📚 Neuerscheinung: Die Treibhauslüge - Warum die Klimadebatte auf einem gewaltigen Irrtum beruht
Seit Jahrzehnten wird uns gesagt, dass Kohlendioxid der Hauptverursacher einer drohenden Klimakatastrophe sei. Milliarden werden ausgegeben, die Wirtschaft deindustrialisiert, Energiepreise in schwindelerregende Höhen getrieben und ganze Gesellschaften auf einen radikalen Wandel eingeschworen. Doch was geschieht, wenn die grundlegenden Annahmen hinter dieser Entwicklung einer kritischen Prüfung nicht standhalten?
In seinem brisanten und fundierten Buch Die Treibhauslüge geht der Physiker und Sachbuchautor Michael Limburg genau dieser Frage nach. Mit verständlichen Erklärungen, zahlreichen Fakten und einer schonungslosen Analyse stellt er die offiziellen Narrative zur Klimapolitik auf den Prüfstand.
➡️ Hier bestellen!
🤝 Kostenfreie Lieferung ab 80 € Bestellwert!
Seit Jahrzehnten wird uns gesagt, dass Kohlendioxid der Hauptverursacher einer drohenden Klimakatastrophe sei. Milliarden werden ausgegeben, die Wirtschaft deindustrialisiert, Energiepreise in schwindelerregende Höhen getrieben und ganze Gesellschaften auf einen radikalen Wandel eingeschworen. Doch was geschieht, wenn die grundlegenden Annahmen hinter dieser Entwicklung einer kritischen Prüfung nicht standhalten?
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🧔🏿♂️ Antiweißer Rassismus in Berlin: Freitag dürfen nur Schwarze ins Schwimmbad!
Immer wenn man sich denkt, dass sich das deutsche Volk gar nicht mehr schlimmer selbst erniedrigen kann, wird noch eins draufgesetzt: Am Freitag dürfen im Berliner "Volksbad" (allein der Name ist der blanke Hohn!) zwischen 12 und 18 Uhr nur schwarze Badegäste ins kostenfreie, steuergeldfinanzierte Schwimmbad.
Wir sehen schon die Bilder vor Augen, wie die weißen, einheimischen Badegäste, darunter Familien mit kleinen Kindern, am Eingang abgewiesen werden, weil sie die "falsche" Hautfarbe haben, die schwarzen Badegäste vergnügt an ihnen vorbeistolzierend.
➡️ Dieses antideutsche, volksfeindliche System ist einfach nur noch irre und gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.
https://apollo-news.net/schwimmstunde-nur-fr-schwarze-veranstalter-eoto-wird-mit-millionen-gefrdert/
Immer wenn man sich denkt, dass sich das deutsche Volk gar nicht mehr schlimmer selbst erniedrigen kann, wird noch eins draufgesetzt: Am Freitag dürfen im Berliner "Volksbad" (allein der Name ist der blanke Hohn!) zwischen 12 und 18 Uhr nur schwarze Badegäste ins kostenfreie, steuergeldfinanzierte Schwimmbad.
Wir sehen schon die Bilder vor Augen, wie die weißen, einheimischen Badegäste, darunter Familien mit kleinen Kindern, am Eingang abgewiesen werden, weil sie die "falsche" Hautfarbe haben, die schwarzen Badegäste vergnügt an ihnen vorbeistolzierend.
➡️ Dieses antideutsche, volksfeindliche System ist einfach nur noch irre und gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.
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Apollo News
Schwimmstunde nur für Schwarze: Veranstalter „EOTO“ wird mit Millionen gefördert
Am Freitag ist im Berliner „Volksbad“ ein Event geplant, bei dem nur schwarze Menschen zum Schwimmen willkommen sind. Dahinter steht der geförderte Verein EOTO, der allein für eine seiner Einrichtungen knapp neun Millionen Euro erhielt.
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Forwarded from Freie Sachsen
Solidarität gegen das Regime: Schreibt Marla-Svenja Liebich! ❤️
Marla-Svenja Liebich wird vom Regime wegen Meinungsäußerungen gefangen gehalten und sitzt derzeit in der JVA Zeithain. Oft gibt es Schikanen bei der Postzustellung, die teilweise durch einzelne Bedienstete sehr verzögert wird. Davon sollte sich jedoch niemand unter kriegen lassen, im Gegenteil: Schickt einen netten Brief oder eine Postkarte in die JVA. Jeder Brief, der eine entsprechenden Briefmarken-Code für die Rückantwort enthält, wird beantwortet!
📬 Die Anschrift:
Marla-Svenja Liebich
JVA Zeithain
Industriestraße E 2
01612 Glaubitz
FREIE SACHSEN: Folgt uns für alle Nachrichten und Informationen bei Telegram! https://t.me/freiesachsen
Marla-Svenja Liebich wird vom Regime wegen Meinungsäußerungen gefangen gehalten und sitzt derzeit in der JVA Zeithain. Oft gibt es Schikanen bei der Postzustellung, die teilweise durch einzelne Bedienstete sehr verzögert wird. Davon sollte sich jedoch niemand unter kriegen lassen, im Gegenteil: Schickt einen netten Brief oder eine Postkarte in die JVA. Jeder Brief, der eine entsprechenden Briefmarken-Code für die Rückantwort enthält, wird beantwortet!
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Marla-Svenja Liebich
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📚 Der neue Roman des Stahlgewitter-Gitarristen Frank Kraemer: Ausgelacht - Ein Talburg-Krimi
Eine Stadt. Eine Clownsmaske. Ein Symbol aus Blut.
Als der mutmaßliche Sexualstraftäter Dietmar Kleist bestialisch ermordet in seinem Büro aufgefunden wird, beginnt für Privatdetektiv Stefan Sand und seinen Partner Paul Herzler eine Ermittlung, die tiefer in den Abgrund führt als erwartet. Das Blitzrad – Symbol einer aufkeimenden politischen Bewegung – deutet auf einen Täter mit einer klaren Botschaft hin. Doch je tiefer die beiden graben, desto klarer wird: In Talburg sitzen Schuld und Macht seit Jahrzehnten an einem gemeinsamen Tisch.
Ausgelacht ist ein kompromissloser Krimi über Schuld, Verrat und die dunklen Seiten einer Gesellschaft, die lieber wegschaut als hinzusehen.
Mit "Ausgelacht" erscheint Frank Kraemers erster Roman, der gleichzeitig der Auftakt zur Talburg-Krimireihe ist.
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🌊 KANAL STURMZEICHEN - @sturmzeichen
Eine Stadt. Eine Clownsmaske. Ein Symbol aus Blut.
Als der mutmaßliche Sexualstraftäter Dietmar Kleist bestialisch ermordet in seinem Büro aufgefunden wird, beginnt für Privatdetektiv Stefan Sand und seinen Partner Paul Herzler eine Ermittlung, die tiefer in den Abgrund führt als erwartet. Das Blitzrad – Symbol einer aufkeimenden politischen Bewegung – deutet auf einen Täter mit einer klaren Botschaft hin. Doch je tiefer die beiden graben, desto klarer wird: In Talburg sitzen Schuld und Macht seit Jahrzehnten an einem gemeinsamen Tisch.
Ausgelacht ist ein kompromissloser Krimi über Schuld, Verrat und die dunklen Seiten einer Gesellschaft, die lieber wegschaut als hinzusehen.
Mit "Ausgelacht" erscheint Frank Kraemers erster Roman, der gleichzeitig der Auftakt zur Talburg-Krimireihe ist.
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🧳 Es geht eine N.S. Heute auf Reisen
Zwischenstopp in der Lutherstadt Wittenberg (Wasserturm des ehemaligen Bahnbetriebswerks) und Halle an der Saale.
Vielen Dank an unseren Leser für die Zusendung!
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Zwischenstopp in der Lutherstadt Wittenberg (Wasserturm des ehemaligen Bahnbetriebswerks) und Halle an der Saale.
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💪🏻 White Power zeigt Wirkung: "Volksbad" sagt Schwimmbad-Zugang nur für Schwarze ab!
Am Ende waren die öffentlichen Proteste zu groß: Der Plan des Berliner "Volksbades", das Schwimmbad heute von 12 bis 18 Uhr für weiße Badegäste zu schließen und nur Schwarze reinzulassen, wurde abgesagt.
In einer krassen Umkehr der Fakten spricht man jetzt allen Ernstes von einer "Welle anti-schwarzen Rassismus und Hetze“, die zu der Absage geführt hätte, und dass man angeblich für die Sicherheit schwarzer Kinder nicht garantieren könnte - dass man hingegen weißen Kindern den Zutritt zum Schwimmbad von vornherein verweigern wollte, wird mit keinem Wort erwähnt.
Der Verein schwarzer Rassisten namens "EOTO", der das Schwimmen exklusiv für Schwarze organisieren wollte, bietet zahlreiche weitere Veranstaltungen an, bei denen Weiße ausgeschlossen sind, von Jugendtreffs bis zu Sportveranstaltungen, und wird dafür mit Millionen Euro an Steuergeldern gefördert - während Organisationen, die sich für den Erhalt des deutschen Volkes und der weißen Rasse einsetzen, verfolgt, bekämpft und verboten werden.
➡️ Armes, krankes, irres System...
https://apollo-news.net/wegen-rassistischer-hetze-berliner-volksbhne-sagt-schwimmen-nur-fr-schwarze-ab/
Am Ende waren die öffentlichen Proteste zu groß: Der Plan des Berliner "Volksbades", das Schwimmbad heute von 12 bis 18 Uhr für weiße Badegäste zu schließen und nur Schwarze reinzulassen, wurde abgesagt.
In einer krassen Umkehr der Fakten spricht man jetzt allen Ernstes von einer "Welle anti-schwarzen Rassismus und Hetze“, die zu der Absage geführt hätte, und dass man angeblich für die Sicherheit schwarzer Kinder nicht garantieren könnte - dass man hingegen weißen Kindern den Zutritt zum Schwimmbad von vornherein verweigern wollte, wird mit keinem Wort erwähnt.
Der Verein schwarzer Rassisten namens "EOTO", der das Schwimmen exklusiv für Schwarze organisieren wollte, bietet zahlreiche weitere Veranstaltungen an, bei denen Weiße ausgeschlossen sind, von Jugendtreffs bis zu Sportveranstaltungen, und wird dafür mit Millionen Euro an Steuergeldern gefördert - während Organisationen, die sich für den Erhalt des deutschen Volkes und der weißen Rasse einsetzen, verfolgt, bekämpft und verboten werden.
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Apollo News
Wegen „rassistischer Hetze“: Berliner Volksbühne sagt Schwimmen nur für Schwarze ab
Die staatliche Berliner Volksbühne wollte ein „Volksbad“-Schwimmen nur für schwarze Kinder und Jugendliche anbieten. Jetzt sagt sie die Veranstaltung ab – angeblich aufgrund von Sicherheitsbedenken wegen „rassistischer Hetze“.
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📚 Das Buch der Stunde: Jean Raspail - Das Heerlager der Heiligen
Europa im Sommer 2026: Zehntausende Invasoren stürmen die Grenze zu Spanien, es wird geplündert, geraubt, vergewaltigt - während "weltoffene Gutmenschen" keine anderen Sorgen haben, als sich zu überlegen, wie man die Illegalen sinnvoll auf ganz Europa verteilen könnte.
Ein Szenario, das der französische Schriftsteller Jean Raspail schon 1973 so ähnlich hervorgesehen hat. Vor einigen Tagen hat Harald Martenstein in der "Welt" auf das Buch hingewiesen - und seitdem wird es in ganz Deutschland wieder kontrovers diskutiert. Denn Eroberungsmigration ist eine Waffe, skrupellos eingesetzt gegen die Völker Europas.
➡️ Hier bestellen!
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Europa im Sommer 2026: Zehntausende Invasoren stürmen die Grenze zu Spanien, es wird geplündert, geraubt, vergewaltigt - während "weltoffene Gutmenschen" keine anderen Sorgen haben, als sich zu überlegen, wie man die Illegalen sinnvoll auf ganz Europa verteilen könnte.
Ein Szenario, das der französische Schriftsteller Jean Raspail schon 1973 so ähnlich hervorgesehen hat. Vor einigen Tagen hat Harald Martenstein in der "Welt" auf das Buch hingewiesen - und seitdem wird es in ganz Deutschland wieder kontrovers diskutiert. Denn Eroberungsmigration ist eine Waffe, skrupellos eingesetzt gegen die Völker Europas.
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Forwarded from Harz Verteidigen
Einleitung:
Dies ist eine rein fiktive Geschichte. Alle vorkommenden Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten zu historischen Personen können vorhanden sein.
Von Thoralf Luchs
Sommergewitter 1 / Stasi-Kinder
Der Planet brennt, Hochsommer, heiße, trockene Luft, gepaart mit Nadelduft, Kiefer. Der Boden, auf dem ich stehe, ist sandig, staubig. Als ich an mir heruntersehe, fällt mein Blick auf die blauen Essengeldturnschuhe mit weißer Sohle und weißer Kappe an den Zehen, beige Kniestrümpfe, blaue Turnhose, weißes Unterhemd.
Jetzt finde ich mich wieder, 1987. Kinderferienlager irgendwo in Brandenburg. Abschlussfest, hier kann man sich in verschiedenen Sportarten miteinander messen, ich wähle, kraft meiner Wassersuppe, das Boxturnier. Eigentlich kein richtiges Turnier, eher ein Kampf gegen jemanden mit ungefähr demselben Gewicht und demselben Alter.
Nun stehen wir im Ring, Karsten, ein Berliner, und ich. Improvisierter Boxring, die Betreuer haben ihn aus Juteseilen im Viereck aufgestellt, befestigt an eingeschlagenen Holzpflöcken. Die ersten Schläge von Karsten haben schon gesessen, ich schmecke eine eisenähnliche Note in der Schnute. Ich kenne diesen Geschmack von Raufereien auf dem Schulhof. Karsten bewegt sich mit einer guten Beinarbeit, boxt seit 3 Jahren, seitdem er 7 ist. Ich versuche mitzuhalten, mit meinem zehnjährigen Vergangenheits-Ich, es klappt nicht, zu tollpatschig, zu tollkühn. Die Taufe vor einigen Tagen, beim Neptunfest unten am See, war da passend. Tollkühner, tollpatschiger Flussbarsch.
Deckung hoch, hämmert es im Kopf, wie es mir mein älterer Bruder beigebracht hat. Zügellos und rasend vor Wut werde ich unkonzentriert, somit zur leichten Beute für Karsten. Es gibt eine Reise vom Feinsten, Leberhaken, kurzes Anzählen, weiter. Seine linke Führungshand tastet das Vorfeld ab, ausweichen, bei der geraden Rechten gelingt das nicht mehr, bam, es blitzt im Kopf. Roland, unser Betreuer, für Bungalow 8 verantwortlich, Lehramtsstudent Sport/Geschichte, hält meinen Kopf, gibt mir leichte Backpfeifen.
„Alles klar bei dir, Großer?“
„Ja, ähm, buh, alles klar!“, antworte ich etwas stockend.
„Bleib noch kurz liegen. Hast dich gut geschlagen, aber die Bulette war besser. Mal gewinnt man, mal verliert man, so läuft das im Leben. Kopf hoch!“, sagt er mit ruhiger Stimme.
Ich rappele mich selbstständig auf in die Sitzposition.
Karsten kommt aus der anderen Ecke zu mir, ich sitze noch immer am Boden. Er greift meine Hand, schüttelt sie respektvoll. Etwas sagen tut er nicht. Wir verstehen uns ohne Worte.
Die Chemie stimmte zwischen Karsten und mir ab den ersten Tagen vor 3 Wochen, als wir hier zwischen Kiefernwäldern und blauen Seen angekommen sind. Er war im Bungalow 7, Gruppe 7, bei Astrid. Eine bildschöne Frau mit sächsischem Dialekt, ich glaube, die hatte was mit Roland. Unsere beiden Jungsgruppen waren immer gemeinsam unterwegs, in den umliegenden Wäldern und unten am See.
Ich muss mich zusammenreißen, Roland half mir hoch, die Jungs aus meiner Gruppe klopften mir auf die Schulter. Mal kurz weg hier, dachte ich und ging hinter unseren Bungalow. Hier war ich ungestört, keine Menschenseele, nur die Bäume und der Ruf eines Kuckucks. Ich fing leise an zu heulen, nicht wegen des geschwollenen Auges, nein, aus Wut über mich selbst und den verlorenen Kampf.
Am selben Tag abends werde ich noch mit Stefanie tanzen, aus der Mädchengruppe 11, auf der Abschlussdisco im großen Essenssaal. Einen Kuss auf den Mund und später Händchen halten. Auch Karsten hatte ein Auge auf sie, der Punkt ging dann wohl an mich.
Die letzte Nacht kehrt ein, der Zapfenstreich erklingt über die Lautsprecher des Ferienlagers. Alle müssen jetzt in ihren Betten liegen. Ein Sturm braust los, sehr heftig, Donnergrollen, Blitze zucken, Regen wie aus Eimern. Ein Sommergewitter.
Teil 2 morgen um 7:00 Uhr ...
@harzverteidigen
Dies ist eine rein fiktive Geschichte. Alle vorkommenden Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten zu historischen Personen können vorhanden sein.
Von Thoralf Luchs
Sommergewitter 1 / Stasi-Kinder
Der Planet brennt, Hochsommer, heiße, trockene Luft, gepaart mit Nadelduft, Kiefer. Der Boden, auf dem ich stehe, ist sandig, staubig. Als ich an mir heruntersehe, fällt mein Blick auf die blauen Essengeldturnschuhe mit weißer Sohle und weißer Kappe an den Zehen, beige Kniestrümpfe, blaue Turnhose, weißes Unterhemd.
Jetzt finde ich mich wieder, 1987. Kinderferienlager irgendwo in Brandenburg. Abschlussfest, hier kann man sich in verschiedenen Sportarten miteinander messen, ich wähle, kraft meiner Wassersuppe, das Boxturnier. Eigentlich kein richtiges Turnier, eher ein Kampf gegen jemanden mit ungefähr demselben Gewicht und demselben Alter.
Nun stehen wir im Ring, Karsten, ein Berliner, und ich. Improvisierter Boxring, die Betreuer haben ihn aus Juteseilen im Viereck aufgestellt, befestigt an eingeschlagenen Holzpflöcken. Die ersten Schläge von Karsten haben schon gesessen, ich schmecke eine eisenähnliche Note in der Schnute. Ich kenne diesen Geschmack von Raufereien auf dem Schulhof. Karsten bewegt sich mit einer guten Beinarbeit, boxt seit 3 Jahren, seitdem er 7 ist. Ich versuche mitzuhalten, mit meinem zehnjährigen Vergangenheits-Ich, es klappt nicht, zu tollpatschig, zu tollkühn. Die Taufe vor einigen Tagen, beim Neptunfest unten am See, war da passend. Tollkühner, tollpatschiger Flussbarsch.
Deckung hoch, hämmert es im Kopf, wie es mir mein älterer Bruder beigebracht hat. Zügellos und rasend vor Wut werde ich unkonzentriert, somit zur leichten Beute für Karsten. Es gibt eine Reise vom Feinsten, Leberhaken, kurzes Anzählen, weiter. Seine linke Führungshand tastet das Vorfeld ab, ausweichen, bei der geraden Rechten gelingt das nicht mehr, bam, es blitzt im Kopf. Roland, unser Betreuer, für Bungalow 8 verantwortlich, Lehramtsstudent Sport/Geschichte, hält meinen Kopf, gibt mir leichte Backpfeifen.
„Alles klar bei dir, Großer?“
„Ja, ähm, buh, alles klar!“, antworte ich etwas stockend.
„Bleib noch kurz liegen. Hast dich gut geschlagen, aber die Bulette war besser. Mal gewinnt man, mal verliert man, so läuft das im Leben. Kopf hoch!“, sagt er mit ruhiger Stimme.
Ich rappele mich selbstständig auf in die Sitzposition.
Karsten kommt aus der anderen Ecke zu mir, ich sitze noch immer am Boden. Er greift meine Hand, schüttelt sie respektvoll. Etwas sagen tut er nicht. Wir verstehen uns ohne Worte.
Die Chemie stimmte zwischen Karsten und mir ab den ersten Tagen vor 3 Wochen, als wir hier zwischen Kiefernwäldern und blauen Seen angekommen sind. Er war im Bungalow 7, Gruppe 7, bei Astrid. Eine bildschöne Frau mit sächsischem Dialekt, ich glaube, die hatte was mit Roland. Unsere beiden Jungsgruppen waren immer gemeinsam unterwegs, in den umliegenden Wäldern und unten am See.
Ich muss mich zusammenreißen, Roland half mir hoch, die Jungs aus meiner Gruppe klopften mir auf die Schulter. Mal kurz weg hier, dachte ich und ging hinter unseren Bungalow. Hier war ich ungestört, keine Menschenseele, nur die Bäume und der Ruf eines Kuckucks. Ich fing leise an zu heulen, nicht wegen des geschwollenen Auges, nein, aus Wut über mich selbst und den verlorenen Kampf.
Am selben Tag abends werde ich noch mit Stefanie tanzen, aus der Mädchengruppe 11, auf der Abschlussdisco im großen Essenssaal. Einen Kuss auf den Mund und später Händchen halten. Auch Karsten hatte ein Auge auf sie, der Punkt ging dann wohl an mich.
Die letzte Nacht kehrt ein, der Zapfenstreich erklingt über die Lautsprecher des Ferienlagers. Alle müssen jetzt in ihren Betten liegen. Ein Sturm braust los, sehr heftig, Donnergrollen, Blitze zucken, Regen wie aus Eimern. Ein Sommergewitter.
Teil 2 morgen um 7:00 Uhr ...
@harzverteidigen
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Forwarded from Harz Verteidigen
Sommergewitter 2 / Garten inmitten hoher Mauern
Am nächsten Morgen, nach dem letzten Frühstück, antreten, Morgenappell zum Abschied. Die Halstücher sind gebunden. Alle wurden zugewiesen. Die große Betonplatte mit quadratischen Gehwegsteinen in der Mitte des Lagers diente als Ablage für die vielen Gepäckstücke. Meine Reisetasche stellte ich dorthin, wo mit Kreide „MfS“ auf den Boden geschrieben wurde. Karsten kam auch und stellte seine dazu, außerdem einige andere Kinder, auch Stefanie, ungefähr 1/3 des Lagers. Meist Berliner, der Rest aus vielen anderen Bezirken der DDR.
Wir wurden auf die Busse, die vor dem Ferienlager standen, verteilt. Karsten, Stefanie und ich waren im selben. Sie werden bei einem Zwischenhalt in Berlin aussteigen. Wir versprachen uns, uns wiederzusehen. Es sollte mehr als 10 Jahre dauern. Auf der Autobahn Starkregen, wieder blitzt es. Ich nicke langsam ein.
Ich stehe in einem Garten inmitten hoher Mauern, fast idyllisch, in ihm ein Gartenhäuschen, moderne Bauart, mit viel Verglasung. Bin wieder beobachtend in einem Traum unterwegs. Ich träume in einem Traum, verrückt. Ist das so was wie „Inception“? Eventuell, vermutlich, keine Ahnung?
Ein alter Mann sitzt auf einem Gartenstuhl vor dem Häuschen in der Sonne, er scheint es zu genießen. Es wird dunkel, dicke schwarze Wolken schieben sich vor die Sonne. Stürmisch wird es, die Rosensträucher und kleinen Bäume im Garten wiegen und biegen sich im Sturm. Ein Sommergewitter. Wie kann es in einem von hohen Mauern umgebenen Garten stürmisch werden? Es müsste hier doch geschützt sein?
Der alte Mann erhebt sich, gestützt auf einen Stock, von seinem Stuhl, fast majestätisch, trotz seiner anzusehenden Altersgebrechlichkeit. Er sagt etwas auf, einen Vers. Ich kann ihn kaum verstehen, mit dem Ohr kann ich nur Wortfetzen auffangen. Dieser Wetterwechsel ist laut.
„… Anfang … Scheiterhaufen … brennt. Gleichgültig …, dereinst … Richterstuhl …, ihm werde … ich weiß: –
Die letzten Worte werden sehr deutlich und laut, das Unwetter übertönend. –
Er spricht mich frei!“
Er steht im Sturm, er steht dort, als ob nichts wäre, als ob er schon in vielen Stürmen stand. Ja, alt, aber stolz. Der Traum verliert immer mehr Farbe, es wird gespenstisch. Etwas Schreckliches muss hier geschehen sein.
Ein Ruck. Vollbremsung. Ich stoße mit dem Kopf leicht an die Lehne vor mir. Höre den Busfahrer mit vertrautem Dialekt, dem gleichen wie meinem, den man in der Stadt am Fluss spricht. Er flucht:
„Du Hornochse! Den Lappen inner Lotterie jewonne? Trollo!“
Er gestikuliert wild, beruhigt sich aber schnell wieder. Bald werde ich wieder zu Hause sein, mich wird jemand abholen, vom großen Parkplatz unten am Fluss. Mutti, einer meiner Brüder oder meine Schwester. Mal schauen. Vater ist immer erst spät zu Hause.
Ich sehe schon von Weitem, auf der langen Straße, die von Osten in die Stadt führt, unseren prächtigen Dom. Mutti steht da am Parkplatz, sie winkt schon, als der Bus einfährt.
„Ach Junge, was hast du denn wieder gemacht?“, sagt sie entsetzt und umarmt mich.
Sie sieht in meinem leicht ramponierten Gesicht das langsam blau werdende Veilchen vom gestrigen Boxkampf.
„Mensch, Mutti, Boxkampf, Abschlussfest!“, sage ich großkotzig.
Jetzt bin ich wieder stolz, auch wenn ich den Kampf verloren habe.
Teil 3 morgen um 7:00 Uhr ...
@harzverteidigen
Am nächsten Morgen, nach dem letzten Frühstück, antreten, Morgenappell zum Abschied. Die Halstücher sind gebunden. Alle wurden zugewiesen. Die große Betonplatte mit quadratischen Gehwegsteinen in der Mitte des Lagers diente als Ablage für die vielen Gepäckstücke. Meine Reisetasche stellte ich dorthin, wo mit Kreide „MfS“ auf den Boden geschrieben wurde. Karsten kam auch und stellte seine dazu, außerdem einige andere Kinder, auch Stefanie, ungefähr 1/3 des Lagers. Meist Berliner, der Rest aus vielen anderen Bezirken der DDR.
Wir wurden auf die Busse, die vor dem Ferienlager standen, verteilt. Karsten, Stefanie und ich waren im selben. Sie werden bei einem Zwischenhalt in Berlin aussteigen. Wir versprachen uns, uns wiederzusehen. Es sollte mehr als 10 Jahre dauern. Auf der Autobahn Starkregen, wieder blitzt es. Ich nicke langsam ein.
Ich stehe in einem Garten inmitten hoher Mauern, fast idyllisch, in ihm ein Gartenhäuschen, moderne Bauart, mit viel Verglasung. Bin wieder beobachtend in einem Traum unterwegs. Ich träume in einem Traum, verrückt. Ist das so was wie „Inception“? Eventuell, vermutlich, keine Ahnung?
Ein alter Mann sitzt auf einem Gartenstuhl vor dem Häuschen in der Sonne, er scheint es zu genießen. Es wird dunkel, dicke schwarze Wolken schieben sich vor die Sonne. Stürmisch wird es, die Rosensträucher und kleinen Bäume im Garten wiegen und biegen sich im Sturm. Ein Sommergewitter. Wie kann es in einem von hohen Mauern umgebenen Garten stürmisch werden? Es müsste hier doch geschützt sein?
Der alte Mann erhebt sich, gestützt auf einen Stock, von seinem Stuhl, fast majestätisch, trotz seiner anzusehenden Altersgebrechlichkeit. Er sagt etwas auf, einen Vers. Ich kann ihn kaum verstehen, mit dem Ohr kann ich nur Wortfetzen auffangen. Dieser Wetterwechsel ist laut.
„… Anfang … Scheiterhaufen … brennt. Gleichgültig …, dereinst … Richterstuhl …, ihm werde … ich weiß: –
Die letzten Worte werden sehr deutlich und laut, das Unwetter übertönend. –
Er spricht mich frei!“
Er steht im Sturm, er steht dort, als ob nichts wäre, als ob er schon in vielen Stürmen stand. Ja, alt, aber stolz. Der Traum verliert immer mehr Farbe, es wird gespenstisch. Etwas Schreckliches muss hier geschehen sein.
Ein Ruck. Vollbremsung. Ich stoße mit dem Kopf leicht an die Lehne vor mir. Höre den Busfahrer mit vertrautem Dialekt, dem gleichen wie meinem, den man in der Stadt am Fluss spricht. Er flucht:
„Du Hornochse! Den Lappen inner Lotterie jewonne? Trollo!“
Er gestikuliert wild, beruhigt sich aber schnell wieder. Bald werde ich wieder zu Hause sein, mich wird jemand abholen, vom großen Parkplatz unten am Fluss. Mutti, einer meiner Brüder oder meine Schwester. Mal schauen. Vater ist immer erst spät zu Hause.
Ich sehe schon von Weitem, auf der langen Straße, die von Osten in die Stadt führt, unseren prächtigen Dom. Mutti steht da am Parkplatz, sie winkt schon, als der Bus einfährt.
„Ach Junge, was hast du denn wieder gemacht?“, sagt sie entsetzt und umarmt mich.
Sie sieht in meinem leicht ramponierten Gesicht das langsam blau werdende Veilchen vom gestrigen Boxkampf.
„Mensch, Mutti, Boxkampf, Abschlussfest!“, sage ich großkotzig.
Jetzt bin ich wieder stolz, auch wenn ich den Kampf verloren habe.
Teil 3 morgen um 7:00 Uhr ...
@harzverteidigen
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Forwarded from Harz Verteidigen
Sommergewitter 3 / Bayerisches Städtchen
Wir stehen auf einer breiten Straße inmitten einer kleinen bayerischen Stadt. Es dürfte August sein, irgendwann in der ersten Dekade der 2000er. Es riecht nach frischem Regen, ein Sommergewitter ergoss sich vor wenigen Minuten über uns, wir werden von warmen Winden umweht. Verschiedene Blöcke, verschiedene Fahnen, mehrheitlich schwarze. Vor jedem Block ein Transpi, auf unserem steht „Märtyrer des Friedens“, auf anderen „Friedensflieger“. Sie ähneln sich, die Parolen, die auf dicken Stoffen gemalt sind, mit viel Hingabe.
Vor uns war ein Block aus Hamburg, erinnere mich gut an den hinter uns. Italiener, sie fielen auf, er sah diszipliniert aus, die Reihen stimmten, auch ohne Ermahnung der Jungs mit den weißen Armbinden. Sie kamen den Weg hierher, um ihn zu ehren, den alten Mann. Insgesamt sah man hier viele andere Europäer. Briten, Franzosen, Niederländer, Flamen, Tschechen, Ungarn … Die europäische Jugend steht gemeinsam mit uns, um eines der Unseren zu gedenken! Chauvinismus, das, was man uns vorwirft?
Auch ich trage solch eine weiße Armbinde, laufe neben meinem Block, rechts von mir eine Spalierreihe der Polente, dahinter Hamburger Gitter, wieder dahinter Menschen, die sich selbst hassen.
Es tippt mir jemand von hinten auf die Schulter. Eine Stimme sagt: „Na, Stasibengel, alles fit im Schritt?“
Ich drehe mich um, Karsten steht vor mir. Ich antworte: „Fragt der eine Stasibengel den anderen! Ja, alles fit.“
Wir drücken unsere Unterarme gegeneinander und umfassen sie mit unseren Händen.
„Glaubst du nicht, ich habe tatsächlich von unserem Boxkampf im Ferienlager geträumt, gerade auf der Herfahrt? Verwirrend! War das damals Mitte August, als wir dort waren? Merkwürdig, so real. Auch der alte Mann kam in ihm vor“, erzähle ich ihm nachdenklich.
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Wir stehen auf einer breiten Straße inmitten einer kleinen bayerischen Stadt. Es dürfte August sein, irgendwann in der ersten Dekade der 2000er. Es riecht nach frischem Regen, ein Sommergewitter ergoss sich vor wenigen Minuten über uns, wir werden von warmen Winden umweht. Verschiedene Blöcke, verschiedene Fahnen, mehrheitlich schwarze. Vor jedem Block ein Transpi, auf unserem steht „Märtyrer des Friedens“, auf anderen „Friedensflieger“. Sie ähneln sich, die Parolen, die auf dicken Stoffen gemalt sind, mit viel Hingabe.
Vor uns war ein Block aus Hamburg, erinnere mich gut an den hinter uns. Italiener, sie fielen auf, er sah diszipliniert aus, die Reihen stimmten, auch ohne Ermahnung der Jungs mit den weißen Armbinden. Sie kamen den Weg hierher, um ihn zu ehren, den alten Mann. Insgesamt sah man hier viele andere Europäer. Briten, Franzosen, Niederländer, Flamen, Tschechen, Ungarn … Die europäische Jugend steht gemeinsam mit uns, um eines der Unseren zu gedenken! Chauvinismus, das, was man uns vorwirft?
Auch ich trage solch eine weiße Armbinde, laufe neben meinem Block, rechts von mir eine Spalierreihe der Polente, dahinter Hamburger Gitter, wieder dahinter Menschen, die sich selbst hassen.
Es tippt mir jemand von hinten auf die Schulter. Eine Stimme sagt: „Na, Stasibengel, alles fit im Schritt?“
Ich drehe mich um, Karsten steht vor mir. Ich antworte: „Fragt der eine Stasibengel den anderen! Ja, alles fit.“
Wir drücken unsere Unterarme gegeneinander und umfassen sie mit unseren Händen.
„Glaubst du nicht, ich habe tatsächlich von unserem Boxkampf im Ferienlager geträumt, gerade auf der Herfahrt? Verwirrend! War das damals Mitte August, als wir dort waren? Merkwürdig, so real. Auch der alte Mann kam in ihm vor“, erzähle ich ihm nachdenklich.
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Forwarded from Harz Verteidigen
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Karsten trägt ebenfalls eine weiße Armbinde. Ist so ungefähr 1 1/2 Köpfe größer als ich, blond, blauäugig, ein Ochse. Trägt Zimmermannshose, weißes Hemd und Sambas. Karsten ist ein Völkischer.
„Willste nochmal auf die Zwölf? Vielleicht hilft das, is irgendwat in deiner Birne nicht richtig? Träumer!“, antwortet er lachend.
Er zuckt mit den Schultern und sagt: „Keine Ahnung, ob das August war? Könnte sein!“
Der Kontrast zu ihm: ich, schwarzes Ben-Sherman-Hemd, schwarze kurze Hose und schwarze Vans.
Er legt freundschaftlich seinen Arm über meine Schulter, der Selbsthass vom Rande regiert, man schießt sich auf uns ein:
„Guck mal da, schwule Faschos. Dürfen jetzt auch Faschoschwuchteln mitmarschieren?“
Der Berliner Ochse wirft ihnen Kussmünder zu. Grinst dabei, aber schweigt.
Karsten und ich trafen uns Ende der 90er erstmalig nach dem Ferienlager wieder. Auf einer Veranstaltung in Berlin. Ich überlegte, ob ich den Typen, der dem Jungen aus dem Ferienlager ähnelt, anspreche. Ich tat es, seitdem verbindet uns eine innige Freundschaft.
Wir laufen weiter neben den vielen Blöcken, eine lange Kolonne zieht sich durch das Städtchen, Tausende. Friedlich, in sich gekehrt.
Am Kundgebungsplatz haben wir kurz Zeit, uns zu unterhalten, Stefanie stößt hinzu, sie war im Berliner Block. Karsten und sie sind ein Paar. Sie begrüßt mich mit einer freundlichen Umarmung.
„Noch so eine Stasigöhre!“, sage ich lachend.
Ein Hamburger, der bei uns steht, hat seinem Gesichtsausdruck nach ein riesiges Fragezeichen über seinem Kopf. Er fragt neugierig: „Was soll das denn bedeuten?“
Sie kichert und sagt: „Das gehört zu unserer Selbstironie, wir kennen uns seit dem Ferienlager im August 87. Und wie es der Zufall will, waren unsere Väter bei der Stasi, offizielle Mitarbeiter.“
Ein anderer Hamburger fragt: „Und wie geht ihr damit um?“
Karsten sagt: „Wie soll man damit umgehen, unsere Väter bleiben unsere Väter. Wir hassen oder verachten uns nicht, is halt Teil unserer Biografie. Soll nicht heißen, dass wir die DDR glorifizieren wollen und auch nicht die Rolle der Stasi in diesem Unrechtssystem. Keiner sieht das Ganze im Kontext der Zeit, hab ich jedenfalls noch nie gehört, und das is verkehrt. Aber egal! DDR oder BRD, Roter Sozialismus oder Kapitalismus, Pest oder Cholera!“
Er schmunzelt und fügt hinzu: „Und als wir das begriffen, sind wa eben Faschos geworden, immer schön die Klischees bedienen, verstehste?“
Er schaut dabei die Hamburger an und alle fangen an zu lachen.
„Wo ist Manon?“, fragt mich Stefanie. Ihre Blicke schweifen suchend durch die nähere Umgebung.
„Die musste trotz ihrer Widerspenstigkeit zu Hause bleiben!“, antworte ich und mache dabei eine nach vorne wölbende Bewegung vor meinem Bauch.
Wieder umarmt mich Stefanie und sagt dabei: „Ich freu mich so für euch!“
Karsten grinst, schiebt mit seiner geballten Faust mein Kinn zur Seite: „Glückwunsch, Keule, knorke Sache!“
Wir verabreden uns zu Kaffeechen und Plauschen an irgendeiner Raststätte auf dem Heimweg.
Eine Stimme schallt durch die Lautsprecher der Bühne inmitten des Kundgebungsplatzes:
„Am 17.08.1987 in Spandau, das war Mord …“
Teil 4 morgen um 7:00 Uhr ...
@harzverteidigen
Karsten trägt ebenfalls eine weiße Armbinde. Ist so ungefähr 1 1/2 Köpfe größer als ich, blond, blauäugig, ein Ochse. Trägt Zimmermannshose, weißes Hemd und Sambas. Karsten ist ein Völkischer.
„Willste nochmal auf die Zwölf? Vielleicht hilft das, is irgendwat in deiner Birne nicht richtig? Träumer!“, antwortet er lachend.
Er zuckt mit den Schultern und sagt: „Keine Ahnung, ob das August war? Könnte sein!“
Der Kontrast zu ihm: ich, schwarzes Ben-Sherman-Hemd, schwarze kurze Hose und schwarze Vans.
Er legt freundschaftlich seinen Arm über meine Schulter, der Selbsthass vom Rande regiert, man schießt sich auf uns ein:
„Guck mal da, schwule Faschos. Dürfen jetzt auch Faschoschwuchteln mitmarschieren?“
Der Berliner Ochse wirft ihnen Kussmünder zu. Grinst dabei, aber schweigt.
Karsten und ich trafen uns Ende der 90er erstmalig nach dem Ferienlager wieder. Auf einer Veranstaltung in Berlin. Ich überlegte, ob ich den Typen, der dem Jungen aus dem Ferienlager ähnelt, anspreche. Ich tat es, seitdem verbindet uns eine innige Freundschaft.
Wir laufen weiter neben den vielen Blöcken, eine lange Kolonne zieht sich durch das Städtchen, Tausende. Friedlich, in sich gekehrt.
Am Kundgebungsplatz haben wir kurz Zeit, uns zu unterhalten, Stefanie stößt hinzu, sie war im Berliner Block. Karsten und sie sind ein Paar. Sie begrüßt mich mit einer freundlichen Umarmung.
„Noch so eine Stasigöhre!“, sage ich lachend.
Ein Hamburger, der bei uns steht, hat seinem Gesichtsausdruck nach ein riesiges Fragezeichen über seinem Kopf. Er fragt neugierig: „Was soll das denn bedeuten?“
Sie kichert und sagt: „Das gehört zu unserer Selbstironie, wir kennen uns seit dem Ferienlager im August 87. Und wie es der Zufall will, waren unsere Väter bei der Stasi, offizielle Mitarbeiter.“
Ein anderer Hamburger fragt: „Und wie geht ihr damit um?“
Karsten sagt: „Wie soll man damit umgehen, unsere Väter bleiben unsere Väter. Wir hassen oder verachten uns nicht, is halt Teil unserer Biografie. Soll nicht heißen, dass wir die DDR glorifizieren wollen und auch nicht die Rolle der Stasi in diesem Unrechtssystem. Keiner sieht das Ganze im Kontext der Zeit, hab ich jedenfalls noch nie gehört, und das is verkehrt. Aber egal! DDR oder BRD, Roter Sozialismus oder Kapitalismus, Pest oder Cholera!“
Er schmunzelt und fügt hinzu: „Und als wir das begriffen, sind wa eben Faschos geworden, immer schön die Klischees bedienen, verstehste?“
Er schaut dabei die Hamburger an und alle fangen an zu lachen.
„Wo ist Manon?“, fragt mich Stefanie. Ihre Blicke schweifen suchend durch die nähere Umgebung.
„Die musste trotz ihrer Widerspenstigkeit zu Hause bleiben!“, antworte ich und mache dabei eine nach vorne wölbende Bewegung vor meinem Bauch.
Wieder umarmt mich Stefanie und sagt dabei: „Ich freu mich so für euch!“
Karsten grinst, schiebt mit seiner geballten Faust mein Kinn zur Seite: „Glückwunsch, Keule, knorke Sache!“
Wir verabreden uns zu Kaffeechen und Plauschen an irgendeiner Raststätte auf dem Heimweg.
Eine Stimme schallt durch die Lautsprecher der Bühne inmitten des Kundgebungsplatzes:
„Am 17.08.1987 in Spandau, das war Mord …“
Teil 4 morgen um 7:00 Uhr ...
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Sommergewitter 4 / Sambas gegen Vans – Vans gegen Sambas! – Teil 1
Die Scheibenwischer des 9-Sitzers haben Mühe, den Starkregen zu verdrängen. Zum wiederholten Male brettert ein Sommergewitter über uns hinweg. So schnell, wie es kam, ging es auch.
Ich setze den Blinker und fahre die Ausfahrt zum Rastplatz runter. Neben mir sitzt Bockwurst, der Strippenzieher und Vernetzer. Bockwurst deshalb, weil er es an einem Demotag auf Hin- und Rückweg schaffte, um die 20 Bockwürste zu vertilgen.
Hinter mir der Heimleiter, einer meiner ältesten Freunde, DDR-Boxkader und Sportschüler. Bis die Wende kam, dann hatte uns die Subkultur.
Daneben ein Mann wie ein Bär, Shintai, der Spitzname kommt vom Judo, in dem er eine recht hohe Gradierung hat. Gemütlich in sich ruhend.
Als Dritter Blümchen, ebenfalls ambitionierter Kampfsportler, Veganer, kürzlich erst wieder aus dem Jugendarrest entlassen. Er zertrümmerte einem Jäger, der ihn dabei erwischte, wie er seinen Hochsitz umstürzen wollte, den Kiefer.
Auf der hintersten Bank Kopf und Whity. Kopf, gerade dualer Student, BWL, noch ein Strippenzieher, ein Tänzer auf vielen Hochzeiten, aber planungssicher.
Whity, Informatikstudent, sehr dünn und lang, mit einer sehr kurzen Zündschnur. Er verließ uns schon früh, tragisch, wir erheben oft das Glas auf ihn.
Zu guter Letzt der Italiener, immer gut gekleidet, stilvoll. Er verabscheute schon damals die „schwarze Brühe“, die man als Kaffee auf Raststätten verkauft, auch da legt er Wert auf Geschmack und Stil. Durchweg integre Typen.
Viele Spitznamen, viele Anekdoten, auf Demos immer nur Spitznamen, nie Klarnamen. Bei uns ging das irgendwie in den Alltag über. Uns verband vieles, nicht nur der politische Aktivismus, auch der Kampfsport. Stopp, rede nie über den Fightclub!
Die Berliner finden wir am Rande der Raststätte. 3 Typen und zwei Weiber, ich kenne nur Stefanie und Karsten. Bockwurst und Kopf natürlich die anderen. Wie sollte es auch anders sein, auf Knopfdruck ist Shintai an dem zweiten Mädel dran, als er erfährt, dass sie solo ist.
Wir gehen gemeinsam in den Rasthof, er ist wie eine Brücke über die Autobahn angelegt, in der Brücke befindet sich der Gastrobereich. Jeder deckt sich mit dem Nötigsten ein, Kaffee, ein paar Kleinigkeiten, Bockwurst. Whity und der Heimleiter ein Bier.
Whity redet wie immer schnell und enthusiastisch:
„Blümchen, die Salatecke ist noch offen, darfste dir für umme mitnehmen!“
Er zeigt dabei auf den Tablettwagen, auf dem etliche Teller stehen, auf denen die Salatbeilage zurückblieb.
Blümchen zischt grinsend:
„Salat mach ich aus dir beim nächsten Bodenrandori!“
An einem Stehtisch, den Arm auflehnend, ein Typ in Jeans von oben bis unten, Basecap, Sambas. Er mustert uns. Nimmt einen Schluck aus seinem Kaffeepott und geht zügig zum anderen Ausgang, der auf die gegenüberliegende Seite des Rasthofes führt.
„Späher!“, sage ich.
„Ach, du und deine Paranoia!“, sagt Heimleiter und summt dabei „Paranoid“ von Schraubendreher [Cover von Black Sabbath].
„Bin nur aufmerksam!“, erwidere ich.
Wieder an unserem Bus, Kaffee- und Biertrinkende, einige rauchend. Im netten Plausch mit den Berlinern.
Blümchen ist wieder auffällig und macht irgendwelche akrobatischen Dinge an den Bänken. Parkour nennt er das, in den frühen 2000ern der neueste Schrei aus Frankreich.
Einer der Berliner sagt plötzlich:
„Feind in Sicht!“
Letzter Teil heute 17 Uhr ...
@harzverteidigen
Die Scheibenwischer des 9-Sitzers haben Mühe, den Starkregen zu verdrängen. Zum wiederholten Male brettert ein Sommergewitter über uns hinweg. So schnell, wie es kam, ging es auch.
Ich setze den Blinker und fahre die Ausfahrt zum Rastplatz runter. Neben mir sitzt Bockwurst, der Strippenzieher und Vernetzer. Bockwurst deshalb, weil er es an einem Demotag auf Hin- und Rückweg schaffte, um die 20 Bockwürste zu vertilgen.
Hinter mir der Heimleiter, einer meiner ältesten Freunde, DDR-Boxkader und Sportschüler. Bis die Wende kam, dann hatte uns die Subkultur.
Daneben ein Mann wie ein Bär, Shintai, der Spitzname kommt vom Judo, in dem er eine recht hohe Gradierung hat. Gemütlich in sich ruhend.
Als Dritter Blümchen, ebenfalls ambitionierter Kampfsportler, Veganer, kürzlich erst wieder aus dem Jugendarrest entlassen. Er zertrümmerte einem Jäger, der ihn dabei erwischte, wie er seinen Hochsitz umstürzen wollte, den Kiefer.
Auf der hintersten Bank Kopf und Whity. Kopf, gerade dualer Student, BWL, noch ein Strippenzieher, ein Tänzer auf vielen Hochzeiten, aber planungssicher.
Whity, Informatikstudent, sehr dünn und lang, mit einer sehr kurzen Zündschnur. Er verließ uns schon früh, tragisch, wir erheben oft das Glas auf ihn.
Zu guter Letzt der Italiener, immer gut gekleidet, stilvoll. Er verabscheute schon damals die „schwarze Brühe“, die man als Kaffee auf Raststätten verkauft, auch da legt er Wert auf Geschmack und Stil. Durchweg integre Typen.
Viele Spitznamen, viele Anekdoten, auf Demos immer nur Spitznamen, nie Klarnamen. Bei uns ging das irgendwie in den Alltag über. Uns verband vieles, nicht nur der politische Aktivismus, auch der Kampfsport. Stopp, rede nie über den Fightclub!
Die Berliner finden wir am Rande der Raststätte. 3 Typen und zwei Weiber, ich kenne nur Stefanie und Karsten. Bockwurst und Kopf natürlich die anderen. Wie sollte es auch anders sein, auf Knopfdruck ist Shintai an dem zweiten Mädel dran, als er erfährt, dass sie solo ist.
Wir gehen gemeinsam in den Rasthof, er ist wie eine Brücke über die Autobahn angelegt, in der Brücke befindet sich der Gastrobereich. Jeder deckt sich mit dem Nötigsten ein, Kaffee, ein paar Kleinigkeiten, Bockwurst. Whity und der Heimleiter ein Bier.
Whity redet wie immer schnell und enthusiastisch:
„Blümchen, die Salatecke ist noch offen, darfste dir für umme mitnehmen!“
Er zeigt dabei auf den Tablettwagen, auf dem etliche Teller stehen, auf denen die Salatbeilage zurückblieb.
Blümchen zischt grinsend:
„Salat mach ich aus dir beim nächsten Bodenrandori!“
An einem Stehtisch, den Arm auflehnend, ein Typ in Jeans von oben bis unten, Basecap, Sambas. Er mustert uns. Nimmt einen Schluck aus seinem Kaffeepott und geht zügig zum anderen Ausgang, der auf die gegenüberliegende Seite des Rasthofes führt.
„Späher!“, sage ich.
„Ach, du und deine Paranoia!“, sagt Heimleiter und summt dabei „Paranoid“ von Schraubendreher [Cover von Black Sabbath].
„Bin nur aufmerksam!“, erwidere ich.
Wieder an unserem Bus, Kaffee- und Biertrinkende, einige rauchend. Im netten Plausch mit den Berlinern.
Blümchen ist wieder auffällig und macht irgendwelche akrobatischen Dinge an den Bänken. Parkour nennt er das, in den frühen 2000ern der neueste Schrei aus Frankreich.
Einer der Berliner sagt plötzlich:
„Feind in Sicht!“
Letzter Teil heute 17 Uhr ...
@harzverteidigen
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🧳 Es geht eine N.S. Heute auf Reisen
Grüße aus Weimar: Bahnhofsgebäude, Gauforum, Neues Museum, Goethe-Schiller-Denkmal und Haus der Weimarer Republik.
Vielen Dank an unseren Leser für die Zusendung!
🌊 KANAL STURMZEICHEN - @sturmzeichen
Grüße aus Weimar: Bahnhofsgebäude, Gauforum, Neues Museum, Goethe-Schiller-Denkmal und Haus der Weimarer Republik.
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