Deutsche Dichter und Denker
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Der Denker sagt das Sein,
der Dichter das Heilige!

Bilder, Gedichte und Sprüche in diesem Kanal verstehen sich als Nachahmung ohne Beurteilung.
Sie sind mit nötigem Ernst oder Spott zu genießen!

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Wachstum

Ein Volk, es wächst durch seine Ahnen,
durchlebt jahrtausendlange Bahnen.
Dies ist Natur, kein Menschentraum,
ein Apfel wächst nicht ohne Baum.


Oliver S.
(Bild: „Volkskraft“ im Völkerschlachtdenkmal Leipzig)
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❤80👍28🔥7💯2
Die Wahrheit ist zu schlau, um gefangen zu werden!

-Heinrich Christian Wilhelm Busch, geboren am 14.04.1832 in Wiedensahl – verstorben am 09.01.1908 in Mechtshausen-
@DeutscheDD
💯42❤23👏12👍6🔥3
Auferstanden aus Ruinen
und der Zukunft zugewandt,
laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
und wir zwingen sie vereint,
denn es muß uns doch gelingen,
daß die Sonne schön wie nie
über Deutschland scheint.

Glück und Friede sei beschieden
Deutschland, unserm Vaterland.
Alle Welt sehnt sich nach Frieden,
reicht den Völkern eure Hand.
Wenn wir brüderlich uns einen,
schlagen wir des Volkes Feind.
Laßt das Licht des Friedens scheinen,
daß nie eine Mutter mehr
ihren Sohn beweint.

Laßt uns pflügen, laßt uns bauen,
lernt und schafft wie nie zuvor,
und der eignen Kraft vertrauend,
steigt ein frei Geschlecht empor.
Deutsche Jugend, bestes Streben
unsres Volks in dir vereint,
wirst du Deutschlands neues Leben.
Und die Sonne schön wie nie
über Deutschland scheint.


💐135.💐
-Johannes Robert Becher, 22.05.1891 in München - 11.10.1958 in Ost-Berlin-
@DeutscheDD
❤93👌13👍12🔥9💯5😐5
Audio
❤33😨4👌3💯2🤨1
An die Freiheit

O Freiheit, Freiheit! Gottes Schoß entstiegen,
Du aller Wesen seligstes Vergnügen,
An tausendfachen Wonnen reich,
Machst du die Menschen Göttern gleich.


Wo find′ ich dich, wo hast du deine Halle?
Damit auch ich anbetend niederfalle;
Dann ewig glücklich - ewig frei
Ein Priester deines Tempels sey.


Einst walltest du so gern in Deutschlands Hainen,
Und ließest dich vom Mondenlicht bescheinen,
Und unter Wodanseichen war
Dein unentweihtester Altar.


Es sonnte Hermann sich in deinem Glanze,
An deine Eiche lehnt` er seine Lanze,
Und ach, mit mütterlicher Lust
Nahmst du den Deutschen an die Brust.


Bald aber scheuchten Fürsten deinen Frieden,
Und Pfaffen, die so gerne Fesseln schmieden;
Da wandtest du dein Angesicht
Wo Fesseln rasseln - bist du nicht.


Dann flogst du zu den Schweizern, zu den Britten;
Warst seltner in Pallästen, als in Hütten;
Auch bautest du ein leichtes Zelt
Dir in Kolumbus neuer Welt.


Und endlich, allen Völkern zum Erstaunen,
Als hätt′ auch eine Göttin ihre Launen,
Hast du dein Angesicht verklärt
Zu leichten Galliern gekehrt!



-Christian Friedrich Daniel Schubart, geboren am 24.03.1739 in Obersontheim – verstorben am 10.10.1791 in Stuttgart-
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❤50⚡5✍3😢3👏2👌1
Auf die Nachahmer der Franzosen

Wenn der Franzosen Schaum die deutschen Häupter ehren
Und unsre Nation das Joch zu tragen lehren
Von denen, die ihr Land auch selbsten unwert acht’,
Wenn, was in Frankreich alt, bei uns die Mode macht,
Wenn ihre Grillen uns Gesetze geben sollen,
Wenn wir die Kleider selbst aus Frankreich holen wollen,
Wenn auf der Deutschen Kopf muss steh’n ein fremder Hut,
Wenn man fast nichts bei uns mehr ohne Larve tut,
Wir andrer Affen sein, und sie uns äffen müssen,
Wenn keiner wird gehört, er muss Französisch wissen,
In Frankreich aber man aus uns ein Sprichwort macht,
Und lobt das deutsche Geld, wenn man des Deutschen lacht,
Wenn manche Höfe sich der deutschen Sprache schämen,
Franzosen an den Tisch und gar zu Rate nehmen,
Bis die Franzosen selbst uns kommen auf den Leib,
Und eine lange Pein lohnt kurzen Zeitvertreib:
Was ist es Wunder dann, dass auf der deutschen Erden
Die Untertanen auch zuletzt französisch werden!
Bei Herren wird der Schad’ am allergrößten sein.
Der Bürger lernet Franzsch weit leichter als Latein!


-Gottfried Wilhelm Leibniz, geboren am 01.07.1646 in Leipzig – verstorben am 14.11.1716 in Hannover-
@DeutscheDD
👍34💯11❤9🔥3
Und wenn die Welt voll Teufel wär
Und wollt uns gar verschlingen,
So fürchten wir uns nicht so sehr,
Es soll uns doch gelingen!


-Martin Luther, geboren am 10.11.1483 in Eisleben – verstorben am 18.02.1546 ebenda-
@DeutscheDD
👍48❤28🔥8⚡6😇3
Aus deutscher Not

Bruder du am Unheilstrande,
deutsches Leben endet nicht,
Wenn die ganze Welt im Brande
Schuldbeladen niederbricht.

Bruder, trägst du schwer getroffen
Auch das ganze Leid der Welt,
Und wenn all dein irdisch Hoffen
Lohend dir in Schutt zerfällt:

Auf ! – – Und wenn das nackte Leben
Wär aufs neu dein einzig`Gut,
Mit des Herzens tiefstem Beben
Rett`ein Keimen aus der Glut!


-Michel Blümelhuber, geboren am 23.09.1865 in Christkindl Österreich – gestorben am 20.01.1936 Steyr Österreich-
(Aus dem Werke „Walhall in Brand“)
@DeutscheDD
❤56🔥6👍4🥰3
S o n n e n t a g e 🥀

Sonnentage in unserm Leben
Sind selten wie geschenkte Rosen.
Manchem mag das Glück sehr viele geben,
Viele Rosen mögen seine Stirne kosen.

Aber nur, der sie zu senken weiß
In die Vase der Erinnerung,
Für den sind sie göttliches Geheiß,
Für den bleiben diese Rosen jung.

Und ihr Duften ist ein keusches Fragen
Nach vergangner wundersamer Zeit.
Und als Antwort aus den Sonnentagen
Blüht dir eine ganze Seligkeit!


💐 -Otto Paust, geboren am 27.05.1897 in Einsiedel/Sachsen - verstorben am 20.11.1975 in Waiblingen-
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❤63🥰17👌6
Es kann nicht Aufgabe der Gesetzgebung sein, das, was dem Volke heilig ist, zu ignorieren!

-Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, ab 1865 Graf von Bismarck-Schönhausen, ab 1871 Fürst von Bismarck, ab 1890 auch Herzog zu Lauenburg, 01.04.1815 in Schönhausen -  30.07.1898 in Friedrichsruh bei Aumühle
@DeutscheDD
👍45❤20💯15🤗2👌1
H e i m a t l a n d , H e i m a t l a n d ...

Heimatland Heimatland, dein gedenk' ich immerdar, du liebes Heimatland, wo ich froh und glücklich war !
Heimatland, Heimatflur, fern bin ich und ganz allein, könnt" ich ein einz'ges Mal, einmal nur still bei dir geborgen sein.
Nachts im Traume glänzen deine Sterne hernieder zu mir, und ich denke dein in weiter Ferne; o wie sehn' ich mich nach dir !
Heimatland, Heimatland, sei gegrüßt viel tausendmal !

Heimat, ich höre deine Glocken klingen, Heimat, dein Ruf dringt zu mir, Heimat ich möcht' deine Lieder singen, Heimat, ich sehn' mich nach dir !
Möchte nur ein einz'ges Mal deine Berge wiederseh'n, durch das stille Heimattal Hand in Hand mit dem Liebsten geh'n !
Wo die Wiesen grün sich dehnen zwischen Bergen, Wald und Feld,
Heimat, dir gehört mein Sehnen,
bist mein Glück, bist meine Welt !

Heimatland, Heimatland, dein gedenk ich immerdar, du liebes Heimatland, wo ich froh und glücklich war !
Heimatland, Heimatland, fern bin ich und ganz allein, könnt' ich ein einz'ges Mal, einmal nur still bei dir geborgen sein.
Nachts im Traume glänzen deine Sterne hernieder zu mir, und ich denke dein in weiter Ferne, o wie sehn' ich mich nach dir !
Heimatland, Heimatland, mein geliebtes, stilles Tal, mein schönes Heimatland, Heimatland, sei gegrüßt viel tausendmal!


💐 -Hermann Hermecke, geboren am 29.05.1892 in Magdeburg – verstorben am 25.10.1961 in Oberaudorf-
@DeutscheDD
❤64👍5💯3
Mit einer oft wahrhaft komischen Leichtfertigkeit nimmt heutzutage jede Partei die Zustimmung des Volkes für sich in Anspruch!

-Wilhelm Heinrich von Riehl, geboren am 6.5.1823 in Biebrich - gestorben am 16.11.1897 in München-
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💯58👌10👍5❤3🤝3
Der alte Ueberallundnirgends.
Eine mythische Figur


Man spricht von Alters wunderbar
Von mancher That des Christes,
Heut spricht man auch vom Volk sogar,
Als gäb’s zu dieser Frist es.
Doch weil ich als ein Criticus
An allen Dingen zweifeln muß,
So frag’ ich stets: Wo ist es?

Und fabelhaft dünkt's meinem Geist.
Ich glaub’, es ist der Alte,
Der Überallundnirgends heißt.
O sagt mir, wo ich’s halte!
Wohl seh’ ich Leute, Wolk’ an Wolk’;
Doch Leute machen noch kein Volk,
Das sich als Eins gestalte.

In Kneipen sitzt es vollgedrängt
Und raisonnirt zu Zeiten,
Und wenn der Sommer gar anfängt,
Strömt’s aus von allen Seiten,
Es trinkt Kaffee und grüßt und spricht,
Volk ist das wohl, das Volk ist’s nicht;
Das Volk muß anders schreiten.

Wenn einer in's Gefängniß muß,
Seh' ich viel hundert laufen,
Auch brannt' einmal ein Haus am Fluß,
Da lief's herbei in Haufen.
Viel tausend waren's, ohne Kern,
Sie thaten nichts, als maulaufsperr'n,
Und gaffend sich verschnaufen.

Den, der nichts will, und der nichts thut,
Kann ich nicht gelten lassen,
Er ist auch nicht, sprech' ich mit Muth,
Wär' er in allen Gassen.
So ist das Volk beim Sonntagsball,
Bei der Parad', kurz überall,
Und nirgends doch zu fassen.

Doch seh' ich's einst voll Majestät
Gleich einem Mann sich rühren,
Bereit, was ihm die Freiheit räth,
Selbstkräftig zu vollführen:
Nicht nirgends mehr, noch überall;
Das Volk ist da! (ruf' ich mit Schall)
Gehorcht ihm nach Gebühren!


-Friedrich von Sallet, geboren am 20.04.1812 in Neisse – verstorben am 21.02.1843 in Reichaus, Landkreis Nimptsch-
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❤28🔥10👍7💯4
Deutsch ist uns alles was durch deutsche Geschichte gegangen ist,
deutsches Blut in sich hat und deutsche Sprache spricht!


@DeutscheDD
❤111💯26👍10⚡5✍2😡1
.       W a s  k a n n  i c h  w i s s e n,
               w a s  s o l l  i c h  t u n,
         w a s  d a r f  i c h  h o f f e n ?
                    -  I.  K A N T -

Gedanken zu Immanuel Kant

Wer gab uns Augen, Glück und Leid zu sehn
Und die Vernunft, den rechten Weg zu gehn?
Woher die Zaubermelodien der Nachtigallen,
Die uns in Maiennächten in die Träume fallen?

Wer läßt Lilien unterm Sonnenstrahl erblühn
Und den kalten Winter vor dem Frühling fliehn?
Wer kennt der Himmelslichter übergroße Zahl
Und der Gestirne Lauf im Weltenall?

                             ☆ ☆ ☆

Seht doch, wie alles klein beginnt und endet,
Wie der helle Morgen sich zum Abend wendet,
Die wilden Meere zu vertrauten Ufern fliehn,
Und schwere Wolken mit den Stürmen ziehn.

Alles ist ein stetes Werden und Vergehn,
Was der Zeit gehört, wird der Wind verwehn.
Wir können nicht mehr sein, als uns gegeben,
Von jeher vorbestimmt für alles Erdenleben.
                                    ☆
Es trügt der Schein, der eitle Narren macht.
Wir sind nur blinde Wanderer in der Nacht!


-Julie aus der Mark-
09.10.2024
@DeutscheDD
❤61👍11🥰5😇2
Große Schurken stehen fest.
Auf ihrem Schild ist „Ehrenmänner“ aufgemalt.
Ganze Völker stürmen vergebens gegen sie.
Ruhig verzehren sie ihren Raub.
Erst die Geschichte zermalmt sie!


-August Pauly, geboren am 13.03.1850 in München – verstorben am 09.02.1914 ebenda-
@DeutscheDD
👌36👍29💯19❤6🔥5
Die Zeit ist zu kostbar,
um sie mit falschen Dingen zu verschwenden!


-Heinrich „Heinz“ Wilhelm Rühmann, geboren am 07.03.1902 in Essen – verstorben am 03.10.1994 in Berg-
@DeutscheDD
💯55❤19👏7👍5👌2
Die Verheißung

Der Mensch, der seinen Krieg bejaht,
Wird Heiliger von dieser Welt,
Und wenn ihn seine rasche Tat
Im Sturmlauf vor dem Ziele fällt.

Der Mensch, der seine Wege geht,
Wird stärker als die Vielen sein.
Wenn auch der Wind sein Grab verweht:
Er geht doch zu den Sternen ein.

Ein Volk, das sein Gesetz erkennt,
Erwirbt sich die Unsterblichkeit.
Sein helles Freiheitsfeuer brennt
Zum Trotze aller Dunkelheit!


-Kurt Adolf Ludwig Eggers, geboren am 10.11.1905 in Schöneberg – gefallen am 12.08.1943 in Klenowoje bei Belgorod-
@DeutscheDD
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