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Magazin für neue Perspektiven und lebendige Debatten
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Das Totschlagargument: Wer die Verteidigung der Menschenrechte Antisemitismus nennt, entwertet den Begriff und leistet neuer Inhumanität Vorschub.
Der Antisemitismus ist auch 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz ein Motiv für Gewalt, wie es das Attentat von Halle im Oktober 2019 erneut drastisch offenbarte. Einer Umfrage des Jüdischen Weltkongresses zufolge hat circa jede/r vierte Deutsche antisemitische Vorurteile, also eine Voreingenommenheit gegen Menschen, weil sie Juden sind. Vor diesem Hintergrund ist es bedenklich, dass der Begriff „Antisemitismus“ von führenden PolitkerInnen nicht nur in Israel ausgedehnt und damit entkernt wird: KritikerInnen an der Politik der Netanjahu-Regierung Israels werden zu Antisemiten erklärt.
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Nervöse NATO (2018): Trump, Putin und der mögliche Frieden.
Das bevorstehende Treffen zwischen Trump und Putin ruft Unbehagen und Nervosität in westlichen Regierungskreisen und den Leitmedien hervor. Was, wenn es zu einer Wiederannäherung kommt? Was, wenn dem Westen der mühsam aufgebaute Feind abhanden kommt? Brian Cloughley über die vage Hoffnung auf Trumps ausgestreckte Hand inmitten der verbalen und militärischen Aufrüstung der NATO-Staaten.
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Die Rückgratlosen 👈
Eine historische Aufarbeitung der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zeigt, wie nazifreundlich sich die Schweiz damals verhalten hat und wie paranoid gegenüber der Sowjetunion. Die Geschichte hat Spuren hinterlassen, die bis in die Gegenwart reichen: Die antirussische Politik hält bis heute an.
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I have a dream 👈
Im Jahr 1963 hielt Martin Luther King seine berühmte Rede „I Have a Dream“, in der er eine Art Zukunftsvision für die Gleichberechtigung der Afro-Amerikaner in den USA malte. Er kritisierte den Widerspruch zwischen der US-amerikanischen Verfassung und der Realität. Heute, über 50 Jahre später, prangert die australische Journalistin Caitlin Johnstone den Zustand der Gesellschaft und der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen an. Sie träumt jedoch nicht von deren Verbesserung — sie fordert. Und fordert uns auf, dies ebenso zu tun.
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Viel Lärm um Nichts 👈
Die Entscheidung der SPD-Mitglieder für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans als neue Parteivorsitzende war eine große Überraschung, hatten doch zugleich die Kandidaten des traditionellen Machtzentrums, das Duo Olaf Scholz und Klara Geywitz, das Nachsehen. Die Hoffnung aber, dass dieser Personalentscheidung auch die Aufkündigung der großen Koalition folgt, wurde enttäuscht.
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Glaubenskrieg gegen Globuli 👈
In den auf Rubikon bereits veröffentlichten drei Beiträgen zur Homöopathie war von den Argumenten der Homöopathie-Gegner die Rede, über die man diskutieren könnte — wenn eine solche Diskussion denn stattfände. Im vierten und abschließenden Teil soll über Vorwürfe berichtet werden, die die „Qualitätspresse“ gebraucht, an deren Berechtigung man aber Zweifel haben kann.
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Journalistische Messdiener 👈
Sagen Medien, was ist? Eindeutig: nein. Der Bruch mit der Wirklichkeit ist im Journalismus längst eine bestimmende Konstante. Immer wieder ist zu beobachten, wie Medien Wirklichkeit ignorieren, verdrehen, frisieren oder gar gleich erfinden. In seinem neuen Buch „Sabotierte Wirklichkeit“ zeigt Marcus B. Klöckner anhand vieler Beispiele auf, wie es aussieht, wenn Medien Scheinwirklichkeiten erzeugen, und verdeutlicht, wie in einem System „freier Medien“ eine spezielle Form von Zensur entsteht. Mit weitreichenden Konsequenzen für unsere Demokratie und uns alle. Ein Buchauszug.
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Hey Alexa, wir müssen reden! 👈
Überwachung von Wohnungen — gibt‘s nur noch in TV-Filmen über die gruselige DDR-Vergangenheit. Oder? Alexa ist die mobile Wanze in unseren Wohn- und Schlafzimmer. Gottgleich registriert sie alles, was in unsere privaten Räumen geschieht. Alexa ist der feuchte Traum aller berenteten Stasi-Spitzel. Sie vollendet, was selbst die NSA nur höchst unvollständig vollbringen konnte. Das für unsere „Kultur“ unfassbar Peinliche daran ist: sehr viele Menschen laden sie freiwillig zu sich ein. Gerade in der gnadenbringenden Weihnachtszeit sind wir wieder mit einer massiven Kampagne von amazon konfrontiert, die neugierige Dame auch unbedingt zu kaufen. Zeit, dass jemand diese Alexa zur Rede stellt ...
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Die drei Säulen 👈
Versuche, die kapitalistische Gesellschaftsordnung zu kritisieren und zu bekämpfen, laufen meist ins Leere. Was ist der Grund für dieses Scheitern? Folgende Fragen werden selten gestellt: Warum verliert der Kapitalismus seine Anziehungskraft als Grundlage unserer Gesellschaftsordnung? Gibt es grundsätzliche Bedürfnisse, die die kapitalistische Ordnung nicht erfüllen kann? Welche ethischen Werte sind mit dem Kapitalismus nicht vereinbar? Kann die kapitalistische Gesellschaftsordnung überhaupt anerkannte Menschenrechte gewährleisten? Diese Fragen zu beantworten, könnte helfen, die Grundlagen einer postkapitalistischen Gesellschaft zu schaffen.
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#RUBIKON: Im Gespräch: "Hey Alexa, wir müssen reden!" (Alexa und Burak Erbasi)
Das neue Rub|kon-Video! @RubikonNews
Wir sind Frieden 👈
„Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach als ein Wald, der wächst“, heißt ein tibetisches Sprichwort. Unsere Aufmerksamkeit ist meist auf dramatische und negative Ereignisse fokussiert. Auch verleiten uns die Medien, Politik als „Königsdrama“ zu interpretieren, in dem mächtige und prominente Akteure unsere Geschicke lenken. Dabei sehen wir nicht, wie viele „kleine“ Initiativen und engagierte, ganz unprominente Einzelpersonen Tag für Tag Zeichen der Hoffnung setzen. Sie halten das Gemeinwesen „mit ihrem Mut am Leben“, wie Reinhard Mey sang. Andrea Drescher porträtiert einige von ihnen. Heute Christian Beckmann, der eine Schule gegründet hat, damit seine Tochter und viele andere Kinder auf eine andere Art lernen und sich die Welt aneignen können.
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Die Stille in uns: In der Einsamkeit lernen wir, unsere Welt, unsere Mitwesen und letztlich uns selbst zu verstehen.
Woran erkennen wir, dass ein Ereignis tatsächlich stattgefunden hat? Exakt! Wenn es von eben diesem Ereignis ein Selfie gibt. Und wenn es auch nur für 24 Stunden in einer Insta-, Facebook- oder WhatsApp-Story existiert. Wir — damit sind all jene gemeint, die mehr oder weniger an der schönen neuen durchdigitalisierten und smarten Welt teilnehmen können — sind heute alles andere als isoliert. Über unsere digitalen Endgeräte nehmen wir 24/7 am Leben der anderen Teil. Nicht nur wir. Aber das ist ein anderes Thema.
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Meinungsmache durch Meinungsforschung: Wie Forsa beim Manipulieren einer Umfrage gegen die neue SPD-Führung erwischt wurde.
Meinungsforschung sollte die Fakten wiedergeben und nicht selbst Fakten schaffen. Gerade Forsa, mit ihrem mitteilsamen Chef Manfred Güllner, versucht immer wieder durch seine von den Mainstream-Medien fleißig abgefragten Deutungen eigener Umfrageergebnissen zu manipulieren. Zum Beispiel versucht Güllner über Jahre zu suggerieren, der Niedergang der SPD habe nichts mit deren Abkehr von sozialer Politik seit Schröder zu tun. Eine weitgehend unentdeckte Quelle von Manipulation besteht auch in der Formulierung der Fragen, auf die ein „repräsentativer Querschnitt“ der Bürger anworten soll. Hier werden Befragte durch das „Wording“ in eine bestimmte Richtung gedrängt. Ein „ideologischer Linkskurs“ erweckt weniger Vertrauen als ein „pragmatisch-rationaler Mitte-Kurs“. Das Dumme für Forsa: Diesmal ist das Institut bei einem allzu offenkundigen Manipulationsversuch erwischt worden. Ziel der Operation: die neue SPD-Führung von Anfang an madig zu machen.
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Das Recht der Besitzenden: Die Geschichte der Menschenrechte offenbart, dass mit diesen vor allem das Eigentum des Bürgertums geschützt werden sollte.
Vom „Naturrecht“ schwärmen Sozialkundelehrer bis heute — von Rechten, die absolut allen Menschen gleichermaßen zukommen. Betrachten wir aber die Ursprünge der bürgerlichen Revolutionen, etwa in den USA und Frankreich, erkennen wir, dass vieles von ihrem Mythos reine Fassade war, um knallhartes Eigeninteresse zu bemänteln. Vor allem dienten Menschenrechte der Emanzipation der Bourgeoisie vom Adel. Sie waren vieles, aber nicht allumfassend. Vor allem schützten sie die Beute der Besitzenden vor denen, die beraubt wurden. Werte, die uns heute am Herzen liegen, wie die Meinungs- und Pressefreiheit waren dem „Supergrundrecht“ Eigentum untergeordnet. Die Freiheit des Bürgertums schloss mit ein, dass den Unterschichten eben diese Freiheit genommen werden durfte. Selbst Sklaverei galt da noch als menschenrechtskonform. Wir müssen die Geschichte ohne romantisierende Verklärung betrachten — dann verstehen wir heutige politische Vorgänge besser, einschließlich des allfälligen Missbrauchs des Menschenrechtsbegriffs.
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Dies ist Teil 2/4 - Hier geht's zu Teil 1/4
Die Krim vor Ort: Über die heute russische Halbinsel wird viel geredet, mit den Bewohnern der Krim selbst nur wenig. Ein Reisebericht dokumentiert die Veränderungen seit 2014.
Dieser Bericht fasst die persönlichen Wahrnehmungen des Autors während seiner Reisen auf die Krim in den Jahren 2014 bis heute zusammen. Eigene Beobachtungen der Ereignisse des Maidan 2013/14, Analysen und Wertungen sowie mehrere Besuche in die beiden von der Ukraine abgespaltenen Donbass-Republiken von Lugansk und Donetzk flossen mit in den Text ein. Das Ergebnis: Vieles läuft in den Regionen heute besser. Und die Bewohner möchten sich nicht vom Westen diktieren lassen, wie und mit wem sie zusammenleben wollen.
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Der Offenbarungseid: Der Wahlsieg von Boris Johnson in Großbritannien zeigt, dass und wie sehr das Volk manipulierbar ist.
In seinem Roman „Leichter als Luft“ hat Florian Kirner ein Kabinett faszinierender Figuren erschaffen. Eine davon, Donna Fauna, lässt der Autor über den aktuellen Wahlausgang in Großbritannien räsonieren.
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Der Feind im Innern: Anders als gern behauptet, besteht keinerlei Gefahr für „unsere Demokratie“ — denn wir leben in einer #Konzerndiktatur.
Der Tiefe Staat fräst sich wie ein Bulldozer durch die demokratischen Grundrechte und hinterlässt eine Spur aus Korruption, Armut, „Failed States“ und Marionetten, die für ihn arbeiten. Dieser Prozess ist bereits sehr weit fortgeschritten. Auch das Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump ist kein „Aufstand des Gewissens“. Es zeigt nur, dass der Tiefe Staat diejenigen bestraft, die ihm nicht in allen Belangen gehorchen. Mit oder ohne Trump stehen wir einer sich radikalisierenden Konzendiktatur gegenüber, die es immer weniger für nötig halten wird, die Fassade eines demokratischen Rechtsstaats aufrecht zu erhalten.
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Der größere Zusammenhang 👈
Wenn wir die unzähligen Schweinereien in der Weltpolitik immer nur mit dem politisch-analytischen Blick betrachten, wird unser Bild unvollständig bleiben. Viel zu häufig wird beispielsweise bei Analysen über den Tiefen Staat vergessen, dass die Deep-State-Problematik stets ein Spiegel unserer Deep-Soul-Probleme ist. Obwohl allzu oft getrennt betrachtet, gehört beides zusammen. Auch die ökologische Frage wird zu oft ausgeblendet. Zeit für den „größeren Zusammenhang“.
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Die Hydra des Kapitalismus: Ein System ist dem Untergang geweiht, sobald man dem „Monster“ nie so viele Köpfe abschlagen kann wie ihm umgehend nachwachsen.
Tragödien wie Heiner Müllers Theaterstück „Die Hydra“ oder unlängst der Spielfilm „Joker“ stellen soziale Desintegration als Fiktion dar. Längst sind solche Vorstellungen ökonomische und gesellschaftliche Realität geworden, während der „freie Kapitalismus“ selbst zur Fiktion verkommt. Anhand künstlerischer, journalistischer und sozialwissenschaftlicher Beispiele wirft der Autor Licht auf die gegenwärtigen kapitalistischen Produktionsverhältnisse. Derart ausgeleuchtet, taucht eine Praxis auf, die sich drastisch von dem unterscheidet, was uns täglich versprochen wird.
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