Das Wort zum Sonntag!
Der Buttervogel hat heute ein erfrischendes Wort zum Sonntag für Sie gewählt. 🌿
Interessant ist, dass „laben“ nur im westgermanischen Sprachraum belegt ist – etwa im Althochdeutschen „labōn“, im Altsächsischen „laƀon“, im Niederländischen „laven“ und im Altenglischen „lafian“. Das Wort ist wahrscheinlich bereits früh aus dem Lateinischen „lavāre“ („waschen, baden“) entlehnt worden.
Nutzen Sie das Wort noch in Ihrem Sprachgebrauch? Und was ist für Sie ein Labsal?
Der Buttervogel wünscht Ihnen stets ein Labsal, das Ihr Herz erfreut, Sie erfrischt und Ihnen Erquickung schenkt. 🌿
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
Der Buttervogel hat heute ein erfrischendes Wort zum Sonntag für Sie gewählt. 🌿
Interessant ist, dass „laben“ nur im westgermanischen Sprachraum belegt ist – etwa im Althochdeutschen „labōn“, im Altsächsischen „laƀon“, im Niederländischen „laven“ und im Altenglischen „lafian“. Das Wort ist wahrscheinlich bereits früh aus dem Lateinischen „lavāre“ („waschen, baden“) entlehnt worden.
Nutzen Sie das Wort noch in Ihrem Sprachgebrauch? Und was ist für Sie ein Labsal?
Der Buttervogel wünscht Ihnen stets ein Labsal, das Ihr Herz erfreut, Sie erfrischt und Ihnen Erquickung schenkt. 🌿
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❤46👏17👍12🙏3😇1
Bücher (1918)
Alle Bücher dieser Welt
Bringen dir kein Glück,
Doch sie weisen dich geheim
In dich selbst zurück.
Dort ist alles, was du brauchst,
Sonne, Stern und Mond,
Denn das Licht, danach du frugst,
In dir selber wohnt.
Weisheit, die du lang gesucht
In den Bücherein,
Leuchtet jetzt aus jedem Blatt —
Denn nun ist sie dein.
Hermann Hesse (1877 -1962)
🌟 🌟 🌟
Hesse schrieb dieses Gedicht im April 1918, in einer der schwersten Phasen seines Lebens: der Erste Weltkrieg, der Tod seines Vaters, die schwere Erkrankung seiner Frau und seines jüngsten Sohnes sowie seine öffentlich bekannte Kriegsgegnerschaft stürzten ihn in eine tiefe Lebenskrise. Kurz zuvor hatte er seinen Roman „Demian" vollendet. Vielleicht erklärt gerade diese Krisenzeit, warum Hesse den Blick nicht nach außen, sondern nach innen richtet – und das Licht, das man in Büchern sucht, am Ende im eigenen Inneren findet.
Lesen Sie auch so gerne wie der Buttervogel? In fremde Welten eintauchen, neues Wissen erlangen oder einfach mal schmunzeln. Welches Buch hat Sie besonders inspiriert oder Ihnen Freude bereitet?
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
Alle Bücher dieser Welt
Bringen dir kein Glück,
Doch sie weisen dich geheim
In dich selbst zurück.
Dort ist alles, was du brauchst,
Sonne, Stern und Mond,
Denn das Licht, danach du frugst,
In dir selber wohnt.
Weisheit, die du lang gesucht
In den Bücherein,
Leuchtet jetzt aus jedem Blatt —
Denn nun ist sie dein.
Hermann Hesse (1877 -1962)
Hesse schrieb dieses Gedicht im April 1918, in einer der schwersten Phasen seines Lebens: der Erste Weltkrieg, der Tod seines Vaters, die schwere Erkrankung seiner Frau und seines jüngsten Sohnes sowie seine öffentlich bekannte Kriegsgegnerschaft stürzten ihn in eine tiefe Lebenskrise. Kurz zuvor hatte er seinen Roman „Demian" vollendet. Vielleicht erklärt gerade diese Krisenzeit, warum Hesse den Blick nicht nach außen, sondern nach innen richtet – und das Licht, das man in Büchern sucht, am Ende im eigenen Inneren findet.
Lesen Sie auch so gerne wie der Buttervogel? In fremde Welten eintauchen, neues Wissen erlangen oder einfach mal schmunzeln. Welches Buch hat Sie besonders inspiriert oder Ihnen Freude bereitet?
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Eine neue Rubrik beim BUTTERVOGEL:
🗣 Dialektwort der Woche 🗺
Über 250 Dialekte lassen sich im deutschsprachigen Raum unterscheiden – gebündelt in rund 16 große Dialektverbände.
Plattdeutsch etwa war einst die Handelssprache der Hanse und wurde von England bis ins Baltikum verstanden. Heute gilt es als gefährdete Sprache. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie schnell eine einst weit verbreitete Sprachform an Bedeutung verlieren kann.
Der Buttervogel möchte Sie einladen, gemeinsam auf Entdeckungsreise zu gehen: durch unsere wunderbare deutsche Sprache und ihre vielen Dialekte.
Denn Dialekt ist mehr als nur ein anderes Wort für etwas. In ihm stecken Heimat, Erinnerungen, Geschichte und ein Stück Identität. Und manchmal braucht es innerhalb derselben Sprache ein kleines Wörterbuch, um einander wirklich zu verstehen. 😊
Schmunzeln Sie mit, erinnern Sie sich – und teilen Sie gerne Ihre eigenen Erfahrungen und Kindheitswörter in den Kommentaren.
Ab sofort gibt es jeden Mittwoch ein neues Dialektwort. 🗺
Den Anfang macht ein Wort direkt aus der Heimat des Buttervogels.
Haben Sie eine Idee, welches Wort es sein könnte?
Schreiben Sie Ihren Tipp gerne in die Kommentare!
Ein kleiner Hinweis: Es kann ein Labsal sein. 🌿
💚lichst, Ihr Buttervogel
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🗣 Dialektwort der Woche 🗺
Über 250 Dialekte lassen sich im deutschsprachigen Raum unterscheiden – gebündelt in rund 16 große Dialektverbände.
Plattdeutsch etwa war einst die Handelssprache der Hanse und wurde von England bis ins Baltikum verstanden. Heute gilt es als gefährdete Sprache. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie schnell eine einst weit verbreitete Sprachform an Bedeutung verlieren kann.
Der Buttervogel möchte Sie einladen, gemeinsam auf Entdeckungsreise zu gehen: durch unsere wunderbare deutsche Sprache und ihre vielen Dialekte.
Denn Dialekt ist mehr als nur ein anderes Wort für etwas. In ihm stecken Heimat, Erinnerungen, Geschichte und ein Stück Identität. Und manchmal braucht es innerhalb derselben Sprache ein kleines Wörterbuch, um einander wirklich zu verstehen. 😊
Schmunzeln Sie mit, erinnern Sie sich – und teilen Sie gerne Ihre eigenen Erfahrungen und Kindheitswörter in den Kommentaren.
Ab sofort gibt es jeden Mittwoch ein neues Dialektwort. 🗺
Den Anfang macht ein Wort direkt aus der Heimat des Buttervogels.
Haben Sie eine Idee, welches Wort es sein könnte?
Schreiben Sie Ihren Tipp gerne in die Kommentare!
Ein kleiner Hinweis: Es kann ein Labsal sein. 🌿
💚lichst, Ihr Buttervogel
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Dialektwort der Woche: Die Bemme 🍞
In Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt sagt man nicht „Butterbrot", sondern „Bemme" – eine mit Butter, Marmelade oder Wurst bestrichene Brotscheibe.
Das Wort stammt vermutlich aus dem Obersorbischen: „pomazka" bedeutet Butterschnitte, abgeleitet von „pomazać" – beschmieren, bestreichen. Die Bemme trägt damit bis heute die sprachliche Erinnerung an das jahrhundertealte Zusammenleben von Deutschen und Sorben in Mitteldeutschland – belegt bereits seit dem 16. Jahrhundert und bis heute im Sächsischen Wörterbuch verzeichnet.
„Ich mach mir noch schnell 'ne Bemme" – so hört man es noch heute in sächsischen Küchen.
Kennen Sie den Duft von frisch gebackenem Brot – dazu gute Butter, frische Kräuter oder ein leckerer Käse? So eine Bemme mag der Buttervogel besonders gern – ein Labsal für Leib und Seele.
Und der Buttervogel findet: Nirgendwo gibt es so wunderbares Brot wie daheim. Ein Hoch auf unser traditionelles Bäckerhandwerk! 🥖❤️
Wie sagt man in Ihrer Region zur bestrichenen Brotscheibe? Stulle, Schnitte, Kniffte – oder ein ganz eigenes Wort?
🍞 🍞 🍞
Und nächste Woche flattert der Buttervogel dialektisch weiter ins Schwabenland.
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
In Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt sagt man nicht „Butterbrot", sondern „Bemme" – eine mit Butter, Marmelade oder Wurst bestrichene Brotscheibe.
Das Wort stammt vermutlich aus dem Obersorbischen: „pomazka" bedeutet Butterschnitte, abgeleitet von „pomazać" – beschmieren, bestreichen. Die Bemme trägt damit bis heute die sprachliche Erinnerung an das jahrhundertealte Zusammenleben von Deutschen und Sorben in Mitteldeutschland – belegt bereits seit dem 16. Jahrhundert und bis heute im Sächsischen Wörterbuch verzeichnet.
„Ich mach mir noch schnell 'ne Bemme" – so hört man es noch heute in sächsischen Küchen.
Kennen Sie den Duft von frisch gebackenem Brot – dazu gute Butter, frische Kräuter oder ein leckerer Käse? So eine Bemme mag der Buttervogel besonders gern – ein Labsal für Leib und Seele.
Und der Buttervogel findet: Nirgendwo gibt es so wunderbares Brot wie daheim. Ein Hoch auf unser traditionelles Bäckerhandwerk! 🥖❤️
Wie sagt man in Ihrer Region zur bestrichenen Brotscheibe? Stulle, Schnitte, Kniffte – oder ein ganz eigenes Wort?
🍞 🍞 🍞
Und nächste Woche flattert der Buttervogel dialektisch weiter ins Schwabenland.
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Das Wort zum Sonntag!
Wussten Sie, dass „Schabernack“ ursprünglich unter anderem einen rauen, groben Winterhut bezeichnete, der im Nacken rieb?
Im 14. Jahrhundert stand das Wort daneben bereits für Spott, Hohn und einen höhnenden oder neckenden Streich. Wie genau diese Bedeutungen zusammenhängen, ist heute nicht mehr sicher geklärt.
Friedrich Schiller verwendete das Wort ebenfalls: In einem Brief an Goethe vom 1. August 1796 bezeichnete er die ursprüngliche Idee der „Xenien“ – einer gemeinsam mit Goethe geplanten Sammlung satirischer Epigramme – als „eine fröhliche Posse, ein Schabernack“.
Der Buttervogel ist neugierig: Haben Sie einen Schalk im Nacken? Wann haben Sie zuletzt Schabernack getrieben – oder wurde Ihnen welcher gespielt?🤡
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Wussten Sie, dass „Schabernack“ ursprünglich unter anderem einen rauen, groben Winterhut bezeichnete, der im Nacken rieb?
Im 14. Jahrhundert stand das Wort daneben bereits für Spott, Hohn und einen höhnenden oder neckenden Streich. Wie genau diese Bedeutungen zusammenhängen, ist heute nicht mehr sicher geklärt.
Friedrich Schiller verwendete das Wort ebenfalls: In einem Brief an Goethe vom 1. August 1796 bezeichnete er die ursprüngliche Idee der „Xenien“ – einer gemeinsam mit Goethe geplanten Sammlung satirischer Epigramme – als „eine fröhliche Posse, ein Schabernack“.
Der Buttervogel ist neugierig: Haben Sie einen Schalk im Nacken? Wann haben Sie zuletzt Schabernack getrieben – oder wurde Ihnen welcher gespielt?
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Der Unentschlossene
Ein Mensch ist ernstlich zu beklagen,
Der nie die Kraft hat, nein zu sagen,
Obwohl er’s weiß, bei sich ganz still:
Er will nicht, was man von ihm will!
Nur, daß er Aufschub noch erreicht,
Sagt er, er wolle sehn, vielleicht…
Gemahnt, nach zweifelsbittern Wochen,
Daß er’s doch halb und halb versprochen,
Verspricht er’s, statt es abzuschütteln,
Aus lauter Feigheit zu zwei Dritteln,
Um endlich, ausweglos gestellt,
Als ein zur Unzeit tapfrer Held
In Wut und Grobheit sich zu steigern
Und das Versprochne zu verweigern.
Der Mensch gilt bald bei jedermann
Als hinterlistiger Grobian -
Und ist im Grund doch nur zu weich,
Um nein zu sagen - aber gleich!
Eugen Roth (1895 - 1976)
🚦 🚦 🚦
Man sagt „Vielleicht“, meint „eigentlich nicht“, verspricht ein bisschen – und wundert sich später, warum aus dem kleinen Vielleicht plötzlich ein ziemlich großes Problem geworden ist.
Eugen Roth schmunzelt in seinem Gedicht ein wenig über die Unentschlossenen. Und er erinnert uns ganz nebenbei daran: Ein klares Nein ist manchmal nicht unhöflich, sondern einfach ehrlich.
Und wer weiß – vielleicht ist ein Nein sogar das schönste Wort für ein bisschen mehr Freiheit. 😉
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Ein Mensch ist ernstlich zu beklagen,
Der nie die Kraft hat, nein zu sagen,
Obwohl er’s weiß, bei sich ganz still:
Er will nicht, was man von ihm will!
Nur, daß er Aufschub noch erreicht,
Sagt er, er wolle sehn, vielleicht…
Gemahnt, nach zweifelsbittern Wochen,
Daß er’s doch halb und halb versprochen,
Verspricht er’s, statt es abzuschütteln,
Aus lauter Feigheit zu zwei Dritteln,
Um endlich, ausweglos gestellt,
Als ein zur Unzeit tapfrer Held
In Wut und Grobheit sich zu steigern
Und das Versprochne zu verweigern.
Der Mensch gilt bald bei jedermann
Als hinterlistiger Grobian -
Und ist im Grund doch nur zu weich,
Um nein zu sagen - aber gleich!
Eugen Roth (1895 - 1976)
🚦 🚦 🚦
Man sagt „Vielleicht“, meint „eigentlich nicht“, verspricht ein bisschen – und wundert sich später, warum aus dem kleinen Vielleicht plötzlich ein ziemlich großes Problem geworden ist.
Eugen Roth schmunzelt in seinem Gedicht ein wenig über die Unentschlossenen. Und er erinnert uns ganz nebenbei daran: Ein klares Nein ist manchmal nicht unhöflich, sondern einfach ehrlich.
Und wer weiß – vielleicht ist ein Nein sogar das schönste Wort für ein bisschen mehr Freiheit. 😉
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Dialektwort der Woche: Das Muggeseggele 📏
In Schwaben sagt man für eine winzige Kleinigkeit gerne „a Muggeseggele" – vermutlich die kleinste Maßeinheit der deutschen Sprache.
Das Wort setzt sich zusammen aus „Mugg", der schwäbischen Bezeichnung für die Stubenfliege (rund 7 Millimeter groß), und „Seggele" – einer Verkleinerungsform von „Seggel", das wiederum vom lateinischen „saccellus" (kleiner Sack) abstammt und im Schwäbischen für Hodensack steht. Ein Muggeseggele ist demnach wörtlich das Geschlechtsorgan einer männlichen Stubenfliege – sinnbildlich für „ganz, ganz wenig".
Ein Entomologe des Naturkundemuseums Stuttgart hat der Sache sogar wissenschaftlich auf den Grund gegangen: Im Schnitt misst ein Muggeseggele exakt 0,22 Millimeter.
„Des war jetzt aber bloß a Muggeseggele" – so hört man es, wenn in Schwaben etwas wirklich winzig ausfällt.
Kein Wunder, dass die Leser der Stuttgarter Nachrichten es 2009 zum schönsten schwäbischen Wort wählten.
Kennen Sie ein ähnlich lustiges Wort für „eine Kleinigkeit" aus Ihrer Region?
📏 📏 📏
Und nächste Woche flattert der Buttervogel dialektisch nach Bayern.
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
In Schwaben sagt man für eine winzige Kleinigkeit gerne „a Muggeseggele" – vermutlich die kleinste Maßeinheit der deutschen Sprache.
Das Wort setzt sich zusammen aus „Mugg", der schwäbischen Bezeichnung für die Stubenfliege (rund 7 Millimeter groß), und „Seggele" – einer Verkleinerungsform von „Seggel", das wiederum vom lateinischen „saccellus" (kleiner Sack) abstammt und im Schwäbischen für Hodensack steht. Ein Muggeseggele ist demnach wörtlich das Geschlechtsorgan einer männlichen Stubenfliege – sinnbildlich für „ganz, ganz wenig".
Ein Entomologe des Naturkundemuseums Stuttgart hat der Sache sogar wissenschaftlich auf den Grund gegangen: Im Schnitt misst ein Muggeseggele exakt 0,22 Millimeter.
„Des war jetzt aber bloß a Muggeseggele" – so hört man es, wenn in Schwaben etwas wirklich winzig ausfällt.
Kein Wunder, dass die Leser der Stuttgarter Nachrichten es 2009 zum schönsten schwäbischen Wort wählten.
Kennen Sie ein ähnlich lustiges Wort für „eine Kleinigkeit" aus Ihrer Region?
📏 📏 📏
Und nächste Woche flattert der Buttervogel dialektisch nach Bayern.
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Geht es Ihnen auch so wie Herrn Heine? 😉
Der Buttervogel wünscht Ihnen ein erfülltes Wochenende und grüßt Sie heute aus dem schönen Harz.
Quelle: Heine, H., Briefe. An Leopold Zunz, 27. Juni 1823
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Der Buttervogel wünscht Ihnen ein erfülltes Wochenende und grüßt Sie heute aus dem schönen Harz.
Quelle: Heine, H., Briefe. An Leopold Zunz, 27. Juni 1823
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Das Wort zum Sonntag!
Ein „Haudegen“ war ursprünglich gar kein Mensch, sondern eine Waffe: ein degenartiges Hiebschwert, das nicht zum feinen Stoß, sondern zum kräftigen Hieb geführt wurde.
Erst später wurde die Bezeichnung auf denjenigen übertragen, der damit kämpfte.
Heute muss ein Haudegen längst kein Soldat mehr sein. Gemeint sein kann ein erfahrener, unerschrockener und zäher Mensch – manchmal anerkennend, manchmal augenzwinkernd.
Auch Gotthold Ephraim Lessing verwendete das Wort bereits 1772 in „Emilia Galotti“: „Ein alter Haudegen; stolz und rauh; sonst bieder und gut.“ (1. Aufzug, 4. Auftritt).
Kennen Sie einen echten Haudegen? 😉 Genießen Sie Ihren Sonntag! 🌻
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Ein „Haudegen“ war ursprünglich gar kein Mensch, sondern eine Waffe: ein degenartiges Hiebschwert, das nicht zum feinen Stoß, sondern zum kräftigen Hieb geführt wurde.
Erst später wurde die Bezeichnung auf denjenigen übertragen, der damit kämpfte.
Heute muss ein Haudegen längst kein Soldat mehr sein. Gemeint sein kann ein erfahrener, unerschrockener und zäher Mensch – manchmal anerkennend, manchmal augenzwinkernd.
Auch Gotthold Ephraim Lessing verwendete das Wort bereits 1772 in „Emilia Galotti“: „Ein alter Haudegen; stolz und rauh; sonst bieder und gut.“ (1. Aufzug, 4. Auftritt).
Kennen Sie einen echten Haudegen? 😉 Genießen Sie Ihren Sonntag! 🌻
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Für meine Söhne (1854)
Hehle nimmer mit der Wahrheit!
Bringt sie Leid, nicht bringt sie Reue;
Doch, weil Wahrheit eine Perle,
Wirf sie auch nicht vor die Säue.
Blüte edelsten Gemütes
Ist die Rücksicht; doch zuzeiten
Sind erfrischend wie Gewitter
Goldne Rücksichtslosigkeiten.
Wackrer heimatlicher Grobheit
Setze deine Stirn entgegen;
Artigen Leutseligkeiten
Gehe schweigend aus den Wegen.
Wo zum Weib du nicht die Tochter
Wagen würdest zu begehren,
Halte dich zu wert, um gastlich
In dem Hause zu verkehren.
Was du immer kannst, zu werden,
Arbeit scheue nicht und Wachen;
Aber hüte deine Seele
Vor dem Karrieremachen.
Wenn der Pöbel aller Sorte
Tanzet um die gold’nen Kälber,
Halte fest: du hast vom Leben
Doch am Ende nur dich selber.
Theodor Storm (1817–1888)
🌷 🌷 🌷
Im Oktober und November 1854 schrieb Theodor Storm einen längeren Brief an Eduard Mörike. Als Beilage legte er zwei handschriftliche Gedichte bei – darunter „Für meine Söhne“. Im Dezember desselben Jahres erschien das Gedicht erstmals in der Wochenschrift „Deutsches Museum“.
Manche seiner Ratschläge hatte Storm schon zuvor in Briefen formuliert, etwa an Theodor Fontane. Für seine lehrhaften Verse bediente er sich gern vertrauter Redewendungen biblischen Ursprungs.
Doch eine Formulierung stammt ganz und gar von ihm selbst: „goldne Rücksichtslosigkeiten“. Ein Beispiel dafür, wie aus einem Gedanken ein geflügeltes Wort werden kann.
Der Buttervogel wünscht Ihnen einen wundervollen Tag voll Leichtigkeit und Freude! 🫶🏻
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Hehle nimmer mit der Wahrheit!
Bringt sie Leid, nicht bringt sie Reue;
Doch, weil Wahrheit eine Perle,
Wirf sie auch nicht vor die Säue.
Blüte edelsten Gemütes
Ist die Rücksicht; doch zuzeiten
Sind erfrischend wie Gewitter
Goldne Rücksichtslosigkeiten.
Wackrer heimatlicher Grobheit
Setze deine Stirn entgegen;
Artigen Leutseligkeiten
Gehe schweigend aus den Wegen.
Wo zum Weib du nicht die Tochter
Wagen würdest zu begehren,
Halte dich zu wert, um gastlich
In dem Hause zu verkehren.
Was du immer kannst, zu werden,
Arbeit scheue nicht und Wachen;
Aber hüte deine Seele
Vor dem Karrieremachen.
Wenn der Pöbel aller Sorte
Tanzet um die gold’nen Kälber,
Halte fest: du hast vom Leben
Doch am Ende nur dich selber.
Theodor Storm (1817–1888)
Im Oktober und November 1854 schrieb Theodor Storm einen längeren Brief an Eduard Mörike. Als Beilage legte er zwei handschriftliche Gedichte bei – darunter „Für meine Söhne“. Im Dezember desselben Jahres erschien das Gedicht erstmals in der Wochenschrift „Deutsches Museum“.
Manche seiner Ratschläge hatte Storm schon zuvor in Briefen formuliert, etwa an Theodor Fontane. Für seine lehrhaften Verse bediente er sich gern vertrauter Redewendungen biblischen Ursprungs.
Doch eine Formulierung stammt ganz und gar von ihm selbst: „goldne Rücksichtslosigkeiten“. Ein Beispiel dafür, wie aus einem Gedanken ein geflügeltes Wort werden kann.
Der Buttervogel wünscht Ihnen einen wundervollen Tag voll Leichtigkeit und Freude! 🫶🏻
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Dialektwort der Woche: Der Oachkatzlschwoaf 🐿
In Bayern sagt man nicht „Eichhörnchenschwanz", sondern „Oachkatzlschwoaf" – zusammengesetzt aus „Oachkatzl" (Eichhörnchen) und „Schwoaf" (Schwanz).
Interessant: „Oachkatzl" gehört zur älteren Wortfamilie „Eichkätzchen"/„Eichkater", die man heute vor allem in Altbayern, Österreich und Südtirol hört – während sich im übrigen deutschen Sprachraum die Form „Eichhörnchen" durchgesetzt hat. Beide Namen gehen vermutlich auf das alte Wort „aig" zurück, das „heftig, schnell bewegt" bedeutet – mit der Eiche selbst haben sie ursprünglich gar nichts zu tun. Erst später wurde der Name volksetymologisch an den Baum angelehnt.
Berühmt ist das Wort vor allem als Schibboleth: Bayern und Österreicher stellen Zuagroaste (Zugezogene) gerne mit der korrekten Aussprache auf die Probe – die Konsonanten- und Vokalfolge gilt selbst für geübte Hochdeutsch-Sprecher als echte Herausforderung.
„Sag amoi Oachkatzlschwoaf!" – ein Klassiker unter den bayerischen Mundart-Proben für Zuagroaste.
Da musste der Buttervogel erstmal etwas üben. Wagen Sie sich an die Aussprache? Und kennen Sie ähnliche Wörter, an denen sich Ihre Mitmenschen die Zunge brechen?
🐿 🐿 🐿
Und nächste Woche flattert der Buttervogel dialektisch ins Rheinland.
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
In Bayern sagt man nicht „Eichhörnchenschwanz", sondern „Oachkatzlschwoaf" – zusammengesetzt aus „Oachkatzl" (Eichhörnchen) und „Schwoaf" (Schwanz).
Interessant: „Oachkatzl" gehört zur älteren Wortfamilie „Eichkätzchen"/„Eichkater", die man heute vor allem in Altbayern, Österreich und Südtirol hört – während sich im übrigen deutschen Sprachraum die Form „Eichhörnchen" durchgesetzt hat. Beide Namen gehen vermutlich auf das alte Wort „aig" zurück, das „heftig, schnell bewegt" bedeutet – mit der Eiche selbst haben sie ursprünglich gar nichts zu tun. Erst später wurde der Name volksetymologisch an den Baum angelehnt.
Berühmt ist das Wort vor allem als Schibboleth: Bayern und Österreicher stellen Zuagroaste (Zugezogene) gerne mit der korrekten Aussprache auf die Probe – die Konsonanten- und Vokalfolge gilt selbst für geübte Hochdeutsch-Sprecher als echte Herausforderung.
„Sag amoi Oachkatzlschwoaf!" – ein Klassiker unter den bayerischen Mundart-Proben für Zuagroaste.
Da musste der Buttervogel erstmal etwas üben. Wagen Sie sich an die Aussprache? Und kennen Sie ähnliche Wörter, an denen sich Ihre Mitmenschen die Zunge brechen?
🐿 🐿 🐿
Und nächste Woche flattert der Buttervogel dialektisch ins Rheinland.
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
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„Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren.“
Friedrich von Schiller
Es sind herausfordernde Zeiten. Vieles, was uns lange selbstverständlich erschien, scheint plötzlich unsicher – in der Gesellschaft und manchmal auch ganz persönlich.
Gerade dann lohnt es sich, nicht vorschnell aufzugeben, was uns wichtig ist: Zusammenhalt, Freiheit, Zuversicht und der Glaube an eine gute Zukunft.
Denn nicht jeder Umweg ist ein Irrweg. Manches braucht einfach Zeit, Geduld und den Mut, weiter daran festzuhalten.
Der Buttervogel wünscht Ihnen die Kraft, auch in bewegten Zeiten den Blick nach vorn zu richten und das Gute nicht aus den Augen zu verlieren. 🦋
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
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Das Wort zum Sonntag!
Heute verbinden wir „lind“ mit etwas Mildem, Sanftem und Angenehmem. Doch seine Wortgeschichte führt ursprünglich zu etwas Biegsamem und Nachgiebigem.
Auch die Linde gehört zu dieser Wortfamilie. Ihr Name wird mit ihrem weichen und biegsamen Bast in Verbindung gebracht.
Selbst der Lindwurm führt uns sprachgeschichtlich in eine ähnliche Richtung: Das althochdeutsche „lint“ konnte „Schlange“ oder „Drache“ bedeuten – etwas, das sich biegt und windet.
So verbindet ein kleines Wort sanfte Milde, einen Baum und einen sagenhaften Drachen. 🌿🐉
Genießen Sie Ihren Sonntag! ☀️
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„Lind um seine Schläfen schmiege
Sich ein Traum von alten Tagen“
Anton Alexander Graf von Auersperg; „Pinie und Tanne“ (1837)
Heute verbinden wir „lind“ mit etwas Mildem, Sanftem und Angenehmem. Doch seine Wortgeschichte führt ursprünglich zu etwas Biegsamem und Nachgiebigem.
Auch die Linde gehört zu dieser Wortfamilie. Ihr Name wird mit ihrem weichen und biegsamen Bast in Verbindung gebracht.
Selbst der Lindwurm führt uns sprachgeschichtlich in eine ähnliche Richtung: Das althochdeutsche „lint“ konnte „Schlange“ oder „Drache“ bedeuten – etwas, das sich biegt und windet.
So verbindet ein kleines Wort sanfte Milde, einen Baum und einen sagenhaften Drachen. 🌿🐉
Genießen Sie Ihren Sonntag! ☀️
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Der Schmetterling ist in die Rose verliebt (1844)
Der Schmetterling ist in die Rose verliebt,
Umflattert sie tausendmal,
Ihn selber aber, goldig zart,
Umflattert der liebende Sonnenstrahl.
Jedoch, in wen ist die Rose verliebt?
Das wüßt ich gar zu gern.
Ist es die singende Nachtigall?
Ist es der schweigende Abendstern?
Ich weiß nicht, in wen die Rose verliebt;
Ich aber lieb euch all':
Rose, Schmetterling, Sonnenstrahl,
Abendstern und Nachtigall.
Heinrich Heine (1797 - 1856)
🦋 ❤️ 🌹
Das Gedicht stammt aus Heinrich Heines Neue Gedichte, die 1844 im Verlag Hoffmann und Campe in Hamburg erschienen. Es gehört zum Zyklus „Neuer Frühling“ und trägt dort die Nummer VII.
Der Buttervogel wünscht Ihnen einen wundervollen Tag – mit etwas Leichtigkeit, ein bisschen Schmetterlingsgefühl und möglichst vielen Rosenmomenten. 🦋🌹
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Der Schmetterling ist in die Rose verliebt,
Umflattert sie tausendmal,
Ihn selber aber, goldig zart,
Umflattert der liebende Sonnenstrahl.
Jedoch, in wen ist die Rose verliebt?
Das wüßt ich gar zu gern.
Ist es die singende Nachtigall?
Ist es der schweigende Abendstern?
Ich weiß nicht, in wen die Rose verliebt;
Ich aber lieb euch all':
Rose, Schmetterling, Sonnenstrahl,
Abendstern und Nachtigall.
Heinrich Heine (1797 - 1856)
🦋 ❤️ 🌹
Das Gedicht stammt aus Heinrich Heines Neue Gedichte, die 1844 im Verlag Hoffmann und Campe in Hamburg erschienen. Es gehört zum Zyklus „Neuer Frühling“ und trägt dort die Nummer VII.
Der Buttervogel wünscht Ihnen einen wundervollen Tag – mit etwas Leichtigkeit, ein bisschen Schmetterlingsgefühl und möglichst vielen Rosenmomenten. 🦋
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Dialektwort der Woche: Der Klaaf 💬
In Köln und dem Rheinland sagt man nicht „ein Schwätzchen", sondern „ne Klaaf" – eine kleine, unterhaltsame Plauderei über die Nachbarschaft und das Leben, positiv besetzt und ganz ohne Tiefgang.
Das Verb „klaafe" bedeutete ursprünglich wörtlich „den Mund offen halten" – eine Bedeutung, die im heutigen Sprachgebrauch fast verloren gegangen ist. Wenn zwei sich angeregt unterhalten, dann „klaafe" sie; kommt jedoch üble Nachrede dazu, wird daraus schnell „schwaade" statt „klaafe" – die Kölner unterscheiden also fein zwischen harmlosem Plausch und Klatsch.
Am Gartenzaun, an der Theke oder beim Bäcker – überall dort hält man im Rheinland gerne mal eine Klaaf.
Wie nennt man in Ihrer Region ein kurzes, unterhaltsames Gespräch mit den Nachbarn?
💬 💬 💬
Nächste Woche flattert der Buttervogel in den Norden unserer Heimat.
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In Köln und dem Rheinland sagt man nicht „ein Schwätzchen", sondern „ne Klaaf" – eine kleine, unterhaltsame Plauderei über die Nachbarschaft und das Leben, positiv besetzt und ganz ohne Tiefgang.
Das Verb „klaafe" bedeutete ursprünglich wörtlich „den Mund offen halten" – eine Bedeutung, die im heutigen Sprachgebrauch fast verloren gegangen ist. Wenn zwei sich angeregt unterhalten, dann „klaafe" sie; kommt jedoch üble Nachrede dazu, wird daraus schnell „schwaade" statt „klaafe" – die Kölner unterscheiden also fein zwischen harmlosem Plausch und Klatsch.
Am Gartenzaun, an der Theke oder beim Bäcker – überall dort hält man im Rheinland gerne mal eine Klaaf.
Wie nennt man in Ihrer Region ein kurzes, unterhaltsames Gespräch mit den Nachbarn?
💬 💬 💬
Nächste Woche flattert der Buttervogel in den Norden unserer Heimat.
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Vermächtnis (1829)
(Auszug)
Kein Wesen kann zu Nichts zerfallen!
Das Ew'ge regt sich fort in allen,
Am Sein erhalte dich beglückt!
Das Sein ist ewig: denn Gesetze
Bewahren die lebend'gen Schätze,
Aus welchen sich das All geschmückt.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)
🍃 🍃 🍃
Der Buttervogel widmet dieses Gedicht seinem leider verstorbenen Mentor – für die vielen Gespräche über die großen Fragen dieser Welt.
Wenn du jetzt herabschaust: Diese Zeilen sind für dich.
Danke für deine Lebensweisheit, deine Lebensfreude und deinen Rat.
Deine „kleine Lady“ 🤗
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
(Auszug)
Kein Wesen kann zu Nichts zerfallen!
Das Ew'ge regt sich fort in allen,
Am Sein erhalte dich beglückt!
Das Sein ist ewig: denn Gesetze
Bewahren die lebend'gen Schätze,
Aus welchen sich das All geschmückt.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)
🍃 🍃 🍃
Der Buttervogel widmet dieses Gedicht seinem leider verstorbenen Mentor – für die vielen Gespräche über die großen Fragen dieser Welt.
Wenn du jetzt herabschaust: Diese Zeilen sind für dich.
Danke für deine Lebensweisheit, deine Lebensfreude und deinen Rat.
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❤56🙏25🏆3🥰1
Das Wort zum Sonntag!
Historische deutsche Namen für den September sind „Scheiding“, „Herbstmond“, „Herbsting“, „Holzmonat“ und „Engelmonat“.
Aber warum heißt der September eigentlich September, obwohl er der neunte Monat ist? Das „Sept“ kommt vom lateinischen „septem“ und bedeutet „sieben“. Im alten römischen Kalender begann das Jahr nämlich mit dem März, sodass der September ursprünglich an siebter Stelle stand.
Mit der Kalenderreform von Julius Cäsar im Jahr 45 v. Chr. wurde das Jahr auf zwölf Monate geordnet. Januar und Februar standen nun am Jahresanfang – und die bisherigen Monatsnamen rückten nach hinten. So wurde aus dem siebten Monat der neunte, aus dem achten der zehnte und aus dem zehnten der zwölfte Monat.
Der Name blieb – und so zählen wir heute im September immer noch mit einer alten römischen „Sieben“ im Namen.
Der Buttervogel wünscht Ihnen nächste Woche einen guten Start in den Scheiding!🦋🌻
🌻 🍂 🌻 🍂
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Historische deutsche Namen für den September sind „Scheiding“, „Herbstmond“, „Herbsting“, „Holzmonat“ und „Engelmonat“.
Aber warum heißt der September eigentlich September, obwohl er der neunte Monat ist? Das „Sept“ kommt vom lateinischen „septem“ und bedeutet „sieben“. Im alten römischen Kalender begann das Jahr nämlich mit dem März, sodass der September ursprünglich an siebter Stelle stand.
Mit der Kalenderreform von Julius Cäsar im Jahr 45 v. Chr. wurde das Jahr auf zwölf Monate geordnet. Januar und Februar standen nun am Jahresanfang – und die bisherigen Monatsnamen rückten nach hinten. So wurde aus dem siebten Monat der neunte, aus dem achten der zehnte und aus dem zehnten der zwölfte Monat.
Der Name blieb – und so zählen wir heute im September immer noch mit einer alten römischen „Sieben“ im Namen.
Der Buttervogel wünscht Ihnen nächste Woche einen guten Start in den Scheiding!🦋🌻
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Ende August (1908)
Noch einmal hat, auf den wir schon verzichtet,
Der Sommer seine Kraft zurückgewonnen;
Er strahlt, zu kürzern Tagen wie verdichtet,
Er prahlt mit glühend wolkenlosen Sonnen.
So mag ein Mensch am Ende seines Strebens,
Da er enttäuscht sich schon zurückgezogen,
Noch einmal plötzlich sich vertraun den Wogen,
Wagend im Sprung die Reste seines Lebens.
Ob er an eine Liebe sich verschwende,
Ob er zu einem späten Werk sich rüste,
In seine Taten klingt, in seine Lüste
Herbstklar und tief sein Wissen um das Ende.
Hermann Hesse (1877 - 1962)
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Noch einmal hat, auf den wir schon verzichtet,
Der Sommer seine Kraft zurückgewonnen;
Er strahlt, zu kürzern Tagen wie verdichtet,
Er prahlt mit glühend wolkenlosen Sonnen.
So mag ein Mensch am Ende seines Strebens,
Da er enttäuscht sich schon zurückgezogen,
Noch einmal plötzlich sich vertraun den Wogen,
Wagend im Sprung die Reste seines Lebens.
Ob er an eine Liebe sich verschwende,
Ob er zu einem späten Werk sich rüste,
In seine Taten klingt, in seine Lüste
Herbstklar und tief sein Wissen um das Ende.
Hermann Hesse (1877 - 1962)
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Dialektwort der Woche: Plietsch 💡
Im Norden Deutschlands lobt man einen klugen Kopf nicht einfach als „schlau“, sondern als „plietsch“.
Das Wort hat eine überraschende Herkunft: Es entstand im Niederdeutschen als Zusammenziehung aus „polietsch“ – der mittelniederdeutschen Form von „politisch“. Gemeint war ursprünglich jemand, der politisch beziehungsweise weltklug und staatskundig war. Über die Zeit entwickelte sich daraus die heutige Bedeutung von „plietsch“: schlau, pfiffig und gewitzt.
Ein schönes Beispiel dafür, wie aus einem eher nüchternen Begriff wie „politisch“ im Lauf der Sprachgeschichte ein warmes, anerkennendes Lob werden konnte. Ob man heute allerdings noch so einige Politiker als „plietsch“ bezeichnen würde, sei mal dahingestellt. 😉
Nennt man in Ihrer Region einen klugen Menschen auch mit einem eigenen Dialektwort?
💡 💡 💡
Nächste Woche flattert der Buttervogel in die Hauptstadt. Mal sehen, welches Wort es dort zu entdecken gibt.
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Im Norden Deutschlands lobt man einen klugen Kopf nicht einfach als „schlau“, sondern als „plietsch“.
Das Wort hat eine überraschende Herkunft: Es entstand im Niederdeutschen als Zusammenziehung aus „polietsch“ – der mittelniederdeutschen Form von „politisch“. Gemeint war ursprünglich jemand, der politisch beziehungsweise weltklug und staatskundig war. Über die Zeit entwickelte sich daraus die heutige Bedeutung von „plietsch“: schlau, pfiffig und gewitzt.
Ein schönes Beispiel dafür, wie aus einem eher nüchternen Begriff wie „politisch“ im Lauf der Sprachgeschichte ein warmes, anerkennendes Lob werden konnte. Ob man heute allerdings noch so einige Politiker als „plietsch“ bezeichnen würde, sei mal dahingestellt. 😉
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