So nützte das Fenster ja mal gar nichts - wärmende Sonnenstrahlen blieben draußen und man hatte immer ein wenig das Gefühl, in einer Bauruine zu wohnen, wenn man da drauf guckte. Also entschieden wir uns, einzelne Fenster wieder zuzumauern. Das Schöne an so einem Stroh-Lehm-Haus ist ja (unter anderem 😉), dass man nach Lust und Laune daran herummodellieren kann. Allerdings hatten wir beim Mauern der Wände unsere Stroh-Lehm-Ziegel buchstäblich bis auf den Letzten verbraucht 👉 so mussten wir nochmal "ran":
Weiter oben auf dem Bild sieht man, dass wir auf der Südseite Flügelfenster eingebaut hatten 👉 genau durch diese Flügel zog es "wie Hechtsuppe". Um das abzustellen, mauerten wir kurzerhand die übriggebliebenen Glasteile der zuvor zugemauerten Fenster in die geringfügig größeren Öffnungen der Flügelfenster. Wir hängten also die beiden Glasteile der Flügelfenster aus und passten die etwas kleinere, qualitativ bessere Glasfläche des zugemauerten Fensters ein.
Nun war noch das Fenster gegenüber vom Ofen übrig. Zum Einen kam hier relativ wenig Licht hinein, da Windfang und Verandadach es abschirmten, zum Anderen hatten wir eigentlich permanent einen Vorhang davor, weil wir "Angst" um die Strahlungswärme des Ofens hatten 👉 diese sollte sich nicht gleich durch die Glasflächen verdünnisieren. Also entschieden wir uns dafür, dieses Fenster ebenfalls zuzumauern.
... sind unsere ersten Versuche mit eingebauten Glasflachen (bzw. Einmachgläsern), um wenigsten ein bisschen mit dem Licht zu spielen. Darüber hinaus mauerten wir die Ziegel auch noch quer ein (im Gegensatz zum Rest der Wand, die wir längs mauerten), weil wir uns dachten "wenn die Strahlungswärme des Ofens über die Glasscheiben abgeht, dann wird sie von einer extradicken Ziegelfläche erst recht gespeichert". 🤓