Deutsche Dichter und Denker
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Der Denker sagt das Sein,
der Dichter das Heilige!

Bilder, Gedichte und Sprüche in diesem Kanal verstehen sich als Nachahmung ohne Beurteilung.
Sie sind mit nötigem Ernst oder Spott zu genießen!

Passende (!!!) Gedichte unter:
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-Josef Hieß, 03.04.1904 in Wolfsthal in Niederösterreich - 11.06.1973 in Wels in Oberösterreich-
@DeutscheDD
👍49🔥14💯6👌2⚡1👏1
Willst Du ernten, mußt du selbstlos säen,
soll dein Feld dereinst voll Ähren stehen.
Säe,- sorg nicht, wie dein Körnlein fällt!
Wachstum steht in deines Volkes Rat!
Saat und Ernte braucht die ganze Welt
und sie setzt auch auf deine Tat!


- Emilie–Charlotte Leich -
@DeutscheDD
❤68👍30🥰6✍1🤔1
„Aber die Rechtsauffassung hat sich geändert…!“

- Höchstrichterlich vorgetragen am 11.09.2025 -
(Hier wurde die Beugung der „BRD Rechtsstaatlichkeit“ wieder einmal öffentlich vorgeführt und untermauert)
@DeutscheDD
👍52❤9⚡8😱6🤣3🥴1
Geduld! Es kommt der Tag, da wird gespannt
Ein einig Zelt ob allem deutschen Land!

Geduld! Wir stehen einst um ein Panier;
Und wer uns scheiden will, den morden wir!

Geduld! ich kenne meines Volkes Mark!
Was langsam wächst, das wird gedoppelt stark.

Geduld! Was langsam reift, das altert spat!
Wenn andere welken, werden wir ein Staat!


🪦 -Conrad Ferdinand Meyer, geboren am 11.10.1825 in Zürich – verstorben am 28.11.1898 in Kilchberg bei Zürich-
@DeutscheDD
❤68👌14👍10🔥2🤝2✍1
Du Kornblum‘ und Du Eichenlaub,
Du Schmuck auf unsern Hüten!
Zeig‘ unsern Feinden allezeit,
Daß jedem Trotz wir bieten:
Der frevelnd schmälert unser Recht,
Den freien Deutschen macht zum Knecht.
Treu zueinander stehen wir
Im Unglück stark, drum sei’s Panier
Kornblum‘ im Eichenlaube


-Verfasser unbekannt-
@DeutscheDD
❤84😍12⚡2
Bereit zum letzten Hieb

Sprecht nicht vom Frieden, da noch Niedertracht
Und Neid und Gier nach euern Gurgeln lauern.
Solang ihr einer Bestie Hoffnung macht,
Wird auch ihr Blutdurst ungebändigt dauern.

Sprecht von Versöhnung nicht zum tiefsten Haß,
Sprecht nicht von Liebe zum Vernichtungswillen.
Und macht das Mitleid euch die Augen naß --
Der Sieg wird alle, alle Schmerzen stillen!

Sie horchen fiebernd euerm Klagelaut
Und starren heiß nach euern Bettlerlippen.
Und wer von uns nach euerm Jammer schaut,
Dem fährt ihr Dolch von hinten in die Rippen.

Weh euch, wenn ihr an unsern Arm euch hängt:
Ihr rettet sie aus ihren schwersten Bangen!
Weh euch, wenn auch das Herz hinüber drängt,
Denn der Genickstoß wird euch dort empfangen!

Ermannt euch aus dem weinerlichen Krampf!
Nicht feig sein wegen kleinlicher Beschwerden!
Es gilt den Kampf ums Leben! Dieser Kampf
Muß durchgekämpft und durchgelitten werden!

Wir stehn bereit. Bereit zum letzten Hieb.
Den soll kein Locken und kein Winseln hemmen!
Drum, gute Hinterländler, seid so lieb:
Benehmt euch männlich! Nicht wie ekle Memmen!


-Karl Paumgartten (eigentlich Karl Huffnagl), geboren am 18.12.1872 in Wien – verstorben am 05.03.1927 ebenda-
@DeutscheDD
❤51🫡16👏3🤝3⚡1👍1
Im Selbsterhaltungskampf gibt es nur eine Tugend, die der unbegrenzten Treue zum eigenen Volke!

-Peter Kettenfeier Rosegger, geboren am 31.07.1843 in Alpl – verstorben am 26.06.1918 in Krieglach-
@DeutscheDD
❤67🫡20👏6👍4🔥2👌1
Neuschnee

Flockenflaum zum ersten Mal zu prägen
mit des Schuhs geheimnisvoller Spur,
einen ersten schmalen Pfad zu schrägen
durch des Schneefelds jungfräuliche Flur -

Kindisch ist und köstlich solch Beginnen,
wenn der Wald dir um die Stirne rauscht
oder mit bestrahlten Gletscherzinnen
deine Seele leuchtende Grüße tauscht!


-Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern, geboren am 06. 05.1871 in München – verstorben am 31.03.1914 in Untermais-
@DeutscheDD
❤70🥰13👏5⚡1😍1
O lerne fühlen, welches Stamms du bist!
Wirf nicht für eiteln Glanz und Flitterschein
Die echte Perle deines Wertes hin!


-Johann Christoph Friedrich von Schiller, geboren am 10.11.1759 in Marbach am Neckar - verstorben am 09.05.1805 in Weimar-
@DeutscheDD
❤125👌14👏8✍2🔥2😍2
Die rote Erde

Herrn Kaiser Karl zu Aachen
Kam's über die Augen schwer:
„Ich fühl's, nicht wird mich wärmen
Die Frühlingssonne mehr.

Noch einmal muß ich umschaun,
Wie's steht in meinem Reich:
O wär' ich bei Awaren
Und Arabern zugleich!

Zugleich am gelben Tiber,
Zugleich am grünen Rhein:
Zu groß ist ach! das Erbe,
Der Erbe, weh! zu klein. –

Die Nächsten sind die Sachsen:
Bis dorthin reicht's wohl noch;
Sie kämpften dreißig Jahre,
Und ich bezwang sie doch!“ –

Er zieht mit Graf und Bischof
Nochmal durch Sachsenland:
Der Männer sieht man wenig: –
Tot sind sie, landverbannt.

Auf öder, brauner Heide,
Vom Eichbaum überragt,
Liegt ein Gehöft, den Dachfirst
Vom Roßkopf überschragt.

Welk über'n tiefen Ziehbrunn
Nickt der Holunder schwer:
Und frische Hügelgräber, –
Sehr viele! – rings umher. –

Ein Weib tritt auf die Schwelle:
Es zerren an ihrem Rock
Die Knaben mit dem Trutzblick,
Die Mädchen im Flachsgelock.

Sie gaffen auf die Fremden,
Auf die bunte Reiterschar:
Es beugt sich aus der Sänfte
Ein Mann in weißem Haar.

Er streicht den Kopf dem Jüngsten:
Der greift nach der Spange licht:
„Wer ist's?“ forscht scheu die Mutter.
„Herr Karl! – Kennst du ihn nicht?“

Laut auf kreischt die Entsetzte
Und reißt die Kinder fort:
»Herr Karl! Der Tod!« – Sie verschwinden
Im nahen Buschwald dort. –

Der Kaiser nächtet im Kloster.
Leer ist's um den Altar:
Kein Laie, – nur die Mönche. –
„Was scheint dort fern so klar?

Was leuchtet durch das Fenster?“
„O Herr – 's ist nicht geheuer:
Die Sachsen sind's im Walde
Bei Wodans Opferfeuer.“ –

Am andern Morgen rheinwärts
Der Kaiser kehrt die Fahrt;
Er schweigt. – Er betet manchmal;
Er streicht den weißen Bart.

Das Roß führt ihm ein Sachse,
Der alle Steige kennt.
Das Erdreich steht zutage,
Wo der Pfad die Hügel trennt.

Warm dampft es aus den Schollen, –
Karl beugt vom Sattel sich:
„Rot ist hier rings die Erde,
Seit wann? Woher das? – Sprich!“

Da hob der graue Führer
Zu ihm den Blick empor:
„Grün war der Wiesenanger,
Die Heide braun zuvor;

Zweihunderttausend Sachsen,
Die starben blut'gen Tod: –
Davon ist in Westfalen
Die Erde worden rot.“

Da schüttelt Frost den Kaiser:
„So tief – die Erde rot?
Herr Christus, lösche die Farbe:
Ich tat's auf dein Gebot.“

Starr hat er in die Wolken, –
Auf den Boden starr gesehn:
Der Boden blieb derselbe: –
Kein Wunder ist geschehn. –

Schwer krank kam er nach Aachen
In seinen goldnen Saal:
Er raunte mit sich selber,
Hauptschüttelnd, manchesmal.

Er fragte: „Ist's noch rot dort?“
Als er im Sterben lag. –
Rot blieb Westfalens Erde
Bis auf den heut'gen Tag!


-Ludwig Sophus Felix Dahn, geboren am 09.02.1834 in Hamburg – verstorben am 03.01.1912 in Breslau-
@DeutscheDD
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Bei uns gibt es nicht Edelinge,
die was gelten durch ihr Blut,
Jedes Rang ist jedes Klinge,
Und sein Wappen ist der Mut.

Wer nur immer kühn sein Schwert zog,
hält den Schild von Schande rein,
wer noch gestern unterm Heer zog,
Herzog kann er morgen sein!
🔥

💐 -Rainer Maria Rilke, geboren am 04.12.1875 in Prag – verstorben am 29.12.1926 Montreux-
@DeutscheDD
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❤78👍10⚡3👏2👌1
Ehre der Arbeit – des Kopfes, der Hände,
Wo sie mit Eifer sich tummelt und regt!
Wo ist das Mißgeschick, das nicht verschwände,
Wird sich mit freudigem Herzen geregt?

Ehret die Arbeit! Sie würzet das Leben,
Kräftigt den Körper und adelt den Geist;
Seht, wie die Saaten sich goldig erheben,
Und wie der Himmel den Regen verheißt!


🪦 -Moritz Kasimir Georg Ludwig Friedrich Karl Fürst zu Bentheim-Tecklenburg, geboren am 04.03.1795 in Rheda – verstorben am 05.12.1872 ebenda-
@DeutscheDD
👍43❤25🥰5👏5🤝2✍1
❤73😁15👍10
Wir haben erkannt, daß ungeahnte Kräfte in unserem Volke schlummerten, die nur des Anstoßes bedurften, um mit schier übermenschlicher Wucht hervorzubrechen. Ein Wunder ist´s vor unsern Augen, das erst spätere Jahrhunderte in ihrer überwältigenden Größe zu erfassen vermögen.
Jeder Deutsche empfindet es in seinem tiefsten Innern:
„Das deutsche Volk ist hier ein Werkzeug göttlichen Waltens!“


-Richard Lange-
@DeutscheDD
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🪦-Sepp Kerschbaumer, geboren am 09.11.1913 in Frangart - verstorben am 07.12.1964 in Verona in Haft-
@DeutscheDD
🫡61❤48👏9👍7
Die Musik wurde nicht nur als Pflanzstätte nationaler Gesinnung, sondern auch als reine Kunst für sich eine Macht im deutschen Volksleben, die bewies, daß dieses unser Volk von Grund aus musikalisch begabt ist, und musikalisch empfindet!

-Theobald Ziegler, geboren am 09.02.1846 in Göppingen – verstorben am 01.09.1918 in Sierentz im Elsass-
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❤80👍20⚡4
Und abermals wirst du geboren werden auf andern Sternen, deiner selbst nicht kundig, und wirst auf die Wege gehen allen Lebens, in Schmerzen bald und manches Mal in Lächeln.

Doch steigt aus Dämmerungen einer Nacht gleichwie aus Schächten, die verschüttet sind, ein Bildnis auf, ein Schatten und ein Ruf, so wisse du:

Der Bruder ruft nach dir, der abermals dem Tode sich entrang gleich dir und abermals das Leben wandelt auf andern Sternen fern und trauervoll!


🪦 -Walter Calé, geboren am 08.12.1881 in Berlin – Freitod am 03.11.1904 in Freiburg im Breisgau-
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