Schöpfwerk
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Klassische Einsichten in die Gegenwart
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Elias Canetti (1905 - 1994)

Masse und Macht

„Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes. (...) Es ist die Masse allein, in der der Mensch von seiner Berührungsfurcht erlöst werden kann.“
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Hermann Hesse (1877 - 1962)

"Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich."
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Theodor Fontane (1819 - 1898)

"Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf."
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Heinz Zemanek (1920 - 2014)

"Menschen verstehen das Wenigste; an das Meiste haben sie sich nur gewöhnt."
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Astrid Lindgren (1907 - 2002)

"Wenn Pippi Langstrumpf jemals eine Funktion gehabt hat, außer zu unterhalten, dann war es die, zu zeigen, dass man Macht haben kann und sie nicht missbraucht. Und das ist wohl das Schwerste, was es im Leben gibt."
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Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

"In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht."
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Émile Coué (1857 - 1926)

"Fremdsuggestion muss, um wirksam zu werden, in Autosuggestion übergehen."

Daraus ergibt sich: Jeder ist selbst verantwortlich für das, was er glaubt.
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Immanuel Kant (1724 - 1804)

„Wer sich zum Wurm macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird.“
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Joseph Joubert (1754 - 1824)

„Manche Leute unterhalten in ihren Köpfen Fremdenzimmer für die Meinungen anderer Menschen.“
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Dario Fo (1926 - 2016)

„Macht fürchtet nichts mehr als das Lachen, das Lächeln und den Spott.“ Mit anderen Worten: Macht lebt davon, dass man sie ernst nimmt.
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Niccolò Bernardo Machiavelli (1469 - 1527)

„Die Menschen werden hauptsächlich von zwei Trieben beherrscht: von Liebe und Furcht. Es beherrscht sie also gleichermaßen derjenige, der ihre Liebe gewinnt, wie der, der ihnen Furcht einflößt; ja, meistens findet sogar der, der ihnen Furcht einflößt, mehr Folgsamkeit und Gehorsam als der, der ihnen Liebe entgegenbringt.“
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Johann Nepomuk Nestroy (1801 - 1862)

"Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, daß sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können."
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Egon Friedell (1878 - 1938)

"Unser Leben zerfällt in zwei Hälften. In der ersten Lebenshälfte lehren uns allerlei fremde Menschen eine Menge Ansichten, Urteile und Meinungen, und wir haben die Aufgabe, alles auswendig zu lernen. In der zweiten Lebenshälfte haben wir die Aufgabe, diese Ansichten teils zu vergessen, teils durch ihr Gegenteil zu ersetzen.

Der zweite Teil ist natürlich viel schwieriger. Einem Urteil zustimmen und sich denken: 'Der andere wird's schon wissen' - das ist leicht. Aber sich gegen eine allgemein verbreitete Ansicht stemmen und sagen: 'Wieso? Ich halte das für Quatsch, denn ich kann keine Bestätigung dafür finden' - das ist schwierig und endet meist mit der Entlassung."
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Aldous Leonard Huxley (1894 - 1963)

"Die Erforschung der Krankheiten hat so große Fortschritte gemacht, das es immer schwerer wird, einen Menschen zu finden, der völlig gesund ist."
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Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916)

"Wer nichts weiß, muss alles glauben."
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Heinrich Heine (1797 - 1856)

"Der Deutsche gleicht dem Sklaven, der seinem Herrn gehorcht ohne Fessel, ohne Peitsche, durch das bloße Wort, ja durch einen Blick. Die Knechtschaft ist in ihm selbst, in seiner Seele; schlimmer als die materielle Sklaverei ist die spiritualisierte. Man muss die Deutschen von innen befreien, von außen hilft nichts."
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Bob Hope (1903 - 2003)

„Virus ist ein lateinisches Wort, das Ärzte verwenden, um zu sagen: 'Ich weiß es nicht'.“
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Die 36 Strategeme der Chinesen sind über 2500 Jahre alt

Strategem Nummer 7 lautet:
"Aus dem Nichts etwas erzeugen."

Klassische Auslegung:
Ständig Alarm schlagen, um die Aufmerksamkeit zu schwächen. Ein Trugbild erschaffen, um die Gesinnung zu verändern. Diffamieren, Gerüchte streuen, „aus einer Mücke einen Elefanten machen“.
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Paul Feyerabend (1924 - 1994)

"Je populärer eine Idee, desto weniger denkt man über sie nach und desto wichtiger wird es also, ihre Grenzen zu untersuchen."
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Albert Schweitzer (1857 - 1965)

"Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig. Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt."
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Mark Twain (1835 - 1910)

"Nicht das, was wir nicht wissen, bringt uns zu Fall, sondern das, was wir fälschlicherweise zu wissen glauben."
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