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Magazin für neue Perspektiven und lebendige Debatten
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Berliner Kulissenschieberei: Die Tagesschau verklärte die „Libyen-Konferenz“ zum weltpolitischen Großereignis und inszeniert Außenminister Maas als Friedensfürsten.
„Libyen ist längst zu einem Ort für einen Stellvertreterkrieg geworden, und das wollen wir nicht länger akzeptieren. Seit Monaten sind wir in Gesprächen mit Ländern, die Einfluss nehmen in Libyen und wir wollen diese dazu veranlassen und in die Pflicht nehmen...“ (1) So tönte Außenminister Heiko Maas am 17. Januar, zwei Tage vor Beginn der Libyen-Konferenz in Berlin. Entsprechend das Tamtam der Tagesschau: „In Berlin haben sich die Teilnehmer der Libyen-Konferenz auf einen umfassenden Plan für eine Friedenslösung in dem Bürgerkriegsland verständigt.“ (2) Das stimmte höchstens formal. Ein kritischer Beobachter hätte zumindest beiläufig bemerkt, dass einige der Akteure hinterm Rücken die Finger kreuzten. Die Tagesschau vertuschte aber dienstfertig, dass nur eine Show mit Heißluft-Ballonstart abgezogen worden war.
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Forwarded from Multipolar Magazin
Twitter: die neuen amtlichen Mitteilungen?
Facebook, Google und Twitter sind die Kommunikations- giganten unserer Tage. Twitter spielt dabei eine besondere Rolle: Es wird wird von Institutionen und Personen des politischen Lebens quer durch die Welt für die Kommunikation verwendet. Das ist ein Problem.
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Spiel mit dem Feuer: Die brennenden Wälder unseres Planeten zeigen, dass das, was wir zu beherrschen glaubten, außer Kontrolle geraten ist.
Laut der griechischen Mythologie, der Wiege unserer Kultur, ist das Feuer nur durch eine List in Menschenhand gelangt. Prometheus wurde für seinen Frevel, den Göttern das Feuer entwendet zu haben, an einen Felsen des Kaukasus gekettet und von einem Adler heimgesucht. Die Menschen bezahlten den Feuerraub mit den Übeln aus der Büchse der Pandora, die sich über die Welt verbreitet haben. Als einzige positive Gabe hat die Hoffnung überlebt. Ein Mythos mit hoher Symbolkraft — auch für unsere Zeit.
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Apokalyptischer Jahresstart: Im ersten Monat der 2020er Jahre gab es mehr Katastrophen als sonst meistens in einem ganzen Jahr.
Im Rückblick auf die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts spricht man von den „Roaring Twenties“, also den stürmischen 20er Jahren. Dabei ist das Wort „roaring“ im Englischen äußerst positiv konnotiert und steht in diesem Kontext für Aufschwung und Genesung nach dem Ende eines äußerst blutigen Jahrzehnts. Das Stürmische, welches die 20er Jahre des 21. Jahrhundert einleitete, war gänzlich anderer Natur. Der Januar erschien dem aufmerksamen Beobachter wie die schlagartige Eruption destruktiver Kräfte, die sich in der zweiten Hälfte der 2010er Jahr aufgestaut hatten. Ein Monatsrückblick, der genügend Stoff für einen ganzen Jahresrückblick böte.
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Verkehrtes „Geschichtsbewusstsein“Verantwortung für Israel würde bedeuten, das Land auf eine menschliche Palästinapolitik zu verpflichten, anstatt jede Unmenschlichkeit abzunicken.
Seit Jahrzehnten lautet das Mantra deutscher Politik: Sicherheit für den Staat Israel und Gründung eines palästinensischen Staates. Doch nur das erstere haben die Regierungen der Bundesrepublik ernst genommen. Ein palästinensischer Staat ist so fern wie nie zuvor. Wo liegen die Gründe für diesen Widerspruch? Verhindert die Hypothek der faschistischen Vergangenheit immer noch eine Politik nach den Maßstäben der Menschenrechte und des Völkerrechts? Rede des Autors auf der Konferenz des Deutschen Koordinationskreises #Palästina #Israel (KOPI) in Berlin im Januar 2020.
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Der falsche Feind: Zur Sicherung des Friedens müssen wir uns aus der Umklammerung der NATO lösen und erkennen, dass Deutschland und Russland Schicksalsgefährten sind.
Im Oktober 2019 ist das neue Buch, „Der Griff nach Eurasien: Die Hintergründe des ewigen Krieges gegen Russland“ des Politologen und Publizisten Hermann Ploppa erschienen. Im Gespräch mit dem Rubikon bezeichnet der Autor das Verhalten der Bundesregierung gegenüber Russland als ein „Selbstmordkommando“. Anstatt die NATO weiter aufzurüsten und gegen Russland in Stellung zu bringen, sollte man das für Rüstung verschwendete Geld stattdessen für den „sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Wiederaufbau Europas“ verwenden, so der Autor. Das Gespräch führte Flo Osrainik.
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Die verschwiegene Kriegslüge: Die Berichte über einen angeblichen Giftgasanschlag in Douma sind widerlegt — nur: die Medien sagen uns das nicht.
Das Ausmaß, in dem der Douma-Bericht der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen, OVCW, verfälscht wurde, ist ein Skandal. Offenbar war die Wahrheit uninteressant, lieber hielt man an einer Lüge fest, die im Informationskrieg gegen Russland und die Assad-Regierung nützlich schien. Wie hier manipuliert wurde, wird der Öffentlichkeit jedoch verschwiegen. Statt den öffentlichen Fragen und Zweifeln nachzugehen, greift die OVCW jetzt diejenigen an, die für Aufklärung sorgen.
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#Syrien #Douma #Medien
Nur die „Angeklagten“ fehlten: Bericht von der IALANA-Tagung „Krieg und Frieden in den Medien“.
Die Friedensinitiative „IALANA“ versammelte vom 26. bis 28. Januar 2018 in Kassel eine große Zahl von Medienkritikern – darunter zahlreiche Prominente. Medienwissenschaftler, Künstler, Juristen, Historiker, Ex-Politiker und kritische Journalisten debattierten drei Tage lang über den Zustand der heutigen Medienlandschaft. Es ging unter anderem um Kriegspropaganda, Medienkonzentration und Programmbeschwerden. Vertreter des Mainstreams ließen sich trotz Einladung nicht sehen.
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@multipolar_magazin-Autor im #RubikonMagazin
Anne Frank ist nicht repräsentativ: In Deutschland wird der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Doch das Gedenken ist zum Nachteil der osteuropäischen Opfer verzerrt.
Jedes Jahr am 27. Januar ist der deutschlandweite Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. International wird dieser Tag, an dem die Rote Armee im Jahr 1945 den Lagerkomplex Auschwitz befreite, als Holocaustgedenktag begangen. Doch wer sich mit der Realgeschichte der Nazi-Herrschaft befasst, erkennt, dass das hiesige Gedenken stark zuungunsten osteuropäischer Opfer verzerrt ist.
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@multipolar_magazin-Autor im #RubikonMagazin
Das Parlament repräsentiert nicht die Bürger“ — Interview mit Oskar Lafontaine zu Armut, Flucht und Krieg.
Oskar Lafontaine, saarländischer Oppositionsführer und früherer Parteivorsitzender der Linken, spricht im Interview mit Rubikon über die Idee einer linken Sammlungsbewegung in Deutschland und über innerparteiliche Kontroversen in der Flüchtlingsdebatte. „Eine Linke darf sich nicht nur um die zehn Prozent der Flüchtlinge kümmern, die es bis hierher schaffen“, sagt Lafontaine. Mit ihm sprach Stefan Korinth.
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@multipolar_magazin-Autor im #RubikonMagazin
Der Weltpolizist: Welche Rolle spielt der Welt-Hegemon USA in unserer Zeit? Interview mit dem Historiker Hans-Heinrich #Nolte, Teil 1.
Hans-Heinrich Nolte ist einer der bekanntesten Osteuropahistoriker Deutschlands. Er lehrte lange an den Universitäten in Hannover und Wien. Zudem ist er einer der Vorreiter im Forschungsfeld Weltgeschichte. Vor wenigen Monaten erschien sein neues Buch „Kurze Geschichte der Imperien“. Die Frage, ob sich die USA zu einem Imperium entwickelt haben, beantwortet Nolte mit nein. Nach geschichtswissenschaftlichen Kriterien seien die Vereinigten Staaten kein Imperium, sehr wohl aber der Hegemon der heutigen Welt. Mit ihm sprach Stefan Korinth.
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@multipolar_magazin-Autor im #RubikonMagazin
Die Vetomächte akzeptieren keine Welt ohne Krieg“ — Welche Rolle spielen die USA und die Vereinten Nationen in der Welt? Interview mit dem Osteuropahistoriker Hans-Heinrich #Nolte, Teil 2.
Hans-Heinrich Nolte ist einer der renommiertesten Historiker Deutschlands. Neben osteuropäischer Geschichte ist sein Spezialgebiet auch die Globalgeschichte. In Teil 1 erläuterte Nolte, warum die USA aus seiner Sicht kein Imperium, sondern „nur“ Weltmacht Nummer 1 sind (1). In Teil 2 spricht er über die Interessen, Ausgangspositionen und Handlungsmöglichkeiten verschiedener Großmächte – ein Parforceritt durch die Weltpolitik. Das Interview führte Stefan Korinth.
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Propaganda statt Journalismus: In einer Twitter-Debatte zu den Maidanmorden offenbaren ARD-Korrespondenten ihre ideologische Motivation.
In einer Diskussion beim Kurznachrichten-Medium Twitter zwischen Rubikon-Autor Paul Schreyer, Maidanforscher Ivan Katchanovski und mehreren ARD-Journalisten offenbaren die öffentlich-rechtlichen Korrespondenten eine äußerst fragwürdige Berufseinstellung. #Medien #Ukraine
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@multipolar_magazin-Autor im #RubikonMagazin
Mut tut gut! Es gilt, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes Wesen ist.
Leben wir in einer Gesellschaft ohne Opposition? Kritische Psychologen debattieren Anfang März 2018 auf einem Kongress in Berlin diese Fragestellung, die bereits der Philosoph Herbert Marcuse 1964 aufgeworfen hatte. Die jährliche Tagung der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP) wurde dabei im Vorfeld mit Antisemitismusvorwürfen attackiert. So inhaltlich konstruiert diese Vorwürfe auch sind, so machten sie doch deutlich, mit welchen Methoden heutige Opposition geschwächt werden soll.
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Das Trauma des Krieges: „Nur Traumatisierte beginnen Kriege“, meinen Franz Ruppert und Daniele Ganser.
Vor einigen Jahren veränderte ein Vortrag des Friedensforschers Daniele Ganser den politischen Blick von Birgit Assel, Sozialpädagogin und Rubikon-Autorin, stark. Einige Jahre zuvor war sie auf die Arbeiten des Traumaforschers Franz Ruppert gestoßen. Diese wiederum veränderten ihre berufliche Herangehensweise grundlegend. Beide – Ruppert und Ganser – gehören zusammen auf eine Bühne, dachte Assel, denn Friedensforschung und Traumaforschung gehören auch zusammen. Im Mai 2018 gelang ihr diese Zusammenführung bei einer Debatte in Hannover.
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Eine Tankstelle für Zuversicht: Ein Kongress in Erding zeigte: nur ein „radikaler Mittelweg“ jenseits der Spaltung kann Heilung und Frieden bringen.
Ende 2019 wartete in Erding bei München eine wundervolle, erste „Für den Frieden“-Konferenz mit einem Feuerwerk an Programmpunkten auf. Eine Mischung aus Vorträgen und kreativen Events sorgte bei allem Ernst der Lage für eine sinnliche und sinnvolle Synergie zwischen Herz und Verstand, Aufklärung und Zuversicht. Mehr als 800 begeisterte Gäste aller Generationen kamen zusammen, um den Frieden selbst zu feiern. Bei aller Vielfalt der Darbietungen und Perspektiven zum Thema war schnell klar: der Frieden entsteht in uns, in unseren Herzen. Es war allein schon ein Hoffnungszeichen, dass sich diese vielen Gäste und Beteiligte nicht von der medialen Schmutzkampagne einschüchtern ließen, die im Vorfeld lanciert worden war. Die Autorin vermittelt Impressionen von der Veranstaltung und gibt Inspirationen für den eigenen Weg …
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Glaubenskrieg ums Klima: Ein Wegweiser durch den Dschungel der gegenwärtigen Umwelt-Debatte.
Meinungsvielfalt ist etwas Gutes. Wenn man aber durch einander widersprechende Thesen zu einem so elementaren Thema wie der Klimakrise derart verwirrt wird, dass man sich ratlos und in seinem Handeln gelähmt fühlt, ist dies schädlich. Derzeit gibt es verschiedene „Glaubensrichtungen“, was die Rettung des Klimas und damit im weitesten Sinne der Umwelt oder sogar der Welt angeht. Der Autor unterzieht mehrere dieser Richtungen einer konstruktiven Kritik und gelangt zu teilweise überraschenden Einsichten.
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Befreite Zeit: Die Zeitstrukturen, mit denen wir leben, sind ein mächtiges Herrschaftsinstrument — schütteln wir sie ab!
Was genau ist eigentlich Zeit? Ein Empfinden von Veränderung, eine Zeitspanne oder ein Zeitraum — und wie wird sie bemessen? Woher stammt unser kalendarisches System und unser Zeitmaß in Jahren, Wochen und Stunden, und wer hat es zu welchem Zweck eingeführt? Die Lebenswelt, in die wir hineingeboren wurden, hat uns einen nach Uhr und Kalender strukturierten Alltag aufgezwungen. Wenn wir es ernst meinen mit der Systemwende, ist es auch zwangsläufig notwendig, diese so strukturierte Zeit zu hinterfragen. Womit wir unsere Zeit verbringen, bestimmt, wer wir sind und wie wir leben. Wollen wir wirklich frei und selbstbestimmt leben, sollten wir uns nicht diktieren lassen, was wir wann zu tun und zu lassen haben. ,,Unser“ Kalender- und Zeitsystem ist ein fundamentales Machtinstrument. Wem es gelingt, sein Leben nicht danach auszurichten, der rüttelt damit an einem gewichtigen Grundpfeiler der Herrschaft.
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Freiheit für Julian Assange! Wo engagierte Journalisten als Verbrecher verfolgt werden, ist Widerstand Pflicht.
Eine Gruppe von über 100 Journalisten, Politikern und Kulturschaffenden hat eine Petition aufgesetzt, in der die Freilassung von Julian Assange gefordert wird. Der Wikileaks-Gründer wird seit rund acht Jahren widerrechtlich in England gefangen gehalten und gefoltert. Einziger Grund: die US-Regierung will offenbar Rache dafür nehmen, dass Assange Kriegsverbrechen der US-Armee und andere Regierungsverbrechen öffentlich gemacht hat. Der Leidensweg von Julian Assange ist nicht allein eine Privatssache. Sie geht alle etwas an, die an Gerechtigkeit und dem Fortbestand eines freien, kritischen Journalismus interessiert sind.
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@SaveAssange
Blaublütige Arroganz: Noch immer versucht der Hohenzollern-Clan sich auf Kosten der Arbeitenden zu bereichern — die Politik schaut zu.
In vielen Teilen Europas wurde der Adelsstand im 19. und 20. Jahrhundert abgeschafft. Daran denkt man in Deutschland allerdings noch immer nicht. Begünstigt durch eine nach wie vor erstaunlich devote Haltung seitens vieler Politiker und Presseorgane, setzt der Hohenzollern-Clan seit einigen Jahren unnachgiebig gierig zur maximalen Plünderung an. Das Adelsgeschlecht, das sich speziell mit seinem Exponenten Wilhelm II. nicht gerade mit historischem Ruhm bekleckert hat, will Entschädigung für diverse „Enteignungen“, die nach 1945 stattgefunden haben sollen. Dabei wird unterschlagen, dass das ganze bewegliche und unbewegliche Vermögen des Edel-Geschlechts auf Enteignung beruht — nämlich auf der illegitimen Aneignung der Arbeitserträge von Bauern und Werktätigen. Politik und Gesellschaft sollten dem neofeudalen Gehabe der Blaublüter jetzt eine klare Grenze setzen.
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