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Bekannte “Sprachfehler” – Über die Feinheiten der deutschen Sprache (Teil 2)
von Christian Holz, für nsheute.com

Fortsetzung von Teil 1

8. „Konnotiert“ klingt einfach unwiderstehbar
Seit einigen Jahren hört man laufend die Erklärung: „Das ist… konnotiert“ oder „Das ist die Konnotation dieses Worts.“ Das aber ist völliger Unsinn. Konnotation bedeutet nämlich nicht Grund-, sondern Mitbedeutung eines Worts. Erzählt zum Beispiel jemand von einer geführten Tour und sagt: „Der Führer war gut ausgebildet“ und ein Zuhörer lacht auf: „Hahaha, der Führer,“ weil er Hitler, der sich bekanntlich „Der Führer“ nennen ließ, assoziiert, liegt Konnotation vor... hier weiterlesen!

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Forwarded from Harz Verteidigen
Zitronenfalter mit rauchiger Note 4 / Pistolenhalfter

Ich exe noch ein großes Glas Wasser und verlasse die Küche. Ab ins Schlafzimmer. Auch hier ist es angenehm kühl.

Auf meinem Smartphone stelle ich den Wecker auf 20 Min. und lasse mich auf das Bett nieder. Ein Zitronenfalter setzt sich auf den Nachttisch meiner Frau.

„Du musst jetzt mein Schläfchen abwarten. Dann lasse ich dich nachher ins Freie“, fasele ich und schlummere zügig ein.

Schemenhaft entsteht um mich herum so etwas wie eine Radiostation. Es ist verraucht vom Zigarettenqualm. An einem Pult sitzt vor einem Mikrofon ein Mann im Sakko, mit braunem Haar und Kurzhaarfrisur.

Seine Stimme schnarrt ins Mikro:

„Hier spricht Radio RIAS 1. Radio im amerikanischen Sektor. Seit heute Morgen, dem 16.06.53, gibt es große Proteste im sowjetischen Sektor, Streiks in vielen ostdeutschen Städten. Bauarbeiter legten in Ost-Berlin die Arbeit nieder und demonstrieren. Die Forderungen sind eindeutig regierungskritisch. Eine Delegation dieser Arbeiter erwarten wir heute Nachmittag bei uns in der Redaktion. Eine Resolution soll verlesen werden.“

Nebenan, es wird so etwas wie eine Redaktionsstube sein, steht mittig ein langer Tisch. Auf vielen Stühlen ringsherum sitzen Männer verschiedenster Altersgruppen. Sie sind merkwürdig altmodisch gekleidet, tragen ähnliche Frisuren wie der Nachrichtensprecher.

Lautstarke Diskussionen. Überall auf dem Tisch stehen Aschenbecher, liegen Notizblöcke, einige Zeitungen und Schreibwerkzeuge. Viele der Männer rauchen, trinken Kaffee oder Wasser, einige Cola, Coca-Cola.

Das Zimmer hat zwei Fensterfronten: eine nach draußen, wo sich eine Großstadt öffnet, die andere zu einem langen Flur hin. Büros sieht man auf der anderen Seite des Flurs, ebenfalls mit großen Fenstern zum Gang.

Von links kommen Uniformierte den Flur entlang. Die Tür der vermeintlichen Redaktionsstube geht auf. Die Uniformierten treten rasch ein. Am Gürtel Pistolenhalfter. Fünf Soldaten. Die Uniformen sehen aus wie die von Amerikanern.

„Mister Schmidt“, sagt ein Soldat auf Deutsch mit amerikanischem Akzent zu einem Mann Mitte fünfzig am Kopf des Tisches, direkt neben der Eingangstür.

„Die Resolution der Arbeiter aus dem Osten wird erst verlesen, nachdem wir sie begutachtet haben. Es wird eine Zensur derselben geben.“

Die Männer im Raum sind still. Einer, an der hinteren Ecke des Tisches sitzend, schätzungsweise Mitte zwanzig, murmelt etwas. Der daneben Sitzende stößt ihn böse blickend an.

Die Soldaten verlassen den Raum.

Der junge Mann, der eben etwas murmelte, erhebt zornig das Wort:

„Das war doch klar, dass die Amis dazwischenfunken. Warum sagt hier niemand was? Wir können den Menschen drüben damit unter die Arme greifen. Es könnte ein historischer Moment werden. Eventuell wird es generell souveräner, auch für uns hier im Westen.“

„Herr Bohr, reißen Sie sich zusammen. Nein, wir halten uns an die Regeln. Wir senden schon frei genug. Wir können das jetzt nicht riskieren, die Zensur würde danach noch einschneidender werden“, antwortet der, der von dem Soldaten Mister Schmidt genannt wurde.

„Ich ziehe mein Ding durch!“, antwortet Bohr.

Vivaldis „Frühling“ aus „Die vier Jahreszeiten“ ist leise, sanft streichend aus der Ferne zu vernehmen.

Der Wecker!

Ich war echt weit weg, denke ich mir so beim Hochquälen aus den Federn.

„Befreit und zensiert!“

Mein zweiter Gedanke, den ich laut ausspreche. Gleichzeitig wundere ich mich über meine Gedankengänge.

Kommentiere ich meinen Traum?

Teil 5 morgen um 7:00 Uhr ...
@harzverteidigen
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📚 Pioniere der Waffen-SS im Bild - Infanterie-, Panzer-, Sturmpioniere und Brückenbauer

Der Klassiker in einer Neuauflage!

An allen Brennpunkten des Krieges waren sie unter den schwierigsten Bedingungen im Einsatz; immer an vorderster Front, zahlten sie einen hohen Blutzoll. Sie räumten ihrer Truppe den Weg nach vorn frei und deckten den Rückzug. Seit Jahrhunderten haben Pioniere in allen Armeen dieser Welt ihren festen Platz.

Dieser beeindruckende Bildband zeichnet die Geschichte der Pioniere der Waffen-SS nach. Wir sehen die Soldaten beim Kriegsbrückenbau, beim Minenverlegen, beim Bahnbrechen durch Sperren und Befestigungsanlagen, beim Sprengen, beim Verlegen von Eisenbahnschienen, beim Übersetzen über Flüsse und bei weiteren Aufgaben. Kaum eine andere Truppe zeigte eine solche Vielfalt an Fähigkeiten und Fertigkeiten.

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Forwarded from Harz Verteidigen
Zitronenfalter mit rauchiger Note 5 / Streetfight

Ich öffne das Fenster, der rauchige Geruch ist noch immer in der Luft. Der kleine gelbe Flattermax fliegt direkt ins Freie, als ob er nur auf mein Versprechen von vorhin gewartet hätte.

Ich ziehe mir eine leichte Turnhose an und ein luftiges Funktionshemd, nehme die Trinkweste vom Haken, der an der Tür befestigt ist, und gehe in die Küche. Diesmal nehme ich einen Schluck Wasser mit einem großen Schuss Apfelsaft zu mir.

Die 500-ml-Trinkflasche, so eine flexible: Wasser rein, Elektrolyte, Geschmack Pampelmuse, fertig. Die Flasche wird für die große Runde reichen, die bei mir um die 10 km ist – für einen sommerlichen Tag immer ein guter Wegbegleiter.

Laufschuhe und Trinkweste sitzen, Flasche und Smartphone sind verstaut.

Auf dem Weg zur Wohnungstür rufe ich in das offen stehende Zimmer meines Sohnes:

„Mach heute ’ne große Runde, sag bitte Mama Bescheid, bin gegen 18:00 Uhr zurück.“

„Klaro!“, antwortet er.

Draußen im Freien. Diesmal umhüllt mich der Lärm der Stadt.

Kein rauchiger Geruch mehr, den meine Nase wahrnimmt. Vor fünf Minuten, als ich den Flatterer freiließ, roch es noch.

Sicher hat sich der Wind gedreht, denke ich mir.

Ein Stück zügiges Gehen, kurzes Aufwärmprogramm, ich trabe gleichmäßig los, die breite, große Straße Richtung Süden entlang. Unter dem dichten Grün der Bäume ist es angenehm. Die Straße hat Platz für Autos sowie für die in der Mitte fahrende Straßenbahn. Eine breite Häuserschlucht, in deren Schlund sich Geschäfte, Bars, Dönerläden und vieles mehr befinden.

Auf dem Fußweg laufend, vorbei an fremden Gerüchen. Die Straße ist nur mit wenigen Indigenen bevölkert. Wenn, dann sehe ich sie auf komischen Rädern auf dem Radweg neben mir vorbeifahren oder sitzend in klimatisierten E-Autos. Keines von dem Fabrikat eines verrückten „Social-Media“-Besitzers, der ist Nazi.

Männer mit Vokuhila und geradem Pony, genauso gerade wie der der Frauen, nur nicht so kurz, die Revoluzzer der Neuzeit, aber nur in Teilzeit, Work-Life-Balance und so. Die Woken bedienen sich ihrer Klischees.

Der Rest: Neudeutsche, vorwiegend arabisch, einige afrikanisch. Talahons auf E-Rollern und Indigo-Kids, die gern Erstere sein möchten. Houellebecqs „Unterwerfung“ in klein?

Frauen mit Kopftüchern und Kinderwagen. Männer, in der Hand Gebetsketten, laut miteinander redend, rauchend, Tee trinkend. Auch nur Klischees? Nein, Realität?

Diese Stadt hat sich in allem rasend schnell verändert.

Ich setze meinen Weg fort, steuere auf einen großen Kreisel zu, in dessen Mitte sich die Straßenbahnen kreuzen.

Ich biege nach rechts ab, Südwest. Links von mir baut sich ein mehrstöckiges Backsteingebäude auf. Ich muss grinsen, als es mich ein Stück begleitet.

Polizeidirektion.

Dahinter befindet sich ein riesiger Komplex, nicht einsehbar. Von einer Zufahrt einer anderen Straße kommt man dorthin. Dort sind die Arrestzellen.

Hier habe ich früher öfter mal Zeit verbracht, oder besser gesagt: wir. Die Bande und ich.

Politische Aktionen, Spontandemos, Landfriedensbrüche, Schlägereien – Letzteres oft auch unnützerweise – waren die Gründe, die uns hier gezwungenermaßen herführten.

Lustige Geschichten spielten sich hier ab, trotz des Ernstes, der uns danach oft auf juristische Weise einholte.

Ab und zu drehte es sich in uns.

Punkige Gitarrenriffs spuken mir durch den Kopf, begleitet von knackigen Versen, Ian schmettert ins Mikro:

„Streetfight in the city …“

Wir waren nicht nur junge Männer, wir waren wie Dynamit! Würde Nietzsche von uns behaupten.

Kein Respekt für die, die uns und sich selbst hassten. Wir, die das Eigene liebten, stürmisch, jung, rücksichtslos, antibürgerlich.

Viele Jahre ist es her, bestätigt unser heutiges „Keine Reue“ doch, dass wir nicht bei allem falsch lagen. Im Gegenteil, vieles war sehr richtig!
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Forwarded from Harz Verteidigen
Ein blaues Plakat sticht mir beim Vorbeilaufen ins Auge. „Bürgerdialog“ steht drauf, ein nett aussehender Mann lächelt vom Plakat herunter. Gescheitelt, mit gepflegtem Dreitagebart.

In der Bande war kurz das Gespräch darüber, ob wir da mal vorbeikieken sollten.

Warum? Fragen stellen, die wir uns selbst beantworten können?

Er wirkt sympathisch mit allem, was er tut und macht, Glück auf.

Wir reiten weiter den Tiger.

Teil 6 morgen um 7:00 Uhr ...
@harzverteidigen
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🧳 Es geht eine N.S. Heute auf Reisen ...

... in Berlin. Fernsehturm, Haus des Lehrers und die Polizeidirektion 5. Hier führte von 1927 bis 1932 der Polizeivizepräsident Bernhard Weiß sein Regiment, der von den Nationalsozialisten mit dem Spottnamen "Isidor" belegt wurde.

Vielen Dank an unseren Leser für die Zusendung!

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🏰 Die Lauenburg: Ein Kontrast von Natur und Tourismus – Zufluchtsort zwischen Ruhe und Selfie-Kultur
von Patrick Tannert, für nsheute.com

Früher, abseits der Wege, gab es viele Orte, die sich dem heutigen, massiven Tourismus entzogen. Sie erschlossen sich oft nur den Einheimischen – jenen, die die geheimen Pfade durch das Unterholz kannten und genau wussten, hinter welcher Biegung der Farn am dichtesten wächst. Heute, wo die Welt digitaler und damit auch irgendwie kleiner geworden ist, findet man auch an diesen verborgenen Juwelen nur noch selten die gewünschte Einsamkeit. Dennoch, an ihrer mystischen Anziehungskraft und ihrer rauen, geschichtsträchtigen Schönheit haben diese Orte bis heute nichts verloren... hier weiterlesen!

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Forwarded from Michael Brück
Behörden-Farce um Remigration-Summit: Auf dem Weg zur abgesagten Hausdurchsuchung 👮

Weshalb schnelle anwaltliche Gegenmaßnahmen wichtig sind!

Über das Ausreiseverbot gegen einen Aktivisten der Identitären Bewegung, der Ende Mai 2026 am Remigration-Summit in Portugal teilnehmen wollte, wurde bereits viel berichtet. Auch darüber, dass er - trotz Ausreiseuntersagung - zur Veranstaltung reiste, dafür vor Ort von den Teilnehmern gefeiert wurde und zahlreichen Medien ausführliche Interviews zu seinen Beweggründen gab. Zweifel, dass der Mann, Maximilian Märkl genannt, vor Ort gewesen ist, gab es keine. Zumindest nicht für den normalen Betrachter.

Die bayerischen Behörden, die schon im vergangenen Jahr mit mehreren Hausdurchsuchungen gegen Teilnehmer des damaligen Remigrations-Gipfels in Mailand vorgingen, konnte das aber nicht überzeugen. Sie wollten ganz sicher gehen und eine Hausdurchsuchung bei dem Betroffenen, dem ein Verstoß gegen das Passgesetz vorgeworfen wird (einer der geringsten Straftatbestände, den deutsche Gesetze vorsehen), durchführen, um dort Speichermedien zu suchen, welche die Anwesenheit in Portugal belegen. Wohlgemerkt: Neben hunderten öffentlich einsehbaren Bildern haben ein halbes Dutzend verschiedene alternative Medien ihre Interviews nach wie vor online, es kann gar keine Zweifel an der Anwesenheit geben.

Tja, aber so sind sie eben, die Behörden in Bayern. Stets für Verhältnismäßigkeit bekannt. Was freilich kein Geheimnis ist und so war dieser Schritt erwartbar. Umso wichtiger, unverzüglich nach der Rückkehr des Portugal-Reisenden Gegenmaßnahmen einzuleiten: U.a. ein Schriftsatz an die Staatsanwaltschaft, wo die Anwesenheit in Portugal eingeräumt und gleichzeitig beantragt wurde, auf eine Hausdurchsuchung zu verzichten, weil der Aufenthalt unstrittig ist. Und, ein kleines Wunder: Obwohl der Durchsuchungsbefehl bereits durch das zuständige Amtsgericht ausgestellt war, in dieser Woche vermutlich zugeschlagen werden sollte, sah zumindest die zuständige Staatsanwaltschaft anschließend die Verhältnismäßigkeit nicht mehr gegeben, sowie den Sachverhalt von seiner tatsächlichen Seite aufgeklärt (die rechtliche Einordnung ist freilich eine andere Sache) und zog den Durchsuchungsbeschluss jetzt zurück.

Die Wohnungstüren werden dankbar sein, nicht von hereinstürmenden Spezialkräften aufgetreten zu werden und auch für den Betroffenen selber ist es wohl deutlich angenehmer, die Sache in einigen Monaten entspannt vor Gericht aufzuarbeiten. Es zeigt sich aber, wie wichtig es ist, bei solchen Dingen unverzüglich zu handeln und einen Anwalt - in dem Fall war die Kanzlei Kohlmann tätig - zu kontaktieren. Denn ohne entsprechende Gegenmaßnahmen hätten die Behörden ihr Programm einfach heruntergespult.

📣 Michael Brück
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🫡 Heute vor 120 Jahren wurde Léon Degrelle (1906-1994) geboren

Wer der Mann, von dem Adolf Hitler sagte, "Wenn ich einen Sohn hätte, wünschte ich ihn mir so wie Degrelle"?

▪️Meine Abenteuer in Mexiko. Ein Frühwerk Degrelles über seine Erlebnisse im Guerra Cristera, einem blutigen Bürgerkrieg in Mexiko.

▪️Im Kerker. Degrelle wurde 1940 von den Behörden eingesperrt, zehn Wochen lang durch 19 verschiedene Gefängnisse in Belgien und Frankreich geschleift und musste mehrfach dem Tod ins Auge sehen. Ein ergreifender Bericht!

▪️REX. Léon Degrelle und die Zukunft des Rex. Brasillachs Augenzeugenbericht vom Höhepunkt einer nonkonformen rechten Graswurzelbewegung, deren treibende Kraft der junge, charismatische Degrelle war.

▪️Die verlorene Legion. Die Wallonische Legion und die SS-Division "Wallonien" im Kampf. Der SS-Standartenführer und Eichenlaubträger schildert Motivation und Ziele der europäischen Freiwilligen im Kampf gegen den Stalinismus.

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Forwarded from Harz Verteidigen
Zitronenfalter mit rauchiger Note 6 / Ampel-MMA

Der Weg führt mich weiter, ich werde langsam zügiger. Irgendwas treibt mich, ich kann es auch nicht unterdrücken.

Jetzt mal halblang, Pace runter, wir lassen uns nicht jagen, sind keine Beute! Kraft sparen, es liegen noch einige km vor uns, rede ich zu mir selbst.

Ich stoppe. Die Straße werde ich jetzt nach links queren, Richtung Südost. Runter von der Hauptstraße.

Das rote Ampelmännchen sieht das geringfügig anders, es hindert mich daran. Auch die, die geradeaus weiterwollen, müssen halten.

Neben mir hält ein Radfahrer, Mitte 30. Sauteures Rennrad, sehr schön, gewiss auch schnell. An hat er feinsten Radlerzwirn, Klickschuhe und so weiter. Er hält sich mit einem Arm am Pfeiler der Ampel fest.

„Na Daddy, machste einen auf Arda Saatçi?“

Er grinst mich herablassend-zynisch an. Von seinem edlen Ross herunter.

Sein nach meinem Ermessen viel zu enges Oberteil, so ein Radlertrikot, betont vor allem seine Hüften, die irgendwie rausquillen.

Gut, Sport macht er ja. Sein teures Rad könne ich ihm gönnen, bin nicht sozialneidisch. Aber warum muss der Spasti mich so blöd anquatschen?

„Ich kann dir mal den Max Holzer machen!“, sage ich liebevoll blickend zurück.

Er schaut mich verblüfft an, schaut aber gleich wieder weg.

Seine Ampel wird grün, er strampelt los. In ungefährlichem Abstand erhebt er seine Stimme erneut:

„Scheiß Fascho!“

Hä?

Tattoos an Armen und Beinen könnten so etwas vermuten lassen. Obwohl dieser Begriff heute inflationär genutzt wird.

Gut, ich bin Fascho und er ein Spasti, kann ich mit leben.

„Wut auf den Lippen und Angst im Bauch“, heißt es in „Schneeleopard“ von Sylvain Tesson.

Ich blicke ihm noch gleichgültig hinterher, er fährt geradeaus weiter. Mein Blick schweift auf das Straßenschild neben der Ampel.

„Platz des 17. Juni“ steht darauf.

Ist nicht heute der 16.? Wie komme ich darauf? Nein, klar, heute ist der 17.

Ein Blick auf mein Telefon bestätigt meine Feststellung.

17. Juni 2026.

Die Ampel ist grün, ich fange wieder an zu traben, bewege mich direkt auf Eike von Repgow zu. Er thront vor mir erhaben auf einem mit Reliefs verzierten Betonquader.

Ich komme ihm näher. Auf der rechten Hand des großen deutschen Rechtsgelehrten sehe ich auf den Fingerspitzen einen Zitronenfalter sitzen.

Teil 7 morgen um 7:00 Uhr ...
@harzverteidigen
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📚 Nationaler Sozialismus Heute #54 erscheint Ende Juni - jetzt vorbestellen!

Leitthema: Vor 40 Jahren - "Putsch gegen Kühnen": Die große Spaltung der Bewegung

Themen u.a.: Bilderstrecke zur Demonstration am 1. Mai 2026 in Essen +++ Vor 40 Jahren: „Putsch gegen Kühnen“ +++ Warum der Aufstand notwendig war – von Christian Malcoci +++ Putsch recte Spaltung - von Christian Worch +++ Nachgefragt: Braucht die Bewegung heute jemanden wie Michael Kühnen? +++ Razzien gegen JS und DJV +++ 30 Fragen an… Lilly (Anio) +++ Das falsche Wesen des Populismus +++ Rechte Denkstrukturen aus der Pax Romana +++ Ernst Anrichs Opposition im NS-Studentenbund +++ „Kategorie C“-Sänger wurde auf dem Brocken gejagt +++ Januar 1935: Wie die Stimme der Schwarzen Front verstummte +++ Historisches Kalenderblatt: XI. Olympische Sommerspiele in Berlin

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