Die Witwe
Sie ging im langwallenden Trauergewand,
Einen Knaben führend an jeder Hand.
Sie ging durch die sommerprachtschimmernde Au,
Blond, kräftig und stolz, eine deutsche Frau.
Wie die Göttin der Ernte sie ragend stand
Und zeigte hinaus auf das blühende Land.
Und sagte:“ das alles soll euer sein!“
Und sie zeigte dem Kleinsten den fernen Rhein.
Und sie wies auf den Wald und das tragende Feld
Und sagte :“Seht, Knaben, wie schön ist die Welt!“
„So schön ist die Welt! Daß sie euch nicht verdarb,
Das ist es, wofür euer Vater starb!“
„Für euch sind die Wunden, die Tränen im Krieg,
Für euch war das Leid, und für euch war der Sieg!“
Wie die Göttin der Ernte sie ragend stand,
Und der Sonnenschein küßte ihr schwarzes Gewand…
-Maria Kahle, geboren am 03.08.1891 in Wesel – verstorben am 15.08.1975 in Olsberg/Sauerland-
@DeutscheDD
Sie ging im langwallenden Trauergewand,
Einen Knaben führend an jeder Hand.
Sie ging durch die sommerprachtschimmernde Au,
Blond, kräftig und stolz, eine deutsche Frau.
Wie die Göttin der Ernte sie ragend stand
Und zeigte hinaus auf das blühende Land.
Und sagte:“ das alles soll euer sein!“
Und sie zeigte dem Kleinsten den fernen Rhein.
Und sie wies auf den Wald und das tragende Feld
Und sagte :“Seht, Knaben, wie schön ist die Welt!“
„So schön ist die Welt! Daß sie euch nicht verdarb,
Das ist es, wofür euer Vater starb!“
„Für euch sind die Wunden, die Tränen im Krieg,
Für euch war das Leid, und für euch war der Sieg!“
Wie die Göttin der Ernte sie ragend stand,
Und der Sonnenschein küßte ihr schwarzes Gewand…
-Maria Kahle, geboren am 03.08.1891 in Wesel – verstorben am 15.08.1975 in Olsberg/Sauerland-
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❤107👍12👏4
Wiedersehn
Deine Kinder, hier verloren,
wirst du immer wiedersehn;
denn was aus dir ist geboren,
kann dir nicht verloren gehn.
Daß du einst sie wiedersehest,
dieses kannst du wohl verstehn,
wenn du auch nicht das verstehest,
wie du sie wirst wiedersehn.
Nicht als Kinder; oder wolltest
du sie ewig halten klein?
Nicht gealtert; oder solltest
du entfremdet ihnen sein?
Die hier streitenden Gestalten,
dort wo sie verglichen sind,
wo nicht Mann und Weib sich spalten,
trennt sich auch nicht Greis und Kind!
-Friedrich Johann Michael Rückert, geboren am 16.05.1788 in Schweinfurt – verstorben am 31.01.1866 in Neuses-
@DeutscheDD
Deine Kinder, hier verloren,
wirst du immer wiedersehn;
denn was aus dir ist geboren,
kann dir nicht verloren gehn.
Daß du einst sie wiedersehest,
dieses kannst du wohl verstehn,
wenn du auch nicht das verstehest,
wie du sie wirst wiedersehn.
Nicht als Kinder; oder wolltest
du sie ewig halten klein?
Nicht gealtert; oder solltest
du entfremdet ihnen sein?
Die hier streitenden Gestalten,
dort wo sie verglichen sind,
wo nicht Mann und Weib sich spalten,
trennt sich auch nicht Greis und Kind!
-Friedrich Johann Michael Rückert, geboren am 16.05.1788 in Schweinfurt – verstorben am 31.01.1866 in Neuses-
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❤75👍14😍3
Im Böhmerwald, bewehrt mit Wall und Toren,
In dem mein lieber Vater ward geboren.
Deutsch war der Mann, kerndeutsch sein Heimatland,
Eh’ Slawenlist es Stück für Stück entwandt!
🪦 -Ottokar Kernstock, geboren am 25.07.1848 in Marburg an der Drau - verstorben am 05.11.1928 auf Schloss Festenburg-
@DeutscheDD
In dem mein lieber Vater ward geboren.
Deutsch war der Mann, kerndeutsch sein Heimatland,
Eh’ Slawenlist es Stück für Stück entwandt!
🪦 -Ottokar Kernstock, geboren am 25.07.1848 in Marburg an der Drau - verstorben am 05.11.1928 auf Schloss Festenburg-
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❤82⚡12👍7💯3
Wiederkehr
Wundersam das Jahr begann,
Der Winter lag im weißen Schoß,
Der Frühling kam mit Blütenspross,
Der Sommer war am Schönsten dann,
Der Herbst das Blätterwerk,
Mit goldenem Kleide übergoss,
Der Wald gleicht einem Zauberberg.
Schon weiß der raue Wind,
dass alles wieder neu beginnt!
-Horst Reiner Menzel-
@DeutscheDD
Wundersam das Jahr begann,
Der Winter lag im weißen Schoß,
Der Frühling kam mit Blütenspross,
Der Sommer war am Schönsten dann,
Der Herbst das Blätterwerk,
Mit goldenem Kleide übergoss,
Der Wald gleicht einem Zauberberg.
Schon weiß der raue Wind,
dass alles wieder neu beginnt!
-Horst Reiner Menzel-
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👍65❤54💯4🫡3🥰1👏1
-Gerhard Schumann, geboren am 14.02.1911 in Eßlingen – verstorben am 29.07.1995 in Bodman-
@DeutscheDD
@DeutscheDD
❤58💯31👍9👏1
Jungsein
Heißt tatengewillt und voll Schwung sein,
trotzen den engen, den ängstlichen Gleisen,
die uns von Halbheit zu Halbheit weisen ...
Lieber den Malstein der Grenze zerschlagen,
lieber das Leben, das schäumende wagen,
Kämpfe und Stürme, die wild uns umwehn,
lachend bestehn!
Jungsein
Heißt glühend bereit zum Sprung sein.
Was uns scheidet von Müden und Alten,
sind nicht die Krücken, sind nicht die Falten:
ewiges Licht hellt die Runen der Jahre,
ewiger Lenz blüht um silberne Haare,
wenn nur gleich göttlichen Falken der Geist
sonnenwärts kreist.
Heinrich Anacker, geboren am 29. 01.1901 in Buchs, Kanton Aargau, Schweiz - verstorben am 14. 01.1971 in Wasserburg am Bodensee-
@DeutscheDD
Heißt tatengewillt und voll Schwung sein,
trotzen den engen, den ängstlichen Gleisen,
die uns von Halbheit zu Halbheit weisen ...
Lieber den Malstein der Grenze zerschlagen,
lieber das Leben, das schäumende wagen,
Kämpfe und Stürme, die wild uns umwehn,
lachend bestehn!
Jungsein
Heißt glühend bereit zum Sprung sein.
Was uns scheidet von Müden und Alten,
sind nicht die Krücken, sind nicht die Falten:
ewiges Licht hellt die Runen der Jahre,
ewiger Lenz blüht um silberne Haare,
wenn nur gleich göttlichen Falken der Geist
sonnenwärts kreist.
Heinrich Anacker, geboren am 29. 01.1901 in Buchs, Kanton Aargau, Schweiz - verstorben am 14. 01.1971 in Wasserburg am Bodensee-
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❤124👍13😍7⚡6😇2
N e b e l u n g
Noch steht der Ahorn leuchtend bunt am Anger,
schon liegt Herbstlaub auf der letzten Aster,
das Morgenlied der Amsel klingt nun banger,
früher Mond zeigt sich in reinstem Alabaster.
Am Hang die Heckenrosen werden lichter,
und nur das Rot der Hagebutte ziert den Strauch,
Farben verblassen, unsere Welt wird schlichter,
und von Norden weht ein kalter Hauch.
Schon glitzern Eiskristalle an den kahlen Zweigen,
Traumgebilde, die ein Sonnenstrahl zerbricht,
Nebel hüllt das Land in ahnungsvolles Schweigen,
darüber die Gewalten drängen hin zum Licht.
Julie aus der Mark 🌳
Im Nebelung 2024/25
@DeutscheDD
Noch steht der Ahorn leuchtend bunt am Anger,
schon liegt Herbstlaub auf der letzten Aster,
das Morgenlied der Amsel klingt nun banger,
früher Mond zeigt sich in reinstem Alabaster.
Am Hang die Heckenrosen werden lichter,
und nur das Rot der Hagebutte ziert den Strauch,
Farben verblassen, unsere Welt wird schlichter,
und von Norden weht ein kalter Hauch.
Schon glitzern Eiskristalle an den kahlen Zweigen,
Traumgebilde, die ein Sonnenstrahl zerbricht,
Nebel hüllt das Land in ahnungsvolles Schweigen,
darüber die Gewalten drängen hin zum Licht.
Julie aus der Mark 🌳
Im Nebelung 2024/25
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❤67👍14👏3👌3💯3
Heimat im Volk
Nun wir uns wieder gefunden,
Volk, in deinem Schoß,
Sind unsere Augen selig
Und vom Schauen groß.
Wir spüren all deiner Dinge
Tiefen, heiligen Sinn
Und sprechen still und verhalten
Deinen Namen hin.
Und hören deine dunkle
Stimme in unserem Blut
Und wissen, daß wir immer
An deinem Herzen geruht!
-Sigismund Banek, geboren am 25.10.1896 in Sompolno – gefallen 1945 bei Posen-
@DeutscheDD
Nun wir uns wieder gefunden,
Volk, in deinem Schoß,
Sind unsere Augen selig
Und vom Schauen groß.
Wir spüren all deiner Dinge
Tiefen, heiligen Sinn
Und sprechen still und verhalten
Deinen Namen hin.
Und hören deine dunkle
Stimme in unserem Blut
Und wissen, daß wir immer
An deinem Herzen geruht!
-Sigismund Banek, geboren am 25.10.1896 in Sompolno – gefallen 1945 bei Posen-
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👍40❤22🫡4
Was ist die Mehrheit?
Mehrheit ist Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
Er muss dem mächtigen, der ihn bezahlt, um Brot und Stiefel seine Stimm verkaufen.
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen.
Der Staat muss untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt, und Unverstand entscheidet!
💐 -Johann Christoph Friedrich von Schiller, geboren am 10.11.1759 in Marbach am Neckar - verstorben am 09.05.1805 in Weimar-
(aus Demetrius)
@DeutscheDD
Mehrheit ist Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
Er muss dem mächtigen, der ihn bezahlt, um Brot und Stiefel seine Stimm verkaufen.
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen.
Der Staat muss untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt, und Unverstand entscheidet!
💐 -Johann Christoph Friedrich von Schiller, geboren am 10.11.1759 in Marbach am Neckar - verstorben am 09.05.1805 in Weimar-
(aus Demetrius)
@DeutscheDD
👌54💯40❤27👍17🔥2🤝1
Heimat
So weit die deutsche Sprache klingt,
all wo man deutsche Lieder singt,
wo deutsche Menschen Korn gesät,
wo eine deutsche Wiege steht,
da fühlt mein Herz, was Heimat ist,
was Lieb und Treu, die nie vergisst.
Und keine Grenze trennen kann,
was Blutes Einheit hält in Bann,
was Brauch und Sitte alter Zeit,
was deutscher Fleiß und Fertigkeit,
was Einheit schmiedet, uns umringt –
so weit die deutsche Sprache klingt!
-Edmund Frey, geboren 1955 in Berlin-
@DeutscheDD
So weit die deutsche Sprache klingt,
all wo man deutsche Lieder singt,
wo deutsche Menschen Korn gesät,
wo eine deutsche Wiege steht,
da fühlt mein Herz, was Heimat ist,
was Lieb und Treu, die nie vergisst.
Und keine Grenze trennen kann,
was Blutes Einheit hält in Bann,
was Brauch und Sitte alter Zeit,
was deutscher Fleiß und Fertigkeit,
was Einheit schmiedet, uns umringt –
so weit die deutsche Sprache klingt!
-Edmund Frey, geboren 1955 in Berlin-
@DeutscheDD
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Aufruf
Frisch auf, mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen;
Hell aus dem Norden bricht der Freiheit Licht.
Du sollst den Stahl in Feindesherzen tauchen.
Frisch auf, mein Volk! - Die Flammenzeichen rauchen,
Die Saat ist reif; ihr Schnitter, zaudert nicht!
Das höchste Heil, das letzte, liegt im Schwerte.
Drück dir den Speer ins treue Herz hinein!
Der Freiheit eine Gasse! - Wasch die Erde,
Dein deutsches Land, mit deinem Blute rein!
Es ist kein Krieg, von dem die Kronen wissen;
Es ist ein Kreuzzug; ’s ist ein heil’ger Krieg.
Recht, Sitte, Tugend, Glauben und Gewissen
Hat der Tyrann aus deiner Brust gerissen;
Errette sie mit deiner Freiheit Sieg!
Das Winseln deiner Greise ruft: „Erwache!“
Der Hütte Schutt verflucht die Räuberbrut;
Die Schande deiner Töchter schreit um Rache,
Der Meuchelmord der Söhne schreit nach Blut.
Zerbrich die Pflugschar, laß den Meißel fallen,
Die Leier still, den Webstuhl ruhig stehn!
Verlasse deine Höfe, deine Hallen!
Vor dessen Antlitz deine Fahnen wallen,
Er will sein Volk in Waffenrüstung sehn.
Denn einen großen Altar sollst du bauen
In seiner Freiheit ew’gem Morgenrot;
Mit deinem Schwert sollst du die Steine hauen!
Der Tempel gründe sich auf Heldentod!
Was weint ihr, Mädchen, warum klagt ihr, Weiber,
Für die der Herr die Schwerter nicht gestählt,
Wenn wir entzückt die jugendlichen Leiber
Hinwerfen in die Scharen eurer Räuber,
Daß euch des Kampfes kühne Wollust fehlt?
Ihr könnt ja froh zu Gottes Altar treten.
Für Wunden gab er zarte Sorgsamkeit,
Gab euch in euern herzlichen Gebeten
Den schönen, reinen Sieg der Frömmigkeit.
So betet, daß die alte Kraft erwache,
Daß wir dastehn, das alte Volk des Siegs!
Die Märtyrer der heil’gen deutschen Sache,
O, ruft sie an als Genien der Rache,
Als gute Engel des gerechten Kriegs!
Luise, schwebe segnend um den Gatten!
Geist unsers Ferdinand, voran dem Zug!
Und all ihr deutschen, freien Heldenschatten,
Mit uns, mit uns und unsrer Fahnen Flug!
Der Himmel hilft, die Hölle muß uns weichen.
Drauf, wackres Volk! Drauf! ruft die Freiheit, drauf.
Hoch schlägt dein Herz, hoch wachsen deine Eichen.
Was kümmern dich die Hügel deiner Leichen?
Hoch pflanze da die Freiheitsfahne auf!
Doch stehst du dann, mein Volk, bekränzt vom Glücke,
In deiner Vorzeit heil’gem Siegerglanz:
Vergiß die treuen Toten nicht und schmücke
Auch unsre Urne mit dem Eichenkranz!
-Carl Theodor Körner, geboren am 23.09.1791 in Dresden – gefallen am 26.08.1813 im Forst Rosenow bei Lützow-
@DeutscheDD
Frisch auf, mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen;
Hell aus dem Norden bricht der Freiheit Licht.
Du sollst den Stahl in Feindesherzen tauchen.
Frisch auf, mein Volk! - Die Flammenzeichen rauchen,
Die Saat ist reif; ihr Schnitter, zaudert nicht!
Das höchste Heil, das letzte, liegt im Schwerte.
Drück dir den Speer ins treue Herz hinein!
Der Freiheit eine Gasse! - Wasch die Erde,
Dein deutsches Land, mit deinem Blute rein!
Es ist kein Krieg, von dem die Kronen wissen;
Es ist ein Kreuzzug; ’s ist ein heil’ger Krieg.
Recht, Sitte, Tugend, Glauben und Gewissen
Hat der Tyrann aus deiner Brust gerissen;
Errette sie mit deiner Freiheit Sieg!
Das Winseln deiner Greise ruft: „Erwache!“
Der Hütte Schutt verflucht die Räuberbrut;
Die Schande deiner Töchter schreit um Rache,
Der Meuchelmord der Söhne schreit nach Blut.
Zerbrich die Pflugschar, laß den Meißel fallen,
Die Leier still, den Webstuhl ruhig stehn!
Verlasse deine Höfe, deine Hallen!
Vor dessen Antlitz deine Fahnen wallen,
Er will sein Volk in Waffenrüstung sehn.
Denn einen großen Altar sollst du bauen
In seiner Freiheit ew’gem Morgenrot;
Mit deinem Schwert sollst du die Steine hauen!
Der Tempel gründe sich auf Heldentod!
Was weint ihr, Mädchen, warum klagt ihr, Weiber,
Für die der Herr die Schwerter nicht gestählt,
Wenn wir entzückt die jugendlichen Leiber
Hinwerfen in die Scharen eurer Räuber,
Daß euch des Kampfes kühne Wollust fehlt?
Ihr könnt ja froh zu Gottes Altar treten.
Für Wunden gab er zarte Sorgsamkeit,
Gab euch in euern herzlichen Gebeten
Den schönen, reinen Sieg der Frömmigkeit.
So betet, daß die alte Kraft erwache,
Daß wir dastehn, das alte Volk des Siegs!
Die Märtyrer der heil’gen deutschen Sache,
O, ruft sie an als Genien der Rache,
Als gute Engel des gerechten Kriegs!
Luise, schwebe segnend um den Gatten!
Geist unsers Ferdinand, voran dem Zug!
Und all ihr deutschen, freien Heldenschatten,
Mit uns, mit uns und unsrer Fahnen Flug!
Der Himmel hilft, die Hölle muß uns weichen.
Drauf, wackres Volk! Drauf! ruft die Freiheit, drauf.
Hoch schlägt dein Herz, hoch wachsen deine Eichen.
Was kümmern dich die Hügel deiner Leichen?
Hoch pflanze da die Freiheitsfahne auf!
Doch stehst du dann, mein Volk, bekränzt vom Glücke,
In deiner Vorzeit heil’gem Siegerglanz:
Vergiß die treuen Toten nicht und schmücke
Auch unsre Urne mit dem Eichenkranz!
-Carl Theodor Körner, geboren am 23.09.1791 in Dresden – gefallen am 26.08.1813 im Forst Rosenow bei Lützow-
@DeutscheDD
🔥46❤35🫡11👍8
Schwarz=Rot=Gold
Deutscher Aar reck dein Gefieder
stolz vom Meer zur Alpenwand;
kraftvoll aus den Trümmern wieder
stiegst Du auf, mein Vaterland,
Jubel aus Millionen Kehlen!
Wie die Väter dich gewollt,
prangst du, Deutschland, Braut der Seelen,
nun im Brautschmuck Schwarz-rot-gold!
Schwarz der Heimatscholle Farben,
rot das Blut, das für sie floß,
golden ist die Last der Garben,
die aus ihrem Schoße sproß.
Brüder, laßt die Banner lohen,
weit das alte Tuch entrollt:
alle Freien, alle Frohen
grüßt das heilge Schwarz-rot-gold!
Unter diesem Banner wohnen
soll, was gut und schön und recht,
keine Herren, keine Drohnen,
doch ein fröhliches Geschlecht-
und der kommenden Geschlechter
Liebe sei der Ehrensold
jeder Arbeit, jedem Fechter
unterm Banner Schwarz-rot-gold!
Auf, ihr Jungen, schwört’s den Alten,
schwört’s, ihr Alten, Hand in Hand
an dem Wahlspruch treu zu halten:
Ehre, Freiheit, Vaterlang!
Ewig soll das Reich bestehen,
ob die Hölle tobt und grollt,
ewig soll das Banner wehen,
Deutschlands Banner Schwarz-rot-gold!
- August Wagner-Postel, 19.08.1888-
@DeutscheDD
Anlaß: Staatsschutz ermittelt wegen Schwarz-rot-gold, s.:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2025/unbekannte-hissen-dutzende-deutschlandflaggen-staatsschutz-ermittelt/?fbclid=Iwb21leANj6ONjbGNrA2Po1WV4dG4DYWVtAjExAAEeOR4IpKusKYJ-PZByOpWs-wJagTCnKgEKXUh1ip9aBX8cswj9qoh0j8v5yJg_aem_vRbaZSz4wJCMd0kwa1LhjQ
Deutscher Aar reck dein Gefieder
stolz vom Meer zur Alpenwand;
kraftvoll aus den Trümmern wieder
stiegst Du auf, mein Vaterland,
Jubel aus Millionen Kehlen!
Wie die Väter dich gewollt,
prangst du, Deutschland, Braut der Seelen,
nun im Brautschmuck Schwarz-rot-gold!
Schwarz der Heimatscholle Farben,
rot das Blut, das für sie floß,
golden ist die Last der Garben,
die aus ihrem Schoße sproß.
Brüder, laßt die Banner lohen,
weit das alte Tuch entrollt:
alle Freien, alle Frohen
grüßt das heilge Schwarz-rot-gold!
Unter diesem Banner wohnen
soll, was gut und schön und recht,
keine Herren, keine Drohnen,
doch ein fröhliches Geschlecht-
und der kommenden Geschlechter
Liebe sei der Ehrensold
jeder Arbeit, jedem Fechter
unterm Banner Schwarz-rot-gold!
Auf, ihr Jungen, schwört’s den Alten,
schwört’s, ihr Alten, Hand in Hand
an dem Wahlspruch treu zu halten:
Ehre, Freiheit, Vaterlang!
Ewig soll das Reich bestehen,
ob die Hölle tobt und grollt,
ewig soll das Banner wehen,
Deutschlands Banner Schwarz-rot-gold!
- August Wagner-Postel, 19.08.1888-
@DeutscheDD
Anlaß: Staatsschutz ermittelt wegen Schwarz-rot-gold, s.:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2025/unbekannte-hissen-dutzende-deutschlandflaggen-staatsschutz-ermittelt/?fbclid=Iwb21leANj6ONjbGNrA2Po1WV4dG4DYWVtAjExAAEeOR4IpKusKYJ-PZByOpWs-wJagTCnKgEKXUh1ip9aBX8cswj9qoh0j8v5yJg_aem_vRbaZSz4wJCMd0kwa1LhjQ
❤71👍22🔥6🤨6👏3🤔2
Man schreit und lärmt und ereifert sich,
man findet es dumm und lächerlich
und gegen allen Anstand und Brauch,
man ruft die Polizei zu Hilfe,
und diese kommt und verbietet es auch
und sperrt die Straßen und rasselt mit Ketten
und tut, soviel sie irgend kann,
die bedrohte Bürgerruhe zu retten.
Und ein paar Jahre später, gib acht,
ist alles, worob man den Lärm gemacht,
wofür man ereifert sich und erregt,
wogegen man Himmel und Hölle bewegt …
kein Mensch weiß, wie es eigentlich kam:
so selbstverständlich, so alltäglich,
so eingefügt in den ganzen Lauf
und mit Sitte und Anstand so wohl verträglich,
als wär man's gewöhnt so von Jugend auf!
💣
-Cäsar Otto Hugo Flaischlen, geboren am 12.05.1864 in Stuttgart – verstorben am 16.10.1920 im Sanatorium Horneck in Gundelsheim-
@DeutscheDD
man findet es dumm und lächerlich
und gegen allen Anstand und Brauch,
man ruft die Polizei zu Hilfe,
und diese kommt und verbietet es auch
und sperrt die Straßen und rasselt mit Ketten
und tut, soviel sie irgend kann,
die bedrohte Bürgerruhe zu retten.
Und ein paar Jahre später, gib acht,
ist alles, worob man den Lärm gemacht,
wofür man ereifert sich und erregt,
wogegen man Himmel und Hölle bewegt …
kein Mensch weiß, wie es eigentlich kam:
so selbstverständlich, so alltäglich,
so eingefügt in den ganzen Lauf
und mit Sitte und Anstand so wohl verträglich,
als wär man's gewöhnt so von Jugend auf!
💣
-Cäsar Otto Hugo Flaischlen, geboren am 12.05.1864 in Stuttgart – verstorben am 16.10.1920 im Sanatorium Horneck in Gundelsheim-
@DeutscheDD
👍50❤9👏9😨5😱2
„Eine heulende Wüstenei ist auch heute wieder das arme Deutschland und die Kinder des Landes gehen ratlos in die Irre zwischen den blutigen Fremdlingen!“
🪦 -Wilhelm Karl Raabe, geboren am 08.09.1831 in Eschershausen – gestorben am 15.11.1910 in Braunschweig-
Aus seinem Buch „Das Odfeld“, welches über den siebenjährigen Krieg (29.08.1756 bis 15.02.1763) handelt. (Zeitlos gültig)
@DeutscheDD
🪦 -Wilhelm Karl Raabe, geboren am 08.09.1831 in Eschershausen – gestorben am 15.11.1910 in Braunschweig-
Aus seinem Buch „Das Odfeld“, welches über den siebenjährigen Krieg (29.08.1756 bis 15.02.1763) handelt. (Zeitlos gültig)
@DeutscheDD
👍41🔥16💯12❤10😢4👏2
Lied auf die Gefallenen 🌹
Brüder, eh der Becher kreise zu des Festes frohem Glanz,
singet eine ernste Weise, denkt des deutschen Vaterlands!
Unsern Brüdern, die ihr Leben, wie es unser Bund gebeut,
brav und ehrlich hingegeben, sei das erste Glas geweiht.
Gern als seines Heiligtumes Hüter zoget ihr das Schwert.
Ja, es war ein Land des Ruhmes und des Bluts der Besten wert.
Eure Gräber, sie zerfallen unbekränzt und unbekannt.
Hört, wir schwören es Euch allen, Euch und unserm Vaterland.
Niemals wollen wir vergessen, wem ihr starbet euren Tod.
Was du warst, was du besessen, Land des Leidens, Land der Not,
wollen nicht als Knechte sterben, betteln nicht im Bußgewand.
Nein, in Gram und Schmach verderben, sollst du nicht, lieb Vaterland.
Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang,
sollen in der Welt auf´s neue gelten mit dem alten Klang.
Danach laßt uns alle streben, schwört es Brüder, Hand in Hand.
Was wir tun, so lang wir leben, sei für dich, lieb Vaterland!
Jeder erste Becher, Brüder, sei gemischt mit Bitterkeit.
Stets das erste uns´rer Lieder, toten Brüdern dieser Eid.
Und so wollen wir es halten bis die Schmach ein Ende fand,
bist du auferstehst im Glanze, altes, deutsches Vaterland!
-Fritz Kaufmann, geboren in Landshut 1880 – verstorben in Nürnberg 1956-
@DeutscheDD
Brüder, eh der Becher kreise zu des Festes frohem Glanz,
singet eine ernste Weise, denkt des deutschen Vaterlands!
Unsern Brüdern, die ihr Leben, wie es unser Bund gebeut,
brav und ehrlich hingegeben, sei das erste Glas geweiht.
Gern als seines Heiligtumes Hüter zoget ihr das Schwert.
Ja, es war ein Land des Ruhmes und des Bluts der Besten wert.
Eure Gräber, sie zerfallen unbekränzt und unbekannt.
Hört, wir schwören es Euch allen, Euch und unserm Vaterland.
Niemals wollen wir vergessen, wem ihr starbet euren Tod.
Was du warst, was du besessen, Land des Leidens, Land der Not,
wollen nicht als Knechte sterben, betteln nicht im Bußgewand.
Nein, in Gram und Schmach verderben, sollst du nicht, lieb Vaterland.
Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang,
sollen in der Welt auf´s neue gelten mit dem alten Klang.
Danach laßt uns alle streben, schwört es Brüder, Hand in Hand.
Was wir tun, so lang wir leben, sei für dich, lieb Vaterland!
Jeder erste Becher, Brüder, sei gemischt mit Bitterkeit.
Stets das erste uns´rer Lieder, toten Brüdern dieser Eid.
Und so wollen wir es halten bis die Schmach ein Ende fand,
bist du auferstehst im Glanze, altes, deutsches Vaterland!
-Fritz Kaufmann, geboren in Landshut 1880 – verstorben in Nürnberg 1956-
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