Die Frau
Ich habe wohl jahrein, jahraus
Stumm meiner Sehnsucht nachgehangen,
In meiner dunklen Träume Haus
Lag ich verwunschen und gefangen.
Der Frühling tropfte um das Dach,
Da schlich ich heimlich und mit Zagen
Hinaus und lief den Wünschen nach,
Wie Kinder bunte Falter jagen.
Die Welt schien leuchtend mir ins Herz,
Die Ströme brausten mir entgegen,
In Seligkeit und süßem Schmerz
Empfing ich meiner Jugend Segen.
Die hundert Straßen weit im Land
Erklangen unter meinem Fuße,
Und was ich an den Straßen fand,
Das sang und blühte mir zum Gruße. –
Nun hör’ ich in der stillen Nacht
Des Lebens Flut von ferne rauschen,
Mein Herz ist jäh vom Schlaf erwacht
Und will erschreckt und dürstend lauschen,
Allein ein Atem weht und weht
Wie Sommerwind so süß und linde,
Daß alle Sehnsucht schlafen geht, …
Ich bin daheim bei meinem Kinde!
💐 -Ina Seidel, 15.09.1885 in Halle an der Saale – 02.10.1974 in Ebenhausen bei Schäftlarn-
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Ich habe wohl jahrein, jahraus
Stumm meiner Sehnsucht nachgehangen,
In meiner dunklen Träume Haus
Lag ich verwunschen und gefangen.
Der Frühling tropfte um das Dach,
Da schlich ich heimlich und mit Zagen
Hinaus und lief den Wünschen nach,
Wie Kinder bunte Falter jagen.
Die Welt schien leuchtend mir ins Herz,
Die Ströme brausten mir entgegen,
In Seligkeit und süßem Schmerz
Empfing ich meiner Jugend Segen.
Die hundert Straßen weit im Land
Erklangen unter meinem Fuße,
Und was ich an den Straßen fand,
Das sang und blühte mir zum Gruße. –
Nun hör’ ich in der stillen Nacht
Des Lebens Flut von ferne rauschen,
Mein Herz ist jäh vom Schlaf erwacht
Und will erschreckt und dürstend lauschen,
Allein ein Atem weht und weht
Wie Sommerwind so süß und linde,
Daß alle Sehnsucht schlafen geht, …
Ich bin daheim bei meinem Kinde!
💐 -Ina Seidel, 15.09.1885 in Halle an der Saale – 02.10.1974 in Ebenhausen bei Schäftlarn-
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❤82😍10👏5🥰3👍2🤗2
Heimat 🍀
Durch Korn und Klee ein sanfter Weg,
Und Lerchenwirbel im Blauen.
Ein blumiger Bach, ein schmaler Steg
Und augenblanke Frauen.
Und dann das Dorf, verschwiegen im Baum,
Und Herdrauch und Glockenklingen:
So fühl ich die Heimat, im Wachen, im Traum
Durch meine Seele schwingen!
🪦 -Karl Burkert, 28.01.1884 in Schwabach – 16.09.1979 in Veitsweiler-
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Durch Korn und Klee ein sanfter Weg,
Und Lerchenwirbel im Blauen.
Ein blumiger Bach, ein schmaler Steg
Und augenblanke Frauen.
Und dann das Dorf, verschwiegen im Baum,
Und Herdrauch und Glockenklingen:
So fühl ich die Heimat, im Wachen, im Traum
Durch meine Seele schwingen!
🪦 -Karl Burkert, 28.01.1884 in Schwabach – 16.09.1979 in Veitsweiler-
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❤92👌4👍3⚡2
Ein jedes Gesetz hat seine Kehrseite, eine jede Änderung von Gesetzen hat etwas Verdrießliches, und die gesetzgebende Gewalt oder die Regierung, welche die Initiative derselben ergreift, kann in der Regel nur zwischen zwei Übeln das kleinere wählen!
-Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, ab 1865 Graf von Bismarck-Schönhausen, ab 1871 Fürst von Bismarck, ab 1890 auch Herzog zu Lauenburg, 01.04.1815 in Schönhausen - 30.07.1898 in Friedrichsruh bei Aumühle-
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-Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, ab 1865 Graf von Bismarck-Schönhausen, ab 1871 Fürst von Bismarck, ab 1890 auch Herzog zu Lauenburg, 01.04.1815 in Schönhausen - 30.07.1898 in Friedrichsruh bei Aumühle-
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👍58👌5❤4✍1
Von meiner Treppe, im Abendschein,
seh ich die Bauern jahraus, jahrein,
wie sie mit Wagen, zu Fuß und zu Pferd,
müde kehren zum eigenen Herd.
Sie haben mit Pflug und Sense gewerkt
Und sich aus dem Wasserkrug gestärkt,
schweißklebend die Stirne, gebräunt die Hand,
so schritten sie über das Ackerland.
So kehren sie heim, wenn die Sonne geht
und Abendrot über den Bergen steht;
Ein starkes, gläubiges Bauerngeschlecht,
das beides ist: Hofherr und Ackerknecht!
-Michael Wolf-Windau, geboren 05.11.1911 in Windau - gestorben 25.02.1945 in Lietschau / Niederösterreich-
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seh ich die Bauern jahraus, jahrein,
wie sie mit Wagen, zu Fuß und zu Pferd,
müde kehren zum eigenen Herd.
Sie haben mit Pflug und Sense gewerkt
Und sich aus dem Wasserkrug gestärkt,
schweißklebend die Stirne, gebräunt die Hand,
so schritten sie über das Ackerland.
So kehren sie heim, wenn die Sonne geht
und Abendrot über den Bergen steht;
Ein starkes, gläubiges Bauerngeschlecht,
das beides ist: Hofherr und Ackerknecht!
-Michael Wolf-Windau, geboren 05.11.1911 in Windau - gestorben 25.02.1945 in Lietschau / Niederösterreich-
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❤94👍17👏2⚡1🥰1
Das eigentliche deutsche Übel heißt:
Kleinlichkeit, Neid, Engherzigkeit, Pedanterie, Unbescheidenheit, Schulmeistergeist, Strebertum, Kopflosigkeit und Mangel an Grazie.
Kurz Philistertum, und Pharisäertum von jeder Art.
Wer jung und tapfer ist in Deutschland, soll hiergegen das Schwert ziehen! ⚔️
-August Julius Langbehn, 26.03.1851 in Hadersleben – 30.04.1907 in Rosenheim-
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Kleinlichkeit, Neid, Engherzigkeit, Pedanterie, Unbescheidenheit, Schulmeistergeist, Strebertum, Kopflosigkeit und Mangel an Grazie.
Kurz Philistertum, und Pharisäertum von jeder Art.
Wer jung und tapfer ist in Deutschland, soll hiergegen das Schwert ziehen! ⚔️
-August Julius Langbehn, 26.03.1851 in Hadersleben – 30.04.1907 in Rosenheim-
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👏71👌23❤16🤨9✍1👍1
Der höhere Mensch ist das Wesen, welches den Sinn sucht – nicht, weil er muß, sondern weil er es kann!
-Michel Seiferth-
@DeutscheDD
-Michel Seiferth-
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❤74👍21💯17👌7✍2
Wir gehen hellen Blickes in diesen Herbst
und den klaren Winter hinein mit dem Gedanken,
nicht, daß die Stürme an unserem Hause vorbeigehen mögen,
sondern daß wir sie bestehen!
-Gorch Fock (das ist Johann Wilhelm Kinau), 22.08.1880 in Finkenwerder – 31.05.1916 in der Seeschlacht am Skagerrak-
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und den klaren Winter hinein mit dem Gedanken,
nicht, daß die Stürme an unserem Hause vorbeigehen mögen,
sondern daß wir sie bestehen!
-Gorch Fock (das ist Johann Wilhelm Kinau), 22.08.1880 in Finkenwerder – 31.05.1916 in der Seeschlacht am Skagerrak-
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❤73👍21🔥4😇3
Einsamer Baum 🍃
Zersplissen ist mein Haupt
Von schwarzem Wolkenwetter;
Herbstwind und Regen raubt
Die abgestorbenen Blätter:
So rag' ich ganz allein
Aus ödem Haidekraut
Und träume von dem Hain,
Der weit verloren blaut.
Oft, wenn mit grimmer Wucht
Mich packt ein nächtlich Brausen,
Raff ich mit jähem Grausen
Zusammen mich zur Flucht;
Doch halten zähe Schollen
Mich an den Wurzeln fest. -
Da steh' ich nun mit Grollen,
Wild schüttelnd mein Geäst…
-Bruno Wille, 06.02.1860 in Magdeburg - 31.08.1928 auf Schloss Senftenau in Aeschach-
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Zersplissen ist mein Haupt
Von schwarzem Wolkenwetter;
Herbstwind und Regen raubt
Die abgestorbenen Blätter:
So rag' ich ganz allein
Aus ödem Haidekraut
Und träume von dem Hain,
Der weit verloren blaut.
Oft, wenn mit grimmer Wucht
Mich packt ein nächtlich Brausen,
Raff ich mit jähem Grausen
Zusammen mich zur Flucht;
Doch halten zähe Schollen
Mich an den Wurzeln fest. -
Da steh' ich nun mit Grollen,
Wild schüttelnd mein Geäst…
-Bruno Wille, 06.02.1860 in Magdeburg - 31.08.1928 auf Schloss Senftenau in Aeschach-
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❤75👍8⚡1
Wurzelecht sein!
Stark sein und standhaft, wenn der Sturm über uns dahinfährt oder der Frost des Leids unsere Seele erstarren lässt.
Kraft schöpfen aus der Tiefe!
Das gilt für den Einzelnen, für die Geschlechter und für unser ganzes Volk!
-Heinrich Gutberlet, 24.05.1877 Hersfeld - 19.05.1953 in Zweibrücken / Pfalz-
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Stark sein und standhaft, wenn der Sturm über uns dahinfährt oder der Frost des Leids unsere Seele erstarren lässt.
Kraft schöpfen aus der Tiefe!
Das gilt für den Einzelnen, für die Geschlechter und für unser ganzes Volk!
-Heinrich Gutberlet, 24.05.1877 Hersfeld - 19.05.1953 in Zweibrücken / Pfalz-
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❤82👌10👏9👍5😇3
Ich habe es lange nicht gewußt,
Was Heimat sei und Vaterland.
Sprachs einer mit durchglühter Brust,
winkt ich nur spöttisch mit der Hand.
Von meiner Tage Not gewürgt,
Sprach ich mit haßverzerrtem Mund:
Nicht einmal hat für mich gebürgt
Der Heimat hochgepriesner Grund.
Hab` keinen Acker, und mein Feld
Ist einer Kammer Dielenholz.
Mir wuchs aus keiner eignen Welt
Der Scholle harter Bauernstolz.
Wenn ich im Sonntagsfrieden ging
Ins wälderfrohe Land hinein,
Mein Herz ein böses Weh empfing
Durch das Gefühl: es ist nicht dein.
Es ist nicht dein, was ringsum blüht
Es ist nicht dein, was ringsum wächst.
Bist aus dem nächtlichen Geblüht,
Das nur für andre schafft und ächzt.
Und fremd war mir, was mich umgab,
Was blühend stand und rauschend floß,
Weil es in Fremdheit wie ein Grab
Mein heißes junges Sein umschloß.
Da kam des Krieges rote Flut –
Ich hörte, wie die Erde schrie:
„Du bist mein Fleisch, du bist mein Blut!
Steh auf, steht auf und banne sie!“
Ein Rauschen sprang in meiner Brust
Empor und wurde wilder Brand –
Auf einmal ward es mir bewußt,
Was Heimat heißt und Vaterland!
💐 Alfons Maria Petzold, 24.09.1882 in Fünfhaus – 25.01.1923 in Kitzbühel-
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Was Heimat sei und Vaterland.
Sprachs einer mit durchglühter Brust,
winkt ich nur spöttisch mit der Hand.
Von meiner Tage Not gewürgt,
Sprach ich mit haßverzerrtem Mund:
Nicht einmal hat für mich gebürgt
Der Heimat hochgepriesner Grund.
Hab` keinen Acker, und mein Feld
Ist einer Kammer Dielenholz.
Mir wuchs aus keiner eignen Welt
Der Scholle harter Bauernstolz.
Wenn ich im Sonntagsfrieden ging
Ins wälderfrohe Land hinein,
Mein Herz ein böses Weh empfing
Durch das Gefühl: es ist nicht dein.
Es ist nicht dein, was ringsum blüht
Es ist nicht dein, was ringsum wächst.
Bist aus dem nächtlichen Geblüht,
Das nur für andre schafft und ächzt.
Und fremd war mir, was mich umgab,
Was blühend stand und rauschend floß,
Weil es in Fremdheit wie ein Grab
Mein heißes junges Sein umschloß.
Da kam des Krieges rote Flut –
Ich hörte, wie die Erde schrie:
„Du bist mein Fleisch, du bist mein Blut!
Steh auf, steht auf und banne sie!“
Ein Rauschen sprang in meiner Brust
Empor und wurde wilder Brand –
Auf einmal ward es mir bewußt,
Was Heimat heißt und Vaterland!
💐 Alfons Maria Petzold, 24.09.1882 in Fünfhaus – 25.01.1923 in Kitzbühel-
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❤96💯14😢4
Alle Erziehung muß in der Wiege beginnen!
🪦 -Marie Louise von François, 27.06.1817 in Herzberg (Elster) – 25.09.1893 in Weißenfels-
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🪦 -Marie Louise von François, 27.06.1817 in Herzberg (Elster) – 25.09.1893 in Weißenfels-
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❤73👌24👍12👏3😈1
Ist Deutschland bereits verloren?
Solange es noch genügend von uns gibt, die dieses Land nicht aufgeben, ist es nicht verloren.
Aufgeben kann und darf niemals eine Option sein!
-Tim Kellner-
@DeutscheDD
Solange es noch genügend von uns gibt, die dieses Land nicht aufgeben, ist es nicht verloren.
Aufgeben kann und darf niemals eine Option sein!
-Tim Kellner-
@DeutscheDD
❤165👌29👍27🥴11👏4🤔1
Im Nebel ruhet noch die Welt.
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt.
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen!
Eduard Friedrich Mörike, geboren am 08.09.1804 in Ludwigsburg – gestorben am 04.06.1875 in Stuttgart-
@DeutscheDD
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt.
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen!
Eduard Friedrich Mörike, geboren am 08.09.1804 in Ludwigsburg – gestorben am 04.06.1875 in Stuttgart-
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❤109👍14💯12👌3✍2
Der Sommer geht – Doch war er da?
Ein Frühling so hold, der Sommer war nah,
so viel versprechend erschien er uns da,
Hoffnung schürend auf wärmende Sonne,
auf Vogelzwitschern und süße Wonne.
Dann kam der Sommer in rauem Gewand,
kein lauschiges Plätzchen im warmen Sand.
War morgens noch sonnenglitzernd der Tau,
bezog sich am Mittag der Himmel grau.
Nun tanzen schon Blätter bunt und leise,
Vogelscharen rüsten zur großen Reise.
Ich hab diesen Sommer nur selten getroffen,
muß frohgemut auf den nächsten hoffen.
-Alte Wölfin- 🎂
@DeutscheDD
Ein Frühling so hold, der Sommer war nah,
so viel versprechend erschien er uns da,
Hoffnung schürend auf wärmende Sonne,
auf Vogelzwitschern und süße Wonne.
Dann kam der Sommer in rauem Gewand,
kein lauschiges Plätzchen im warmen Sand.
War morgens noch sonnenglitzernd der Tau,
bezog sich am Mittag der Himmel grau.
Nun tanzen schon Blätter bunt und leise,
Vogelscharen rüsten zur großen Reise.
Ich hab diesen Sommer nur selten getroffen,
muß frohgemut auf den nächsten hoffen.
-Alte Wölfin- 🎂
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❤71👍22💯10😁6👏2⚡1
Adel
Bauern, Fürsten, Knechte, Freie:
Alle Träger unsres Blutes.
Aber nicht die lange Reihe
altverbriefter Väter tut es.
Ritt der Ahn in Gottfrieds Heere,
war der Löwe ihm gewogen -
gut, wenn er in Zucht und Ehre
seines Weges ist gezogen!
Schwang am Amboß er den Hammer,
führte Nadel oder Besen,
sann und schrieb in stiller Kammer -
gut, wenn er ein Kerl gewesen!
Ewigkeit geht still die Runde,
Jahre fliehn, Geschlechter sterben.
Ringe, bis dich ruft die Stunde,
und das Beste gib den Erben!
💐 -Georg Finke, 28.09.1877 in Celle - 19.08.1964 in Berlin-
@DeutscheDD
Bauern, Fürsten, Knechte, Freie:
Alle Träger unsres Blutes.
Aber nicht die lange Reihe
altverbriefter Väter tut es.
Ritt der Ahn in Gottfrieds Heere,
war der Löwe ihm gewogen -
gut, wenn er in Zucht und Ehre
seines Weges ist gezogen!
Schwang am Amboß er den Hammer,
führte Nadel oder Besen,
sann und schrieb in stiller Kammer -
gut, wenn er ein Kerl gewesen!
Ewigkeit geht still die Runde,
Jahre fliehn, Geschlechter sterben.
Ringe, bis dich ruft die Stunde,
und das Beste gib den Erben!
💐 -Georg Finke, 28.09.1877 in Celle - 19.08.1964 in Berlin-
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👍46❤26👏5👌2⚡1
Wolltet ihr aber die Naturstimme Steuermann sein lassen, ihr würdet nicht Schiffbruch leiden!
-Elisabeth Catharina Ludovica Magdalena Bettina von Arnim, 04.04.1785 in Frankfurt am Main – 20.01.1859 in Berlin-
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-Elisabeth Catharina Ludovica Magdalena Bettina von Arnim, 04.04.1785 in Frankfurt am Main – 20.01.1859 in Berlin-
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❤50👍27💯4🤣4👌2
Reiters Abschied
Der Morgen küßt die Erde,
Im Grase blitzt der Tau,
Es scharren unsre Pferde -
Leb` wohl, geliebte Frau!
Nun gilt`s ein heißes Wandern;
Zeig` mir ein stolz Gesicht!
Und weinen all die andern -
Du nicht!
Dein Bild soll in den Schlachten
Begleiten meinen Ritt,
Ich werd` es noch betrachten,
Wenn ich vom Sattel glitt.
In seinen Traum ein Treuer
Die holden Züge nimmt,
Wenn still das Lagerfeuer
Verglimmt.
Und deckt mich fern der Rasen,
Wo nimmer geht dein Fuß,
Die schweren Reiter blasen
Heimkehrend meinen Gruß.
Hat mich die Schlacht genommen,
So denk`: Ihn rief die Pflicht, -
Als Sieger will ich kommen;
Sonst nicht.
🪦-Rudolf Presber, 04.07.1868 in Frankfurt am Main - 30.09.1935 in Potsdam-
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Der Morgen küßt die Erde,
Im Grase blitzt der Tau,
Es scharren unsre Pferde -
Leb` wohl, geliebte Frau!
Nun gilt`s ein heißes Wandern;
Zeig` mir ein stolz Gesicht!
Und weinen all die andern -
Du nicht!
Dein Bild soll in den Schlachten
Begleiten meinen Ritt,
Ich werd` es noch betrachten,
Wenn ich vom Sattel glitt.
In seinen Traum ein Treuer
Die holden Züge nimmt,
Wenn still das Lagerfeuer
Verglimmt.
Und deckt mich fern der Rasen,
Wo nimmer geht dein Fuß,
Die schweren Reiter blasen
Heimkehrend meinen Gruß.
Hat mich die Schlacht genommen,
So denk`: Ihn rief die Pflicht, -
Als Sieger will ich kommen;
Sonst nicht.
🪦-Rudolf Presber, 04.07.1868 in Frankfurt am Main - 30.09.1935 in Potsdam-
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