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Forwarded from Holistische Gesundheit
📱 Was, wenn Alzheimer viel früher beginnt, als wir glauben? (Quelle)

Themen: Alzheimer, Demenz, Hippocampus, Gehirngesundheit, Schlaf, Glymphatisches System, Bewegung, Neurogenese, Lithium, Soziale Kontakte, Prävention, Gesundes Altern

Wenn Menschen das Wort Alzheimer hören, denken sie meistens an hohes Alter, an Orientierungslosigkeit, an verlorene Erinnerungen, an einen Menschen, der irgendwann seine Familie nicht mehr erkennt. Fast niemand denkt dabei an den eigenen Alltag mit 40, 50 oder 60 Jahren, an den Schlaf, an die Bewegung, an die Stunden vor dem Bildschirm, an das soziale Leben oder an die Frage, wie oft man das eigene Gehirn überhaupt noch mit neuen Eindrücken, neuen Wegen und neuen Erfahrungen konfrontiert.

Genau deshalb fand ich dieses Gespräch so spannend, weil es Alzheimer nicht erst dort betrachtet, wo die Krankheit sichtbar geworden ist, sondern viel früher ansetzt und die Frage stellt, welche Bedingungen unser Gehirn eigentlich braucht, damit es möglichst lange leistungsfähig bleibt.

Im Mittelpunkt steht dabei immer wieder der Hippocampus, eine kleine Hirnregion, die wesentlich daran beteiligt ist, Erinnerungen zu speichern, räumliche Orientierung zu ermöglichen und neue Erfahrungen zu verarbeiten. Besonders bemerkenswert ist, dass dieser Bereich offenbar keineswegs einfach nur Jahr für Jahr schrumpfen muss. Im Gespräch wird eine Untersuchung beschrieben, bei der ältere Menschen mit sehr wenig Bewegung über ein Jahr hinweg einen Rückgang des Hippocampusvolumens zeigten, während bei einer Gruppe, die täglich etwa eine Stunde spazieren ging, das Volumen zunahm.

> Und genau da sollte man vielleicht einmal bei sich selbst hinschauen. Wie sieht der eigene Tag tatsächlich aus? Morgens ins Auto, dann acht Stunden sitzen, anschließend wieder ins Auto, abends auf die Couch und vielleicht noch zwei oder drei Stunden Fernsehen oder Smartphone. Gleichzeitig wundern wir uns darüber, dass Körper und Geist im Alter immer weniger belastbar werden.

Unser Gehirn ist aber kein isoliertes Organ, das unabhängig von unserem Leben altert. Was wir tagsüber tun, beeinflusst auch die Prozesse, die nachts stattfinden. Im Gespräch wird sehr anschaulich erklärt, wie Erinnerungen während des Schlafs verarbeitet werden und wie das sogenannte glymphatische System dabei hilft, Stoffwechselprodukte aus dem Gehirn abzutransportieren. Schlechter oder ständig unterbrochener Schlaf ist deshalb eben nicht nur am nächsten Morgen unangenehm, sondern greift viel tiefer in die Regeneration unseres Gehirns ein.

Dazu kommen Bewegung, soziale Kontakte, Neugier, Lernen und neue Erfahrungen. Eigentlich alles Dinge, für die unser Gehirn evolutionär gemacht wurde und die in unserem modernen Alltag immer häufiger verschwinden.

Später geht das Gespräch noch deutlich tiefer und beschäftigt sich mit Lithium als natürlichem Spurenelement sowie dessen möglicher Bedeutung für Neurogenese, Zellrecycling und Entzündungsprozesse im Gehirn. Auch hierzu werden neuere Forschungsarbeiten und biologische Mechanismen diskutiert.

Was ich aus diesem Gespräch vor allem mitnehme: Gesundes Altern beginnt nicht irgendwann mit 70. Es entsteht aus dem, was wir über Jahrzehnte jeden einzelnen Tag tun – und genau darin liegt möglicherweise viel mehr Gestaltungsspielraum, als uns häufig bewusst ist.


Hashtags: #Alzheimer #Demenz #Hippocampus #Gehirngesundheit #Schlaf #Bewegung #Neurogenese #Lithium #Prävention #GesundesAltern #HolistischeGesundheit #Hoffnung

Faktenbox
① Alzheimer beginnt Jahrzehnte vorher
Hippocampus kann wieder wachsen
③ Täglich eine Stunde gehen
④ Schlaf reinigt das Gehirn
⑤ Lithium als natürliches Spurenelement
⑥ Gestaltungsspielraum beginnt heute

↘️ Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung.

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