Keine EU-Knechtschaft – Zwischen breitem Anliegen und persönlicher Inszenierung
Luzern, 9. Mai 2026. Mit dem klaren Ruf «Keine EU-Knechtschaft» hatte die Bewegung Massvoll! zu einer Demonstration durch die Stadt und einer anschliessenden Kundgebung aufgerufen. Das Ziel war unmissverständlich: ein deutliches Zeichen gegen den schleichenden Anschluss der Schweiz an die Europäische Union zu setzen und die Souveränität des Landes zu verteidigen.
Die Gegenveranstaltung der Linken
Die linken Gruppen mobilisierten eine Gegendemo, die jedoch inhaltlich dünn blieb. Jenseits des pauschalen Widerstands gegen alles, «was einem nicht passt», gab es kaum einen echten Leitfaden. Stattdessen griff man auf den bewährten Reflexslogan «Luzern bleibt nazifrei» zurück – eine rhetorische Keule, die jede differenzierte Debatte im Keim ersticken soll.
Starke Redner und emotionale Höhepunkte
Auf der Kundgebung von Massvoll! sprachen mehrere prominente Stimmen. Von der Organisation selbst traten Vizepräsident Benedikt Ambühl, Präsident Nicolas A. Rimoldi, Lars Ziegler und Michael Staumann ans Mikrofon. Als Gastredner waren der ehemalige SVP-Nationalrat Luzi Stamm, der bulgarische Parlamentarier Petar Petrov von der Partei Vazrazhdane sowie der frühere Nationalrat Oskar Freysinger geladen. Weiter waren viele freiwillige Helfer, von Massvoll! vor Ort, um diese Veranstaltung zu ermöglichen.
Besonders Freysinger wurde zum unvergesslichen Höhepunkt des Nachmittags. Die Menge empfing ihn mit lauten «Oskar! Oskar! Oskar!»-Rufen und feierte seine leidenschaftliche, scharfe Abrechnung mit den EU-Verträgen mit stürmischem Applaus. Seine Rede traf offenbar genau den Nerv vieler Anwesender.
Petar Petrovs Beitrag hingegen verhallte etwas. Der bulgarische Politiker sprach auf Englisch über das Recht auf Selbstbestimmung und die bitteren Erfahrungen mit einer EU-Mitgliedschaft. Viele Teilnehmer waren nach dem langen Demozug bereits müde, und die Menschenmenge hatte sich bis dahin merklich ausgedünnt.
Das Rimoldi-Syndrom
Trotz des starken Aufgebots an Rednern und der sachlichen Bedeutung des Themas drohte die Veranstaltung einmal mehr, zu einer reinen Rimoldi-Show zu werden. Der Präsident von Massvoll! drängte sich sehr stark in den Vordergrund, was dazu führte, dass das eigentliche, hochdringende Anliegen – das klare Nein zum EU-Anschluss – teilweise in den Hintergrund geriet. Etwas weniger Rimoldi hätte der Veranstaltung gutgetan.
Viele kritische Bürgerliche, die dem Thema grundsätzlich nahestehen, blieben der Veranstaltung fern. Ihr Fernbleiben ist verständlich: Sie wollen sich nicht an einer personalisierten Rimoldi-Demo beteiligen, auch wenn sie die inhaltliche Botschaft teilen. Diese Selbstinszenierung schwächt letztlich die Breitenwirkung der Bewegung.
Technische Mängel und Wahrnehmung
Ein weiterer Kritikpunkt war die unprofessionelle technische Ausstattung. Es fehlte eine adäquate Lautsprecheranlage. Bereits ab der fünften oder sechsten Reihe war vieles kaum noch zu verstehen – oder die Boxen übersteuerten stark, besonders bei Rimoldis energischem und lauten Vortragsstil. Solche handwerklichen Schwächen mindern die Ernsthaftigkeit einer ohnehin wichtigen Veranstaltung.
Die Teilnehmerzahlen
Massvoll! sprach von rund 1500 Teilnehmern bei der eigenen Demonstration. Die Gegendemo auf dem Europaplatz versammelte laut Veranstaltern etwa 2000 Personen.
Trotz aller Kritik an Organisation und Inszenierung bleibt das Kernanliegen der Demo hochaktuell und existentiell für die Schweiz. Ob Massvoll! es schaffen, über persönliche Eitelkeiten hinauszuwachsen, breitere Kreise anzusprechen und das Thema sachlich stark zu machen, wird entscheidend dafür sein, ob die Bewegung langfristig erfolgreich sein kann.
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Luzern, 9. Mai 2026. Mit dem klaren Ruf «Keine EU-Knechtschaft» hatte die Bewegung Massvoll! zu einer Demonstration durch die Stadt und einer anschliessenden Kundgebung aufgerufen. Das Ziel war unmissverständlich: ein deutliches Zeichen gegen den schleichenden Anschluss der Schweiz an die Europäische Union zu setzen und die Souveränität des Landes zu verteidigen.
Die Gegenveranstaltung der Linken
Die linken Gruppen mobilisierten eine Gegendemo, die jedoch inhaltlich dünn blieb. Jenseits des pauschalen Widerstands gegen alles, «was einem nicht passt», gab es kaum einen echten Leitfaden. Stattdessen griff man auf den bewährten Reflexslogan «Luzern bleibt nazifrei» zurück – eine rhetorische Keule, die jede differenzierte Debatte im Keim ersticken soll.
Starke Redner und emotionale Höhepunkte
Auf der Kundgebung von Massvoll! sprachen mehrere prominente Stimmen. Von der Organisation selbst traten Vizepräsident Benedikt Ambühl, Präsident Nicolas A. Rimoldi, Lars Ziegler und Michael Staumann ans Mikrofon. Als Gastredner waren der ehemalige SVP-Nationalrat Luzi Stamm, der bulgarische Parlamentarier Petar Petrov von der Partei Vazrazhdane sowie der frühere Nationalrat Oskar Freysinger geladen. Weiter waren viele freiwillige Helfer, von Massvoll! vor Ort, um diese Veranstaltung zu ermöglichen.
Besonders Freysinger wurde zum unvergesslichen Höhepunkt des Nachmittags. Die Menge empfing ihn mit lauten «Oskar! Oskar! Oskar!»-Rufen und feierte seine leidenschaftliche, scharfe Abrechnung mit den EU-Verträgen mit stürmischem Applaus. Seine Rede traf offenbar genau den Nerv vieler Anwesender.
Petar Petrovs Beitrag hingegen verhallte etwas. Der bulgarische Politiker sprach auf Englisch über das Recht auf Selbstbestimmung und die bitteren Erfahrungen mit einer EU-Mitgliedschaft. Viele Teilnehmer waren nach dem langen Demozug bereits müde, und die Menschenmenge hatte sich bis dahin merklich ausgedünnt.
Das Rimoldi-Syndrom
Trotz des starken Aufgebots an Rednern und der sachlichen Bedeutung des Themas drohte die Veranstaltung einmal mehr, zu einer reinen Rimoldi-Show zu werden. Der Präsident von Massvoll! drängte sich sehr stark in den Vordergrund, was dazu führte, dass das eigentliche, hochdringende Anliegen – das klare Nein zum EU-Anschluss – teilweise in den Hintergrund geriet. Etwas weniger Rimoldi hätte der Veranstaltung gutgetan.
Viele kritische Bürgerliche, die dem Thema grundsätzlich nahestehen, blieben der Veranstaltung fern. Ihr Fernbleiben ist verständlich: Sie wollen sich nicht an einer personalisierten Rimoldi-Demo beteiligen, auch wenn sie die inhaltliche Botschaft teilen. Diese Selbstinszenierung schwächt letztlich die Breitenwirkung der Bewegung.
Technische Mängel und Wahrnehmung
Ein weiterer Kritikpunkt war die unprofessionelle technische Ausstattung. Es fehlte eine adäquate Lautsprecheranlage. Bereits ab der fünften oder sechsten Reihe war vieles kaum noch zu verstehen – oder die Boxen übersteuerten stark, besonders bei Rimoldis energischem und lauten Vortragsstil. Solche handwerklichen Schwächen mindern die Ernsthaftigkeit einer ohnehin wichtigen Veranstaltung.
Die Teilnehmerzahlen
Massvoll! sprach von rund 1500 Teilnehmern bei der eigenen Demonstration. Die Gegendemo auf dem Europaplatz versammelte laut Veranstaltern etwa 2000 Personen.
Trotz aller Kritik an Organisation und Inszenierung bleibt das Kernanliegen der Demo hochaktuell und existentiell für die Schweiz. Ob Massvoll! es schaffen, über persönliche Eitelkeiten hinauszuwachsen, breitere Kreise anzusprechen und das Thema sachlich stark zu machen, wird entscheidend dafür sein, ob die Bewegung langfristig erfolgreich sein kann.
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Luzerns starkes Zeichen für Souveränität
Bilder zum Anlass
Friedlich und selbstbewusst: Die Mass-Voll-Demo am 9. Mai 2026
Ein beeindruckender Aufmarsch am Kurplatz
Am Samstagnachmittag versammelten sich mehrere Hundert Menschen auf dem Kurplatz in Luzern, um gegen das geplante EU-Vertragspaket «Bilaterale III» zu protestieren. Unter dem Motto «Kein Knechtschaftsvertrag» zogen sie – angeführt von Nicolas Rimoldi – friedlich durch die historische Altstadt. Mit Schweizer Fahnen, Rufen nach Freiheit und dem klaren Bekenntnis «Die Schweiz bleibt frei» machten sie ihrem Anliegen Luft: für eine unabhängige, selbstbestimmte Schweiz.
Durch die Gassen der schönsten Stadt am See
Der Zug bewegte sich gesittet vorbei an der Jesuitenkirche und zurück zum Ausgangspunkt. Die Stimmung war entschlossen, doch nie aggressiv. Die Polizei sorgte mit grossem Aufgebot für Distanz zur gleichzeitig stattfindenden Gegenkundgebung am Europaplatz – es kam zu kleinen Zwischenfällen durch die Linken bei der Kappelerbrücke, die jedoch durch die Polizei verhindert wurden. Was blieb, war ein lebendiges Bild bürgerlichen Engagements in einer der schönsten Kulissen der Schweiz.
Demokratie in ihrer besten Form
Während rund tausendfünfhundert Teilnehmende ihre Haltung deutlich machten, zeigte sich Luzern von seiner weltoffenen Seite: kontrovers, aber respektvoll. Ein starkes, hoffnungsvolles Signal – genau das, was eine Fotoserie von diesem Tag am besten einfängt.
Weitere Bilder unter:
https://t.me/standpunkt/55524
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Ein beeindruckender Aufmarsch am Kurplatz
Am Samstagnachmittag versammelten sich mehrere Hundert Menschen auf dem Kurplatz in Luzern, um gegen das geplante EU-Vertragspaket «Bilaterale III» zu protestieren. Unter dem Motto «Kein Knechtschaftsvertrag» zogen sie – angeführt von Nicolas Rimoldi – friedlich durch die historische Altstadt. Mit Schweizer Fahnen, Rufen nach Freiheit und dem klaren Bekenntnis «Die Schweiz bleibt frei» machten sie ihrem Anliegen Luft: für eine unabhängige, selbstbestimmte Schweiz.
Durch die Gassen der schönsten Stadt am See
Der Zug bewegte sich gesittet vorbei an der Jesuitenkirche und zurück zum Ausgangspunkt. Die Stimmung war entschlossen, doch nie aggressiv. Die Polizei sorgte mit grossem Aufgebot für Distanz zur gleichzeitig stattfindenden Gegenkundgebung am Europaplatz – es kam zu kleinen Zwischenfällen durch die Linken bei der Kappelerbrücke, die jedoch durch die Polizei verhindert wurden. Was blieb, war ein lebendiges Bild bürgerlichen Engagements in einer der schönsten Kulissen der Schweiz.
Demokratie in ihrer besten Form
Während rund tausendfünfhundert Teilnehmende ihre Haltung deutlich machten, zeigte sich Luzern von seiner weltoffenen Seite: kontrovers, aber respektvoll. Ein starkes, hoffnungsvolles Signal – genau das, was eine Fotoserie von diesem Tag am besten einfängt.
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