Verein Eibenheim
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Wir, Christoph und Yella vom Verein Eibenheim - Raum der Liebe für Selbstbestimmung & Bewusstseinsentwicklung, beleben seit 2008 unseren Familienlandsitz. Die Essenz unserer Erfahrungen möchten wir dir nun zur Verfügung stellen – mehr auf www.eibenheim.eu
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Und hier gibt es quasi schon den "teaser" fürs nächste Mal - unsere ersten Tests mit der nächsten Schicht: dem Kalkverputz! 😊
https://youtu.be/Likg3-_ocHQ Mit Freude teilen wir hier mit euch das Interview, das Elias von www.wirsindfrei.com mit uns geführt hat! 💚

Wir reden darüber, inwieweit wir vorbereitet waren beim Start 2008/2009 in das Leben auf dem eigenen Familienlandsitz? Hatten wir als Laien Hilfe beim Hausbau? Wie viel Prozent unseres Lebensmittelbedarfs decken wir über den eigenen Garten? Welche großen Vorteile sehen wir im Leben auf unserem Familienlandsitz im Vergleich zu der Zeit davor? Viele spannende Fragen und super interessante Antworten. Schaut rein!

🌼@eibenheim🌼
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An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Elias für das Interview mit uns! Viele fragen sich, wovon wir leben. Der Interview-Titel „Aus dem System aussteigen“ könnte eventuell bei dem Einen oder Andern von euch zu Missverständnissen führen. Vielleicht sollte man es eher „Einstieg in ein menschliches Leben“ nennen... Aber zurück zur Frage; Auch wir brauchen nach wie vor finanzielle Mittel, jedoch auf einer wesentlich geringeren Fixkosten-Ebene, als die meisten von euch gewohnt sind. Bei monatlichen Fixkosten für uns zwei von ca. 100 Euro (Auto, Telefon, Internet und Krankenkasse) könnt ihr euch einen ungefähren Reim machen, auf welchem finanziellen Level wir uns in etwa befinden und was daraus für Möglichkeiten entstehen. Abgesehen davon sind wir hier in Ungarn genauso ordentlich angemeldet, wie es „vom System“ vorgeschrieben ist. Somit befinden wir uns in gewisser Weise nach wie vor im System, doch wir haben es aus dem System des Hamsterrades herausgeschafft. Wir haben Zeit, gaaanz viel Zeit wirklich zu leben und das ist unser Luxus! 😊 Uns geht es in erster Linie darum den Menschen Mut zu machen, ebenfalls den Schritt in ein selbstbestimmtes Leben zu wagen. Gründe, wieso es nicht gehen sollte, sind immer zu finden. Die eigene Sichtweise anzupassen, hin zu einer lösungsorientierten Grundeinstellung, ist wohl der erste Schritt aus dem eigenen Hamsterrad - aus dem „eigenen System“. (Insofern passt der Interview-Titel sehr wohl 😉) Und jeder findet am Ende seine ganz individuelle Lösung, mit der er am besten fährt. In diesem Sinne wünschen wir auch einen wundervollen Frühlingsanfang!
...und weiter geht es mit der Hausbau-Story! 😊
Ich muss jedoch zugeben, dass der "teaser" vom letzten Mal bezüglich des Kalkputzes an den Außenwänden nicht ganz richtig war... Da man Kalk eher bei kühl-feuchtem Wetter auftragen soll und wir mittlerweile schon Juni/Juli hatten - also alles andere als feuchte Kühle - haben wir erstmal drinnen weitergemacht und den Verputz auf den Herbst verschoben. 👉 zumal es drinnen auch noch jede Menge zu "matschen" gab und es sich anbietet, DIESE Arbeiten zu erledigen, solange es trocken und warm ist.
Also, los gehts:
Den Anfang macht Christoph, wie er die Fensterbretter anbringt und noch letzte Anpassungen an den Fensterrahmen vornimmt. Wir haben unsere Fenster ja gebraucht gekauft - der Verkäufer arbeitet Abbruchfenster aus Österreich auf, indem er ihnen neue Rahmen verpasst. Leider wurde dafür Holz genommen, das sich bei uns noch ziemlich verzogen hat, sodass wir nun ziemliche "Villa Kunterbunt"-Fenster haben 👉 sie machen, was ihnen gefällt und dazu gehört leider nicht immer "einwandfreies Öffnen"... 😝
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Nun geht es los mit der "Matscherei". Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, haben wir die Wände ja mit den Stroh-Lehm-Ziegeln ausgefacht. Die Streben hatten wir dabei ausgelassen. Zum einen, weil wir nicht wussten, ob wir genug Ziegel haben, um alle Wände zu zu bekommen und zum anderen, weil wir zum Ende des ersten Jahres in Zeitdruck gekommen sind (weil der Winter mit Riesenschritten anmarschiert kam) und uns nicht mit zeitintensivem Ziegel zersägen und herumpuzzlen aufhalten wollten...
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Da wir tatsächlich keine Ziegel mehr übrig hatten - unsere gut 2000 Stück sind alle in die Wände gewandert (bis auf den letzten Stein, wir hatten da richtig Anfängerglück 😊) - dachten wir, es wäre eine geniale Idee, die noch vorhandenen Lücken mit einer Art Strohzöpfen auszufüllen und dann mit Lehm zu verputzen...
...dafür haben wir zwei gute Handvoll Stroh jeweils fest ineinander verdreht und dann jedes Einzelne dieser Bündel in die Lücken genagelt...
...was schlussendlich viel mehr Arbeit war, als wenn wir Ziegel genommen hätten und außerdem eine Menge Nägel gefressen hat. 😝
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Nachdem alle Streben dann endlich mit Stroh ausgefüllt waren, haben wir wieder dieselbe Stroh-Lehm-Masse hergestellt, aus der wir auch die Ziegel hergestellt haben und damit sowohl die Streben aufgefüllt, als auch die nackten Ziegelwände noch einmal glatt verputzt. Dabei haben die Streben ziemliche Mengen des Materials gefressen, da der Untergrund aus Stroh ja sehr nachgiebig war und viel Masse quasi darin "verschwunden" ist.
Hier sieht es noch ganz nett aus...
...artete dann aber in eine absolute "Schlamm-Schlacht" aus. Unser schöner Boden und die jungfräuliche Decke wurden ziemlich in Mitleidenschaft gezogen...
Da wir ja schon im Haus gewohnt haben, entwickelte sich die Einrichtung zu einer Wanderbaustelle - quer durchs Haus von oben nach unten, hin und her, in die Mitte der Räume und wieder zurück, je nachdem wo gerade die "Baustelle" war.
Hier sieht man wunderbar alle drei Schichten - Stroh, Stroh-Lehm-Ziegel und Lehmverputz.
An den "Ecken" konnten wir wieder wunderbar modellieren mit der Stroh-Lehm-Masse.
So sahen die Wände dann fertig lehmverputzt aus. Da in den Streben so viel mehr Lehmmasse war, brauchten diese extrem lange, bis sie getrocknet waren. Dabei gab es bei einigen auch Materialschwund, weil beim Trocknen ja das Wasser verdunstete, sodass eine unschöne Delle die ganze Strebe entlang entstand, die wir dann nochmal nachbessern mussten.
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Das war es für heute! Beim nächsten mal steigen wir uns dann nochmal aufs Dach! Bis dahin wünschen wir euch einen entspannten Vollmond und einen guten Start in die Woche! 🌸