Und täglich grüßt das Märchen von der Wahlfälschung...
(Einige Gedanken von mir, die ich schon lange loswerden wollte)
"Glaube niemals deine eigene Propaganda", ließe sich Churchills bekanntes Zitat "Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast", abwandeln. Immer wieder empören sich nach Wahlen wütende Menschen im Internet, dass diese ja ohnehin gefälscht seien. Als angeblicher Beweis dafür werden deutliche Abweichungen zwischen den Ergebnissen beim Urnengang im Wahlbüro und den Briefwahlergebnissen aufgeführt. Aber werden Wahlen wirklich im großen Stil gefälscht?
Zunächst: Ja, es gibt Wahlfälschung und es gibt Mitarbeiter in Wahllokalen, die sicherlich gerne die ein oder andere Stimme von oppositionellen Parteien verschwinden lassen. Das habe ich selbst schon erlebt und solche Fälle werden gelegentlich bekannt. Allerdings ist der Einfluss auf das Gesamtergebnis marginal. Wenn beispielsweise eine Partei 20 Prozent erhält, mag der manipulationsanfällige Anteil bei unter einem Prozent liegen.
Ich war bei zahlreichen Wahlen selbst Wahlbeobachter und konnte mich davon überzeugen, dass die Stimmauszählung in den Wahlbüros, in denen ich war, ordnungsgemäß gelaufen ist. Zumindest im "Großen und Ganzen", Einzelfälle gibt es schließlich immer. Diese Auszählungen sind im Übrigen öffentlich und jeder kann diese Überprüfung selber vornehmen.
Eine schon etwas problematischere Angelegenheit ist das "Hochmelden" der Ergebnisse aus dem Wahlbüro an den Wahlleiter - dort können durch versehentliche oder bewusste Fehler Ergebnisse verzerrt werden. Allerdings kann dies, wenn Wahlbeobachter sich das Ergebnis notieren und später mit dem veröffentlichten Ergebnis abgleichen, schnell erkannt werden. Außerdem: Wenn eine Partei beispielsweise in einem sozial zusammenhängenden Gebiet in allen Wahllokalen 25 Prozent erhält, ist es unwahrscheinlich, dass sie in einem einzigen Wahllokal dort nur 5 Prozent erhält. Und andersherum genauso. Solche Manipulationen würden auffallen. In Dortmund habe ich bei der Landtagswahl 2017 übrigens einen solchen "Fehler", seinerzeit paradoxerweise zum Vorteil der NPD und zum Nachteil der AfD, aufgedeckt, die Stimmen waren beim Hochmelden schlichtweg vertauscht worden und die NPD hatte in einem Gebiet, wo sie überall 0-Komma Ergebnisse hatte, plötzlich in einem Wahllokal knapp 10 Prozent. Das passt natürlich nicht.
Doch kommen wir zu den zwei Hauptthemen, die aktuell diskutiert werden:
I. "Die Briefwahl weicht so stark von der Urnenwahl ab, die muss doch gefälscht sein"
Dass die Ergebnisse von der Brief- und Urnenwahl voneinander abweichen, ist eigentlich logisch: Zum Einen rufen rechte Parteien immer wieder dazu auf, der Briefwahl nicht zu trauen und mobilisieren ihre Anhänger zur Urnenwahl. Dadurch ist dort die (rechte) Wahlbeteiligung natürlich höher, als bei der Briefwahl, von der strikt abgeraten wird. Auf der anderen Seite wird die Briefwahl vor allem von alten Menschen (70+) bevorzugt - dem Bollwerk von CDU und SPD, während rechte Parteien eher in der mittleren Altersklasse (45-65) starken Zuspruch haben. Beide Faktoren zusammen führen dazu, dass es zwischen den Ergebnissen der Urnenwahl und denen der Briefwahl starke Abweichungen gibt.
(Einige Gedanken von mir, die ich schon lange loswerden wollte)
"Glaube niemals deine eigene Propaganda", ließe sich Churchills bekanntes Zitat "Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast", abwandeln. Immer wieder empören sich nach Wahlen wütende Menschen im Internet, dass diese ja ohnehin gefälscht seien. Als angeblicher Beweis dafür werden deutliche Abweichungen zwischen den Ergebnissen beim Urnengang im Wahlbüro und den Briefwahlergebnissen aufgeführt. Aber werden Wahlen wirklich im großen Stil gefälscht?
Zunächst: Ja, es gibt Wahlfälschung und es gibt Mitarbeiter in Wahllokalen, die sicherlich gerne die ein oder andere Stimme von oppositionellen Parteien verschwinden lassen. Das habe ich selbst schon erlebt und solche Fälle werden gelegentlich bekannt. Allerdings ist der Einfluss auf das Gesamtergebnis marginal. Wenn beispielsweise eine Partei 20 Prozent erhält, mag der manipulationsanfällige Anteil bei unter einem Prozent liegen.
Ich war bei zahlreichen Wahlen selbst Wahlbeobachter und konnte mich davon überzeugen, dass die Stimmauszählung in den Wahlbüros, in denen ich war, ordnungsgemäß gelaufen ist. Zumindest im "Großen und Ganzen", Einzelfälle gibt es schließlich immer. Diese Auszählungen sind im Übrigen öffentlich und jeder kann diese Überprüfung selber vornehmen.
Eine schon etwas problematischere Angelegenheit ist das "Hochmelden" der Ergebnisse aus dem Wahlbüro an den Wahlleiter - dort können durch versehentliche oder bewusste Fehler Ergebnisse verzerrt werden. Allerdings kann dies, wenn Wahlbeobachter sich das Ergebnis notieren und später mit dem veröffentlichten Ergebnis abgleichen, schnell erkannt werden. Außerdem: Wenn eine Partei beispielsweise in einem sozial zusammenhängenden Gebiet in allen Wahllokalen 25 Prozent erhält, ist es unwahrscheinlich, dass sie in einem einzigen Wahllokal dort nur 5 Prozent erhält. Und andersherum genauso. Solche Manipulationen würden auffallen. In Dortmund habe ich bei der Landtagswahl 2017 übrigens einen solchen "Fehler", seinerzeit paradoxerweise zum Vorteil der NPD und zum Nachteil der AfD, aufgedeckt, die Stimmen waren beim Hochmelden schlichtweg vertauscht worden und die NPD hatte in einem Gebiet, wo sie überall 0-Komma Ergebnisse hatte, plötzlich in einem Wahllokal knapp 10 Prozent. Das passt natürlich nicht.
Doch kommen wir zu den zwei Hauptthemen, die aktuell diskutiert werden:
I. "Die Briefwahl weicht so stark von der Urnenwahl ab, die muss doch gefälscht sein"
Dass die Ergebnisse von der Brief- und Urnenwahl voneinander abweichen, ist eigentlich logisch: Zum Einen rufen rechte Parteien immer wieder dazu auf, der Briefwahl nicht zu trauen und mobilisieren ihre Anhänger zur Urnenwahl. Dadurch ist dort die (rechte) Wahlbeteiligung natürlich höher, als bei der Briefwahl, von der strikt abgeraten wird. Auf der anderen Seite wird die Briefwahl vor allem von alten Menschen (70+) bevorzugt - dem Bollwerk von CDU und SPD, während rechte Parteien eher in der mittleren Altersklasse (45-65) starken Zuspruch haben. Beide Faktoren zusammen führen dazu, dass es zwischen den Ergebnissen der Urnenwahl und denen der Briefwahl starke Abweichungen gibt.
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II. "Wie kann der Kandidat in Nordhausen gewinnen, wenn der AfD-Kandidat im ersten Wahlgang schon 42 Prozent hatte."
Der AfD-Kandidat Jörg Prophet erzielte im ersten Durchgang der Oberbürgermeisterwahl starke 42,1 Prozent, der aktuelle Bürgermeister Kai Buschmann nur magere 23,7 Prozent. Trotzdem gewann er die Stichwahl relativ deutlich mit etwa 55 gegen 45 Prozent. Wie kann das sein? Auch dafür gibt es eine einfache Erklärung: Die Wähler der AfD stehen den anderen Parteien (erfreulicherweise) komplett ablehnend gegenüber und wählen deshalb in der ersten Runde bereits ihren Kandidaten, andere Alternativen haben sie nicht. Unter den Wählern des etablierten Parteienblocks wird dagegen taktiert: Wenn es der Kandidat der Grünen eben nicht wird, stimmen die Wähler in der zweiten Runde für einen anderen aus ihrem Kartell. Und bei der SPD, FDP usw. genauso. Sprich: In einer zweiten Wahlrunde gibt es für die AfD unter den übrigen Kandidaten (wenn dort nicht gerade andere oppositionelle Organisationen dabeigewesen sind, die in der zweiten Runde nicht mehr antreten), nichts mehr zu gewinnen, während sich die Stimmen des Parteienkartells auf den Gegenkandidaten vereinen. Dabei wird stets (aus Sicht der Blockparteien-Wähler) das "kleinere Übel" gewählt. Sprich: Nicht der patriotische Kandidat. Gelingen kann deshalb ein Wahlerfolg gegen den Parteienblock nur, wenn in der zweiten Runde Nichtwähler, die nicht zu diesem Block gehören, aktiviert werden. Das ist z.B. in Sonneberg gelungen, in Nordhausen offenbar nicht.
Nun, natürlich ist zu kritisieren, dass Briefwahlunterlagen nicht dauerhaft überwacht werden. Uursprünglich war die Briefwahl ein Ausnahmefall für Menschen, die am Wahltag selber verhindert waren, in den vergangenen Jahren (und seit Corona nochmal massiv) hat der Teil der Briefwähler jedoch immer weiter zugenommen. Daran ändern lässt sich nur etwas, wenn die Briefwahl in Gänze abgeschafft wird (was ich sehr begrüßen würde), denn so ließen sich auch andere Manipulationen (z.B. Eltern, die das Wahlverhalten ihrer Kinder beeinflussen oder umgekehert) unterbinden.
Sich in eine falsche Opferhaltung zu rücken, bei der propagiert wird, dass im großen Stil Wahlen gefälscht werden, ist kontraproduktiv und macht letztendlich die gleiche Arbeit wie die "alle Wahlen sind verboten und wer wählt, macht sich strafbar" - Fraktion, die mit Fake-News Leute davon abhält, zukünftig oppositionelle Parteien zu wählen. Denn: Wieso sollte dann noch jemand wählen gehen, wenn die Wahlen eh gefälscht sind?! Es ist eine typische Form der Wehrkraftzersetzung, wenngleich diese (im Gegensatz zu anderen Mythen über Wahlen) meist nicht vorsätzlich, sondern unbewusst verbreitet wird. Und vor allem: Wenn wirklich einmal Hinweise auf eine konkrete Wahlfälschung auftreten, die es immer wieder mal gibt und die in der Vergangenheit teilweise sogar mandatsrelevant waren, nehmen inflationäre Wahlfälschungs-Vorwürfe die Aufmerksamkeit von konkreten Verdachtsfällen, bei denen somit kein notwendiger Druck aufgebaut werden kann.
Und: Leider ist eben ein größerer Teil der Menschen politisch halt noch nicht aufgewacht. Wenn ich im Erzgebirge oder in Bautzen Menschen auf der Straße frage, wen sie wählen, wird die Antwort recht eindeutig sein. Mache ich das in der Dresdner Neustadt oder im Leipziger Süden, auch. Nur eine komplett andere Richtung. Nur die eigene Blase, so groß sie auch sein mag, ist eben nicht repräsentativ für eine Wahl im gesamten Bundesland oder gar der ganzen Republik. Und auch, wenn ich lieber viele Erzgebirge und Bautzens hätte, statt Dresdner Neustädte und Leipziger Südstadtteile, ist das eine Realität, die berücksichtigt werden muss.
So, das wollte ich schon lange loswerden. Und leider lässt sich dieser Beitrag durch seine Länge jetzt nur in zwei Blöcken teilen. Aber wem er gefällt, der kann natürlich gerne die beiden Blöcke zusammen bei sich weiterleiten, damit diese (notwendige) Aufklärung mehr Menschen erreicht.
Michael Brück 🤝
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@michaelbrueck90
Der AfD-Kandidat Jörg Prophet erzielte im ersten Durchgang der Oberbürgermeisterwahl starke 42,1 Prozent, der aktuelle Bürgermeister Kai Buschmann nur magere 23,7 Prozent. Trotzdem gewann er die Stichwahl relativ deutlich mit etwa 55 gegen 45 Prozent. Wie kann das sein? Auch dafür gibt es eine einfache Erklärung: Die Wähler der AfD stehen den anderen Parteien (erfreulicherweise) komplett ablehnend gegenüber und wählen deshalb in der ersten Runde bereits ihren Kandidaten, andere Alternativen haben sie nicht. Unter den Wählern des etablierten Parteienblocks wird dagegen taktiert: Wenn es der Kandidat der Grünen eben nicht wird, stimmen die Wähler in der zweiten Runde für einen anderen aus ihrem Kartell. Und bei der SPD, FDP usw. genauso. Sprich: In einer zweiten Wahlrunde gibt es für die AfD unter den übrigen Kandidaten (wenn dort nicht gerade andere oppositionelle Organisationen dabeigewesen sind, die in der zweiten Runde nicht mehr antreten), nichts mehr zu gewinnen, während sich die Stimmen des Parteienkartells auf den Gegenkandidaten vereinen. Dabei wird stets (aus Sicht der Blockparteien-Wähler) das "kleinere Übel" gewählt. Sprich: Nicht der patriotische Kandidat. Gelingen kann deshalb ein Wahlerfolg gegen den Parteienblock nur, wenn in der zweiten Runde Nichtwähler, die nicht zu diesem Block gehören, aktiviert werden. Das ist z.B. in Sonneberg gelungen, in Nordhausen offenbar nicht.
Nun, natürlich ist zu kritisieren, dass Briefwahlunterlagen nicht dauerhaft überwacht werden. Uursprünglich war die Briefwahl ein Ausnahmefall für Menschen, die am Wahltag selber verhindert waren, in den vergangenen Jahren (und seit Corona nochmal massiv) hat der Teil der Briefwähler jedoch immer weiter zugenommen. Daran ändern lässt sich nur etwas, wenn die Briefwahl in Gänze abgeschafft wird (was ich sehr begrüßen würde), denn so ließen sich auch andere Manipulationen (z.B. Eltern, die das Wahlverhalten ihrer Kinder beeinflussen oder umgekehert) unterbinden.
Sich in eine falsche Opferhaltung zu rücken, bei der propagiert wird, dass im großen Stil Wahlen gefälscht werden, ist kontraproduktiv und macht letztendlich die gleiche Arbeit wie die "alle Wahlen sind verboten und wer wählt, macht sich strafbar" - Fraktion, die mit Fake-News Leute davon abhält, zukünftig oppositionelle Parteien zu wählen. Denn: Wieso sollte dann noch jemand wählen gehen, wenn die Wahlen eh gefälscht sind?! Es ist eine typische Form der Wehrkraftzersetzung, wenngleich diese (im Gegensatz zu anderen Mythen über Wahlen) meist nicht vorsätzlich, sondern unbewusst verbreitet wird. Und vor allem: Wenn wirklich einmal Hinweise auf eine konkrete Wahlfälschung auftreten, die es immer wieder mal gibt und die in der Vergangenheit teilweise sogar mandatsrelevant waren, nehmen inflationäre Wahlfälschungs-Vorwürfe die Aufmerksamkeit von konkreten Verdachtsfällen, bei denen somit kein notwendiger Druck aufgebaut werden kann.
Und: Leider ist eben ein größerer Teil der Menschen politisch halt noch nicht aufgewacht. Wenn ich im Erzgebirge oder in Bautzen Menschen auf der Straße frage, wen sie wählen, wird die Antwort recht eindeutig sein. Mache ich das in der Dresdner Neustadt oder im Leipziger Süden, auch. Nur eine komplett andere Richtung. Nur die eigene Blase, so groß sie auch sein mag, ist eben nicht repräsentativ für eine Wahl im gesamten Bundesland oder gar der ganzen Republik. Und auch, wenn ich lieber viele Erzgebirge und Bautzens hätte, statt Dresdner Neustädte und Leipziger Südstadtteile, ist das eine Realität, die berücksichtigt werden muss.
So, das wollte ich schon lange loswerden. Und leider lässt sich dieser Beitrag durch seine Länge jetzt nur in zwei Blöcken teilen. Aber wem er gefällt, der kann natürlich gerne die beiden Blöcke zusammen bei sich weiterleiten, damit diese (notwendige) Aufklärung mehr Menschen erreicht.
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Zum zweiten Todestag von Siegfried Borchardt: Erinnerungsbuch erschienen!
Heute jährt sich der Tod von Siegfried Borchardt zum zweiten Mal. Schon zu Lebzeiten war Siggi in seiner Heimatstadt Dortmund (und weit darüber hinaus) eine Legende. Es war mir nicht nur eine Ehre, sondern hat auch stets Spaß gemacht, mit ihm im politischen Einsatz gestanden zu haben.
Ab sofort ist auch das Erinnerungsbuch an Siggi erhältlich, das sowohl seine eigenen Lebenserinnerungen erhält (er hat in den letzten Lebensjahren damit begonnen, sie zu aufzuschreiben), als auch Erzählungen von Weggefährten, die über gemeinsame Erlebnisse berichten. Dieses Buch sollte bei keinem patriotischen Menschen, der mit Siggi in Berührung gekommen ist, fehlen!
Zur Bestellung:
https://www.sturmzeichen-versand.de/Buecher/Sturmzeichen-Verlag/Krolzig-Sascha-Hrsg-Siegfried-Borchardt-Erinnerungen-an-eine-Legende::391.html
Video: Fernsehinterview Ende der 1980er Jahre
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Heute jährt sich der Tod von Siegfried Borchardt zum zweiten Mal. Schon zu Lebzeiten war Siggi in seiner Heimatstadt Dortmund (und weit darüber hinaus) eine Legende. Es war mir nicht nur eine Ehre, sondern hat auch stets Spaß gemacht, mit ihm im politischen Einsatz gestanden zu haben.
Ab sofort ist auch das Erinnerungsbuch an Siggi erhältlich, das sowohl seine eigenen Lebenserinnerungen erhält (er hat in den letzten Lebensjahren damit begonnen, sie zu aufzuschreiben), als auch Erzählungen von Weggefährten, die über gemeinsame Erlebnisse berichten. Dieses Buch sollte bei keinem patriotischen Menschen, der mit Siggi in Berührung gekommen ist, fehlen!
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Sonntag erwartet uns ein mittleres politisches Erdbeben.
Die Landtagswahlen in Bayern und Hessen bringen einigen politischen Sprengstoff mit sich und könnten das Parteiensystem in Deutschland nachhaltig verändern. Dabei scheint es eigentlich eine langweilige Geschichte zu werden: In Bayern gewinnt die CSU mit 35+ Prozent, holt kein überragendes Ergebnis, aber kann mit den Freien Wählern regieren, die Zugewinne verbuchen. Und in Hessen reicht es aller Voraussicht nach für eine Fortsetzung der Regierung zwischen CDU und Grünen. Spannend werden jedoch andere Schauplätze sein.
1.) Wir werden bald eine neue Innenministerin haben
Nancy Faeser wollte Ministerpräsidentin in Hessen werden, doch mit ihr als Spitzenkandidaten könnte die SPD nach CDU, Grünen und AfD möglicherweise sogar nur Platz 4 erreichen. Für die schwer angeschlagene Innenministerin dürfte es das politische KO werden. Da helfen auch ihre Ablenkungsmanöver (z.B. Vereinsverbote) nicht.
2.) Ein doppeltes FDP-Aus könnte die Ampel nachhaltig erschüttern oder sogar beenden
Die FDP erhält für ihre Mittäterschaft in der Ampel-Regierung voraussichtlich bei beiden Wahlen die Quittung und fliegt aus den Landtagen. Damit setzt sich der freie Fall, der seit dem Eintritt in die Ampel begonnen hat, fort. Innerhalb der FDP wird danach die Diskussion groß werden, ob ein Rückzug aus der Ampel diesen Trend stoppen kann. Wenn nicht, droht 2025 eine Wiederholung des Bundestags-Aus von 2013.
3.) Die Freien Wähler werden gezielt als „neue Opposition“ aufgebaut
Den Medien gelingt es zunehmend, Freien Wähler als Opposition aufzubauen – mit dem Ergebnis, dass einige Stimmen der CDU und ein höherer Anteil an AfD-Stimmen zu ihnen gehen. Das bundesweite Umfragehoch der AfD verpufft deshalb bei den Landtagswahlen weitgehend (natürlich gibt es leichte Zugewinne, aber eben keine Sprünge), weil die Freien Wähler Teile des Potentials aufsaugen. Gelingt ihnen nicht nur in Bayern ein starker Zugewinn, sondern auch der Einzug in Hessen, gibt ihnen das im nächstes Jahr Rückenwind für die Wahlen in Mitteldeutschland. Heute wurde beispielsweise bekannt, dass der relativ konservative Oberbürgermeister von Grimma, Matthias Berger, zuletzt mit über 85 Prozent wiedergewählt, Spitzenkandidat der FW in Sachsen werden soll. Er hat gute Kontakte zu Kretschmer und wäre, sofern die FW in den Landtag einziehen, Kretschmers Lieblings-Koalitionspartner. Es ist ein kleiner Angriff auf die rechte Flanke der CDU und ein größerer auf die linke Flanke der AfD.
4.) Die Linkspartei ist tot, jetzt kommt Sahra Wagenknecht
In Bayern ist die Linkspartei traditionell bedeutungslos, in Hessen droht sie aus dem Landtag zu fliegen. Auf diesen Moment hat Sahra Wagenknecht gewartet, um die Gründung ihrer neuen Partei (zunächst als Verein, mit Antritt zur Europawahl) bekannt zu geben. Die Folge: Die Linkspartei stürzt völlig ab, dürfte selbst in Mitteldeutschland den Einzug in die meisten Landtage verpassen, in Thüringen könnte Ramelow noch knapp zweistellig werden. Ganz im Gegensatz zur Wagenknecht-Partei: Ihr winken vor allem in Mitteldeutschland zweistellige Ergebnisse, ihre Stimmen kommen dabei von ehem. Nichtwählern, Linkspartei-Anhängern und AfD-Protestwählern. Vor allem die neue Parteiformation dürfte das Parteiensystem durcheinander wirbeln und für neue Mehrheitsmöglichkeiten sorgen.
5.) Die AfD gewinnt und wird dennoch Verlierer sein
Bundesweit steht die AfD derzeit in Umfragen bei 22 Prozent. In Bayern und Hessen kann Sie ihr Potential trotz Euphorie jedoch nicht in Gänze abrufen, auch durch die Konkurrenz der Freien Wähler. Sollten diese weiter an Bedeutung gewinnen und sich parallel die Wagenknecht-Partei gründen, ist der „blaue Sommer“ Geschichte, dann wird die Partei bundesweit in den Bereich von 13 – 15 Prozent fallen und auch das eigene Ziel, bei den drei Wahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen im nächsten Jahr stärkste Kraft zu werden, rückt in weiteste Ferne.
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Die Landtagswahlen in Bayern und Hessen bringen einigen politischen Sprengstoff mit sich und könnten das Parteiensystem in Deutschland nachhaltig verändern. Dabei scheint es eigentlich eine langweilige Geschichte zu werden: In Bayern gewinnt die CSU mit 35+ Prozent, holt kein überragendes Ergebnis, aber kann mit den Freien Wählern regieren, die Zugewinne verbuchen. Und in Hessen reicht es aller Voraussicht nach für eine Fortsetzung der Regierung zwischen CDU und Grünen. Spannend werden jedoch andere Schauplätze sein.
1.) Wir werden bald eine neue Innenministerin haben
Nancy Faeser wollte Ministerpräsidentin in Hessen werden, doch mit ihr als Spitzenkandidaten könnte die SPD nach CDU, Grünen und AfD möglicherweise sogar nur Platz 4 erreichen. Für die schwer angeschlagene Innenministerin dürfte es das politische KO werden. Da helfen auch ihre Ablenkungsmanöver (z.B. Vereinsverbote) nicht.
2.) Ein doppeltes FDP-Aus könnte die Ampel nachhaltig erschüttern oder sogar beenden
Die FDP erhält für ihre Mittäterschaft in der Ampel-Regierung voraussichtlich bei beiden Wahlen die Quittung und fliegt aus den Landtagen. Damit setzt sich der freie Fall, der seit dem Eintritt in die Ampel begonnen hat, fort. Innerhalb der FDP wird danach die Diskussion groß werden, ob ein Rückzug aus der Ampel diesen Trend stoppen kann. Wenn nicht, droht 2025 eine Wiederholung des Bundestags-Aus von 2013.
3.) Die Freien Wähler werden gezielt als „neue Opposition“ aufgebaut
Den Medien gelingt es zunehmend, Freien Wähler als Opposition aufzubauen – mit dem Ergebnis, dass einige Stimmen der CDU und ein höherer Anteil an AfD-Stimmen zu ihnen gehen. Das bundesweite Umfragehoch der AfD verpufft deshalb bei den Landtagswahlen weitgehend (natürlich gibt es leichte Zugewinne, aber eben keine Sprünge), weil die Freien Wähler Teile des Potentials aufsaugen. Gelingt ihnen nicht nur in Bayern ein starker Zugewinn, sondern auch der Einzug in Hessen, gibt ihnen das im nächstes Jahr Rückenwind für die Wahlen in Mitteldeutschland. Heute wurde beispielsweise bekannt, dass der relativ konservative Oberbürgermeister von Grimma, Matthias Berger, zuletzt mit über 85 Prozent wiedergewählt, Spitzenkandidat der FW in Sachsen werden soll. Er hat gute Kontakte zu Kretschmer und wäre, sofern die FW in den Landtag einziehen, Kretschmers Lieblings-Koalitionspartner. Es ist ein kleiner Angriff auf die rechte Flanke der CDU und ein größerer auf die linke Flanke der AfD.
4.) Die Linkspartei ist tot, jetzt kommt Sahra Wagenknecht
In Bayern ist die Linkspartei traditionell bedeutungslos, in Hessen droht sie aus dem Landtag zu fliegen. Auf diesen Moment hat Sahra Wagenknecht gewartet, um die Gründung ihrer neuen Partei (zunächst als Verein, mit Antritt zur Europawahl) bekannt zu geben. Die Folge: Die Linkspartei stürzt völlig ab, dürfte selbst in Mitteldeutschland den Einzug in die meisten Landtage verpassen, in Thüringen könnte Ramelow noch knapp zweistellig werden. Ganz im Gegensatz zur Wagenknecht-Partei: Ihr winken vor allem in Mitteldeutschland zweistellige Ergebnisse, ihre Stimmen kommen dabei von ehem. Nichtwählern, Linkspartei-Anhängern und AfD-Protestwählern. Vor allem die neue Parteiformation dürfte das Parteiensystem durcheinander wirbeln und für neue Mehrheitsmöglichkeiten sorgen.
5.) Die AfD gewinnt und wird dennoch Verlierer sein
Bundesweit steht die AfD derzeit in Umfragen bei 22 Prozent. In Bayern und Hessen kann Sie ihr Potential trotz Euphorie jedoch nicht in Gänze abrufen, auch durch die Konkurrenz der Freien Wähler. Sollten diese weiter an Bedeutung gewinnen und sich parallel die Wagenknecht-Partei gründen, ist der „blaue Sommer“ Geschichte, dann wird die Partei bundesweit in den Bereich von 13 – 15 Prozent fallen und auch das eigene Ziel, bei den drei Wahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen im nächsten Jahr stärkste Kraft zu werden, rückt in weiteste Ferne.
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Krieg: Hamas startet Bodenoffensive gegen Israel
Spannungen zwischen Israel und Palästina gibt es seit jeher, Zwischenfälle ereignen sich im Wochentakt. Doch heute ist die Situation gänzlich eskaliert: Die im hermetisch abgeriegelten Gaza-Streifen regierende Hamas hat eine Bodenoffensive gegen Israel gestartet und ist offenbar mit zahlreichen Kämpfern in Israel eingesickert, Videos von Kämpfen kursieren bereits. Israel hat den Kriegszustand ausgerufen, eine massive Gegenreaktion (Einmarsch in den Gaza-Streifen) ist zu erwarten.
Bild zitiert einen Militärexperten: „Hamas-Terroristen, die aus Gaza Orte in Israel angreifen – das hat es noch nie gegeben. Deshalb erwarte ich, dass auch die israelische Reaktion eine sein wird, die wir noch nie gesehen haben.“
Geopolitisch wird damit der Nahe Osten weiter zum Pulverfass, da der Konflikt auch Auswirkungen auf die mit Israel verfeindeten Länder, z.B. Syrien, Libanon oder den Iran, haben dürfte.
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@michaelbrueck90
Spannungen zwischen Israel und Palästina gibt es seit jeher, Zwischenfälle ereignen sich im Wochentakt. Doch heute ist die Situation gänzlich eskaliert: Die im hermetisch abgeriegelten Gaza-Streifen regierende Hamas hat eine Bodenoffensive gegen Israel gestartet und ist offenbar mit zahlreichen Kämpfern in Israel eingesickert, Videos von Kämpfen kursieren bereits. Israel hat den Kriegszustand ausgerufen, eine massive Gegenreaktion (Einmarsch in den Gaza-Streifen) ist zu erwarten.
Bild zitiert einen Militärexperten: „Hamas-Terroristen, die aus Gaza Orte in Israel angreifen – das hat es noch nie gegeben. Deshalb erwarte ich, dass auch die israelische Reaktion eine sein wird, die wir noch nie gesehen haben.“
Geopolitisch wird damit der Nahe Osten weiter zum Pulverfass, da der Konflikt auch Auswirkungen auf die mit Israel verfeindeten Länder, z.B. Syrien, Libanon oder den Iran, haben dürfte.
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Israel kündigt Einmarsch in den Gaza-Streifen und Libanon an!
Als Reaktion auf die überraschende Offensive der Hamas (offenbar gab es vorher keinerlei Hinweise für den israelischen Geheimdienst) hat Israel erwartungsgemäß angekündigt, in den Gaza-Streifen einmarschieren zu wollen. Außerdem wurde ein Angriff auf den Südlibanon angekündigt. Dort regiert faktisch die Hisbollah, die eng mit dem Iran verbindet ist und u.a. in Syrien gegen Terroristen kämpft, die jahrelang erfolglos versuchten, Assad zu stürzen.
Sollte es tatsächlich zu einer Bodenoffensive in den Libanon kommen, tritt der Flächenbrand im Nahen Osten noch schneller ein, als erwartet. Parallel dazu werden in Israel Stimmen laut, die auch Angriffe auf den Iran fordern. Die Eskalationsspirale wird also schnell gedreht, mit geopolitischer sehr hoher Sprengkraft.
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Als Reaktion auf die überraschende Offensive der Hamas (offenbar gab es vorher keinerlei Hinweise für den israelischen Geheimdienst) hat Israel erwartungsgemäß angekündigt, in den Gaza-Streifen einmarschieren zu wollen. Außerdem wurde ein Angriff auf den Südlibanon angekündigt. Dort regiert faktisch die Hisbollah, die eng mit dem Iran verbindet ist und u.a. in Syrien gegen Terroristen kämpft, die jahrelang erfolglos versuchten, Assad zu stürzen.
Sollte es tatsächlich zu einer Bodenoffensive in den Libanon kommen, tritt der Flächenbrand im Nahen Osten noch schneller ein, als erwartet. Parallel dazu werden in Israel Stimmen laut, die auch Angriffe auf den Iran fordern. Die Eskalationsspirale wird also schnell gedreht, mit geopolitischer sehr hoher Sprengkraft.
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Israel startet Luftangriffe auf Gazastreifen, Hisbollah und Palästinenserpräsident Abbas begrüßen Bodenoffensive der Hamas, bis zu 22 Orte durch palästinensische Bodentruppen besetzt, zahlreiche Geiselnahmen / Entführungen
Die Lage in Palästina und den israelisch besetzten Gebieten ist unübersichtlich. Offenbar wurden die israelischen Soldaten von den Angriffen der Hamas, unterstützt durch die "al-Aqsa-Märtyrerbrigaden" und den "Islamischen Dschihad", völlig überrascht. Videos zeigen, wie palästinensische Kämpfer zunächst auf Motorrädern den Grenzzaun zum Gaza-Streifen durchqueren, ehe sie anschließend eine stark gesicherte Militärbasis der IDF einnehmen, wobei sie die israelischen Soldaten im Schlaf überraschen. Im Rahmen dieser Aktion wurden sogar mehrere israelische Panzer erbeutet in den Gaza-Streifen gebracht. Wie der Mossad, eigentlich einer der berüchtigsten Geheimdienste der Welt, am 50. Jahrestag des Jom-Kippur-Krieges überhaupt keine Informationen über einen Angriff dieses Ausmaßes haben konnte, ist schleiferhaft.
Laut israelischen Quellen sind palästinensische Kämpfer in bisher 22 Orte, darunter die 27.000 - Einwohner - Stadt Sderot nahe des Gazastreifens, eingedrungen und halten diese weiter besetzt. Parallel sollen bis zu 5000 Raketen (Quelle Hamas, Israel berichtet von mehr als 2000) auf israelisches Gebiet abgeschossen worden sein. Über die Zahl der Todesopfer auf israelischer Seite können noch keine genauen Angaben gemacht werden, mindestens 20 werden bisher eingeräumt, die Zahl könnte aber durchaus auch dreistellig sein. Hinzu kommt, dass nach palästinensischen Angaben bis zu 35 Soldaten und Zivilisten entführt worden sind. Wir erinnern uns: 2006 reichte die Entführung von zwei israelischen Soldaten für eine israelische Bodenoffensive gegen den Libanon. Es braucht daher kein großes Vorstellungsvermögen, um zu erkennen, was für eine Eskalationsstufe gerade im Nahen Osten erreicht wurde.
Unterdessen hat Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas die Angriffe auf Israel gerechtfertigt und erklärte, das palästinensische Volk würde sich gegen "den Terror der Siedler und Besatzungstruppen" verteidigen. Auch die libanesische Hisbollah hat sich in einer Stellungnahme geäußert und die Bodenoffensive der Hamas begrüßt, sowie den gemeinsamen Kampf gegen Israel heraufbeschworen. Auch ein iranischer Sprecher erklärte, dass der Iran den Palästinensern bis zur "Befreiung ihres Landes" zur Seite stehen würde.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat inzwischen den Kriegszustand ausgerufen und erklärt, dass es sich nicht um ein Scharmützel oder Ähnliches handeln würde, sondern einen offenen Angrif auf Israel. Der massiv beantwortet werden würde, gleichzeitig kündigte er Militäreinsätze in den Gaza-Streifen, sowie in den Libanon an. Massive Luftschläge auf den Gaza-Streifen haben bereits begonnen, es ist davon auszugehen, dass dort (nach den Erfahrungen der Vergangenheit) schwere Massaker unter der Zivilbevölkerung in dem dicht bebauten Gebiet angerichtet werden.
Meine Prognose: Was der 24. Februar 2022 für Europa bedeutet (eine neue Zeit des Krieges und der Spannungen), wird der 7. Oktober 2023 für den Nahen Osten werden. Mit weltweiten Auswirkungen. Es lohnt sich, die Entwicklungen sehr genau weiter zu verfolgen.
Michael Brück 🤝
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Die Lage in Palästina und den israelisch besetzten Gebieten ist unübersichtlich. Offenbar wurden die israelischen Soldaten von den Angriffen der Hamas, unterstützt durch die "al-Aqsa-Märtyrerbrigaden" und den "Islamischen Dschihad", völlig überrascht. Videos zeigen, wie palästinensische Kämpfer zunächst auf Motorrädern den Grenzzaun zum Gaza-Streifen durchqueren, ehe sie anschließend eine stark gesicherte Militärbasis der IDF einnehmen, wobei sie die israelischen Soldaten im Schlaf überraschen. Im Rahmen dieser Aktion wurden sogar mehrere israelische Panzer erbeutet in den Gaza-Streifen gebracht. Wie der Mossad, eigentlich einer der berüchtigsten Geheimdienste der Welt, am 50. Jahrestag des Jom-Kippur-Krieges überhaupt keine Informationen über einen Angriff dieses Ausmaßes haben konnte, ist schleiferhaft.
Laut israelischen Quellen sind palästinensische Kämpfer in bisher 22 Orte, darunter die 27.000 - Einwohner - Stadt Sderot nahe des Gazastreifens, eingedrungen und halten diese weiter besetzt. Parallel sollen bis zu 5000 Raketen (Quelle Hamas, Israel berichtet von mehr als 2000) auf israelisches Gebiet abgeschossen worden sein. Über die Zahl der Todesopfer auf israelischer Seite können noch keine genauen Angaben gemacht werden, mindestens 20 werden bisher eingeräumt, die Zahl könnte aber durchaus auch dreistellig sein. Hinzu kommt, dass nach palästinensischen Angaben bis zu 35 Soldaten und Zivilisten entführt worden sind. Wir erinnern uns: 2006 reichte die Entführung von zwei israelischen Soldaten für eine israelische Bodenoffensive gegen den Libanon. Es braucht daher kein großes Vorstellungsvermögen, um zu erkennen, was für eine Eskalationsstufe gerade im Nahen Osten erreicht wurde.
Unterdessen hat Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas die Angriffe auf Israel gerechtfertigt und erklärte, das palästinensische Volk würde sich gegen "den Terror der Siedler und Besatzungstruppen" verteidigen. Auch die libanesische Hisbollah hat sich in einer Stellungnahme geäußert und die Bodenoffensive der Hamas begrüßt, sowie den gemeinsamen Kampf gegen Israel heraufbeschworen. Auch ein iranischer Sprecher erklärte, dass der Iran den Palästinensern bis zur "Befreiung ihres Landes" zur Seite stehen würde.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat inzwischen den Kriegszustand ausgerufen und erklärt, dass es sich nicht um ein Scharmützel oder Ähnliches handeln würde, sondern einen offenen Angrif auf Israel. Der massiv beantwortet werden würde, gleichzeitig kündigte er Militäreinsätze in den Gaza-Streifen, sowie in den Libanon an. Massive Luftschläge auf den Gaza-Streifen haben bereits begonnen, es ist davon auszugehen, dass dort (nach den Erfahrungen der Vergangenheit) schwere Massaker unter der Zivilbevölkerung in dem dicht bebauten Gebiet angerichtet werden.
Meine Prognose: Was der 24. Februar 2022 für Europa bedeutet (eine neue Zeit des Krieges und der Spannungen), wird der 7. Oktober 2023 für den Nahen Osten werden. Mit weltweiten Auswirkungen. Es lohnt sich, die Entwicklungen sehr genau weiter zu verfolgen.
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Israelischer Sicherheitsrat beschließt Bodenoperation auf dem Gaza-Streifen. Mittlerweile über 100 tote Israelis und 200 tote Palästinenser bestätigt
Soeben hat der israelische Sicherheitsrat einen Einmarsch Israels in den Gaza-Streifen beschlossen. Für diesen Fall hat die Hisbollah angekündigt, aus dem Libanon heraus ebenfalls Israel anzugreifen. Derzeit kursieren in sozialen Netzwerken auch Berichte über erste Konfrontationen an der israelisch-libanesischen Grenze.
Laut israelischen Medien wurden seit Beginn der palästinensischen Bodenoffensive über 100 Tote, sowohl Zivilisten, als auch israelische Soldaten, bestätigt. Die tatsächliche Zahl dürfte aber weitaus höher sein, da Israel immernoch keine Kontrolle über den Grenzbereich zum Gaza-Streifen erlangt hat. Auf palästinensischer Seite gibt es bisher etwa 200 Tote durch die israelischen Bombenangriffe auf den dicht besiedelten Gaza-Streifen zu beklagen, soweit bekannt überwiegend Zivilisten.
Bestätigt sind wohl auch die Meldungen über zahlreiche israelische Geiseln, die durch palästinensische Kämpfer genommen und in den Gazastreifen verbracht worden sind - hierdurch soll Israel offenbar von einer Bodenoffensive abgehalten werden. Unter den Geiseln sollen sich auch hochrangige Soldaten der israelischen Armee befinden.
International haben sich fast alle westlichen Länder uneingeschränkt mit Israel solidarisiert, während die meisten arabischen Länder die Offensive der Hamas unterstützen. Russland hat beide Seiten zum Dialog aufgerufen und noch einmal die Notwendigkeit einer Zwei-Staaten-Lösung betont.
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@michaelbrueck90
Soeben hat der israelische Sicherheitsrat einen Einmarsch Israels in den Gaza-Streifen beschlossen. Für diesen Fall hat die Hisbollah angekündigt, aus dem Libanon heraus ebenfalls Israel anzugreifen. Derzeit kursieren in sozialen Netzwerken auch Berichte über erste Konfrontationen an der israelisch-libanesischen Grenze.
Laut israelischen Medien wurden seit Beginn der palästinensischen Bodenoffensive über 100 Tote, sowohl Zivilisten, als auch israelische Soldaten, bestätigt. Die tatsächliche Zahl dürfte aber weitaus höher sein, da Israel immernoch keine Kontrolle über den Grenzbereich zum Gaza-Streifen erlangt hat. Auf palästinensischer Seite gibt es bisher etwa 200 Tote durch die israelischen Bombenangriffe auf den dicht besiedelten Gaza-Streifen zu beklagen, soweit bekannt überwiegend Zivilisten.
Bestätigt sind wohl auch die Meldungen über zahlreiche israelische Geiseln, die durch palästinensische Kämpfer genommen und in den Gazastreifen verbracht worden sind - hierdurch soll Israel offenbar von einer Bodenoffensive abgehalten werden. Unter den Geiseln sollen sich auch hochrangige Soldaten der israelischen Armee befinden.
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Netanjahu kündigt Zerstörung des Gaza-Streifens an und fordert Bewohner auf, sich zu entfernen. Nur: wohin sollen die? Hier droht ein Massaker!
Soeben hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Zerstörung des Gaza-Streifens durch die israelische Luftwaffe angekündigt und die Bewohner aufgefordert, sich unverzüglich zu entfernen. Das ist an Zynismus kaum zu übertreffen, denn der Gaza-Streifen ist bekanntlich abgeriegelt und selbst wenn Zivilisten das Gebiet verlassen sollten, könnten sie das nicht. Vielmehr droht hier ein beispielloses Massaker an den rund zwei Millionen Bewohnern des "größten Freiluftgefängnisses der Welt".
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Soeben hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Zerstörung des Gaza-Streifens durch die israelische Luftwaffe angekündigt und die Bewohner aufgefordert, sich unverzüglich zu entfernen. Das ist an Zynismus kaum zu übertreffen, denn der Gaza-Streifen ist bekanntlich abgeriegelt und selbst wenn Zivilisten das Gebiet verlassen sollten, könnten sie das nicht. Vielmehr droht hier ein beispielloses Massaker an den rund zwei Millionen Bewohnern des "größten Freiluftgefängnisses der Welt".
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Palästinensische Gruppen setzen Angriffe weiter fort. Israel hat Kontrolle über etliche Siedlungen und Städte verloren. Erste Kämpfe an der libanesischen Grenze mit der Hisbollah. Hamas kündigt neue Offensive im Westjordanland an.
Am zweiten Tag der überraschenden Offensive der Hamas setzt diese ihre Angriffe fort. Der israelischen Armee ist es nicht gelungen, alle durch Hamas-Kämpfer eingenommen Orte zu befreien. Kämpfe werden derzeit aus Aschkelon und Aschdod gemeldet. In Sderot sollen sich weiter Hamas-Kämpfer verschanzt haben, parallel finden Raketenangriffe auf die Stadt statt. Östlich des Gaza-Streifens sind mittlerweile ganze Landstriche unter palästinensischer Kontrolle, die israelische Armee kommt mit einer Gegenoffensive bisher schleppend voran.
Seit Samstagabend kommt es zu schweren Luftangriffen auf den Gaza-Streifen, aktuelle Todeszahlen gehen mittlerweile von weit über 300 getöteten Zivilisten durch die israelischen Angriffe auf Gaza aus. Und die Bodenoperation der israelischen Armee steht erst noch bevor.
Palästinensische Gruppen haben für Sonntagmittag zu einer neuen Offensive aufgerufen, die vom Westjordanland aus beginnen soll, um eine weitere Front zu eröffnen. Bereits am Sonntagmorgen kam es zu Kämpfen an der israelisch-libanesischen Gränze, wo sich die israelische Armee mit der Hisbollah-Miliz Artilleriegefechte lieferte. Solche "Scharmützel" sind in der Region keine Seltenheit, jedoch hat sich die Hisbollah solidarisch mit der Offensive der Hamas erklärt, weshalb eine Ausweitung der Gefechte zu erwarten ist.
Mittlerweile sind sich die meisten westlichen Medien darüber einig, dass der 7. Oktober 2023 für Israel vergleichbar mit dem 11. September 2001 für die USA gewesen ist. Ohne die Debatte über Nine-Eleven zu führen, wird jedoch klar: Es wird im Nahen Osten nicht mehr wie früher werden. Tatsächlich droht ein großer Krieg, in den fast alle Regionalmächte involviert werden könnten. Nach dem Konflikt in der Ukraine und den Spannungen in West- sowie Zentralafrika, ist dies die nächste Region, in welcher der westliche Machtblock (in dem Fall Israel, unterstützt durch die USA + die europäischen Verbündeten) auf eine aufstrebenden Regionalmacht (hier: Iran mit seinen Verbündeten, insbesondere Syrien und dem Libanon) als Gegenspieler trifft. Die Tendenz geht weiter zu einer weltweiten Konfrontation der verschiedenen Machtblöcke, zumal sich Russland und China, die beide gute Beziehungen zum Iran unterhalten, mit einer Verurteilung des palästinensischen Vorgehens sehr zurückhalten und die Umsetzung der 2-Staaten-Lösung fordern. Ganz im Gegensatz zu den Verlautbarungen der westlichen Staatschefs, die sich "uneingeschränkt" an der Seite Israels sehen.
Es ist damit zu rechnen, dass die nächsten Tage sehr turbulent werden. Nicht vergessen werden sollte dabei auch, dass Israel eine hochgerüstete Atommacht ist und niemand weiß, wie die israelische Führung in einer Ausnahmesituation und einer ggf. noch stärkeren Bedrängnis durch andere arabische Länder, reagieren wird.
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Am zweiten Tag der überraschenden Offensive der Hamas setzt diese ihre Angriffe fort. Der israelischen Armee ist es nicht gelungen, alle durch Hamas-Kämpfer eingenommen Orte zu befreien. Kämpfe werden derzeit aus Aschkelon und Aschdod gemeldet. In Sderot sollen sich weiter Hamas-Kämpfer verschanzt haben, parallel finden Raketenangriffe auf die Stadt statt. Östlich des Gaza-Streifens sind mittlerweile ganze Landstriche unter palästinensischer Kontrolle, die israelische Armee kommt mit einer Gegenoffensive bisher schleppend voran.
Seit Samstagabend kommt es zu schweren Luftangriffen auf den Gaza-Streifen, aktuelle Todeszahlen gehen mittlerweile von weit über 300 getöteten Zivilisten durch die israelischen Angriffe auf Gaza aus. Und die Bodenoperation der israelischen Armee steht erst noch bevor.
Palästinensische Gruppen haben für Sonntagmittag zu einer neuen Offensive aufgerufen, die vom Westjordanland aus beginnen soll, um eine weitere Front zu eröffnen. Bereits am Sonntagmorgen kam es zu Kämpfen an der israelisch-libanesischen Gränze, wo sich die israelische Armee mit der Hisbollah-Miliz Artilleriegefechte lieferte. Solche "Scharmützel" sind in der Region keine Seltenheit, jedoch hat sich die Hisbollah solidarisch mit der Offensive der Hamas erklärt, weshalb eine Ausweitung der Gefechte zu erwarten ist.
Mittlerweile sind sich die meisten westlichen Medien darüber einig, dass der 7. Oktober 2023 für Israel vergleichbar mit dem 11. September 2001 für die USA gewesen ist. Ohne die Debatte über Nine-Eleven zu führen, wird jedoch klar: Es wird im Nahen Osten nicht mehr wie früher werden. Tatsächlich droht ein großer Krieg, in den fast alle Regionalmächte involviert werden könnten. Nach dem Konflikt in der Ukraine und den Spannungen in West- sowie Zentralafrika, ist dies die nächste Region, in welcher der westliche Machtblock (in dem Fall Israel, unterstützt durch die USA + die europäischen Verbündeten) auf eine aufstrebenden Regionalmacht (hier: Iran mit seinen Verbündeten, insbesondere Syrien und dem Libanon) als Gegenspieler trifft. Die Tendenz geht weiter zu einer weltweiten Konfrontation der verschiedenen Machtblöcke, zumal sich Russland und China, die beide gute Beziehungen zum Iran unterhalten, mit einer Verurteilung des palästinensischen Vorgehens sehr zurückhalten und die Umsetzung der 2-Staaten-Lösung fordern. Ganz im Gegensatz zu den Verlautbarungen der westlichen Staatschefs, die sich "uneingeschränkt" an der Seite Israels sehen.
Es ist damit zu rechnen, dass die nächsten Tage sehr turbulent werden. Nicht vergessen werden sollte dabei auch, dass Israel eine hochgerüstete Atommacht ist und niemand weiß, wie die israelische Führung in einer Ausnahmesituation und einer ggf. noch stärkeren Bedrängnis durch andere arabische Länder, reagieren wird.
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USA verlegen Flugzeugträger Richtung Israel und kündigen starke Waffenlieferungen an, Israel bereitet sich auf Bodenoffensive im Gaza-Streifen vor, Hisbollah zieht weitere Kräfte zusammen
Nach Gesprächen zwischen US-Präsident Biden und Israels Präsident Netanjahu haben die USA "grünes Licht" für massive Angriffe auf die palästinensische Infrastruktur gegeben. Außerdem wollen die USA zeitnah Waffen im großen Umfang liefern, auch der Flugzeugträger Gerald R. Ford wird ins Mittelmeer vor Israel verlagert, um schneller reagieren zu können. In der arabischen Welt hat der befürchtete Kriegseintritt der USA (zumindest in Form von Luftunterstützung der israelischen Bomber) bereits zu heftigen Reaktionen geführt, u.a. gibt es Ankündigungen von pro-iranischen Milizen im Irak, US-Stützpunkte in dem Land anzugreifen, sobald die USA aktiv eingreifen.
Derweil zieht Israel weiterhin große Mengen an Soldaten und Panzern zusammen, um eine Bodenoffensive in den Gaza-Streifen zu starten. Mit einem Beginn der Offensive wird am Montagmorgen gerechnet.
Nach bisherigen Angaben wurden in den seit gestern andauernden Kampfhandlungen über 700 Israelis, sowie über 300 palästinensische Zivilisten (durch Luftangriffe im Gaza-Streifen) getötet. Über die Zahl der getöteten palästinensischen Kämpfer gibt es noch keine verlässliche Quelle, sie dürfte aber im mittleren, dreistelligen Bereich liegen. Währenddessen beklagt Israel die Entführung von rund 100 Menschen in den Gaza-Streifen, wo sie als Geiseln gefangengehalten werden. Unter den Geiseln sollen sich hochrangige Soldaten der IDF befinden, darunter offenbar sogar Generäle.
Rund um den Gaza-Streifen kommt es weiterhin zu Kämpfen zwischen palästinensischen Einheiten und israelischen Soldaten, die (bisher nur in einigen Regionen erfolgreich) versuchen, die Kontrolle zurückzuerlangen. Parallel dazu werden weitere Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen heraus gemeldet, die sich gegen Städte in Israel richten.
Auffällig bei der aktuellen Offensive ist nicht nur das hohe Tempo und die Mobilität, mit der die palästinensischen Kämpfer auftreten, sondern auch die "moderne" Kriegsführung, bei der beispielsweise auf Drohnen zurückgegriffen wird. Parallel dazu werden die Angriffe überwiegend gefilmt und das Material in sozialen Netzwerken verbreitet, um an der Propaganda-Front die eigenen Anhänger weiter zu mobilisieren. Ein solch professionelles Vorgehen ist nicht vergleichbar mit den dauerhaften Scharmützeln, die es in der Region seit Jahrzehnten gibt. Es ist davon auszugehen, dass die Hamas in den vergangenen Jahren starke ausländische Unterstützung erhalten hat und sicherlich auch bei der Planung der aktuellen Offensive logistische Hilfe erhalten haben wird.
Nicht weiter eskaliert ist dagegen im Tagesverlauf die Situation an der israelisch-libanesischen Grenze, größere Gefechte bleiben bisher aus. Dennoch zieht die libanesische Hisbollah-Miliz weitere Kräfte zusammen und hat in einer Erklärung angekündigt, "nicht neutral" bleiben zu wollen, sondern dem "Kampf der Palästinenser" beizustehen. Die "Syrische Soziale Nationalistische Partei", die in Syrien und dem Libanon aktiv ist, hat zudem mitgeteilt, dass ihre Kämpfer auf dem Weg seien, sich der Hisbollah für den Kampf gegen die israelische Armee anzuschließen. Auch Kommandeure der iranischen Quds-Brigade, einer Eliteeinheit der "Iranischen Revolutionsgarde", wurden in die Region beordert, sie sollen die Aufgabe haben, die Angriffe auf Israel im Fall eines Kriegsausbruches zu koordinieren. Im Grenzgebiet zu Israel werden zahlreiche Kräfte zusammengezogen, die Möglichkeit der Eröffnung einer Nord-Front in dem Konflikt ist weiter wahrscheinlich.
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Nach Gesprächen zwischen US-Präsident Biden und Israels Präsident Netanjahu haben die USA "grünes Licht" für massive Angriffe auf die palästinensische Infrastruktur gegeben. Außerdem wollen die USA zeitnah Waffen im großen Umfang liefern, auch der Flugzeugträger Gerald R. Ford wird ins Mittelmeer vor Israel verlagert, um schneller reagieren zu können. In der arabischen Welt hat der befürchtete Kriegseintritt der USA (zumindest in Form von Luftunterstützung der israelischen Bomber) bereits zu heftigen Reaktionen geführt, u.a. gibt es Ankündigungen von pro-iranischen Milizen im Irak, US-Stützpunkte in dem Land anzugreifen, sobald die USA aktiv eingreifen.
Derweil zieht Israel weiterhin große Mengen an Soldaten und Panzern zusammen, um eine Bodenoffensive in den Gaza-Streifen zu starten. Mit einem Beginn der Offensive wird am Montagmorgen gerechnet.
Nach bisherigen Angaben wurden in den seit gestern andauernden Kampfhandlungen über 700 Israelis, sowie über 300 palästinensische Zivilisten (durch Luftangriffe im Gaza-Streifen) getötet. Über die Zahl der getöteten palästinensischen Kämpfer gibt es noch keine verlässliche Quelle, sie dürfte aber im mittleren, dreistelligen Bereich liegen. Währenddessen beklagt Israel die Entführung von rund 100 Menschen in den Gaza-Streifen, wo sie als Geiseln gefangengehalten werden. Unter den Geiseln sollen sich hochrangige Soldaten der IDF befinden, darunter offenbar sogar Generäle.
Rund um den Gaza-Streifen kommt es weiterhin zu Kämpfen zwischen palästinensischen Einheiten und israelischen Soldaten, die (bisher nur in einigen Regionen erfolgreich) versuchen, die Kontrolle zurückzuerlangen. Parallel dazu werden weitere Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen heraus gemeldet, die sich gegen Städte in Israel richten.
Auffällig bei der aktuellen Offensive ist nicht nur das hohe Tempo und die Mobilität, mit der die palästinensischen Kämpfer auftreten, sondern auch die "moderne" Kriegsführung, bei der beispielsweise auf Drohnen zurückgegriffen wird. Parallel dazu werden die Angriffe überwiegend gefilmt und das Material in sozialen Netzwerken verbreitet, um an der Propaganda-Front die eigenen Anhänger weiter zu mobilisieren. Ein solch professionelles Vorgehen ist nicht vergleichbar mit den dauerhaften Scharmützeln, die es in der Region seit Jahrzehnten gibt. Es ist davon auszugehen, dass die Hamas in den vergangenen Jahren starke ausländische Unterstützung erhalten hat und sicherlich auch bei der Planung der aktuellen Offensive logistische Hilfe erhalten haben wird.
Nicht weiter eskaliert ist dagegen im Tagesverlauf die Situation an der israelisch-libanesischen Grenze, größere Gefechte bleiben bisher aus. Dennoch zieht die libanesische Hisbollah-Miliz weitere Kräfte zusammen und hat in einer Erklärung angekündigt, "nicht neutral" bleiben zu wollen, sondern dem "Kampf der Palästinenser" beizustehen. Die "Syrische Soziale Nationalistische Partei", die in Syrien und dem Libanon aktiv ist, hat zudem mitgeteilt, dass ihre Kämpfer auf dem Weg seien, sich der Hisbollah für den Kampf gegen die israelische Armee anzuschließen. Auch Kommandeure der iranischen Quds-Brigade, einer Eliteeinheit der "Iranischen Revolutionsgarde", wurden in die Region beordert, sie sollen die Aufgabe haben, die Angriffe auf Israel im Fall eines Kriegsausbruches zu koordinieren. Im Grenzgebiet zu Israel werden zahlreiche Kräfte zusammengezogen, die Möglichkeit der Eröffnung einer Nord-Front in dem Konflikt ist weiter wahrscheinlich.
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Israel kündigt "Belagerung" des Gaza-Streifens mit Terror gegen Zivilbevölkerung an - ein Völkermord droht!
Der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant hat angekündigt, dass Israel den Gaza-Streifen belagern wird. Demnach solle es "keinen Strom, keine Lebensmittel und keinen Treibstoff" mehr geben, sprich: Gezielten Terror gegen die etwa zwei Millionen Bewohner. Die Entmenschlichung wird auch aus einer weiteren Aussage von Gallant deutlich, der behauptet, nicht gegen Menschen zu kämpfen, sondern gegen "Bestien".
Faktisch droht im Gaza-Streifen jetzt ein Völkermord, der vermutlich von den westlichen Staaten schulterzuckend (oder sogar applaudierend) hingenommen wird. Das verdeutlicht auch einmal mehr die westliche Doppelmoral, wonach Angriffe auf Israel scharf verurteilt werden, während Angriffe von Israel auf die palästinensische Zivilbevölkerung als eine Art "Kollateralschaden" gelten.
Parallel zur geplanten Belagerung soll die Bodeninvasion in den Gaza-Streifen beginnen, bei der mit härtesten Kämpfen zu rechnen ist. Das dicht besiedelte Gebiet (rund 5500 Einwohner pro Quadratkilometer, zum Vergleich: Berlin hat rund 4100 Einwohner pro Quadratkilometer, Hamburg etwa 2500) ist nur im Häuserkampf zu nehmen, unter schweren zivilen Opfern. Aber auch unter schweren Verlusten für die israelische Armee, im Erdreich des Gaza-Streifens verläuft ein gigantisches Tunnel-System, das nicht nur als Rückzugsort der Hamas-Führung gilt, sondern aus dem heraus auch Überraschungsangriffe durchgeführt werden können. Auf diesem Gebiet vorzurücken, ist selbst für die hochgerüstete israelische Armee ein Himmelfahrtskommando.
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Der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant hat angekündigt, dass Israel den Gaza-Streifen belagern wird. Demnach solle es "keinen Strom, keine Lebensmittel und keinen Treibstoff" mehr geben, sprich: Gezielten Terror gegen die etwa zwei Millionen Bewohner. Die Entmenschlichung wird auch aus einer weiteren Aussage von Gallant deutlich, der behauptet, nicht gegen Menschen zu kämpfen, sondern gegen "Bestien".
Faktisch droht im Gaza-Streifen jetzt ein Völkermord, der vermutlich von den westlichen Staaten schulterzuckend (oder sogar applaudierend) hingenommen wird. Das verdeutlicht auch einmal mehr die westliche Doppelmoral, wonach Angriffe auf Israel scharf verurteilt werden, während Angriffe von Israel auf die palästinensische Zivilbevölkerung als eine Art "Kollateralschaden" gelten.
Parallel zur geplanten Belagerung soll die Bodeninvasion in den Gaza-Streifen beginnen, bei der mit härtesten Kämpfen zu rechnen ist. Das dicht besiedelte Gebiet (rund 5500 Einwohner pro Quadratkilometer, zum Vergleich: Berlin hat rund 4100 Einwohner pro Quadratkilometer, Hamburg etwa 2500) ist nur im Häuserkampf zu nehmen, unter schweren zivilen Opfern. Aber auch unter schweren Verlusten für die israelische Armee, im Erdreich des Gaza-Streifens verläuft ein gigantisches Tunnel-System, das nicht nur als Rückzugsort der Hamas-Führung gilt, sondern aus dem heraus auch Überraschungsangriffe durchgeführt werden können. Auf diesem Gebiet vorzurücken, ist selbst für die hochgerüstete israelische Armee ein Himmelfahrtskommando.
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Phosphor-Angriffe auf den Gaza-Streifen, zunehmende Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah, Eskalation auch an der syrischen Grenze - die Entwicklung am 4. Kriegstag!
Seit Samstag tobt ein neuer Krieg im Nahen Osten. Am vierten Kriegstag hat Israel seine Bombenangriffe auf den Gaza-Streifen fortgesetzt und intensiviert, auch mit international geächteten Phosphor-Bomben. Der israelische Verteidigungsminister Gallan hat als Ziel ausgegeben, den Gaza-Streifen in eine "Zeltstadt" zu verwandeln, eine unverhohlene Drohung gegen die Zivilbevölkerung. Wie von Israel angekündigt, wurde die Wasserversorgung in den Gaza-Streifen blockiert, außerdem hat Israel den einzigen Grenzübergang, der noch geöffnet war (in Rafah, nach Ägypten) bombardiert und angedroht, mögliche Hilfskonvois aus Richtung Ägypten ebenfalls anzugreifen. Dieser offene Terror gegen die Zivilbevölkerung wird mittlerweile sogar von hohen EU-Vertretern kritisiert, selbstredend ohne Konsequenzen.
Außerhalb des Gaza-Streifens hat Israel den Nahbereich militärisch mittlerweile wieder weitgehend unter seiner Kontrolle. Die IDF mobilisiert weiter ihre Soldaten für die geplante Bodenoffensive in den Gaza-Streifen, die - entgegen ersten Erwartungen - noch nicht begonnen hat. Es gilt aber als sicher, dass diese Offensive erfolgen wird. Für viele arabische Länder gilt eine Bodenoffensive nach Gaza als "rote Linie", die zu einer weiteren Eskalation führen wird.
Zunehmend eskaliert ist die Situation im Tagesverlauf an der libanesisch-israelischen Grenze, wo es schon am Montag zu ersten Kämpfen kam, an denen auf libanesischer Seite u.a. die Hisbollah beteiligt war. Auf beiden Seiten gibt es durch gegenseitigen Beschuss Todesopfer, direkte Infanterie-Zusammenstöße bleiben jedoch bisher aus, es ist bisher ein Artilleriegefecht mit zunehmender Intensität. Am Dienstagabend kam es zudem an der syrisch-israelischen Grenze zu Gefechten, aus Syrien wurden die völkerrechtswidrig von Israel annektierten Golanhöhen beschossen, Israel flog Luftangriffe auf Syrien. Solche Angriffe Israels gegen Syrien finden seit vielen Jahren statt, Syrien ist durch den langen Bürgerkrieg kaum in der Lage, sich effektiv zu verteidigen. In der aktuellen Situation gewinnt eine Eskalation zwischen Syrien und Israel jedoch weiter an Brisanz.
International zeichnet sich ab, dass die Blockbildung zwischen dem politischen Westen, der fest an der Seite Israels steht, sowie einem politischen "Osten" bzw. dem BRICS-Gegenblock (vereinfacht gesagt) nach dem Ukraine-Konflikt auch im Nahen Osten voranschreitet. Russland und China nehmen vergleichsweise neutrale Positionen ein und haben die Angriffe gegen die palästinensische Zivilbevölkerung verurteilt, beide Länder betonen, dass nur eine Zwei-Staaten-Lösung (die von Israel bekanntlich verhindert wird) langfristig Frieden sichern können. Tschetschenenführer Ramsan Kadyrow hat die Angriffe gegen Palästina verurteilt und die Entsendung einer Friedenstruppe seiner tschetschnischen Soldaten angeboten. Dass sich Israel darauf einlassen würde, ist freilich ausgeschlossen. Der Iran, mit Russland und China politisch eng zusammenarbeitend, hat seine Unterstützung für Palästina erneut bekräftigt und droht durch seine Positionierung ebenfalls in das Ziel des Westens zu geraten - möglicherweise ist der Iran, schon lange Feindbild der USA, sogar das Hauptziel dieses Konfliktes.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass im Schatten des neuen Nahost-Konfliktes, der medial den Krieg in der Ukraine deutlich überlagert, weitere Konflikte eskalieren, z.B. zwischen China und Taiwan oder der Kosovo-Konflikt in Serbien. Die Situation ist weltweit höchst angespannt, zumal es für die USA gerade im Nahen Osten darum geht, ihren geopolitischen Führungsanspruch zu verteidigen, während aufstrebende Regional- und Mittelmächte Amerika zunehmend herausfordern.
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Seit Samstag tobt ein neuer Krieg im Nahen Osten. Am vierten Kriegstag hat Israel seine Bombenangriffe auf den Gaza-Streifen fortgesetzt und intensiviert, auch mit international geächteten Phosphor-Bomben. Der israelische Verteidigungsminister Gallan hat als Ziel ausgegeben, den Gaza-Streifen in eine "Zeltstadt" zu verwandeln, eine unverhohlene Drohung gegen die Zivilbevölkerung. Wie von Israel angekündigt, wurde die Wasserversorgung in den Gaza-Streifen blockiert, außerdem hat Israel den einzigen Grenzübergang, der noch geöffnet war (in Rafah, nach Ägypten) bombardiert und angedroht, mögliche Hilfskonvois aus Richtung Ägypten ebenfalls anzugreifen. Dieser offene Terror gegen die Zivilbevölkerung wird mittlerweile sogar von hohen EU-Vertretern kritisiert, selbstredend ohne Konsequenzen.
Außerhalb des Gaza-Streifens hat Israel den Nahbereich militärisch mittlerweile wieder weitgehend unter seiner Kontrolle. Die IDF mobilisiert weiter ihre Soldaten für die geplante Bodenoffensive in den Gaza-Streifen, die - entgegen ersten Erwartungen - noch nicht begonnen hat. Es gilt aber als sicher, dass diese Offensive erfolgen wird. Für viele arabische Länder gilt eine Bodenoffensive nach Gaza als "rote Linie", die zu einer weiteren Eskalation führen wird.
Zunehmend eskaliert ist die Situation im Tagesverlauf an der libanesisch-israelischen Grenze, wo es schon am Montag zu ersten Kämpfen kam, an denen auf libanesischer Seite u.a. die Hisbollah beteiligt war. Auf beiden Seiten gibt es durch gegenseitigen Beschuss Todesopfer, direkte Infanterie-Zusammenstöße bleiben jedoch bisher aus, es ist bisher ein Artilleriegefecht mit zunehmender Intensität. Am Dienstagabend kam es zudem an der syrisch-israelischen Grenze zu Gefechten, aus Syrien wurden die völkerrechtswidrig von Israel annektierten Golanhöhen beschossen, Israel flog Luftangriffe auf Syrien. Solche Angriffe Israels gegen Syrien finden seit vielen Jahren statt, Syrien ist durch den langen Bürgerkrieg kaum in der Lage, sich effektiv zu verteidigen. In der aktuellen Situation gewinnt eine Eskalation zwischen Syrien und Israel jedoch weiter an Brisanz.
International zeichnet sich ab, dass die Blockbildung zwischen dem politischen Westen, der fest an der Seite Israels steht, sowie einem politischen "Osten" bzw. dem BRICS-Gegenblock (vereinfacht gesagt) nach dem Ukraine-Konflikt auch im Nahen Osten voranschreitet. Russland und China nehmen vergleichsweise neutrale Positionen ein und haben die Angriffe gegen die palästinensische Zivilbevölkerung verurteilt, beide Länder betonen, dass nur eine Zwei-Staaten-Lösung (die von Israel bekanntlich verhindert wird) langfristig Frieden sichern können. Tschetschenenführer Ramsan Kadyrow hat die Angriffe gegen Palästina verurteilt und die Entsendung einer Friedenstruppe seiner tschetschnischen Soldaten angeboten. Dass sich Israel darauf einlassen würde, ist freilich ausgeschlossen. Der Iran, mit Russland und China politisch eng zusammenarbeitend, hat seine Unterstützung für Palästina erneut bekräftigt und droht durch seine Positionierung ebenfalls in das Ziel des Westens zu geraten - möglicherweise ist der Iran, schon lange Feindbild der USA, sogar das Hauptziel dieses Konfliktes.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass im Schatten des neuen Nahost-Konfliktes, der medial den Krieg in der Ukraine deutlich überlagert, weitere Konflikte eskalieren, z.B. zwischen China und Taiwan oder der Kosovo-Konflikt in Serbien. Die Situation ist weltweit höchst angespannt, zumal es für die USA gerade im Nahen Osten darum geht, ihren geopolitischen Führungsanspruch zu verteidigen, während aufstrebende Regional- und Mittelmächte Amerika zunehmend herausfordern.
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EIL: Offenbar Kriegseintritt der Hisbollah - massive Angriffswelle auf Nordisrael!
Seit Mittwochnachmittag kommt es aus dem Libanon heraus zu einer massiven Angriffswelle auf den israelischen Norden. Es sind eine Vielzahl an Flugkörpern in der Luft, wobei noch unklar ist, ob es sich um Drohnen oder Flugzeuge handelt. Erste Meldungen in sozialen Netzwerken (allerdings noch unbestätigt) verkünden sogar die Landung von Fallschirmjägern. Sollten sich diese Meldungen bestätigen, hat der seit Samstag andauernde Krieg heute eine neue Dimension erreicht.
Ergänzung:
Im Norden Israels wurden eine Millionen Menschen evakuiert, möglicherweise handelt es sich aber bei der Meldung um einen Fehlalarm der israelischen Armee, bestätigt sind bisher nur kleinere Kämpfe (wie seit Tagen) an der Grenze zum Libanon.
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@michaelbrueck90
Seit Mittwochnachmittag kommt es aus dem Libanon heraus zu einer massiven Angriffswelle auf den israelischen Norden. Es sind eine Vielzahl an Flugkörpern in der Luft, wobei noch unklar ist, ob es sich um Drohnen oder Flugzeuge handelt. Erste Meldungen in sozialen Netzwerken (allerdings noch unbestätigt) verkünden sogar die Landung von Fallschirmjägern. Sollten sich diese Meldungen bestätigen, hat der seit Samstag andauernde Krieg heute eine neue Dimension erreicht.
Ergänzung:
Im Norden Israels wurden eine Millionen Menschen evakuiert, möglicherweise handelt es sich aber bei der Meldung um einen Fehlalarm der israelischen Armee, bestätigt sind bisher nur kleinere Kämpfe (wie seit Tagen) an der Grenze zum Libanon.
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Israel verhandelt mit USA + Ägypten über Vertreibung aller Palästinenser aus dem Gazastreifen, Luftangriffe dauern an, Irritationen über angebliche Offensive aus dem Libanon - das war Tag 5 im neuen Nahost-Krieg
Es ist ein perfider Plan, der aufgehen könnte: Seit Tagen bombardiert Israel den Gaza-Streifen, ganze Straßenzüge erinnern an die Bilder, die wir aus deutschen Großstädten aus der Endphase des zweiten Weltkrieges kennen. Nach palästinensischen Angaben sind bereits über 300 Kinder durch den Bombenterror ums Leben gekommen, die gesamten Opferzahlen sind unbekannt. Das Ziel Israels: Die Bevölkerung zu zermürben. Denn parallel finden Verhandlungen mit der ägyptischen Regierung statt, bei denen die USA und Israel Druck aufbauen. Ägypten soll die Grenze zum Gaza-Streifen öffnen, so lautet die Forderung, um die "Zivilbevölkerung" zu evakuieren. Im Klartext: Die Palästinenser sollen auf die ägyptische Sinai-Halbinsel umgesiedelt werden, anschließend würde Israel den restlichen Gaza-Streifen dem Erdboben gleich machen, denn nach ihrer Logik würden dort ohnehin nur noch Terroristen verbleiben. Es ist die Ankündigung eines gigantischen Massakers, das durch die Abstellung von Strom und Wasser für den Gaza-Streifen bereits begonnen hat.
Natürlich hält sich die Begeisterung Ägyptens, den Konflikt in das eigene Land zu importieren, sehr in Grenzen. Bisher weigert sich Ägypten, die Grenze zu öffnen. Die Regierung in Kairo ist aber nicht für Standhaftigkeit bekannt und dürfte sich relativ zeitnah den Forderungen beugen, so dass tatsächlich eine Vertreibung der Palästinenser drohen könnte. Unkalkulierbar bleibt für Israel aber, wie verbündete und / oder befreundete arabische Völker auf dieses Szenario reagieren werden.
Nachdem am Dienstag die Situation an der libanesisch-israelischen Grenze weiter eskaliert ist, setzten sich die Kämpfe am MIttwoch fort, allerdings weiter vergleichsweise statisch durch beidseitigen Beschuss im Grenzgebiet. Zwischenzeitlich von der israelischen Armee verbreitete Meldungen über eine Luftlande-Operation aus dem Libanon, wegen der vorsorglich eine Millionen Menschen (!) evakuiert bzw. "in Sicherheit" "gebracht wurden,** erwiesen sich als Fehlinformation**. Ein regulärer, sprich offensiver Kriegseintritt der Hisbollah hat somit weiterhin nicht stattgefunden.
Unterdessen hat sich - unter Führung von Benjamin Netanjahu - am Mittwoch in Israel eine "Regierung der nationalen Einheit" gebildet, die am Abend in einer Pressekonferenz ankündigte, dass die Offensive gegen die Hamas nun beginnen würde. Dies deutet auf die mutmaßlich zeitnah startende Bodenoperation in den Gaza-Streifen hin. Ziel sei es, alle Hamas-Mitglieder zu eliminieren, verkündete der israelische Verteidigungsminister Gallant.
Sollte das Vertreibungs-Szenario der Palästinenser aus dem Gaza-Streifen Realität werden, wäre es nach der Vertreibung der Armenier aus Bergkarabach die zweite Vertreibungswelle in einem ethnischen Konflikt innerhalb von wenigen Wochen. Allerdings in einem noch größeren Ausmaß, im Gaza-Streifen leben rund 2 Millionen Menschen.
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Es ist ein perfider Plan, der aufgehen könnte: Seit Tagen bombardiert Israel den Gaza-Streifen, ganze Straßenzüge erinnern an die Bilder, die wir aus deutschen Großstädten aus der Endphase des zweiten Weltkrieges kennen. Nach palästinensischen Angaben sind bereits über 300 Kinder durch den Bombenterror ums Leben gekommen, die gesamten Opferzahlen sind unbekannt. Das Ziel Israels: Die Bevölkerung zu zermürben. Denn parallel finden Verhandlungen mit der ägyptischen Regierung statt, bei denen die USA und Israel Druck aufbauen. Ägypten soll die Grenze zum Gaza-Streifen öffnen, so lautet die Forderung, um die "Zivilbevölkerung" zu evakuieren. Im Klartext: Die Palästinenser sollen auf die ägyptische Sinai-Halbinsel umgesiedelt werden, anschließend würde Israel den restlichen Gaza-Streifen dem Erdboben gleich machen, denn nach ihrer Logik würden dort ohnehin nur noch Terroristen verbleiben. Es ist die Ankündigung eines gigantischen Massakers, das durch die Abstellung von Strom und Wasser für den Gaza-Streifen bereits begonnen hat.
Natürlich hält sich die Begeisterung Ägyptens, den Konflikt in das eigene Land zu importieren, sehr in Grenzen. Bisher weigert sich Ägypten, die Grenze zu öffnen. Die Regierung in Kairo ist aber nicht für Standhaftigkeit bekannt und dürfte sich relativ zeitnah den Forderungen beugen, so dass tatsächlich eine Vertreibung der Palästinenser drohen könnte. Unkalkulierbar bleibt für Israel aber, wie verbündete und / oder befreundete arabische Völker auf dieses Szenario reagieren werden.
Nachdem am Dienstag die Situation an der libanesisch-israelischen Grenze weiter eskaliert ist, setzten sich die Kämpfe am MIttwoch fort, allerdings weiter vergleichsweise statisch durch beidseitigen Beschuss im Grenzgebiet. Zwischenzeitlich von der israelischen Armee verbreitete Meldungen über eine Luftlande-Operation aus dem Libanon, wegen der vorsorglich eine Millionen Menschen (!) evakuiert bzw. "in Sicherheit" "gebracht wurden,** erwiesen sich als Fehlinformation**. Ein regulärer, sprich offensiver Kriegseintritt der Hisbollah hat somit weiterhin nicht stattgefunden.
Unterdessen hat sich - unter Führung von Benjamin Netanjahu - am Mittwoch in Israel eine "Regierung der nationalen Einheit" gebildet, die am Abend in einer Pressekonferenz ankündigte, dass die Offensive gegen die Hamas nun beginnen würde. Dies deutet auf die mutmaßlich zeitnah startende Bodenoperation in den Gaza-Streifen hin. Ziel sei es, alle Hamas-Mitglieder zu eliminieren, verkündete der israelische Verteidigungsminister Gallant.
Sollte das Vertreibungs-Szenario der Palästinenser aus dem Gaza-Streifen Realität werden, wäre es nach der Vertreibung der Armenier aus Bergkarabach die zweite Vertreibungswelle in einem ethnischen Konflikt innerhalb von wenigen Wochen. Allerdings in einem noch größeren Ausmaß, im Gaza-Streifen leben rund 2 Millionen Menschen.
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Wie positioniert sich die patriotische Rechte zum neu eskalierten Nahost-Konflikt? Einige Gedankengänge.
Die Nahost-Thematik ist traditionell emotional aufgeladen und immer dann, wenn die Situation rund um Israel wieder eskaliert, macht sich das auch bei uns im Land bemerkbar. Schnell gehen die Diskussionen los, wer auf welcher Seite steht, die entsprechenden Vorwürfe an die Gegenseite inklusive. Wie schon beim Russland-Ukraine-Konflikt, ist das patriotische Lager uneinig. Die einen stehen uneingeschränkt an der Seite Israels (zum Glück ist das nicht die Mehrheit), andere unterstützen Palästina. Wieder andere haben Angst, sich zu positionieren und behaupten, sie wären "neutral", was aber oft ein Synonym für "ich möchte einfach nicht anecken und sage erstmal lieber garnichts" ist. Denn in zentralen politischen Fragen (und das Thema ist durch die Dauerpräsenz in den deutschen Medien eine zentrale Frage, ob es gefällt oder nicht) kann es für eine politische Strömung keine Nicht-Positionierung geben. Erfreulicherweise setzt sich jedoch zunehmend ein deutscher Standpunkt durch, der sich zwar auch "neutral" nennt, aber diese Neutralität inhaltlich begründen kann und nicht einfach nur aus Opportunismus vertreten wird: Es muss um unsere eigenen, deutschen Interessen gehen, statt um die Verteidigung und bedingungslose Unterstützung Israels als "deutsche Staatsräson".
Wir Deutschen haben keine moralische Verpflichtung, Israel zu helfen und damit andere Länder gegen uns aufzubringen. Wie im Russland-Ukraine-Konflikt muss ein deutscher Standpunkt gute Beziehungen zu allen Ländern beinhalten, dazu gehören natürlich auch die arabischen Völker der Region, die traditionell sogar sehr deutschfreundlich sind. Auf der anderen Seite ist es für eine deutsche politische Bewegung natürlich auch nicht vermittelbar, sich einseitig auf die palästinensische Seite zu schlagen und seine Energie in einen Konflikt fremder Staaten zu investieren, während unser eigenes Land weiter bergab geht. Der Nahost-Konflikt ist hochkomplex und statt emotionaler Entrüstung müsste Sachlichkeit und Vernunft das Gebot der Stunde sein.
Realpolitisch müssten aus dieser Position folgende Konsequenzen resultieren:
1.) Keine deutsche Unterstützung für die israelische Armee, weder logistisch, noch finanziell.
2.) Keine Parteinahme durch Israelfahnen an deutschen Rathäusern, Solidaritätsbekundungen staatlicher Repräsentanten usw.
3.) Gespräche deutscher Außenpolitiker mit allen Ländern der Region, immer unter dem Standpunkt, was unserem Land nützt.
Natürlich sind diese Wünsche weit von dem entfernt, was "unsere" Regierung betreibt, das ist nämlich einmal mehr Vasallentum an der Seite der USA für ihren Feldzug gegen den Iran und seine Verbündeten. Und dieser Feldzug ist natürlich ebenfalls nicht im deutschen Interesse, im Gegenteil, schon geschichtlich war es für beide Völker stets von Vorteil, wenn die Beziehungen zwischen den Ländern freundschaftlich gewesen sind.
Jeder hat seine Einzelmeinung zu dem Konflikt und ich mache kein Geheimnis daraus, den Freiheitswunsch des palästinensischen Volkes nach einem eigenen, souveränen Staat moralisch zu unterstützen. Und das schon seit meiner Jugend. Andere sehen sich aus ihrer Erfahrung mit Moslems in Deutschland vielleicht eher auf der israelischen Seite (auch wenn ich diesen Standpunkt für falsch halte). Aber gerade in politischen Organisationen, in denen ein ideologisch breiter aufgestelltes Feld an Mitstreitern beheimatet ist, sollte als offizielle, nach außen vermittelte Organisationsposition die deutsche Nicht-Einmischung in den Konflikt stehen. Konsequent neutral. Sowohl aus strukturellen Gründen (ansonsten droht eine erneute inhaltliche Spaltung, die dem patriotischen Lager keinerlei Vorteile bringt und letztlich von niemanden honoriert wird), als auch aus politisch-inhaltlicher Richtigkeit. Das hindert natürlich einzelne Protagonisten nicht, ihre Privatmeinung darzulegen, solange erkennbar ist, nicht für die gesamte Organisation zu sprechen.
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Wir Deutschen haben keine moralische Verpflichtung, Israel zu helfen und damit andere Länder gegen uns aufzubringen. Wie im Russland-Ukraine-Konflikt muss ein deutscher Standpunkt gute Beziehungen zu allen Ländern beinhalten, dazu gehören natürlich auch die arabischen Völker der Region, die traditionell sogar sehr deutschfreundlich sind. Auf der anderen Seite ist es für eine deutsche politische Bewegung natürlich auch nicht vermittelbar, sich einseitig auf die palästinensische Seite zu schlagen und seine Energie in einen Konflikt fremder Staaten zu investieren, während unser eigenes Land weiter bergab geht. Der Nahost-Konflikt ist hochkomplex und statt emotionaler Entrüstung müsste Sachlichkeit und Vernunft das Gebot der Stunde sein.
Realpolitisch müssten aus dieser Position folgende Konsequenzen resultieren:
1.) Keine deutsche Unterstützung für die israelische Armee, weder logistisch, noch finanziell.
2.) Keine Parteinahme durch Israelfahnen an deutschen Rathäusern, Solidaritätsbekundungen staatlicher Repräsentanten usw.
3.) Gespräche deutscher Außenpolitiker mit allen Ländern der Region, immer unter dem Standpunkt, was unserem Land nützt.
Natürlich sind diese Wünsche weit von dem entfernt, was "unsere" Regierung betreibt, das ist nämlich einmal mehr Vasallentum an der Seite der USA für ihren Feldzug gegen den Iran und seine Verbündeten. Und dieser Feldzug ist natürlich ebenfalls nicht im deutschen Interesse, im Gegenteil, schon geschichtlich war es für beide Völker stets von Vorteil, wenn die Beziehungen zwischen den Ländern freundschaftlich gewesen sind.
Jeder hat seine Einzelmeinung zu dem Konflikt und ich mache kein Geheimnis daraus, den Freiheitswunsch des palästinensischen Volkes nach einem eigenen, souveränen Staat moralisch zu unterstützen. Und das schon seit meiner Jugend. Andere sehen sich aus ihrer Erfahrung mit Moslems in Deutschland vielleicht eher auf der israelischen Seite (auch wenn ich diesen Standpunkt für falsch halte). Aber gerade in politischen Organisationen, in denen ein ideologisch breiter aufgestelltes Feld an Mitstreitern beheimatet ist, sollte als offizielle, nach außen vermittelte Organisationsposition die deutsche Nicht-Einmischung in den Konflikt stehen. Konsequent neutral. Sowohl aus strukturellen Gründen (ansonsten droht eine erneute inhaltliche Spaltung, die dem patriotischen Lager keinerlei Vorteile bringt und letztlich von niemanden honoriert wird), als auch aus politisch-inhaltlicher Richtigkeit. Das hindert natürlich einzelne Protagonisten nicht, ihre Privatmeinung darzulegen, solange erkennbar ist, nicht für die gesamte Organisation zu sprechen.
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Israelische Luftangriffe auf Syrien und den Gaza-Streifen, Entspannung der Situation an der libanesisch-israelischen Grenze, eine Drohung aus dem Iran und eine katastrophale Verschlechterung der humanitären Lage in Gaza - das war Tag 6 im neuen Nahost-Krieg
Am sechsten Tag des neuen Nahost-Krieges hat das direkte Kampfgeschehen - verglichen mit den Vortagen - etwas an Dynamik abgenommen. Israel hat seine Luftangriffe auf den Gaza-Streifen fortgesetzt, die Opferzahl der getöteten Palästinenser (mindestens 1400 zivile Opfer) übersteigt mittlerweile die Zahl der getöteten Israelis. Gleichzeitig gibt es im Gaza-Streifen weder Strom, noch Wasser und auch die Lebensmittel werden knapp. Bilder zeigen, wie Menschen mit ihren Händen versuchen, Verwandte unter den Trümmern zerbombter Häuser zu retten. Mit jedem Tag, der vergeht, verschlimmert sich die Situation in Gaza weiter.
Ägypten plant weiter einen internationalen Hilfstransport in den Gaza-Streifen, obwohl Israel angekündigt hat, solche Hilfslieferungen, die über den Grenzübergang in Rafah abgewickelt werden sollen, zu bombardieren. Bisher hat jedoch noch kein Hilfstransport Gaza erreicht, möglicherweise sollen erst weitere Länder mitinolviert werden, um eine Schutzwirkung vor israelischen Luftangriffen zu entfalten.
Am Donnerstagmittag attackierten israelische Bomber Syrien und bombardierten Flughäfen in Damaskus, sowie Aleppo. NIcht nur Syrien verurteilte den Angriff scharf, auch Russland erklärte, dass ein solches Vorgehen gegen internationales Recht verstößt. Faktisch fliegt Israel solche Angriffe gegen Syrien jedoch regelmäßig und ohne Konsequenzen, wobei sich die meisten dieser Angriffe gegen Stellungen der Hisbollah in Syrien richten, ein direkter Angriff auf syrische Infrastruktur ist dagegen eine weitere Eskalation. Scharfe Worte gegenüber Israel kommen auch aus dem Iran: Bei einem Besuch in Beirut teilte der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian mit, dass die katastrophale humanitäre Lage im Gaza-Streifen, sowie anhaltende Völkerrechtsverstöße durch Israel, die Öffnung "neuer Fronten" notwendig machen könnten. Es ist eine erneute Anspielung auf einen möglichen Kriegseintritt weiterer arabischer Länder zum Nachteil Israels.
Die Gefahr eines Flächenbrandes wird offenbar auch von der NATO ernstgenommen: Nachdem bereits die USA starke Marineeinheiten (inklusive Flugzeugträger) in das östliche Mittelmeer verlegt haben, zieht Großbritannien nun nach und verlagert ebenfalls Schiffe in die Region. Darüber hinaus hat Großbritannien angekündigt, der israelischen Armee auch militärisch zu helfen, zunächst mit Luftunterstützung in Form von Aufklärungsflügen.
Während es rund um den Gaza-Streifen zu weiteren Gefechten kam (die an Intensität verglichen mit den Vortagen abgenommen haben, größere palästinensische Raketenangriffe gab es jedoch auf die israelische Stadt Sderot, die sogar gänzlich evakuiert wurde), ist die Situation an der libanesisch-israelischen Grenze am Donnerstag ruhig geblieben. Zwar gab die IDF mehrmals Warnungen vor angeblichen libanesischen Luftangriffen heraus, diese entpuppten sich später aber erneut als Falschmeldungen, nennenswerte Kämpfe oder Angriffe wurden von beiden Seiten im Tagesverlauf nicht bekannt. Hinsichtlich einer möglichen Bodenoffensive in den Gaza-Streifen, die allseits als "rote Linie" der arabischen Länder gesehen wird, ist offiziell von israelischer Seite noch keine Entscheidung gefallen, die Einheiten sind mittlerweile aber in Angriffsposition rund um den Gaza-Streifen aufgefahren. Nach Angaben von hochrangigen Vertretern der IDF könne die Offensive, sobald die Politik "grünes Licht" gäbe, jederzeit starten.
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Am sechsten Tag des neuen Nahost-Krieges hat das direkte Kampfgeschehen - verglichen mit den Vortagen - etwas an Dynamik abgenommen. Israel hat seine Luftangriffe auf den Gaza-Streifen fortgesetzt, die Opferzahl der getöteten Palästinenser (mindestens 1400 zivile Opfer) übersteigt mittlerweile die Zahl der getöteten Israelis. Gleichzeitig gibt es im Gaza-Streifen weder Strom, noch Wasser und auch die Lebensmittel werden knapp. Bilder zeigen, wie Menschen mit ihren Händen versuchen, Verwandte unter den Trümmern zerbombter Häuser zu retten. Mit jedem Tag, der vergeht, verschlimmert sich die Situation in Gaza weiter.
Ägypten plant weiter einen internationalen Hilfstransport in den Gaza-Streifen, obwohl Israel angekündigt hat, solche Hilfslieferungen, die über den Grenzübergang in Rafah abgewickelt werden sollen, zu bombardieren. Bisher hat jedoch noch kein Hilfstransport Gaza erreicht, möglicherweise sollen erst weitere Länder mitinolviert werden, um eine Schutzwirkung vor israelischen Luftangriffen zu entfalten.
Am Donnerstagmittag attackierten israelische Bomber Syrien und bombardierten Flughäfen in Damaskus, sowie Aleppo. NIcht nur Syrien verurteilte den Angriff scharf, auch Russland erklärte, dass ein solches Vorgehen gegen internationales Recht verstößt. Faktisch fliegt Israel solche Angriffe gegen Syrien jedoch regelmäßig und ohne Konsequenzen, wobei sich die meisten dieser Angriffe gegen Stellungen der Hisbollah in Syrien richten, ein direkter Angriff auf syrische Infrastruktur ist dagegen eine weitere Eskalation. Scharfe Worte gegenüber Israel kommen auch aus dem Iran: Bei einem Besuch in Beirut teilte der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian mit, dass die katastrophale humanitäre Lage im Gaza-Streifen, sowie anhaltende Völkerrechtsverstöße durch Israel, die Öffnung "neuer Fronten" notwendig machen könnten. Es ist eine erneute Anspielung auf einen möglichen Kriegseintritt weiterer arabischer Länder zum Nachteil Israels.
Die Gefahr eines Flächenbrandes wird offenbar auch von der NATO ernstgenommen: Nachdem bereits die USA starke Marineeinheiten (inklusive Flugzeugträger) in das östliche Mittelmeer verlegt haben, zieht Großbritannien nun nach und verlagert ebenfalls Schiffe in die Region. Darüber hinaus hat Großbritannien angekündigt, der israelischen Armee auch militärisch zu helfen, zunächst mit Luftunterstützung in Form von Aufklärungsflügen.
Während es rund um den Gaza-Streifen zu weiteren Gefechten kam (die an Intensität verglichen mit den Vortagen abgenommen haben, größere palästinensische Raketenangriffe gab es jedoch auf die israelische Stadt Sderot, die sogar gänzlich evakuiert wurde), ist die Situation an der libanesisch-israelischen Grenze am Donnerstag ruhig geblieben. Zwar gab die IDF mehrmals Warnungen vor angeblichen libanesischen Luftangriffen heraus, diese entpuppten sich später aber erneut als Falschmeldungen, nennenswerte Kämpfe oder Angriffe wurden von beiden Seiten im Tagesverlauf nicht bekannt. Hinsichtlich einer möglichen Bodenoffensive in den Gaza-Streifen, die allseits als "rote Linie" der arabischen Länder gesehen wird, ist offiziell von israelischer Seite noch keine Entscheidung gefallen, die Einheiten sind mittlerweile aber in Angriffsposition rund um den Gaza-Streifen aufgefahren. Nach Angaben von hochrangigen Vertretern der IDF könne die Offensive, sobald die Politik "grünes Licht" gäbe, jederzeit starten.
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Israel setzt Bewohnern im nördlichen Teil des Gaza-Streifens Ultimatum, Luftangriffe werden fortgesetzt, die humanitäre Situation wird immer schlimmer - Tag 7 im neuen Nahost-Konflikt.
Am sechsten Tag des neu eskalierten Nahost-Konfliktes rückt die israelische Bodenoffensive in den Gaza-Streifen immer näher. Den Bewohnern des nördlichen Gaza-Streifens (rund eine Millionen Menschen) wurde ein - mittlerweile abgelaufenes - Ultimatum bis Freitagabend gesetzt, Richtung Süden zu flüchten. Offenbar werden alle verbliebenen Bewohner von den israelischen Soldaten wie Terroristen behandelt bzw. ihr Opfer als Kollateralschäden billigend in Kauf genommen. So, wie bei den fortgesetzten Luftangriffen auf den Gaza-Streifen, die mittlerweile über 1900 zivile Opfer unter der palästinensischen Bevölkerung verursacht haben.
Immer schlimmer wird auch die humanitäre Situation, Strom und Wasser sind seit zwei Tagen abgestellt, selbst die Krankenhäuser in Gaza sind nicht mehr in der Lage, ihren Aufgaben nachzukommen. Offenbar in Vorbereitung der Bodenoffensive, soll zudem durch Israel ab Samstag das Mobilfunknetz im gesamten Gaza-Streifen abgestellt werden. Angeblich - so behaupten israelische Medien - hätte es zudem am Freitag bereits mehrere Vorstöße israleischer Bodeneinheiten in den Gaza-Streifen gegeben, die offenbar das Ziel hatten, die Standorte der festgehaltenen Geiseln ausfindig zu machen. Diese Meldungen wurden von palästinensischer Seite nicht bestätigt, auch Informationen über Kämpfe innerhalb des Gaza-Streifens liegen bisher nicht vor. Bestätigt sind jedoch erneute Raketenangriffe aus Gaza heraus, die sich gegen verschiedene israelische Städte gerichtet haben, die aber von der Quantität nicht an den tausendfachen Raketenbeschuss zu Anfang der palästinensischen Offensive heranreichten.
Nachdem die Situation an der libanesisch-israelischen Grenze am Donnerstag vergleichsweise ruhig gewesen ist, kam es am Freitag zu erneuten Gefechten. Dabei wurde auf libanesischer Seite (durch eine israelische Rakete) auch ein Auto getroffen, in dem sich drei Journalisten befanden, die allesamt getöet wurden. Mindestens einer von ihnen hat für die Nachrichtenagentur Reuters gearbeitet.
Insgesamt wirkt die Situation am Freitag wie die "Ruhe vor dem Sturm", Israels Armee bringt sich vor allem im Bereich rund um Gaza weiter in Angriffsstellung. Parallel dazu glühen auf allen Seiten die diplomatischen Kanäle zu den jeweiligen Verbündeten, nach wie vor kann sich der Konflikt zu einem Flächenbrand in der Region (und weit darüber hinaus) ausweiten. Aktuell halten sich die meisten arabischen Länder mit einer direkten Einmischung zurück, auch wenn verbal aufgerüstet wird und deutliche Drohungen Richtung Israel ausgesprochen werden. Sollte aber tatsächlich ein Einmarsch in den Gaza-Streifen erfolgen und / oder die Blockade längere Zeit anhalten, wodurch die humantiäre Katastrophe noch schlimmer wird, stehen die arabischen Länder der Region unter dem Druck, helfend einzugreifen, wodurch die Eskalationsspirale voranschreitet und auf der anderen Seite Kettenreaktionen bei den Verbündeten Israels, allen voran die USA und Großbritannien, auslöst.
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Am sechsten Tag des neu eskalierten Nahost-Konfliktes rückt die israelische Bodenoffensive in den Gaza-Streifen immer näher. Den Bewohnern des nördlichen Gaza-Streifens (rund eine Millionen Menschen) wurde ein - mittlerweile abgelaufenes - Ultimatum bis Freitagabend gesetzt, Richtung Süden zu flüchten. Offenbar werden alle verbliebenen Bewohner von den israelischen Soldaten wie Terroristen behandelt bzw. ihr Opfer als Kollateralschäden billigend in Kauf genommen. So, wie bei den fortgesetzten Luftangriffen auf den Gaza-Streifen, die mittlerweile über 1900 zivile Opfer unter der palästinensischen Bevölkerung verursacht haben.
Immer schlimmer wird auch die humanitäre Situation, Strom und Wasser sind seit zwei Tagen abgestellt, selbst die Krankenhäuser in Gaza sind nicht mehr in der Lage, ihren Aufgaben nachzukommen. Offenbar in Vorbereitung der Bodenoffensive, soll zudem durch Israel ab Samstag das Mobilfunknetz im gesamten Gaza-Streifen abgestellt werden. Angeblich - so behaupten israelische Medien - hätte es zudem am Freitag bereits mehrere Vorstöße israleischer Bodeneinheiten in den Gaza-Streifen gegeben, die offenbar das Ziel hatten, die Standorte der festgehaltenen Geiseln ausfindig zu machen. Diese Meldungen wurden von palästinensischer Seite nicht bestätigt, auch Informationen über Kämpfe innerhalb des Gaza-Streifens liegen bisher nicht vor. Bestätigt sind jedoch erneute Raketenangriffe aus Gaza heraus, die sich gegen verschiedene israelische Städte gerichtet haben, die aber von der Quantität nicht an den tausendfachen Raketenbeschuss zu Anfang der palästinensischen Offensive heranreichten.
Nachdem die Situation an der libanesisch-israelischen Grenze am Donnerstag vergleichsweise ruhig gewesen ist, kam es am Freitag zu erneuten Gefechten. Dabei wurde auf libanesischer Seite (durch eine israelische Rakete) auch ein Auto getroffen, in dem sich drei Journalisten befanden, die allesamt getöet wurden. Mindestens einer von ihnen hat für die Nachrichtenagentur Reuters gearbeitet.
Insgesamt wirkt die Situation am Freitag wie die "Ruhe vor dem Sturm", Israels Armee bringt sich vor allem im Bereich rund um Gaza weiter in Angriffsstellung. Parallel dazu glühen auf allen Seiten die diplomatischen Kanäle zu den jeweiligen Verbündeten, nach wie vor kann sich der Konflikt zu einem Flächenbrand in der Region (und weit darüber hinaus) ausweiten. Aktuell halten sich die meisten arabischen Länder mit einer direkten Einmischung zurück, auch wenn verbal aufgerüstet wird und deutliche Drohungen Richtung Israel ausgesprochen werden. Sollte aber tatsächlich ein Einmarsch in den Gaza-Streifen erfolgen und / oder die Blockade längere Zeit anhalten, wodurch die humantiäre Katastrophe noch schlimmer wird, stehen die arabischen Länder der Region unter dem Druck, helfend einzugreifen, wodurch die Eskalationsspirale voranschreitet und auf der anderen Seite Kettenreaktionen bei den Verbündeten Israels, allen voran die USA und Großbritannien, auslöst.
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Neue Eskalationsstufe: Iran droht Israel bei Einmarsch in den Gaza-Streifen mit Militärintervention. Luftangriffe auf Gaza gehen weiter, IDF ist bereits für die Bodenoffensive. Anhaltende Kämpfe an der libanesisch-israelischen Grenze, gegenseitiger Artilleriebeschuss auch an der syrisch-israelischen Grenze - Tag 8 im neuen Nahost-Krieg
Es ist leider fast überflüssig zu erwähnen, dass sich die humanitäre Situation im Gaza-Streifen stetig weiter verschlechtert. Auch die israelischen Luftangriffe werden fortgesetzt, mittlerweile sind - nach palästinensischen Angaben - bereits über 2300 Zivilisten in Gaza durch den fortwährenden Bombenterror getötet worden. Und auch die geplante Vertreibung der Zivilbevölkerung in Richtung israelische Grenze hält an, nach einem verstrichenen Ultimatum am Freitag, hat Israel den Bewohnern des Gaza-Streifens ein zweites (nunmehr ebenfalls abgelauefenes) Ultimatum bis Samstagnachmittag gesetzt, sich in den Süden des Gaza-Streifens, Richtung ägyptischer Grenze, zu entfernen. Zeitgleich haben verschiedene israelische Medien gemeldet, dass die Bodenoffensive in den Gaza-Streifen unmittelbar bevor stünde, die IDF sei bereit für "Phase 2", womit - nach Phase 1, dem Zurückschlagen der palästinensischen Angriffe - die Gegenoffensive gemeint ist.
Jene Angriffe wurden auch am Samstag fortgesetzt, Raketenbeschuss gab es u.a. wieder auf die Stadt Aschkeron, aber auch auf Tel Aviv. Auf Tel Aviv wurden soviele Raketen abgeschossen, wie seit dem 7. Oktober, dem Beginn des neuen Nahost-Krieges, nicht mehr. Nach zwei eher ruhigeren Tagen an der libanesisch-israelischen Grenze haben die Kämpfe im Norden Israels, bei denen die IDF auf die Hisbollah und weitere Gruppen des LIbanons trifft, wieder deutlich zugenommen, im Grenzbereich kam es den gesamten Tag über zu intensiven Gefechten. Auch an der syrisch-israelischen Grenze ist die Situation am Samstagabend erneut eskaliert, nach einem Raketenangriff auf Syrien heraus findet derzeit beidseitiger Artilleriebeschuss statt.
Diese Situation könnte sich ändern: Am Samstagabend wurde bekannt, dass der Iran mitgeteilt hat, eine Bodenoffensive in den Gaza-Streifen als rote Linie zu sehen, auf die eine Militärintervention folgen wird. Eine solch konkrete Ansage, von der ein gesichtswahrendes Zurückrudern nur schwerlich möglich sein wird, hat es bisher nicht gegeben. Sollte der Iran tatsächlich als Reaktion auf den israelischen EInmarsch in Gaza angreifen, hat der neue Nahost-Konflikt das Potential, gemeinsam mit dem schließlich weiterhin andauernden Russland-Ukraine-Konflikt einen neuen Weltkrieg auszulösen. Denn: Mit einem Kriegseintritt des Irans würden nicht nur Syrien, der Libanon, sowie pro-iranische Militäreinheiten aus dem Irak (und vermutlich auch der Jemen) folgen, sondern auf der anderen Seite unweigerlich die USA als direkte Kriegspartei. Und vermutlich nach und nach weitere NATO-Länder, wobei die Rolle der Türkei bersonders "spannend" werden dürfte und sicherlich nicht das letzte Wort darüber gesprochen ist, ob in einem solch globalen Konflikt die Bündnistreue zur NATO eingehalten wird. Grob gesprochen, würde eine solche Konfrontation dazu führen, dass der politische Westen an einer Front auf Russland trifft, an der anderen Front auf einen Großteil der arabischen Welt. Was Russland, die sich formal bisher im Nahost-Konflikt neutral verhalten (aber durchaus Verständnis für die Ziele der Palästinenser nach einer 2-Staaten-Lösung zeigen), in dieser Situation noch enger an die arabischen Staaten schmieden würde, mit dem Iran gibt es bekanntlich ohnehin schon eine recht intensive Zusammenarbeit.
Die USA sind derzeit so schwach wie lange nicht mehr und die Macht auf dem Globus wird neu verteilt. Was in der Ukraine begann, könnte im Nahen Osten weitergehen - mit Folgen, die wir dann natürlich hautnah und in einer Dimension, die wir uns jetzt nicht einmal vorstellen können, spüren werden.
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Es ist leider fast überflüssig zu erwähnen, dass sich die humanitäre Situation im Gaza-Streifen stetig weiter verschlechtert. Auch die israelischen Luftangriffe werden fortgesetzt, mittlerweile sind - nach palästinensischen Angaben - bereits über 2300 Zivilisten in Gaza durch den fortwährenden Bombenterror getötet worden. Und auch die geplante Vertreibung der Zivilbevölkerung in Richtung israelische Grenze hält an, nach einem verstrichenen Ultimatum am Freitag, hat Israel den Bewohnern des Gaza-Streifens ein zweites (nunmehr ebenfalls abgelauefenes) Ultimatum bis Samstagnachmittag gesetzt, sich in den Süden des Gaza-Streifens, Richtung ägyptischer Grenze, zu entfernen. Zeitgleich haben verschiedene israelische Medien gemeldet, dass die Bodenoffensive in den Gaza-Streifen unmittelbar bevor stünde, die IDF sei bereit für "Phase 2", womit - nach Phase 1, dem Zurückschlagen der palästinensischen Angriffe - die Gegenoffensive gemeint ist.
Jene Angriffe wurden auch am Samstag fortgesetzt, Raketenbeschuss gab es u.a. wieder auf die Stadt Aschkeron, aber auch auf Tel Aviv. Auf Tel Aviv wurden soviele Raketen abgeschossen, wie seit dem 7. Oktober, dem Beginn des neuen Nahost-Krieges, nicht mehr. Nach zwei eher ruhigeren Tagen an der libanesisch-israelischen Grenze haben die Kämpfe im Norden Israels, bei denen die IDF auf die Hisbollah und weitere Gruppen des LIbanons trifft, wieder deutlich zugenommen, im Grenzbereich kam es den gesamten Tag über zu intensiven Gefechten. Auch an der syrisch-israelischen Grenze ist die Situation am Samstagabend erneut eskaliert, nach einem Raketenangriff auf Syrien heraus findet derzeit beidseitiger Artilleriebeschuss statt.
Diese Situation könnte sich ändern: Am Samstagabend wurde bekannt, dass der Iran mitgeteilt hat, eine Bodenoffensive in den Gaza-Streifen als rote Linie zu sehen, auf die eine Militärintervention folgen wird. Eine solch konkrete Ansage, von der ein gesichtswahrendes Zurückrudern nur schwerlich möglich sein wird, hat es bisher nicht gegeben. Sollte der Iran tatsächlich als Reaktion auf den israelischen EInmarsch in Gaza angreifen, hat der neue Nahost-Konflikt das Potential, gemeinsam mit dem schließlich weiterhin andauernden Russland-Ukraine-Konflikt einen neuen Weltkrieg auszulösen. Denn: Mit einem Kriegseintritt des Irans würden nicht nur Syrien, der Libanon, sowie pro-iranische Militäreinheiten aus dem Irak (und vermutlich auch der Jemen) folgen, sondern auf der anderen Seite unweigerlich die USA als direkte Kriegspartei. Und vermutlich nach und nach weitere NATO-Länder, wobei die Rolle der Türkei bersonders "spannend" werden dürfte und sicherlich nicht das letzte Wort darüber gesprochen ist, ob in einem solch globalen Konflikt die Bündnistreue zur NATO eingehalten wird. Grob gesprochen, würde eine solche Konfrontation dazu führen, dass der politische Westen an einer Front auf Russland trifft, an der anderen Front auf einen Großteil der arabischen Welt. Was Russland, die sich formal bisher im Nahost-Konflikt neutral verhalten (aber durchaus Verständnis für die Ziele der Palästinenser nach einer 2-Staaten-Lösung zeigen), in dieser Situation noch enger an die arabischen Staaten schmieden würde, mit dem Iran gibt es bekanntlich ohnehin schon eine recht intensive Zusammenarbeit.
Die USA sind derzeit so schwach wie lange nicht mehr und die Macht auf dem Globus wird neu verteilt. Was in der Ukraine begann, könnte im Nahen Osten weitergehen - mit Folgen, die wir dann natürlich hautnah und in einer Dimension, die wir uns jetzt nicht einmal vorstellen können, spüren werden.
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Immer heftigere Kämpfe zwischen Israel und dem Libanon / der Hisbollah, Bodenoffensive der IDF in den Gaza-Streifen verzögert sich, Israel stellt Wasserversorgung im Süden von Gaza wieder her - Tag 9 im neuen Nahost-Krieg
Während Israel weiter Luftangriffe auf den Gaza-Streifen fliegt und aus den palästinensischen Gebieten erneut Raketen auf israelische Städte (betroffen war heute u.a. auch erneut Tel Aviv selber) abgeschossen wurden, werden auch die Kämpfe an der libanesisch-israelischen Grenze immer heftiger. Nachdem Israel mehrere Journalisten bei einem Angriff getötet hat, gab es verschiedene Vergeltungsaktionen der Hisbollah, die wiederum mit israelischen Luftangriffen beantwortet wurden. Zwischenzeitlich wurde sogar ein Grenzposten der IDF von Hisbollah-Kämpfern eingenommen, die dort die "rote Fahne" hissten - im schiitischen Islam ist diese Fahne ein Symbol der Rache. Während es in den vergangenen Tagen meist kurzzeitige Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah gegeben hat, dauern die Kampfhandlungen am Sonntag über den gesamten Tag hinweg an. Faktisch befinden sich beide Seiten an der israelischen Nordfront im Kriegszustand, auch, wenn diesen offiziell (noch) keiner der Beteiligten ausrufen möchte.
Seit Tagen wird ein Einmarsch der israelischen Armee in den Gaza-Streifen, den Beginn der Bodenoperation, erwartet. Die IDF teilte mehrfach mit, dafür bereit zu sein, zwischenzeitlich wurde spekuliert, dass dieser Einmarsch in der Nacht auf Sonntag erfolgen könnte. Aktuell verzögert sich die Bodenoperation jedoch, wofür es zwei plausible Erklärungen gibt:
1.) Die schlechten Wetterverhältnisse erschweren den israelischen Drohnen die Arbeit, so dass ein Vorrücken in Gaza noch verlustreicher werden könnte, schon jetzt wartet ein Kampf um jedes einzelne Haus, zusätzlich lauern Hamas-Kämpfer in Tunneln, das gesamte Gebiet gilt als vermint und mit Sprengfallen versehen.
2.) Eine andere Möglichkeit wäre, dass Israel angesichts der Drohung des Irans, im Falle einer Bodenoffensive in den Gaza-Streifen unmittelbar zum Angriff auf Israel überzugehen, verunsichert ist und sich erst mit seinen Verbündeten, insbesondere den USA, beraten will, wie realistisch ein solcher Angriff durch den Iran einzuschätzen sei und welche Folgen daraus resultieren.
Welche der beiden Theorien zutrifft, werden die nächsten Tage zeigen - wenn die israelische Armee nach Verbesserung der Wetterverhältnisse nicht zur Bodenoffensive ansetzt, spricht das zumindest für Theorie 2.
Nachdem weltweit (selbst von UN und EU) die Kritik an Israels Vorgehen gegen die palästinensische Zivilbevölkerung immer größer wurde, hat sich die israelische Regierung erbarmt, der Bevölkerung im Süden des Gaza-Streifens wieder einen Trinkwasserzugang zu ermöglichen. Wie die Wasserpumpen jedoch ohne Strom (der ist weiterhin abgestellt) funktionieren sollen, ist freilich eine andere Frage. Israel dürfte aber auch hier nicht aus plötzlich entdeckter Menschenliebe gegenüber den Bewohnern des Gaza-Streifens handeln, sondern verfolgt weiter den Plan, den Gaza-Streifen Richtung Ägypten zu evakuieren und die Palästinenser letztlich zu vertreiben. Durch die Anstellung des Wassers im Südteil von Gaza wird die Fluchtbewegung der Zivilbevölkerung aus dem nördlichen Teil weiter zunehmen.Zwar weigert sich Ägypten bisher noch kategorisch, eine Flucht von 2 Millionen Palästinensern in das eigene Land hinzunehmen (dadurch würde natürlich auch der Palästina-Konflikt in die ägyptische Innenpolitik importiert), die USA lassen aber bereits ihre Diplomatie spielen, um die ägyptische Führung entsprechend zu bearbeiten.
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Während Israel weiter Luftangriffe auf den Gaza-Streifen fliegt und aus den palästinensischen Gebieten erneut Raketen auf israelische Städte (betroffen war heute u.a. auch erneut Tel Aviv selber) abgeschossen wurden, werden auch die Kämpfe an der libanesisch-israelischen Grenze immer heftiger. Nachdem Israel mehrere Journalisten bei einem Angriff getötet hat, gab es verschiedene Vergeltungsaktionen der Hisbollah, die wiederum mit israelischen Luftangriffen beantwortet wurden. Zwischenzeitlich wurde sogar ein Grenzposten der IDF von Hisbollah-Kämpfern eingenommen, die dort die "rote Fahne" hissten - im schiitischen Islam ist diese Fahne ein Symbol der Rache. Während es in den vergangenen Tagen meist kurzzeitige Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah gegeben hat, dauern die Kampfhandlungen am Sonntag über den gesamten Tag hinweg an. Faktisch befinden sich beide Seiten an der israelischen Nordfront im Kriegszustand, auch, wenn diesen offiziell (noch) keiner der Beteiligten ausrufen möchte.
Seit Tagen wird ein Einmarsch der israelischen Armee in den Gaza-Streifen, den Beginn der Bodenoperation, erwartet. Die IDF teilte mehrfach mit, dafür bereit zu sein, zwischenzeitlich wurde spekuliert, dass dieser Einmarsch in der Nacht auf Sonntag erfolgen könnte. Aktuell verzögert sich die Bodenoperation jedoch, wofür es zwei plausible Erklärungen gibt:
1.) Die schlechten Wetterverhältnisse erschweren den israelischen Drohnen die Arbeit, so dass ein Vorrücken in Gaza noch verlustreicher werden könnte, schon jetzt wartet ein Kampf um jedes einzelne Haus, zusätzlich lauern Hamas-Kämpfer in Tunneln, das gesamte Gebiet gilt als vermint und mit Sprengfallen versehen.
2.) Eine andere Möglichkeit wäre, dass Israel angesichts der Drohung des Irans, im Falle einer Bodenoffensive in den Gaza-Streifen unmittelbar zum Angriff auf Israel überzugehen, verunsichert ist und sich erst mit seinen Verbündeten, insbesondere den USA, beraten will, wie realistisch ein solcher Angriff durch den Iran einzuschätzen sei und welche Folgen daraus resultieren.
Welche der beiden Theorien zutrifft, werden die nächsten Tage zeigen - wenn die israelische Armee nach Verbesserung der Wetterverhältnisse nicht zur Bodenoffensive ansetzt, spricht das zumindest für Theorie 2.
Nachdem weltweit (selbst von UN und EU) die Kritik an Israels Vorgehen gegen die palästinensische Zivilbevölkerung immer größer wurde, hat sich die israelische Regierung erbarmt, der Bevölkerung im Süden des Gaza-Streifens wieder einen Trinkwasserzugang zu ermöglichen. Wie die Wasserpumpen jedoch ohne Strom (der ist weiterhin abgestellt) funktionieren sollen, ist freilich eine andere Frage. Israel dürfte aber auch hier nicht aus plötzlich entdeckter Menschenliebe gegenüber den Bewohnern des Gaza-Streifens handeln, sondern verfolgt weiter den Plan, den Gaza-Streifen Richtung Ägypten zu evakuieren und die Palästinenser letztlich zu vertreiben. Durch die Anstellung des Wassers im Südteil von Gaza wird die Fluchtbewegung der Zivilbevölkerung aus dem nördlichen Teil weiter zunehmen.Zwar weigert sich Ägypten bisher noch kategorisch, eine Flucht von 2 Millionen Palästinensern in das eigene Land hinzunehmen (dadurch würde natürlich auch der Palästina-Konflikt in die ägyptische Innenpolitik importiert), die USA lassen aber bereits ihre Diplomatie spielen, um die ägyptische Führung entsprechend zu bearbeiten.
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