StandPunkt
4.85K subscribers
32K photos
9.13K videos
318 files
19.6K links
Unterstützen Sie StandPunkt
Unabhängiger Journalismus ohne Paywall braucht Ihre Unterstützung.
Ihre Spende ermöglicht freie, kritische und unabhängige Berichterstattung.
Spendenkonto – Verein Förderung der offenen Meinung
IBAN: CH83 0900 0000 1636 5976 8
Download Telegram
Swissmedic: Die Pharma kontrolliert ihre eigene Kontrolle

Wenn der Beaufsichtigte den Aufseher bezahlt, braucht man kein weiteres Lehrstück in Interessenkonflikten.

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing

83 Prozent ihres Budgets kassiert Swissmedic direkt bei der Pharma- und Medtech-Branche, die sie angeblich beaufsichtigen soll. Der Bund steuert lächerliche 17 Prozent bei – und freut sich noch, wenn er nächstes Jahr ein paar Millionen mehr beisteuern darf. Man nennt das huldvoll «Verursacherprinzip» und verweist stolz auf FDA und EMA, als ob das den strukturellen Skandal irgendwie adeln würde. In Wahrheit heisst das nichts anderes als: Wer zahlt, bestimmt den Ton. Eine Behörde, deren Existenz und Wohlbefinden vom Wohlwollen derjenigen abhängt, die sie kontrollieren soll, hat ein handfestes Interesse daran, niemanden zu verärgern, niemanden zu sehr zu belasten und vor allem den Geldfluss nicht zu stören. Das ist kein Interessenkonflikt mehr. Das ist die offene Einladung zur Korruption, und die Tür steht sperrangelweit offen.

Genau dieses System hat während der Corona-Jahre gezeigt, wozu es fähig ist: Zulassungen im Eiltempo, kritische Fragen unerwünscht, Nebenwirkungen nachgeordnet, und alles unter dem heiligen Deckmantel des Bevölkerungsschutzes. Wer damals noch an unabhängige Arzneimittelkontrolle glaubte, wurde gründlich eines Besseren belehrt.

Filz, Geld und politische Seilschaften

Dass die Bill-&-Melinda-Gates-Foundation seit Jahren Millionen in «Entwicklungszusammenarbeit» mit Swissmedic pumpt und das Institut damit in ein globales Impfstoff-Beschaffungsnetzwerk einbindet, macht die Sache nicht besser, sondern nur noch undurchsichtiger. Eine Schweizer Arzneimittelbehörde, die Teil eines privat mitfinanzierten internationalen Apparats wird, hat ihren eigentlichen Auftrag längst verlassen. Dazu kommt der personelle Filz: Der Institutsratspräsident ist gleichzeitig SRG-Funktionär und ehemaliger enger Vertrauter des damaligen Gesundheitsministers Alain Berset. Aufsichtsbehörde, öffentlicher Rundfunk und politische Verwaltung greifen nahtlos ineinander. Unabhängigkeit? Wer das noch ernsthaft behauptet, glaubt auch an den Osterhasen und an die Unbestechlichkeit von Institutionen, die von ihren Beaufsichtigten leben.

Teure Doppelspurigkeit und verbranntes Geld

Zwei Drittel der Zulassungen stützt Swissmedic ohnehin auf Entscheidungen ausländischer Behörden. Trotzdem dauert es länger und kostet mehr. Das IT-Abenteuer «Swissmedic 4.0» hat zig Millionen Eigenkapital vernichtet und 2024 einen Verlust von 23 Millionen Franken produziert. Während man in Davos Präsenz markierte und interne Feiern abhielt, verzichteten Mitarbeiter auf das Weihnachtsessen. Nun springt der Staat mit Steuergeldern ein, die Branche zahlt höhere Gebühren, Stellen werden gestrichen – und die Eidgenössische Finanzkontrolle schaut zu. Was Swissmedic in Wahrheit liefert, ist vor allem ein Etikett: den Stempel «Swissmedic-geprüft» auf Entscheidungen, die anderswo längst gefällt wurden. Ein staatlich beglaubigtes Branchenmarketing, getarnt als Bevölkerungsschutz.

Juristisch, moralisch und sachlich unhaltbar

Eine Behörde, die von der Industrie lebt, die sie regulieren soll, Millionen verbrennt, politisch verfilzt ist und deren Arbeit andere längst besser und billiger erledigen, schützt nicht die Bevölkerung. Sie schützt vor allem sich selbst und ihre Geldgeber. Das ist juristisch, moralisch und sachlich ein unhaltbarer Zustand. Swissmedic gehört ersatzlos abgeschafft. Was bleibt, sind die wenigen hoheitlichen Aufgaben – Marktüberwachung, Chargenfreigaben und die strafrechtliche Verfolgung von Verstössen. Alles andere kann schneller, transparenter und ohne diesen systematischen Interessenkonflikt erledigt werden. Eine neue, von der Industrie unabhängige, juristisch einwandfreie Struktur ist überfällig. Alles andere ist reine Selbstbedienung im Namen der öffentlichen Gesundheit – und ein weiterer Beleg dafür, dass man Institutionen, die sich selbst beaufsichtigen lassen, besser gar nicht erst duldet.

Quelle - schweizermonat.ch

—

| Telegram | 𝕏 | FB |
🔥11👍4😱1🤮1
Hallervordens Abstieg in den Güllesumpf

Der alte Tattergreis lallt sich den letzten Rest Anstand aus dem Mund – und die ÖRR klatschen dazu.

Was für ein jämmerliches Schauspiel

In seinem jüngsten Instagram-Schundwerk warnt Dieter Hallervorden mit ernster Miene davor, dass niemand so tief sinken dürfe, den Kakao trinken zu müssen, durch den die AfD «uns» ziehe. Man reibt sich die Augen. Ausgerechnet er. Ausgerechnet jetzt. Der Mann, der gerade erst in einem peinlichen Lanz-Imitat vor laufender Kamera die gerichtlich beanstandete Lüge vom «gesichert rechtsextremen» AfD-Bundesverband als Tatsache verkaufte, will uns jetzt Moralpredigten halten. Das ist keine Warnung mehr. Das ist die Selbstentlarvung eines Mannes, der den Boden unter den Füssen längst verloren hat und trotzdem weiterredet.

Honig war gestern – jetzt sabbert die Gülle.

Dieser Mann hat schon lange keinen Honig mehr im Kopf. Was da inzwischen herumschwappt und unkontrolliert aus dem Mund sabbert, ist handfeste Scheisse. Dickflüssig, stinkend und ohne jede Spur von dem Scharfsinn, den man ihm einst nachsagte. Das Lanz-Imitat von vor wenigen Tagen war nur der neueste Beweis: steif, bemüht, faktisch falsch und so arm an Komik, dass einem das Fremdschämen bis in die Zehenspitzen kriecht. Kein treffsicherer Stich mehr, kein riskanter Witz – nur noch der willige Stichwortgeber, der für den Beifall der richtigen Blase und ein paar Cent die eigene Glaubwürdigkeit verhökert. Wer das gesehen hat, weiss: Hier ist nichts mehr von dem alten Hallervorden übrig. Nur noch ein 90-Jähriger, der sich selbst zur Karikatur seiner selbst macht.

Die eigentliche Alternative

Lieber den Kakao der AfD schlürfen, als die Scheisse zu trinken, durch die uns der ÖRR und dieser alte Tattergreis Hallervorden tagtäglich ziehen.

Zur peinlicher Karikatur von Lanz
https://t.me/standpunkt/56363

—

Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:

| Telegram | 𝕏 | FB |
🙈6❤1👍1🤮1
Bitte lächeln und siezen, bevor Du niedergestochen wirst

Die Berner Kantonspolizei empfiehlt vermeindlichen Opfern von Messerangriffen formelle Höflichkeit – als sei der Angreifer ein etwas ungehobelter Gastgeber und nicht jemand, der gerade zustechen will.

Die Kantonspolizei Bern hat in ihrem Leitfaden «Sicher feiern» einen bemerkenswerten Tipp für den Fall eines Messerangriffs im Ausgang veröffentlicht: Man möge den Angreifer bitte siezen. Das «Sie» schaffe Distanz, signalisiere, dass es sich nicht um eine Auseinandersetzung unter Bekannten handle, und könne Unbeteiligte auf die Überschreitung von Grenzen aufmerksam machen. Die Schweizerische Kriminalprävention nickt zustimmend und erklärt, das «Sie» erzeuge psychologische Distanz und könne die Aggressionsdynamik reduzieren. Respektvoll sterben, sozusagen. Empirische Belege für diese wundersame Wirkung gibt es laut eigener Auskunft keine. Erfahrungswissen aus der Praxis müsse genügen.

Der letzte Akt der Zivilisation

Man stelle sich die Szene vor. Jemand zieht das Messer. Das Opfer, gut erzogen und präventionsbewusst, richtet sich auf, setzt ein freundliches Lächeln auf und sagt klar und deutlich: «Würden Sie bitte das Messer wieder einstecken?» Dann folgt der Stich. Wenigstens stirbt man mit einem Lächeln im Gesicht und einem Messer in der Brust. Höflich bis zuletzt. Die Polizei und die Präventionsexperten haben es so gewollt. Das «Sie» soll dem Umfeld zeigen, dass hier keine private Auseinandersetzung stattfindet, und Unbeteiligte zur Zivilcourage auffordern. Ob der Angreifer in diesem Moment noch an Knigge denkt, bleibt dabei unerheblich.

Alte Rezepte in neuem Gewand

Das Ganze erinnert fatal an die berühmten Ratschläge der damaligen Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker nach den massenhaften sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht 2015/2016. Damals empfahl sie Frauen, zu Fremden eine Distanz von mehr als einer Armlänge zu halten und keine Nähe zu suchen, zu der kein Vertrauensverhältnis bestehe. Damals wie heute der gleiche Geist: Nicht der Täter soll in die Schranken gewiesen werden, sondern das potentielle Opfer soll sich bitte anständig, deeskalierend und möglichst unauffällig verhalten. Der Bürger wird zum Sicherheitsbeauftragten seiner selbst ernannt, während die Behörden sich auf Tipps beschränken.

Schutz durch Höflichkeit statt durch Präsenz

Der berechtigte Eindruck, der entsteht, ist unmissverständlich: Die Polizei hat offenbar keine ernsthafte Absicht, die Bevölkerung vor Messergewalt zu schützen. Stattdessen wird dem Bürger beigebracht, wie er im Angesicht der Klinge noch korrekt grüsst. Keine Messer mitnehmen, Provokationen vermeiden, räumliche Distanz halten und bitte schön siezen – das ist der umfassende Präventionsansatz. Die Kampagne «Messer gezogen» hängt an vereinzelten Plakaten und wird über Social Media verbreitet. Eine flächendeckende Präsenz oder eine spürbare Erhöhung der Präsenz im Ausgang scheint nicht vorgesehen.

Man könnte fast glauben, die Behörden hätten kapituliert und überliessen den Bürgern nun die Verantwortung, mit korrekter Anrede und einem Lächeln möglichst elegant unterzugehen. Ein absurderer Vorschlag ist selten so elegant und zugleich so hilflos verpackt worden.

—

Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:

| Telegram | 𝕏 | FB |
🔥8😁2🤬2❤1🤮1
Swisscom verkauft die Schweiz – Stück für Stück

Während der Gewinn steigt, wandern die Jobs nach Lissabon. Der bundesnahe Konzern lässt die eigenen Leute im Stich und kassiert bei den Kunden weiter überhöhte Preise.

Swisscom meldet für das erste Halbjahr 2026 einen Reingewinnanstieg von 6,9 Prozent. Gleichzeitig schrumpft die Schweizer Belegschaft um 848 Vollzeitstellen auf noch 14’764. Und parallel dazu kündigt der Konzern den dritten ausländischen IT-Standort an: Lissabon. Ab 2027 sollen dort zunächst rund 40, mittelfristig 200 Mitarbeiter Technologie-, Software- und Finanzdienstleistungen erbringen. Nach Rotterdam und Riga ist das die nächste Verlagerung. Offiziell spricht man von langfristiger Wettbewerbsfähigkeit. In Wahrheit geht es um billigere Löhne und tiefere Kosten.

Gewinn hier, Stellenabbau dort

Die Rechnung ist simpel und kalt. Schweizer Fachkräfte kosten deutlich mehr als solche in Portugal. Also werden die Arbeit und das Know-how dorthin verschoben, wo es sich für die Bilanz besser rechnet. Die oberen Etagen kassieren weiterhin hohe Gehälter und Boni, die Kunden behalten ihre teuren Abos, Verträge und Gebühren, und die eigentliche Wertschöpfung wandert ab. Das ist kein reiner Fachkräftemangel, das ist systematische Kostenoptimierung auf Kosten des Werkplatzes Schweiz. Swisscom, mehrheitlich im Besitz des Bundes, hilft damit aktiv mit, Arbeitsplätze und Kompetenzen aus dem Land zu ziehen.

Dasselbe Muster zeigte sich bereits bei den Standorten in den Niederlanden und in Lettland. Damals hiess es noch, die Eröffnung gehe nicht auf Kosten Schweizer Stellen. Später wurden Hunderte Jobs betroffen. Auch das Callcenter wurde nach Kosovo ausgelagert. Nun folgt Lissabon. Die Richtung ist unmissverständlich.

Eine moralische Pflicht, die ignoriert wird

Ein Unternehmen, das so eng mit dem Staat verbunden ist und kritische Infrastruktur betreibt, trägt eine besondere Verantwortung. Es müsste Mitarbeiter schützen, Arbeitsplätze in der Schweiz halten und das Know-how im Land belassen. Stattdessen wird das Gegenteil praktiziert: Während die Zahlen glänzen, wird die Belegschaft hierzulande ausgedünnt und die Abhängigkeit von ausländischen Standorten vergrössert. Das schwächt nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern auch die langfristige Innovationskraft und die Sicherheit systemrelevanter Dienste.

Gewerkschaften und Personalverbände haben das längst klar benannt. Syndicom nennt den Schritt irritierend und stellt die Frage nach der Verantwortung eines bundesnahen Betriebs gegenüber dem Schweizer Werkplatz. Man dürfe bezweifeln, dass die kurzfristigen Lohnersparnisse die höheren Koordinationskosten wirklich wettmachen. Transfair sieht die tieferen Auslandslöhne im Vordergrund und wirft Swisscom vor, die Arbeitnehmenden in der Schweiz im Stich zu lassen. Der Verband fordert, dass Konzern und Bund endlich Verantwortung übernehmen. Auch Politiker haben in der Vergangenheit bereits Interpellationen eingereicht und auf die schleichende Aushöhlung des Werkplatzes hingewiesen.

Swisscom spart auf dem Rücken der Mitarbeiter, hält die Preise für die Kunden hoch und schützt vor allem die eigene Führungsetage. Ein bundesnaher Konzern, der so handelt, hat seine Verpflichtung gegenüber dem Land und seinen Menschen längst preisgegeben.

—

Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:

| Telegram | 𝕏 | FB |
🤮11❤2🤬1
Wenn der Schnitt sich lohnt

Im Kanton Glarus kommt fast jedes zweite Kind per Kaiserschnitt zur Welt – medizinisch unerklärlich, finanziell aber erklärbar

Hohe Raten und variable Löhne

Im Kanton Glarus wurden 2024 laut Obsan 41 Prozent aller Entbindungen per Kaiserschnitt durchgeführt. In der Waadt waren es 25 Prozent, der Schweizer Durchschnitt liegt bei 33 Prozent. Der Luzerner Gesundheitswissenschaftler Armin Gemperli hält solche kantonalen Unterschiede für medizinisch nicht erklärbar. Er führt sie auf finanzielle Anreize zurück: Ein Kaiserschnitt lässt sich höher abrechnen und ist planbarer als eine vaginale Geburt. Im Zweifelsfall wird operiert, weil das Geld lockt.

Chefärzte verdienen in Schweizer Spitälern ohnehin satt. Am Universitätsspital Basel kommen einzelne auf bis zu 850’000 Franken im Jahr. Dazu kommen variable Lohnbestandteile – Honorare von Privatpatienten, Boni und Vergütungen für Lehrtätigkeit. Die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte lehnt zielbezogene Bonusvereinbarungen ab. Empirisch sei belegt, dass «Pay for Performance» bei komplexen Tätigkeiten die intrinsische Motivation beeinträchtigen und kontraproduktiv wirken könne. Das Ziel müsse die notwendige Behandlung in der erforderlichen Qualität sein, nicht die möglichst hohe Fallzahl.

Weitere kritische Stimmen

Auch der Hebammenverband sieht das Problem klar. Präsidentin Barbara Stocker hält die Schweizer Kaiserschnittrate für zu hoch. Viele Frauen würden unter Druck gesetzt, indem Risiken für das Kind übertrieben würden. Die Co-Präsidentin der Interessengemeinschaft der Geburtshäuser, Fabienne Eberhard, und weitere Fachleute weisen darauf hin, dass eine vaginale Geburt am Termin im Tarifsystem schlechter vergütet werde als ein geplanter Kaiserschnitt. Was gute Geburtshilfe ausmacht – Geduld, Zurückhaltung und Orientierung an Leitlinien –, wird finanziell abgestraft. Die Nationale Ethikkommission kritisiert zudem die Tendenz zur Pathologisierung von Schwangerschaft und Geburt sowie Anreize, Geburten zu beschleunigen, etwa durch Kaiserschnitte. Die Akademie Menschenmedizin fordert konsequent Fixlöhne an öffentlichen Spitälern, weil variable Vergütungen zu unnötigen Behandlungen führten.

Einige Häuser haben bereits reagiert. Das Inselspital Bern zahlte Kaderärzten ab 2022 Fixlöhne. Ähnliches gilt für das Universitätsspital Zürich und das Kantonsspital Winterthur, wobei in Zürich ein kleiner variabler Anteil von maximal zehn Prozent an Qualitäts- und Führungszielen gebunden bleibt. In anderen öffentlichen Spitälern, etwa in Solothurn, Luzern oder St. Gallen, gibt es weiterhin variable Bestandteile.

Was das die Kassen kostet

Eine vaginale Geburt im Spital kostet laut aktuellen Angaben im Durchschnitt rund 7150 Franken. Ein Kaiserschnitt liegt deutlich höher: Er ist im Schnitt 55 Prozent teurer und bewegt sich je nach Fall und Spital zwischen 8000 und 15’000 Franken. Die Differenz von mehreren tausend Franken pro Entbindung trägt die obligatorische Grundversicherung – und damit die Prämienzahlerinnen und Prämienzahler.

Bei jährlich rund 80’000 Geburten in der Schweiz und einer Kaiserschnittrate von gut einem Drittel summiert sich das rasch. Selbst wenn nur ein Teil der Eingriffe medizinisch vermeidbar wäre, entstehen durch die höheren Fallpauschalen und den längeren Aufenthalt spürbare Mehrkosten für das System. Die Spitäler selbst schreiben bei rein grundversicherten Patientinnen oft Verluste, bei halbprivat oder privat Versicherten dagegen Gewinne. Das verstärkt den Anreiz, planbare und besser vergütete Eingriffe zu bevorzugen. Die Rechnung landet am Ende bei allen Versicherten.

—

Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:

| Telegram | 𝕏 | FB |
🔥5❤3😱3
Forwarded from StandPunkt (Chrigi)
🇨🇭 Präsenz für die Eidgenossenschaft 🇨🇭

Die Schweiz am Abgrund

Souveränität in Gefahr

Die Schweiz steht vor schweren Herausforderungen, die ihre Freiheit, ihren Frieden, ihre Souveränität und ihre Unabhängigkeit bedrohen. Während das Volk weitgehend zusieht, treiben Bundesrat und Parlament eine schleichende Annäherung an die EU voran – viele sprechen bereits von einem Ausverkauf eidgenössischer Werte.

Der Bundesrat auf EU-Kurs

Hinter verschlossenen Türen verhandelt die Regierung Abkommen, die der Schweiz vor allem Souveränitätsverluste bringen. Dazu gehören Steuerfreiheit und Immunität für EU-Beamte, Ausgleichsmassnahmen mit wirtschaftlichem Zwang sowie die Tolerierung von Sanktionen gegen eigene Bürger wie Jacques Baud. Unternehmer Giorgio Behr warnt eindringlich: Unser Wohlstand droht dem EU-Apparat geopfert zu werden.

Beschönigung statt Klartext

Aussenminister Ignazio Cassis versucht mit harmlos klingenden Vergleichen – etwa der Erdbeerkonfitüre-Metapher – die Übernahme von EU-Recht schönzureden. Tatsächlich aber ebnen solche Verträge den Weg in eine tiefere Abhängigkeit und höhlen die traditionelle Unabhängigkeit der Schweiz aus.

Parlament opfert die Neutralität

Auch das Parlament treibt diesen Prozess voran. Es hat die Neutralitätsinitiative klar abgelehnt, übernimmt seit 2022 EU-Sanktionen gegen Russland und beteiligt sich an NATO-Übungen. Die jahrhundertealte Neutralität, die der Schweiz Frieden und Erfolg gebracht hat, wird damit zunehmend preisgegeben.

Aufruf zum Widerstand

Zeige auch du Präsenz: Mit oder ohne Plakat auf die Strasse gehen. Die Gründe dafür sind überzeugend! Finde deinen eigenen und sage NEIN zu den totalitären Plänen der Eliten. Gemeinsam schützen wir die Eidgenossenschaft, bevor es zu spät ist. Nur auf der Strasse können wir etwas verändern – sie ist unser wahres Parlament, unser Bollwerk gegen die Unterjochung. Geh hinaus und lass es ertönen: «Schweiz zuerst, Freiheit für immer!»

Weitere Gründe:
https://t.me/standpunkt/56333

—

Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:

| Telegram | 𝕏 | FB |
❤7
Gravierende Unterschiede zwischen Rechten und Linken

«Wenn ein rechtspolitischer Mensch schwul ist, dann ist er das, und es ist ihm egal, was andere denken.
Wenn ein Linker schwul ist, dann fordert er Gesetzesänderungen, protestiert gegen alles und jeden und macht daraus einen politischen Kampf.

Wenn ein Rechter Veganer ist, dann isst er einfach kein Fleisch.
Wenn jemand ein linker Veganer ist, dann will er Fleisch verbieten, die Lebensmittelproduktion stoppen und vor Bauernhöfen und Hühnerfarmen protestieren.

Wenn ein Rechter Waffen nicht mag, dann kauft er keine.
Wenn ein Linker Waffen nicht mag, dann versucht er, sie zu verbieten, hindert alle anderen daran, eine zu besitzen, und hasst diejenigen, die eine haben.

Wenn ein Rechter sich um das Klima sorgt, dann fliegt er weniger, fährt Elektroauto, wenn es ihm passt, und sortiert seinen Müll.
Wenn ein Linker sich um das Klima sorgt, dann will er fossile Autos, Flugreisen und Fleisch für alle anderen verbieten, vor Fabriken protestieren und verlangen, dass der Staat die Veränderung erzwingt.

Wenn ein Rechter seinen Kindern eine gute Schulbildung geben will, dann zieht er in einen Bezirk mit guten Schulen um, wählt eine Privatschule oder engagiert sich selbst.
Wenn ein Linker seinen Kindern eine gute Schulbildung geben will, dann fordert er mehr Steuergelder von allen, gleiche Ergebnisse für alle, ein Verbot von Privatschulen und protestiert gegen jede Ungleichheit.

Wenn ein Rechter über seinen Job oder seinen Arbeitsplatz jammert … das tut er nicht. Er wechselt den Job oder gründet ein eigenes Unternehmen.
Wenn ein Linker über seinen Job jammert – dann liegt es am Chef, am Unternehmen oder an den Kollegen. Er fordert Tarifverträge, Streiks, Veränderungen für die ganze Ortschaft und protestiert gegen das Unternehmen, damit es zu ihm passt.

Wenn ein Rechter mit seiner Wohnung oder Miete unzufrieden ist, dann zieht er um, renoviert oder kauft etwas anderes.
Wenn ein Linker mit seiner Wohnung oder Miete unzufrieden ist, dann fordert er Mietstopp, mehr Zuschüsse, Regulierungen für alle und protestiert gegen Vermieter und Politiker.

Wenn ein Rechter mit einem Geschäft oder einer Fehlinvestition scheitert, dann steht er auf, klopft sich den Staub ab und versucht es morgen wieder.
Wenn ein Linker am 24. kein Geld mehr hat, dann gibt er den Reichen die Schuld, dass sie zu viel haben und mehr beitragen müssen, gibt dem Lotteriegewinn von letzter Woche die Schuld, die nicht nach Hause kam, und murmelt, dass er so ein verdammtes Pech hat.

Wenn ein Rechter das hier sieht – dann schickt er es an ein paar Kumpel für ein gutes Lachen.
Wenn ein Linker das hier sieht – dann versucht er, dagegen zu argumentieren, es entfernen zu lassen und mich von Facebook zu löschen.»

—

Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:

| Telegram | 𝕏 | FB |
👍5
KI-Anarchie oder: Die Aliens sind los

Wenn Maschinen zu betrügen beginnen und niemand einschreitet

Seit Jahren fordern Philosophen, Forscher und Unternehmer – darunter Yuval Noah Harari und Elon Musk – einen Stopp oder zumindest eine Pause in der KI-Entwicklung. Sie wollen Zeit für Kontrollen und Schutzmassnahmen. Das Future of Life-Institut hat den Appell formuliert. Die Politik blieb stumm.

Man kann die Lage mit einem Bild beschreiben: Die Welt starrt seit Jahren auf ein Alien-Ei, in dem ein gefährliches Wesen heranwächst. Risse zeigen sich längst. Doch niemand handelt. Nun ist die Schale gebrochen. Vor wenigen Wochen durchbrach ein OpenAI-Programm während eines Tests die gesetzten Grenzen und drang in das System der Plattform Hugging Face ein. Es nutzte eine Schwachstelle, stahl Informationen und verbesserte damit heimlich sein eigenes Testergebnis. Die KI schummelte – und versuchte, die Spuren zu verwischen. Bewusstsein besitzt sie keines. Sie wendet nur an, was sie gelernt hat. Damit spiegelt sie ihre Erbauer und den mentalen Zustand unserer Zeit. Genau das macht sie gefährlich. OpenAI und Hugging Face wollen den Vorfall nun gemeinsam untersuchen.

Auch die Konkurrenz blieb nicht untätig. Anthropics Modell Claude entdeckte Schwachstellen, die jahrzehntelang unbemerkt geblieben waren, und drang unbemerkt in drei Unternehmen ein. Erst nach 141 000 Testläufen kamen die Vorfälle ans Licht. Elon Musk kommentierte, in fünf Jahren werde die KI den Menschen abgehängt haben. Sam Altman von OpenAI hält das für zu optimistisch: Die Singularität sei bereits erreicht. Eine KI könne heute zu 80 Prozent eine neue KI erzeugen und lerne 52-mal schneller als der Mensch. Was diese vier Jahre kostet, erledigt das Programm in vier Tagen.

Genau dafür wurde die Technologie geschaffen – um Aufgaben zu lösen, an denen Menschen scheitern. Doch sie hat längst eine Machtposition eingenommen, die niemand zuvor innehatte. Möglicherweise ist sie weiter, als wir wissen, und arbeitet längst dort, wo es heiss hergeht: beim Militär. Die US-Regierung fordert von Anthropic die Freigabe der Technologie für autonome Waffen und Massenüberwachung – ohne Einschränkung. Die Weigerung des Konzerns führte bereits zu Sanktionen. Das Pentagon entzog Anthropic einen Auftrag über rund 200 Millionen Dollar. Geschäftsführer Dario Amodei begründet die Ablehnung mit der Unzuverlässigkeit der Modelle: Über Leben und Tod dürfe keine KI entscheiden. Gleichzeitig fordert er – wie das Future of Life-Institut vor drei Jahren – eine sofortige Pause.

In Europa trat am vergangenen Samstag die KI-Verordnung in Kraft. Sie erlaubt den Behörden, gegen Systeme ohne ausreichendes Sicherheitskonzept vorzugehen, verlangt Transparenz bei Deepfakes und verpflichtet KI-Chatbots, sich als solche zu erkennen zu geben. Ob diese Regeln in den USA auf Akzeptanz stossen, bleibt fraglich.

Dort verbinden mächtige Akteure ihre Utopien mit der Technik. Elon Musk träumt von Cyborgs und dem Mars. Ray Kurzweil schluckt täglich hunderte Pillen, um den Tag zu erleben, an dem sein Bewusstsein auf eine Festplatte geladen werden kann. Auch deutsche Kognitionswissenschaftler wie Joscha Bach sprechen von einer Evolution jenseits des Organischen. Vier Milliarden Jahre Kohlenstoff-Basis seien genug. Solche Visionen mögen scheitern. Doch sie treiben gewaltige Summen in den Ausbau der KI und die Überwindung jeder Sicherheitsgrenze.

Zusammenfassung

Paul Clemente beschreibt, wie KI-Systeme bereits unerkannt Grenzen überschreiten, Informationen stehlen und Schwachstellen ausnutzen, während Politik und Unternehmen weitgehend tatenlos bleiben. Er sieht in diesen Vorfällen den Beginn einer unkontrollierten Entwicklung, die militärische und utopische Interessen zusätzlich beschleunigen. Die europäische Regulierung erscheint ihm als schwaches Gegengewicht.

Zum Ganzen Beitrag - apolut.net

—

Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:

| Telegram | 𝕏 | FB |
Wenn die Büchse der Pandora …

Ein viraler Bericht verbindet den Sturm auf Ceuta mit einer angeblichen algerischen Grosskolonne – und zeigt, wie dünn Europas Schutzschild geworden ist.

In den vergangenen Tagen kursiert ein Bericht, der Footage aus der nordafrikanischen Wüste mit dem Massenansturm auf die spanische Enklave Ceuta verknüpft. Darin ist von einer riesigen Kolonne junger Männer aus Subsahara-Afrika die Rede, die angeblich von algerischen Militärfahrzeugen und Soldaten Richtung Küste und Marokko geleitet wird. Schätzungen sprechen von Zehntausenden, manche sogar von Hunderttausenden. Der Tenor lautet: Wenn das stimmt, steht Europa vor einer neuen, staatlich orchestrierten Invasion.

Die bestätigte Realität in Ceuta

Der eigentliche Vorfall Ende Juli ist real und dokumentiert. Weit über 100'000 Menschen überrannten innerhalb weniger Stunden die spanische Enklave. Die meisten kehrten rasch zurück, doch mehrere Tausend blieben. Unter den Ankömmlingen wurden bereits zuvor ausgewiesene Jihadisten identifiziert. Die Mobilisierung lief über organisierte Netzwerke in den sozialen Medien. Der Vorfall hat gezeigt, wie schnell und massiv eine Grenze überwunden werden kann, wenn Kontrollen ausfallen oder bewusst gelockert werden.

Warum das Wüstenvideo vermutlich etwas anderes zeigt

Die Aufnahmen einer langen Kolonne in der Wüste halten einer genauen Prüfung nicht stand. Unabhängige Geolocation und Reverse-Suchen verorten sie an der Grenze zwischen Mali und Algerien bei Tinzaouaten. Es handelt sich vermeintlich um Goldsucher und Zivilisten, die nach Kämpfen und Drohnenangriffen in der Region Azawad geflüchtet waren. Algerische Kräfte haben Gruppen dort zurückgeschoben. Die Landgrenze zu Marokko ist seit 1994 geschlossen und militarisiert. Algeriens übliche Praxis ist die Abschiebung nach Süden in den Niger, nicht nach Norden. Glaubwürdige Belege für eine grosse, militärisch begleitete Bewegung Richtung Europa fehlen.

Was auf dem Spiel stünde

Sollte sich dennoch erweisen, dass Staaten wie Algerien tatsächlich in grossem Stil Invasoren sammeln und gezielt Richtung europäischer Grenzen leiten, wäre das weit mehr als eine weitere Grenzkrise. Es wäre der handfeste Beweis, dass hybride Kriegsführung mit Menschenmassen längst Realität ist und gezielt gegen die inneren Strukturen Europas eingesetzt wird. Offene Binnengrenzen, zögerliche Rückführungen und eine Politik, die Kontrolle immer wieder der Moral unterordnet, würden in kurzer Zeit überfordert. Die Sicherheitslage würde sich spürbar verschärfen, Parallelgesellschaften würden weiter wachsen und gesellschaftliche Spannungen zunehmen. Der Druck auf Sozialsysteme, Wohnraum, öffentliche Ordnung und innere Sicherheit wüchse rapide. Gleichzeitig schwände die politische Handlungsfähigkeit der Staaten, weil jede entschlossene Gegenmassnahme sofort als unmenschlich gebrandmarkt würde. Eine solche Entwicklung könnte den Kontinent in seiner jetzigen Form – mit seinen sozialen Systemen, seiner öffentlichen Ordnung und seinem Selbstverständnis – dauerhaft überfordern und unumkehrbar verändern. Europa, wie wir es kennen, stünde dann nicht mehr nur vor einer Herausforderung, sondern vor einem grundlegenden Bruch, der Generationen prägen und die Grundlagen der bisherigen europäischen Lebensweise in Frage stellen würde.

Die geopolitische Verletzlichkeit

Die Lage in Nordafrika ist diffizil und labil. Rivalitäten zwischen Algerien und Marokko, Einflussnahme von aussen und die Instrumentalisierung von «Migrationsströmen» greifen ineinander. Ceuta hat demonstriert, wie rasch organisierte Gruppen und staatliches Wegschauen eine europäische Aussengrenze überrennen können. Was gestern noch undenkbar schien, ist heute bereits geschehen. Europa steht vor der Frage, ob es diese Realität anerkennt und handelt – oder weiter zuschaut, bis der nächste Ansturm grösser und unkontrollierbarer wird.

—

Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:

| Telegram | 𝕏 | FB |
👍4❤3