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Sollte der einführende Text unter der Überschrift kürzer sein?
Leider ist es beim @RubikonNews bisher nicht möglich, zwischen dem langen und kurzen Einführungstext zu wählen. Wenn ihr 'ne technische Lösung dazu habt, dann schreibt bitte an it@rubikon.news
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35%
Ja, lieber weniger Text auf Telegram.
65%
Nein, der lange Text passt so auf Telegram.
Der amerikanische Faschismus 👈
Trumps Handelskrieg mit China eskaliert. Seinen Feldzug rechtfertigt der US-Präsident mit einem Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977. Dieses legt er nach Gutdünken aus, um die Befugnis zur alleinigen Regulierung des Außenhandels an sich zu reißen. Der amerikanischen Wirtschaft steht durch die Eskalation des Handelskrieges eine Rezession bevor, doch anstatt den Kurs zu wechseln gibt Trump anderen die Schuld an den Ereignissen. Durch sein Handeln treibt er die Errichtung eines korporativ-faschistischen Staates voran – und niemand gebietet ihm Einhalt.
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9/11 auf LSD 👈
Selten hat ein belletristisches Erstlingswerk den Charme, die Kraft und die Frische, um auf Anhieb zu überzeugen. Und zwar offensichtlich jeden, der mit ihm in Berührung kommt. Noch seltener entscheidet sich ein Verlag, der normalerweise auf engagierte Sachbücher spezialisiert ist, einen Roman ins Programm zu nehmen. Der Frankfurter Westend-Verlag hat es getan. Florian Kerner hat sie einfach umgehauen. Jens Lehrich und mich übrigens auch. Und so baten wir Prinz Chaos II nach Hamburg, um mit ihm über den aberwitzigen Geniestreich und seine Entstehungsgeschichte zu sprechen. Es ist ein wunderbares Gespräch geworden, so wunderbar wie dieses aberwitzige Buch, das sicher seinen Weg gehen wird.
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Das Idealismusproblem 👈
Wer seinen Edelmut zu aufdringlich vor sich herträgt — sei es als Veganer, Friedensaktist oder Flüchtlingshelfer — ist nicht überall beliebt. Sehr schnell kommt der Vorwurf, jemand sei ein Gutmensch, eine Besserwisser oder erhebe den moralischen Zeigefinger gegen andere nur, um sich selbst besser zu fühlen. Idealisten erinnern uns aber auch schmerzlich an unseren eigenen Mangel an ethisch konsequentem Handeln. Deshalb stürzen sich viele nur allzu gern auf einen „Heuchler“, der bei einem unkorrekten Verhalten ertappt wird — etwa der Veganer beim Verzehr eines Käsebrots. Dennoch ist es falsch, Menschen, die Vorbilder sein könnten, zu schnell zu demontieren. Wenn wir von Aktivisten verlangen, Heilige zu sein, wird bald niemand mehr übrig bleiben, der bereit und fähig wäre, die Welt zum Besseren zu verändern. Bleiben wir offen für Impulse, die zu einem dringend nötigen Wandel führen könnten.
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Die grüne Lunge brennt 👈
Bei Amtseinführung versprach der neoliberale Präsident Jair Bolsonaro die „Erschaffung eines neues Brasilien“, das dann zum Verkauf stehe: Wasserressourcen, Landwirtschaft und Bergbau sollen zu Einnahmequellen einiger weniger Konzerne werden — auf Kosten der indigenen Bevölkerung und unser aller „Grünen Lungen“. Peter Koenig über die weltweite Zerstörung des Regenwaldes durch Brandrodung für die private Nutzung von freiem Land.
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Der Kampfbegriff 👈
Die NATO-Staaten haben es einfach übertrieben mit der Orwell'schen Sprachverwirrung. Wenn wir von „humanitären“ Interventionen hören, stöhnen wir auf, weil dies meist bedeutet, dass Bomben fallen und Menschen sterben. Die „Freiheit“ ist meist jene der Finanzmärkte und der Großkonzerne, sich auf Kosten der einfachen Menschen zu bereichern. Wo Brunnen gebaut und Frauen befreit werden sollen, steckt fast immer der Wunsch dahinter, auf die Ressourcen fremder Staaten zuzugreifen. Menschenrechte waren als hehres Ideal nicht nur gut gemeint, sie schienen auch wirklich eine Zeit lang Schutz vor Gewaltherrschaft zu bieten, als deren Hochburg man den Einflussbereich des „Warschauer Pakts“ vermutete. Nachdem dieser sich aufgelöst hatte, erodierte der Menschenrechtsbegriff zunehmend und verkam zum Vorwand für jedweden Versuch, Staaten unter Kontrolle zu bringen, die sich dem Machtanspruch der USA widersetzten.
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Die Sieger-Ideologie 👈
Einer der schärften Denker unserer Zeit ist tot. Immanuel Wallerstein verstarb 88jährig am 31. August 2019. Wallerstein stammt aus einer deutsch-jüdischen Familie, seine Eltern wanderten in den 1920er-Jahren von Berlin in die USA aus, wo Immanuel am 28. September 1930 zur Welt kam. Seinen Platz im Kreise der großen Denker wird er als Mitbegründer der Weltsystem-Theorie einnehmen. Damit wurde Wallerstein im präzisen Sinn des Wortes zum Welterklärer, indem er die Herausbildung wirtschaftlicher Zentralräume und von ihnen abhängigen Peripherien als notwendig zusammenhängend sah. Sein vierbändiges Opus magnum „Das moderne Weltsystem“ ist eine Geschichte des Kapitalismus von seinen Anfängen im 16. Jahrhundert bis zu den geistigen und ideologischen Grundlagen der Globalisierung im 20. Jahrhundert. Wallerstein war neben seiner wissenschaftlichen Arbeit immer auch ein politisch engagierter Mensch. Dies äußerte sich erstmals, als er einen gut dotierten Dozentenposten an der Columbia University im Jahre 1971 aufgeben und als Soziologieprofessor nach Kanada gehen musste, weil er mit den Anti-Vietnamkriegsprotesten der Studierenden sypathisiert hatte. In den 1980er-Jahren tourte er zusammen anderen im Rahmen der UN-University durch die Welt und brachte Generationen von Studierenden ein Kapitalismus-kritisches Handwerkszeug bei, indem er den Prozess der Kapitalakkumulation als die entscheidende Ursache von regionalen Disparitäten und sozialen Ungleichheiten im Weltsystem benannte. (Einführung von Hannes Hofbauer)
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Eine Zukunft für Kinder 👈
Laut UNO-Kinderhilfswerk Unicef haben heute 263 Millionen Mädchen und Knaben keinen Zugang zu Schulbildung, namentlich wegen Armut, fehlenden Schulen, Kriegen oder Flucht. 152 Millionen Kinder — fast jedes zehnte Kind weltweit — müssen arbeiten, um zum Überleben ihrer Familien beizutragen. Das 1971 gegründete Schweizer Hilfswerk Kinderhilfe Emmaus betreut weltweit persönliche Patenschaften für Kinder, die ohne diese Unterstützung hungern, leiden und in manchen Fällen sogar sterben müssten. Der Leitspruch „Hilf zuerst dem Ärmsten!“ der Emmaus-Bewegung inspiriert ihre Projekte. Der folgende Text ist eine Collage — zusammengestellt aus Leitartikeln der Publikation „Eine Welt für alle“, mit der die Kinderhilfe Emmaus regelmäßig über ihre Aktivitäten informiert.
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Wir sind Frieden 👈
„Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach als ein Wald, der wächst“, heißt ein tibetisches Sprichwort. Unsere Aufmerksamkeit ist meist auf dramatische und negative Ereignisse fokussiert. Auch verleiten uns die Medien, Politik als „Königsdrama“ zu interpretieren, in dem mächtige und prominente Akteure unsere Geschicke lenken. Dabei sehen wir nicht, wie viele „kleine“ Initiativen und engagierte, ganz unprominente Einzelpersonen Tag für Tag Zeichen der Hoffnung setzen. Sie halten das Gemeinwesen „mit ihrem Mut am Leben“, wie Reinhard Mey sang. Andrea Drescher porträtiert einige von ihnen. Heute die Yoga-Lehrerin und Friedensaktivistin Renate Kassner.
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Kurzer Prozess 👈
In Frankreich wurden drei Jugendliche aus Franken an einer Mautstelle verhaftet und in einem Schnellverfahren zu zwei und drei Monaten Haft in verschiedenen Gefängnissen verurteilt. Von den dreien „gehe eine latente Gefahr“ aus (1). Man könne zwar nichts nachweisen, aber es wäre durchaus möglich, dass die drei Krawall geplant hätten. Man fand immerhin „Aufkleber der extremen Linken“ sowie entsprechende Literatur. Einer war sogar angeblich vorbestraft und der G7-Gipfel in Biarritz stand kurz bevor. Die Eltern wurden von den Behörden nicht kontaktiert (2). So funktioniert das also in Frankreich: Demonstranten mit gelben Westen werden von der Polizei ungestraft zu Krüppeln geschossen, wenn sie gegen die neoliberale Politik der „extremen Mitte“ aufbegehren, das Land verstößt mit seinen Kriegen ebenso ungestraft gegen das Völkerrecht und vermeintliche „Störer“ werden weggesperrt. Nun melden sich die Eltern der drei Jugendlichen in einem offenen Brief, der bisher kaum Beachtung findet, zu Wort. Aber Frankreich gehört ja zu den Guten — das passt dann schon.
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Revolution auf der Yogamatte 👈
„Ich möchte gefälligst auf vernünftigem Niveau belogen werden!“, fordert „Weazel“, einer der drei Protagonisten dieses kapriziösen und zugleich politisch anstößigen Romans. Und nicht einmal das ist ihm sicher, in einer Epoche, in der die politische Klasse in New York, Jugoslawien und Afghanistan Amok läuft. Der elfte September 2001 ist der Urknall, der auch bei einem haltlosen Chaotenhaufen — einer Mischung aus Esoterik-Sekte, Queerfront und alternativem politischem Think Tank — einschlägt wie eine Bombe. In der Bar zum Krokodil trifft sich die bunte Truppe, und jeder „verarbeitet“ das Weltereignis auf seine ganz spezielle Weise — so klarsichtig wie gelegentlich umwölkt. Und dies ist nur der Auftakt zu einem gewagten Trip durch die Abgründe der menschlichen Seele und der politischen Verdummungsmaschinerie. Eben typisch Florian Kirner, der als Schlossbesitzer, Liedermacher und Journalist „Prinz Chaos II.“ die permanente Revolution verkörpert wie kein anderer.
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Dankeschön! 👈
Ein einfaches Wort, das viel bewirkt. Eines, das zuweilen nur beiläufig erwähnt wird, aber auch eine ganz tiefe Empfindung ausdrücken kann. Und eines, das uns bei Rubikon immer wieder Mut spendet: „Danke“. Aber nicht nur uns ist jede Danksagung eine Bekräftigung — sie bestärkt spiegebildlich auch die kritische Masse, die wir mit unseren Artikeln erreichen. Der nachfolgende Beitrag machte uns so viel Freude, dass wir ihn glatt veröffentlichen. Ein Leserbrief von Chrisopher Freibott.
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Der schlechte Verlierer 👈
Das Team des Präsidenten liegt, was China betrifft, in allen Punkten falsch und steht auf verlorenem Posten. Nun sollen die Folgen jahrzehntelanger neoliberaler Ausblutungspolitik durch Zölle „geheilt“ werden. Die USA weigern sich, den fulminanten Aufstieg des Riesen im Osten zur Kenntnis zu nehmen. So verlieren sie in einem Konflikt, den sie, wären sie klug, gar nicht erst begonnen hätten. Eine besonnene Wirtschaftspolitik könnte nämlich zum beiderseitigem Nutzen im Sinne einer Win-Win-Situation sein. Was sind die Gründe dafür, dass Trump und sein Team nicht erkennen, dass der Handelskrieg mit China ein einziges großes Eigentor für die USA ist? George Koo geht dieser Frage nach.
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Wir sind das Heilmittel 👈
Kilez More verbindet in seinen Songs politische Rebellion mit Spiritualität und unserer Innenwelt. Seine Botschaft lautet: Wenn wir selbst Frieden leben, wird unsere Welt ein Stück friedlicher. Wenn wir beginnen daran zu glauben, dass wir etwas verändern können, kann sich eine wirkliche Veränderung vollziehen. Heute erscheint die neue EP des Künstlers, „The Voice of Peace“. Sie ist persönlicher als die bisherigen Werke und offenbart neue Facetten, die man so noch nicht von ihm kennt, denn sie spielt erstmals auch verstärkt auf dem inneren Schlachtfeld. Ein Interview mit dem Rapper über seine Musik und seine Vision, die Mut macht und konkrete Inspiration für jeden bietet.
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Das Zitierkartell 👈
Die Debatte um den Klimawandel wird seit einiger Zeit mit immer schrilleren Tönen geführt. Spielte sie in den alternativen Medien lange Zeit kaum eine Rolle, hat sie diese nun mit voller Wucht erreicht. Auch, wenn nicht gar vor allem über diese wird eine Kampagne inszeniert, die den menschengemachten Klimawandel in Zweifel zieht. Gearbeitet wird dabei mit Halbwahrheiten und vagen Behauptungen, die in aller Regel jeder Grundlage entbehren. Mit Journalismus hat dies nichts mehr zu tun.
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Unter falscher Flagge 👈
Ob Fridays for Future, Ende Gelände, Gelbwesten, Hambi-Aktivisten oder natürlich Extinction Rebellion — noch nie stand der drohende Ökozid so enorm im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung und so nah an der Pforte unserer Gegenwart. „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch!“, schrieb einst Friedrich Hölderlin. Natürlich verhält es sich umgekehrt ebenso. Und so muss bei aller Entschlossenheit und Euphorie auch stets damit gerechnet werden, dass der Aufbruch in eine neue, nachhaltige und friedliche Welt von den Schergen der alten sabotiert werden wird. Denn diese wollen ihre dem Tode geweihte Welt um keinen Preis aufgeben. So müssen die Fridays-Kids und alle anderen Bewegungen sich vor Infiltrationen, Manipulationen, Irreführungen und dem Bann falscher Propheten und vermeintlicher Heilsbringer hüten. Ein kritischer und analytischer Rückblick auf ein turbolentes Jahr der Umwelt-Kämpfe.
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Der Klimaschwindel 👈
Wir leben in sonderbaren Zeiten. Zum Thema Klimaveränderung tobt ein Meinungskampf. Vielleicht schon ein Meinungskrieg. Es geht nicht mehr darum, wie sich Tatsachen zu Meinungsbildern gruppieren lassen. Es geht darum, ob es überhaupt noch Tatsachen gibt. Angezweifelt wird eigentlich alles. Hat CO2 eine Auswirkung auf die Temperatur? Steigen die Temperaturen weltweit oder fallen sie? Werden die Sommer immer heißer oder immer kühler? Ist die Zunahme von CO2 ein Segen, weil dadurch die Pflanzen besser wachsen? Schmelzen die Gletscher oder wachsen sie?
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Der Aufstand beginnt 👈
Der Aufstand, der den Systemwechsel erzwingen und die Lebensgrundlagen unserer Spezies auf diesem Planeten vielleicht doch noch retten wird, wird in wenigen Tagen beginnen. Er wird im Jahr 2020 mit voller Wucht losbrechen und uns bis zum Jahr 2023 zum Sieg führen.
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Die Höllenfahrt 👈
Unsere kollektive Fahrt in den Abgrund ist eine Fahrt auf Sicht. Wir lösen immer nur die naheliegenden Probleme und bleiben an der Oberfläche. Werden zum Beispiel Elektroautos gefördert, bleibt völlig ungeklärt, wie und zu welchen Kosten dies geschehen soll. Ein besonderes Merkmal dieser Höllenfahrt sind Teufelkreise, fachsprachlich auch „Rückkopplungseffekte“ genannt. Geld wird in Rüstung, Polizei und Überwachung gesteckt. In der Folge fehlt es im Haushalt an Geld für soziale Belange. In der Folge gibt es soziale Unruhen, die durch mehr Polizei und Militär kontrolliert werden müssen. Und so weiter. Wie können wir aus diesem Wahnsinn aussteigen? Auf jeden Fall indem wir zu der Wurzel der Probleme vordringen: dem in unser Wirtschaftssystem eingebauten Wachstumszwang.
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