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Protest gegen Impfpflicht in St. Gallen

Bürgerinitiative «Meine Entscheidung» mobilisiert Hunderte für Selbstbestimmung

Am 14. Februar 2026 versammelten sich in St. Gallen mehrere Hundert Menschen, um gegen die geplante Revision des kantonalen Gesundheitsgesetzes zu demonstrieren. Im Zentrum stand die Bürgerinitiative «Meine Entscheidung», die sich vehement gegen jede Form von Impfzwang wehrt und für die unantastbare körperliche Autonomie eintritt.

Ursprünge einer unabhängigen Bewegung

Die Bürgerinitiative «Meine Entscheidung» hat ihre Wurzeln in St. Gallen und entstand als Reaktion auf zunehmende Debatten um staatliche Eingriffe in persönliche Gesundheitsentscheidungen. Gegründet von lokalen Aktivisten wie Martin Vasic, positioniert sie sich als parteiunabhängig und neutral. Ohne Bindung an politische Parteien oder Ideologien richtet sie ihren Appell an alle Bürger, unabhängig von ihrem Hintergrund. Die Initiative betont von Anfang an einen friedlichen, dialogorientierten Ansatz: «Von Menschen für Menschen» lautet ihr Motto, das unterstreicht, dass es um grundlegende Rechte geht, nicht um Konfrontation. Ihre Webseite, meineentscheidung.ch, dient als zentrale Plattform für Informationen, Aufrufe und rationale Argumente gegen Zwangsmassnahmen. Hier finden sich detaillierte Analysen, wie der Text «Logik gegen Impfzwang», der mit fünf logischen Argumenten – von dem Widerspruch zur Autonomie bis hin zur Solidaritätsfalle – die Gefahren staatlicher Vorgaben aufzeigt.

Absichten: Schutz vor staatlichem Übergriff

Hinter den Absichten von «Meine Entscheidung» steht vor allem der Schutz der Selbstbestimmung im Gesundheitsbereich. Die Initiative fordert, dass medizinische Eingriffe, insbesondere Impfungen, immer auf informierter und freiwilliger Zustimmung beruhen müssen – ohne jeglichen Druck durch den Staat. «Mein Körper. Meine Wahl» ist ein zentraler Slogan, der die Kernbotschaft verkörpert: Jeder Mensch hat das Recht, über seinen eigenen Leib zu entscheiden, ohne dass Bussgelder oder Sanktionen drohen. Kritiker der geplanten Gesetzesänderung sehen in Artikel 18 einen gefährlichen Präzedenzfall, der in Ausnahmesituationen wie Epidemien Impfpflichten für bestimmte Gruppen oder Berufe ermöglichen würde, mit Strafen bis zu 20'000 Franken. Für «Meine Entscheidung» ist das ein unverhältnismässiger Eingriff in die Grundrechte, der die körperliche Unversehrtheit und die freie Willensbildung untergräbt. Die Bewegung distanziert sich bewusst von politischen Gruppierungen und will keine Polarisierung schüren, sondern eine breite Debatte über Menschenrechte anstossen. Sie knüpft dabei an Erfahrungen aus der Corona-Pandemie an, wo ähnliche Zwangsmassnahmen kritisiert wurden, sieht sich aber als Wächter moderner Freiheitsideale, inspiriert von schweizerischen Traditionen der Souveränität.

Der Tag des Protests und die Rolle der Freiheitstrychler

Die Demonstration begann um 13 Uhr im St. Leonhardspark und führte als friedlicher Umzug durch die Innenstadt bis zum Neumarkt. An der Spitze marschierten die Freiheitstrychler, eine Gruppe, die mit Trychlen einen symbolischen «Weckruf» für Freiheit darstellte. Diese Bewegung, die in der Pandemie-Zeit entstanden ist, verlieh dem Protest eine folkloristische Note, die an alpine Traditionen erinnerte, aber klar gegen staatliche Übergriffe gerichtet war. Slogans wie «Liberté!» und «Friede, Freiheit, Souveränität!» hallten durch die Strassen. Im Gegensatz zur parallelen «Mass-voll!»-Demo, die von Konfrontationen und Polizeieinsätzen überschattet wurde, blieb der Auftritt von «Meine Entscheidung» ruhig und bewilligt. Dennoch sorgten Gegenproteste, etwa von Antifa-Gruppen, für eine angespannte Stimmung, die die Polizei mit Präsenz und vereinzelten Festnahmen handhabte.

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Massiver Protest gegen Impfzwang: Eskalation in St. Gallen

MASS-VOLL! – Demonstration endet mit Bewilligungsentzug, unbewilligtem Marsch und Polizeieinsatz – tiefe gesellschaftliche Gräben sichtbar

Heftiger Auftakt am Kornhausplatz

St. Gallen, 14. Februar 2026 – Die Bewegung MASS-VOLL! hat am Samstag mit rund 600 Teilnehmern lautstark gegen das geplante kantonale Gesundheitsgesetz demonstriert, das unter bestimmten Bedingungen eine Impfpflicht – samt Bussen bis zu 20 000 Franken – ermöglichen würde. Die Organisatoren um Nicolas Rimoldi sehen darin einen gefährlichen Schritt hin zu staatlichem Zwang und einen Verstoss gegen elementare Grundrechte.

«Das Mass ist voll!» – Mobilisierung unter Hochdruck

Unter dem Motto «Das Mass ist voll!» und dem Schlachtruf «Jetzt oder nie!» hatten die Impfkritiker zu einem entscheidenden Moment für Freiheit und Selbstbestimmung aufgerufen. Viele Teilnehmer reisten aus der gesamten Deutschschweiz an, einige mit traditionellen Hellebarden und patriotischen Symbolen ausgestattet. An der Spitze marschierten auch Mitglieder der Gruppe «Junge Tat».

Störaktionen und polizeilicher Bewilligungsentzug

Die Lage spitzte sich bereits kurz nach dem geplanten Start um 12:30 Uhr zu. Linke Gruppen, die den Protest im Vorfeld als Aufmarsch von «Verschwörungsideologen» und Rechten angekündigt hatten, störten die Kundgebung massiv. Die Polizei – mit verstärktem Aufgebot vor Ort, auch wegen paralleler Fasnachts- und Fussballanlässe – beschlagnahmte pyrotechnisches Material und verlangte die Abgabe der Hellebarden. Als die Organisatoren dies ablehnten, entzog die Stadtpolizei die Bewilligung für den geplanten Umzug durch die Innenstadt.

Unbewilligter Demonstrationszug durch die Stadt

Trotz des Verbots setzte sich der Zug dennoch in Bewegung – eine unbewilligte Demonstration, die erhebliche Verkehrsbehinderungen rund um den Bahnhof verursachte. Es kam zu Scharmützeln zwischen Demonstranten und linksextremen Aktivisten; die Polizei setzte Pfefferspray ein, um eine direkte Konfrontation zu verhindern. Verletzte oder Sachschäden wurden nicht gemeldet.

Spontane Freiheitsglocken-Demo am Nachmittag

Die offizielle Kundgebung löste sich gegen 14 Uhr auf. Später am Nachmittag schloss sich vielen Teilnehmern eine weitere, friedliche, spontane Demo mit traditionellen Freiheitsglocken (Freiheitstychlern) an – mit Schätzungen zwischen 600 und 700 Personen (manche Berichte sprechen sogar von bis zu 2000).

Polizeibilanz und rechtliche Konsequenzen

Die Polizei führte 20 Personenkontrollen durch, sprach mehrere Wegweisungen aus und erstattete Anzeigen wegen Missachtung polizeilicher Weisungen, Widerstands, Drohungen und Verstössen gegen das Waffengesetz. Auch der Bewilligungsnehmer muss mit Konsequenzen rechnen.

Tiefe Spaltung und mediale Polarisierung

Die Ereignisse spiegeln die anhaltende Spaltung in der Schweiz wider, wenn es um Pandemiepolitik und Grundrechte geht. Während MASS-VOLL! den Protest als Erfolg für die Freiheit feiert und internationale Aufmerksamkeit erregt, werfen Kritiker der Bewegung Nähe zu rechtsextremen Kreisen vor. Die Medienberichterstattung fiel tendenziell kritisch gegenüber den Impfgegnern aus, während linke Übergriffe kaum thematisiert wurden.

Der 14. Februar 2026 dürfte als markanter – und kontroverser – Tag in die jüngere Geschichte der Schweizer Protestbewegung eingehen.

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