𝗩𝗶𝗲𝗿𝘇𝗶𝗴 𝗠𝗶𝗻𝘂𝘁𝗲𝗻
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝘃𝗼𝗻 𝟮
𝗭𝘄𝗲𝗶𝘂𝗻𝗱𝘃𝗶𝗲𝗿𝘇𝗶𝗴 𝗠𝗶𝗻𝘂𝘁𝗲𝗻 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗠𝗶𝘁𝘁𝗲𝗿𝗻𝗮𝗰𝗵𝘁
Und dann schrieb eine Frau einen Satz.
Glückwunsch, kann ich leider nicht bestätigen.
Sonst nichts. Kein Herz, keine Rückfrage, weitergescrollt. In einem Kanal mit zweitausendsechshundert Mitgliedern.
Am nächsten Morgen fragte doch jemand nach. Wie hat sie es angewendet. Warum hat es nicht funktioniert. Worauf soll man das stützen.
Sie antwortete: Leider war ich zu vertrauensselig und habe dafür teuer bezahlt. Man lernt ja aus Fehlern. Und sie empfahl allen, sich wirklich umfassend zu informieren.
Danach entschuldigte sie sich noch. Sie habe mitten in der Nacht wohl auf den falschen Knopf gedrückt. Sorry.
Das war der Punkt, an dem ich aufgehört habe.
Nicht weil sie mir recht gegeben hätte. Sondern weil diese Fragen richtig sind und weil sie in dieser Gruppe noch nie jemand gestellt hat, wenn etwas geholfen hat. Nicht bei den achtundvierzig Milligramm. Nicht bei dem Tumor, der angeblich verschwand.
Vierzig Minuten hat es gedauert, bis eine Frau, die etwas verloren hat, sich erklären musste. Für alles andere hat nie jemand auch nur eine Minute verlangt.
So entsteht eine Erfolgsquote, die es nicht gibt. Was hilft, kommt ungeprüft durch. Was nicht hilft, trägt die Beweislast. Und die meisten, bei denen es schiefgegangen ist, schreiben ohnehin nichts mehr.
𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀 𝗺𝗶𝘁 𝗗𝘂𝗺𝗺𝗵𝗲𝗶𝘁 𝘇𝘂 𝘁𝘂𝗻 𝗵𝗮𝘁
Die Menschen dort sind nicht dumm. Viele sind wach, belesen, misstrauischer als der Durchschnitt. Genau das macht sie erreichbar.
Seit 2020 haben viele das Vertrauen in Ärzte, Behörden und Industrie verloren. Diesen Bruch nehme ich niemandem übel, ich teile ihn in weiten Teilen. Nur verschwindet die Bereitschaft, jemandem unbedingt zu glauben, dabei nicht. Sie wechselt den Adressaten. Aus dem Arzt wird der Kanal. Aus der Behörde der Admin. Aus dem Beipackzettel die weitergeleitete Liste.
Geprüft wird danach genauso wenig wie vorher. Nur auf der anderen Seite.
Ich weiß nicht, wie es dem Vater geht. Ich werde es auch nicht erfahren.
Wenn es weitergeht wie bisher, wird die Tochter wieder schreiben.
Wenn nicht, wird sie es nicht.
Genau daran misst diese Gruppe, ob es funktioniert.
Euer Rainer Taufertshöfer
_______________
Kontakt · Einordnung · Informationen
Fragen klärt man nicht im Kommentarbereich.
Man klärt sie im Gespräch.
Telefon: 05536 2353056
Gerne nehmen wir uns Zeit für ein unverbindliches Erstgespräch.
Alternativ direkter Kontakt per Telegram:
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(für erste Kontaktaufnahme und Terminabstimmung)
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𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝘃𝗼𝗻 𝟮
𝗭𝘄𝗲𝗶𝘂𝗻𝗱𝘃𝗶𝗲𝗿𝘇𝗶𝗴 𝗠𝗶𝗻𝘂𝘁𝗲𝗻 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗠𝗶𝘁𝘁𝗲𝗿𝗻𝗮𝗰𝗵𝘁
Und dann schrieb eine Frau einen Satz.
Glückwunsch, kann ich leider nicht bestätigen.
Sonst nichts. Kein Herz, keine Rückfrage, weitergescrollt. In einem Kanal mit zweitausendsechshundert Mitgliedern.
Am nächsten Morgen fragte doch jemand nach. Wie hat sie es angewendet. Warum hat es nicht funktioniert. Worauf soll man das stützen.
Sie antwortete: Leider war ich zu vertrauensselig und habe dafür teuer bezahlt. Man lernt ja aus Fehlern. Und sie empfahl allen, sich wirklich umfassend zu informieren.
Danach entschuldigte sie sich noch. Sie habe mitten in der Nacht wohl auf den falschen Knopf gedrückt. Sorry.
Das war der Punkt, an dem ich aufgehört habe.
Nicht weil sie mir recht gegeben hätte. Sondern weil diese Fragen richtig sind und weil sie in dieser Gruppe noch nie jemand gestellt hat, wenn etwas geholfen hat. Nicht bei den achtundvierzig Milligramm. Nicht bei dem Tumor, der angeblich verschwand.
Vierzig Minuten hat es gedauert, bis eine Frau, die etwas verloren hat, sich erklären musste. Für alles andere hat nie jemand auch nur eine Minute verlangt.
So entsteht eine Erfolgsquote, die es nicht gibt. Was hilft, kommt ungeprüft durch. Was nicht hilft, trägt die Beweislast. Und die meisten, bei denen es schiefgegangen ist, schreiben ohnehin nichts mehr.
𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀 𝗺𝗶𝘁 𝗗𝘂𝗺𝗺𝗵𝗲𝗶𝘁 𝘇𝘂 𝘁𝘂𝗻 𝗵𝗮𝘁
Die Menschen dort sind nicht dumm. Viele sind wach, belesen, misstrauischer als der Durchschnitt. Genau das macht sie erreichbar.
Seit 2020 haben viele das Vertrauen in Ärzte, Behörden und Industrie verloren. Diesen Bruch nehme ich niemandem übel, ich teile ihn in weiten Teilen. Nur verschwindet die Bereitschaft, jemandem unbedingt zu glauben, dabei nicht. Sie wechselt den Adressaten. Aus dem Arzt wird der Kanal. Aus der Behörde der Admin. Aus dem Beipackzettel die weitergeleitete Liste.
Geprüft wird danach genauso wenig wie vorher. Nur auf der anderen Seite.
Ich weiß nicht, wie es dem Vater geht. Ich werde es auch nicht erfahren.
Wenn es weitergeht wie bisher, wird die Tochter wieder schreiben.
Wenn nicht, wird sie es nicht.
Genau daran misst diese Gruppe, ob es funktioniert.
Euer Rainer Taufertshöfer
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MMS, CDS, CDL, CDI, Chlordioxid, NaClO2, DMSO, Borax Fachinformationen
Therapiekonzepte und Kurse zu Anwendungen mit Chlordioxid, CDS, CDL, MMS, DMSO, Schwarze Salbe, Hämatoxylin, Germanium, Schwefel, Balsamterpentinöl, Petroleum, Borax/Bor bei Krebs
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𝗧𝗘𝗜𝗟 𝟭
𝗦𝗶𝗲 𝗵𝗮𝗯𝗲𝗻 𝗲𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗺𝗮𝗹 𝘃𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗰𝗸𝘁 𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 𝘃𝗼𝗻 𝟮
𝗗𝗲𝗿 𝗥𝗮𝘂𝗺
Juni 2022, Videokonferenz. Karl Lauterbach. Anthony Fauci. Der Corona-Beauftragte des Weissen Hauses. Und Ugur Sahin, Vorstandschef von BioNTech. Auf dem Tisch: was ab Herbst in deutsche Oberarme geht.
Man muss diesen Satz zweimal lesen. Der Hersteller sitzt nicht draußen. Er sitzt drin. Er ist nicht Gegenstand der Prüfung, er ist Teilnehmer der Entscheidung. Und Fauci notiert am selben Tag, wie es ausgegangen ist: „Ugur und ich hatten Karl überzeugt“.
Kein Beratungsvermerk. Ein Vollzugsbericht. Und die Begründung, die in den Notizen auftaucht, ist keine immunologische, sondern eine kaufmännische: Moderna habe massiv geworben und die bestellten Dosen nicht ungenutzt lassen wollen. Lagerbestand als Argument in einer Empfehlung für 83 Millionen Menschen.
Wer das 2022 aussprach, war Schwurbler, Wissenschaftsfeind, Gefährder. Es wurde nicht widerlegt. Es wurde entsorgt. Und heute steht genau dieser Gedanke in den Aufzeichnungen des Mannes, dessen Autorität man gegen die Zweifler in Stellung gebracht hat.
An dieser Stelle bleibe ich streng auch gegen mich selbst: Ein Tagebuch ist eine Selbstauskunft. Fauci schreibt seine Version, in der er der Kluge ist und Karl der Belehrte. Das entwertet die Notiz nicht, es verschiebt nur, was sie beweist. Sie beweist nicht, dass jemand gekauft war. Sie beweist, wie entschieden wurde. Und das genügt.
𝗗𝗮𝘀 𝗠𝘂𝘀𝘁𝗲𝗿
Wer jetzt sagt, das sei ein unglücklicher Einzeltermin gewesen, bekommt die Reihe.
Ursula von der Leyen erklärt die Impfstoffbeschaffung zur Chefsache und verhandelt persönlich mit dem Pfizer-Chef, auch per SMS. Die Kommission erklärt jahrelang, sie besitze keine solchen Nachrichten. Am 14. Mai 2025 erklärt das Gericht der Europäischen Union diese Auskunft für nichtig, Rechtssache T-36/23: Die Begründung stütze sich auf Annahmen und wechselnde Angaben. Wenn Nachrichten gelöscht wurden, müsse auch das erklärt werden. Es ging um einen Vertrag über bis zu 1,8 Milliarden Dosen.
Die Verträge selbst gingen geschwärzt an die Parlamente. Im Juli 2024 erklärte dasselbe Gericht Teile dieser Schwärzungen für rechtswidrig, ausgerechnet die Entschädigungsklauseln und die Namen des Verhandlungsteams, mit denen sich Interessenkonflikte hätten prüfen lassen. Die Kommission legte Rechtsmittel ein.
Und der Kern dieser Klauseln, inzwischen im Europäischen Parlament nachlesbar: Die Impfstoffe werden unter alleiniger Verantwortung der teilnehmenden Mitgliedstaaten verabreicht. Haftet der Hersteller einem Geschädigten gegenüber, erstattet ihm der Staat, was er zahlen musste. Bis November 2021 hatte die Kommission Verträge über bis zu 4,6 Milliarden Dosen im Wert von rund 71 Milliarden Euro unterzeichnet. Wer am Ende zahlt, stand damit vorher fest, und er saß in keinem dieser Räume.
Anthony Fauci, dessen Institut die Forschung mitfinanziert hat, um die es im US-Ausschuss geht, erhält am 20. Januar 2025 eine vorsorgliche Begnadigung. Sie deckt alles seit dem 1. Januar 2014 ab, was mit seiner Amtszeit zusammenhängt. Kein Verfahren, keine Anklage, kein Vorwurf, der je benannt wurde. Man begnadigt vorsorglich nur, wenn man mit etwas rechnet.
👉🏻Teil 2 folgt gleich. Dort geht es um den Ausschuss, den Deutschland nicht wollte, und um meine Position dazu.
𝗦𝗶𝗲 𝗵𝗮𝗯𝗲𝗻 𝗲𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗺𝗮𝗹 𝘃𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗰𝗸𝘁 𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 𝘃𝗼𝗻 𝟮
𝗗𝗲𝗿 𝗥𝗮𝘂𝗺
Juni 2022, Videokonferenz. Karl Lauterbach. Anthony Fauci. Der Corona-Beauftragte des Weissen Hauses. Und Ugur Sahin, Vorstandschef von BioNTech. Auf dem Tisch: was ab Herbst in deutsche Oberarme geht.
Man muss diesen Satz zweimal lesen. Der Hersteller sitzt nicht draußen. Er sitzt drin. Er ist nicht Gegenstand der Prüfung, er ist Teilnehmer der Entscheidung. Und Fauci notiert am selben Tag, wie es ausgegangen ist: „Ugur und ich hatten Karl überzeugt“.
Kein Beratungsvermerk. Ein Vollzugsbericht. Und die Begründung, die in den Notizen auftaucht, ist keine immunologische, sondern eine kaufmännische: Moderna habe massiv geworben und die bestellten Dosen nicht ungenutzt lassen wollen. Lagerbestand als Argument in einer Empfehlung für 83 Millionen Menschen.
Wer das 2022 aussprach, war Schwurbler, Wissenschaftsfeind, Gefährder. Es wurde nicht widerlegt. Es wurde entsorgt. Und heute steht genau dieser Gedanke in den Aufzeichnungen des Mannes, dessen Autorität man gegen die Zweifler in Stellung gebracht hat.
An dieser Stelle bleibe ich streng auch gegen mich selbst: Ein Tagebuch ist eine Selbstauskunft. Fauci schreibt seine Version, in der er der Kluge ist und Karl der Belehrte. Das entwertet die Notiz nicht, es verschiebt nur, was sie beweist. Sie beweist nicht, dass jemand gekauft war. Sie beweist, wie entschieden wurde. Und das genügt.
𝗗𝗮𝘀 𝗠𝘂𝘀𝘁𝗲𝗿
Wer jetzt sagt, das sei ein unglücklicher Einzeltermin gewesen, bekommt die Reihe.
Ursula von der Leyen erklärt die Impfstoffbeschaffung zur Chefsache und verhandelt persönlich mit dem Pfizer-Chef, auch per SMS. Die Kommission erklärt jahrelang, sie besitze keine solchen Nachrichten. Am 14. Mai 2025 erklärt das Gericht der Europäischen Union diese Auskunft für nichtig, Rechtssache T-36/23: Die Begründung stütze sich auf Annahmen und wechselnde Angaben. Wenn Nachrichten gelöscht wurden, müsse auch das erklärt werden. Es ging um einen Vertrag über bis zu 1,8 Milliarden Dosen.
Die Verträge selbst gingen geschwärzt an die Parlamente. Im Juli 2024 erklärte dasselbe Gericht Teile dieser Schwärzungen für rechtswidrig, ausgerechnet die Entschädigungsklauseln und die Namen des Verhandlungsteams, mit denen sich Interessenkonflikte hätten prüfen lassen. Die Kommission legte Rechtsmittel ein.
Und der Kern dieser Klauseln, inzwischen im Europäischen Parlament nachlesbar: Die Impfstoffe werden unter alleiniger Verantwortung der teilnehmenden Mitgliedstaaten verabreicht. Haftet der Hersteller einem Geschädigten gegenüber, erstattet ihm der Staat, was er zahlen musste. Bis November 2021 hatte die Kommission Verträge über bis zu 4,6 Milliarden Dosen im Wert von rund 71 Milliarden Euro unterzeichnet. Wer am Ende zahlt, stand damit vorher fest, und er saß in keinem dieser Räume.
Anthony Fauci, dessen Institut die Forschung mitfinanziert hat, um die es im US-Ausschuss geht, erhält am 20. Januar 2025 eine vorsorgliche Begnadigung. Sie deckt alles seit dem 1. Januar 2014 ab, was mit seiner Amtszeit zusammenhängt. Kein Verfahren, keine Anklage, kein Vorwurf, der je benannt wurde. Man begnadigt vorsorglich nur, wenn man mit etwas rechnet.
👉🏻Teil 2 folgt gleich. Dort geht es um den Ausschuss, den Deutschland nicht wollte, und um meine Position dazu.
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𝗧𝗘𝗜𝗟 𝟮
𝗦𝗶𝗲 𝗵𝗮𝗯𝗲𝗻 𝗲𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗺𝗮𝗹 𝘃𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗰𝗸𝘁
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝘃𝗼𝗻 𝟮
Und in Deutschland lehnt der Bundestag am 10. Juli 2025 einen Untersuchungsausschuss ab und setzt eine Enquete-Kommission ein. Der Unterschied ist kein formaler. Ein Ausschuss kann Akten erzwingen und unter Eid vernehmen. Eine Enquete kann einladen, zuhören und bis Juni 2027 einen Bericht schreiben. Lauterbach saß dort im März 2026 selbst als geladener Gast in der Anhörung zur Impfstrategie. Vier Monate später erfahren wir aus amerikanischen Papieren, wie diese Strategie zustande kam.
𝗞𝗲𝗶𝗻 𝗣𝗹𝗮𝗻 𝗻𝗼𝗲𝘁𝗶𝗴
Ich behaupte keine Verschwörung, und ich brauche auch keine. Ich behaupte etwas Unangenehmeres: Niemand musste sich absprechen. Beschaffung, Beratung, Zulassung, Berichterstattung und Karriere zogen ohnehin in dieselbe Richtung. Eine Absprache wäre zusätzlicher Aufwand gewesen. Es lief auch so.
𝗠𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗣𝗼𝘀𝗶𝘁𝗶𝗼𝗻
Ich halte das für Amtsversagen, unabhängig davon, wie jemand zu den Präparaten steht.
Ein Gesundheitsminister hat genau eine Pflicht, die er nicht abgeben darf: die Eigenständigkeit seines Urteils. Er darf sich beraten lassen, von wem er will. Er darf sich nicht überzeugen lassen von jemandem, der am Ergebnis verdient. Wer den Anbieter zum Mitentscheider macht, hat den Unterschied zwischen Einkauf und Indikation gelöscht. Beschädigt ist damit nicht eine Entscheidung. Beschädigt ist das Amt.
Und dann der Teil, bei dem ich die Fassung verliere. Während in dieser Konferenz Chargen sortiert wurden, kostete draußen der Zweifel den Arbeitsplatz. Den Platz in der Klasse, im Verein, am Weihnachtstisch. Pflegekräfte, die zwei Jahre lang Helden hießen, standen anschließend vor dem Betretungsverbot. Menschen wurden nicht überzeugt, sie wurden weichgekocht. Und zwar mit der Autorität genau jener Männer, die untereinander längst über Lagerbestände redeten.
Dafür hat sich niemand entschuldigt. Es gab Buchverträge, Ehrungen, Podcasts. Wer damals recht behielt, wartet bis heute auf die Rückgabe seines Rufs. Das ist die eigentliche Botschaft an alle, die beim nächsten Mal gefragt werden, ob sie mitmachen.
𝗪𝗮𝘀 𝗷𝗲𝘁𝘇𝘁 𝘇𝘂 𝗽𝗮𝘀𝘀𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗵𝗮𝘁
Terminkalender, Teilnehmerlisten, Hausvermerke des Ministeriums zu diesen Gesprächen. Wer war informiert, wer hat mitgezeichnet, wo ist die fachliche Gegenposition dokumentiert. Existiert sie nicht, ist auch das eine Antwort, und dann ist es die schlimmste. Dazu ein Untersuchungsausschuss mit Beweiserhebungsrecht statt dieses Diskussionskreises. Und ungeschwärzte Verträge.
Wer abwinkt, das sei doch lange her: Der Text des WHO-Pandemieabkommens wurde am 20. Mai 2025 angenommen. In Kraft ist er nicht, weil der Anhang zum Zugriff auf Erreger seit über einem Jahr scheitert, zuletzt im Juli 2026, nächste Runde im September. Es wird also gerade neu verhandelt, wer beim nächsten Mal am Tisch sitzt. Die Frage ist nicht, ob 2022 Fehler passiert sind. Die Frage ist, ob dieselbe Sitzordnung wieder zustande kommt. Und die Antwort hängt davon ab, wie laut jetzt gefragt wird.
https://www.berliner-zeitung.de/article/fauci-tagebuch-lauterbach-corona-impfstrategie-10240975
Euer Rainer Taufertshöfer
📎 Kontakt · Einordnung · Informationen
Fragen klärt man nicht im Kommentarbereich. Man klärt sie im Gespräch.
Telefon: 05536 2353056 Gerne nehmen wir uns Zeit für ein unverbindliches Erstgespräch.
Alternativ direkter Kontakt per Telegram: @Rainer_Taufertshoefer (für erste Kontaktaufnahme und Terminabstimmung)
Online-Informationsangebote
Vertiefende Inhalte, Analysen und Einordnungen finden Sie hier:
Medizinjournalistische Webseite https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de
Forschungsseminare – zentraler Informationspool https://www.forschungsseminare.de
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Und in Deutschland lehnt der Bundestag am 10. Juli 2025 einen Untersuchungsausschuss ab und setzt eine Enquete-Kommission ein. Der Unterschied ist kein formaler. Ein Ausschuss kann Akten erzwingen und unter Eid vernehmen. Eine Enquete kann einladen, zuhören und bis Juni 2027 einen Bericht schreiben. Lauterbach saß dort im März 2026 selbst als geladener Gast in der Anhörung zur Impfstrategie. Vier Monate später erfahren wir aus amerikanischen Papieren, wie diese Strategie zustande kam.
𝗞𝗲𝗶𝗻 𝗣𝗹𝗮𝗻 𝗻𝗼𝗲𝘁𝗶𝗴
Ich behaupte keine Verschwörung, und ich brauche auch keine. Ich behaupte etwas Unangenehmeres: Niemand musste sich absprechen. Beschaffung, Beratung, Zulassung, Berichterstattung und Karriere zogen ohnehin in dieselbe Richtung. Eine Absprache wäre zusätzlicher Aufwand gewesen. Es lief auch so.
𝗠𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗣𝗼𝘀𝗶𝘁𝗶𝗼𝗻
Ich halte das für Amtsversagen, unabhängig davon, wie jemand zu den Präparaten steht.
Ein Gesundheitsminister hat genau eine Pflicht, die er nicht abgeben darf: die Eigenständigkeit seines Urteils. Er darf sich beraten lassen, von wem er will. Er darf sich nicht überzeugen lassen von jemandem, der am Ergebnis verdient. Wer den Anbieter zum Mitentscheider macht, hat den Unterschied zwischen Einkauf und Indikation gelöscht. Beschädigt ist damit nicht eine Entscheidung. Beschädigt ist das Amt.
Und dann der Teil, bei dem ich die Fassung verliere. Während in dieser Konferenz Chargen sortiert wurden, kostete draußen der Zweifel den Arbeitsplatz. Den Platz in der Klasse, im Verein, am Weihnachtstisch. Pflegekräfte, die zwei Jahre lang Helden hießen, standen anschließend vor dem Betretungsverbot. Menschen wurden nicht überzeugt, sie wurden weichgekocht. Und zwar mit der Autorität genau jener Männer, die untereinander längst über Lagerbestände redeten.
Dafür hat sich niemand entschuldigt. Es gab Buchverträge, Ehrungen, Podcasts. Wer damals recht behielt, wartet bis heute auf die Rückgabe seines Rufs. Das ist die eigentliche Botschaft an alle, die beim nächsten Mal gefragt werden, ob sie mitmachen.
𝗪𝗮𝘀 𝗷𝗲𝘁𝘇𝘁 𝘇𝘂 𝗽𝗮𝘀𝘀𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗵𝗮𝘁
Terminkalender, Teilnehmerlisten, Hausvermerke des Ministeriums zu diesen Gesprächen. Wer war informiert, wer hat mitgezeichnet, wo ist die fachliche Gegenposition dokumentiert. Existiert sie nicht, ist auch das eine Antwort, und dann ist es die schlimmste. Dazu ein Untersuchungsausschuss mit Beweiserhebungsrecht statt dieses Diskussionskreises. Und ungeschwärzte Verträge.
Wer abwinkt, das sei doch lange her: Der Text des WHO-Pandemieabkommens wurde am 20. Mai 2025 angenommen. In Kraft ist er nicht, weil der Anhang zum Zugriff auf Erreger seit über einem Jahr scheitert, zuletzt im Juli 2026, nächste Runde im September. Es wird also gerade neu verhandelt, wer beim nächsten Mal am Tisch sitzt. Die Frage ist nicht, ob 2022 Fehler passiert sind. Die Frage ist, ob dieselbe Sitzordnung wieder zustande kommt. Und die Antwort hängt davon ab, wie laut jetzt gefragt wird.
https://www.berliner-zeitung.de/article/fauci-tagebuch-lauterbach-corona-impfstrategie-10240975
Euer Rainer Taufertshöfer
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Todesstoß für die Industrie: Netzagentur bereitet Abschaltungen vor
Die Bundesnetzagentur will Unternehmen zwingen, die Produktion herunterzufahren, wenn der Strom knapp wird. Apollo News hat einen Geheimplan der Energiebehörde enthüllt. Experte Fritz Vahrenholt warnt vor drastischen Folgen für die Industrie.
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𝗗𝗔𝗦 𝗞𝗔𝗥𝗧𝗘𝗟𝗟 · 𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 𝘃𝗼𝗻 𝟰
Nennt mich Verschwörungstheoretiker. Ich komme heute ohne eine einzige Behauptung aus.
Ich bringe Sprengtermine. Abstimmungsergebnisse. Aktenzeichen. Gerichtsbeschlüsse. Und die Rede eines Mannes, den der Staat selbst auf sein Podium gestellt hat.
Zusammensetzen müssen Sie das selbst. Genau davor haben sie Angst.
𝗦𝗶𝗲 𝘀𝗽𝗿𝗲𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗞𝗿𝗮𝗳𝘁𝘄𝗲𝗿𝗸𝗲. 𝗨𝗻𝗱 𝗯𝗮𝘂𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗻 𝗦𝗰𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝗿.
Grafenrheinfeld, 1.345 Megawatt. Kühltürme gesprengt, August 2024. Gundremmingen, das leistungsstärkste Kernkraftwerk, das dieses Land je besaß, über achtzehn Terawattstunden im Jahr. Beide Türme fielen am 25. Oktober 2025, punkt zwölf, fünfzehn Sekunden Abstand, mit Publikum auf dem Feldweg. Moorburg in Hamburg, eines der modernsten Kohlekraftwerke Europas, 2015 ans Netz, 2021 vom Netz. Sechs Jahre.
Man legt nicht still. Man sprengt.
Merken Sie den Unterschied? Ein stillgelegtes Kraftwerk kann man wieder anfahren. Ein gesprengtes nicht. Das ist keine Energiepolitik. Das ist die vorsätzliche Zerstörung der eigenen Rückfahrkarte.
Und während der Staub sich legt, wird nebenan die Verwaltung des Mangels gebaut.
Seit 2024 arbeitet die Bundesnetzagentur an einer Sicherheitsplattform Strom. Betriebe ab acht Gigawattstunden Jahresverbrauch müssen sich registrieren, ihren Verbrauch prognostizieren, ihre Einsparmöglichkeiten offenlegen. Mit drei Tagen bis 24 Stunden Vorlauf kann angeordnet werden, herunterzufahren. Wer nicht gehorcht, dem lässt die Behörde über den Netzbetreiber den Strom abdrehen. Ausgelegt ist das auf Mangellagen von mehreren Tagen bis Wochen. Entschädigung sieht das Energiesicherungsgesetz grundsätzlich nicht vor.
Wochen. Kein Ersatz. Ein Tag Vorwarnung.
Sie haben investiert, Genehmigungen geholt, dreihundert Leute eingestellt. Morgen um diese Zeit ist Schluss. Wie lange, weiß keiner. Bezahlt wird nichts. Schicken Sie Ihre Leute nach Hause.
Nennen Sie das, wie Sie wollen. Ich nenne es Enteignung mit Terminvorlauf.
𝗨𝗻𝗱 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗮𝘁𝘇.
Zwei Jahre lang wurde darüber nichts gesagt. Kein Wort auf der Homepage, keine Pressemitteilung, keine Debatte im Bundestag. Ohne die Recherche eines kleinen Mediums wüssten wir bis heute nichts.
Die Begründung, intern, gegenüber Netzbetreibern: man wolle Verunsicherungen vermeiden.
Lesen Sie das noch einmal. Langsam.
Nicht der drohende Mangel ist das Problem. Sie sind es. Ihr Gefühl. Ihre Reaktion. Der Bürger ist die Störgröße, die man aus der Gleichung nimmt.
Und gleichzeitig, ganz offiziell auf Anfrage: Es besteht keine Mangellage.
Natürlich nicht. Deshalb baut man ja auch zwei Jahre lang eine Kommandozentrale für den Fall, den es angeblich nicht gibt. Niemand legt sich einen Feuerlöscher hin, weil er nicht an Feuer glaubt.
Aluminium, Kupfer, Stahl, Glas, Chemie stehen auf dieser Liste ganz oben. Exakt die Branchen, ohne die keine Munition entsteht, kein Panzer, kein Gefechtsstand. Man brüllt Kriegstüchtigkeit in jedes Mikrofon und schraubt der eigenen Grundstoffindustrie einen Vierundzwanzig-Stunden-Abschalter ans Bein.
Das ist kein Meinungsstreit. Das ist Arithmetik. Und sie geht nicht auf.
Wer das für das Ende der Geschichte hält, irrt. Denn dieselbe Woche, in der diese Liste bekannt wurde, hat der Staat noch etwas anderes getan. Er hat begonnen, einen ganzen Jahrgang junger Menschen zu erfassen.
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝗳𝗼𝗹𝗴𝘁.
Nennt mich Verschwörungstheoretiker. Ich komme heute ohne eine einzige Behauptung aus.
Ich bringe Sprengtermine. Abstimmungsergebnisse. Aktenzeichen. Gerichtsbeschlüsse. Und die Rede eines Mannes, den der Staat selbst auf sein Podium gestellt hat.
Zusammensetzen müssen Sie das selbst. Genau davor haben sie Angst.
𝗦𝗶𝗲 𝘀𝗽𝗿𝗲𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗞𝗿𝗮𝗳𝘁𝘄𝗲𝗿𝗸𝗲. 𝗨𝗻𝗱 𝗯𝗮𝘂𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗻 𝗦𝗰𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝗿.
Grafenrheinfeld, 1.345 Megawatt. Kühltürme gesprengt, August 2024. Gundremmingen, das leistungsstärkste Kernkraftwerk, das dieses Land je besaß, über achtzehn Terawattstunden im Jahr. Beide Türme fielen am 25. Oktober 2025, punkt zwölf, fünfzehn Sekunden Abstand, mit Publikum auf dem Feldweg. Moorburg in Hamburg, eines der modernsten Kohlekraftwerke Europas, 2015 ans Netz, 2021 vom Netz. Sechs Jahre.
Man legt nicht still. Man sprengt.
Merken Sie den Unterschied? Ein stillgelegtes Kraftwerk kann man wieder anfahren. Ein gesprengtes nicht. Das ist keine Energiepolitik. Das ist die vorsätzliche Zerstörung der eigenen Rückfahrkarte.
Und während der Staub sich legt, wird nebenan die Verwaltung des Mangels gebaut.
Seit 2024 arbeitet die Bundesnetzagentur an einer Sicherheitsplattform Strom. Betriebe ab acht Gigawattstunden Jahresverbrauch müssen sich registrieren, ihren Verbrauch prognostizieren, ihre Einsparmöglichkeiten offenlegen. Mit drei Tagen bis 24 Stunden Vorlauf kann angeordnet werden, herunterzufahren. Wer nicht gehorcht, dem lässt die Behörde über den Netzbetreiber den Strom abdrehen. Ausgelegt ist das auf Mangellagen von mehreren Tagen bis Wochen. Entschädigung sieht das Energiesicherungsgesetz grundsätzlich nicht vor.
Wochen. Kein Ersatz. Ein Tag Vorwarnung.
Sie haben investiert, Genehmigungen geholt, dreihundert Leute eingestellt. Morgen um diese Zeit ist Schluss. Wie lange, weiß keiner. Bezahlt wird nichts. Schicken Sie Ihre Leute nach Hause.
Nennen Sie das, wie Sie wollen. Ich nenne es Enteignung mit Terminvorlauf.
𝗨𝗻𝗱 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗮𝘁𝘇.
Zwei Jahre lang wurde darüber nichts gesagt. Kein Wort auf der Homepage, keine Pressemitteilung, keine Debatte im Bundestag. Ohne die Recherche eines kleinen Mediums wüssten wir bis heute nichts.
Die Begründung, intern, gegenüber Netzbetreibern: man wolle Verunsicherungen vermeiden.
Lesen Sie das noch einmal. Langsam.
Nicht der drohende Mangel ist das Problem. Sie sind es. Ihr Gefühl. Ihre Reaktion. Der Bürger ist die Störgröße, die man aus der Gleichung nimmt.
Und gleichzeitig, ganz offiziell auf Anfrage: Es besteht keine Mangellage.
Natürlich nicht. Deshalb baut man ja auch zwei Jahre lang eine Kommandozentrale für den Fall, den es angeblich nicht gibt. Niemand legt sich einen Feuerlöscher hin, weil er nicht an Feuer glaubt.
Aluminium, Kupfer, Stahl, Glas, Chemie stehen auf dieser Liste ganz oben. Exakt die Branchen, ohne die keine Munition entsteht, kein Panzer, kein Gefechtsstand. Man brüllt Kriegstüchtigkeit in jedes Mikrofon und schraubt der eigenen Grundstoffindustrie einen Vierundzwanzig-Stunden-Abschalter ans Bein.
Das ist kein Meinungsstreit. Das ist Arithmetik. Und sie geht nicht auf.
Wer das für das Ende der Geschichte hält, irrt. Denn dieselbe Woche, in der diese Liste bekannt wurde, hat der Staat noch etwas anderes getan. Er hat begonnen, einen ganzen Jahrgang junger Menschen zu erfassen.
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝗳𝗼𝗹𝗴𝘁.
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𝗗𝗔𝗦 𝗞𝗔𝗥𝗧𝗘𝗟𝗟 · 𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝘃𝗼𝗻 𝟰
In Teil 1 ging es um gesprengte Kraftwerke und um eine Behörde, die zwei Jahre lang verschwieg, dass sie Fabriken abschalten kann. Jetzt zu der Frage, wer das ausbaden soll.
𝗝𝗲𝘁𝘇𝘁 𝗸𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻 𝘀𝗶𝗲 𝗮𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿.
Am 5. Dezember 2025 hat der Bundestag das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz beschlossen. 323 zu 272. Seit Anfang 2026 bekommt jeder Achtzehnjährige Post. Für Männer ist die Antwort Pflicht. Die Musterung ist Pflicht, Jahrgang 2008 zuerst, flächendeckend ab dem 1. Juli 2027. Auch wer verweigern will, muss antreten. Und wenn die Zahlen nicht kommen, steht die Bedarfswehrpflicht schon im Gesetz.
Freiwillig nennen sie das. Freiwillig mit Meldepflicht, Untersuchungspflicht und eingebauter Rückfallklausel. Freiwillig wie eine Steuererklärung.
Und dann, am 20. Juli 2026, im Bendlerblock. Zweiundachtzigster Jahrestag des Attentats auf Hitler. Rekruten legen ihr Gelöbnis ab, auf demselben Hof, auf dem 1944 vier deutsche Offiziere erschossen wurden. Es sprechen der Verteidigungsminister und der Schriftsteller Navid Kermani.
Und was sagt der geladene Redner den Achtzehnjährigen?
Er sagt ihnen, dieser Tag stehe nicht für Gehorsam, sondern dafür, dass man Widerstand leisten muss, wenn Diensterfüllung ein Verbrechen ist. Er sagt, die Grundrechte stünden über jedem Befehl. Und dann sagt er, wenn eine künftige Bundesregierung sie in einen offenkundig völkerrechtswidrigen Krieg führen wolle, sei es ihre Pflicht, den Befehl zu verweigern.
Nicht abstrakt. Er sagt, kein Geringerer als der Bundeskanzler habe es sich zur Gewohnheit gemacht, das Völkerrecht kleinzureden. Er sagt, die Reaktionen auf die Mahnung des Bundespräsidenten hätten von Häme über Abwehr bis zum Totschweigen gereicht.
Und er sagt diesen jungen Menschen, es sei historisch unwahrscheinlich, dass ihr Leben vollständig in eine Friedensphase falle.
Das war kein Störer. Das war kein Zwischenruf von der Straße. Das war das offizielle Programm, mit dem Minister im Rücken. Und niemand ist aufgestanden und gegangen.
Man erfasst einen ganzen Jahrgang, sagt ihm, der Krieg kommt wohl zurück, und lässt ihm bei derselben Zeremonie ausrichten, dass er der eigenen Regierung in Kriegsfragen nicht trauen darf.
Wenn das jemand anders sagen würde, hieße es Hetze. Es steht im Protokoll.
𝗘𝗶𝗻 𝗟𝗮𝗻𝗱, 𝗱𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗙𝗮𝗵𝗻𝗲 𝗺𝗮𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗿𝗼𝗹𝗹𝗲𝗻 𝘀𝗼𝗹𝗹.
2013, Wahlsiegnacht: Die Kanzlerin nimmt einem Parteifreund auf offener Bühne die Deutschlandfahne aus der Hand und reicht sie weg. Das Bild ging um die Welt.
2024: Ein 87-jähriger Rentner in Berlin hängt die Bundesflagge an sein Balkongeländer. Er wird beschimpft und bedroht. Ermittelt wird gegen ihn.
Im selben Jahr, während einer Fußball-Europameisterschaft: ernsthafte Debatte, ob Schwarz-Rot-Gold an Polizeifahrzeugen die staatliche Neutralität verletze. Die Regenbogenfahne an denselben Fahrzeugen war vorher kein Thema.
Juni 2025: Die Bundestagspräsidentin untersagt die Regenbogenflagge zum Christopher Street Day mit Verweis auf Neutralität, zum 17. Mai aber nicht. Im Sommer 2025 lässt die Bundestagspolizei sichtbare Regenbogenfahnen im Gebäude entfernen.
Juni 2026: Dieselbe Bundestagspolizei rückt auf einem Parlamentsbalkon an, weil dort Abgeordnete die Deutschlandfahne schwenken. Auf die Frage, warum man bei der einen Fahne einschreitet und bei der anderen nicht, schweigt die Pressestelle des Bundestages bis heute.
Wenige Wochen später wird ein 67-jähriger früherer Bundeswehrsoldat in Berlin aufgefordert, seine Deutschlandfahne einzurollen. Ein Mann, der gedient hat.
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟯 𝗳𝗼𝗹𝗴𝘁.
In Teil 1 ging es um gesprengte Kraftwerke und um eine Behörde, die zwei Jahre lang verschwieg, dass sie Fabriken abschalten kann. Jetzt zu der Frage, wer das ausbaden soll.
𝗝𝗲𝘁𝘇𝘁 𝗸𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻 𝘀𝗶𝗲 𝗮𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿.
Am 5. Dezember 2025 hat der Bundestag das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz beschlossen. 323 zu 272. Seit Anfang 2026 bekommt jeder Achtzehnjährige Post. Für Männer ist die Antwort Pflicht. Die Musterung ist Pflicht, Jahrgang 2008 zuerst, flächendeckend ab dem 1. Juli 2027. Auch wer verweigern will, muss antreten. Und wenn die Zahlen nicht kommen, steht die Bedarfswehrpflicht schon im Gesetz.
Freiwillig nennen sie das. Freiwillig mit Meldepflicht, Untersuchungspflicht und eingebauter Rückfallklausel. Freiwillig wie eine Steuererklärung.
Und dann, am 20. Juli 2026, im Bendlerblock. Zweiundachtzigster Jahrestag des Attentats auf Hitler. Rekruten legen ihr Gelöbnis ab, auf demselben Hof, auf dem 1944 vier deutsche Offiziere erschossen wurden. Es sprechen der Verteidigungsminister und der Schriftsteller Navid Kermani.
Und was sagt der geladene Redner den Achtzehnjährigen?
Er sagt ihnen, dieser Tag stehe nicht für Gehorsam, sondern dafür, dass man Widerstand leisten muss, wenn Diensterfüllung ein Verbrechen ist. Er sagt, die Grundrechte stünden über jedem Befehl. Und dann sagt er, wenn eine künftige Bundesregierung sie in einen offenkundig völkerrechtswidrigen Krieg führen wolle, sei es ihre Pflicht, den Befehl zu verweigern.
Nicht abstrakt. Er sagt, kein Geringerer als der Bundeskanzler habe es sich zur Gewohnheit gemacht, das Völkerrecht kleinzureden. Er sagt, die Reaktionen auf die Mahnung des Bundespräsidenten hätten von Häme über Abwehr bis zum Totschweigen gereicht.
Und er sagt diesen jungen Menschen, es sei historisch unwahrscheinlich, dass ihr Leben vollständig in eine Friedensphase falle.
Das war kein Störer. Das war kein Zwischenruf von der Straße. Das war das offizielle Programm, mit dem Minister im Rücken. Und niemand ist aufgestanden und gegangen.
Man erfasst einen ganzen Jahrgang, sagt ihm, der Krieg kommt wohl zurück, und lässt ihm bei derselben Zeremonie ausrichten, dass er der eigenen Regierung in Kriegsfragen nicht trauen darf.
Wenn das jemand anders sagen würde, hieße es Hetze. Es steht im Protokoll.
𝗘𝗶𝗻 𝗟𝗮𝗻𝗱, 𝗱𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗙𝗮𝗵𝗻𝗲 𝗺𝗮𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗿𝗼𝗹𝗹𝗲𝗻 𝘀𝗼𝗹𝗹.
2013, Wahlsiegnacht: Die Kanzlerin nimmt einem Parteifreund auf offener Bühne die Deutschlandfahne aus der Hand und reicht sie weg. Das Bild ging um die Welt.
2024: Ein 87-jähriger Rentner in Berlin hängt die Bundesflagge an sein Balkongeländer. Er wird beschimpft und bedroht. Ermittelt wird gegen ihn.
Im selben Jahr, während einer Fußball-Europameisterschaft: ernsthafte Debatte, ob Schwarz-Rot-Gold an Polizeifahrzeugen die staatliche Neutralität verletze. Die Regenbogenfahne an denselben Fahrzeugen war vorher kein Thema.
Juni 2025: Die Bundestagspräsidentin untersagt die Regenbogenflagge zum Christopher Street Day mit Verweis auf Neutralität, zum 17. Mai aber nicht. Im Sommer 2025 lässt die Bundestagspolizei sichtbare Regenbogenfahnen im Gebäude entfernen.
Juni 2026: Dieselbe Bundestagspolizei rückt auf einem Parlamentsbalkon an, weil dort Abgeordnete die Deutschlandfahne schwenken. Auf die Frage, warum man bei der einen Fahne einschreitet und bei der anderen nicht, schweigt die Pressestelle des Bundestages bis heute.
Wenige Wochen später wird ein 67-jähriger früherer Bundeswehrsoldat in Berlin aufgefordert, seine Deutschlandfahne einzurollen. Ein Mann, der gedient hat.
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟯 𝗳𝗼𝗹𝗴𝘁.
👍23❤5💯4👏1
𝗗𝗔𝗦 𝗞𝗔𝗥𝗧𝗘𝗟𝗟 · 𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟯 𝘃𝗼𝗻 𝟰
Teil 2 endete bei einem Mann, der gedient hat und seine Deutschlandfahne einrollen sollte.
Und damit mir keiner kommt: Ein Verbot gibt es nicht. Wer Verbot sagt, wird in zehn Minuten zerlegt und reißt alles andere mit runter.
Aber ein Land, in dem das Zeigen der eigenen Flagge regelmäßig eine amtliche Reaktion auslöst, hat kein Fahnenproblem. Es hat ein kaputtes Verhältnis zu sich selbst. Und aus diesem Zustand heraus sollen jetzt Achtzehnjährige in Uniform steigen und im Zweifel sterben.
Sagen Sie mir bitte einer, wofür.
𝗗𝗶𝗲 𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝘁.
Sie wählen. Sie wählen wieder. Sie wählen anders. Und heraus kommt dasselbe in einer anderen Farbe.
Euro-Rettung, Grenzöffnung, Atomausstieg, Aufrüstung. Vier Weichenstellungen, die dieses Land umgebaut haben. Bei keiner einzigen gab es je die Möglichkeit, sie durch Abstimmung zu korrigieren. Ein bundesweites Referendum kennt das Grundgesetz nur für die Neugliederung des Bundesgebiets. Die Wahl entscheidet über Personal. Über die Richtung entscheidet sie nicht.
Und die Parteien, die diese Richtung tragen, sind längst keine Konkurrenten mehr im eigentlichen Sinn. Sie sind mit dem Staat verwachsen, den sie verwalten sollen. Die Politikwissenschaft nennt das seit 1995 die Kartellpartei. Das Wort stammt nicht von Wutbürgern, sondern aus dem Zentrum der Parteienforschung. Wettbewerb nach außen, Absprache nach innen.
Sehen Sie sich an, worauf dieses Kartell zugreift.
Auf den Rundfunk. In den Aufsichtsgremien von ARD und ZDF sitzen Parteivertreter und parteinahe Verbandsleute. Das Bundesverfassungsgericht hat 2014 den ZDF-Staatsvertrag für verfassungswidrig erklärt, weil der staatlich-staatsnahe Einfluss zu groß war, und eine Obergrenze von einem Drittel verordnet. Ein Drittel. Als Zugeständnis. Von Karlsruhe.
Auf die Behördenspitzen. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz ist politischer Beamter, jederzeit versetzbar, dem Innenministerium unterstellt.
Und auf die Richterbank. Verfassungsrichter werden von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gewählt, jahrzehntelang nach informeller Absprache der großen Parteien, bis 2015 im Bundestag sogar hinter verschlossenen Türen durch einen Zwölferausschuss. Im Sommer 2025 ist dieses Verfahren öffentlich zerbrochen, als eine Nominierung im Plenum scheiterte. Da konnte jeder sehen, was dort verhandelt wird.
𝗗𝗮𝗻𝗻 𝗲𝗻𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝗱𝗲𝘁 𝗲𝗶𝗻 𝗚𝗲𝗿𝗶𝗰𝗵𝘁.
Am 2. Mai 2025 stuft das Bundesamt für Verfassungsschutz die stärkste Oppositionspartei öffentlich als gesichert rechtsextremistische Bestrebung ein. Grundlage: ein Gutachten von 1.108 Seiten, ausschließlich aus öffentlich zugänglichen Quellen.
Am 26. Februar 2026 untersagt das Verwaltungsgericht Köln genau diese Einstufung vorläufig und verpflichtet die Behörde, die Pressemitteilung zu löschen. Nicht jede verfassungswidrige Forderung, so das Gericht, begründe schon eine verfassungsfeindliche Grundtendenz. Zwanzig Bände Akte. Anderthalb Terabyte. Aktenzeichen 13 L 1109/25.
Neun Monate lang stand ein Etikett im Raum, das in erster Runde nicht hielt. Neun Monate Aufmacher, Ausschlussdebatten, Kontosperrungen, Berufsverbotsfantasien.
Ich sage nicht, dass jemand das befohlen hat. Ich sage etwas Schlimmeres: Es brauchte niemanden, der es befiehlt.
Und jetzt der Punkt, der Ihnen nicht gefallen wird und der trotzdem der Kern ist. Dass es dieses Urteil gibt, ist kein Verdienst des Verfahrens. Es ist das Verdienst einzelner Menschen mit Berufsethos, die von genau den Parteien auf ihre Stühle gesetzt wurden, gegen die sie entschieden haben.
Ein System, das darauf angewiesen ist, dass Charakter das Verfahren korrigiert, ist nicht gesichert. Es hat bisher Glück gehabt.
Und wer Glück für einen Sicherheitsmechanismus hält, hat noch nie erlebt, dass es ausgeht.
Und das Erschreckendste an dieser Geschichte ist nicht die Behörde. Es sind die Millionen, die zusehen. Darum geht es im letzten Teil.
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟰 𝗳𝗼𝗹𝗴𝘁.
Teil 2 endete bei einem Mann, der gedient hat und seine Deutschlandfahne einrollen sollte.
Und damit mir keiner kommt: Ein Verbot gibt es nicht. Wer Verbot sagt, wird in zehn Minuten zerlegt und reißt alles andere mit runter.
Aber ein Land, in dem das Zeigen der eigenen Flagge regelmäßig eine amtliche Reaktion auslöst, hat kein Fahnenproblem. Es hat ein kaputtes Verhältnis zu sich selbst. Und aus diesem Zustand heraus sollen jetzt Achtzehnjährige in Uniform steigen und im Zweifel sterben.
Sagen Sie mir bitte einer, wofür.
𝗗𝗶𝗲 𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝘁.
Sie wählen. Sie wählen wieder. Sie wählen anders. Und heraus kommt dasselbe in einer anderen Farbe.
Euro-Rettung, Grenzöffnung, Atomausstieg, Aufrüstung. Vier Weichenstellungen, die dieses Land umgebaut haben. Bei keiner einzigen gab es je die Möglichkeit, sie durch Abstimmung zu korrigieren. Ein bundesweites Referendum kennt das Grundgesetz nur für die Neugliederung des Bundesgebiets. Die Wahl entscheidet über Personal. Über die Richtung entscheidet sie nicht.
Und die Parteien, die diese Richtung tragen, sind längst keine Konkurrenten mehr im eigentlichen Sinn. Sie sind mit dem Staat verwachsen, den sie verwalten sollen. Die Politikwissenschaft nennt das seit 1995 die Kartellpartei. Das Wort stammt nicht von Wutbürgern, sondern aus dem Zentrum der Parteienforschung. Wettbewerb nach außen, Absprache nach innen.
Sehen Sie sich an, worauf dieses Kartell zugreift.
Auf den Rundfunk. In den Aufsichtsgremien von ARD und ZDF sitzen Parteivertreter und parteinahe Verbandsleute. Das Bundesverfassungsgericht hat 2014 den ZDF-Staatsvertrag für verfassungswidrig erklärt, weil der staatlich-staatsnahe Einfluss zu groß war, und eine Obergrenze von einem Drittel verordnet. Ein Drittel. Als Zugeständnis. Von Karlsruhe.
Auf die Behördenspitzen. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz ist politischer Beamter, jederzeit versetzbar, dem Innenministerium unterstellt.
Und auf die Richterbank. Verfassungsrichter werden von Bundestag und Bundesrat mit Zweidrittelmehrheit gewählt, jahrzehntelang nach informeller Absprache der großen Parteien, bis 2015 im Bundestag sogar hinter verschlossenen Türen durch einen Zwölferausschuss. Im Sommer 2025 ist dieses Verfahren öffentlich zerbrochen, als eine Nominierung im Plenum scheiterte. Da konnte jeder sehen, was dort verhandelt wird.
𝗗𝗮𝗻𝗻 𝗲𝗻𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝗱𝗲𝘁 𝗲𝗶𝗻 𝗚𝗲𝗿𝗶𝗰𝗵𝘁.
Am 2. Mai 2025 stuft das Bundesamt für Verfassungsschutz die stärkste Oppositionspartei öffentlich als gesichert rechtsextremistische Bestrebung ein. Grundlage: ein Gutachten von 1.108 Seiten, ausschließlich aus öffentlich zugänglichen Quellen.
Am 26. Februar 2026 untersagt das Verwaltungsgericht Köln genau diese Einstufung vorläufig und verpflichtet die Behörde, die Pressemitteilung zu löschen. Nicht jede verfassungswidrige Forderung, so das Gericht, begründe schon eine verfassungsfeindliche Grundtendenz. Zwanzig Bände Akte. Anderthalb Terabyte. Aktenzeichen 13 L 1109/25.
Neun Monate lang stand ein Etikett im Raum, das in erster Runde nicht hielt. Neun Monate Aufmacher, Ausschlussdebatten, Kontosperrungen, Berufsverbotsfantasien.
Ich sage nicht, dass jemand das befohlen hat. Ich sage etwas Schlimmeres: Es brauchte niemanden, der es befiehlt.
Und jetzt der Punkt, der Ihnen nicht gefallen wird und der trotzdem der Kern ist. Dass es dieses Urteil gibt, ist kein Verdienst des Verfahrens. Es ist das Verdienst einzelner Menschen mit Berufsethos, die von genau den Parteien auf ihre Stühle gesetzt wurden, gegen die sie entschieden haben.
Ein System, das darauf angewiesen ist, dass Charakter das Verfahren korrigiert, ist nicht gesichert. Es hat bisher Glück gehabt.
Und wer Glück für einen Sicherheitsmechanismus hält, hat noch nie erlebt, dass es ausgeht.
Und das Erschreckendste an dieser Geschichte ist nicht die Behörde. Es sind die Millionen, die zusehen. Darum geht es im letzten Teil.
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟰 𝗳𝗼𝗹𝗴𝘁.
👍22❤10💯4👏3
𝗗𝗔𝗦 𝗞𝗔𝗥𝗧𝗘𝗟𝗟 · 𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟰 𝘃𝗼𝗻 𝟰
Bisher: gesprengte Kraftwerke, eine Abschaltliste, der Jahrgang 2008, die eigene Fahne als Streitfall und ein Parteienkartell, dem nur noch die Justiz im Weg steht. Jetzt der Rest.
𝗨𝗻𝗱 𝗮𝗹𝗹𝗲 𝘀𝗰𝗵𝗮𝘂𝗲𝗻 𝘇𝘂.
Das ist der Teil, der mich nachts nicht schlafen lässt. Nicht die Behörde. Die tut, was Behörden tun.
Es sind die Millionen, die das alles mitbekommen und nichts tun. Nicht aus Feigheit. Aus Gewohnheit.
Zwei Generationen sind in einem Land aufgewachsen, in dem alles funktionierte. Der Strom kam aus der Steckdose, die Rente kam, das Gericht sprach Recht. Der Rechtsstaat war Möbelstück. Man musste sich nicht kümmern, und darum hat man das Kümmern verlernt.
Genau das ist die Falle. Wer nie erlebt hat, dass etwas kaputtgeht, hält jedes Knirschen für ein Geräusch. Das Vertrauen, das dieses Land groß gemacht hat, ist heute seine größte Schwachstelle. Es lässt sich beliebig weit dehnen, weil niemand weiß, wo es reißt.
Und die Behörden wissen das. Deshalb der Satz mit den Verunsicherungen. Man muss die Leute nicht überzeugen. Man muss nur verhindern, dass sie aufmerken. Solange die Kasse im Supermarkt piept, hält die Starre.
Sie wird nicht durch ein Argument enden. Sie endet an dem Tag, an dem etwas Grundsätzliches zum ersten Mal nicht mehr funktioniert. Und dann ist es für die ruhige Variante zu spät.
𝗪𝗮𝘀 𝗶𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘀𝗮𝗴𝗲.
Ich sage nicht Diktatur. Nicht aus Vorsicht, sondern weil das Wort die Sache verharmlost.
Eine Diktatur erkennt man. Sie hat ein Gesicht, ein Datum, einen Putsch. Man kann sie benennen, hassen, stürzen. Sie gibt einem etwas, wogegen man sein kann.
Was hier gebaut wird, gibt einem nichts davon. Keinen Putsch, sondern Zuständigkeiten. Keinen Führer, sondern Referatsleiter. Jeder Schritt legal, begründet, aktenkundig und für sich genommen sogar vernünftig. Und die Summe ist ein Land, in dem eine Behörde per Mausklick die Produktion abstellt, ein Amt Oppositionsparteien etikettiert, ein Jahrgang gemustert wird und jeder Erwachsene weiß, was ein Repost kostet.
Dafür braucht es keinen Diktator. Dafür braucht es Verwaltung und Zeit.
Und deshalb ist es schlimmer. Gegen einen Diktator kann man aufstehen. Gegen ein Verfahren kann man nur Widerspruch einlegen, bei genau der Stelle, die das Verfahren führt.
Vergessen Sie das Wort. Es lenkt ab. Man streitet dann über Vokabeln statt über den Schalter, die Liste und die Musterungsbescheide. Genau darauf setzen sie.
Bleiben Sie bei den Instrumenten. Die sind gebaut. Die sind real. Die verschwinden nicht wieder.
Und wer sie eines Tages erbt, das entscheidet nicht, wer sie gebaut hat.
Es gab für jeden einzelnen Schritt eine gute Begründung. Das ist ja das Verfahren.
Reden kann man drehen. Beton, der einmal liegt, dreht sich nicht.
Euer Rainer Taufertshöfer
_____________
𝗞𝗼𝗻𝘁𝗮𝗸𝘁 · 𝗘𝗶𝗻𝗼𝗿𝗱𝗻𝘂𝗻𝗴 · 𝗜𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻
Fragen klärt man nicht im Kommentarbereich.
Man klärt sie im Gespräch.
Telefon: 05536 2353056
Gerne nehmen wir uns Zeit für ein unverbindliches Erstgespräch.
Alternativ direkter Kontakt per Telegram:
@Rainer_Taufertshoefer
(für erste Kontaktaufnahme und Terminabstimmung)
𝗢𝗻𝗹𝗶𝗻𝗲-𝗜𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀𝗮𝗻𝗴𝗲𝗯𝗼𝘁𝗲
Vertiefende Inhalte, Analysen und Einordnungen finden Sie hier:
Medizinjournalistische Webseite
https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de
Forschungsseminare – zentraler Informationspool
https://www.forschungsseminare.de
𝗦𝗼𝗰𝗶𝗮𝗹 𝗠𝗲𝗱𝗶𝗮 & 𝗹𝗮𝘂𝗳𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗞𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻𝘁𝗮𝗿𝗲
Telegram (öffentlich)
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Bisher: gesprengte Kraftwerke, eine Abschaltliste, der Jahrgang 2008, die eigene Fahne als Streitfall und ein Parteienkartell, dem nur noch die Justiz im Weg steht. Jetzt der Rest.
𝗨𝗻𝗱 𝗮𝗹𝗹𝗲 𝘀𝗰𝗵𝗮𝘂𝗲𝗻 𝘇𝘂.
Das ist der Teil, der mich nachts nicht schlafen lässt. Nicht die Behörde. Die tut, was Behörden tun.
Es sind die Millionen, die das alles mitbekommen und nichts tun. Nicht aus Feigheit. Aus Gewohnheit.
Zwei Generationen sind in einem Land aufgewachsen, in dem alles funktionierte. Der Strom kam aus der Steckdose, die Rente kam, das Gericht sprach Recht. Der Rechtsstaat war Möbelstück. Man musste sich nicht kümmern, und darum hat man das Kümmern verlernt.
Genau das ist die Falle. Wer nie erlebt hat, dass etwas kaputtgeht, hält jedes Knirschen für ein Geräusch. Das Vertrauen, das dieses Land groß gemacht hat, ist heute seine größte Schwachstelle. Es lässt sich beliebig weit dehnen, weil niemand weiß, wo es reißt.
Und die Behörden wissen das. Deshalb der Satz mit den Verunsicherungen. Man muss die Leute nicht überzeugen. Man muss nur verhindern, dass sie aufmerken. Solange die Kasse im Supermarkt piept, hält die Starre.
Sie wird nicht durch ein Argument enden. Sie endet an dem Tag, an dem etwas Grundsätzliches zum ersten Mal nicht mehr funktioniert. Und dann ist es für die ruhige Variante zu spät.
𝗪𝗮𝘀 𝗶𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘀𝗮𝗴𝗲.
Ich sage nicht Diktatur. Nicht aus Vorsicht, sondern weil das Wort die Sache verharmlost.
Eine Diktatur erkennt man. Sie hat ein Gesicht, ein Datum, einen Putsch. Man kann sie benennen, hassen, stürzen. Sie gibt einem etwas, wogegen man sein kann.
Was hier gebaut wird, gibt einem nichts davon. Keinen Putsch, sondern Zuständigkeiten. Keinen Führer, sondern Referatsleiter. Jeder Schritt legal, begründet, aktenkundig und für sich genommen sogar vernünftig. Und die Summe ist ein Land, in dem eine Behörde per Mausklick die Produktion abstellt, ein Amt Oppositionsparteien etikettiert, ein Jahrgang gemustert wird und jeder Erwachsene weiß, was ein Repost kostet.
Dafür braucht es keinen Diktator. Dafür braucht es Verwaltung und Zeit.
Und deshalb ist es schlimmer. Gegen einen Diktator kann man aufstehen. Gegen ein Verfahren kann man nur Widerspruch einlegen, bei genau der Stelle, die das Verfahren führt.
Vergessen Sie das Wort. Es lenkt ab. Man streitet dann über Vokabeln statt über den Schalter, die Liste und die Musterungsbescheide. Genau darauf setzen sie.
Bleiben Sie bei den Instrumenten. Die sind gebaut. Die sind real. Die verschwinden nicht wieder.
Und wer sie eines Tages erbt, das entscheidet nicht, wer sie gebaut hat.
Es gab für jeden einzelnen Schritt eine gute Begründung. Das ist ja das Verfahren.
Reden kann man drehen. Beton, der einmal liegt, dreht sich nicht.
Euer Rainer Taufertshöfer
_____________
𝗞𝗼𝗻𝘁𝗮𝗸𝘁 · 𝗘𝗶𝗻𝗼𝗿𝗱𝗻𝘂𝗻𝗴 · 𝗜𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻
Fragen klärt man nicht im Kommentarbereich.
Man klärt sie im Gespräch.
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Gerne nehmen wir uns Zeit für ein unverbindliches Erstgespräch.
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𝗢𝗻𝗹𝗶𝗻𝗲-𝗜𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀𝗮𝗻𝗴𝗲𝗯𝗼𝘁𝗲
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𝗗𝗘𝗥 𝗧𝗔𝗨𝗦𝗖𝗛 - 𝗧𝗘𝗜𝗟 𝟭
Sie deindustrialisieren die Wirtschaft. Und industrialisieren die Natur.
𝗗𝗶𝗲 𝗦𝗽𝗿𝗲𝗻𝗴𝘂𝗻𝗴 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗲𝗿 𝗭𝘂𝗯𝗮𝘂
Wer die Kartell-Serie (s. https://t.me/taufertshoefer/13538) gelesen hat, kennt die Bilder. Philippsburg, Mai 2020: zwei Kühltürme fallen in sich zusammen. Grafenrheinfeld, August 2024: die nächsten beiden. Gesicherte, abgeschriebene, funktionierende Erzeugung, gesprengt vor laufenden Kameras.
Und während der Staub sich legt, wächst die Gegenseite. Über 28.500 Windenergieanlagen stehen an Land. Zwei Prozent der Fläche dieses Landes sind ihnen per Gesetz zugewiesen, verbindlich bis 2032. Nicht zwei Prozent der Gewerbegebiete. Zwei Prozent von allem: Wald, Kuppe, Karst, Küste.
Das ist der Tausch. Dieses Land deindustrialisiert seine Wirtschaft und industrialisiert seine Natur. Beides mit demselben Gesetz begründet. Beides im Namen derselben Rettung.
𝗗𝗶𝗲 𝗠𝗲𝗰𝗵𝗮𝗻𝗶𝗸
In Teil 3 der Kartell-Serie (s. https://t.me/taufertshoefer/13540) stand der Satz: Die Regeln schreibt, wer an ihnen verdient. Hier steht er im Bundesgesetzblatt.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz garantiert jedem Betreiber zwanzig Jahre Vergütung. Nicht Markt. Garantie. Geschrieben wurde es in engster Tuchfühlung mit der Branche, die es reich gemacht hat. Das war nie ein Geheimnis. Es hat nur nie jemanden gestört.
Die Rechnung für 2024: Im Bundeshaushalt eingeplant waren 10,6 Milliarden Euro. Überwiesen wurden 18,5 Milliarden. Die Differenz von knapp acht Milliarden steht in einer Antwort der Bundesregierung, Drucksache 20/14522. Kein Skandal, kein Untersuchungsausschuss. Ein Buchungsvorgang.
Es geht eine Stufe weiter. Wenn das Netz voll ist, werden Anlagen abgeregelt. Der Strom wird nicht erzeugt. Bezahlt wird er trotzdem: Entschädigung für Ausfallarbeit, gesetzlich garantiert, zuletzt rund 430 Millionen Euro in einem Jahr. Strom, der nie existiert hat, erzeugt Rendite. Das gesamte Engpassmanagement kostete 2024 rund 2,8 Milliarden Euro.
Und die Leistung? Der Anlagenbestand an Land erreichte über drei Jahrzehnte im Jahresmittel zwischen 962 und 1.931 Volllaststunden. Ein Jahr hat 8.760 Stunden. Im besten Jahr lief der Park rechnerisch ein gutes Fünftel der Zeit unter Volllast. Im schlechtesten ein Neuntel.
Das ist kein Markt. Das ist ein Verteilungsschlüssel mit Rotorblättern. Garantierte Abnahme, garantierter Preis, garantierte Entschädigung fürs Nichtliefern. Wer solche Bedingungen durchsetzen kann, braucht keine Diktatur. Er braucht ein Gesetz.
In Teil 2: was dieses Gesetz mit dem Naturschutzrecht gemacht hat. Und ein Film, der sehenswert ist, obwohl er Fehler hat.
Sie deindustrialisieren die Wirtschaft. Und industrialisieren die Natur.
𝗗𝗶𝗲 𝗦𝗽𝗿𝗲𝗻𝗴𝘂𝗻𝗴 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗲𝗿 𝗭𝘂𝗯𝗮𝘂
Wer die Kartell-Serie (s. https://t.me/taufertshoefer/13538) gelesen hat, kennt die Bilder. Philippsburg, Mai 2020: zwei Kühltürme fallen in sich zusammen. Grafenrheinfeld, August 2024: die nächsten beiden. Gesicherte, abgeschriebene, funktionierende Erzeugung, gesprengt vor laufenden Kameras.
Und während der Staub sich legt, wächst die Gegenseite. Über 28.500 Windenergieanlagen stehen an Land. Zwei Prozent der Fläche dieses Landes sind ihnen per Gesetz zugewiesen, verbindlich bis 2032. Nicht zwei Prozent der Gewerbegebiete. Zwei Prozent von allem: Wald, Kuppe, Karst, Küste.
Das ist der Tausch. Dieses Land deindustrialisiert seine Wirtschaft und industrialisiert seine Natur. Beides mit demselben Gesetz begründet. Beides im Namen derselben Rettung.
𝗗𝗶𝗲 𝗠𝗲𝗰𝗵𝗮𝗻𝗶𝗸
In Teil 3 der Kartell-Serie (s. https://t.me/taufertshoefer/13540) stand der Satz: Die Regeln schreibt, wer an ihnen verdient. Hier steht er im Bundesgesetzblatt.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz garantiert jedem Betreiber zwanzig Jahre Vergütung. Nicht Markt. Garantie. Geschrieben wurde es in engster Tuchfühlung mit der Branche, die es reich gemacht hat. Das war nie ein Geheimnis. Es hat nur nie jemanden gestört.
Die Rechnung für 2024: Im Bundeshaushalt eingeplant waren 10,6 Milliarden Euro. Überwiesen wurden 18,5 Milliarden. Die Differenz von knapp acht Milliarden steht in einer Antwort der Bundesregierung, Drucksache 20/14522. Kein Skandal, kein Untersuchungsausschuss. Ein Buchungsvorgang.
Es geht eine Stufe weiter. Wenn das Netz voll ist, werden Anlagen abgeregelt. Der Strom wird nicht erzeugt. Bezahlt wird er trotzdem: Entschädigung für Ausfallarbeit, gesetzlich garantiert, zuletzt rund 430 Millionen Euro in einem Jahr. Strom, der nie existiert hat, erzeugt Rendite. Das gesamte Engpassmanagement kostete 2024 rund 2,8 Milliarden Euro.
Und die Leistung? Der Anlagenbestand an Land erreichte über drei Jahrzehnte im Jahresmittel zwischen 962 und 1.931 Volllaststunden. Ein Jahr hat 8.760 Stunden. Im besten Jahr lief der Park rechnerisch ein gutes Fünftel der Zeit unter Volllast. Im schlechtesten ein Neuntel.
Das ist kein Markt. Das ist ein Verteilungsschlüssel mit Rotorblättern. Garantierte Abnahme, garantierter Preis, garantierte Entschädigung fürs Nichtliefern. Wer solche Bedingungen durchsetzen kann, braucht keine Diktatur. Er braucht ein Gesetz.
In Teil 2: was dieses Gesetz mit dem Naturschutzrecht gemacht hat. Und ein Film, der sehenswert ist, obwohl er Fehler hat.
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Rainer Taufertshöfer (öffentlich)
𝗗𝗔𝗦 𝗞𝗔𝗥𝗧𝗘𝗟𝗟 · 𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 𝘃𝗼𝗻 𝟰
Nennt mich Verschwörungstheoretiker. Ich komme heute ohne eine einzige Behauptung aus.
Ich bringe Sprengtermine. Abstimmungsergebnisse. Aktenzeichen. Gerichtsbeschlüsse. Und die Rede eines Mannes, den der Staat selbst auf sein…
Nennt mich Verschwörungstheoretiker. Ich komme heute ohne eine einzige Behauptung aus.
Ich bringe Sprengtermine. Abstimmungsergebnisse. Aktenzeichen. Gerichtsbeschlüsse. Und die Rede eines Mannes, den der Staat selbst auf sein…
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𝗗𝗘𝗥 𝗧𝗔𝗨𝗦𝗖𝗛 - 𝗧𝗘𝗜𝗟 𝟮
Teil 1: Sprengungen, Zubau, Gesetzesmechanik. Jetzt das Recht.
𝗗𝗮𝘀 𝗥𝗲𝗰𝗵𝘁
Seit 2023 steht in Paragraph 2 des EEG ein Satz, den man zweimal lesen muss: Die erneuerbaren Energien liegen im überragenden öffentlichen Interesse. Überragend heißt: Im Zweifel überragen sie alles andere. Den Artenschutz. Das Landschaftsbild. Das Wasser.
Dazu die EU-Notfallverordnung 2022/2577, die Umweltprüfungen entfallen lässt. Dazu das Windflächenbedarfsgesetz mit den zwei Prozent. Dazu Paragraph 45b Bundesnaturschutzgesetz: Die Abstandsempfehlungen der staatlichen Vogelschutzwarten, über Jahrzehnte erarbeitet, wurden durch engere gesetzliche Prüfbereiche ersetzt. Was Fachleute für den Rotmilan für nötig hielten, hat der Gesetzgeber zurechtgeschnitten.
Fünfzig Jahre Naturschutzrecht wurden in rund zwei Jahren auf Durchlässigkeit umgebaut. Nicht abgeschafft. Umgebaut. Es gilt weiter, es steht nur nicht mehr im Weg.
Das Grüne Band, der alte Todesstreifen, ist heute Nationales Naturmonument. Dieser Streifen hat vier Jahrzehnte Diktatur überstanden. Jetzt wird sich zeigen, ob er vier Jahre überragendes öffentliches Interesse übersteht.
𝗗𝗲𝗿 𝗙𝗶𝗹𝗺
https://youtu.be/CFR5PysXrXs
Ein Jahr Drehzeit, neun Bundesländer: Ornithologen, NABU-Leute, Wasserfachleute, Bürgerinitiativen, ein Brancheninsider, ein früherer RWE-Vorstand. Die stärkste Aussage kommt von den Naturschützern selbst: Klimaschutz ist nicht Umweltschutz.
Der Film hat schwache Stellen. Ich benenne sie, bevor es andere tun. Die Behauptung, siebzig Prozent der Bundestagsabgeordneten hielten Windpark-Anteile, ist unbelegt und geht auf eine Einzelstimme zurück. Entlastet ist damit niemand: Anzeigepflichtig sind Beteiligungen erst über fünf Prozent einer Gesellschaft. Was darunter liegt, taucht in keiner Liste auf. Die Zahl ist nicht nur unbelegt, sie ist nach den Regeln dieses Hauses nicht einmal überprüfbar. Wer Prüfung unmöglich macht, muss mit Misstrauen leben. Die These, CO2 sinke als schweres Gas zu Boden, ist physikalisch falsch. Die Krebs-Erzählungen im Infraschall-Teil tragen keine Kausalität. Die Bovis-Einheiten-Sequenz liefert Kritikern das Etikett frei Haus.
Wer prüft, darf verlinken. Wer nur weiterleitet, haftet mit. Sehenswert ist der Film nicht trotz dieser Schwächen, sondern mit ihnen im Blick: wegen der Menschen, die dort sprechen, und der Rechtslage, die er sichtbar macht.
𝗗𝗲𝗿 𝗕𝗲𝘁𝗼𝗻
Unter jedem Turm liegen tausende Tonnen Beton und Stahl. Die Rückbautiefe ist nicht bundeseinheitlich geregelt. Ältere Genehmigungen verlangen oft nur einen Meter, anderthalb Meter unter Geländeoberkante. Was darunter liegt, bleibt. Die Branche selbst schlägt vor, Tiefgründungen künftig gesetzlich im Boden belassen zu dürfen.
Beton, der einmal liegt, dreht sich nicht. In Teil 4 der Kartell-Serie (s. https://t.me/taufertshoefer/13541) stand dieser Satz für Verfahren. Jetzt liegt er im Waldboden, im Karst, im Quellhorizont.
Die Vergütung ist auf zwanzig Jahre garantiert. Der Beton hält Jahrhunderte. Das ist der Tausch: Die Rendite ist befristet, das Fundament nicht. Kassiert wird jetzt. Geerbt wird später. Die Erben hat niemand gefragt.
Euer Rainer Taufertshöfer
𝗞𝗼𝗻𝘁𝗮𝗸𝘁 · 𝗘𝗶𝗻𝗼𝗿𝗱𝗻𝘂𝗻𝗴 · 𝗜𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻
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Teil 1: Sprengungen, Zubau, Gesetzesmechanik. Jetzt das Recht.
𝗗𝗮𝘀 𝗥𝗲𝗰𝗵𝘁
Seit 2023 steht in Paragraph 2 des EEG ein Satz, den man zweimal lesen muss: Die erneuerbaren Energien liegen im überragenden öffentlichen Interesse. Überragend heißt: Im Zweifel überragen sie alles andere. Den Artenschutz. Das Landschaftsbild. Das Wasser.
Dazu die EU-Notfallverordnung 2022/2577, die Umweltprüfungen entfallen lässt. Dazu das Windflächenbedarfsgesetz mit den zwei Prozent. Dazu Paragraph 45b Bundesnaturschutzgesetz: Die Abstandsempfehlungen der staatlichen Vogelschutzwarten, über Jahrzehnte erarbeitet, wurden durch engere gesetzliche Prüfbereiche ersetzt. Was Fachleute für den Rotmilan für nötig hielten, hat der Gesetzgeber zurechtgeschnitten.
Fünfzig Jahre Naturschutzrecht wurden in rund zwei Jahren auf Durchlässigkeit umgebaut. Nicht abgeschafft. Umgebaut. Es gilt weiter, es steht nur nicht mehr im Weg.
Das Grüne Band, der alte Todesstreifen, ist heute Nationales Naturmonument. Dieser Streifen hat vier Jahrzehnte Diktatur überstanden. Jetzt wird sich zeigen, ob er vier Jahre überragendes öffentliches Interesse übersteht.
𝗗𝗲𝗿 𝗙𝗶𝗹𝗺
https://youtu.be/CFR5PysXrXs
Ein Jahr Drehzeit, neun Bundesländer: Ornithologen, NABU-Leute, Wasserfachleute, Bürgerinitiativen, ein Brancheninsider, ein früherer RWE-Vorstand. Die stärkste Aussage kommt von den Naturschützern selbst: Klimaschutz ist nicht Umweltschutz.
Der Film hat schwache Stellen. Ich benenne sie, bevor es andere tun. Die Behauptung, siebzig Prozent der Bundestagsabgeordneten hielten Windpark-Anteile, ist unbelegt und geht auf eine Einzelstimme zurück. Entlastet ist damit niemand: Anzeigepflichtig sind Beteiligungen erst über fünf Prozent einer Gesellschaft. Was darunter liegt, taucht in keiner Liste auf. Die Zahl ist nicht nur unbelegt, sie ist nach den Regeln dieses Hauses nicht einmal überprüfbar. Wer Prüfung unmöglich macht, muss mit Misstrauen leben. Die These, CO2 sinke als schweres Gas zu Boden, ist physikalisch falsch. Die Krebs-Erzählungen im Infraschall-Teil tragen keine Kausalität. Die Bovis-Einheiten-Sequenz liefert Kritikern das Etikett frei Haus.
Wer prüft, darf verlinken. Wer nur weiterleitet, haftet mit. Sehenswert ist der Film nicht trotz dieser Schwächen, sondern mit ihnen im Blick: wegen der Menschen, die dort sprechen, und der Rechtslage, die er sichtbar macht.
𝗗𝗲𝗿 𝗕𝗲𝘁𝗼𝗻
Unter jedem Turm liegen tausende Tonnen Beton und Stahl. Die Rückbautiefe ist nicht bundeseinheitlich geregelt. Ältere Genehmigungen verlangen oft nur einen Meter, anderthalb Meter unter Geländeoberkante. Was darunter liegt, bleibt. Die Branche selbst schlägt vor, Tiefgründungen künftig gesetzlich im Boden belassen zu dürfen.
Beton, der einmal liegt, dreht sich nicht. In Teil 4 der Kartell-Serie (s. https://t.me/taufertshoefer/13541) stand dieser Satz für Verfahren. Jetzt liegt er im Waldboden, im Karst, im Quellhorizont.
Die Vergütung ist auf zwanzig Jahre garantiert. Der Beton hält Jahrhunderte. Das ist der Tausch: Die Rendite ist befristet, das Fundament nicht. Kassiert wird jetzt. Geerbt wird später. Die Erben hat niemand gefragt.
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Wenn der Wind sich dreht 🦅 Deutschlandweite Windkraft-Doku (Director's Cut)
WENN DER WIND SICH DREHT dokumentiert Bürgerinitiativen und Experten aus ganz Deutschland und verbindet ihre Gefühle und deren Ausdruck in einer filmischen Dokumentation.
Diese Dokumentation geht dorthin, wo die Energiewende auf den Boden trifft, auf dem…
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𝗗𝗘𝗥 𝗧𝗔𝗨𝗦𝗖𝗛 - 𝗡𝗔𝗖𝗛𝗧𝗥𝗔𝗚
Gestern habe ich die beiden Teile des Tauschs veröffentlicht. Zwei Texte über ein Land, das seine Kraftwerke sprengt und seine Natur zubetoniert. Gestern Abend, noch am selben Tag, fällt mir ein Video in die Hände. Absender: das Regierungspräsidium Tübingen. Ich habe es zweimal angesehen. Beim ersten Mal dachte ich, das kann nicht ernst gemeint sein. Beim zweiten Mal wusste ich: Es ist ernst gemeint. Und genau das ist das Problem.
Ein Kurzvideo im Influencer-Format, gedreht auf einer Windpark-Baustelle bei Gomadingen auf der Schwäbischen Alb. Bauhelm, gute Laune, Kommt mit. Eine Landesbehörde redet wie ein Werbekanal: der Standort ein Glücksfall, das Fundament ein Meisterwerk, kein Moor, kein Schlick, kein Problem. Und zwischen den Jubelvokabeln stehen, von der Behörde selbst geliefert, die Zahlen: 800 Kubikmeter Beton pro Fundament, rund 100 Mischerfahrten, über 100 Tonnen Bewehrungsstahl, 2.000 Tonnen Eigengewicht. Fünf Anlagen. Zehntausend Tonnen Fundament für einen einzigen Windpark. In Teil 2 brauchte es für solche Aussagen Studien und Genehmigungspraxis. Jetzt liefert sie der Staat frei Haus, im Plauderton.
https://youtube.com/shorts/EOWWhhBSh0M
Und jetzt das, was mich wirklich zornig macht. Der Standort ist Karst. Das Video feiert den Kalkstein als Glücksfall, weil er trägt. Das Wort Wasser fällt in knapp drei Minuten kein einziges Mal. Im Karst. Auf der Alb. In dem Naturraum, in dem Bürgerinitiativen seit über einem Jahrzehnt mit hydrogeologischen Gutachten um ihr Trinkwasser kämpfen, im selben Regierungsbezirk. Klüftiger Kalk trägt Türme und leitet Einträge nahezu ungefiltert in die Tiefe. Beides ist wahr. Das Video erzählt nur die Hälfte, die verkauft. Ein Skript trifft Entscheidungen. Dieses hat entschieden, dass das Wasser nicht vorkommt.
Eine Behörde, in deren Bezirk die Konflikte um genau solche Standorte verhandelt werden, bewirbt im Unterhaltungsformat die Bauseite. Bezahlt aus Steuergeld, auch von den Bürgern, die gegen diese Projekte Einwendungen schreiben. Staatliche Öffentlichkeitsarbeit unterliegt dem Sachlichkeitsgebot. Das ist keine Stilfrage. Das ist die Grenze zwischen Verwaltung und Partei. Dieses Video steht auf der falschen Seite der Grenze. Es informiert nicht. Es bewirbt.
Der letzte Satz des Videos lautet sinngemäß: All das beginnt mit etwas, das bald niemand mehr sieht. Ich hätte es nicht besser formulieren können. Zweitausend Tonnen, die bald niemand mehr sieht, mal fünf. Genau davon handelte das Ende von Teil 2: Kassiert wird jetzt. Geerbt wird später. Die Behörde hat meine These noch am Erscheinungstag bestätigt. Sie hat es nur nicht gemerkt. Und das ist von allem das Beunruhigendste: nicht, dass eine Behörde wirbt. Sondern dass sie nicht einmal mehr merkt, was sie da vorführt.
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Ein Kurzvideo im Influencer-Format, gedreht auf einer Windpark-Baustelle bei Gomadingen auf der Schwäbischen Alb. Bauhelm, gute Laune, Kommt mit. Eine Landesbehörde redet wie ein Werbekanal: der Standort ein Glücksfall, das Fundament ein Meisterwerk, kein Moor, kein Schlick, kein Problem. Und zwischen den Jubelvokabeln stehen, von der Behörde selbst geliefert, die Zahlen: 800 Kubikmeter Beton pro Fundament, rund 100 Mischerfahrten, über 100 Tonnen Bewehrungsstahl, 2.000 Tonnen Eigengewicht. Fünf Anlagen. Zehntausend Tonnen Fundament für einen einzigen Windpark. In Teil 2 brauchte es für solche Aussagen Studien und Genehmigungspraxis. Jetzt liefert sie der Staat frei Haus, im Plauderton.
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Und jetzt das, was mich wirklich zornig macht. Der Standort ist Karst. Das Video feiert den Kalkstein als Glücksfall, weil er trägt. Das Wort Wasser fällt in knapp drei Minuten kein einziges Mal. Im Karst. Auf der Alb. In dem Naturraum, in dem Bürgerinitiativen seit über einem Jahrzehnt mit hydrogeologischen Gutachten um ihr Trinkwasser kämpfen, im selben Regierungsbezirk. Klüftiger Kalk trägt Türme und leitet Einträge nahezu ungefiltert in die Tiefe. Beides ist wahr. Das Video erzählt nur die Hälfte, die verkauft. Ein Skript trifft Entscheidungen. Dieses hat entschieden, dass das Wasser nicht vorkommt.
Eine Behörde, in deren Bezirk die Konflikte um genau solche Standorte verhandelt werden, bewirbt im Unterhaltungsformat die Bauseite. Bezahlt aus Steuergeld, auch von den Bürgern, die gegen diese Projekte Einwendungen schreiben. Staatliche Öffentlichkeitsarbeit unterliegt dem Sachlichkeitsgebot. Das ist keine Stilfrage. Das ist die Grenze zwischen Verwaltung und Partei. Dieses Video steht auf der falschen Seite der Grenze. Es informiert nicht. Es bewirbt.
Der letzte Satz des Videos lautet sinngemäß: All das beginnt mit etwas, das bald niemand mehr sieht. Ich hätte es nicht besser formulieren können. Zweitausend Tonnen, die bald niemand mehr sieht, mal fünf. Genau davon handelte das Ende von Teil 2: Kassiert wird jetzt. Geerbt wird später. Die Behörde hat meine These noch am Erscheinungstag bestätigt. Sie hat es nur nicht gemerkt. Und das ist von allem das Beunruhigendste: nicht, dass eine Behörde wirbt. Sondern dass sie nicht einmal mehr merkt, was sie da vorführt.
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🌬️Wie tief muss man für ein Windrad graben? Fundamentbau kurz erklärt. (Teil 1)
#Teil1 Hier wächst grüner Strom buchstäblich von unten nach oben.⚡🌱...
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Rainer Taufertshöfer
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Dieser Text enthält keine Aussagen zu Krankheiten, Diagnosen oder Wirkungen und ersetzt keine Beratung.
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𝗪𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗙üß𝗲 𝗽𝗿𝗼𝘁𝗼𝗸𝗼𝗹𝗹𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 – 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗺𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗙𝘂ß𝗮𝗻𝗮𝗹𝘆𝘀𝗲𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘀𝗲𝗵𝗲𝗻
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 𝘃𝗼𝗻 𝟯 – 𝗗𝗶𝗲 𝗚𝗿𝗲𝗻𝘇𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗴ä𝗻𝗴𝗶𝗴𝗲𝗻 𝗠𝗼𝗱𝗲𝗹𝗹𝗲
06.05.2026 von Rainer Taufertshöfer
Es gibt einen Moment in der Sprechstunde, der sich in keinem Befundbogen abbildet. Ein Mensch zieht Schuhe und Strümpfe aus, stellt sich hin, geht ein paar Schritte. Bevor das erste Wort gefallen ist, liegt eine Geschichte auf dem Boden – in der Stellung der Zehen, der Auflagefläche der Sohlen, der Verteilung der Hornhaut, der Spannung im Sprunggelenk.
Diese Geschichte ist nicht romantisch. Sie ist nüchtern. Und sie ist lesbar – wenn jemand gelernt hat, sie zu lesen.
𝗪𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗢𝗿𝘁𝗵𝗼𝗽ä𝗱𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗲𝗵𝘁 – 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗮𝘀 𝘀𝗶𝗲 ü𝗯𝗲𝗿𝘀𝗶𝗲𝗵𝘁
Die schulmedizinische Sicht auf den Fuß ist mechanisch. Sie kennt Längs- und Quergewölbe, Pronation und Supination, Senk- und Spreizfuß. Sie misst Winkel, vermisst Druckverteilung, verordnet Einlagen. Innerhalb ihres Rahmens arbeitet sie kompetent. Sie repariert Statik.
Was sie nicht sieht, beginnt jenseits dieser Statik. Sie fragt nicht, warum dieser Mensch ausgerechnet diese Fehlstellung entwickelt hat – über Jahre, über Jahrzehnte, an genau diesem Ort. Sie fragt nicht, was die Hornhaut an dieser Stelle bedeutet, warum die Großzehe nach innen abweicht, warum die Ferse härter geworden ist als die andere. Diese Fragen liegen außerhalb ihres Sichtfeldes – nicht weil sie unwichtig wären, sondern weil das Werkzeug für ihre Beantwortung in einem anderen Denkrahmen liegt.
Das ist keine Anklage. Das ist eine Grenze.
𝗪𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗺𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗙𝘂ß𝗮𝗻𝗮𝗹𝘆𝘀𝗲𝗻 𝘁𝘂𝗻 – 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗲𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁
Was in der Praxis als „Fußanalyse” angeboten wird, ist in den seltensten Fällen das, was der Begriff verspricht. Meist ist es eine lose Sammlung von Deutungen. Ein Plattfuß wird kommentiert. Ein Hallux wird erklärt. Eine Hornhautstelle wird symbolisch aufgeladen. Reflexzonenkarten ordnen Punkte Organen zu, Deutungstabellen ordnen Formen Lebensthemen zu. Das klingt analytisch. Es ist es nicht.
Was hier fehlt, ist das Entscheidende: ein System. Ohne System bleibt jede Beobachtung beliebig. Ein Fuß, der vor zehn Therapeuten steht, bekommt zehn verschiedene Deutungen – nicht weil das Material mehrdeutig wäre, sondern weil die Deuter ohne Strukturmodell arbeiten. Das ist keine Diagnostik. Das ist Assoziation in therapeutischem Gewand.
𝗕𝗲𝗼𝗯𝗮𝗰𝗵𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗶𝘀𝘁 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗜𝗻𝘁𝗲𝗿𝗽𝗿𝗲𝘁𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 – 𝘀𝗶𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗥𝗲𝗸𝗼𝗻𝘀𝘁𝗿𝘂𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻
Ein Fuß ist kein Orakel. Er ist ein Ergebnis.
Er zeigt nicht, was sein könnte. Er zeigt, was über Jahre geworden ist – Belastungsmuster, die sich verfestigt haben, Kompensationen, mit denen ein Körper Asymmetrien ausgeglichen hat, innere Spannungen, die ihren Weg in die Statik gefunden haben, Anpassungsprozesse, die unter dem Bewusstsein abgelaufen sind, aber im Gewebe stehen geblieben sind. All das hinterlässt Spuren – nicht zufällig, sondern strukturiert.
Wer das ernst nimmt, hört auf zu deuten. Er rekonstruiert.
Rekonstruktion heißt: entlang der Spur zurückgehen. Nicht raten, was der Fuß bedeuten könnte – sondern fragen, welche Bewegung, welche Belastung, welche Schonhaltung, welcher Schock, welche jahrelange Fehlanpassung genau diese Form erzeugt hat. Das ist keine spirituelle Übung. Das ist analytische Arbeit, die das Beobachtbare mit Lebenslauf, Beruf, Verletzungsgeschichte, Atemmuster und Bewegungsbiografie verknüpft, bis ein Bild entsteht, das in sich stimmig ist und das einer Überprüfung standhält.
Aber Rekonstruktion ist nicht das Ziel. Sie ist die Voraussetzung. Was sich rekonstruieren lässt, ist die Spur – nicht das, was sie erzeugt hat. Wer dort stehen bleibt, hat einen sehr guten Befund. Bewegung entsteht daraus noch nicht.
Was unterhalb dieser Spur liegt – und warum genau dort die eigentliche Arbeit erst beginnt – im zweiten Teil.
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 𝘃𝗼𝗻 𝟯 – 𝗗𝗶𝗲 𝗚𝗿𝗲𝗻𝘇𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗴ä𝗻𝗴𝗶𝗴𝗲𝗻 𝗠𝗼𝗱𝗲𝗹𝗹𝗲
06.05.2026 von Rainer Taufertshöfer
Es gibt einen Moment in der Sprechstunde, der sich in keinem Befundbogen abbildet. Ein Mensch zieht Schuhe und Strümpfe aus, stellt sich hin, geht ein paar Schritte. Bevor das erste Wort gefallen ist, liegt eine Geschichte auf dem Boden – in der Stellung der Zehen, der Auflagefläche der Sohlen, der Verteilung der Hornhaut, der Spannung im Sprunggelenk.
Diese Geschichte ist nicht romantisch. Sie ist nüchtern. Und sie ist lesbar – wenn jemand gelernt hat, sie zu lesen.
𝗪𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗢𝗿𝘁𝗵𝗼𝗽ä𝗱𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗲𝗵𝘁 – 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗮𝘀 𝘀𝗶𝗲 ü𝗯𝗲𝗿𝘀𝗶𝗲𝗵𝘁
Die schulmedizinische Sicht auf den Fuß ist mechanisch. Sie kennt Längs- und Quergewölbe, Pronation und Supination, Senk- und Spreizfuß. Sie misst Winkel, vermisst Druckverteilung, verordnet Einlagen. Innerhalb ihres Rahmens arbeitet sie kompetent. Sie repariert Statik.
Was sie nicht sieht, beginnt jenseits dieser Statik. Sie fragt nicht, warum dieser Mensch ausgerechnet diese Fehlstellung entwickelt hat – über Jahre, über Jahrzehnte, an genau diesem Ort. Sie fragt nicht, was die Hornhaut an dieser Stelle bedeutet, warum die Großzehe nach innen abweicht, warum die Ferse härter geworden ist als die andere. Diese Fragen liegen außerhalb ihres Sichtfeldes – nicht weil sie unwichtig wären, sondern weil das Werkzeug für ihre Beantwortung in einem anderen Denkrahmen liegt.
Das ist keine Anklage. Das ist eine Grenze.
𝗪𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗺𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗙𝘂ß𝗮𝗻𝗮𝗹𝘆𝘀𝗲𝗻 𝘁𝘂𝗻 – 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗲𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁
Was in der Praxis als „Fußanalyse” angeboten wird, ist in den seltensten Fällen das, was der Begriff verspricht. Meist ist es eine lose Sammlung von Deutungen. Ein Plattfuß wird kommentiert. Ein Hallux wird erklärt. Eine Hornhautstelle wird symbolisch aufgeladen. Reflexzonenkarten ordnen Punkte Organen zu, Deutungstabellen ordnen Formen Lebensthemen zu. Das klingt analytisch. Es ist es nicht.
Was hier fehlt, ist das Entscheidende: ein System. Ohne System bleibt jede Beobachtung beliebig. Ein Fuß, der vor zehn Therapeuten steht, bekommt zehn verschiedene Deutungen – nicht weil das Material mehrdeutig wäre, sondern weil die Deuter ohne Strukturmodell arbeiten. Das ist keine Diagnostik. Das ist Assoziation in therapeutischem Gewand.
𝗕𝗲𝗼𝗯𝗮𝗰𝗵𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗶𝘀𝘁 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗜𝗻𝘁𝗲𝗿𝗽𝗿𝗲𝘁𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 – 𝘀𝗶𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗥𝗲𝗸𝗼𝗻𝘀𝘁𝗿𝘂𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻
Ein Fuß ist kein Orakel. Er ist ein Ergebnis.
Er zeigt nicht, was sein könnte. Er zeigt, was über Jahre geworden ist – Belastungsmuster, die sich verfestigt haben, Kompensationen, mit denen ein Körper Asymmetrien ausgeglichen hat, innere Spannungen, die ihren Weg in die Statik gefunden haben, Anpassungsprozesse, die unter dem Bewusstsein abgelaufen sind, aber im Gewebe stehen geblieben sind. All das hinterlässt Spuren – nicht zufällig, sondern strukturiert.
Wer das ernst nimmt, hört auf zu deuten. Er rekonstruiert.
Rekonstruktion heißt: entlang der Spur zurückgehen. Nicht raten, was der Fuß bedeuten könnte – sondern fragen, welche Bewegung, welche Belastung, welche Schonhaltung, welcher Schock, welche jahrelange Fehlanpassung genau diese Form erzeugt hat. Das ist keine spirituelle Übung. Das ist analytische Arbeit, die das Beobachtbare mit Lebenslauf, Beruf, Verletzungsgeschichte, Atemmuster und Bewegungsbiografie verknüpft, bis ein Bild entsteht, das in sich stimmig ist und das einer Überprüfung standhält.
Aber Rekonstruktion ist nicht das Ziel. Sie ist die Voraussetzung. Was sich rekonstruieren lässt, ist die Spur – nicht das, was sie erzeugt hat. Wer dort stehen bleibt, hat einen sehr guten Befund. Bewegung entsteht daraus noch nicht.
Was unterhalb dieser Spur liegt – und warum genau dort die eigentliche Arbeit erst beginnt – im zweiten Teil.
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𝗪𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗙üß𝗲 𝗽𝗿𝗼𝘁𝗼𝗸𝗼𝗹𝗹𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 – 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗺𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗙𝘂ß𝗮𝗻𝗮𝗹𝘆𝘀𝗲𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘀𝗲𝗵𝗲𝗻
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝘃𝗼𝗻 𝟯 – 𝗪𝗮𝘀 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗽𝘂𝗿 𝗹𝗶𝗲𝗴𝘁
𝗪𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗥𝗲𝗳𝗹𝗲𝘅𝘇𝗼𝗻𝗲𝗻𝘁𝗵𝗲𝗿𝗮𝗽𝗶𝗲 𝗹𝗶𝗲𝗳𝗲𝗿𝘁 – 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗼 𝘀𝗶𝗲 𝗮𝘂𝗳𝗵ö𝗿𝘁
Die klassische Reflexzonentherapie, in ihren verschiedenen Schulen, hat ein Verdienst: sie hat überhaupt erst einen Rahmen geschaffen, innerhalb dessen der Fuß als mehr gesehen wird denn nur als Fortbewegungsorgan. Die Zuordnungen sind in Beobachtungssystemen kodifiziert, die über Generationen verfeinert wurden.
Aber das Modell bleibt häufig auf der Punkt-zu-Organ-Ebene stehen. Druckschmerz hier verweist auf Organ dort, Behandlung folgt. Die Logik ist symptomorientiert. Das Werkzeug ist sanfter als das pharmazeutische, der Denkrahmen ist verwandt.
Was dabei verloren geht, ist das, worauf es eigentlich ankommt: der Fuß zeigt keine isolierten Punkte. Er zeigt Zusammenhänge. Eine Verhärtung am Vorfuß steht selten allein. Sie korrespondiert mit einer Verkürzung in der Wadenkette, mit einer Drehung im Becken, mit einer Atembewegung, die seit Jahren nicht mehr unten angekommen ist, mit einer Lebensphase, in der jemand den Boden unter den Füßen verloren und nie wirklich wiedergefunden hat. Wer nur Punkte abarbeitet, übersieht das Muster. Und das Muster ist das Eigentliche.
𝗗𝗶𝗲 𝗽𝘀𝘆𝗰𝗵𝗼𝘀𝗼𝗺𝗮𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗦𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁 – 𝘂𝗻𝗱 𝗶𝗵𝗿𝗲 𝗚𝗿𝗲𝗻𝘇𝗲
Eine weitere Lesart öffnet sich, wenn man fragt, was der Fuß biografisch erzählt. Die Großzehe, die nach innen abweicht – in einem Körper, der sich über Jahre verbogen hat, um anderen gerecht zu werden. Die verhärteten Sohlen – an einem Menschen, der gelernt hat, nichts mehr nahe an sich heranzulassen. Der eingesunkene Bogen – bei jemandem, der das Gefühl trägt, sich selbst nicht mehr halten zu können.
Diese Lesart ist nicht beliebig. Sie zeigt sich in der Praxis mit einer Regelmäßigkeit, die zufällig nicht mehr erklärbar ist. Wer über Jahre Füße sieht und gleichzeitig Lebensgeschichten hört, erkennt Muster, die sich nicht zufällig verteilen.
Aber auch hier liegt eine Grenze. Die Psychosomatik deutet. Sie ordnet zu. Sie macht verstehbar. Was sie selten leistet, ist die Veränderung des Feldes, aus dem die Form entstanden ist. Erkenntnis allein ordnet nichts neu. Sonst wären die belesensten Menschen die heilsten – was sie nachweislich nicht sind.
𝗗𝗶𝗲 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗘𝗯𝗲𝗻𝗲: 𝗜𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗞𝗼𝗵ä𝗿𝗲𝗻𝘇
Was sich auf einer noch tieferen Schicht zeigt, ist der Fuß weder als Karte noch als Symbol, sondern als Resonanzraum. Der Körper ist nicht nur Mechanik und Biochemie. Er ist ein informationsführendes System. Zellen kommunizieren über Botenstoffe – aber auch über Frequenzen, Biophotonen, elektromagnetische Felder. Diese Kommunikation funktioniert dann, wenn das System kohärent ist: innerlich abgestimmt, in Resonanz mit sich selbst.
Verliert das System seine Kohärenz, geht die Abstimmung verloren. Erst auf diesem Boden – nicht vorher – können sich Strukturveränderungen, Fehlhaltungen, Beschwerden festsetzen. Was sich am Fuß zeigt, ist die manifeste Spur dieses Verlusts. Nicht der Verlust selbst. Der Verlust geschah früher und tiefer.
Wer das versteht, behandelt nicht den Fuß. Er liest ihn. Und das Lesen selbst ist Teil der Arbeit.
Warum diese Lesefähigkeit weder aus Büchern noch aus Selbstanwendung entsteht – und was an ihre Stelle treten muss – im dritten Teil.
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝘃𝗼𝗻 𝟯 – 𝗪𝗮𝘀 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗽𝘂𝗿 𝗹𝗶𝗲𝗴𝘁
𝗪𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗥𝗲𝗳𝗹𝗲𝘅𝘇𝗼𝗻𝗲𝗻𝘁𝗵𝗲𝗿𝗮𝗽𝗶𝗲 𝗹𝗶𝗲𝗳𝗲𝗿𝘁 – 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗼 𝘀𝗶𝗲 𝗮𝘂𝗳𝗵ö𝗿𝘁
Die klassische Reflexzonentherapie, in ihren verschiedenen Schulen, hat ein Verdienst: sie hat überhaupt erst einen Rahmen geschaffen, innerhalb dessen der Fuß als mehr gesehen wird denn nur als Fortbewegungsorgan. Die Zuordnungen sind in Beobachtungssystemen kodifiziert, die über Generationen verfeinert wurden.
Aber das Modell bleibt häufig auf der Punkt-zu-Organ-Ebene stehen. Druckschmerz hier verweist auf Organ dort, Behandlung folgt. Die Logik ist symptomorientiert. Das Werkzeug ist sanfter als das pharmazeutische, der Denkrahmen ist verwandt.
Was dabei verloren geht, ist das, worauf es eigentlich ankommt: der Fuß zeigt keine isolierten Punkte. Er zeigt Zusammenhänge. Eine Verhärtung am Vorfuß steht selten allein. Sie korrespondiert mit einer Verkürzung in der Wadenkette, mit einer Drehung im Becken, mit einer Atembewegung, die seit Jahren nicht mehr unten angekommen ist, mit einer Lebensphase, in der jemand den Boden unter den Füßen verloren und nie wirklich wiedergefunden hat. Wer nur Punkte abarbeitet, übersieht das Muster. Und das Muster ist das Eigentliche.
𝗗𝗶𝗲 𝗽𝘀𝘆𝗰𝗵𝗼𝘀𝗼𝗺𝗮𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗦𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁 – 𝘂𝗻𝗱 𝗶𝗵𝗿𝗲 𝗚𝗿𝗲𝗻𝘇𝗲
Eine weitere Lesart öffnet sich, wenn man fragt, was der Fuß biografisch erzählt. Die Großzehe, die nach innen abweicht – in einem Körper, der sich über Jahre verbogen hat, um anderen gerecht zu werden. Die verhärteten Sohlen – an einem Menschen, der gelernt hat, nichts mehr nahe an sich heranzulassen. Der eingesunkene Bogen – bei jemandem, der das Gefühl trägt, sich selbst nicht mehr halten zu können.
Diese Lesart ist nicht beliebig. Sie zeigt sich in der Praxis mit einer Regelmäßigkeit, die zufällig nicht mehr erklärbar ist. Wer über Jahre Füße sieht und gleichzeitig Lebensgeschichten hört, erkennt Muster, die sich nicht zufällig verteilen.
Aber auch hier liegt eine Grenze. Die Psychosomatik deutet. Sie ordnet zu. Sie macht verstehbar. Was sie selten leistet, ist die Veränderung des Feldes, aus dem die Form entstanden ist. Erkenntnis allein ordnet nichts neu. Sonst wären die belesensten Menschen die heilsten – was sie nachweislich nicht sind.
𝗗𝗶𝗲 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗘𝗯𝗲𝗻𝗲: 𝗜𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗞𝗼𝗵ä𝗿𝗲𝗻𝘇
Was sich auf einer noch tieferen Schicht zeigt, ist der Fuß weder als Karte noch als Symbol, sondern als Resonanzraum. Der Körper ist nicht nur Mechanik und Biochemie. Er ist ein informationsführendes System. Zellen kommunizieren über Botenstoffe – aber auch über Frequenzen, Biophotonen, elektromagnetische Felder. Diese Kommunikation funktioniert dann, wenn das System kohärent ist: innerlich abgestimmt, in Resonanz mit sich selbst.
Verliert das System seine Kohärenz, geht die Abstimmung verloren. Erst auf diesem Boden – nicht vorher – können sich Strukturveränderungen, Fehlhaltungen, Beschwerden festsetzen. Was sich am Fuß zeigt, ist die manifeste Spur dieses Verlusts. Nicht der Verlust selbst. Der Verlust geschah früher und tiefer.
Wer das versteht, behandelt nicht den Fuß. Er liest ihn. Und das Lesen selbst ist Teil der Arbeit.
Warum diese Lesefähigkeit weder aus Büchern noch aus Selbstanwendung entsteht – und was an ihre Stelle treten muss – im dritten Teil.
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Rainer Taufertshöfer (öffentlich)
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Forwarded from Rainer Taufertshöfer (öffentlich)
𝗪𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗙üß𝗲 𝗽𝗿𝗼𝘁𝗼𝗸𝗼𝗹𝗹𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 – 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗺𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗙𝘂ß𝗮𝗻𝗮𝗹𝘆𝘀𝗲𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘀𝗲𝗵𝗲𝗻
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟯 𝘃𝗼𝗻 𝟯 – 𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗟𝗲𝘀𝗲𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗹𝗲𝗵𝗿𝗯𝗮𝗿 𝗶𝘀𝘁
𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲 𝗟𝗲𝘀𝗲𝗳ä𝗵𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗮𝘂𝘀 𝗕ü𝗰𝗵𝗲𝗿𝗻 𝗸𝗼𝗺𝗺𝘁
Reflexzonenkarten lassen sich auswendig lernen. Symptomkataloge ebenso. Es gibt Bücher, Online-Kurse, Wochenend-Seminare, in denen das Vokabular vermittelt wird. Was sich daraus nicht ableiten lässt, ist die Fähigkeit, das Gesehene an einem Menschen anzukoppeln – an seine Geschichte, seine aktuelle Lage, die Verhärtungen seines Feldes, die Stelle, an der Bewegung wieder möglich werden könnte.
Diese Fähigkeit entsteht nur durch Jahre der Arbeit mit Menschen. Durch Begegnung mit anderen, die diesen Weg vor einem gegangen sind. Durch eigene Erfahrung mit dem Ordnen und Wiederfinden des eigenen Feldes. Sie ist nicht skalierbar, nicht digitalisierbar, nicht zertifizierbar. Sie wird übertragen oder sie entsteht nicht.
In einer Welt, die alles in Information übersetzt – in Apps, Protokolle, KI-gestützte Diagnoseleitfäden –, wird genau diese Fähigkeit selten. Nicht weil sie ausstirbt. Sondern weil kaum noch jemand den Weg geht, der nötig wäre, um sie zu entwickeln.
𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗦𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗮𝗻𝘄𝗲𝗻𝗱𝘂𝗻𝗴 𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝘁
Wer das Internet befragt, findet zu jeder Zone ein Erklärungsangebot, zu jedem Symptom eine Empfehlung, zu jeder Verhärtung ein Protokoll. Das System suggeriert: Du kannst das selbst. Schau auf deinen Fuß, identifiziere die Zone, behandle.
Das funktioniert nicht. Aus einem analytisch fassbaren Grund: Der Fuß zeigt nicht das, was im Lehrbuch steht. Er zeigt das, was sich in genau diesem Menschen, in genau dieser Lebenslage, an genau dieser Stelle des Weges aufgebaut hat. Diese Konstellation ist einmalig. Sie ergibt sich nicht aus einer Karte – sie ergibt sich aus einer Rekonstruktion. Und Rekonstruktion braucht ein Gegenüber, das die Spuren liest, nicht eines, das sie produziert.
Information verändert, was jemand weiß. Sie verändert nicht, wie er strukturiert ist. Wer den eigenen Fuß betrachtet und daraus eine Selbstdeutung ableitet, erzeugt eine zweite Deutungsebene über der ersten – aber er löst nichts. Die Spuren bleiben, was sie sind. Was fehlt, ist der Impuls von außen, der das Feld anstößt, sich neu zu sortieren.
𝗗𝗲𝗿 𝗙𝘂ß 𝗮𝗹𝘀 𝗱𝗶𝗮𝗴𝗻𝗼𝘀𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗘𝗶𝗻𝘁𝗿𝗶𝘁𝘁𝘀𝗽𝘂𝗻𝗸𝘁
In meiner Arbeit ist die Fußanalyse selten Selbstzweck. Sie ist Eintrittspunkt – ein Einstiegssystem in komplexe Muster, die sich über Jahre aufgebaut haben. Ein Mensch kommt mit Beschwerden. Wir sprechen. Und irgendwann – manchmal zu Beginn, manchmal nach Stunden – schauen wir auf den Fuß. Was sich dort zeigt, ist oft präziser als alles, was vorher gesagt wurde. Es weist auf Stellen, die im Gespräch noch nicht erreicht waren. Es macht etwas sichtbar, das vorher nur als Gefühl im Raum stand.
Von dort aus geht die Arbeit weiter. Nicht in eine standardisierte Anwendung, nicht in ein vorgefertigtes Programm. Sondern in eine Begleitung, die sich aus dem Rekonstruierten entwickelt – und die selbst Teil dessen ist, was wirkt. Werkzeuge gibt es: individuell abgestimmte Rezepturen, homöopathische Komplexmittel, phytotherapeutische Kombinationen. Aber sie sind Beiwerk.
Der entscheidende Unterschied liegt nicht in dem, was gesehen wird. Er liegt in dem, was im Sehen geschieht. Ein Fuß kann betrachtet werden, ohne dass sich etwas verändert. Er kann auch gelesen werden – und in diesem Moment beginnt sich etwas zu verschieben. Nicht weil eine Methode greift. Nicht weil eine Technik wirkt. Sondern weil das Gesehene auf jemanden trifft, der es halten kann, ohne es zu verkleinern.
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟯 𝘃𝗼𝗻 𝟯 – 𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗟𝗲𝘀𝗲𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗹𝗲𝗵𝗿𝗯𝗮𝗿 𝗶𝘀𝘁
𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲 𝗟𝗲𝘀𝗲𝗳ä𝗵𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗮𝘂𝘀 𝗕ü𝗰𝗵𝗲𝗿𝗻 𝗸𝗼𝗺𝗺𝘁
Reflexzonenkarten lassen sich auswendig lernen. Symptomkataloge ebenso. Es gibt Bücher, Online-Kurse, Wochenend-Seminare, in denen das Vokabular vermittelt wird. Was sich daraus nicht ableiten lässt, ist die Fähigkeit, das Gesehene an einem Menschen anzukoppeln – an seine Geschichte, seine aktuelle Lage, die Verhärtungen seines Feldes, die Stelle, an der Bewegung wieder möglich werden könnte.
Diese Fähigkeit entsteht nur durch Jahre der Arbeit mit Menschen. Durch Begegnung mit anderen, die diesen Weg vor einem gegangen sind. Durch eigene Erfahrung mit dem Ordnen und Wiederfinden des eigenen Feldes. Sie ist nicht skalierbar, nicht digitalisierbar, nicht zertifizierbar. Sie wird übertragen oder sie entsteht nicht.
In einer Welt, die alles in Information übersetzt – in Apps, Protokolle, KI-gestützte Diagnoseleitfäden –, wird genau diese Fähigkeit selten. Nicht weil sie ausstirbt. Sondern weil kaum noch jemand den Weg geht, der nötig wäre, um sie zu entwickeln.
𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗦𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗮𝗻𝘄𝗲𝗻𝗱𝘂𝗻𝗴 𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝘁
Wer das Internet befragt, findet zu jeder Zone ein Erklärungsangebot, zu jedem Symptom eine Empfehlung, zu jeder Verhärtung ein Protokoll. Das System suggeriert: Du kannst das selbst. Schau auf deinen Fuß, identifiziere die Zone, behandle.
Das funktioniert nicht. Aus einem analytisch fassbaren Grund: Der Fuß zeigt nicht das, was im Lehrbuch steht. Er zeigt das, was sich in genau diesem Menschen, in genau dieser Lebenslage, an genau dieser Stelle des Weges aufgebaut hat. Diese Konstellation ist einmalig. Sie ergibt sich nicht aus einer Karte – sie ergibt sich aus einer Rekonstruktion. Und Rekonstruktion braucht ein Gegenüber, das die Spuren liest, nicht eines, das sie produziert.
Information verändert, was jemand weiß. Sie verändert nicht, wie er strukturiert ist. Wer den eigenen Fuß betrachtet und daraus eine Selbstdeutung ableitet, erzeugt eine zweite Deutungsebene über der ersten – aber er löst nichts. Die Spuren bleiben, was sie sind. Was fehlt, ist der Impuls von außen, der das Feld anstößt, sich neu zu sortieren.
𝗗𝗲𝗿 𝗙𝘂ß 𝗮𝗹𝘀 𝗱𝗶𝗮𝗴𝗻𝗼𝘀𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗘𝗶𝗻𝘁𝗿𝗶𝘁𝘁𝘀𝗽𝘂𝗻𝗸𝘁
In meiner Arbeit ist die Fußanalyse selten Selbstzweck. Sie ist Eintrittspunkt – ein Einstiegssystem in komplexe Muster, die sich über Jahre aufgebaut haben. Ein Mensch kommt mit Beschwerden. Wir sprechen. Und irgendwann – manchmal zu Beginn, manchmal nach Stunden – schauen wir auf den Fuß. Was sich dort zeigt, ist oft präziser als alles, was vorher gesagt wurde. Es weist auf Stellen, die im Gespräch noch nicht erreicht waren. Es macht etwas sichtbar, das vorher nur als Gefühl im Raum stand.
Von dort aus geht die Arbeit weiter. Nicht in eine standardisierte Anwendung, nicht in ein vorgefertigtes Programm. Sondern in eine Begleitung, die sich aus dem Rekonstruierten entwickelt – und die selbst Teil dessen ist, was wirkt. Werkzeuge gibt es: individuell abgestimmte Rezepturen, homöopathische Komplexmittel, phytotherapeutische Kombinationen. Aber sie sind Beiwerk.
Der entscheidende Unterschied liegt nicht in dem, was gesehen wird. Er liegt in dem, was im Sehen geschieht. Ein Fuß kann betrachtet werden, ohne dass sich etwas verändert. Er kann auch gelesen werden – und in diesem Moment beginnt sich etwas zu verschieben. Nicht weil eine Methode greift. Nicht weil eine Technik wirkt. Sondern weil das Gesehene auf jemanden trifft, der es halten kann, ohne es zu verkleinern.
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Rainer Taufertshöfer (öffentlich)
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𝗗𝗘𝗥 𝗕𝗘𝗤𝗨𝗘𝗠𝗦𝗧𝗘 𝗦𝗖𝗛𝗨𝗟𝗗𝗜𝗚𝗘
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 𝘃𝗼𝗻 𝟮
Anmerkungen zu 1.100 Seiten Fauci-Aufzeichnungen, zur deutschen Aufarbeitung und zur Ökonomie des Schweigens
1.100 Seiten. Verfasst auf Regierungsrechnern, mit Unterstützung von Mitarbeitern, freigegeben durch Senator Rand Paul. Wer das ein Tagebuch nennt, verwechselt Gattung und Funktion. Ein Tagebuch schreibt man für sich. Dieses Konvolut wurde für später geschrieben.
Jeffrey Tucker hat es für das Brownstone Institute durchgearbeitet und daraus eine Chronik gemacht. Sein Befund: kein vollständiges Bild, aber bemerkenswert offenherzig, wenn man den Kontext jenseits der Gedankenwelt des Schreibers kennt.
Der Originalbeitrag:
https://brownstone.org/articles/a-romp-through-the-fauci-diaries-fame-turns-to-shame/
Die deutsche Fassung:
https://de.brownstone.org/articles/a-romp-through-the-fauci-diaries-fame-turns-to-shame/
Bevor irgendetwas anderes gesagt wird, gehört das hierher: Ich habe die Originalseiten nicht gelesen. Ich beurteile Tuckers Auswahl und Tuckers Rahmen. Wer diesen Unterschied nicht markiert, betreibt genau das, was er der Gegenseite vorwirft.
𝗪𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗔𝘂𝘀𝘄𝗮𝗵𝗹 𝘇𝗲𝗶𝗴𝘁
Nicht die Eitelkeit ist das Bemerkenswerte. Eitelkeit ist banal.
Bemerkenswert ist die Distanz zwischen dem, was intern notiert wurde, und dem, was öffentlich gesagt wurde. Ein Eintrag aus dem Juli 2022 hält fest, dass zum Auffrischen geraten werde, obwohl das verfügbare Präparat die damals zirkulierende Variante nicht abdeckte und die passende Formulierung erst Wochen später kommen sollte. Ein Vorgang aus dem August 2022 beschreibt, dass eine offene Kommunikation unterblieb, weil sie die Impfvorgaben untergraben hätte.
Das ist der eigentliche Fund. Nicht ein Irrtum, sondern eine Entscheidung. Nicht Unwissen, sondern Priorisierung.
Soweit die referierte Aktenlage. Was ich darin sehe, ist etwas anderes als eine Personalie.
𝗗𝗶𝗲 𝗙𝗮𝗹𝗹𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗲𝗿𝘀𝗼𝗻𝗮𝗹𝗶𝘀𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴
Ein Mann mit Namen, Gesicht und Rücktrittsdatum ist die bequemste aller Erklärungen. Man kann ihn vorladen. Man kann ihn schweigen lassen. Man kann ihn 111 Mal den fünften Verfassungszusatz bemühen lassen. Und danach kann jeder weitermachen.
Genau darin liegt die Funktion des Sündenbocks. Er entlastet nicht sich, er entlastet alle anderen. Die Redaktionen, die verstärkt haben. Die Ärzte, die verordnet haben. Die Behörden, die gedeckt haben. Die Kollegen, die geschwiegen haben, weil Schweigen billiger war als Widerspruch.
Das ist die Ökonomie des Schweigens: Ein struktureller Befund bedroht die Interessen aller Beteiligten gleichzeitig. Ein einzelner Schuldiger bedroht nur einen.
Deshalb misstraue ich der Erzählung vom Absturz. Ikarus, Dorian Gray, Mr. Hyde, der sich für Dr. Jekyll hält. Das sind schöne Bilder. Es sind literarische Rahmen, keine Belege. Ein Selbstzeugnis ist als Quelle exakt so verlässlich wie eine Pressekonferenz, nämlich gar nicht. Es zeigt, was der Schreiber von sich gezeigt haben wollte.
Wer aus Tagebüchern Beweise macht, hat die Methode gewechselt, nicht die Seite.
𝗨𝗻𝗱 𝗶𝗻 𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱?
Hier gibt es keine 1.100 Seiten. Hier gab es geschwärzte Protokolle, die erst nach Klage und öffentlichem Druck weitgehend lesbar wurden. Und es gibt eine Aufarbeitung, die sich selbst prüft.
Die Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie hat sich am 8. September 2025 konstituiert, sie arbeitet unter Vorsitz von Franziska Hoppermann und soll bis Ende Juni 2027 einen Abschlussbericht vorlegen. Bis dahin sind es rund sieben Jahre Abstand zum Geschehen. Erinnerung verblasst, Personal wechselt, Verantwortung verdunstet.
Wie diese Aufarbeitung konkret arbeitet, steht im zweiten Teil.
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 𝘃𝗼𝗻 𝟮
Anmerkungen zu 1.100 Seiten Fauci-Aufzeichnungen, zur deutschen Aufarbeitung und zur Ökonomie des Schweigens
1.100 Seiten. Verfasst auf Regierungsrechnern, mit Unterstützung von Mitarbeitern, freigegeben durch Senator Rand Paul. Wer das ein Tagebuch nennt, verwechselt Gattung und Funktion. Ein Tagebuch schreibt man für sich. Dieses Konvolut wurde für später geschrieben.
Jeffrey Tucker hat es für das Brownstone Institute durchgearbeitet und daraus eine Chronik gemacht. Sein Befund: kein vollständiges Bild, aber bemerkenswert offenherzig, wenn man den Kontext jenseits der Gedankenwelt des Schreibers kennt.
Der Originalbeitrag:
https://brownstone.org/articles/a-romp-through-the-fauci-diaries-fame-turns-to-shame/
Die deutsche Fassung:
https://de.brownstone.org/articles/a-romp-through-the-fauci-diaries-fame-turns-to-shame/
Bevor irgendetwas anderes gesagt wird, gehört das hierher: Ich habe die Originalseiten nicht gelesen. Ich beurteile Tuckers Auswahl und Tuckers Rahmen. Wer diesen Unterschied nicht markiert, betreibt genau das, was er der Gegenseite vorwirft.
𝗪𝗮𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗔𝘂𝘀𝘄𝗮𝗵𝗹 𝘇𝗲𝗶𝗴𝘁
Nicht die Eitelkeit ist das Bemerkenswerte. Eitelkeit ist banal.
Bemerkenswert ist die Distanz zwischen dem, was intern notiert wurde, und dem, was öffentlich gesagt wurde. Ein Eintrag aus dem Juli 2022 hält fest, dass zum Auffrischen geraten werde, obwohl das verfügbare Präparat die damals zirkulierende Variante nicht abdeckte und die passende Formulierung erst Wochen später kommen sollte. Ein Vorgang aus dem August 2022 beschreibt, dass eine offene Kommunikation unterblieb, weil sie die Impfvorgaben untergraben hätte.
Das ist der eigentliche Fund. Nicht ein Irrtum, sondern eine Entscheidung. Nicht Unwissen, sondern Priorisierung.
Soweit die referierte Aktenlage. Was ich darin sehe, ist etwas anderes als eine Personalie.
𝗗𝗶𝗲 𝗙𝗮𝗹𝗹𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗲𝗿𝘀𝗼𝗻𝗮𝗹𝗶𝘀𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴
Ein Mann mit Namen, Gesicht und Rücktrittsdatum ist die bequemste aller Erklärungen. Man kann ihn vorladen. Man kann ihn schweigen lassen. Man kann ihn 111 Mal den fünften Verfassungszusatz bemühen lassen. Und danach kann jeder weitermachen.
Genau darin liegt die Funktion des Sündenbocks. Er entlastet nicht sich, er entlastet alle anderen. Die Redaktionen, die verstärkt haben. Die Ärzte, die verordnet haben. Die Behörden, die gedeckt haben. Die Kollegen, die geschwiegen haben, weil Schweigen billiger war als Widerspruch.
Das ist die Ökonomie des Schweigens: Ein struktureller Befund bedroht die Interessen aller Beteiligten gleichzeitig. Ein einzelner Schuldiger bedroht nur einen.
Deshalb misstraue ich der Erzählung vom Absturz. Ikarus, Dorian Gray, Mr. Hyde, der sich für Dr. Jekyll hält. Das sind schöne Bilder. Es sind literarische Rahmen, keine Belege. Ein Selbstzeugnis ist als Quelle exakt so verlässlich wie eine Pressekonferenz, nämlich gar nicht. Es zeigt, was der Schreiber von sich gezeigt haben wollte.
Wer aus Tagebüchern Beweise macht, hat die Methode gewechselt, nicht die Seite.
𝗨𝗻𝗱 𝗶𝗻 𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱?
Hier gibt es keine 1.100 Seiten. Hier gab es geschwärzte Protokolle, die erst nach Klage und öffentlichem Druck weitgehend lesbar wurden. Und es gibt eine Aufarbeitung, die sich selbst prüft.
Die Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie hat sich am 8. September 2025 konstituiert, sie arbeitet unter Vorsitz von Franziska Hoppermann und soll bis Ende Juni 2027 einen Abschlussbericht vorlegen. Bis dahin sind es rund sieben Jahre Abstand zum Geschehen. Erinnerung verblasst, Personal wechselt, Verantwortung verdunstet.
Wie diese Aufarbeitung konkret arbeitet, steht im zweiten Teil.
Brownstone Institute
A Romp through the Fauci Diaries: Fame Turns to Shame
Every citizen needs to read these diaries. Even in the next century, there will be people talking about their two terrible years in childhood.
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𝗗𝗘𝗥 𝗕𝗘𝗤𝗨𝗘𝗠𝗦𝗧𝗘 𝗦𝗖𝗛𝗨𝗟𝗗𝗜𝗚𝗘
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝘃𝗼𝗻 𝟮
Teil 1 endete bei der Enquete-Kommission, die bis Ende Juni 2027 einen Abschlussbericht vorlegen soll. Wie sie dabei arbeitet, zeigt der Blick in die Anhörungen.
𝗔𝘂𝗳𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗶𝗺 𝗦𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝘃𝗲𝗿𝘀𝘂𝗰𝗵
Wie das läuft, zeigt eine einzige Sitzung. In der Anhörung vom 26. Februar 2026 vertrat die deutliche Mehrheit der geladenen Sachverständigen die Auffassung, Deutschland sei im internationalen Vergleich gut durch die Pandemie gekommen und die Maßnahmen seien nach damaligem Wissensstand angemessen gewesen. Widerspruch kam von einem einzigen Geladenen.
Im März 2026 ging es um Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems, Impfstrategie und Forschung, geladen war unter anderem der frühere Bundesgesundheitsminister. Der Zuständige beurteilt die eigene Zuständigkeit. In der Wirtschaftsprüfung nennt man das Befangenheit. In der Politik nennt man es Sachverstand.
Der härteste Satz steht nicht im Bericht, sondern im Protokoll. Gemeldete Infektionszahlen lagen früh vor, differenzierte Daten zur tatsächlichen Krankheitsschwere, zur konkreten Belastung des Gesundheitssystems, zur Diagnostik und zur Wirksamkeit der Impfkampagne dagegen kaum.
Man hat angeordnet, ohne zu messen. Wer nicht misst, muss später nichts erklären. Das ist kein Versäumnis, das ist eine Betriebsweise.
𝗗𝗮𝘀 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗧𝗵𝗲𝗺𝗮
Diese Papiere sind keine Corona-Geschichte. Sie sind eine Beschreibung des Normalbetriebs, sichtbar geworden unter Druck.
Produkt vor Beleg. Kommunikation vor Datenlage. Haftungsfreistellung vor Nachweis. Ein System, das seine eigenen Fehler nicht erkennen kann, weil das Erkennen teurer wäre als das Weitermachen.
Ich behaupte nicht, dass dieses System nichts kann. Es kann Unfallchirurgie, Notfallmedizin, Intensivversorgung. Genau deshalb wiegt der Befund schwer: Ein System, das im Akutfall Leben rettet, hat sich im Krisenfall wie ein Vertrieb verhalten.
𝗭𝘂𝗿 𝗤𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁
Ich lese Brownstone auf Deutsch. Die Seite existiert als übersetzte Fassung und sie ist komfortabel: schnell, sauber gegliedert, Primärquellen verlinkt, Volltexte statt Anreißer. Die Übersetzung ist maschinell und stolpert gelegentlich. Die Inhalte stehen unter Creative Commons und dürfen mit Rückverlinkung übernommen werden.
https://brownstone.org/articles/a-romp-through-the-fauci-diaries-fame-turns-to-shame/
Genau deshalb ein Warnhinweis in eigener Sache. Bequemlichkeit ist keine Qualität. Eine gut gemachte Seite mit klarem Feindbild erzeugt denselben passiven Konsum wie die Tagesschau, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Wer Brownstone glaubt, weil es ihm gefällt, hat nichts geprüft. Er hat nur den Sender gewechselt.
Die Frage ist nicht, was ein einzelner Mann gewusst hat.
Die Frage ist, warum ein System, das es wusste, sich nicht anders verhalten hat. Und wer heute darauf wartet, dass hierzulande vergleichbare Aufzeichnungen auftauchen, wartet auf etwas, das es nicht geben wird. In Deutschland führt man kein Tagebuch. Man führt Akten. Und Akten schwärzt man.
Euer Rainer Taufertshöfer
Kontakt · Einordnung · Informationen
Fragen klärt man nicht im Kommentarbereich.
Man klärt sie im Gespräch.
Telefon: 05536 2353056
Gerne nehmen wir uns Zeit für ein unverbindliches Erstgespräch.
Alternativ direkter Kontakt per Telegram:
@Rainer_Taufertshoefer
(für erste Kontaktaufnahme und Terminabstimmung)
Online-Informationsangebote
Vertiefende Inhalte, Analysen und Einordnungen finden Sie hier:
Medizinjournalistische Webseite
https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de
Forschungsseminare – zentraler Informationspool
https://www.forschungsseminare.de
Social Media & laufende Kommentare
Telegram (öffentlich)
https://t.me/taufertshoefer
X (ehem. Twitter)
https://x.com/r_taufertshofer
Facebook
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𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝘃𝗼𝗻 𝟮
Teil 1 endete bei der Enquete-Kommission, die bis Ende Juni 2027 einen Abschlussbericht vorlegen soll. Wie sie dabei arbeitet, zeigt der Blick in die Anhörungen.
𝗔𝘂𝗳𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗶𝗺 𝗦𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝘃𝗲𝗿𝘀𝘂𝗰𝗵
Wie das läuft, zeigt eine einzige Sitzung. In der Anhörung vom 26. Februar 2026 vertrat die deutliche Mehrheit der geladenen Sachverständigen die Auffassung, Deutschland sei im internationalen Vergleich gut durch die Pandemie gekommen und die Maßnahmen seien nach damaligem Wissensstand angemessen gewesen. Widerspruch kam von einem einzigen Geladenen.
Im März 2026 ging es um Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems, Impfstrategie und Forschung, geladen war unter anderem der frühere Bundesgesundheitsminister. Der Zuständige beurteilt die eigene Zuständigkeit. In der Wirtschaftsprüfung nennt man das Befangenheit. In der Politik nennt man es Sachverstand.
Der härteste Satz steht nicht im Bericht, sondern im Protokoll. Gemeldete Infektionszahlen lagen früh vor, differenzierte Daten zur tatsächlichen Krankheitsschwere, zur konkreten Belastung des Gesundheitssystems, zur Diagnostik und zur Wirksamkeit der Impfkampagne dagegen kaum.
Man hat angeordnet, ohne zu messen. Wer nicht misst, muss später nichts erklären. Das ist kein Versäumnis, das ist eine Betriebsweise.
𝗗𝗮𝘀 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗧𝗵𝗲𝗺𝗮
Diese Papiere sind keine Corona-Geschichte. Sie sind eine Beschreibung des Normalbetriebs, sichtbar geworden unter Druck.
Produkt vor Beleg. Kommunikation vor Datenlage. Haftungsfreistellung vor Nachweis. Ein System, das seine eigenen Fehler nicht erkennen kann, weil das Erkennen teurer wäre als das Weitermachen.
Ich behaupte nicht, dass dieses System nichts kann. Es kann Unfallchirurgie, Notfallmedizin, Intensivversorgung. Genau deshalb wiegt der Befund schwer: Ein System, das im Akutfall Leben rettet, hat sich im Krisenfall wie ein Vertrieb verhalten.
𝗭𝘂𝗿 𝗤𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁
Ich lese Brownstone auf Deutsch. Die Seite existiert als übersetzte Fassung und sie ist komfortabel: schnell, sauber gegliedert, Primärquellen verlinkt, Volltexte statt Anreißer. Die Übersetzung ist maschinell und stolpert gelegentlich. Die Inhalte stehen unter Creative Commons und dürfen mit Rückverlinkung übernommen werden.
https://brownstone.org/articles/a-romp-through-the-fauci-diaries-fame-turns-to-shame/
Genau deshalb ein Warnhinweis in eigener Sache. Bequemlichkeit ist keine Qualität. Eine gut gemachte Seite mit klarem Feindbild erzeugt denselben passiven Konsum wie die Tagesschau, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Wer Brownstone glaubt, weil es ihm gefällt, hat nichts geprüft. Er hat nur den Sender gewechselt.
Die Frage ist nicht, was ein einzelner Mann gewusst hat.
Die Frage ist, warum ein System, das es wusste, sich nicht anders verhalten hat. Und wer heute darauf wartet, dass hierzulande vergleichbare Aufzeichnungen auftauchen, wartet auf etwas, das es nicht geben wird. In Deutschland führt man kein Tagebuch. Man führt Akten. Und Akten schwärzt man.
Euer Rainer Taufertshöfer
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Man klärt sie im Gespräch.
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A Romp through the Fauci Diaries: Fame Turns to Shame
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Forwarded from Rainer Taufertshöfer (öffentlich)
𝗩𝗶𝗲𝗿𝘇𝗶𝗴 𝗠𝗶𝗻𝘂𝘁𝗲𝗻
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 𝘃𝗼𝗻 𝟮
Eine Frau schreibt anonym in Großbuchstaben. Ihr Vater ist vierundachtzig. Krebs in den Gallenwegen, im Kopf der Bauchspeicheldrüse, in der Prostata. Er hat Schläuche liegen, damit die Galle abfließen kann.
PAPA GEHT ES GUT. ICH DANKE EUCH. BLEIBT GESUND.
Darunter steht, was er bekommt. Achtundvierzig Milligramm Ivermectin. Zweihundertzweiundzwanzig Fenbendazol. Zwanzigtausend Einheiten Vitamin D. Gelegentlich Chlordioxid. Der Hausarzt habe sich gewundert, wie gut die Leberwerte seien.
Ich habe das an einem Vormittag gelesen und gemerkt, dass ich nicht weiterscrollen kann.
Denn die Erklärung steht in ihrer eigenen Nachricht. Die Schläuche sind Stents. Man legt sie, damit die Galle wieder abfließt, und genau daran hängen die Leberwerte. Ist der Abfluss dicht, gehen sie hoch. Ist er wieder offen, fallen sie. Das ist kein Wunder, das ist der Zweck des Eingriffs.
Eine Tochter, die ihren Vater durch so etwas begleitet, muss das nicht wissen. Ich schon.
Also habe ich geschrieben, so behutsam ich konnte. Dass ich ihr nichts wegnehmen will. Dass ich ihm von Herzen wünsche, dass es so bleibt. Und dass gute Leberwerte etwas über die Galle sagen und nichts über einen Tumor.
Die erste Antwort kam nach vier Minuten. Ich glaube, Sie sind hier in der falschen Gruppe.
𝗗𝗮𝘀 𝗕𝘂𝗰𝗵
An dieser Stelle habe ich mein Buch ins Gespräch gebracht. Nicht um damit zu wedeln. Sondern weil in dieser Gruppe täglich Chlordioxid empfohlen wird und weil ich dazu achtzehn Jahre gearbeitet und vierhundertvierundvierzig Seiten geschrieben habe.
Ich bin nicht der Abgesandte der Schulmedizin. Ich habe zu einem ihrer eigenen Mittel die ausführlichste Arbeit vorgelegt, die es im deutschsprachigen Raum dazu gibt. Das Buch heißt "Potenzial und Grenzen". Über das erste Wort schreibt sich leicht. Für das zweite habe ich Jahre gebraucht.
Genau das fehlt dort. Nicht die Begeisterung fehlt. Die Grenzen fehlen. Zu Chlordioxid steht in dieser Gruppe kein einziger Satz darüber, wo es nichts ausrichtet, wo es schadet, wo man die Finger davon lässt.
Und in dem Moment, in dem ich das gesagt habe, war ich in der falschen Gruppe.
Am Abend kam auf meine Einwände keine Antwort mehr, sondern eine Abstimmung. Ob der Heilpraktiker hier nur Kunden generieren wolle. Ja oder nein. Einundzwanzig Stimmen.
Über Argumente kann man nicht abstimmen. Sie sind richtig oder falsch.
Was in der Nacht darauf geschah, war der Grund, warum ich aufgehört habe. Teil 2 folgt.
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 𝘃𝗼𝗻 𝟮
Eine Frau schreibt anonym in Großbuchstaben. Ihr Vater ist vierundachtzig. Krebs in den Gallenwegen, im Kopf der Bauchspeicheldrüse, in der Prostata. Er hat Schläuche liegen, damit die Galle abfließen kann.
PAPA GEHT ES GUT. ICH DANKE EUCH. BLEIBT GESUND.
Darunter steht, was er bekommt. Achtundvierzig Milligramm Ivermectin. Zweihundertzweiundzwanzig Fenbendazol. Zwanzigtausend Einheiten Vitamin D. Gelegentlich Chlordioxid. Der Hausarzt habe sich gewundert, wie gut die Leberwerte seien.
Ich habe das an einem Vormittag gelesen und gemerkt, dass ich nicht weiterscrollen kann.
Denn die Erklärung steht in ihrer eigenen Nachricht. Die Schläuche sind Stents. Man legt sie, damit die Galle wieder abfließt, und genau daran hängen die Leberwerte. Ist der Abfluss dicht, gehen sie hoch. Ist er wieder offen, fallen sie. Das ist kein Wunder, das ist der Zweck des Eingriffs.
Eine Tochter, die ihren Vater durch so etwas begleitet, muss das nicht wissen. Ich schon.
Also habe ich geschrieben, so behutsam ich konnte. Dass ich ihr nichts wegnehmen will. Dass ich ihm von Herzen wünsche, dass es so bleibt. Und dass gute Leberwerte etwas über die Galle sagen und nichts über einen Tumor.
Die erste Antwort kam nach vier Minuten. Ich glaube, Sie sind hier in der falschen Gruppe.
𝗗𝗮𝘀 𝗕𝘂𝗰𝗵
An dieser Stelle habe ich mein Buch ins Gespräch gebracht. Nicht um damit zu wedeln. Sondern weil in dieser Gruppe täglich Chlordioxid empfohlen wird und weil ich dazu achtzehn Jahre gearbeitet und vierhundertvierundvierzig Seiten geschrieben habe.
Ich bin nicht der Abgesandte der Schulmedizin. Ich habe zu einem ihrer eigenen Mittel die ausführlichste Arbeit vorgelegt, die es im deutschsprachigen Raum dazu gibt. Das Buch heißt "Potenzial und Grenzen". Über das erste Wort schreibt sich leicht. Für das zweite habe ich Jahre gebraucht.
Genau das fehlt dort. Nicht die Begeisterung fehlt. Die Grenzen fehlen. Zu Chlordioxid steht in dieser Gruppe kein einziger Satz darüber, wo es nichts ausrichtet, wo es schadet, wo man die Finger davon lässt.
Und in dem Moment, in dem ich das gesagt habe, war ich in der falschen Gruppe.
Am Abend kam auf meine Einwände keine Antwort mehr, sondern eine Abstimmung. Ob der Heilpraktiker hier nur Kunden generieren wolle. Ja oder nein. Einundzwanzig Stimmen.
Über Argumente kann man nicht abstimmen. Sie sind richtig oder falsch.
Was in der Nacht darauf geschah, war der Grund, warum ich aufgehört habe. Teil 2 folgt.
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Rainer Taufertshöfer (öffentlich)
𝗗𝗿𝗲𝗶𝘂𝗻𝗱𝘇𝘄𝗮𝗻𝘇𝗶𝗴 𝗦𝗲𝗴𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗲𝗶𝗻𝘇𝗶𝗴𝗲 𝗤𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 𝘃𝗼𝗻 𝟮
Auf meinem Bildschirm liegt ein Screenshot. Er stammt aus einer Gruppe, die sich als Selbsthilfe versteht. Offen, jeder kann beitreten, jeder kann kommentieren. Der Text selbst wurde dorthin weitergeleitet…
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭 𝘃𝗼𝗻 𝟮
Auf meinem Bildschirm liegt ein Screenshot. Er stammt aus einer Gruppe, die sich als Selbsthilfe versteht. Offen, jeder kann beitreten, jeder kann kommentieren. Der Text selbst wurde dorthin weitergeleitet…
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𝗩𝗶𝗲𝗿𝘇𝗶𝗴 𝗠𝗶𝗻𝘂𝘁𝗲𝗻
𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝘃𝗼𝗻 𝟮
𝗭𝘄𝗲𝗶𝘂𝗻𝗱𝘃𝗶𝗲𝗿𝘇𝗶𝗴 𝗠𝗶𝗻𝘂𝘁𝗲𝗻 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗠𝗶𝘁𝘁𝗲𝗿𝗻𝗮𝗰𝗵𝘁
Und dann schrieb eine Frau einen Satz.
Glückwunsch, kann ich leider nicht bestätigen.
Sonst nichts. Kein Herz, keine Rückfrage, weitergescrollt. In einem Kanal mit zweitausendsechshundert Mitgliedern.
Am nächsten Morgen fragte doch jemand nach. Wie hat sie es angewendet. Warum hat es nicht funktioniert. Worauf soll man das stützen.
Sie antwortete: Leider war ich zu vertrauensselig und habe dafür teuer bezahlt. Man lernt ja aus Fehlern. Und sie empfahl allen, sich wirklich umfassend zu informieren.
Danach entschuldigte sie sich noch. Sie habe mitten in der Nacht wohl auf den falschen Knopf gedrückt. Sorry.
Das war der Punkt, an dem ich aufgehört habe.
Nicht weil sie mir recht gegeben hätte. Sondern weil diese Fragen richtig sind und weil sie in dieser Gruppe noch nie jemand gestellt hat, wenn etwas geholfen hat. Nicht bei den achtundvierzig Milligramm. Nicht bei dem Tumor, der angeblich verschwand.
Vierzig Minuten hat es gedauert, bis eine Frau, die etwas verloren hat, sich erklären musste. Für alles andere hat nie jemand auch nur eine Minute verlangt.
So entsteht eine Erfolgsquote, die es nicht gibt. Was hilft, kommt ungeprüft durch. Was nicht hilft, trägt die Beweislast. Und die meisten, bei denen es schiefgegangen ist, schreiben ohnehin nichts mehr.
𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀 𝗺𝗶𝘁 𝗗𝘂𝗺𝗺𝗵𝗲𝗶𝘁 𝘇𝘂 𝘁𝘂𝗻 𝗵𝗮𝘁
Die Menschen dort sind nicht dumm. Viele sind wach, belesen, misstrauischer als der Durchschnitt. Genau das macht sie erreichbar.
Seit 2020 haben viele das Vertrauen in Ärzte, Behörden und Industrie verloren. Diesen Bruch nehme ich niemandem übel, ich teile ihn in weiten Teilen. Nur verschwindet die Bereitschaft, jemandem unbedingt zu glauben, dabei nicht. Sie wechselt den Adressaten. Aus dem Arzt wird der Kanal. Aus der Behörde der Admin. Aus dem Beipackzettel die weitergeleitete Liste.
Geprüft wird danach genauso wenig wie vorher. Nur auf der anderen Seite.
Ich weiß nicht, wie es dem Vater geht. Ich werde es auch nicht erfahren.
Wenn es weitergeht wie bisher, wird die Tochter wieder schreiben.
Wenn nicht, wird sie es nicht.
Genau daran misst diese Gruppe, ob es funktioniert.
Euer Rainer Taufertshöfer
_______________
Kontakt · Einordnung · Informationen
Fragen klärt man nicht im Kommentarbereich.
Man klärt sie im Gespräch.
Telefon: 05536 2353056
Gerne nehmen wir uns Zeit für ein unverbindliches Erstgespräch.
Alternativ direkter Kontakt per Telegram:
@Rainer_Taufertshoefer
(für erste Kontaktaufnahme und Terminabstimmung)
Online-Informationsangebote
Vertiefende Inhalte, Analysen und Einordnungen finden Sie hier:
Medizinjournalistische Webseite
https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de
Forschungsseminare, zentraler Informationspool
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𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮 𝘃𝗼𝗻 𝟮
𝗭𝘄𝗲𝗶𝘂𝗻𝗱𝘃𝗶𝗲𝗿𝘇𝗶𝗴 𝗠𝗶𝗻𝘂𝘁𝗲𝗻 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗠𝗶𝘁𝘁𝗲𝗿𝗻𝗮𝗰𝗵𝘁
Und dann schrieb eine Frau einen Satz.
Glückwunsch, kann ich leider nicht bestätigen.
Sonst nichts. Kein Herz, keine Rückfrage, weitergescrollt. In einem Kanal mit zweitausendsechshundert Mitgliedern.
Am nächsten Morgen fragte doch jemand nach. Wie hat sie es angewendet. Warum hat es nicht funktioniert. Worauf soll man das stützen.
Sie antwortete: Leider war ich zu vertrauensselig und habe dafür teuer bezahlt. Man lernt ja aus Fehlern. Und sie empfahl allen, sich wirklich umfassend zu informieren.
Danach entschuldigte sie sich noch. Sie habe mitten in der Nacht wohl auf den falschen Knopf gedrückt. Sorry.
Das war der Punkt, an dem ich aufgehört habe.
Nicht weil sie mir recht gegeben hätte. Sondern weil diese Fragen richtig sind und weil sie in dieser Gruppe noch nie jemand gestellt hat, wenn etwas geholfen hat. Nicht bei den achtundvierzig Milligramm. Nicht bei dem Tumor, der angeblich verschwand.
Vierzig Minuten hat es gedauert, bis eine Frau, die etwas verloren hat, sich erklären musste. Für alles andere hat nie jemand auch nur eine Minute verlangt.
So entsteht eine Erfolgsquote, die es nicht gibt. Was hilft, kommt ungeprüft durch. Was nicht hilft, trägt die Beweislast. Und die meisten, bei denen es schiefgegangen ist, schreiben ohnehin nichts mehr.
𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀 𝗺𝗶𝘁 𝗗𝘂𝗺𝗺𝗵𝗲𝗶𝘁 𝘇𝘂 𝘁𝘂𝗻 𝗵𝗮𝘁
Die Menschen dort sind nicht dumm. Viele sind wach, belesen, misstrauischer als der Durchschnitt. Genau das macht sie erreichbar.
Seit 2020 haben viele das Vertrauen in Ärzte, Behörden und Industrie verloren. Diesen Bruch nehme ich niemandem übel, ich teile ihn in weiten Teilen. Nur verschwindet die Bereitschaft, jemandem unbedingt zu glauben, dabei nicht. Sie wechselt den Adressaten. Aus dem Arzt wird der Kanal. Aus der Behörde der Admin. Aus dem Beipackzettel die weitergeleitete Liste.
Geprüft wird danach genauso wenig wie vorher. Nur auf der anderen Seite.
Ich weiß nicht, wie es dem Vater geht. Ich werde es auch nicht erfahren.
Wenn es weitergeht wie bisher, wird die Tochter wieder schreiben.
Wenn nicht, wird sie es nicht.
Genau daran misst diese Gruppe, ob es funktioniert.
Euer Rainer Taufertshöfer
_______________
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Fragen klärt man nicht im Kommentarbereich.
Man klärt sie im Gespräch.
Telefon: 05536 2353056
Gerne nehmen wir uns Zeit für ein unverbindliches Erstgespräch.
Alternativ direkter Kontakt per Telegram:
@Rainer_Taufertshoefer
(für erste Kontaktaufnahme und Terminabstimmung)
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Forwarded from Rainer Taufertshöfer (öffentlich)
Die Corona-Zeit hat viele misstrauisch gemacht. Aber nicht automatisch urteilsfähig.
Wir haben gelernt, Behörden, Leitmedien, Pharmakonzerne und sogenannte Experten zu hinterfragen. Das war notwendig.
Doch kritisches Denken verliert seinen Wert, wenn es endet, sobald die Botschaft aus dem eigenen Lager kommt.
Genau das beobachte ich inzwischen auf beiden Seiten.
Die einen erklären alternative Verfahren grundsätzlich für wirkungslos.
Die anderen erklären einzelne Substanzen oder Verfahren zum universellen Schlüssel.
Beides folgt derselben Logik: vereinfachen, zuspitzen, Lager bilden.
Und genau dadurch geht das verloren, worauf es eigentlich ankommt.
Denn ich bin überzeugt: In vielen alternativen Ansätzen steckt reales wissenschaftliches und biologisches Potenzial. Vielleicht sogar deutlich mehr, als heute sichtbar ist.
Aber dieses Potenzial wird nicht dadurch erschlossen, dass man jedes Verfahren zur neuen Heilslehre erhebt.
Es wird ebenso wenig entdeckt, wenn man alles pauschal als Unsinn verwirft.
Es wird verschüttet.
Verschüttet unter Ideologien.
Verschüttet unter wirtschaftlichen Interessen.
Verschüttet unter Lagerdenken.
Und verschüttet unter Menschen, die längst aufgehört haben zu fragen.
Genau deshalb argumentiere ich bewusst außerhalb dieser Grabenkämpfe.
Mich interessiert weder das pharmanahe noch das alternativmedizinische Lager.
Mich interessiert, was biologisch plausibel ist, wo Chancen liegen, wo Grenzen liegen und warum manche Beobachtungen funktionieren könnten – oder eben nicht.
Genau diese Denkweise verbindet meine beiden neuen Artikel mit meinem Buch.
Nicht Zustimmung erzeugen.
Sondern Urteilskraft stärken.
Denn die Zukunft der Medizin entscheidet sich vermutlich nicht zwischen Schulmedizin und Alternativmedizin.
Sie entscheidet sich zwischen Dogmen und Erkenntnis.
Ivermectin und Fenbendazol bei Krebs – wenn zwei Lager dieselbe Denkfalle teilen
https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de/ivermectin-fenbendazol-krebs-denkfalle
Ivermectin – große Zahlen, starke Behauptungen und die Frage, was tatsächlich bewiesen ist
https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de/ivermectin-krebs-denkfalle
Chlordioxid – Potenzial und Grenzen
https://www.rainer-taufertshoefer-medizinjournalist.de/buch-chlordioxid-potenzial-und-grenzen
Wir haben gelernt, Behörden, Leitmedien, Pharmakonzerne und sogenannte Experten zu hinterfragen. Das war notwendig.
Doch kritisches Denken verliert seinen Wert, wenn es endet, sobald die Botschaft aus dem eigenen Lager kommt.
Genau das beobachte ich inzwischen auf beiden Seiten.
Die einen erklären alternative Verfahren grundsätzlich für wirkungslos.
Die anderen erklären einzelne Substanzen oder Verfahren zum universellen Schlüssel.
Beides folgt derselben Logik: vereinfachen, zuspitzen, Lager bilden.
Und genau dadurch geht das verloren, worauf es eigentlich ankommt.
Denn ich bin überzeugt: In vielen alternativen Ansätzen steckt reales wissenschaftliches und biologisches Potenzial. Vielleicht sogar deutlich mehr, als heute sichtbar ist.
Aber dieses Potenzial wird nicht dadurch erschlossen, dass man jedes Verfahren zur neuen Heilslehre erhebt.
Es wird ebenso wenig entdeckt, wenn man alles pauschal als Unsinn verwirft.
Es wird verschüttet.
Verschüttet unter Ideologien.
Verschüttet unter wirtschaftlichen Interessen.
Verschüttet unter Lagerdenken.
Und verschüttet unter Menschen, die längst aufgehört haben zu fragen.
Genau deshalb argumentiere ich bewusst außerhalb dieser Grabenkämpfe.
Mich interessiert weder das pharmanahe noch das alternativmedizinische Lager.
Mich interessiert, was biologisch plausibel ist, wo Chancen liegen, wo Grenzen liegen und warum manche Beobachtungen funktionieren könnten – oder eben nicht.
Genau diese Denkweise verbindet meine beiden neuen Artikel mit meinem Buch.
Nicht Zustimmung erzeugen.
Sondern Urteilskraft stärken.
Denn die Zukunft der Medizin entscheidet sich vermutlich nicht zwischen Schulmedizin und Alternativmedizin.
Sie entscheidet sich zwischen Dogmen und Erkenntnis.
Ivermectin und Fenbendazol bei Krebs – wenn zwei Lager dieselbe Denkfalle teilen
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Ivermectin – große Zahlen, starke Behauptungen und die Frage, was tatsächlich bewiesen ist
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Chlordioxid – Potenzial und Grenzen
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