Liebe Bolzplatzkinder.
Im kommenden Jahr sollen die Bundesjugendspiele für Grundschulkinder vom Wettkampf zum Wettbewerb werden. Bedeutet im Fall Weitsprung, dass nicht mehr die tatsächliche Weite gemessen wird, sondern nur noch entscheidend ist, in welcher Zone man landet. Im österreichischen Fußball soll es bei Sechs- bis Zwölfjährigen keine Tabellen und Ergebnisse mehr geben. Der Spieler mit den meisten Toren darf in diesem Szenario ebenfalls nicht mehr ermittelt werden.
Ich meine, was soll das? In meinen Augen sind das Ideen von Verlierern. Von Menschen, die aus Niederlagen nie gelernt haben. Die selbst nie Sieger waren. Worin auch immer. Was in Ordnung ist. Nur ist es dann fraglich, ob sie es sein sollten, die unsere Gesellschaftsspiele derart mitgestalten. Als Neunjähriger war ich Kreismeister im 50 Meter-Sprint und Weitsprung. Eine Woche später verlor ich in der E-Jugend gegen den Lokalmatador mit 19:1, die Gegenspieler hatten sich lustig über uns gemacht. Im Rückspiel rangen wir ihnen ein 1:1 ab. Der Sport ist ein Auf und ab. Ein einziges Lernen. Im Erfolg und in der Niederlage. Ich habe früher mit Besseren zusammen Fußball gespielt. Mit Älteren. Die Konsequenz war, dass auch ich besser wurde. Und älter. Nein, ehrlich. Du weckst deine Potenziale nur mit Challenges. Wenn du bei anderen siehst, wie gut man sein kann. Was aber nie bedeutet, dass du als Mensch weniger Wert bist, wenn du Letzter wirst. Aber das ist dann auch die Aufgabe von Eltern. Den Kindern ihren Wert zu zeigen, ihnen auch in Niederlagen Selbstvertrauen zu geben. Doch vielleicht ist es genau das, worauf sie keine Lust mehr haben. Weil es zu anstrengend ist. Weil es bequemer ist, zu sagen, dass wir alle Sieger sind.
Was sagst du zu der Idee, Wettkämpfe abzuschaffen?
Sportliche Grüße
Henoch Förster
#bundesjugendspiele
#bolzplatzkind
#fussball
👉 @Kesselbunte
Im kommenden Jahr sollen die Bundesjugendspiele für Grundschulkinder vom Wettkampf zum Wettbewerb werden. Bedeutet im Fall Weitsprung, dass nicht mehr die tatsächliche Weite gemessen wird, sondern nur noch entscheidend ist, in welcher Zone man landet. Im österreichischen Fußball soll es bei Sechs- bis Zwölfjährigen keine Tabellen und Ergebnisse mehr geben. Der Spieler mit den meisten Toren darf in diesem Szenario ebenfalls nicht mehr ermittelt werden.
Ich meine, was soll das? In meinen Augen sind das Ideen von Verlierern. Von Menschen, die aus Niederlagen nie gelernt haben. Die selbst nie Sieger waren. Worin auch immer. Was in Ordnung ist. Nur ist es dann fraglich, ob sie es sein sollten, die unsere Gesellschaftsspiele derart mitgestalten. Als Neunjähriger war ich Kreismeister im 50 Meter-Sprint und Weitsprung. Eine Woche später verlor ich in der E-Jugend gegen den Lokalmatador mit 19:1, die Gegenspieler hatten sich lustig über uns gemacht. Im Rückspiel rangen wir ihnen ein 1:1 ab. Der Sport ist ein Auf und ab. Ein einziges Lernen. Im Erfolg und in der Niederlage. Ich habe früher mit Besseren zusammen Fußball gespielt. Mit Älteren. Die Konsequenz war, dass auch ich besser wurde. Und älter. Nein, ehrlich. Du weckst deine Potenziale nur mit Challenges. Wenn du bei anderen siehst, wie gut man sein kann. Was aber nie bedeutet, dass du als Mensch weniger Wert bist, wenn du Letzter wirst. Aber das ist dann auch die Aufgabe von Eltern. Den Kindern ihren Wert zu zeigen, ihnen auch in Niederlagen Selbstvertrauen zu geben. Doch vielleicht ist es genau das, worauf sie keine Lust mehr haben. Weil es zu anstrengend ist. Weil es bequemer ist, zu sagen, dass wir alle Sieger sind.
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Henoch Förster
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