Aufruf
Frisch auf, mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen;
Hell aus dem Norden bricht der Freiheit Licht.
Du sollst den Stahl in Feindesherzen tauchen.
Frisch auf, mein Volk! - Die Flammenzeichen rauchen,
Die Saat ist reif; ihr Schnitter, zaudert nicht!
Das höchste Heil, das letzte, liegt im Schwerte.
Drück dir den Speer ins treue Herz hinein!
Der Freiheit eine Gasse! - Wasch die Erde,
Dein deutsches Land, mit deinem Blute rein!
Es ist kein Krieg, von dem die Kronen wissen;
Es ist ein Kreuzzug; ’s ist ein heil’ger Krieg.
Recht, Sitte, Tugend, Glauben und Gewissen
Hat der Tyrann aus deiner Brust gerissen;
Errette sie mit deiner Freiheit Sieg!
Das Winseln deiner Greise ruft: „Erwache!“
Der Hütte Schutt verflucht die Räuberbrut;
Die Schande deiner Töchter schreit um Rache,
Der Meuchelmord der Söhne schreit nach Blut.
Zerbrich die Pflugschar, laß den Meißel fallen,
Die Leier still, den Webstuhl ruhig stehn!
Verlasse deine Höfe, deine Hallen!
Vor dessen Antlitz deine Fahnen wallen,
Er will sein Volk in Waffenrüstung sehn.
Denn einen großen Altar sollst du bauen
In seiner Freiheit ew’gem Morgenrot;
Mit deinem Schwert sollst du die Steine hauen!
Der Tempel gründe sich auf Heldentod!
Was weint ihr, Mädchen, warum klagt ihr, Weiber,
Für die der Herr die Schwerter nicht gestählt,
Wenn wir entzückt die jugendlichen Leiber
Hinwerfen in die Scharen eurer Räuber,
Daß euch des Kampfes kühne Wollust fehlt?
Ihr könnt ja froh zu Gottes Altar treten.
Für Wunden gab er zarte Sorgsamkeit,
Gab euch in euern herzlichen Gebeten
Den schönen, reinen Sieg der Frömmigkeit.
So betet, daß die alte Kraft erwache,
Daß wir dastehn, das alte Volk des Siegs!
Die Märtyrer der heil’gen deutschen Sache,
O, ruft sie an als Genien der Rache,
Als gute Engel des gerechten Kriegs!
Luise, schwebe segnend um den Gatten!
Geist unsers Ferdinand, voran dem Zug!
Und all ihr deutschen, freien Heldenschatten,
Mit uns, mit uns und unsrer Fahnen Flug!
Der Himmel hilft, die Hölle muß uns weichen.
Drauf, wackres Volk! Drauf! ruft die Freiheit, drauf.
Hoch schlägt dein Herz, hoch wachsen deine Eichen.
Was kümmern dich die Hügel deiner Leichen?
Hoch pflanze da die Freiheitsfahne auf!
Doch stehst du dann, mein Volk, bekränzt vom Glücke,
In deiner Vorzeit heil’gem Siegerglanz:
Vergiß die treuen Toten nicht und schmücke
Auch unsre Urne mit dem Eichenkranz!
-Carl Theodor Körner, geboren am 23.09.1791 in Dresden – gefallen am 26.08.1813 im Forst Rosenow bei Lützow-
@DeutscheDD
Frisch auf, mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen;
Hell aus dem Norden bricht der Freiheit Licht.
Du sollst den Stahl in Feindesherzen tauchen.
Frisch auf, mein Volk! - Die Flammenzeichen rauchen,
Die Saat ist reif; ihr Schnitter, zaudert nicht!
Das höchste Heil, das letzte, liegt im Schwerte.
Drück dir den Speer ins treue Herz hinein!
Der Freiheit eine Gasse! - Wasch die Erde,
Dein deutsches Land, mit deinem Blute rein!
Es ist kein Krieg, von dem die Kronen wissen;
Es ist ein Kreuzzug; ’s ist ein heil’ger Krieg.
Recht, Sitte, Tugend, Glauben und Gewissen
Hat der Tyrann aus deiner Brust gerissen;
Errette sie mit deiner Freiheit Sieg!
Das Winseln deiner Greise ruft: „Erwache!“
Der Hütte Schutt verflucht die Räuberbrut;
Die Schande deiner Töchter schreit um Rache,
Der Meuchelmord der Söhne schreit nach Blut.
Zerbrich die Pflugschar, laß den Meißel fallen,
Die Leier still, den Webstuhl ruhig stehn!
Verlasse deine Höfe, deine Hallen!
Vor dessen Antlitz deine Fahnen wallen,
Er will sein Volk in Waffenrüstung sehn.
Denn einen großen Altar sollst du bauen
In seiner Freiheit ew’gem Morgenrot;
Mit deinem Schwert sollst du die Steine hauen!
Der Tempel gründe sich auf Heldentod!
Was weint ihr, Mädchen, warum klagt ihr, Weiber,
Für die der Herr die Schwerter nicht gestählt,
Wenn wir entzückt die jugendlichen Leiber
Hinwerfen in die Scharen eurer Räuber,
Daß euch des Kampfes kühne Wollust fehlt?
Ihr könnt ja froh zu Gottes Altar treten.
Für Wunden gab er zarte Sorgsamkeit,
Gab euch in euern herzlichen Gebeten
Den schönen, reinen Sieg der Frömmigkeit.
So betet, daß die alte Kraft erwache,
Daß wir dastehn, das alte Volk des Siegs!
Die Märtyrer der heil’gen deutschen Sache,
O, ruft sie an als Genien der Rache,
Als gute Engel des gerechten Kriegs!
Luise, schwebe segnend um den Gatten!
Geist unsers Ferdinand, voran dem Zug!
Und all ihr deutschen, freien Heldenschatten,
Mit uns, mit uns und unsrer Fahnen Flug!
Der Himmel hilft, die Hölle muß uns weichen.
Drauf, wackres Volk! Drauf! ruft die Freiheit, drauf.
Hoch schlägt dein Herz, hoch wachsen deine Eichen.
Was kümmern dich die Hügel deiner Leichen?
Hoch pflanze da die Freiheitsfahne auf!
Doch stehst du dann, mein Volk, bekränzt vom Glücke,
In deiner Vorzeit heil’gem Siegerglanz:
Vergiß die treuen Toten nicht und schmücke
Auch unsre Urne mit dem Eichenkranz!
-Carl Theodor Körner, geboren am 23.09.1791 in Dresden – gefallen am 26.08.1813 im Forst Rosenow bei Lützow-
@DeutscheDD
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Schwarz=Rot=Gold
Deutscher Aar reck dein Gefieder
stolz vom Meer zur Alpenwand;
kraftvoll aus den Trümmern wieder
stiegst Du auf, mein Vaterland,
Jubel aus Millionen Kehlen!
Wie die Väter dich gewollt,
prangst du, Deutschland, Braut der Seelen,
nun im Brautschmuck Schwarz-rot-gold!
Schwarz der Heimatscholle Farben,
rot das Blut, das für sie floß,
golden ist die Last der Garben,
die aus ihrem Schoße sproß.
Brüder, laßt die Banner lohen,
weit das alte Tuch entrollt:
alle Freien, alle Frohen
grüßt das heilge Schwarz-rot-gold!
Unter diesem Banner wohnen
soll, was gut und schön und recht,
keine Herren, keine Drohnen,
doch ein fröhliches Geschlecht-
und der kommenden Geschlechter
Liebe sei der Ehrensold
jeder Arbeit, jedem Fechter
unterm Banner Schwarz-rot-gold!
Auf, ihr Jungen, schwört’s den Alten,
schwört’s, ihr Alten, Hand in Hand
an dem Wahlspruch treu zu halten:
Ehre, Freiheit, Vaterlang!
Ewig soll das Reich bestehen,
ob die Hölle tobt und grollt,
ewig soll das Banner wehen,
Deutschlands Banner Schwarz-rot-gold!
- August Wagner-Postel, 19.08.1888-
@DeutscheDD
Anlaß: Staatsschutz ermittelt wegen Schwarz-rot-gold, s.:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2025/unbekannte-hissen-dutzende-deutschlandflaggen-staatsschutz-ermittelt/?fbclid=Iwb21leANj6ONjbGNrA2Po1WV4dG4DYWVtAjExAAEeOR4IpKusKYJ-PZByOpWs-wJagTCnKgEKXUh1ip9aBX8cswj9qoh0j8v5yJg_aem_vRbaZSz4wJCMd0kwa1LhjQ
Deutscher Aar reck dein Gefieder
stolz vom Meer zur Alpenwand;
kraftvoll aus den Trümmern wieder
stiegst Du auf, mein Vaterland,
Jubel aus Millionen Kehlen!
Wie die Väter dich gewollt,
prangst du, Deutschland, Braut der Seelen,
nun im Brautschmuck Schwarz-rot-gold!
Schwarz der Heimatscholle Farben,
rot das Blut, das für sie floß,
golden ist die Last der Garben,
die aus ihrem Schoße sproß.
Brüder, laßt die Banner lohen,
weit das alte Tuch entrollt:
alle Freien, alle Frohen
grüßt das heilge Schwarz-rot-gold!
Unter diesem Banner wohnen
soll, was gut und schön und recht,
keine Herren, keine Drohnen,
doch ein fröhliches Geschlecht-
und der kommenden Geschlechter
Liebe sei der Ehrensold
jeder Arbeit, jedem Fechter
unterm Banner Schwarz-rot-gold!
Auf, ihr Jungen, schwört’s den Alten,
schwört’s, ihr Alten, Hand in Hand
an dem Wahlspruch treu zu halten:
Ehre, Freiheit, Vaterlang!
Ewig soll das Reich bestehen,
ob die Hölle tobt und grollt,
ewig soll das Banner wehen,
Deutschlands Banner Schwarz-rot-gold!
- August Wagner-Postel, 19.08.1888-
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Anlaß: Staatsschutz ermittelt wegen Schwarz-rot-gold, s.:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2025/unbekannte-hissen-dutzende-deutschlandflaggen-staatsschutz-ermittelt/?fbclid=Iwb21leANj6ONjbGNrA2Po1WV4dG4DYWVtAjExAAEeOR4IpKusKYJ-PZByOpWs-wJagTCnKgEKXUh1ip9aBX8cswj9qoh0j8v5yJg_aem_vRbaZSz4wJCMd0kwa1LhjQ
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Man schreit und lärmt und ereifert sich,
man findet es dumm und lächerlich
und gegen allen Anstand und Brauch,
man ruft die Polizei zu Hilfe,
und diese kommt und verbietet es auch
und sperrt die Straßen und rasselt mit Ketten
und tut, soviel sie irgend kann,
die bedrohte Bürgerruhe zu retten.
Und ein paar Jahre später, gib acht,
ist alles, worob man den Lärm gemacht,
wofür man ereifert sich und erregt,
wogegen man Himmel und Hölle bewegt …
kein Mensch weiß, wie es eigentlich kam:
so selbstverständlich, so alltäglich,
so eingefügt in den ganzen Lauf
und mit Sitte und Anstand so wohl verträglich,
als wär man's gewöhnt so von Jugend auf!
💣
-Cäsar Otto Hugo Flaischlen, geboren am 12.05.1864 in Stuttgart – verstorben am 16.10.1920 im Sanatorium Horneck in Gundelsheim-
@DeutscheDD
man findet es dumm und lächerlich
und gegen allen Anstand und Brauch,
man ruft die Polizei zu Hilfe,
und diese kommt und verbietet es auch
und sperrt die Straßen und rasselt mit Ketten
und tut, soviel sie irgend kann,
die bedrohte Bürgerruhe zu retten.
Und ein paar Jahre später, gib acht,
ist alles, worob man den Lärm gemacht,
wofür man ereifert sich und erregt,
wogegen man Himmel und Hölle bewegt …
kein Mensch weiß, wie es eigentlich kam:
so selbstverständlich, so alltäglich,
so eingefügt in den ganzen Lauf
und mit Sitte und Anstand so wohl verträglich,
als wär man's gewöhnt so von Jugend auf!
💣
-Cäsar Otto Hugo Flaischlen, geboren am 12.05.1864 in Stuttgart – verstorben am 16.10.1920 im Sanatorium Horneck in Gundelsheim-
@DeutscheDD
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„Eine heulende Wüstenei ist auch heute wieder das arme Deutschland und die Kinder des Landes gehen ratlos in die Irre zwischen den blutigen Fremdlingen!“
🪦 -Wilhelm Karl Raabe, geboren am 08.09.1831 in Eschershausen – gestorben am 15.11.1910 in Braunschweig-
Aus seinem Buch „Das Odfeld“, welches über den siebenjährigen Krieg (29.08.1756 bis 15.02.1763) handelt. (Zeitlos gültig)
@DeutscheDD
🪦 -Wilhelm Karl Raabe, geboren am 08.09.1831 in Eschershausen – gestorben am 15.11.1910 in Braunschweig-
Aus seinem Buch „Das Odfeld“, welches über den siebenjährigen Krieg (29.08.1756 bis 15.02.1763) handelt. (Zeitlos gültig)
@DeutscheDD
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Lied auf die Gefallenen 🌹
Brüder, eh der Becher kreise zu des Festes frohem Glanz,
singet eine ernste Weise, denkt des deutschen Vaterlands!
Unsern Brüdern, die ihr Leben, wie es unser Bund gebeut,
brav und ehrlich hingegeben, sei das erste Glas geweiht.
Gern als seines Heiligtumes Hüter zoget ihr das Schwert.
Ja, es war ein Land des Ruhmes und des Bluts der Besten wert.
Eure Gräber, sie zerfallen unbekränzt und unbekannt.
Hört, wir schwören es Euch allen, Euch und unserm Vaterland.
Niemals wollen wir vergessen, wem ihr starbet euren Tod.
Was du warst, was du besessen, Land des Leidens, Land der Not,
wollen nicht als Knechte sterben, betteln nicht im Bußgewand.
Nein, in Gram und Schmach verderben, sollst du nicht, lieb Vaterland.
Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang,
sollen in der Welt auf´s neue gelten mit dem alten Klang.
Danach laßt uns alle streben, schwört es Brüder, Hand in Hand.
Was wir tun, so lang wir leben, sei für dich, lieb Vaterland!
Jeder erste Becher, Brüder, sei gemischt mit Bitterkeit.
Stets das erste uns´rer Lieder, toten Brüdern dieser Eid.
Und so wollen wir es halten bis die Schmach ein Ende fand,
bist du auferstehst im Glanze, altes, deutsches Vaterland!
-Fritz Kaufmann, geboren in Landshut 1880 – verstorben in Nürnberg 1956-
@DeutscheDD
Brüder, eh der Becher kreise zu des Festes frohem Glanz,
singet eine ernste Weise, denkt des deutschen Vaterlands!
Unsern Brüdern, die ihr Leben, wie es unser Bund gebeut,
brav und ehrlich hingegeben, sei das erste Glas geweiht.
Gern als seines Heiligtumes Hüter zoget ihr das Schwert.
Ja, es war ein Land des Ruhmes und des Bluts der Besten wert.
Eure Gräber, sie zerfallen unbekränzt und unbekannt.
Hört, wir schwören es Euch allen, Euch und unserm Vaterland.
Niemals wollen wir vergessen, wem ihr starbet euren Tod.
Was du warst, was du besessen, Land des Leidens, Land der Not,
wollen nicht als Knechte sterben, betteln nicht im Bußgewand.
Nein, in Gram und Schmach verderben, sollst du nicht, lieb Vaterland.
Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang,
sollen in der Welt auf´s neue gelten mit dem alten Klang.
Danach laßt uns alle streben, schwört es Brüder, Hand in Hand.
Was wir tun, so lang wir leben, sei für dich, lieb Vaterland!
Jeder erste Becher, Brüder, sei gemischt mit Bitterkeit.
Stets das erste uns´rer Lieder, toten Brüdern dieser Eid.
Und so wollen wir es halten bis die Schmach ein Ende fand,
bist du auferstehst im Glanze, altes, deutsches Vaterland!
-Fritz Kaufmann, geboren in Landshut 1880 – verstorben in Nürnberg 1956-
@DeutscheDD
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W e g g e n o s s e . . .
Es ist so wundersam und fein ...
Kaum kann's die zart'ste Seele fassen ...
Wenn einer mutterseelenallein
Die wirren Wege ist gegangen ...
Und einer kommt mit zagem Schritt
Und fragt mit schüchterweichem Bangen:
O darf ich mit?
Willst du mich mitzieh'n lassen?
Es ist so wundersam und fein ...
Mit lieben Worten kaum zu sagen ...
Erst glücklos auf der Welt zu sein ...
Dann traumhaft an der Hand des andern
Mit einem glückverklärten Herz
Durch das verheißene Land zu wandern
Und Freud und Schmerz ...
Gemeinsam mit dem Einen tragen!
💐 -Friedrich Fischer-Friesenhausen, 16.11.1886 in Detmold – 31.03.1960 in Soltau-
(aus dem Buche: ,,Sehnende Seelen")
@DeutscheDD
Es ist so wundersam und fein ...
Kaum kann's die zart'ste Seele fassen ...
Wenn einer mutterseelenallein
Die wirren Wege ist gegangen ...
Und einer kommt mit zagem Schritt
Und fragt mit schüchterweichem Bangen:
O darf ich mit?
Willst du mich mitzieh'n lassen?
Es ist so wundersam und fein ...
Mit lieben Worten kaum zu sagen ...
Erst glücklos auf der Welt zu sein ...
Dann traumhaft an der Hand des andern
Mit einem glückverklärten Herz
Durch das verheißene Land zu wandern
Und Freud und Schmerz ...
Gemeinsam mit dem Einen tragen!
💐 -Friedrich Fischer-Friesenhausen, 16.11.1886 in Detmold – 31.03.1960 in Soltau-
(aus dem Buche: ,,Sehnende Seelen")
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Die graue Frau...
Die graue Frau geht still und groß durchs Land...
Und hin zum fernen, bleichen Abendrot
hebt sie bedeutend ihre hag`re Hand
und spricht: “Ich scheuche langsam Gram und Not.
Ich helfe dir, du wundes, müdes Herz -
ich richte auf, was hilflos ist und matt -
und meine Wege weisen zukunftswärts,
wenn auch die Zukunft keine Rosen hat.“
Und weiter geht die ernste graue Frau:
„Du einst so stolzes deutsches Volk, du weinst.
So heb den Blick empor zum Himmelsblau,
das ist so blau und tief und treu wie einst.
Ist`s nicht, als ob ein Segen nieder rinnt?
Ein Mahnen tönt: Sei treu! Sei stark! Bleib fest!
Nur seichte, leichte Spreu verweht der Wind!
Verlassen ist nur, wer sich selbst verläßt!
Und wenn ich dich auch harte Pfade führ` -
es sprießt, es grünt, es reift in Feld und Au; -
trag` deine Last – und ich – ich helfe dir - -
ich bin die Arbeit“ - spricht die graue Frau...
-Eugen Stangen, geboren 1870 in Carlsruhe (Oberschlesien) - verstorben 1930 in Berlin-
@DeutscheDD
Die graue Frau geht still und groß durchs Land...
Und hin zum fernen, bleichen Abendrot
hebt sie bedeutend ihre hag`re Hand
und spricht: “Ich scheuche langsam Gram und Not.
Ich helfe dir, du wundes, müdes Herz -
ich richte auf, was hilflos ist und matt -
und meine Wege weisen zukunftswärts,
wenn auch die Zukunft keine Rosen hat.“
Und weiter geht die ernste graue Frau:
„Du einst so stolzes deutsches Volk, du weinst.
So heb den Blick empor zum Himmelsblau,
das ist so blau und tief und treu wie einst.
Ist`s nicht, als ob ein Segen nieder rinnt?
Ein Mahnen tönt: Sei treu! Sei stark! Bleib fest!
Nur seichte, leichte Spreu verweht der Wind!
Verlassen ist nur, wer sich selbst verläßt!
Und wenn ich dich auch harte Pfade führ` -
es sprießt, es grünt, es reift in Feld und Au; -
trag` deine Last – und ich – ich helfe dir - -
ich bin die Arbeit“ - spricht die graue Frau...
-Eugen Stangen, geboren 1870 in Carlsruhe (Oberschlesien) - verstorben 1930 in Berlin-
@DeutscheDD
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Sachs halte Wacht
Die Väter haben gerungen
sie haben die Feinde bezwungen
Sie haben für Heimat und Blut
vergossen das teure Blut
Sachs halte Wacht
Sachs halte Wacht
Was dir deine Väter erworben
wofür sie gelebt und gestorben
das sei dir ein heiliger Hort
das wahre mit Schwert und mit Wort
Sachs halte Wacht
Sachs halte Wacht
Will man deine Ehre dir rauben
die Sprache, die Sitte, den Glauben
dann reiße das Schwert heraus
dann rücke zum Kampfe hinaus
Sachs halte Wacht!
-Josef Groß-
@DeutscheDD
Die Väter haben gerungen
sie haben die Feinde bezwungen
Sie haben für Heimat und Blut
vergossen das teure Blut
Sachs halte Wacht
Sachs halte Wacht
Was dir deine Väter erworben
wofür sie gelebt und gestorben
das sei dir ein heiliger Hort
das wahre mit Schwert und mit Wort
Sachs halte Wacht
Sachs halte Wacht
Will man deine Ehre dir rauben
die Sprache, die Sitte, den Glauben
dann reiße das Schwert heraus
dann rücke zum Kampfe hinaus
Sachs halte Wacht!
-Josef Groß-
@DeutscheDD
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Ermuthigung
Getreues Deutschland, zittre nicht,
Mag dir der Feind gleich dräuen!
Schau unverzagt ins Angesicht
Dem wuthentflammten Leuen!
Nicht lenkt der Mensch den Krieg.
Die Götter geben und nehmen den Sieg.
Doch den getrosten Muth,
Den Muth der Wunder thut,
Giebt die gerechte Sache!
Gerecht ist deiner Krieger Kampf,
Gerecht dein Kampf, das glaube!
Nicht lockt uns eiteln Ruhmes Dampf,
Nicht schnöde Lust zum Raube.
Es gilt für Seel' und Leib,
Für Gut, Ehr', Kind und Weib,
Für Freiheit und den Heerd,
Für alles was uns werth,
Was köstlich uns und heilig!
D'rum denke der vergang'nen Zeit,
Gedenk der großen Ahnen,
Und laß der Väter Tüchtigkeit
Zu gleichem Ernst dich mahnen!
Mild war ihr Sinn im Rath,
Ein Wetterstrahl die That.
Es wagten Herr und Knecht
Für Pflicht, Gesetz und Recht
Getrost Gut, Blut und Leben.
Denk, wie zu deinem Untergang
Sich Ost und West verbanden!
Heiß war der Kampf und hart der Drang;
Doch ward der Feind zu Schanden.
Des schnöden Varus Hohn,
Des furchtbar'n Etzel Drohn,
Des stolzen Ludwig Wuth
Brach sich am Heldenmuth,
O Deutschland, deiner Braven!
O Deutschland sey der Väter werth,
Und laß an deinen Wällen,
An deiner Starken gutem Schwert
Des Feindes Grimm zerschellen!
Trotz' seiner Macht und Wuth!
Du stehst in unserer Hut.
Wer freudig wagt, obsiegt!
Der Feige nur erliegt!
Der Tapfre fällt frohlockend!
Getreues Deutschland, zittre nicht,
Wie sehr der Leu auch schnaube!
Es sey dein Hort, das Recht dein Licht,
Dein Schild und Schwert der Glaube
Wohl auf, du stolzer Recke!
Wohl her zu Streit und Tod!
Beschirme Leut' und Land!
Halt' uns in deiner Hand,
Wir siegen oder fallen!
-Ludwig Gotthard Kosegarten, geboren am 01.02.1758 in Grevesmühlen – verstorben am 26.10.1818 in Greifswald-
@DeutscheDD
Getreues Deutschland, zittre nicht,
Mag dir der Feind gleich dräuen!
Schau unverzagt ins Angesicht
Dem wuthentflammten Leuen!
Nicht lenkt der Mensch den Krieg.
Die Götter geben und nehmen den Sieg.
Doch den getrosten Muth,
Den Muth der Wunder thut,
Giebt die gerechte Sache!
Gerecht ist deiner Krieger Kampf,
Gerecht dein Kampf, das glaube!
Nicht lockt uns eiteln Ruhmes Dampf,
Nicht schnöde Lust zum Raube.
Es gilt für Seel' und Leib,
Für Gut, Ehr', Kind und Weib,
Für Freiheit und den Heerd,
Für alles was uns werth,
Was köstlich uns und heilig!
D'rum denke der vergang'nen Zeit,
Gedenk der großen Ahnen,
Und laß der Väter Tüchtigkeit
Zu gleichem Ernst dich mahnen!
Mild war ihr Sinn im Rath,
Ein Wetterstrahl die That.
Es wagten Herr und Knecht
Für Pflicht, Gesetz und Recht
Getrost Gut, Blut und Leben.
Denk, wie zu deinem Untergang
Sich Ost und West verbanden!
Heiß war der Kampf und hart der Drang;
Doch ward der Feind zu Schanden.
Des schnöden Varus Hohn,
Des furchtbar'n Etzel Drohn,
Des stolzen Ludwig Wuth
Brach sich am Heldenmuth,
O Deutschland, deiner Braven!
O Deutschland sey der Väter werth,
Und laß an deinen Wällen,
An deiner Starken gutem Schwert
Des Feindes Grimm zerschellen!
Trotz' seiner Macht und Wuth!
Du stehst in unserer Hut.
Wer freudig wagt, obsiegt!
Der Feige nur erliegt!
Der Tapfre fällt frohlockend!
Getreues Deutschland, zittre nicht,
Wie sehr der Leu auch schnaube!
Es sey dein Hort, das Recht dein Licht,
Dein Schild und Schwert der Glaube
Wohl auf, du stolzer Recke!
Wohl her zu Streit und Tod!
Beschirme Leut' und Land!
Halt' uns in deiner Hand,
Wir siegen oder fallen!
-Ludwig Gotthard Kosegarten, geboren am 01.02.1758 in Grevesmühlen – verstorben am 26.10.1818 in Greifswald-
@DeutscheDD
👍54❤26🔥2
Es ist leichter zu glauben
als zu zweifeln;
der Märtyrer des Zweifels ist großartiger,
als der Märtyrer des Glaubens!
-Georg Herwegh, 31.05.1817 in Stuttgart - 07.04.1875 in Lichtental-
@DeutscheDD
als zu zweifeln;
der Märtyrer des Zweifels ist großartiger,
als der Märtyrer des Glaubens!
-Georg Herwegh, 31.05.1817 in Stuttgart - 07.04.1875 in Lichtental-
@DeutscheDD
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Das deutsche Volk hat seine große Stunde zu bestehen, es hat die Bürgschaft für Sittlichkeit und Kultur der abendländischen Menschheit übernommen, sein Siegesspruch lautet:
Dass Du ein Deutscher bist,
Sei deine Ehre und Pflicht,
Wahre dir Herz und Geist
Treuer als Ruf und Gesicht.
Daß Du ein Deutscher bist,
Bleibe dein Glück, deine Not;
Meide den leichten Gewinn,
Diene dem harten Gebot!
Stähle im Glauben dein Schwert,
Pflüge in Demut dein Feld,
Weil Du ein Deutscher bist,
Bürge der weißen Welt!
-Erwin Guido Kolbenheyer, geboren am 30.12.1878 in Budapest – verstorben am 12.04.1962 in München-
@DeutscheDD
Dass Du ein Deutscher bist,
Sei deine Ehre und Pflicht,
Wahre dir Herz und Geist
Treuer als Ruf und Gesicht.
Daß Du ein Deutscher bist,
Bleibe dein Glück, deine Not;
Meide den leichten Gewinn,
Diene dem harten Gebot!
Stähle im Glauben dein Schwert,
Pflüge in Demut dein Feld,
Weil Du ein Deutscher bist,
Bürge der weißen Welt!
-Erwin Guido Kolbenheyer, geboren am 30.12.1878 in Budapest – verstorben am 12.04.1962 in München-
@DeutscheDD
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Nenn' ich dich, so kenn' ich dich!
💐 Andreas Hofer, geboren am 22.11.1767 am Sandhof bei St. Leonhard in Passeier – erschossen von französischen Besatzungstruppen am 20.02.1810 in Mantua-
@DeutscheDD
💐 Andreas Hofer, geboren am 22.11.1767 am Sandhof bei St. Leonhard in Passeier – erschossen von französischen Besatzungstruppen am 20.02.1810 in Mantua-
@DeutscheDD
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"Alles Notwendige ist erträglich!"
-Michel Seiferth-
(Gemälde: „Der letzte Mann“ von Hans Borth. Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Seeschlacht bei den Falklandinseln am 08.12.1914 und gilt seit 1916 als verschollen.)
@DeutscheDD
-Michel Seiferth-
(Gemälde: „Der letzte Mann“ von Hans Borth. Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Seeschlacht bei den Falklandinseln am 08.12.1914 und gilt seit 1916 als verschollen.)
@DeutscheDD
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Vergebliches Hoffen
Die Weltgeschichte spottet allem Wahne,
Wonach dereinst auf diese wilde Erde
Der Friede sinkt mit heiterer Gebärde,
Glücktrunken schwingend seine weiße Fahne.
Solange noch die dunklen Nornen weben
In alles, was da ist, des Schicksals Faden,
Solange noch das Meer an den Gestaden
Das Land bestürmt, bestimmt der Kampf das Leben.
Der Mensch ist nur ein Rädchen im Getriebe.
Nie wird er seine Fesseln sprengen können.
Das Schwert wird jeden festen Knoten trennen,
Denn nur im Vaterland herrscht Vernunft und Liebe!
-Martin Machule, geboren am 10.04.1899 in Berlin – verstorben am 08.08.1981 in München-
@DeutscheDD
Die Weltgeschichte spottet allem Wahne,
Wonach dereinst auf diese wilde Erde
Der Friede sinkt mit heiterer Gebärde,
Glücktrunken schwingend seine weiße Fahne.
Solange noch die dunklen Nornen weben
In alles, was da ist, des Schicksals Faden,
Solange noch das Meer an den Gestaden
Das Land bestürmt, bestimmt der Kampf das Leben.
Der Mensch ist nur ein Rädchen im Getriebe.
Nie wird er seine Fesseln sprengen können.
Das Schwert wird jeden festen Knoten trennen,
Denn nur im Vaterland herrscht Vernunft und Liebe!
-Martin Machule, geboren am 10.04.1899 in Berlin – verstorben am 08.08.1981 in München-
@DeutscheDD
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Das Bundeslied vor der Schlacht
Ahnungsgrauend, todesmutig
Bricht der große Morgen an,
Und die Sonne, kalt und blutig,
Leuchtet unsrer blut'gen Bahn.
In der nächsten Stunden Schoße
Liegt das Schicksal einer Welt,
Und es zittern schon die Lose
Und der eh'rne Würfel fällt.
Brüder, euch mahne die dämmernde Stunde,
Mahne euch ernst zu dem heiligsten Bunde,
Treu, so zum Tod, als zum Leben gesellt!
Hinter uns, im Graun der Nächte,
Liegt die Schande, liegt die Schmach,
Liegt der Frevel fremder Knechte,
Der die deutsche Eiche brach.
Unsre Sprache ward geschändet,
Unsre Tempel stürzten ein;
Unsre Ehre ist verpfändet.
Deutsche Brüder, löst sie ein!
Brüder, die Rache flammt! Reicht euch die Hände,
Daß sich der Fluch der Himmlischen wende!
Löst das verlorne Palladium ein!
Vor uns liegt ein glücklich Hoffen,
Liegt der Zukunft goldne Zeit,
Steht ein ganzer Himmel offen,
Blüht der Freiheit Seligkeit.
Deutsche Kunst und deutsche Lieder,
Frauenhuld und Liebesglück,
Alles Große kommt uns wieder,
Alles Schöne kehrt zurück.
Aber noch gilt es ein gräßliches Wagen,
Leben und Blut in die Schanze zu schlagen.
Nur in dem Opfertod reift uns das Glück.
Nun, mit Gott! wir wollen's wagen,
Fest vereint dem Schicksal stehn,
Unser Herz zum Altar tragen
Und dem Tod entgegen gehn.
Vaterland, dir woll'n wir sterben,
Wie dein großes Wort gebeut!
Unsre Lieben mögen's erben,
Was wir mit dem Blut befreit!
Wachse, du Freiheit der deutschen Eichen,
Wachse empor über unsere Leichen!
Vaterland, höre den heiligen Eid!
Und nun wendet eure Blicke
Noch einmal der Liebe nach;
Scheidet von dem Blütenglücke,
Das der gift'ge Süden brach!
Wird euch auch das Auge trüber;
Keine Träne bringt euch Spott.
Werft den letzten Kuß hinüber!
Dann befehlt sie eurem Gott!
Alle die Lippen, die für uns beten,
Alle die Herzen, die wir zertreten,
Tröste und schütze sie, ewiger Gott!
Und nun frisch zur Schlacht gewendet,
Aug' und Herz zum Licht hinauf!
Alles Ird'sche ist vollendet,
Und das Himmlische geht auf.
Faßt euch an, ihr deutschen Brüder!
Jede Nerve sei ein Held!
Treue Herzen sehn sich wieder.
Lebewohl für diese Welt!
Hört ihr's? Schon jauchzt es uns donnernd entgegen.
Brüder, hinein in den blitzenden Regen!
Wiedersehn in der besseren Welt!
-Carl Theodor Körner, geboren am 23.09.1791 in Dresden – gefallen am 26.08.1813 im Forst Rosenow bei Lützow-
@DeutscheDD
Ahnungsgrauend, todesmutig
Bricht der große Morgen an,
Und die Sonne, kalt und blutig,
Leuchtet unsrer blut'gen Bahn.
In der nächsten Stunden Schoße
Liegt das Schicksal einer Welt,
Und es zittern schon die Lose
Und der eh'rne Würfel fällt.
Brüder, euch mahne die dämmernde Stunde,
Mahne euch ernst zu dem heiligsten Bunde,
Treu, so zum Tod, als zum Leben gesellt!
Hinter uns, im Graun der Nächte,
Liegt die Schande, liegt die Schmach,
Liegt der Frevel fremder Knechte,
Der die deutsche Eiche brach.
Unsre Sprache ward geschändet,
Unsre Tempel stürzten ein;
Unsre Ehre ist verpfändet.
Deutsche Brüder, löst sie ein!
Brüder, die Rache flammt! Reicht euch die Hände,
Daß sich der Fluch der Himmlischen wende!
Löst das verlorne Palladium ein!
Vor uns liegt ein glücklich Hoffen,
Liegt der Zukunft goldne Zeit,
Steht ein ganzer Himmel offen,
Blüht der Freiheit Seligkeit.
Deutsche Kunst und deutsche Lieder,
Frauenhuld und Liebesglück,
Alles Große kommt uns wieder,
Alles Schöne kehrt zurück.
Aber noch gilt es ein gräßliches Wagen,
Leben und Blut in die Schanze zu schlagen.
Nur in dem Opfertod reift uns das Glück.
Nun, mit Gott! wir wollen's wagen,
Fest vereint dem Schicksal stehn,
Unser Herz zum Altar tragen
Und dem Tod entgegen gehn.
Vaterland, dir woll'n wir sterben,
Wie dein großes Wort gebeut!
Unsre Lieben mögen's erben,
Was wir mit dem Blut befreit!
Wachse, du Freiheit der deutschen Eichen,
Wachse empor über unsere Leichen!
Vaterland, höre den heiligen Eid!
Und nun wendet eure Blicke
Noch einmal der Liebe nach;
Scheidet von dem Blütenglücke,
Das der gift'ge Süden brach!
Wird euch auch das Auge trüber;
Keine Träne bringt euch Spott.
Werft den letzten Kuß hinüber!
Dann befehlt sie eurem Gott!
Alle die Lippen, die für uns beten,
Alle die Herzen, die wir zertreten,
Tröste und schütze sie, ewiger Gott!
Und nun frisch zur Schlacht gewendet,
Aug' und Herz zum Licht hinauf!
Alles Ird'sche ist vollendet,
Und das Himmlische geht auf.
Faßt euch an, ihr deutschen Brüder!
Jede Nerve sei ein Held!
Treue Herzen sehn sich wieder.
Lebewohl für diese Welt!
Hört ihr's? Schon jauchzt es uns donnernd entgegen.
Brüder, hinein in den blitzenden Regen!
Wiedersehn in der besseren Welt!
-Carl Theodor Körner, geboren am 23.09.1791 in Dresden – gefallen am 26.08.1813 im Forst Rosenow bei Lützow-
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