderen Eigenschaften der Deutschen. Sogar die Nazi- Episode kann man weniger als Folge eines angeborenen Fehlers der deutschen Kultur interpretieren oder als ein gewissermaßen eigengesetzlich zum Ausbruch kommendes nationales Geschwür, das sich nach einem eigenen inneren Rhythmus entwickelt, sondern als Folge des intensiven Drucks, der von außen her auf Deutschland lastete. Geographie und Geschichte hatten sich verschworen, Deutschland zu einem späten, raschen, anfechtbaren und umkämpften Aufstieg zu verhelfen. Die übrige Welt reagierte darauf, indem sie den Emporkömmling zermalmte.
[…]
Zweifellos ist es das Vorrecht der Sieger, Geschichte zu ihren Gunsten zu schreiben. Aber je ferner der Zweite Weltkrieg zeitlich rückt und je mehr wir den Glauben an unsere eigenen Tugenden, unsere Weisheit, Macht und an das System verlieren, das unser Sieg der Welt aufoktroyiert hat, könnten wir doch auch geneigt sein, das deutsche Problem in einem neuen Licht zu sehen.“
aus: David P. Calleo - Legende und Wirklichkeit der deutschen Gefahr (1980), S. 10-25
(im englischen Original hier abrufbar)
Der US-Historiker David P. Calleo (1934–2023) von der Johns Hopkins University gilt als renommierter Experte für europäische Geopolitik. Aus Unzufriedenheit über die verzerrte Geschichtsschreibung nach 1945, die Deutschland als aggressiven Staat zeichnet, schrieb er ein Buch. Dort heißt es:
„Viele deutsche Autoren scheinen eine Art perversen Vergnügens daran zu finden, ihrem eigenen Volk eine einzigartige Schlechtigkeit zuzuschreiben, die es von der übrigens Menschheit abhebt.
[…]
Die Deutschen hatten einen hohen Preis für ihr historisches Zaudern gezahlt. Es war unbehaglich, nur ein loser Staatenbund zu sein, der von zentralisierten Nationalstaaten umgeben war. Tatsächlich sind in der Geschichte der Neuzeit die Deutschen häufiger Opfer als Angreifer gewesen. Die deutschen Territorien, im Dreißigjährigen Krieg durch Invasoren entsetzlich verwüstet, wurden sozusagen zum Sportfeld, auf dem sich die unterschiedlichen dynastischen Ambitionen des Ancien régime austoben konnten. Später brachte die Französische Revolution mehr als zwei Jahrzehnte lang Deutschland fremde Eindringlinge und Besatzung.
[…]
Erst nach den Eroberungsfeldzügen Napoleons brachen die Deutschen mit ihrer kosmopolitischen und partikularistischen Tradition und begannen, den auf Einheit hinzielenden Nationalismus ihrer Nachbarn zu übernehmen. Nachdem schließlich unter Bismarck ein Nationalstaat zustande gekommen war, gab es also durchaus Grund anzunehmen, daß ein prächtiges neues Deutschland sich als ähnlich expansionslüstern erweisen würde wie Frankreich, das ständig bestrebt gewesen war, die Vorherrschaft in Europa an sich zu reißen, oder Großbritannien, das ein riesiges weltweites Imperium erobert hatte. Zudem stieg Deutschlands wirtschaftliches Wachstum außerordentlich rasch an. Um 1900 hatte das neue Reich auf dem Kontinent nicht nur Frankreich in den Schatten gestellt, sondern seine Wirtschaft war auch tief nach Rußland eingedrungen und stand überall in der Welt in erfolgreichem Wettbewerb mit den Briten. […] Im Wettlauf um die Zukunft sahen sich die Deutschen bereits fatal gehandikapt. Die Vereinigten Staaten, Rußland und sogar Großbritannien lagen nämlich an der Peripherie Europas, Deutschland jedoch in dessen Mitte. Während also das Wachsen der Supermächte an der östlichen und westlichen Flanke den europäischen Status quo nur indirekt unterminierte, bedeuteten die deutschen Ambitionen einen Frontalangriff darauf.
[…]
Es zählt tatsächlich zu den bemerkenswerten Leistungen der modernen offiziellen Geschichtsschreibung, daß sie ausgerechnet die Deutschen, die niemals ein ernstzunehmendes echtes Kaiserreich gehabt hatten, als die giftigsten Träger der imperialistischen Krankheit darstellt. Kurz gesagt: Deutschlands »Aggressivität« gegen die internationale Ordnung läßt sich aus der Beschaffenheit dieser Ordnung heraus ebenso plausibel erklären wie aus einer der besonderen Eigenschaften der Deutschen. Sogar die Nazi- Episode kann man weniger als Folge eines angeborenen Fehlers der deutschen Kultur interpretieren oder als ein gewissermaßen eigengesetzlich zum Ausbruch kommendes nationales Geschwür, das sich nach einem eigenen inneren Rhythmus entwickelt, sondern als Folge des intensiven Drucks, der von außen her auf Deutschland lastete. Geographie und Geschichte hatten sich verschworen, Deutschland zu einem späten, raschen, anfechtbaren und umkämpften Aufstieg zu verhelfen. Die übrige Welt reagierte darauf, indem sie den Emporkömmling zermalmte.
[…]
Zweifellos ist es das Vorrecht der Sieger, Geschichte zu ihren Gunsten zu schreiben. Aber je ferner der Zweite Weltkrieg zeitlich rückt und je mehr wir den Glauben an unsere eigenen Tugenden, unsere Weisheit, Macht und an das System verlieren, das unser Sieg der Welt aufoktroyiert hat, könnten wir doch auch geneigt sein, das deutsche Problem in einem neuen Licht zu sehen.“
aus: David P. Calleo - Legende und Wirklichkeit der deutschen Gefahr (1980), S. 10-25
(im englischen Original hier abrufbar)
GROSSE FREIHEIT TV
Die Sieger schreiben die Geschichte Der US-Historiker David P. Calleo (1934–2023) von der Johns Hopkins University gilt als renommierter Experte für europäische Geopolitik. Aus Unzufriedenheit über die verzerrte Geschichtsschreibung nach 1945, die Deutschland…
Weshalb es so wichtig ist zu der Erkenntnis der Unrechtmäßigkeit von Herrschaft zu kommen (ein Bewusstseinssprung) und es immens wichtig ist, eine bewaffnete Bevölkerung zu haben.
@dsindf
@dsindf