Anfang der Woche gibt es nach der langen Pause dann wieder einen extra spannenden nächsten Teil der Hausbau-Story! 🧡💚❤️
Bisher hatten wir ein solches Klo 👉 eine Komposttoilette, bzw. korrekter müsste man es wahrscheinlich ganz profan ein "Plumpsklo" nennen, denn man hätte das "schwarze Gold" zwar nutzen können, dafür hätte man das gesamte kleine Gebäude aber wegrücken müssen und außerdem hat Christoph beim Ausheben des Lochs das erste Mal seine "Maulwufs-Qualitäten" zur Schau gestellt: Er buddelte so enthusiastisch, dass er ruckzuck auf 2 Meter war und alleine gar nicht mehr aus dem Loch kam. 😝 Ja, okay, es IST ein Plumpsklo. 😉
Wir entschieden uns dazu, ein richtiges Kompostklo an die Nordseite unseres Hauses zu bauen, welches über den Windfang begehbar sein sollte, damit man bei Wind und Wetter nicht immer durch eben dieses Wind und Wetter hindurch muss. Auf dem Bild die Optik der Nordseite des Hauses bis dahin. Die auf den anderen Haus-Seiten sichtbaren Balken des Fachwerks hatten wir hier mit verputzt, um etwas mehr Wetterschutz zu haben.
Wer sich jetzt wundert und denkt "Ähm, wieso zwei?! Eins für Männer und eins für Frauen oder wie?!" Nein, nicht deswegen. 😉 Das System funktioniert so, dass die zwei Kammern abwechselnd genutzt werden: Zuerst nutzt man die Eine bis sie voll ist, dann verschließt man oben die Klobrillenöffnung und wechselt zur anderen Kammer. Nun macht man diese voll, während das Material in der ersten Kammer Zeit hat, in Ruhe zu verkompostieren. Wenn die zweite Kammer voll ist, kann man aus der Ersten ganz entspannt den Kompost ernten. Das Ganze ist ein wenig schräg konstruiert, damit Flüssigkeiten ablaufen können und der Kompost im Klo nicht zu feucht wird 👉 dann fängt er nämlich an zu stinken. Da unser Klo nur von zwei Leuten genutzt wird und wir das "kleine Geschäft" eh lieber draußen erledigen, kommt flüssigkeitstechnisch eine verschwindend geringe Menge zustande, sodass dieser kleine Rest getrost so abfließen kann. Bei größeren Mengen ist das so geruchstechnisch von außen sicher nicht die beste Lösung.
So, das war der erste Teil, beim nächsten Mal folgt die Fertigstellung der Toilette und des Windfangs! 🌺
...und weiter geht es! 🤗 Heute bauen wir die Toilette und den Windfang fertig. 🥳
Die Kammern zum "Reinmachen" hatten wir ja soweit fertig. Sie wurden in den Windfang integriert, sprich, die Holzverkleidung vom Windfang wurde auch um die Kammern herum gezogen, um die Toilettenkabine zu kreieren. Links sieht man auch schon das Abluftrohr 👉 Die Gerüche, die in der Komposttoilettenkammer entstehen, werden über ein Abluftrohr nach außen abgeleitet, hier bei uns schaut das Rohr ein kurzes Stück oben aus dem Dach des Windfanges. Ein Kompostklo stinkt erstaunlich wenig, solange der Inhalt nicht zu feucht wird. Dazu hatte ich ja beim letzten Mal schon etwas geschrieben 👉 nach Möglichkeit sollte das Flüssige vom Festen getrennt werden und es ist ratsam, nach jedem Geschäft eine Handvoll Sägespäne, Strohhäcksel o.ä. darauf zu werfen, so wird die Flüssigkeit aufgesaugt.