Forwarded from Dawid
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Es gibt zwei Gruppen von Menschen
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Forwarded from 𝓕𝓻𝓮𝓲𝓮 𝓭𝓮𝓾𝓽𝓼𝓬𝓱𝓮 𝓢𝓮𝓮𝓵𝓮
Es gibt keine politische Lösung. 👆🏻 Peter Müller hat es erkannt. Sehr gut. 🙏💚
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Forwarded from 𝖀𝖓𝖗𝖊𝖌𝖎𝖊𝖗𝖇𝖆𝖗
„ABER WER SANKTIONIERT DANN DIE BÖSEN?“
Eine häufige Frage zur Anarchie:
„Aber was ist mit den Bösen?“
Was passiert mit Menschen, die Regeln brechen, andere betrügen, bestehlen oder angreifen?
Als hätte der Staat menschliches Fehlverhalten irgendwann erfolgreich deinstalliert...
Die Gegenfrage wäre:
Warum glauben wir eigentlich, dass Ordnung zwingend eine zentrale Gewalt braucht?
Übergriffe gibt es auch heute.
Trotz Polizei.
Trotz Gerichten.
Trotz Gefängnissen.
Trotz zehntausender Gesetze.
Eine herrschaftsfreie Gesellschaft setzt keine perfekten Menschen voraus.
Sie sucht nur andere Antworten auf identisch unperfekte Menschen.
Gemeinschaften können Regeln vereinbaren.
Verträge können Bedingungen enthalten.
Schiedsstellen können Konflikte entscheiden.
Versicherungen können Risiken absichern.
Netzwerke können Kooperation verweigern.
Und wer wiederholt andere betrügt, bedroht oder ausnutzt, verliert etwas, das in freien Gesellschaften enorm wertvoll ist:
Reputation.
Vertrauen ist eine Währung.
Das sieht man heute bereits überall dort, wo Fremde freiwillig miteinander handeln.
eBay.
Kleinanzeigen.
Airbnb.
Uber.
Freie Marktplätze.
Krypto-Projekte.
Dezentrale Netzwerke.
Wer betrügt, verliert Bewertungen, Handelspartner, Zugang und irgendwann die Möglichkeit, überhaupt noch sinnvoll am Netzwerk teilzunehmen.
Ausschluss ist eine mächtige Sanktion.
Niemand muss gezwungen werden, mit jemandem Geschäfte zu machen.
Niemand muss einen Betrüger oder Gewalttäter in seiner Gemeinschaft dulden.
Niemand muss einem notorischen Vertragsbrecher weiterhin vertrauen.
Und bei unmittelbaren Angriffen bleibt selbstverständlich das Recht auf Selbstverteidigung.
Die Frage lautet deshalb gar nicht „Wie verhindert Anarchie jedes Verbrechen?“
Das kann überhaupt kein System.
Die Frage lautet:
Warum sollte ausgerechnet ein Gewaltmonopol die einzig denkbare Form von Ordnung sein?
Anarchie braucht keine Engel.
Sie stellt eine viel unangenehmere Frage:
Warum sollten wir ausgerechnet unvollkommenen Menschen ein Monopol auf Zwang und Gewalt über alle anderen geben?
Werdet @Unregierbar
Eine häufige Frage zur Anarchie:
„Aber was ist mit den Bösen?“
Was passiert mit Menschen, die Regeln brechen, andere betrügen, bestehlen oder angreifen?
Als hätte der Staat menschliches Fehlverhalten irgendwann erfolgreich deinstalliert...
Die Gegenfrage wäre:
Warum glauben wir eigentlich, dass Ordnung zwingend eine zentrale Gewalt braucht?
Übergriffe gibt es auch heute.
Trotz Polizei.
Trotz Gerichten.
Trotz Gefängnissen.
Trotz zehntausender Gesetze.
Eine herrschaftsfreie Gesellschaft setzt keine perfekten Menschen voraus.
Sie sucht nur andere Antworten auf identisch unperfekte Menschen.
Gemeinschaften können Regeln vereinbaren.
Verträge können Bedingungen enthalten.
Schiedsstellen können Konflikte entscheiden.
Versicherungen können Risiken absichern.
Netzwerke können Kooperation verweigern.
Und wer wiederholt andere betrügt, bedroht oder ausnutzt, verliert etwas, das in freien Gesellschaften enorm wertvoll ist:
Reputation.
Vertrauen ist eine Währung.
Das sieht man heute bereits überall dort, wo Fremde freiwillig miteinander handeln.
eBay.
Kleinanzeigen.
Airbnb.
Uber.
Freie Marktplätze.
Krypto-Projekte.
Dezentrale Netzwerke.
Wer betrügt, verliert Bewertungen, Handelspartner, Zugang und irgendwann die Möglichkeit, überhaupt noch sinnvoll am Netzwerk teilzunehmen.
Ausschluss ist eine mächtige Sanktion.
Niemand muss gezwungen werden, mit jemandem Geschäfte zu machen.
Niemand muss einen Betrüger oder Gewalttäter in seiner Gemeinschaft dulden.
Niemand muss einem notorischen Vertragsbrecher weiterhin vertrauen.
Und bei unmittelbaren Angriffen bleibt selbstverständlich das Recht auf Selbstverteidigung.
Die Frage lautet deshalb gar nicht „Wie verhindert Anarchie jedes Verbrechen?“
Das kann überhaupt kein System.
Die Frage lautet:
Warum sollte ausgerechnet ein Gewaltmonopol die einzig denkbare Form von Ordnung sein?
Anarchie braucht keine Engel.
Sie stellt eine viel unangenehmere Frage:
Warum sollten wir ausgerechnet unvollkommenen Menschen ein Monopol auf Zwang und Gewalt über alle anderen geben?
Werdet @Unregierbar
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Forwarded from Der Staat ist nicht dein Freund OFFICIAL #dsindf
Durch ihre Unterstützung der Terrororganisation Staat machen sie das Leben aller unberechenbar und bringen jedermann in Gefahr.
@dsindf
@dsindf
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Forwarded from 𝖀𝖓𝖗𝖊𝖌𝖎𝖊𝖗𝖇𝖆𝖗
Für alle, die lieber digital lesen, ist das Buch jetzt unter anderem bei Amazon Kindle und nach und nach auch in weiteren E-Book-Shops verfügbar.
Zum Verkaufsstart gibt es für zwei Wochen einen reduzierten Aktionspreis:
5,99 € statt 9,99 €
Danach liegt der reguläre E-Book-Preis bei 9,99 €.
Das E-Book erscheint im EPUB-Format und wird zusätzlich auch über Abo- und Verleihmodelle angeboten.
ISBN E-Book:
978-3-6967-9886-4
Damit ist UNREGIERBAR nun sowohl als gedrucktes Buch als auch digital erhältlich.
Wer also lieber auf Kindle, Tolino, Tablet oder Smartphone liest, hat jetzt die passende Variante.
In den nächsten Tagen wird das E-Book in vielen bekannten E-Book-Shops wie z. B. dem Amazon Kindle Shop, den Tolino Shops, Apple iBooks oder Google Play sowie in vielen anderen Online-Shops und bei über 2.000 Online-Buchhandlungen erhältlich sein.
UNREGIERBAR
Eine Abrechnung mit dem Glauben an Autorität
Werdet @Unregierbar
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Forwarded from Philopappos
Der Vertrag
Man wird geboren und ist sofort Teil einer Gesellschaft. Kein Gespräch. Keine Unterschrift. Keine Wahl. Kein Stift in der Hand. Ein Säugling kann nicht einmal sagen, ob er überhaupt Teil dieser Gesellschaft sein möchte. Trotzdem wird später vom Gesellschaftsvertrag gesprochen. Vertrag? Mit wem wurde dieser Vertrag geschlossen?
Selbst große politische Denker wie Thomas Hobbes oder John Locke versuchten diesen Konstruktionsfehler zu kitten, indem sie von einer „stillschweigenden“ oder „hypothetischen“ Zustimmung sprachen. Doch das ist kein Vertrag – das ist ein Diktat. Ein Knechtschaftsvertrag, den man dem Menschen unterjubelt, noch bevor er atmen kann.
Die Zustimmung
Ich habe keinem Gesellschaftsvertrag zugestimmt. Ich konnte es nicht. Ich war nicht einmal in der Lage, das Wort Demokratie zu verstehen. Und trotzdem wird mir erklärt, ich lebe in einer demokratischen Gesellschaft und müsse mich an ihre Regeln halten. Das ist rechtlich eine Ordnung, in die ich hineingeboren werde. Philosophisch bleibt die Frage: Wo war meine Zustimmung? Es gibt sie nicht. Sie ist eine juristische Fiktion, um Macht zu rechtfertigen.
Der Bildungsauftrag
Dann erklärt mir der Staat, er habe einen Bildungsauftrag. Wer hat ihm diesen Auftrag gegeben? Ich jedenfalls nicht. Ich habe fünf Kinder und habe zu Hause Dinge nachholen und vermitteln müssen, die mir für das Leben meiner Kinder wichtig waren: sozialen Umgang, Empathie, Philosophie, Soziologie und die Frage, wie Menschen miteinander umgehen. Meine Kinder wussten mit fünf Jahren, was Empathie bedeutet. Also frage ich mich: Wer entscheidet eigentlich, was ein Mensch fürs Leben lernen soll? Der Staat will keine eigenständigen Köpfe; er will Untertanen, die funktionieren.
Die Eltern
Ich habe als Vater ebenfalls einen Erziehungsauftrag. Den brauche ich nicht vom Staat verliehen zu bekommen. Ich bin Vater. Ich trage Verantwortung für meine Kinder. Der Staat beansprucht daneben seinen eigenen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Und damit stellt sich eine einfache Frage: Wo endet die Verantwortung der Eltern und wo beginnt die Macht des Staates? Die Antwort ist brutal: Dort, wo er beginnt, die Seelen und Körper unserer Kinder für seine Interessen zu vereinnahmen.
Die Demokratie
Demokratie wird gerne mit Zustimmung und Mitbestimmung verbunden. Nur beginnt das Leben eines Menschen nicht mit einer Wahlurne. Ein Mensch wird geboren. Er bekommt seine Zugehörigkeit zu einer staatlichen Ordnung, bevor er sprechen, lesen, schreiben oder überhaupt verstehen kann, was ein Staat ist. Später darf er wählen. Aber da ist die staatliche Ordnung längst da. Die Wahlkabine ist keine Wiege der Freiheit, sondern ein Alibi für die bereits vollzogene Enteignung des eigenen Willens.
Die Solidarität
Ich habe nichts gegen Solidarität. Im Gegenteil. Ich halte Solidarität für etwas, das eine Gesellschaft zusammenhalten kann. Ich helfe einem Menschen, weil ich helfen will. Ich gebe etwas ab, weil ich mehr habe, als ich brauche. Ich unterstütze andere, weil ich weiß, dass auch ich einmal Hilfe brauchen kann. Das ist für mich Solidarität.
Teil 1/2
@Neuzeit_Spirit
Man wird geboren und ist sofort Teil einer Gesellschaft. Kein Gespräch. Keine Unterschrift. Keine Wahl. Kein Stift in der Hand. Ein Säugling kann nicht einmal sagen, ob er überhaupt Teil dieser Gesellschaft sein möchte. Trotzdem wird später vom Gesellschaftsvertrag gesprochen. Vertrag? Mit wem wurde dieser Vertrag geschlossen?
Selbst große politische Denker wie Thomas Hobbes oder John Locke versuchten diesen Konstruktionsfehler zu kitten, indem sie von einer „stillschweigenden“ oder „hypothetischen“ Zustimmung sprachen. Doch das ist kein Vertrag – das ist ein Diktat. Ein Knechtschaftsvertrag, den man dem Menschen unterjubelt, noch bevor er atmen kann.
Die Zustimmung
Ich habe keinem Gesellschaftsvertrag zugestimmt. Ich konnte es nicht. Ich war nicht einmal in der Lage, das Wort Demokratie zu verstehen. Und trotzdem wird mir erklärt, ich lebe in einer demokratischen Gesellschaft und müsse mich an ihre Regeln halten. Das ist rechtlich eine Ordnung, in die ich hineingeboren werde. Philosophisch bleibt die Frage: Wo war meine Zustimmung? Es gibt sie nicht. Sie ist eine juristische Fiktion, um Macht zu rechtfertigen.
Der Bildungsauftrag
Dann erklärt mir der Staat, er habe einen Bildungsauftrag. Wer hat ihm diesen Auftrag gegeben? Ich jedenfalls nicht. Ich habe fünf Kinder und habe zu Hause Dinge nachholen und vermitteln müssen, die mir für das Leben meiner Kinder wichtig waren: sozialen Umgang, Empathie, Philosophie, Soziologie und die Frage, wie Menschen miteinander umgehen. Meine Kinder wussten mit fünf Jahren, was Empathie bedeutet. Also frage ich mich: Wer entscheidet eigentlich, was ein Mensch fürs Leben lernen soll? Der Staat will keine eigenständigen Köpfe; er will Untertanen, die funktionieren.
Die Eltern
Ich habe als Vater ebenfalls einen Erziehungsauftrag. Den brauche ich nicht vom Staat verliehen zu bekommen. Ich bin Vater. Ich trage Verantwortung für meine Kinder. Der Staat beansprucht daneben seinen eigenen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Und damit stellt sich eine einfache Frage: Wo endet die Verantwortung der Eltern und wo beginnt die Macht des Staates? Die Antwort ist brutal: Dort, wo er beginnt, die Seelen und Körper unserer Kinder für seine Interessen zu vereinnahmen.
Die Demokratie
Demokratie wird gerne mit Zustimmung und Mitbestimmung verbunden. Nur beginnt das Leben eines Menschen nicht mit einer Wahlurne. Ein Mensch wird geboren. Er bekommt seine Zugehörigkeit zu einer staatlichen Ordnung, bevor er sprechen, lesen, schreiben oder überhaupt verstehen kann, was ein Staat ist. Später darf er wählen. Aber da ist die staatliche Ordnung längst da. Die Wahlkabine ist keine Wiege der Freiheit, sondern ein Alibi für die bereits vollzogene Enteignung des eigenen Willens.
Die Solidarität
Ich habe nichts gegen Solidarität. Im Gegenteil. Ich halte Solidarität für etwas, das eine Gesellschaft zusammenhalten kann. Ich helfe einem Menschen, weil ich helfen will. Ich gebe etwas ab, weil ich mehr habe, als ich brauche. Ich unterstütze andere, weil ich weiß, dass auch ich einmal Hilfe brauchen kann. Das ist für mich Solidarität.
Teil 1/2
@Neuzeit_Spirit
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Forwarded from Philopappos
Der Zwang
Aber eine Pflicht wird nicht dadurch freiwillig, dass man sie Solidarität nennt. Wenn der Staat eine Leistung gesetzlich verlangt, handelt es sich um eine gesetzliche Verpflichtung. Ob daraus Solidarität entsteht, ist eine andere Frage – meist entsteht nur Gehorsam aus Angst vor Bestrafung. Meine Bereitschaft zu helfen gehört mir. Meine Entscheidung, was ich von meinem Leben und meiner Arbeit abgebe, gehört ebenfalls mir.
Die Grenze und die aktuelle Kriegslogik
Wenn der Staat heute im Fernsehen von mir verlangt, „standhaft“ zu sein, und meine Kinder in den Krieg schicken will, wird aus dem Wort Solidarität eine menschenverachtende Farce. Da wird Kriegsrhetorik aufgewärmt, um eine Bevölkerung psychologisch weichzuklopfen. Ich soll unter Umständen meine Kinder opfern für Menschen, die ich nie gesehen habe und die mir persönlich nie etwas getan haben – angezettelt von Politikern, die selbst niemals an vorderster Front stehen werden. Und das soll ein Beitrag für die Gemeinschaft sein? Das ist kein Beitrag, das ist Menschenopfer für fremde Machtinteressen. Wer diesen Beitrag bestellt hat, soll ihn gefälligst selbst ausbaden. Ich spiele dieses Spiel nicht mit.
Die Hand
Auch bei meinem Geld wird die Sprache interessant. Der Staat verlangt Steuern und Abgaben, weil seine Gesetze es vorsehen. Ich kann darüber streiten, wie hoch diese Abgaben sein sollen und wofür sie verwendet werden. Aber eines bleibt: Ich habe keinen individuellen Vertrag unterschrieben, in dem ich mich zu dieser Zahlung verpflichtet habe. Die Verpflichtung entsteht durch puren Zwang.
Die alten Gebote
Und dann stehen da noch die alten Gebote: Du sollst nicht töten. Du sollst nicht stehlen. Für den einzelnen Menschen gelten solche Regeln als absolute moralische Grenzen. Beim Staat funktioniert die Sprache anders: Staatliche Gewalt wird durch selbstgemachte Gesetze legitimiert. Geld wird aufgrund von Gesetzen eingezogen. Kriege werden durch Parlamentsbeschlüsse „legalisiert“. Eine Handlung, die beim Einzelnen zu Recht als Verbrechen gilt, bekommt im staatlichen Rahmen eine Uniform und ein edles Etikett.
Der Käfig
Das ist genau der Punkt: Wir leben in einer Ordnung, deren Regeln wir von Geburt an unterliegen. Wir dürfen mitbestimmen, nachdem wir hineingeboren wurden. Wir dürfen wählen, nachdem die Spielregeln längst feststehen. Wir dürfen uns politisch beteiligen, nachdem der Staat bereits entschieden hat, dass wir sein Eigentum sind.
Die Frage
Ich behaupte nicht, dass eine Gesellschaft ohne Regeln funktionieren kann. Ich behaupte auch nicht, dass niemand etwas für andere Menschen tun sollte. Im Gegenteil. Ich will echte Solidarität. Ich will Verantwortung. Ich will, dass Menschen füreinander einstehen. Aber ich will wissen, wo aus freiwilliger Verantwortung staatlicher Zwang wird. Und ich will wissen, wann ich diesem angeblichen Gesellschaftsvertrag zugestimmt habe.
Ich suche meine Unterschrift.
Ich finde sie nicht.
Weil ich nie gefragt wurde.
Und weil ich niemals unterschreiben werde.
Nik Blueheart
Teil 2/2
@Neuzeit_Spirit
Aber eine Pflicht wird nicht dadurch freiwillig, dass man sie Solidarität nennt. Wenn der Staat eine Leistung gesetzlich verlangt, handelt es sich um eine gesetzliche Verpflichtung. Ob daraus Solidarität entsteht, ist eine andere Frage – meist entsteht nur Gehorsam aus Angst vor Bestrafung. Meine Bereitschaft zu helfen gehört mir. Meine Entscheidung, was ich von meinem Leben und meiner Arbeit abgebe, gehört ebenfalls mir.
Die Grenze und die aktuelle Kriegslogik
Wenn der Staat heute im Fernsehen von mir verlangt, „standhaft“ zu sein, und meine Kinder in den Krieg schicken will, wird aus dem Wort Solidarität eine menschenverachtende Farce. Da wird Kriegsrhetorik aufgewärmt, um eine Bevölkerung psychologisch weichzuklopfen. Ich soll unter Umständen meine Kinder opfern für Menschen, die ich nie gesehen habe und die mir persönlich nie etwas getan haben – angezettelt von Politikern, die selbst niemals an vorderster Front stehen werden. Und das soll ein Beitrag für die Gemeinschaft sein? Das ist kein Beitrag, das ist Menschenopfer für fremde Machtinteressen. Wer diesen Beitrag bestellt hat, soll ihn gefälligst selbst ausbaden. Ich spiele dieses Spiel nicht mit.
Die Hand
Auch bei meinem Geld wird die Sprache interessant. Der Staat verlangt Steuern und Abgaben, weil seine Gesetze es vorsehen. Ich kann darüber streiten, wie hoch diese Abgaben sein sollen und wofür sie verwendet werden. Aber eines bleibt: Ich habe keinen individuellen Vertrag unterschrieben, in dem ich mich zu dieser Zahlung verpflichtet habe. Die Verpflichtung entsteht durch puren Zwang.
Die alten Gebote
Und dann stehen da noch die alten Gebote: Du sollst nicht töten. Du sollst nicht stehlen. Für den einzelnen Menschen gelten solche Regeln als absolute moralische Grenzen. Beim Staat funktioniert die Sprache anders: Staatliche Gewalt wird durch selbstgemachte Gesetze legitimiert. Geld wird aufgrund von Gesetzen eingezogen. Kriege werden durch Parlamentsbeschlüsse „legalisiert“. Eine Handlung, die beim Einzelnen zu Recht als Verbrechen gilt, bekommt im staatlichen Rahmen eine Uniform und ein edles Etikett.
Der Käfig
Das ist genau der Punkt: Wir leben in einer Ordnung, deren Regeln wir von Geburt an unterliegen. Wir dürfen mitbestimmen, nachdem wir hineingeboren wurden. Wir dürfen wählen, nachdem die Spielregeln längst feststehen. Wir dürfen uns politisch beteiligen, nachdem der Staat bereits entschieden hat, dass wir sein Eigentum sind.
Die Frage
Ich behaupte nicht, dass eine Gesellschaft ohne Regeln funktionieren kann. Ich behaupte auch nicht, dass niemand etwas für andere Menschen tun sollte. Im Gegenteil. Ich will echte Solidarität. Ich will Verantwortung. Ich will, dass Menschen füreinander einstehen. Aber ich will wissen, wo aus freiwilliger Verantwortung staatlicher Zwang wird. Und ich will wissen, wann ich diesem angeblichen Gesellschaftsvertrag zugestimmt habe.
Ich suche meine Unterschrift.
Ich finde sie nicht.
Weil ich nie gefragt wurde.
Und weil ich niemals unterschreiben werde.
Nik Blueheart
Teil 2/2
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