🕯Anlässlich des Gedenktags für russische Soldaten, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind, fand am 1. August 2025 in Müncheberg (Brandenburg) eine feierliche Kranz- und Blumenniederlegung am Denkmal für die Verstorbenen des Kriegsgefangenenlagers des 1. Weltkriegs auf dem Friedhof „Schinderfichten“ statt.
An der Zeremonie nahmen Mitarbeiter der russischen Botschaft in Deutschland, Vertreter des Büros des Verteidigungsattachés und des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit bei der russischen diplomatischen Vertretung teil.
Im Jahre 1915 wurden die Gebäude des Gutes „Haus Müncheberg“ vor dem Berliner Torturm als Kriegsgefangenenlager eingerichtet. In dem Lager waren in festen Häusern und Baracken zeitweilig bis zu 3.000 russische, britische, französische, italienische, belgische und rumänische Kriegsgefangene unterbracht.
In jenem Jahr wurde mit der Anlage eines Kriegsgefangenenfriedhofs begonnen. In den Folgejahren wurde sie erweitert und mit einem zentralen Gedenkstein ausgestattet.
Auch nach dem Frieden mit der UdSSR von Brest-Litowsk am 03. März 1918 und nach dem Waffenstillstand von Compiègne am 11. November 1918 entließ das Deutsche Reich die russischen Gefangenen nicht nach Hause (so kommt es, dass auf dem Friedhof auch russische Kriegsgefangene begraben sind, die viel später nach Kriegsende verstorben sind).
Im Januar 1919 wurde das Kriegsgefangenenlager aufgelöst.
Heute gibt es insgesamt 50 Grabstellen. Von allen Grabinschriften lassen sich heute 45 identifizieren: 15 davon mit kyrillischen Schriftzeichen sowie 20 in lateinischer Schrift, die russischen Soldaten zugeordnet werden können. Auf sechs Inschriften sind französische Namen aufzufinden, vier weitere Inschriften weisen italienische oder rumänische Namen auf.
—————————
Das selbstlose Opfer der russischen Armee lässt sich kaum hoch genug einschätzen. Dieser schreckliche Krieg, der als ‚Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts‘ bekannt ist, hat 10 Millionen Menschen das Leben gekostet, darunter mehr als 2 Millionen russischen Soldaten.
Unser Land ehrt das Andenken an die Helden jener Tage: 2004 wurde in Moskau der Gedenkpark-Komplex der Helden des Ersten Weltkriegs eröffnet, und im Jahr 2014 ein Denkmal für die Helden des Ersten Weltkriegs auf dem Poklonnaja-Hügel. Insgesamt wurden in Russland und im Ausland 20 Denkmäler und Gedenkstätten errichtet.
@RusBotschaft
#DerErsteWeltkrieg #Gedenktag #Russland
An der Zeremonie nahmen Mitarbeiter der russischen Botschaft in Deutschland, Vertreter des Büros des Verteidigungsattachés und des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit bei der russischen diplomatischen Vertretung teil.
Im Jahre 1915 wurden die Gebäude des Gutes „Haus Müncheberg“ vor dem Berliner Torturm als Kriegsgefangenenlager eingerichtet. In dem Lager waren in festen Häusern und Baracken zeitweilig bis zu 3.000 russische, britische, französische, italienische, belgische und rumänische Kriegsgefangene unterbracht.
In jenem Jahr wurde mit der Anlage eines Kriegsgefangenenfriedhofs begonnen. In den Folgejahren wurde sie erweitert und mit einem zentralen Gedenkstein ausgestattet.
Auch nach dem Frieden mit der UdSSR von Brest-Litowsk am 03. März 1918 und nach dem Waffenstillstand von Compiègne am 11. November 1918 entließ das Deutsche Reich die russischen Gefangenen nicht nach Hause (so kommt es, dass auf dem Friedhof auch russische Kriegsgefangene begraben sind, die viel später nach Kriegsende verstorben sind).
Im Januar 1919 wurde das Kriegsgefangenenlager aufgelöst.
Heute gibt es insgesamt 50 Grabstellen. Von allen Grabinschriften lassen sich heute 45 identifizieren: 15 davon mit kyrillischen Schriftzeichen sowie 20 in lateinischer Schrift, die russischen Soldaten zugeordnet werden können. Auf sechs Inschriften sind französische Namen aufzufinden, vier weitere Inschriften weisen italienische oder rumänische Namen auf.
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Das selbstlose Opfer der russischen Armee lässt sich kaum hoch genug einschätzen. Dieser schreckliche Krieg, der als ‚Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts‘ bekannt ist, hat 10 Millionen Menschen das Leben gekostet, darunter mehr als 2 Millionen russischen Soldaten.
Unser Land ehrt das Andenken an die Helden jener Tage: 2004 wurde in Moskau der Gedenkpark-Komplex der Helden des Ersten Weltkriegs eröffnet, und im Jahr 2014 ein Denkmal für die Helden des Ersten Weltkriegs auf dem Poklonnaja-Hügel. Insgesamt wurden in Russland und im Ausland 20 Denkmäler und Gedenkstätten errichtet.
@RusBotschaft
#DerErsteWeltkrieg #Gedenktag #Russland
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Stolz, Inspiration, Traum
80 Jahre Atomindustrie Russlands
⚛️ Am 20. August 2025 feiert die russische Atomindustrie ihr 80. Jubiläum. Sein Motto ‚Stolz, Inspiration, Traum‘ spiegelt das Wesen der Branche sehr präzis wider. Von Anfang an entwickelt sich unsere Atomindustrie rapid, nachhaltig und kreativ, ihre Errungenschaften prägen das Leben nicht nur unserer Mitbürger, sondern auch der Menschen weltweit.
📚 In diesen drei Wochen vor dem Geburtstag unserer Atomindustrie möchten wir Ihnen über diese Branche, ihre unzähligen Erfolge, Durchbrüche, prominenten Wissenschaftler und Forscher sowie ihre grandiosen Träume und Ziele erzählen.
📆 Die Entwicklung der Branche startete in der UdSSR 1945 als Reaktion auf die Herausforderungen der Nachkriegszeit. August 1945. Der Zweite Weltkrieg schien fast beendet zu sein, als die USA plötzlich ihre Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abwarfen. Es war wichtig, das Monopol der USA auf Atomwaffen um jeden Preis durchzubrechen. Das sowjetische Volk vollbrachte eine Heldentat: Unter den schweren Bedingungen der Nachkriegszeit wurde in kürzester Zeit die Aufgabe der Sicherung des Staates gelöst. Schon im August 1949 war die erste sowjetische Atombombe RDS-1 (‚Erster Blitz‘) als einer Atomschirm fertiggestellt. Damals entstanden 10 geschlossene Atomstädte, darunter waren auch Sarow und Osjorsk, die eine Hauptrolle in der Entwicklung der Industrie spielten.
🥇 Unser Land war der Vorreiter in Frage friedlicher Nutzung der Kerntechnik und bleibt noch heute weltweit an der Spitze. In Obninsk wurde 1954 das erste Kernkraftwerk der Welt in Betrieb gesetzt. Ab diesem Moment haben die Menschen weltweit den Zugang zu einer leistungsstarken Quelle sauberer Energie. Der erste nukleare Eisbrecher und der erste Tokamak wurden ebenfalls in unserem Land gebaut, und dies sind die wichtigsten Meilensteine der ersten 15 Jahre der UdSSR-Kernindustrie.
Foto: Rosatom
@RusBotschaft
#Russland #Atom #Atomenergie #Kernkraftwerk
80 Jahre Atomindustrie Russlands
⚛️ Am 20. August 2025 feiert die russische Atomindustrie ihr 80. Jubiläum. Sein Motto ‚Stolz, Inspiration, Traum‘ spiegelt das Wesen der Branche sehr präzis wider. Von Anfang an entwickelt sich unsere Atomindustrie rapid, nachhaltig und kreativ, ihre Errungenschaften prägen das Leben nicht nur unserer Mitbürger, sondern auch der Menschen weltweit.
📚 In diesen drei Wochen vor dem Geburtstag unserer Atomindustrie möchten wir Ihnen über diese Branche, ihre unzähligen Erfolge, Durchbrüche, prominenten Wissenschaftler und Forscher sowie ihre grandiosen Träume und Ziele erzählen.
📆 Die Entwicklung der Branche startete in der UdSSR 1945 als Reaktion auf die Herausforderungen der Nachkriegszeit. August 1945. Der Zweite Weltkrieg schien fast beendet zu sein, als die USA plötzlich ihre Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abwarfen. Es war wichtig, das Monopol der USA auf Atomwaffen um jeden Preis durchzubrechen. Das sowjetische Volk vollbrachte eine Heldentat: Unter den schweren Bedingungen der Nachkriegszeit wurde in kürzester Zeit die Aufgabe der Sicherung des Staates gelöst. Schon im August 1949 war die erste sowjetische Atombombe RDS-1 (‚Erster Blitz‘) als einer Atomschirm fertiggestellt. Damals entstanden 10 geschlossene Atomstädte, darunter waren auch Sarow und Osjorsk, die eine Hauptrolle in der Entwicklung der Industrie spielten.
🥇 Unser Land war der Vorreiter in Frage friedlicher Nutzung der Kerntechnik und bleibt noch heute weltweit an der Spitze. In Obninsk wurde 1954 das erste Kernkraftwerk der Welt in Betrieb gesetzt. Ab diesem Moment haben die Menschen weltweit den Zugang zu einer leistungsstarken Quelle sauberer Energie. Der erste nukleare Eisbrecher und der erste Tokamak wurden ebenfalls in unserem Land gebaut, und dies sind die wichtigsten Meilensteine der ersten 15 Jahre der UdSSR-Kernindustrie.
Foto: Rosatom
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📆 Am 2. August 1945 endete die Potsdamer Konferenz der Siegermächte UdSSR, USA und Großbritannien
Auf der Konferenz der Regierungschefs der UdSSR, der USA und Großbritanniens, die vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 in Potsdam stattfand, wurde eine Bilanz des Zweiten Weltkriegs gezogen und gemeinsame Beschlüsse der alliierten Mächte zu Nachkriegsfragen erarbeitet. Diese spiegelten die Ergebnisse des antifaschistischen Befreiungskampfes der Völker wider. Die auf der Konferenz gefassten Beschlüsse bildeten die Grundlage der Nachkriegsordnung.
Vorrangig wurde die Durchführung wichtiger Maßnahmen zur Entmilitarisierung, Demokratisierung und Entnazifizierung Deutschlands vorgesehen, um Bedingungen zu schaffen, unter denen keine neue Aggression mehr vom deutschen Boden ausgehen konnte. Die Ziele, nach denen sich der Kontrollrat – das oberste Machtorgan der vier Mächte in Deutschland – richten sollte, wurden endgültig festgelegt.
Große Aufmerksamkeit widmeten die Teilnehmer den Vorbereitungen für Friedensverträge mit Italien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Finnland.
Auf der Konferenz wurden auch die Grenzen der europäischen Staaten festgelegt sowie die Perspektiven für das Ende des Krieges im Fernen Osten erörtert. Auf Vorschlag der Alliierten schloss sich Frankreich den in Potsdam getroffenen wichtigsten Vereinbarungen an.
Das Abschlusskommuniqué der Konferenz wurde von Josef Stalin, Harry Truman und Clement Attlee abgestimmt und unterzeichnet.
@RusBotschaft
#80JahreBefreiung #Geschiche
Auf der Konferenz der Regierungschefs der UdSSR, der USA und Großbritanniens, die vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 in Potsdam stattfand, wurde eine Bilanz des Zweiten Weltkriegs gezogen und gemeinsame Beschlüsse der alliierten Mächte zu Nachkriegsfragen erarbeitet. Diese spiegelten die Ergebnisse des antifaschistischen Befreiungskampfes der Völker wider. Die auf der Konferenz gefassten Beschlüsse bildeten die Grundlage der Nachkriegsordnung.
Vorrangig wurde die Durchführung wichtiger Maßnahmen zur Entmilitarisierung, Demokratisierung und Entnazifizierung Deutschlands vorgesehen, um Bedingungen zu schaffen, unter denen keine neue Aggression mehr vom deutschen Boden ausgehen konnte. Die Ziele, nach denen sich der Kontrollrat – das oberste Machtorgan der vier Mächte in Deutschland – richten sollte, wurden endgültig festgelegt.
Große Aufmerksamkeit widmeten die Teilnehmer den Vorbereitungen für Friedensverträge mit Italien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Finnland.
Auf der Konferenz wurden auch die Grenzen der europäischen Staaten festgelegt sowie die Perspektiven für das Ende des Krieges im Fernen Osten erörtert. Auf Vorschlag der Alliierten schloss sich Frankreich den in Potsdam getroffenen wichtigsten Vereinbarungen an.
Das Abschlusskommuniqué der Konferenz wurde von Josef Stalin, Harry Truman und Clement Attlee abgestimmt und unterzeichnet.
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#80JahreBefreiung #Geschiche
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🩰 Maja Plissezkaja: Ein Leben für die Kunst
Ihre Grazie war wie ein Naturereignis. Jede Geste – eine poetische Zeile.
Plissezkaja tanzte nicht einfach – sie lebte jede Rolle und verwandelte die Bühne in eine Welt, in der der Körper lauter sprach als Worte.
Wir laden Sie ein, mehr über die herausragende Künstlerin zu erfahren.
📸 INTERNATIONAL MAYA PLISETSKAYA AND RODION SHCHEDRIN FOUNDATION
Ihre Grazie war wie ein Naturereignis. Jede Geste – eine poetische Zeile.
Plissezkaja tanzte nicht einfach – sie lebte jede Rolle und verwandelte die Bühne in eine Welt, in der der Körper lauter sprach als Worte.
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📜 Anna Achmatowa ist eine große russische Dichterin und Vertreterin des Silbernen Zeitalters der russischen Poesie.
Sie hatte ein ereignisreiches und schwieriges Leben, wurde Zeugin eines Zeitenwandels, überlebte zwei Weltkriege, eine Revolution und die Blockade von Leningrad. Ihr erstes Gedicht schrieb Achmatowa mit 11 Jahren – von da an und bis zum Lebensende hörte sie nie auf, sich der Poesie zu widmen.
🎥 Sehen Sie sich hier die neue Sendung von Polyphon an.
Sie hatte ein ereignisreiches und schwieriges Leben, wurde Zeugin eines Zeitenwandels, überlebte zwei Weltkriege, eine Revolution und die Blockade von Leningrad. Ihr erstes Gedicht schrieb Achmatowa mit 11 Jahren – von da an und bis zum Lebensende hörte sie nie auf, sich der Poesie zu widmen.
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🎨 Ilja Maschkow – der russische Cézanne, ein Meister der kräftigen Farben
🖼 Am 29. Juli 1881 wurde Ilja Iwanowitsch Maschkow geboren – einer der bedeutendsten Vertreter der russischen Avantgarde und Mitbegründer der Künstlergruppe Bubnovy Walet (Der Karo-Bube). In diesem Sommer widmet ihm die Tretjakow-Galerie eine umfassende Retrospektive: „Ilja Maschkow. Avantgarde. Kitsch. Klassik“. Sie zeigt erstmals in diesem Umfang alle Schaffensphasen des Künstlers – von den frühen 1900er-Jahren bis in die 1940er.
Maschkow stammte aus einfachen Verhältnissen: geboren in der Station Michailowskaja als eines von vielen Kindern einer armen Familie, weit entfernt von den kulturellen Zentren des Landes. Bereits als Jugendlicher verdiente er sich Geld mit dem Bemalen von Schildern. Ein aufmerksamer Zeichenlehrer erkannte sein Talent und riet ihm, nach Moskau zu gehen. Dort schrieb sich Maschkow im Jahr 1900 an der renommierten Moskauer Schule für Malerei, Bildhauerei und Architektur ein, wo er bei Walentin Serow und Konstantin Korowin studierte.
Prägend für seine spätere Entwicklung wurde die Begegnung mit dem französischen Postimpressionismus – insbesondere mit Cézanne, dessen Einfluss für Maschkows Stil zentral war. Reisen durch Europa und die intensive Auseinandersetzung mit Werken von Giotto, Rembrandt, Tizian, Rubens und Velázquez erweiterten sein künstlerisches Repertoire. Doch es war Cézanne, der ihm den entscheidenden Impuls gab: zur Gestaltung lebendiger, kompakter, beinahe körperlich erfahrbarer Bildkompositionen.
Seine Stillleben – oft mit künstlichen Früchten aus Pappmaché arrangiert – zeugen von einem ausgeprägten Gespür für Farbe und Materialität. Sie wirken sinnlich, schwer, geradezu greifbar. Nicht umsonst wurde Maschkow als „russischer Cézanne“ bezeichnet – nicht nur wegen der Motivwahl, sondern wegen seiner Vorliebe für satte Farben, klare Formen und die malerische Masse. Der Kunsthistoriker Dmitri Sarabjanow schrieb: Maschkow ziehe „das Irdischste, das Gesündeste“ an – in seinen Bildern triumphiere „das Fleisch – sei es in Form von Früchten, Körpern oder Kupfergeschirr“.
1910 sorgte er mit dem Doppelporträt „Selbstporträt und Porträt von Pjotr Konchalowski“ für einen Skandal – eine selbstbewusste Manifestation des Rechts des Künstlers auf Körperlichkeit und sinnliche Präsenz. Aus jener Ausstellung heraus gründete sich die Gruppe Bubnovy Walet (Der Karo-Bube) – eine der prägendsten Avantgarde-Bewegungen ihrer Zeit. Von 1911 bis 1917 verteidigte sie das Recht auf künstlerische Freiheit, Farbenergie und gegenstandsbezogene Malerei. Maschkow war ihr Gesicht und einer ihrer kraftvollsten Vertreter.
Im Mittelpunkt seines Schaffens stand das Stillleben – in dieser Gattung wurde Maschkow zur prägenden Figur. Er malte, wie er fühlte: kraftvoll, körperlich, impulsiv. Malerei, so meinte er, müsse „aus dem Bauch“ kommen – als unmittelbarer Ausdruck der Wahrnehmung, ohne konstruierte Ideen oder symbolische Überhöhung.
Auch nach dem Ende der Avantgarde, im Zeitalter des Sozialistischen Realismus, blieb Maschkow aktiv. Er schuf Porträts von Pionieren und Partisanen, gestaltete Wandbilder – etwa für das Hotel Moskwa –, passte seinen Stil an, ohne sein Wesen zu verlieren. Die Liebe zur Farbe, zum Fleischlichen, zur sinnlich-irdischen Welt blieb der Kern seines Werks – bis zuletzt.
🖼 Am 29. Juli 1881 wurde Ilja Iwanowitsch Maschkow geboren – einer der bedeutendsten Vertreter der russischen Avantgarde und Mitbegründer der Künstlergruppe Bubnovy Walet (Der Karo-Bube). In diesem Sommer widmet ihm die Tretjakow-Galerie eine umfassende Retrospektive: „Ilja Maschkow. Avantgarde. Kitsch. Klassik“. Sie zeigt erstmals in diesem Umfang alle Schaffensphasen des Künstlers – von den frühen 1900er-Jahren bis in die 1940er.
Maschkow stammte aus einfachen Verhältnissen: geboren in der Station Michailowskaja als eines von vielen Kindern einer armen Familie, weit entfernt von den kulturellen Zentren des Landes. Bereits als Jugendlicher verdiente er sich Geld mit dem Bemalen von Schildern. Ein aufmerksamer Zeichenlehrer erkannte sein Talent und riet ihm, nach Moskau zu gehen. Dort schrieb sich Maschkow im Jahr 1900 an der renommierten Moskauer Schule für Malerei, Bildhauerei und Architektur ein, wo er bei Walentin Serow und Konstantin Korowin studierte.
Prägend für seine spätere Entwicklung wurde die Begegnung mit dem französischen Postimpressionismus – insbesondere mit Cézanne, dessen Einfluss für Maschkows Stil zentral war. Reisen durch Europa und die intensive Auseinandersetzung mit Werken von Giotto, Rembrandt, Tizian, Rubens und Velázquez erweiterten sein künstlerisches Repertoire. Doch es war Cézanne, der ihm den entscheidenden Impuls gab: zur Gestaltung lebendiger, kompakter, beinahe körperlich erfahrbarer Bildkompositionen.
Seine Stillleben – oft mit künstlichen Früchten aus Pappmaché arrangiert – zeugen von einem ausgeprägten Gespür für Farbe und Materialität. Sie wirken sinnlich, schwer, geradezu greifbar. Nicht umsonst wurde Maschkow als „russischer Cézanne“ bezeichnet – nicht nur wegen der Motivwahl, sondern wegen seiner Vorliebe für satte Farben, klare Formen und die malerische Masse. Der Kunsthistoriker Dmitri Sarabjanow schrieb: Maschkow ziehe „das Irdischste, das Gesündeste“ an – in seinen Bildern triumphiere „das Fleisch – sei es in Form von Früchten, Körpern oder Kupfergeschirr“.
1910 sorgte er mit dem Doppelporträt „Selbstporträt und Porträt von Pjotr Konchalowski“ für einen Skandal – eine selbstbewusste Manifestation des Rechts des Künstlers auf Körperlichkeit und sinnliche Präsenz. Aus jener Ausstellung heraus gründete sich die Gruppe Bubnovy Walet (Der Karo-Bube) – eine der prägendsten Avantgarde-Bewegungen ihrer Zeit. Von 1911 bis 1917 verteidigte sie das Recht auf künstlerische Freiheit, Farbenergie und gegenstandsbezogene Malerei. Maschkow war ihr Gesicht und einer ihrer kraftvollsten Vertreter.
Im Mittelpunkt seines Schaffens stand das Stillleben – in dieser Gattung wurde Maschkow zur prägenden Figur. Er malte, wie er fühlte: kraftvoll, körperlich, impulsiv. Malerei, so meinte er, müsse „aus dem Bauch“ kommen – als unmittelbarer Ausdruck der Wahrnehmung, ohne konstruierte Ideen oder symbolische Überhöhung.
Auch nach dem Ende der Avantgarde, im Zeitalter des Sozialistischen Realismus, blieb Maschkow aktiv. Er schuf Porträts von Pionieren und Partisanen, gestaltete Wandbilder – etwa für das Hotel Moskwa –, passte seinen Stil an, ohne sein Wesen zu verlieren. Die Liebe zur Farbe, zum Fleischlichen, zur sinnlich-irdischen Welt blieb der Kern seines Werks – bis zuletzt.
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🎙 Aus dem Interview des russischen Botschafters in Deutschland, Sergej Netschajew, für die russische Nachrichtenagentur TASS
• Das historische Gedächtnis wird in Deutschland tatsächlich auf eine harte Probe gestellt – insbesondere durch übermäßige Politisierung. Es gibt Versuche, die zentrale Rolle der Roten Armee beim Sieg über den Nazismus sowie das enorme Leid des sowjetischen Volkes aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verdrängen.
• Symbolisch war auch die Weigerung der früheren Bundesregierung, die Verbrechen des Dritten Reiches und seiner Helfershelfer auf dem Gebiet der UdSSR als Völkermord am sowjetischen Volk anzuerkennen. Unsere Appelle an das neue Kabinett und die Koalitionsparteien zur Wiederherstellung der historischen Gerechtigkeit blieben bislang unbeantwortet.
• Gleichzeitig sei betont: Der schleichende Geschichtsrevisionismus wird nicht von allen unterstützt. Viele Politiker, Abgeordnete, Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen, Wissenschaftler, Kulturschaffende und gewöhnliche Bürger in Deutschland erinnern sich an das unvergängliche Heldentum des sowjetischen Soldaten. In vielen Städten – vor allem im Osten – wurden unsere Delegationen mit Brot und Salz sowie mit Liedern aus der Kriegszeit begrüßt – trotz aller Verbote.
@RusBotschaft
#Deutschland #Russland #Geschichte
🔗 Interview im Wortlaut
• Das historische Gedächtnis wird in Deutschland tatsächlich auf eine harte Probe gestellt – insbesondere durch übermäßige Politisierung. Es gibt Versuche, die zentrale Rolle der Roten Armee beim Sieg über den Nazismus sowie das enorme Leid des sowjetischen Volkes aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verdrängen.
• Symbolisch war auch die Weigerung der früheren Bundesregierung, die Verbrechen des Dritten Reiches und seiner Helfershelfer auf dem Gebiet der UdSSR als Völkermord am sowjetischen Volk anzuerkennen. Unsere Appelle an das neue Kabinett und die Koalitionsparteien zur Wiederherstellung der historischen Gerechtigkeit blieben bislang unbeantwortet.
• Gleichzeitig sei betont: Der schleichende Geschichtsrevisionismus wird nicht von allen unterstützt. Viele Politiker, Abgeordnete, Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen, Wissenschaftler, Kulturschaffende und gewöhnliche Bürger in Deutschland erinnern sich an das unvergängliche Heldentum des sowjetischen Soldaten. In vielen Städten – vor allem im Osten – wurden unsere Delegationen mit Brot und Salz sowie mit Liedern aus der Kriegszeit begrüßt – trotz aller Verbote.
@RusBotschaft
#Deutschland #Russland #Geschichte
🔗 Interview im Wortlaut
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Über die Teilnahme des Staatssekretärs – stellvertretenden Außenministers der Russischen Föderation Ewgenij Iwanow an der Arbeitssitzung des Ständigen Ausschusses der internationalen Bewegung „Forum der Unterstützer des Kampfes gegen moderne Praktiken des Neokolonialismus. Für die Freiheit der Nationen!“
🔹31. Juli nahm der Staatssekretär –stellvertretende Außenminister der Russischen Föderation Ewgenij Iwanow an der Arbeitssitzung des Ständigen Ausschusses der internationalen Bewegung „Forum der Unterstützer des Kampfes gegen moderne Praktiken des Neokolonialismus. Für die Freiheit der Nationen!“ teil, die von der Partei “Einiges Russland” organisiert wurde. Bei der per Videokonferenz durchgeführten Veranstaltung unter dem Vorsitz des Parteichefs von “Einiges Russland”, stellvertretenden Vorsitzenden des Sicherheitsrats der Russischen Föderation Dmitrij Medwedew traten prominente Vertreter der führenden politischen Parteien aus rund 20 Staaten auf.
🔹Die Teilnehmer brachten ihre Unterstützung der Aufgaben von der in Moskau im Februar 2024 gegründeten gesellschaftlich-politischen Bewegung „Für die Freiheit der Nationen!“ zum Ausdruck. Die Teilnehmer sprachen sich für eine weitere Konsolidierung der Kräfte zur Bekämpfung hegemonialer Bestrebungen des Westens aus. Sie verurteilten die Politik der Unterwerfung der Staaten des Globalen Südens und Ostens, die unter anderem durch groben Druck, Erpressung und Bedrohungen betrieben wird. Die Teilnehmer riefen auch dazu auf, jegliche Form von Diktat und Diskriminierung in den Bereichen Währungs- und Finanzwesen, Handels- und Wirtschaftspolitik, Information, Umwelt sowie Kultur und Humanitäres zu beseitigen. Es wurde die Verpflichtung zu den Zielen und Grundsätzen bekräftigt, die in der UN-Charta und in der Erklärung über die Gewährung der Unabhängigkeit an koloniale Länder und Völker festgelegt sind. Die Teilnehmer verpflichteten sich, die Aufnahme von Arbeitskontakten zwischen wissenschaftlichen und forschenden Kreisen der Staaten zu fördern, die die Bewegung „Für die Freiheit der Nationen!“ unterstützen.
🔹Aufgrund der Ergebnisse der sachlichen Diskussionen wurde beschlossen, die nächste Präsenzsitzung des Ständigen Ausschusses im November 2025 in Sotschi abzuhalten sowie die Möglichkeit der Durchführung ähnlicher Sitzungen in Afrika und/oder Lateinamerika im Jahr 2026 zu prüfen.
Foto: mid.ru
@RusBotschaft
#Russland #FürdieFreiheitderNationen #Neokolonialismus
🔹31. Juli nahm der Staatssekretär –stellvertretende Außenminister der Russischen Föderation Ewgenij Iwanow an der Arbeitssitzung des Ständigen Ausschusses der internationalen Bewegung „Forum der Unterstützer des Kampfes gegen moderne Praktiken des Neokolonialismus. Für die Freiheit der Nationen!“ teil, die von der Partei “Einiges Russland” organisiert wurde. Bei der per Videokonferenz durchgeführten Veranstaltung unter dem Vorsitz des Parteichefs von “Einiges Russland”, stellvertretenden Vorsitzenden des Sicherheitsrats der Russischen Föderation Dmitrij Medwedew traten prominente Vertreter der führenden politischen Parteien aus rund 20 Staaten auf.
🔹Die Teilnehmer brachten ihre Unterstützung der Aufgaben von der in Moskau im Februar 2024 gegründeten gesellschaftlich-politischen Bewegung „Für die Freiheit der Nationen!“ zum Ausdruck. Die Teilnehmer sprachen sich für eine weitere Konsolidierung der Kräfte zur Bekämpfung hegemonialer Bestrebungen des Westens aus. Sie verurteilten die Politik der Unterwerfung der Staaten des Globalen Südens und Ostens, die unter anderem durch groben Druck, Erpressung und Bedrohungen betrieben wird. Die Teilnehmer riefen auch dazu auf, jegliche Form von Diktat und Diskriminierung in den Bereichen Währungs- und Finanzwesen, Handels- und Wirtschaftspolitik, Information, Umwelt sowie Kultur und Humanitäres zu beseitigen. Es wurde die Verpflichtung zu den Zielen und Grundsätzen bekräftigt, die in der UN-Charta und in der Erklärung über die Gewährung der Unabhängigkeit an koloniale Länder und Völker festgelegt sind. Die Teilnehmer verpflichteten sich, die Aufnahme von Arbeitskontakten zwischen wissenschaftlichen und forschenden Kreisen der Staaten zu fördern, die die Bewegung „Für die Freiheit der Nationen!“ unterstützen.
🔹Aufgrund der Ergebnisse der sachlichen Diskussionen wurde beschlossen, die nächste Präsenzsitzung des Ständigen Ausschusses im November 2025 in Sotschi abzuhalten sowie die Möglichkeit der Durchführung ähnlicher Sitzungen in Afrika und/oder Lateinamerika im Jahr 2026 zu prüfen.
Foto: mid.ru
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#Russland #FürdieFreiheitderNationen #Neokolonialismus
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