Forwarded from Vaterländischer Weiberbund🌹
Die alten Volksgebräuche.
Teil 1)
Die alten Volksgebräuche, soweit sie nicht direkt götzendienerisch oder abergläubisch waren, wurden nach Einführung des Christentums durch andere ersetzt. An Stelle Wodans, der als Gott des Sturmes auf einem Schimmel reitend gedacht wurde, trat bei uns der hl. Nikolaus (plattdeutsch Sünner Klas = Sankt Niklas). Und da Wodan als Gott des Sturmes zugleich Gott der Fruchtbarkeit war, weil von Wind und Wetter die Fruchtbarkeit abhängig ist, so mußte auch der hl. Nikolaus als Gabenspender auftreten und wurde daraufhin speziell der Kinderfreund. Sein Fest fällt auf den 6. Dezember, es ist die Zeit der Winde und der winterlichen Stürme. Mit oder ohne Bischofsmütze besucht St. Nikolaus am Vorabende seines Festes oder am Feste selbst, eine winterlich eingemummte Gestalt, die Häuser, ermahnt die Kinder artig zu sein, spendet den guten Nüsse, Äpfel und Gebäck, den faulen, ungehorsamen eine Rute. Er geht entweder zu Fuß (Amt Cloppenburg), oder er erscheint auf weißem Pferde als lichte Gestalt (Saterland, Barßel), begleitet vom einem Knechte, der die Geschenke in einem Sacke bei sich trägt. Dieser Knecht ist Ruprecht, der entthronte Wodan. In den evangelischen Landesteilen hat die Kirchentrennung den hl. Nikolaus meist beseitigt, an seine Stelle ist sein Knecht getreten, nur auf Wangerooge, an der ostfriesischen Grenze und in Butjadingen hat sich bis heute »Sünner Klas« einigermaßen behauptet. Im Jeverland erscheint Knecht Ruprecht einige Zeit vor Weihnachten auf einem Schimmel und läßt die Geschenke herabfallen. ...
#Nikolaus #Odin #Ruprecht #Brauch #Wodan
t.me/vaterlaendischer_weiberbund 🌹
Teil 1)
Die alten Volksgebräuche, soweit sie nicht direkt götzendienerisch oder abergläubisch waren, wurden nach Einführung des Christentums durch andere ersetzt. An Stelle Wodans, der als Gott des Sturmes auf einem Schimmel reitend gedacht wurde, trat bei uns der hl. Nikolaus (plattdeutsch Sünner Klas = Sankt Niklas). Und da Wodan als Gott des Sturmes zugleich Gott der Fruchtbarkeit war, weil von Wind und Wetter die Fruchtbarkeit abhängig ist, so mußte auch der hl. Nikolaus als Gabenspender auftreten und wurde daraufhin speziell der Kinderfreund. Sein Fest fällt auf den 6. Dezember, es ist die Zeit der Winde und der winterlichen Stürme. Mit oder ohne Bischofsmütze besucht St. Nikolaus am Vorabende seines Festes oder am Feste selbst, eine winterlich eingemummte Gestalt, die Häuser, ermahnt die Kinder artig zu sein, spendet den guten Nüsse, Äpfel und Gebäck, den faulen, ungehorsamen eine Rute. Er geht entweder zu Fuß (Amt Cloppenburg), oder er erscheint auf weißem Pferde als lichte Gestalt (Saterland, Barßel), begleitet vom einem Knechte, der die Geschenke in einem Sacke bei sich trägt. Dieser Knecht ist Ruprecht, der entthronte Wodan. In den evangelischen Landesteilen hat die Kirchentrennung den hl. Nikolaus meist beseitigt, an seine Stelle ist sein Knecht getreten, nur auf Wangerooge, an der ostfriesischen Grenze und in Butjadingen hat sich bis heute »Sünner Klas« einigermaßen behauptet. Im Jeverland erscheint Knecht Ruprecht einige Zeit vor Weihnachten auf einem Schimmel und läßt die Geschenke herabfallen. ...
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Vaterländischer Weiberbund🌹
Hier findest du allerhand zu den Themen:
Germanische, Teutsche, Preußische Geschichte, Mythologie, Rezepte, Traditionelles, Pflanzenkunde, Kniffe, Weiberbelange...
Zurück zu unseren Deutschen Wurzeln.
Pro Gloria et Patria! 🌹
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Die alten Volksgebräuche.
Teil 2)
...
Lebte der alte segenspendende Wodan im Jeverlande als Knecht Ruprecht fort, im Münsterlande als St. Nikolaus, dann war er anderswo der Weihnachtsmann, auch hl. Christ genannt. Auch der Weihnachtsmann, der zu Weihnachten seine Geschenke an die Kinder austeilte, kam auf einem weißen Schimmel herangeritten. Auf der Osternburg und anderswo (Ostfriesland) pflegten die Kinder am Weihnachtsabend dem Pferde Heu hinzulegen, dann halte der Weihnachtsmann länger an und packe mehr Geschenke ab. In der Umgegend von Vechta legten die Kinder einen Bündel Heu vor die Türe für den Esel des Christkindes. Hatten die Hausgenossen das Heu bei Zeiten beseitigt, dann war es vom Esel gefressen.•
Peter Friedrich Ludwig Strackerjan (1825 - 1881).
#Nikolaus #Odin #Ruprecht #Brauch #Wodan
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Teil 2)
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Lebte der alte segenspendende Wodan im Jeverlande als Knecht Ruprecht fort, im Münsterlande als St. Nikolaus, dann war er anderswo der Weihnachtsmann, auch hl. Christ genannt. Auch der Weihnachtsmann, der zu Weihnachten seine Geschenke an die Kinder austeilte, kam auf einem weißen Schimmel herangeritten. Auf der Osternburg und anderswo (Ostfriesland) pflegten die Kinder am Weihnachtsabend dem Pferde Heu hinzulegen, dann halte der Weihnachtsmann länger an und packe mehr Geschenke ab. In der Umgegend von Vechta legten die Kinder einen Bündel Heu vor die Türe für den Esel des Christkindes. Hatten die Hausgenossen das Heu bei Zeiten beseitigt, dann war es vom Esel gefressen.•
Peter Friedrich Ludwig Strackerjan (1825 - 1881).
#Nikolaus #Odin #Ruprecht #Brauch #Wodan
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06 - Die alten Volksgebräuche
Ludwig Strackerjan
Die alten Volksgebräuche.
Peter Friedrich Ludwig Strackerjan (* 20. August 1825 in Jever; † 4. März 1881 in Oldenburg) war ein deutscher Schriftsteller, Jurist und Politiker.
#Nikolaus #Odin #Ruprecht #Brauch
#Weihnachten #Wodan
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Peter Friedrich Ludwig Strackerjan (* 20. August 1825 in Jever; † 4. März 1881 in Oldenburg) war ein deutscher Schriftsteller, Jurist und Politiker.
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#Weihnachten #Wodan
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