Das Karlsruher Institut für Wirtschaftsforschung - KIWIFO - hat es sich zur Aufgabe gemacht, tiefer in Zusammenhänge einer Volkswirtschaft zu schauen, als dies üblicherweise geschieht.
Wenn bestimmte negative Erscheinungen in einer Volkswirtschaft wie z. B. Massenarbeitslosigkeit und Staatsverschuldung über Jahrzehnte hinweg trotz mehrerer parteipolitischer Regierungswechsel nicht wirklich beseitigt werden, dann besteht zumindest der Verdacht, dass die eigentlichen Ursachen von den maßgeblichen Entscheidungsträgern nicht wirklich erkannt sind. Hier sieht das KIWIFO sein Arbeitsgebiet.
http://kiwifo.de/html/auftrag.html
Wenn bestimmte negative Erscheinungen in einer Volkswirtschaft wie z. B. Massenarbeitslosigkeit und Staatsverschuldung über Jahrzehnte hinweg trotz mehrerer parteipolitischer Regierungswechsel nicht wirklich beseitigt werden, dann besteht zumindest der Verdacht, dass die eigentlichen Ursachen von den maßgeblichen Entscheidungsträgern nicht wirklich erkannt sind. Hier sieht das KIWIFO sein Arbeitsgebiet.
http://kiwifo.de/html/auftrag.html
kiwifo.de
Karlsruher Institut für Wirtschaftsforschung - KIWIFO: Auftrag und Verbundenheit mit Ludwig Erhard
Das Karlsruher Institut für Wirtschaftsforschung - KIWIFO - hat es sich zur Aufgabe gemacht, tiefer in Zusammenhänge einer Volkswirtschaft zu schauen, als dies üblicherweise geschieht.
Die (amerikanische) Bankenkrise
15.02.2008
Die Bankenkrise, die 2007 von den USA ausging und in einige andere Länder ausstrahlte, ist weit mehr als nur das Symptom einer harmlosen Konjunkturschwankung. Eine ähnliche Krise gab es 2001 in Argentinien, die jedoch längst nicht diese weltweite Fernwirkung hatte wie die in den USA.
Die heute im Chor vertretene Meinung, die Hypothekenkredite in den USA seien viel zu leichtsinnig vergeben worden, ist keine ausreichende Erklärung. Ja, die niedrigen Zinsen hätten sogar zu einer Flut von hochriskanten Kreditanfragen und –geschäften geführt. Ausgerechnet Kredite, die mit Realsicherheiten hinterlegt sind, sollen plötzlich besonders riskant gewesen sein? Es gibt kein weniger riskantes Kreditgeschäft! Jahrzehntelang hat es solch einen Zusammenbruch bei den amerikanischen Hypothekenkrediten nicht gegeben. Jetzt auf einmal sollen Millionen von Realkrediten, die ohne Frage auf einen Schlag notleidend geworden sind, zu leichtfertig ausgereicht worden, Millionen von amerikanischen Kreditnehmern völlig kreditunwürdig und Hunderttausende von Kreditsachbearbeitern bei den Banken, ja die Banken selbst, leichtsinnig gewesen sein? Nein, das wird der Realität nicht einmal oberflächlich gerecht.
Eine Finanzkrise, die einerseits von massenhaften Geldkrediten und andererseits von zahllosen Kreditausfällen wegen Zahlungsunfähigkeit gekennzeichnet wird, ist stets das Ergebnis einer langfristigen, aber massiven Verwerfung im Gefüge einer Volkswirtschaft.
Zahlreiche Volkswirtschaften dieser Welt gründen auf einer stetig wachsenden Verschuldung von privaten und öffentlichen Haushalten. Die Zahl der Gläubiger ist gegenüber der Zahl der Schuldner mikroskopisch klein. Gewöhnliche ökonomische Vorgänge transportieren Vermögen und Zahlungsmittel aus der breiten Volkswirtschaft in die Hände der Gläubiger. Wenn in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, “die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer” (mehr), dann ist dieser Transmissionsvorgang schon so gut wie abgeschlossen. Die Zahlungsmittel bei 90% der privaten und öffentlichen Haushalte sind im Vergleich zur gesamten Geldmenge in der Volkswirtschaft erschreckend gering. Dabei stammt ein Großteil dieser Zahlungsmittel sogar noch aus der anhaltenden Neuverschuldung.
Die breite Verschuldung gerät unabwendbar an eine Grenze - letztlich an die Kreditlinie -, an der sie zwangsweise stoppen muss. Geradezu abfällig wird denn auch von einer “subprime crisis” gesprochen. Während also der Zufluss von neuem Geld zu stoppen beginnt, setzt sich der Abfluss des Geldes hin zu den Gläubigern ungehindert fort. Es kommt nun immer häufiger und zahlreicher zu Zahlungsausfällen bei den verschuldeten privaten und öffentlichen Haushalten. Domino-Effekte tun ihr Übriges. Die Banken, die stets die Vermittlerrolle zwischen Schuldnern und Gläubigern einnehmen, müssen zusehends ihre Forderungen abschreiben. Die Abschreibungen übertreffen früher oder später die Erträge, sodass die Banken selbst in die Zahlungsunfähigkeit geraten. Aus einem Domino-Effekt wird eine Lawine.
Obwohl kein Gütermangel herrscht, stagniert die Konjunktur, da die Zahlungsmittel zu knapp geworden sind. Deflation macht sich breit, die die Zentralbank eine Zeit lang mit niedrigen und niedrigsten Zinsen bekämpfen kann: Niedrige Zinsen bewirken eine Ausweitung der Verschuldung und zugleich entsprechendes Geldmengenwachstum. Da sich also wiederum nur die breite Verschuldung erhöht, wird der Konjunkturzusammenbruch nicht verhindert, sondern nur ein wenig in die Zukunft verschoben.
Die amerikanische Bankenkrise ist die Vorbotin einer Weltwirtschaftskrise vom Ausmaß der Krise der 1920er und 1930er Jahre, deren Beginn auch von den Letzten spätestens 1929 erkannt wurde.
http://kiwifo.de/html/bankenkrise.html
15.02.2008
Die Bankenkrise, die 2007 von den USA ausging und in einige andere Länder ausstrahlte, ist weit mehr als nur das Symptom einer harmlosen Konjunkturschwankung. Eine ähnliche Krise gab es 2001 in Argentinien, die jedoch längst nicht diese weltweite Fernwirkung hatte wie die in den USA.
Die heute im Chor vertretene Meinung, die Hypothekenkredite in den USA seien viel zu leichtsinnig vergeben worden, ist keine ausreichende Erklärung. Ja, die niedrigen Zinsen hätten sogar zu einer Flut von hochriskanten Kreditanfragen und –geschäften geführt. Ausgerechnet Kredite, die mit Realsicherheiten hinterlegt sind, sollen plötzlich besonders riskant gewesen sein? Es gibt kein weniger riskantes Kreditgeschäft! Jahrzehntelang hat es solch einen Zusammenbruch bei den amerikanischen Hypothekenkrediten nicht gegeben. Jetzt auf einmal sollen Millionen von Realkrediten, die ohne Frage auf einen Schlag notleidend geworden sind, zu leichtfertig ausgereicht worden, Millionen von amerikanischen Kreditnehmern völlig kreditunwürdig und Hunderttausende von Kreditsachbearbeitern bei den Banken, ja die Banken selbst, leichtsinnig gewesen sein? Nein, das wird der Realität nicht einmal oberflächlich gerecht.
Eine Finanzkrise, die einerseits von massenhaften Geldkrediten und andererseits von zahllosen Kreditausfällen wegen Zahlungsunfähigkeit gekennzeichnet wird, ist stets das Ergebnis einer langfristigen, aber massiven Verwerfung im Gefüge einer Volkswirtschaft.
Zahlreiche Volkswirtschaften dieser Welt gründen auf einer stetig wachsenden Verschuldung von privaten und öffentlichen Haushalten. Die Zahl der Gläubiger ist gegenüber der Zahl der Schuldner mikroskopisch klein. Gewöhnliche ökonomische Vorgänge transportieren Vermögen und Zahlungsmittel aus der breiten Volkswirtschaft in die Hände der Gläubiger. Wenn in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, “die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer” (mehr), dann ist dieser Transmissionsvorgang schon so gut wie abgeschlossen. Die Zahlungsmittel bei 90% der privaten und öffentlichen Haushalte sind im Vergleich zur gesamten Geldmenge in der Volkswirtschaft erschreckend gering. Dabei stammt ein Großteil dieser Zahlungsmittel sogar noch aus der anhaltenden Neuverschuldung.
Die breite Verschuldung gerät unabwendbar an eine Grenze - letztlich an die Kreditlinie -, an der sie zwangsweise stoppen muss. Geradezu abfällig wird denn auch von einer “subprime crisis” gesprochen. Während also der Zufluss von neuem Geld zu stoppen beginnt, setzt sich der Abfluss des Geldes hin zu den Gläubigern ungehindert fort. Es kommt nun immer häufiger und zahlreicher zu Zahlungsausfällen bei den verschuldeten privaten und öffentlichen Haushalten. Domino-Effekte tun ihr Übriges. Die Banken, die stets die Vermittlerrolle zwischen Schuldnern und Gläubigern einnehmen, müssen zusehends ihre Forderungen abschreiben. Die Abschreibungen übertreffen früher oder später die Erträge, sodass die Banken selbst in die Zahlungsunfähigkeit geraten. Aus einem Domino-Effekt wird eine Lawine.
Obwohl kein Gütermangel herrscht, stagniert die Konjunktur, da die Zahlungsmittel zu knapp geworden sind. Deflation macht sich breit, die die Zentralbank eine Zeit lang mit niedrigen und niedrigsten Zinsen bekämpfen kann: Niedrige Zinsen bewirken eine Ausweitung der Verschuldung und zugleich entsprechendes Geldmengenwachstum. Da sich also wiederum nur die breite Verschuldung erhöht, wird der Konjunkturzusammenbruch nicht verhindert, sondern nur ein wenig in die Zukunft verschoben.
Die amerikanische Bankenkrise ist die Vorbotin einer Weltwirtschaftskrise vom Ausmaß der Krise der 1920er und 1930er Jahre, deren Beginn auch von den Letzten spätestens 1929 erkannt wurde.
http://kiwifo.de/html/bankenkrise.html
kiwifo.de
Karlsruher Institut für Wirtschaftsforschung - KIWIFO: Bankenkrise
Das Karlsruher Institut für Wirtschaftsforschung - KIWIFO - hat es sich zur Aufgabe gemacht, tiefer in Zusammenhänge einer Volkswirtschaft zu schauen, als dies üblicherweise geschieht.
2008 - Das Jahr des Konjunkturprogramms
22.01.2009
1. 2008 wurde das Jahr des Konjunkturprogramms. Politiker fast jeder Partei waren von der weltweiten Finanzkrise so überrascht - und überfordert -, dass sie auf ein Mittel zurückgriffen, das sie selbst jahrzehntelang bekämpft hatten: das Konjunkturprogramm. Die Konjunktur “anschieben”, “ankurbelt” hieß und heißt es blauäugig. Das Vertrauen der Bürger in die Zukunft, die ja “aus Angst so viel sparen”, müsse wiederhergestellt werden. Politiker, die die Finanzkrise und deren Ursache nicht begriffen haben (weil sie sich mit falschen Erklärungen zufrieden geben), heben also “in ihrer Not” das Konjunkturprogramm auf den Altar, wo es bislang nur die standhaften Keynes-Anhänger schon immer sehen wollten.
Die Vertreter der staatlichen Konjunkturprogramme übersehen vor allem, dass das Geld, das sie in die breite Bevölkerung zu streuen gedenken (Beispiel: “Abwrackprämie”), schon am nächsten Tag in den Kassen unserer Superreichen landet und von dort eben nicht wieder in die breite Volkswirtschaft zurück gelangt. Wäre es anders, dann würde die breite Bevölkerung schon heute (in dieser Sekunde!) - ganz im Sinne von Ludwig Erhard - im Schnitt über eine durchschnittliche Geldmenge (rund 25.000 € im Sinne von M1) verfügen!
2. Wer die ein falsches Bild vom Zustand unserer Volkswirtswirtschaft hat und wer deshalb auch die Finanzkrise nicht versteht, der greift leider zu untauglichen Scheinlösungen. Der betreibt weiter eine Politik, die auch den letzten Geldstrom weiter zu den Reichen lenkt, senkt Steuern vor allem zum Vorteil der Reichen (Beispiele: Vermögensteuer, Erbschaftsteuer, Abgeltungssteuer, Umsatzsteuer, eines Tages noch die “Konsumsteuer”) und dreht Schraube der Staatsverschuldung noch eine Umdrehung tiefer in den Morast.
An der langfristigen Entwicklung, dass nämlich die breite Bevölkerung immer weniger “breitgeschichtete Massenkaufkraft” hat und dass deshalb die Binnenkonjunktur immer weiter abnimmt (vor allem, wenn man dies anhand der Geldmenge und der Geldumlaufgeschindigkeit beurteilt), wird sich also nichts ändern.
Die Mehrheit glaubt heute (sie will glauben!), mit den Konjunkturprogrammen die Weltwirtschaftskrise abgewendet zu haben. Ein schlimmer Irrtum, der nur unnötig Zeit vergeudet und viele Menschen weiter leiden lässt!
Die Weltwirtschaftskrise kommt mit Siebenmeilenstiefeln auf uns zu!
http://kiwifo.de/html/konjunkturprogramme.html
22.01.2009
1. 2008 wurde das Jahr des Konjunkturprogramms. Politiker fast jeder Partei waren von der weltweiten Finanzkrise so überrascht - und überfordert -, dass sie auf ein Mittel zurückgriffen, das sie selbst jahrzehntelang bekämpft hatten: das Konjunkturprogramm. Die Konjunktur “anschieben”, “ankurbelt” hieß und heißt es blauäugig. Das Vertrauen der Bürger in die Zukunft, die ja “aus Angst so viel sparen”, müsse wiederhergestellt werden. Politiker, die die Finanzkrise und deren Ursache nicht begriffen haben (weil sie sich mit falschen Erklärungen zufrieden geben), heben also “in ihrer Not” das Konjunkturprogramm auf den Altar, wo es bislang nur die standhaften Keynes-Anhänger schon immer sehen wollten.
Die Vertreter der staatlichen Konjunkturprogramme übersehen vor allem, dass das Geld, das sie in die breite Bevölkerung zu streuen gedenken (Beispiel: “Abwrackprämie”), schon am nächsten Tag in den Kassen unserer Superreichen landet und von dort eben nicht wieder in die breite Volkswirtschaft zurück gelangt. Wäre es anders, dann würde die breite Bevölkerung schon heute (in dieser Sekunde!) - ganz im Sinne von Ludwig Erhard - im Schnitt über eine durchschnittliche Geldmenge (rund 25.000 € im Sinne von M1) verfügen!
2. Wer die ein falsches Bild vom Zustand unserer Volkswirtswirtschaft hat und wer deshalb auch die Finanzkrise nicht versteht, der greift leider zu untauglichen Scheinlösungen. Der betreibt weiter eine Politik, die auch den letzten Geldstrom weiter zu den Reichen lenkt, senkt Steuern vor allem zum Vorteil der Reichen (Beispiele: Vermögensteuer, Erbschaftsteuer, Abgeltungssteuer, Umsatzsteuer, eines Tages noch die “Konsumsteuer”) und dreht Schraube der Staatsverschuldung noch eine Umdrehung tiefer in den Morast.
An der langfristigen Entwicklung, dass nämlich die breite Bevölkerung immer weniger “breitgeschichtete Massenkaufkraft” hat und dass deshalb die Binnenkonjunktur immer weiter abnimmt (vor allem, wenn man dies anhand der Geldmenge und der Geldumlaufgeschindigkeit beurteilt), wird sich also nichts ändern.
Die Mehrheit glaubt heute (sie will glauben!), mit den Konjunkturprogrammen die Weltwirtschaftskrise abgewendet zu haben. Ein schlimmer Irrtum, der nur unnötig Zeit vergeudet und viele Menschen weiter leiden lässt!
Die Weltwirtschaftskrise kommt mit Siebenmeilenstiefeln auf uns zu!
http://kiwifo.de/html/konjunkturprogramme.html
kiwifo.de
Karlsruher Institut für Wirtschaftsforschung - KIWIFO: Konjunkturprogramme
Das Karlsruher Institut für Wirtschaftsforschung - KIWIFO - hat es sich zur Aufgabe gemacht, tiefer in Zusammenhänge einer Volkswirtschaft zu schauen, als dies üblicherweise geschieht.
Die Weltwirtschaftskrise
verstehen und ihr begegnen
01.03.2009
Vorbemerkung
Die Bankenkrise, die 2007 von den USA ausging und in viele Länder ausstrahlte, ist weit mehr als nur das Symptom einer harmlosen Konjunkturschwankung oder ein Störfall in der Kreditwirtschaft. Am sogenannten “Nilmodell” erläutern wir Ihnen die volkswirtschaftliche Ursachen, den weiteren Verlauf der Krise und wie Sie sich als Unternehmer darauf einstellen können.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
- warum Wissenschaft und Forschung eine wesentliche Ursache der Finanzkrise bislang übersehen haben,
- wie sich die Wirtschaftskrise voraussichtlich weiterentwickeln wird und
- wie Sie sich demgemäß (als Unternehmer, Manager oder privat) auf die weitere Entwicklung einstellen sollten.
1. These zur wesentlichen Ursache der Finanzkrise
Eine Finanzkrise, die einerseits von massenhaften Geldkrediten und andererseits von zahllosen Kreditausfällen wegen Zahlungsunfähigkeit gekennzeichnet ist, ist stets Ergebnis einer langfristigen, aber massiven Verwerfung im Gefüge einer Volkswirtschaft. Das ist leider weder den Volkswirten aus Lehre und Forschung richtig klar noch dem erschreckten Publikum, zu dem wir auch unsere Banker, Politiker und unsere Medien zählen dürfen.
Die Verwerfungen in den Volkswirtschaften, von denen hier die Rede ist, lassen sich am einfachsten anhand eines Modell beschreiben, das wir das Nilmodell nennen. Es skizziert die sogenannte “Nilwirtschaft”.
Lesen Sie hier weiter, 24 Seiten
https://kiwifo.de/Die_Weltwirtschaftskrise.pdf
...
5. Zusammenfassung
Wir stehen erst am Anfang einer Weltwirtschaftskrise, die im Ausmaß mit der der 1930er Jahre vergleichbar ist. Der Blick auf den Geldfluss durch die Volkswirtschaften offenbart dies deutlich. Dazu muss man auch die Zusammenhänge und die Tücken des Geldmengenwachstums verstehen.
Zum einen ist die Wirtschaft durch das ganz gewöhnliche ökonomische Handeln geprägt, das wir alle kennen. Geld und Vermögen werden von einem zum anderen übertragen. Die Motivation ist die Vermehrung des Vermögens. Dabei gilt das Prinzip: Was der eine besitzt, kann kein anderer besitzen. Geld kann nicht nur durch eigener Hände Arbeit, sondern auch durch die Nutzung von Vermögen verdient werden.
Zahlreiche Volkswirtschaften gründen auf einer stetig wachsenden Verschuldung von privaten und öffentlichen Haushalten. Die Verschuldung ist uns bewusst und in Grenzen gewollt, denn man erhofft sich durch Kreditaufnahmen immer irgendwelche wirtschaftlichen Vorteile.
Die Geldmengen wachsen bei uns und in anderen Volkswirtschaften rasend schnell. Dieses Geldmengenwachstum entsteht durch Verschuldung, also durch Kreditaufnahmen. Die wachsende Verschuldung in einer Volkswirtschaft führt unmittelbar zu Geldmengenwachstum.
Das stetige Wachsen der Verschuldung ist indes nicht beabsichtigt. Jeder Schuldner hat auch einen Gläubiger und jede Schuld ist zugleich eine Forderung. Die Zahl der Gläubiger ist gegenüber der Zahl der Schuldner mikroskopisch klein.
Das Geldmengenwachstum verschleiert der Bevölkerung von Anfang an, wie sehr im Laufe von Jahrzehnten ihre Kaufkraft und damit ihre wirtschaftliche Bedeutung im Vergleich zu den wenigen Reichen sinkt.
Dies alles führt langfristig zum Austrocknen des Geldflusses bei 95% der Wirtschaftsteilnehmer und damit zum Zusammenbruch jeder auch für noch so stabil geglaubten Konjunktur und Volkswirtschaft.
https://kiwifo.de/html/die_weltwirtschaftskrise.html
verstehen und ihr begegnen
01.03.2009
Vorbemerkung
Die Bankenkrise, die 2007 von den USA ausging und in viele Länder ausstrahlte, ist weit mehr als nur das Symptom einer harmlosen Konjunkturschwankung oder ein Störfall in der Kreditwirtschaft. Am sogenannten “Nilmodell” erläutern wir Ihnen die volkswirtschaftliche Ursachen, den weiteren Verlauf der Krise und wie Sie sich als Unternehmer darauf einstellen können.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
- warum Wissenschaft und Forschung eine wesentliche Ursache der Finanzkrise bislang übersehen haben,
- wie sich die Wirtschaftskrise voraussichtlich weiterentwickeln wird und
- wie Sie sich demgemäß (als Unternehmer, Manager oder privat) auf die weitere Entwicklung einstellen sollten.
1. These zur wesentlichen Ursache der Finanzkrise
Eine Finanzkrise, die einerseits von massenhaften Geldkrediten und andererseits von zahllosen Kreditausfällen wegen Zahlungsunfähigkeit gekennzeichnet ist, ist stets Ergebnis einer langfristigen, aber massiven Verwerfung im Gefüge einer Volkswirtschaft. Das ist leider weder den Volkswirten aus Lehre und Forschung richtig klar noch dem erschreckten Publikum, zu dem wir auch unsere Banker, Politiker und unsere Medien zählen dürfen.
Die Verwerfungen in den Volkswirtschaften, von denen hier die Rede ist, lassen sich am einfachsten anhand eines Modell beschreiben, das wir das Nilmodell nennen. Es skizziert die sogenannte “Nilwirtschaft”.
Lesen Sie hier weiter, 24 Seiten
https://kiwifo.de/Die_Weltwirtschaftskrise.pdf
...
5. Zusammenfassung
Wir stehen erst am Anfang einer Weltwirtschaftskrise, die im Ausmaß mit der der 1930er Jahre vergleichbar ist. Der Blick auf den Geldfluss durch die Volkswirtschaften offenbart dies deutlich. Dazu muss man auch die Zusammenhänge und die Tücken des Geldmengenwachstums verstehen.
Zum einen ist die Wirtschaft durch das ganz gewöhnliche ökonomische Handeln geprägt, das wir alle kennen. Geld und Vermögen werden von einem zum anderen übertragen. Die Motivation ist die Vermehrung des Vermögens. Dabei gilt das Prinzip: Was der eine besitzt, kann kein anderer besitzen. Geld kann nicht nur durch eigener Hände Arbeit, sondern auch durch die Nutzung von Vermögen verdient werden.
Zahlreiche Volkswirtschaften gründen auf einer stetig wachsenden Verschuldung von privaten und öffentlichen Haushalten. Die Verschuldung ist uns bewusst und in Grenzen gewollt, denn man erhofft sich durch Kreditaufnahmen immer irgendwelche wirtschaftlichen Vorteile.
Die Geldmengen wachsen bei uns und in anderen Volkswirtschaften rasend schnell. Dieses Geldmengenwachstum entsteht durch Verschuldung, also durch Kreditaufnahmen. Die wachsende Verschuldung in einer Volkswirtschaft führt unmittelbar zu Geldmengenwachstum.
Das stetige Wachsen der Verschuldung ist indes nicht beabsichtigt. Jeder Schuldner hat auch einen Gläubiger und jede Schuld ist zugleich eine Forderung. Die Zahl der Gläubiger ist gegenüber der Zahl der Schuldner mikroskopisch klein.
Das Geldmengenwachstum verschleiert der Bevölkerung von Anfang an, wie sehr im Laufe von Jahrzehnten ihre Kaufkraft und damit ihre wirtschaftliche Bedeutung im Vergleich zu den wenigen Reichen sinkt.
Dies alles führt langfristig zum Austrocknen des Geldflusses bei 95% der Wirtschaftsteilnehmer und damit zum Zusammenbruch jeder auch für noch so stabil geglaubten Konjunktur und Volkswirtschaft.
https://kiwifo.de/html/die_weltwirtschaftskrise.html
This media is not supported in your browser
VIEW IN TELEGRAM
Dieser Mann hat keine Ahnung von einer Geldwirtschaft
Unsere Studie
Die Weltwirtschaftskrise verstehen und ihr begegnen
01.03.2009
https://kiwifo.de/weltwirtschaftskrise.htm
ist jetzt auch gedruckt erhältlich:
Die Weltwirtschaftskrise: verstehen und ihr begegnen (KIWIFO-Studien, Band 1) https://amzn.eu/d/2fzdVbC
Die Weltwirtschaftskrise verstehen und ihr begegnen
01.03.2009
https://kiwifo.de/weltwirtschaftskrise.htm
ist jetzt auch gedruckt erhältlich:
Die Weltwirtschaftskrise: verstehen und ihr begegnen (KIWIFO-Studien, Band 1) https://amzn.eu/d/2fzdVbC
www.kiwifo.de
Karlsruher Institut für Wirtschaftsforschung
KIWIFO - Wir forschen zur deutschen Volkswirtschaft. Wir gehen andere Wege als üblich.
Unsere Studie
Breitgeschichtete Massenkaufkraft
Oder: Was heißt hier Mittelschicht?
12.06.2010
https://kiwifo.de/massenkaufkraft.htm
ist jetzt auch gedruckt erhältlich:
Breitgeschichtete Massenkaufkraft: Oder: Was heißt hier Mittelschicht? (KIWIFO-Studien, Band 2)
https://amzn.eu/d/fjg1fQQ
Breitgeschichtete Massenkaufkraft
Oder: Was heißt hier Mittelschicht?
12.06.2010
https://kiwifo.de/massenkaufkraft.htm
ist jetzt auch gedruckt erhältlich:
Breitgeschichtete Massenkaufkraft: Oder: Was heißt hier Mittelschicht? (KIWIFO-Studien, Band 2)
https://amzn.eu/d/fjg1fQQ
Umfrage neu gestartet
Welche Darstellung der Vermögensverteilung in Deutschland ist am realistischsten?
Und welche Vermögensverteilung wäre Ihnen am liebsten?
https://www.kiwifo.de/umfragen.htm
Welche Darstellung der Vermögensverteilung in Deutschland ist am realistischsten?
Und welche Vermögensverteilung wäre Ihnen am liebsten?
https://www.kiwifo.de/umfragen.htm
www.kiwifo.de
Karlsruher Institut für Wirtschaftsforschung
KIWIFO - Wir forschen zur deutschen Volkswirtschaft. Wir gehen andere Wege als üblich.
Schichten 2024-12.png
11.3 KB
Aktuelle Zahlen aus Deutschland
https://kiwifo.de/index_htm_files/05.02.2025.htm
https://kiwifo.de/index_htm_files/05.02.2025.htm
Sparkassen warnen: 3.600 Euro netto ist die neue Armutsgrenze
15. September 2022
https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/oekonomie/sparkassen-warnen-3.600-euro-netto-ist-die-neue-armutsgrenze-13376651
15. September 2022
https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/oekonomie/sparkassen-warnen-3.600-euro-netto-ist-die-neue-armutsgrenze-13376651
Forschung und Wissen
Sparkassen warnen: 3.600 Euro netto ist die neue Armutsgrenze
Laut aktueller Sparkassen-Studie reichen die monatlichen Einkünfte bei rund 60 Prozent der deutschen Haushalte nicht mehr zum Leben.
Die Verdummung der Bevölkerung geht weiter
Unter dem Titel
"Wer gehört zur Mittelschicht?"
wird verbreitet
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/mittelschicht-definition-iw-100.html,
dass zur Mittelschicht gehöre, wer als
Single ein monatliches Nettoeinkommen zwischen 1.850 Euro und 3.470 Euro hat. Das ist Unsinn.
Unter dem Titel
"Wer gehört zur Mittelschicht?"
wird verbreitet
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/mittelschicht-definition-iw-100.html,
dass zur Mittelschicht gehöre, wer als
Single ein monatliches Nettoeinkommen zwischen 1.850 Euro und 3.470 Euro hat. Das ist Unsinn.
tagesschau
Studie des IW: Wer gehört zur Mittelschicht?
Während die "Mittelschicht" gerne von Parteien umworben wird, bleibt ihre Definition schwammig. Das IW Köln hat den Begriff auf Basis des Einkommens nun wissenschaftlich abgegrenzt - und bietet einen interaktiven Rechner. Von D. Landmesser.