Teil 2 von 3
Getruckt im Jahr da die teusch Sprach verderbt war / 1642.
18.
Wer ist der Beluider / ein Schneyder oder scher?
Ist dann Escurial / ein Schusteraal?
Was ist Constabel / potz Endteschnabel /
was ist parabel / für ein Gabel?
19.
Wer seind die Dame krumb oder lahme /
wer seind die Cauallier? oi oi monsieur.
Wer ist der fauorit? ich traw vnd glaub jhm nit /
Er hat ein böß credit / wie ein Bandit.
20.
Wer ist der Landerly / wer ist der Signorsi /
was ist die Gelery / gusy gusy.
Was ist oy per ma fey / ist es ein Fuder Hey /
was perlamor de die / ja morgenfrüh.
21.
Was ist gustirn / was gratuliren /
Gratificiren / gaudiren?
Was ist grassieren / was gubernieren /
was gallisiren / glorieren?
22.
Was ist der Fresco / für ein Tudesco /
wer ist der Gentilhoum / Thorwächter z’ Rom?
Was ist der Tragoner / ein Königslohner /
Ein Muntifoner / Parmasoner?
23.
Was ist ein Officir / was ein Avanturier /
wer ist der Ingenier / wer ist Curior?
Was ist ein Passagier / was ist ein forestier /
was ist ein Curisier? ein wilder Stier.
24.
Was ist condition / was amunition /
was reformation: confusion?
Was ist relation / was information /
was visitation? Ich lauff darvon.
25.
Was ist Officiant / ein grosser Elephant /
Ist nit der furfant / dir auch verwant?
Was ist Comediant / was hat er für ein schand /
was ist ein Rebellant / für ein Bachant.
26.
Was ist logieren / was lamentieren /
was laboriren / was ledieren /
Was licentiren / was liberiren /
was liquidiren / lustrieren?
27.
Was ist Marschieren / was molestieren /
was mantenieren / mundieren?
Was ist mouieren / was meritieren /
was mantenieren / mancieren?
28.
Was ist narrieren / was negotiren /
Notificieren / negieren?
Was nominiren / was negligieren /
Nobilieren / nocieren?
29.
Was ist ein Flotta / was ist ein Grotta?
was ist die alliantz / ein Baurentantz /
Was ist doch ein Cabal / ein alte Kuh im stall?
Ist dann der Fabelhanß / die Martinsganß.
30.
Was ist ein dignitet / ist es die Morgenröth /
was ist ein qualitet / sag an Knospet /
Was ist Commodidet / was die Neutralitet /
was sey Ballet Trombet / kein Baur versteht.
31.
Wz ist ein Traditor? ach bhüt mich Gott darvor?
Ist dann Buldron / deß Maister Hanse Sohn.
Was sein Bastoni / für gut Bugoni /
was sein Buffoni? Narroni.
32.
Was ist alarm / alarm / ju ju daß Gott erbarm:
was ist nur traffico / für Haberstroh?
Was ist die Liga / was siga / figa.
Olla putrida / fattiga?
33.
Was ist impresa / wer gibt die spesa.
was ist Signor Patron / für ein speon?
Was ist Baggaschi / was fouteraschi /
was ist ein Baschi / guraschi.
34.
Was ist ornieren / was obedieren /
was obscuriren / offendieren?
Was ist parlieren / was perdonieren.
Parlamentieren / possieren /
@DeutscheDD
Getruckt im Jahr da die teusch Sprach verderbt war / 1642.
18.
Wer ist der Beluider / ein Schneyder oder scher?
Ist dann Escurial / ein Schusteraal?
Was ist Constabel / potz Endteschnabel /
was ist parabel / für ein Gabel?
19.
Wer seind die Dame krumb oder lahme /
wer seind die Cauallier? oi oi monsieur.
Wer ist der fauorit? ich traw vnd glaub jhm nit /
Er hat ein böß credit / wie ein Bandit.
20.
Wer ist der Landerly / wer ist der Signorsi /
was ist die Gelery / gusy gusy.
Was ist oy per ma fey / ist es ein Fuder Hey /
was perlamor de die / ja morgenfrüh.
21.
Was ist gustirn / was gratuliren /
Gratificiren / gaudiren?
Was ist grassieren / was gubernieren /
was gallisiren / glorieren?
22.
Was ist der Fresco / für ein Tudesco /
wer ist der Gentilhoum / Thorwächter z’ Rom?
Was ist der Tragoner / ein Königslohner /
Ein Muntifoner / Parmasoner?
23.
Was ist ein Officir / was ein Avanturier /
wer ist der Ingenier / wer ist Curior?
Was ist ein Passagier / was ist ein forestier /
was ist ein Curisier? ein wilder Stier.
24.
Was ist condition / was amunition /
was reformation: confusion?
Was ist relation / was information /
was visitation? Ich lauff darvon.
25.
Was ist Officiant / ein grosser Elephant /
Ist nit der furfant / dir auch verwant?
Was ist Comediant / was hat er für ein schand /
was ist ein Rebellant / für ein Bachant.
26.
Was ist logieren / was lamentieren /
was laboriren / was ledieren /
Was licentiren / was liberiren /
was liquidiren / lustrieren?
27.
Was ist Marschieren / was molestieren /
was mantenieren / mundieren?
Was ist mouieren / was meritieren /
was mantenieren / mancieren?
28.
Was ist narrieren / was negotiren /
Notificieren / negieren?
Was nominiren / was negligieren /
Nobilieren / nocieren?
29.
Was ist ein Flotta / was ist ein Grotta?
was ist die alliantz / ein Baurentantz /
Was ist doch ein Cabal / ein alte Kuh im stall?
Ist dann der Fabelhanß / die Martinsganß.
30.
Was ist ein dignitet / ist es die Morgenröth /
was ist ein qualitet / sag an Knospet /
Was ist Commodidet / was die Neutralitet /
was sey Ballet Trombet / kein Baur versteht.
31.
Wz ist ein Traditor? ach bhüt mich Gott darvor?
Ist dann Buldron / deß Maister Hanse Sohn.
Was sein Bastoni / für gut Bugoni /
was sein Buffoni? Narroni.
32.
Was ist alarm / alarm / ju ju daß Gott erbarm:
was ist nur traffico / für Haberstroh?
Was ist die Liga / was siga / figa.
Olla putrida / fattiga?
33.
Was ist impresa / wer gibt die spesa.
was ist Signor Patron / für ein speon?
Was ist Baggaschi / was fouteraschi /
was ist ein Baschi / guraschi.
34.
Was ist ornieren / was obedieren /
was obscuriren / offendieren?
Was ist parlieren / was perdonieren.
Parlamentieren / possieren /
@DeutscheDD
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Teil 3 von 3
Getruckt im Jahr da die teusch Sprach verderbt war / 1642.
35.
Was ist quartieren / was quiesciren /
Qualificieren / querieren?
Was quadruplicieren / quadripartieren /
was querulieren / cassieren?
36.
Was sein retutten / Höcht oder Rutten /
was sein statuten / für Dutten?
Was sein recutten / für alte Kutten /
was sein patuten für Flutten /
37.
Was ist contento / was fünff percento /
Was ist auff interim / doch für ein Stimm /
Was hast basta / ich mag nit fasta /
Ich wohn beim Summulier / trinck Wein für Bier.
38.
Wo bleibt das Proviant / ist keins mehr in dem Landt /
wer gibt vns dann Viuers der von Niuers?
Commiß nimb hin vnd friß / es ist ein guter Biß /
Seruitz ist gantz kein nitz / schweig still ich schwitz.
39.
Was ist der Hugenot? gar ein stoltze Krot;
wie besteht der Floriot? mit schand vnd spot /
Wer ist der Idiot / ist er dein Patriot?
was ist Piscot für gsod / ach lieber Gott.
40.
Was ist regieren / was retiriren
was recontrieren / refreschieren?
Was ruinieren / recommandieren:
was rebellieren / reformieren?
41.
Was ist spedieren / was strapiezieren.
was succurieren secundieren?
Was scharmizieren / was simulieren /
was sinceriren / verführen.
42.
Was ist Gran Duca / was ist Baruca
wer ist der Admiral ein Futteral /
Wer ist der Gran Prior / er geht gantz in malor /
Ist ein Seruitor / vnd sucht fauor.
43.
Was ist ein Pruniol / ein schöner Capriol /
was ist das Vitriol / was Spaniol /
Was ist Alteza / was ist grandeza /
was ist forteza / del meza /
44.
Was ist ein Pannatel / ist es ein Schriffterel /
was ist der cerebel / nur für ein Gsell /
Was ist der Mirabel / ein junges Lämble Fehl?
was ist der Dilledell für ein Rebell?
45.
Was ist ein Marcepan / ein Hennen oder Han /
was ist Grobian / doch für ein Gspan?
Was ist ein Busican / was ist ein Carpezan /
was ist ein Partisan / für ein Phasan?
46.
was ist taxiren / was traficieren /
Temporisieren / torquiren?
Was transferieren / tumultuiren?
was transigiren / tentieren?
47.
Was ein Potentat / Prælat vnd Deputat
was ist ein Panlauat / für ein Salat?
Was ist ein bastonat / was ist ein Aduocat /
was Commissaria? gsegen Gott das Bad.
48.
Was ist jhr Eminentz / was jhr Magnificentz.
was ist jhr Excellentz / was ist Licentz?
Was ist obedientz / was ist correspondentz /
was ist plenipotentz botz bestekrentz.
49.
Was ist allegrament / Patent vnd mancament /
was ist retranchiment / was malcontent:
Wer ist der Præsident / botz hundert tausen schendt /
Vollend dein bloderment / vnd mach ein endt.
50.
Habt jhr verstanden mit Spott vnd schanden /
wie man die Sprach verkehrt / vnd gantz zerstöhrt?
Ich teutscher Michel / versteh schier nichel /
In meinem Vatterland / es ist ein schand.
@DeutscheDD
Getruckt im Jahr da die teusch Sprach verderbt war / 1642.
35.
Was ist quartieren / was quiesciren /
Qualificieren / querieren?
Was quadruplicieren / quadripartieren /
was querulieren / cassieren?
36.
Was sein retutten / Höcht oder Rutten /
was sein statuten / für Dutten?
Was sein recutten / für alte Kutten /
was sein patuten für Flutten /
37.
Was ist contento / was fünff percento /
Was ist auff interim / doch für ein Stimm /
Was hast basta / ich mag nit fasta /
Ich wohn beim Summulier / trinck Wein für Bier.
38.
Wo bleibt das Proviant / ist keins mehr in dem Landt /
wer gibt vns dann Viuers der von Niuers?
Commiß nimb hin vnd friß / es ist ein guter Biß /
Seruitz ist gantz kein nitz / schweig still ich schwitz.
39.
Was ist der Hugenot? gar ein stoltze Krot;
wie besteht der Floriot? mit schand vnd spot /
Wer ist der Idiot / ist er dein Patriot?
was ist Piscot für gsod / ach lieber Gott.
40.
Was ist regieren / was retiriren
was recontrieren / refreschieren?
Was ruinieren / recommandieren:
was rebellieren / reformieren?
41.
Was ist spedieren / was strapiezieren.
was succurieren secundieren?
Was scharmizieren / was simulieren /
was sinceriren / verführen.
42.
Was ist Gran Duca / was ist Baruca
wer ist der Admiral ein Futteral /
Wer ist der Gran Prior / er geht gantz in malor /
Ist ein Seruitor / vnd sucht fauor.
43.
Was ist ein Pruniol / ein schöner Capriol /
was ist das Vitriol / was Spaniol /
Was ist Alteza / was ist grandeza /
was ist forteza / del meza /
44.
Was ist ein Pannatel / ist es ein Schriffterel /
was ist der cerebel / nur für ein Gsell /
Was ist der Mirabel / ein junges Lämble Fehl?
was ist der Dilledell für ein Rebell?
45.
Was ist ein Marcepan / ein Hennen oder Han /
was ist Grobian / doch für ein Gspan?
Was ist ein Busican / was ist ein Carpezan /
was ist ein Partisan / für ein Phasan?
46.
was ist taxiren / was traficieren /
Temporisieren / torquiren?
Was transferieren / tumultuiren?
was transigiren / tentieren?
47.
Was ein Potentat / Prælat vnd Deputat
was ist ein Panlauat / für ein Salat?
Was ist ein bastonat / was ist ein Aduocat /
was Commissaria? gsegen Gott das Bad.
48.
Was ist jhr Eminentz / was jhr Magnificentz.
was ist jhr Excellentz / was ist Licentz?
Was ist obedientz / was ist correspondentz /
was ist plenipotentz botz bestekrentz.
49.
Was ist allegrament / Patent vnd mancament /
was ist retranchiment / was malcontent:
Wer ist der Præsident / botz hundert tausen schendt /
Vollend dein bloderment / vnd mach ein endt.
50.
Habt jhr verstanden mit Spott vnd schanden /
wie man die Sprach verkehrt / vnd gantz zerstöhrt?
Ich teutscher Michel / versteh schier nichel /
In meinem Vatterland / es ist ein schand.
@DeutscheDD
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Abendrot im Walde
In den Wald bin ich geflüchtet,
Ein zu Tod gehetztes Wild,
Da die letzte Glut der Sonne
Längs den glatten Stämmen quillt.
Keuchend lieg ich. Mir zu Seiten
Blutet, siehe, Moos und Stein –
Strömt das Blut aus meinen Wunden?
Oder ists der Abendschein?
💐 -Conrad Ferdinand Meyer, geboren am 11.10.1825 in Zürich – verstorben am 28.11.1898 in Kilchberg bei Zürich-
@DeutscheDD
In den Wald bin ich geflüchtet,
Ein zu Tod gehetztes Wild,
Da die letzte Glut der Sonne
Längs den glatten Stämmen quillt.
Keuchend lieg ich. Mir zu Seiten
Blutet, siehe, Moos und Stein –
Strömt das Blut aus meinen Wunden?
Oder ists der Abendschein?
💐 -Conrad Ferdinand Meyer, geboren am 11.10.1825 in Zürich – verstorben am 28.11.1898 in Kilchberg bei Zürich-
@DeutscheDD
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„Meine Schlesische Heimat“
Die weite Ebene mit Wiesen und Feldern,
Der Kranz der Berge mit rauschenden Wäldern;
Aus der Landschaft blicken viel Dörfer und Städte,
Da schaffen die Menschen mit Fleiß um die Wette.
Hell glitzert im fruchtbaren Neisser Gau
Der Oder Stausee bei Ottmachau;
Ganz rückwärts schaut der Zobten hervor
Und grüßt den Altvater im Wolkenflor.
Inmitten auf steilem Bergesrand
Überragt Schloß Johannesberg Stadt und Land;
Als Grenzburg hat es seit 700 Jahren
Wohl schon so manches Schicksal erfahren.
Viel Bäche durchfließen Flur und Wald,
Wo gar lieblich der Vöglein Lied erschallt;
In duftigen Gärten die Rosen blüh’n
Und am Feldrain die Rehe zur Äsung zieh’n.
O, Schlesische Heimat! So herrlich und schön
Ist auf der Welt wohl kein Land mehr zu seh’n;
Drum lieben wir dich auch mit treudeutschem Herzen
Und scheiden von dir nur mit bittersten Schmerzen!
-Bruno König, Jauernig im Maien 1939-
@DeutscheDD
Die weite Ebene mit Wiesen und Feldern,
Der Kranz der Berge mit rauschenden Wäldern;
Aus der Landschaft blicken viel Dörfer und Städte,
Da schaffen die Menschen mit Fleiß um die Wette.
Hell glitzert im fruchtbaren Neisser Gau
Der Oder Stausee bei Ottmachau;
Ganz rückwärts schaut der Zobten hervor
Und grüßt den Altvater im Wolkenflor.
Inmitten auf steilem Bergesrand
Überragt Schloß Johannesberg Stadt und Land;
Als Grenzburg hat es seit 700 Jahren
Wohl schon so manches Schicksal erfahren.
Viel Bäche durchfließen Flur und Wald,
Wo gar lieblich der Vöglein Lied erschallt;
In duftigen Gärten die Rosen blüh’n
Und am Feldrain die Rehe zur Äsung zieh’n.
O, Schlesische Heimat! So herrlich und schön
Ist auf der Welt wohl kein Land mehr zu seh’n;
Drum lieben wir dich auch mit treudeutschem Herzen
Und scheiden von dir nur mit bittersten Schmerzen!
-Bruno König, Jauernig im Maien 1939-
@DeutscheDD
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Bist du das Land, wohin mich Sehnsucht zieht
die goldne Flur, die einst um mich geglüht
die ferne mich in Träumen hold umschwebt
mit neuer Kraft den Sinkenden belebt
Bist du das Land? Bist du das Land
Gegrüßt, gegrüßt sei mir, o Vaterland
Bist du die Stadt, am kleinen Strom gebaut
nach der mein Blick voll Wehmut oft geschaut
wo mich der Lenz der Kindheit einst umfing
und heiß mein Herz am jungen Leben hing
Bist du die Stadt? Bist du die Stadt
Zu dir, zu dir komm ich, o Vaterstadt
Bist du das Haus, wo meine Wiege stand
wo ich den Schmerz des Lebens nie empfand
wo mir voll Glanz die fernste Zukunft schien
die Welt ein Pfad, wo ewge Freuden blühn
Bist du das Haus? Bist du das Haus?
O nimm mich auf noch einmal, Vaterhaus
Seid ihr die Aun, bist du das stille Tal
die ich durchwallt im roten Abendstrahl
wo meinen Geist begrenzt der Ferne Flor
und sich mein Blick im weiten Blau verlor
Seid ihr die Aun? Seid ihr die Aun
empfangt, empfangt mich wieder, Heimatsaun
Dürft ich hier ruhn von meiner Irrfahrt Lauf
dann schwieg der Sturm, der Morgen schlöss sich auf
dem kleinen Strom gäb ich den Wanderstab
und Freundes Arme führten mich ans Grab
ans stille Grab, ans stille Grab
zur Väterschar stieg ich dann froh hinab
-Karl Friedrich Müchler, geboren am 02.09.1763 in Stargard in Pommern – verstorben am 12.01.1857 in Berlin-
@DeutscheDD
die goldne Flur, die einst um mich geglüht
die ferne mich in Träumen hold umschwebt
mit neuer Kraft den Sinkenden belebt
Bist du das Land? Bist du das Land
Gegrüßt, gegrüßt sei mir, o Vaterland
Bist du die Stadt, am kleinen Strom gebaut
nach der mein Blick voll Wehmut oft geschaut
wo mich der Lenz der Kindheit einst umfing
und heiß mein Herz am jungen Leben hing
Bist du die Stadt? Bist du die Stadt
Zu dir, zu dir komm ich, o Vaterstadt
Bist du das Haus, wo meine Wiege stand
wo ich den Schmerz des Lebens nie empfand
wo mir voll Glanz die fernste Zukunft schien
die Welt ein Pfad, wo ewge Freuden blühn
Bist du das Haus? Bist du das Haus?
O nimm mich auf noch einmal, Vaterhaus
Seid ihr die Aun, bist du das stille Tal
die ich durchwallt im roten Abendstrahl
wo meinen Geist begrenzt der Ferne Flor
und sich mein Blick im weiten Blau verlor
Seid ihr die Aun? Seid ihr die Aun
empfangt, empfangt mich wieder, Heimatsaun
Dürft ich hier ruhn von meiner Irrfahrt Lauf
dann schwieg der Sturm, der Morgen schlöss sich auf
dem kleinen Strom gäb ich den Wanderstab
und Freundes Arme führten mich ans Grab
ans stille Grab, ans stille Grab
zur Väterschar stieg ich dann froh hinab
-Karl Friedrich Müchler, geboren am 02.09.1763 in Stargard in Pommern – verstorben am 12.01.1857 in Berlin-
@DeutscheDD
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Des Jahres Fall
Die Schatten werden länger
Und die Luft verbreitet Kälte
Das Abendrot steht blass am Saum
Der Wind fegt durch die Straßen
Und der Wirbel treibt die Blätter
Bald steht kahl der erste Baum
Eingerollt die Sonnenschirme
Und abgeräumt die Bierterrassen
Verlassne Leere bleibt im Raum
So wird das Jahr zu Grab getragen
Im blauen Licht geschrumpfter Tage
Es flog davon als wie ein Traum.
-Björn Clemens, 12.04.1967 in Düsseldorf-
@DeutscheDD
Kanal des Dichters:
https://t.me/TriageDichtung
Die Schatten werden länger
Und die Luft verbreitet Kälte
Das Abendrot steht blass am Saum
Der Wind fegt durch die Straßen
Und der Wirbel treibt die Blätter
Bald steht kahl der erste Baum
Eingerollt die Sonnenschirme
Und abgeräumt die Bierterrassen
Verlassne Leere bleibt im Raum
So wird das Jahr zu Grab getragen
Im blauen Licht geschrumpfter Tage
Es flog davon als wie ein Traum.
-Björn Clemens, 12.04.1967 in Düsseldorf-
@DeutscheDD
Kanal des Dichters:
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Kameraden
Aus grauer Vorzeit
Rauscht ein Lied empor zu unseren Tagen,
Wie keines noch gewalt´ger deutsche Seelen packte,
Ein Singen, Jauchzen, Sprühn und Klagen.
Der Ahnen Sang,
Von deren Blut auch unsre Adern beben,
Und deren Seelen unter fremden Schutte
Auch in uns Abgesprengten auf zur Gottheit streben.
Vom Gotterleben
Stolzer Nordlandsmenschen kündet das hehre Lied,
Von Heldentum und treuer Minne,
Wo Mann und Weib noch nicht der Juden Sitte schied.
Der Norden Art
Sah Mann und Weib in Lust und Leide,
In Kampf und Freuden Seit`an Seite schreiten.
In tiefer Gottschau ehrten sie sich beide.
Der Fremden Sitte
Die der Frau die Menschenwürde nahm und frech bekannte:
„Er soll dein Herr und dein Gebieter sein“
Gedeihe nie und nimmer mehr im deutschen Lande.
Des Blutes Quelle,
Neu entdeckt – strömt unablässig seine heil´ge Bahn.
Nicht Herr noch Knecht, wie es die Fremden lehren,
Nein – Kameraden – Hand in Hand – sind Weib und Mann!
-Ernst Ruhfus-
@DeutscheDD
Aus grauer Vorzeit
Rauscht ein Lied empor zu unseren Tagen,
Wie keines noch gewalt´ger deutsche Seelen packte,
Ein Singen, Jauchzen, Sprühn und Klagen.
Der Ahnen Sang,
Von deren Blut auch unsre Adern beben,
Und deren Seelen unter fremden Schutte
Auch in uns Abgesprengten auf zur Gottheit streben.
Vom Gotterleben
Stolzer Nordlandsmenschen kündet das hehre Lied,
Von Heldentum und treuer Minne,
Wo Mann und Weib noch nicht der Juden Sitte schied.
Der Norden Art
Sah Mann und Weib in Lust und Leide,
In Kampf und Freuden Seit`an Seite schreiten.
In tiefer Gottschau ehrten sie sich beide.
Der Fremden Sitte
Die der Frau die Menschenwürde nahm und frech bekannte:
„Er soll dein Herr und dein Gebieter sein“
Gedeihe nie und nimmer mehr im deutschen Lande.
Des Blutes Quelle,
Neu entdeckt – strömt unablässig seine heil´ge Bahn.
Nicht Herr noch Knecht, wie es die Fremden lehren,
Nein – Kameraden – Hand in Hand – sind Weib und Mann!
-Ernst Ruhfus-
@DeutscheDD
❤52👏10🔥7🤗2⚡1👌1
Wir reichen einander zum Schwure die Hände
wir stehen geschlossen zu schlichten den Streit
wir wollen zertrümmern die trennenden Wände
versöhnen alle die, die noch heute entzweit
Wir wollen die Deutschen als Brüder vereinen
denn Einigkeit einzig hilft Deutschland empor
wir wollen nicht klagen, wir wollen nicht weinen
nur Arbeit bringt Vergangenes wieder empor
Wir werden nicht ruhen bis Deutschland genesen
wir werden nicht rasten im friedlichen Krieg
wir werden nicht lassen vom jungdeutschen Wesen
wir bauen auf Deutschland, den dort wohnt der Sieg
- Krause-Cassel -
@DeutscheDD
wir stehen geschlossen zu schlichten den Streit
wir wollen zertrümmern die trennenden Wände
versöhnen alle die, die noch heute entzweit
Wir wollen die Deutschen als Brüder vereinen
denn Einigkeit einzig hilft Deutschland empor
wir wollen nicht klagen, wir wollen nicht weinen
nur Arbeit bringt Vergangenes wieder empor
Wir werden nicht ruhen bis Deutschland genesen
wir werden nicht rasten im friedlichen Krieg
wir werden nicht lassen vom jungdeutschen Wesen
wir bauen auf Deutschland, den dort wohnt der Sieg
- Krause-Cassel -
@DeutscheDD
❤58👍11👏5⚡2🫡2
Trennungsschmerz
Wenn sich zwei Herzen scheiden, die sich dereinst geliebt,
das ist ein großes Leiden, wie's größ'res nimmer gibt!
Es klingt das Wort so traurig gar: „Fahr' wohl, fahr' wohl für immerdar!"
wenn sich zwei Herzen scheiden, die sich dereinst geliebt.
Da ich zuerst empfunden, daß Liebe brechen mag,
mir war's, als sei entschwunden die Sonn' am hellen Tag.
Mir klang's im Ohre wunderbar: „Fahr wohl, fahr' wohl auf immerdar!"
da ich zuerst empfunden, daß Liebe brechen mag.
Mein Frühling ging zur Rüste, ich weiß es wohl, warum?
Die Lippe, die mich küßte, ist worden kühl und stumm.
Das eine Wort nur sprach sie klar: „Fahr wohl, fahr' wohl auf immerdar!"
Mein Frühling ging zur Rüste, ich weiß es wohl, warum!
💐 -Franz Emanuel August Geibel, geboren am 17.10.1815 in Lübeck – verstorben am 06.04.1884 ebenda-
@DeutscheDD
Wenn sich zwei Herzen scheiden, die sich dereinst geliebt,
das ist ein großes Leiden, wie's größ'res nimmer gibt!
Es klingt das Wort so traurig gar: „Fahr' wohl, fahr' wohl für immerdar!"
wenn sich zwei Herzen scheiden, die sich dereinst geliebt.
Da ich zuerst empfunden, daß Liebe brechen mag,
mir war's, als sei entschwunden die Sonn' am hellen Tag.
Mir klang's im Ohre wunderbar: „Fahr wohl, fahr' wohl auf immerdar!"
da ich zuerst empfunden, daß Liebe brechen mag.
Mein Frühling ging zur Rüste, ich weiß es wohl, warum?
Die Lippe, die mich küßte, ist worden kühl und stumm.
Das eine Wort nur sprach sie klar: „Fahr wohl, fahr' wohl auf immerdar!"
Mein Frühling ging zur Rüste, ich weiß es wohl, warum!
💐 -Franz Emanuel August Geibel, geboren am 17.10.1815 in Lübeck – verstorben am 06.04.1884 ebenda-
@DeutscheDD
😢32❤24🤔2🔥1
Wir Endlichen
mit dem unendlichen Geist
sind nur zu Leiden und Freuden geboren,
und beinahe könnte man sagen,
die Ausgezeichnetsten
erhalten durch Leiden Freude.
Beethoven
@DeutscheDD
mit dem unendlichen Geist
sind nur zu Leiden und Freuden geboren,
und beinahe könnte man sagen,
die Ausgezeichnetsten
erhalten durch Leiden Freude.
Beethoven
@DeutscheDD
❤32🔥10👍7👏4
Der Glaube unserer Vorfahren war tiefstes Wissen.
Möge das Wissen heutiger Tage tiefer Glaube werden!
@DeutscheDD
Möge das Wissen heutiger Tage tiefer Glaube werden!
@DeutscheDD
❤46🔥20💯16👏8
Dem Vater Jahn 1844
Mein Deutschland war zertreten und verachtet,
Zerrissen und ein Spielball fremder Mächte,
Das deutsche Volk von Sklaverei umnachtet
Und selber seine Fürsten waren Knechte,
Da that es not aus seinem Schlaf es wecken,
Da that ein Wort voll deutschen Sinnes not,
Da war es Zeit ihm seine Schmach entdecken
Und jede künft’ge die ihm droht.
Da riß Verzweiflung stürmisch in die Saiten
Der Harfen, die an deutschen Eichen hangen.
Da galt’s mit Worten, wie mit Thaten streiten
Und auch die Dichter kämpften wie sie sangen.
Und deutsche Kraft galt’s in der Jugend nähren:
Das Volk stand auf – „der Sturm bricht los“ – brach los!
Das war das Werk den deutschen Sinn zu nähren
Und deutsche Kraft wuchs riesengroß!
Der Tapfren viele sind im Kampf geblieben
Der deutschen Jugend Führer fehlen viele,
Doch fehlt darum nicht unser brünstig Lieben
Für sie, die uns gezeigt den Weg zum Ziele;
Für sie, die aus der Hand die Fahne geben,
Damit die Jugend unsrer neuen Zeit
Sie selber lerne triumphierend heben
Zu neuer Siege Herrlichkeit.
So rauschte jetzt, gleich wie durch mächt’ge Eichen
Ein Abendwind erinnrungsflüsternd geht,
Dein Name aus den Blättern, aus den Zweigen
Darin der Geist der neuen Zeiten weht
Und an dem stillen Abend Deines Lebens
Bezeugt es Dir die deutsche Nation:
Du lebtest nicht, für sie auch nicht vergebens,
Der Deutsche ist auch jetzt dein Sohn.
Drum fühlt ich stolzer jetzt das Herz mir schlagen
Als ich Dein väterliches Wort empfangen;
Du wolltest mir den Segen nicht versagen
Zu meines Strebens brünstigem Verlangen;
Gleich wie dem Epheu an der Säule Fuße,
Die eines Tempels Hallen trägt und schmückt,
Vor seinem Eingang mit lebendgem Gruße
Die hohe Eiche flüsternd nickt.
Der deuschen Einheit und dem deutschen Sinne
Ist solch ein heilger Tempel aufgerichtet.
Du grüßt als mark’ge Eiche seine Zinne,
Ich hab als Epheu mich an ihn gedichtet.
Und lustig will ich um die Säulen steigen
Und fröhlich spielen mit dem grünen Kranz:
Den deutschen Schwestern will ich Deutschland zeigen,
Des deutschen Vaterlandes Glanz.
Du wollst dein Volk als deutsche Männer sehen
Und deutsche Männer sind dem Volk erstanden –
Doch ich will meines Deutschlands Töchter flehen,
Die ab den Blick vom Vaterlande wandten,
Ich will sie flehn, dies Vaterland zu ehren
Mit aller Kraft der Herzen stark und rein
Bis sie mit Stolz es ihrem Volke schwören:
Wir wollen deutsche Mädchen sein!
-Louise Otto-Peters, geboren am 26.03.1819 in Meißen – verstorben am 13.03.1895 in Leipzig-
für
-Johann Friedrich Ludwig Christoph Jahn, geboren am 11.08.1778 in Lanz – verstorben am 15.10.1852 in Freyburg a. d. Unstrut-
@DeutscheDD
Mein Deutschland war zertreten und verachtet,
Zerrissen und ein Spielball fremder Mächte,
Das deutsche Volk von Sklaverei umnachtet
Und selber seine Fürsten waren Knechte,
Da that es not aus seinem Schlaf es wecken,
Da that ein Wort voll deutschen Sinnes not,
Da war es Zeit ihm seine Schmach entdecken
Und jede künft’ge die ihm droht.
Da riß Verzweiflung stürmisch in die Saiten
Der Harfen, die an deutschen Eichen hangen.
Da galt’s mit Worten, wie mit Thaten streiten
Und auch die Dichter kämpften wie sie sangen.
Und deutsche Kraft galt’s in der Jugend nähren:
Das Volk stand auf – „der Sturm bricht los“ – brach los!
Das war das Werk den deutschen Sinn zu nähren
Und deutsche Kraft wuchs riesengroß!
Der Tapfren viele sind im Kampf geblieben
Der deutschen Jugend Führer fehlen viele,
Doch fehlt darum nicht unser brünstig Lieben
Für sie, die uns gezeigt den Weg zum Ziele;
Für sie, die aus der Hand die Fahne geben,
Damit die Jugend unsrer neuen Zeit
Sie selber lerne triumphierend heben
Zu neuer Siege Herrlichkeit.
So rauschte jetzt, gleich wie durch mächt’ge Eichen
Ein Abendwind erinnrungsflüsternd geht,
Dein Name aus den Blättern, aus den Zweigen
Darin der Geist der neuen Zeiten weht
Und an dem stillen Abend Deines Lebens
Bezeugt es Dir die deutsche Nation:
Du lebtest nicht, für sie auch nicht vergebens,
Der Deutsche ist auch jetzt dein Sohn.
Drum fühlt ich stolzer jetzt das Herz mir schlagen
Als ich Dein väterliches Wort empfangen;
Du wolltest mir den Segen nicht versagen
Zu meines Strebens brünstigem Verlangen;
Gleich wie dem Epheu an der Säule Fuße,
Die eines Tempels Hallen trägt und schmückt,
Vor seinem Eingang mit lebendgem Gruße
Die hohe Eiche flüsternd nickt.
Der deuschen Einheit und dem deutschen Sinne
Ist solch ein heilger Tempel aufgerichtet.
Du grüßt als mark’ge Eiche seine Zinne,
Ich hab als Epheu mich an ihn gedichtet.
Und lustig will ich um die Säulen steigen
Und fröhlich spielen mit dem grünen Kranz:
Den deutschen Schwestern will ich Deutschland zeigen,
Des deutschen Vaterlandes Glanz.
Du wollst dein Volk als deutsche Männer sehen
Und deutsche Männer sind dem Volk erstanden –
Doch ich will meines Deutschlands Töchter flehen,
Die ab den Blick vom Vaterlande wandten,
Ich will sie flehn, dies Vaterland zu ehren
Mit aller Kraft der Herzen stark und rein
Bis sie mit Stolz es ihrem Volke schwören:
Wir wollen deutsche Mädchen sein!
-Louise Otto-Peters, geboren am 26.03.1819 in Meißen – verstorben am 13.03.1895 in Leipzig-
für
-Johann Friedrich Ludwig Christoph Jahn, geboren am 11.08.1778 in Lanz – verstorben am 15.10.1852 in Freyburg a. d. Unstrut-
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Menschen laufen vor Regen davon,
aber sitzen in Badewannen voller Wasser!
-Heinrich Karl Bukowski, 16.08.1920 in Andernach - 09.03.1994 in San Pedro-
@DeutscheDD
aber sitzen in Badewannen voller Wasser!
-Heinrich Karl Bukowski, 16.08.1920 in Andernach - 09.03.1994 in San Pedro-
@DeutscheDD
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Wir haben von unseren Vätern gelernt
manch wackeren Rundreim zu singen
manch fröhliche Weise, manch herziges Lied
und rüstig den Becher zu schwingen
Wir lernten für Vaterland, Freiheit und Ehr
auch tapfer zu schwingen die wuchtige Wehr
und fürchten nicht feindliche Klingen
Wir haben von unseren Vätern gelernt
an Wein, Weib und Sang uns zu freuen
hochheilig zu halten an Recht und an Pflicht
und Deutschland zu lieben in Treuen
Doch wer uns will rütteln an Kaiser und Reich
dem wollen wir wehren mit mannlichem Streich
der soll es auf ewig bereuen
Heraus mit dem Schwerte! Wir haben gelernt
in Sturm und in Drang nicht zu zagen
wenn Westen und Osten, wenn Süden und Nord
den Schlachtenkampf mit uns will wagen
Die Geister der Väter schaun auf uns in Ruh
doch Buben und Mädel, die jauchzen uns zu:
Drauflos! Und der Feind wird geschlagen
Wir haben von unseren Vätern gelernt
erringen den Sieg oder sterben
wir zählen den Feind nicht, wir greifen ihn an
und bringen ihm Tod und Verderben
Und wie wir gelernt von den Vätern den Brauch
so halten wir fest ihn und wollen ihn auch
auf Kinder und Enkel vererben
-Gustav Adolf Katsch, geboren in Berlin 1813 – verstorben in Oppenau 1906-
@DeutscheDD
manch wackeren Rundreim zu singen
manch fröhliche Weise, manch herziges Lied
und rüstig den Becher zu schwingen
Wir lernten für Vaterland, Freiheit und Ehr
auch tapfer zu schwingen die wuchtige Wehr
und fürchten nicht feindliche Klingen
Wir haben von unseren Vätern gelernt
an Wein, Weib und Sang uns zu freuen
hochheilig zu halten an Recht und an Pflicht
und Deutschland zu lieben in Treuen
Doch wer uns will rütteln an Kaiser und Reich
dem wollen wir wehren mit mannlichem Streich
der soll es auf ewig bereuen
Heraus mit dem Schwerte! Wir haben gelernt
in Sturm und in Drang nicht zu zagen
wenn Westen und Osten, wenn Süden und Nord
den Schlachtenkampf mit uns will wagen
Die Geister der Väter schaun auf uns in Ruh
doch Buben und Mädel, die jauchzen uns zu:
Drauflos! Und der Feind wird geschlagen
Wir haben von unseren Vätern gelernt
erringen den Sieg oder sterben
wir zählen den Feind nicht, wir greifen ihn an
und bringen ihm Tod und Verderben
Und wie wir gelernt von den Vätern den Brauch
so halten wir fest ihn und wollen ihn auch
auf Kinder und Enkel vererben
-Gustav Adolf Katsch, geboren in Berlin 1813 – verstorben in Oppenau 1906-
@DeutscheDD
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Wir fühlen uns zu jedem Tun entflammet
das frommen soll dem Vaterland
wir achten uns als einem Stamm entstammet
und legen liebend Hand in Hand
Brüder in Leben und Liebe verwandt
pfleget und bauet das Vaterland
Allweit vom Tal zum Eisesgurt der Höhen
allüberall ist Bienenfleiß
allüberall wenn hoch die Banner wehen
ist kühner Mut zum Schlachtenschweiß
Brüder in Leben und Liebe verwandt
bauet und schirmet das Vaterland
Im Land, wo Recht und alte Sitte walten
strahlt auch des Glaubens alter Glanz
da muß des Ganzen Heil sich wohlgestalten
zum Guten kommt des Schönen Kranz
Brüder in Geist und Gemüte verwandt
schirmet und zieret das Vaterland
Da sproßt ein frei Geschlecht vertrauend
wenn Feindeszorn mit Ketten droht
im Herzen still der Ahnen Tun beschauend
gehn freudig sie in Kampf und Tod
Brüder in Leben und Sterben verwandt
zieret und segnet das Vaterland
-Michael Traugott Pfeiffer, geboren am 05.11.1771 in Wülfershausen (Fränkischer Reichskreis) – verstorben am 20.05.1849 in Wettingen (Kanton Aargau)-
@DeutscheDD
das frommen soll dem Vaterland
wir achten uns als einem Stamm entstammet
und legen liebend Hand in Hand
Brüder in Leben und Liebe verwandt
pfleget und bauet das Vaterland
Allweit vom Tal zum Eisesgurt der Höhen
allüberall ist Bienenfleiß
allüberall wenn hoch die Banner wehen
ist kühner Mut zum Schlachtenschweiß
Brüder in Leben und Liebe verwandt
bauet und schirmet das Vaterland
Im Land, wo Recht und alte Sitte walten
strahlt auch des Glaubens alter Glanz
da muß des Ganzen Heil sich wohlgestalten
zum Guten kommt des Schönen Kranz
Brüder in Geist und Gemüte verwandt
schirmet und zieret das Vaterland
Da sproßt ein frei Geschlecht vertrauend
wenn Feindeszorn mit Ketten droht
im Herzen still der Ahnen Tun beschauend
gehn freudig sie in Kampf und Tod
Brüder in Leben und Sterben verwandt
zieret und segnet das Vaterland
-Michael Traugott Pfeiffer, geboren am 05.11.1771 in Wülfershausen (Fränkischer Reichskreis) – verstorben am 20.05.1849 in Wettingen (Kanton Aargau)-
@DeutscheDD
❤35👍9🤝4
Wir stehen und flehen zum Gott der Germanen
und schwören beim Lichte, das über uns schwebt
zu wandeln und handeln im Geiste der Ahnen
die kämpfend und siegend auch uns vorgelebt
Wir schwören in Ehren und rein zu erhalten
das Blut, so aus nordischem Urquell es floß
in Wollen und Sollen sich arisch gestalten
wer das erstrebt, der sei allein uns Genoß
Wir bauen den Frauen aus unserem Stamme
im Schutze der Schilde den traulichen Herd
tief in der Minne geläuterte Flamme
erblühe und wachse zu ewigem Wert
Wir schwören zu wehren den Feinden des Lichtes
zu bannen der Lügenbrut gleißenden Schwall
Und drohen die Lohen am Tag des Gerichtes
erwarten wir aufrecht den Sieg oder Fall
- Br. Richard Behm -
@DeutscheDD
und schwören beim Lichte, das über uns schwebt
zu wandeln und handeln im Geiste der Ahnen
die kämpfend und siegend auch uns vorgelebt
Wir schwören in Ehren und rein zu erhalten
das Blut, so aus nordischem Urquell es floß
in Wollen und Sollen sich arisch gestalten
wer das erstrebt, der sei allein uns Genoß
Wir bauen den Frauen aus unserem Stamme
im Schutze der Schilde den traulichen Herd
tief in der Minne geläuterte Flamme
erblühe und wachse zu ewigem Wert
Wir schwören zu wehren den Feinden des Lichtes
zu bannen der Lügenbrut gleißenden Schwall
Und drohen die Lohen am Tag des Gerichtes
erwarten wir aufrecht den Sieg oder Fall
- Br. Richard Behm -
@DeutscheDD
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Sturm, Sturm, Sturm!
Los ist die Schlange, der Höllenwurm!
Torheit und Lüge zerbrach seine Kette,
Gier nach dem Gold im scheußlichen Bette!
Rot, wie das Blut, steht der Himmel in Flammen,
Schauerlich krachen die Giebel zusammen,
Schlag auf Schlag, die Kapelle, auch sie!
Heulend peitscht sie in Trümmer der Drache!
Läutet zum Sturme! Jetzt oder nie...
Sturm, Sturm, Sturm!
Läutet die Glocken von Turm zu Turm,
Läutet die Männer, die Greise, die Buben,
Läutet die Schläfer aus ihren Stuben,
Läutet die Mädchen herunter die Stiegen,
Läutet die Mütter hinweg von den Wiegen,
Dröhnen soll sie, und gellen die Luft,
Rasen, rasen, im Donner der Rache,
Läutet die Toten aus ihrer Gruft...
-Dietrich Eckart, geboren am 23.03.1868 in Neumarkt in der Oberpfalz – verstorben am 26.12.1923 in Berchtesgaden-
@DeutscheDD
Los ist die Schlange, der Höllenwurm!
Torheit und Lüge zerbrach seine Kette,
Gier nach dem Gold im scheußlichen Bette!
Rot, wie das Blut, steht der Himmel in Flammen,
Schauerlich krachen die Giebel zusammen,
Schlag auf Schlag, die Kapelle, auch sie!
Heulend peitscht sie in Trümmer der Drache!
Läutet zum Sturme! Jetzt oder nie...
Sturm, Sturm, Sturm!
Läutet die Glocken von Turm zu Turm,
Läutet die Männer, die Greise, die Buben,
Läutet die Schläfer aus ihren Stuben,
Läutet die Mädchen herunter die Stiegen,
Läutet die Mütter hinweg von den Wiegen,
Dröhnen soll sie, und gellen die Luft,
Rasen, rasen, im Donner der Rache,
Läutet die Toten aus ihrer Gruft...
-Dietrich Eckart, geboren am 23.03.1868 in Neumarkt in der Oberpfalz – verstorben am 26.12.1923 in Berchtesgaden-
@DeutscheDD
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I n n e h a l t e n
🍂🍃🍁
Ein altvertrauter Wandel regt sich,
Längst ist des Sommers Übermut gebannt,
Und über alles Treiben legt sich
Der Herbst, mit kühl besänftigender Hand.
- Julie aus der Mark, 18.10.2026 🌳 -
@DeutscheDD
🍂🍃🍁
Ein altvertrauter Wandel regt sich,
Längst ist des Sommers Übermut gebannt,
Und über alles Treiben legt sich
Der Herbst, mit kühl besänftigender Hand.
- Julie aus der Mark, 18.10.2026 🌳 -
@DeutscheDD
❤44👏7
Wir wollen deutsch und einig sein
ein großes Heer von Brüdern.
Ihr habt´s verkündet laut und rein
in allen Euren Liedern.
Wohl an, jetzt werd´ es mehr als Klang
zur schönsten Tat flamm auf der Sang
Ein Mann – ein Wort!
Wir weihen gern dem höchsten Gut
der Freiheit und der Ehre
mit Freuden auch des Herzens Blut
stehn jedem Feind zur Wehre.
Wohlan, wohlan, es werde wahr
Denn wißt, der Spruch gilt immerdar
Ein Mann – ein Wort!
Wir wollen Recht und Freiheit Dir,
O Vaterland, erwerben
und was uns hindert schlagen wir
mit starker Hand in Scherben.
Schmach dem, der seinen Eidschwur bricht
nicht folgt, wohin ihn ruft die Pflicht.
Ein Mann – ein Wort!
Ein Mann – ein Wort! O Donnerwort
durchwettre du die Seelen
Daß zu dem Kampf für Deutschlands Hort
sich alle Hände stählen
Daß feurig alle Herzen glüh´n
Und Heil und Segen mög´ erblüh´n
Ein Mann – ein Wort!
- Heinrich Johann Frauenstein -
@DeutscheDD
ein großes Heer von Brüdern.
Ihr habt´s verkündet laut und rein
in allen Euren Liedern.
Wohl an, jetzt werd´ es mehr als Klang
zur schönsten Tat flamm auf der Sang
Ein Mann – ein Wort!
Wir weihen gern dem höchsten Gut
der Freiheit und der Ehre
mit Freuden auch des Herzens Blut
stehn jedem Feind zur Wehre.
Wohlan, wohlan, es werde wahr
Denn wißt, der Spruch gilt immerdar
Ein Mann – ein Wort!
Wir wollen Recht und Freiheit Dir,
O Vaterland, erwerben
und was uns hindert schlagen wir
mit starker Hand in Scherben.
Schmach dem, der seinen Eidschwur bricht
nicht folgt, wohin ihn ruft die Pflicht.
Ein Mann – ein Wort!
Ein Mann – ein Wort! O Donnerwort
durchwettre du die Seelen
Daß zu dem Kampf für Deutschlands Hort
sich alle Hände stählen
Daß feurig alle Herzen glüh´n
Und Heil und Segen mög´ erblüh´n
Ein Mann – ein Wort!
- Heinrich Johann Frauenstein -
@DeutscheDD
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Handwerk --- Schöpferwerk
der Hände das vom Anfang bis zum Ende Neues schafft und Altes richtet.
Immer aufbaut nie vernichtet, fühlt sich dem zutiefst verpflichtet.
Der es ließ die Hände regen, ihm zum Preis der Welt zum Segen!
@DeutscheDD
der Hände das vom Anfang bis zum Ende Neues schafft und Altes richtet.
Immer aufbaut nie vernichtet, fühlt sich dem zutiefst verpflichtet.
Der es ließ die Hände regen, ihm zum Preis der Welt zum Segen!
@DeutscheDD
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