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„Wir haben uns in Deutschland viel zu sehr daran gewöhnt, dass Dinge einfach schlechter werden – und wir sie irgendwann achselzuckend hinnehmen." Mit diesen Worten bringt es Fachinformatiker und Blogger Matteo Pedicillo auf den Punkt.
Dabei beziffern Deutschlands Kommunen den Investitionsrückstand allein bei Straßen und Verkehrsinfrastruktur inzwischen auf rund 53,7 Milliarden Euro. Bei etwa einem Drittel der Kommunen war der Straßenunterhalt zuletzt kaum oder gar nicht ausreichend möglich – so die KfW in ihrem Kommunalpanel 2026. Gleichzeitig kostete Diesel am 28. September im bundesweiten Durchschnitt 2,44 Euro pro Liter. Und dann ruinieren schlechte Straßen zusätzlich Reifen, Felgen und Fahrwerk.
„Da darf man fragen: Was ist eigentlich unser Anspruch an dieses Land?", so Pedicillo weiter. Deutschland liegt bei der Belastung von Arbeit international an der Spitze: Für einen alleinstehenden Durchschnittsverdiener betrug der Steuer- und Abgabenkeil 2025 49,3 Prozent – Platz 2 unter den 38 OECD-Staaten. „Bei einer solchen Belastung darf man auch eine entsprechende Infrastruktur erwarten."
„Und gerade Deutschland sollte das besser können. Carl Benz meldete 1886 sein Automobil zum Patent an. Rudolf Diesel entwickelte den Dieselmotor. Namen wie Otto, Daimler und Porsche stehen für eine Automobilgeschichte, die dieses Land weltweit geprägt hat."
„Ich will eine höhere Anspruchshaltung: vernünftige Straßen, funktionierende Infrastruktur und einen Staat, bei dem die Bürger sehen, was mit ihrem Geld passiert. Das ist nicht zu viel verlangt. Das sollte der Normalzustand sein." — Matteo Pedicillo
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