Orban hat (massiv) verloren
In einem Erdrutschsieg eroberte die von der EU gepushte Tisza eine 2/3 Mehrheit und kann nun das Aufbauwerk von Fidesz seit 2010 sukzessive abbauen.
Vielleicht schreiben sie sogar die Osterverfassung Orbans wieder um - und machen Ungarn zu einem linksliberalen Musterstaat.
Während Magyar Ungarn in die EU assimiliert, wird man das Land vermutlich mit Geldern überschütten und ihm bei der Umsetzung von Asylantenumverteilung, Hatespeechzensur und Genderindoktrinierung eine Gnadenfrist lassen - damit keine Unruhe im Land entsteht. Woran lag es?
Ich stimme vielen rechten Analysten nicht zu:
Orban war wirtschaftspolitisch von Anfang an chancenlos. Ein kleiner Binnenstaat ohne Ressourcen und Tourismus, der von der EU mit Sanktionen und Mittelentzug erwürgt wird kann seinem Volk keine attraktive Wirtschaft bieten. Auch die Korruption die zu verurteilen ist dürfte nicht mehr oder weniger als in jedem andern Nettoempfänger sein.
Orbans einzige Chance dieser "Behandlung zu entgehen", wäre gewesen, die Grenzen zu öffnen und geopolitische mitzuspielen. Dann wäre aber nicht besser als jeder andere EU-Satrape gewesen.
Auch Orbans Hinwendung an raumfremde Mächte kann man ihn unter dieser Würgegriff kaum vorwerfen. Irgendwo musste er ja versuchen alternative Optionen zu schaffen um die Wohlstandserwartungen seiner Wähler zu erfüllen. Das gelang ihm sichtlich nicht.
Orban hat sicher auch Fehler begangen. Aber auch wenn er fehlerlos gewesen wäre, hat er unter diesem Druck langfristig wenig Chancen. Die linksliberalen Kräfte in der EU sind noch zu stark. Ungarn konnte nicht lange genug durchhalten.
Gegen Magyars Angebot: Antikorruption, Migrationskritik + EU-Gelder ist Orban im Wesentlichen machtlos. Auch den Wählern kann man keinen Vorwurf machen. Es ist verständlich, dass sie sich nach einer Wende und Verbesserung der Lebensbedingung sehnen.
Das ist ja das perfide an der "Sanktionswaffe", die durch gezielte Verarmung, politische Opposition schafft.
Nun kommt die Stunde der Bewährung: Orban hat gezielt in metapolitische Strukturen außerhalb des Parlaments investiert. Mit diesen Strukturen kann eine Hegemonie auch eine Wahlniederlage "überwintern". Vorausgesetzt die Phalanx organischer rechter Intellektueller kann jetzt rasch in den Oppositionsmodus umschalten.
Es war auch eine Wahlniederlage im Jahr 2002, nach der Orbans metapolitische Aufbauarbeit begann. Die Kubatov-Liste muss wieder aktiviert werden. Eine Phase der Opposition kann gerade für ein starkes metapolitisches Milieu auch belebend wirken.
Die Not macht erfinderisch. Hölderlin nennt sie die "große Meisterin".
"Der Greise Faust verjüngt sie wieder;
Sie kömmt, wie Gottes Blitz, heran,
Und trümmert Felsenberge nieder,
Und wallt auf Riesen ihre Bahn."
Auf dass die Not der kommenden Jahre den nationalen Block Ungarns wieder verjüngt, aktiviert und noch stärker zurückkehren lässt!
In einem Erdrutschsieg eroberte die von der EU gepushte Tisza eine 2/3 Mehrheit und kann nun das Aufbauwerk von Fidesz seit 2010 sukzessive abbauen.
Vielleicht schreiben sie sogar die Osterverfassung Orbans wieder um - und machen Ungarn zu einem linksliberalen Musterstaat.
Während Magyar Ungarn in die EU assimiliert, wird man das Land vermutlich mit Geldern überschütten und ihm bei der Umsetzung von Asylantenumverteilung, Hatespeechzensur und Genderindoktrinierung eine Gnadenfrist lassen - damit keine Unruhe im Land entsteht. Woran lag es?
Ich stimme vielen rechten Analysten nicht zu:
Orban war wirtschaftspolitisch von Anfang an chancenlos. Ein kleiner Binnenstaat ohne Ressourcen und Tourismus, der von der EU mit Sanktionen und Mittelentzug erwürgt wird kann seinem Volk keine attraktive Wirtschaft bieten. Auch die Korruption die zu verurteilen ist dürfte nicht mehr oder weniger als in jedem andern Nettoempfänger sein.
Orbans einzige Chance dieser "Behandlung zu entgehen", wäre gewesen, die Grenzen zu öffnen und geopolitische mitzuspielen. Dann wäre aber nicht besser als jeder andere EU-Satrape gewesen.
Auch Orbans Hinwendung an raumfremde Mächte kann man ihn unter dieser Würgegriff kaum vorwerfen. Irgendwo musste er ja versuchen alternative Optionen zu schaffen um die Wohlstandserwartungen seiner Wähler zu erfüllen. Das gelang ihm sichtlich nicht.
Orban hat sicher auch Fehler begangen. Aber auch wenn er fehlerlos gewesen wäre, hat er unter diesem Druck langfristig wenig Chancen. Die linksliberalen Kräfte in der EU sind noch zu stark. Ungarn konnte nicht lange genug durchhalten.
Gegen Magyars Angebot: Antikorruption, Migrationskritik + EU-Gelder ist Orban im Wesentlichen machtlos. Auch den Wählern kann man keinen Vorwurf machen. Es ist verständlich, dass sie sich nach einer Wende und Verbesserung der Lebensbedingung sehnen.
Das ist ja das perfide an der "Sanktionswaffe", die durch gezielte Verarmung, politische Opposition schafft.
Nun kommt die Stunde der Bewährung: Orban hat gezielt in metapolitische Strukturen außerhalb des Parlaments investiert. Mit diesen Strukturen kann eine Hegemonie auch eine Wahlniederlage "überwintern". Vorausgesetzt die Phalanx organischer rechter Intellektueller kann jetzt rasch in den Oppositionsmodus umschalten.
Es war auch eine Wahlniederlage im Jahr 2002, nach der Orbans metapolitische Aufbauarbeit begann. Die Kubatov-Liste muss wieder aktiviert werden. Eine Phase der Opposition kann gerade für ein starkes metapolitisches Milieu auch belebend wirken.
Die Not macht erfinderisch. Hölderlin nennt sie die "große Meisterin".
"Der Greise Faust verjüngt sie wieder;
Sie kömmt, wie Gottes Blitz, heran,
Und trümmert Felsenberge nieder,
Und wallt auf Riesen ihre Bahn."
Auf dass die Not der kommenden Jahre den nationalen Block Ungarns wieder verjüngt, aktiviert und noch stärker zurückkehren lässt!
😢92👍40🔥21🤡11🤮9