📆 Am 20. Mai 2025 jährte sich zum 125. Mal der Geburtstag von Alexander Alexandrowitsch Deineka – einem Künstler, der nicht nur Gemälde schuf, sondern auch eindrucksvolle Mosaiken.
🚊 Die in den Vorkriegsjahren erbauten ersten zwei Linien der Moskauer Metro beeindruckten die Fahrgäste durch ihre prächtige Ausstattung. Die Station Majakowskaja wurde von Alexander Deineka gestaltet. Sie ist mit Mosaik-Paneelen zum Thema „24 Stunden sowjetischer Himmel“ und mit ovalen Lichtnischen geschmückt.
Im Jahr 1939 wurde das Design dieser Station auf der Weltausstellung in New York mit dem Grand Prix ausgezeichnet. Bis heute gilt die Majakowskaja als eine der schönsten Stationen der Moskauer Metro, die dieser Tage selbst ein Jubiläum feiert.
🧑🎨 Alexander Deineka (1899–1969), international bekannter Künstler und „Multitalent“, prägte das Bild des „glücklichen sowjetischen Menschen“. Er wurde in Kursk in eine Eisenbahnerfamilie geboren und brach sein Studium am WChUTEMAS ab – trotzdem wurde er zu einer der Schlüsselfiguren des sozialistischen Realismus.
In den 1930er Jahren erreichte seine Schaffenskraft ihren Höhepunkt. Er arbeitete an Plakaten und Theaterbühnen, war als Fotograf tätig und Mitglied mehrerer Künstlergruppen – blieb aber stets ein eigenständiger Geist. In dieser Zeit entstand auch sein bedeutendes Werk für die Metrostation Majakowskaja: 35 Mosaik-Plafonds, die den Alltag eines idealisierten Sowjetlands erzählen. Szenen jugendlicher Energie, technischer Fortschritt, sportlicher Geist und florale Motive wechseln sich wie Filmstills eines optimistischen Epos ab.
🖼 Die Mosaiken sind nicht nur dekorativ, sondern waren fester Bestandteil der sowjetischen Stadtkultur und trugen ideologische Botschaften. Besonders die Werke Deinekas, durchdrungen vom Glauben an eine leuchtende Zukunft, verkörpern die Visionen der damaligen Zeit. Die Plafonds in Majakowskaja, die in hellen Lichtkreisen die Station überragen, sind ein herausragendes Beispiel der Verbindung von Architektur, Malerei und Mosaikkunst. Sie scheinen den Raum optisch zu öffnen und laden dazu ein, den Blick zu heben und in die Details einzutauchen.
Auch heute noch gelten diese Werke als Meisterleistungen monumentaler Kunst – nicht nur im Kontext der sowjetischen Geschichte, sondern weltweit.
🔗 Quelle.
🚊 Die in den Vorkriegsjahren erbauten ersten zwei Linien der Moskauer Metro beeindruckten die Fahrgäste durch ihre prächtige Ausstattung. Die Station Majakowskaja wurde von Alexander Deineka gestaltet. Sie ist mit Mosaik-Paneelen zum Thema „24 Stunden sowjetischer Himmel“ und mit ovalen Lichtnischen geschmückt.
Im Jahr 1939 wurde das Design dieser Station auf der Weltausstellung in New York mit dem Grand Prix ausgezeichnet. Bis heute gilt die Majakowskaja als eine der schönsten Stationen der Moskauer Metro, die dieser Tage selbst ein Jubiläum feiert.
🧑🎨 Alexander Deineka (1899–1969), international bekannter Künstler und „Multitalent“, prägte das Bild des „glücklichen sowjetischen Menschen“. Er wurde in Kursk in eine Eisenbahnerfamilie geboren und brach sein Studium am WChUTEMAS ab – trotzdem wurde er zu einer der Schlüsselfiguren des sozialistischen Realismus.
In den 1930er Jahren erreichte seine Schaffenskraft ihren Höhepunkt. Er arbeitete an Plakaten und Theaterbühnen, war als Fotograf tätig und Mitglied mehrerer Künstlergruppen – blieb aber stets ein eigenständiger Geist. In dieser Zeit entstand auch sein bedeutendes Werk für die Metrostation Majakowskaja: 35 Mosaik-Plafonds, die den Alltag eines idealisierten Sowjetlands erzählen. Szenen jugendlicher Energie, technischer Fortschritt, sportlicher Geist und florale Motive wechseln sich wie Filmstills eines optimistischen Epos ab.
🖼 Die Mosaiken sind nicht nur dekorativ, sondern waren fester Bestandteil der sowjetischen Stadtkultur und trugen ideologische Botschaften. Besonders die Werke Deinekas, durchdrungen vom Glauben an eine leuchtende Zukunft, verkörpern die Visionen der damaligen Zeit. Die Plafonds in Majakowskaja, die in hellen Lichtkreisen die Station überragen, sind ein herausragendes Beispiel der Verbindung von Architektur, Malerei und Mosaikkunst. Sie scheinen den Raum optisch zu öffnen und laden dazu ein, den Blick zu heben und in die Details einzutauchen.
Auch heute noch gelten diese Werke als Meisterleistungen monumentaler Kunst – nicht nur im Kontext der sowjetischen Geschichte, sondern weltweit.
🔗 Quelle.
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📰 Die Ausstellung »Kosmos Kandinsky. Geometrische Abstraktion im 20. Jahrhundert« im Potsdamer Museum Barberini
Die aktuelle Ausstellung in diesen großzügigen und mit neuester Sicherheitstechnik ausgestatteten Räumen widmet sich dem Pionier der abstrakten Kunst Wassily Kandinsky (1866–1944). Um zwölf Gemälde des Meisters gruppieren sich in acht Räumen angelehnt an Lebensstationen und Phasen seines abstrakten Schaffens 113 Werke von Zeitgenossen und Epigonen, zusammengetragen aus 43 prominenten und privaten Sammlungen aus der ganzen Welt.
Die vielfältige Vernetzung Kandinskys und die wechselseitigen Einflüsse werden nachvollziehbar, ebenso Kandinskys Fortentwicklung seiner abstrakten Malerei. Als einer der ersten malte er 1911 geometrisch abstrakt.
Kandinsky wurde 1866 in Moskau geboren, wuchs in Odessa auf, ging nach dem juristischen Staatsexamen 1896 nach München. Dort besuchte er zwei Jahre lang die Schule des slowenischen Malers Anton Ažbe, studierte danach bei Franz von Stuck. Er lernte Alexej Jawlewnsky und Marianne von Werefkin kennen, lebte mit Gabriele Münter in Murnau am Staffelsee und gründete mit Franz Marc den »Blauen Reiter«.
1926 erschien seine Schrift »Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente« als Nummer neun in der Reihe der Bauhausbücher. Er ordnete die Primärfarben den geometrischen Grundformen und auch Emotionen zu, Rot dem Quadrat, Gelb dem Dreieck und Blau dem Kreis. 1933 musste er aus Deutschland fliehen und ging zurück nach Frankreich, nach Neuilly-sur-Seine nahe Paris.
🔗 Link zum Artikel „Punkt und Linie zu Fläche“ in der Zeitung „junge Welt“
Die aktuelle Ausstellung in diesen großzügigen und mit neuester Sicherheitstechnik ausgestatteten Räumen widmet sich dem Pionier der abstrakten Kunst Wassily Kandinsky (1866–1944). Um zwölf Gemälde des Meisters gruppieren sich in acht Räumen angelehnt an Lebensstationen und Phasen seines abstrakten Schaffens 113 Werke von Zeitgenossen und Epigonen, zusammengetragen aus 43 prominenten und privaten Sammlungen aus der ganzen Welt.
Die vielfältige Vernetzung Kandinskys und die wechselseitigen Einflüsse werden nachvollziehbar, ebenso Kandinskys Fortentwicklung seiner abstrakten Malerei. Als einer der ersten malte er 1911 geometrisch abstrakt.
Kandinsky wurde 1866 in Moskau geboren, wuchs in Odessa auf, ging nach dem juristischen Staatsexamen 1896 nach München. Dort besuchte er zwei Jahre lang die Schule des slowenischen Malers Anton Ažbe, studierte danach bei Franz von Stuck. Er lernte Alexej Jawlewnsky und Marianne von Werefkin kennen, lebte mit Gabriele Münter in Murnau am Staffelsee und gründete mit Franz Marc den »Blauen Reiter«.
1926 erschien seine Schrift »Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente« als Nummer neun in der Reihe der Bauhausbücher. Er ordnete die Primärfarben den geometrischen Grundformen und auch Emotionen zu, Rot dem Quadrat, Gelb dem Dreieck und Blau dem Kreis. 1933 musste er aus Deutschland fliehen und ging zurück nach Frankreich, nach Neuilly-sur-Seine nahe Paris.
🔗 Link zum Artikel „Punkt und Linie zu Fläche“ in der Zeitung „junge Welt“
junge Welt
Punkt und Linie zu Fläche
Die Ausstellung »Kosmos Kandinsky. Geometrische Abstraktion im 20. Jahrhundert« im Potsdamer Museum Barberini
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Forwarded from Russisches Haus in Berlin
Zum Geburtstag des größten russischen Dichters zeigen wir am 6. Juni um 19:00 Uhr das musikalische Drama „Der Prophet. Die Geschichte von Alexander Puschkin“!📽️🎞️
📺 Ein kühnes und emotionales Biopic über Puschkin, neu gedacht für eine Generation im Wandel. Dies ist kein weiterer verstaubter Lehrbuchfilm, sondern ein lebendiges, mutiges Experiment, in dem klassische Literatur auf die Ästhetik des TikTok-Zeitalters und den Rhythmus des Rap trifft.
🎭 Yura Borisov verkörpert Puschkin nicht als Denkmal aus Bronze, sondern als einen Menschen aus Fleisch und Blut – leidenschaftlich, frei, brillant und zutiefst verwundbar.
Verpasst nicht die Gelegenheit, diesen großartigen Film auf der Leinwand im Russischen Haus zu sehen — kommt vorbei und erlebt die Geschichte des berühmten Dichters!
😍In russischer Sprache mit deutschen Untertiteln
🔞 FSK: 18+
📌 Anmeldung
#kino
📺 Ein kühnes und emotionales Biopic über Puschkin, neu gedacht für eine Generation im Wandel. Dies ist kein weiterer verstaubter Lehrbuchfilm, sondern ein lebendiges, mutiges Experiment, in dem klassische Literatur auf die Ästhetik des TikTok-Zeitalters und den Rhythmus des Rap trifft.
🎭 Yura Borisov verkörpert Puschkin nicht als Denkmal aus Bronze, sondern als einen Menschen aus Fleisch und Blut – leidenschaftlich, frei, brillant und zutiefst verwundbar.
Verpasst nicht die Gelegenheit, diesen großartigen Film auf der Leinwand im Russischen Haus zu sehen — kommt vorbei und erlebt die Geschichte des berühmten Dichters!
😍In russischer Sprache mit deutschen Untertiteln
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🗣 Kommentar der Ständigen Vertretung der Russischen Föderation bei der Europäischen Union und Euratom:
💬 Die EU hat ein neues 17. Sanktionspaket mit antirussischen Restriktionen verabschiedet. Es sieht so aus, als sei die Entwicklung und Einführung neuer Beschränkungsmaßnahmen gegen unser Land für Brüssel zu einer Art Beruhigungsmittel geworden. Bereits vor mehr als zwei Jahren, im März 2023, musste man hier akzeptieren, dass die EU fast alle Möglichkeiten erschöpft hat, um auf Russland Sanktionsdruck auszuüben. Außerdem wird es für Brüssel zunehmend schwieriger die Stimmen derer zu ignorieren, die mit seiner selbstzerstörerischen Politik nicht einverstanden sind.
💬 Man sollte sich daran erinnern, dass die Sanktionspolitik der Europäischen Kommission in den letzten Jahren zu einem der Hauptfaktoren für die Verschlechterung der Wirtschaftslage in den EU-Ländern geworden ist, u.a. auch für die Deindustrialisierung, die Verschlechterung des Lebensniveaus und das Wachstum der Staatsverschuldung.
💬 Wir gehen fest davon aus, dass jegliche einseitige Sanktionen, die durch den UN-Sicherheitsrat nicht gebilligt wurden, gegen das Völkerrecht verstoßen und illegitim sind. Sie werden von Russland nicht unbeantwortet bleiben.
@RusBotschaft
#EU #Sanktionen #Russland
💬 Die EU hat ein neues 17. Sanktionspaket mit antirussischen Restriktionen verabschiedet. Es sieht so aus, als sei die Entwicklung und Einführung neuer Beschränkungsmaßnahmen gegen unser Land für Brüssel zu einer Art Beruhigungsmittel geworden. Bereits vor mehr als zwei Jahren, im März 2023, musste man hier akzeptieren, dass die EU fast alle Möglichkeiten erschöpft hat, um auf Russland Sanktionsdruck auszuüben. Außerdem wird es für Brüssel zunehmend schwieriger die Stimmen derer zu ignorieren, die mit seiner selbstzerstörerischen Politik nicht einverstanden sind.
💬 Man sollte sich daran erinnern, dass die Sanktionspolitik der Europäischen Kommission in den letzten Jahren zu einem der Hauptfaktoren für die Verschlechterung der Wirtschaftslage in den EU-Ländern geworden ist, u.a. auch für die Deindustrialisierung, die Verschlechterung des Lebensniveaus und das Wachstum der Staatsverschuldung.
💬 Wir gehen fest davon aus, dass jegliche einseitige Sanktionen, die durch den UN-Sicherheitsrat nicht gebilligt wurden, gegen das Völkerrecht verstoßen und illegitim sind. Sie werden von Russland nicht unbeantwortet bleiben.
@RusBotschaft
#EU #Sanktionen #Russland
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🖼Am 22. Mai 1856 wurde die Staatliche Tretjakow-Galerie, eines der bedeutendsten Kunstmuseen Russlands, gegründet.
🔸Das Museum wurde nach seinem Gründer, dem russischen Kaufmann und Kunstsammler, Pawel Tretjakow, benannt. 1851 erwarb er ein Gebäude in Moskau und zusammen mit seinem Bruder Sergei fing an, dort Gemälde aufzubewahren.
🔸Über die Jahre wuchs die Sammlung so, dass es kein Platz mehr gab. Dem Haus wurden eine Reihe von neuen Gebäuden hinzugefügt. Zum Jahre 1885 verfügten die Sammler über 15 Säle.
🔸Die Gebrüder schenkten die Kunstsammlung der Stadt Moskau & ermӧglichten damit die Erӧffnung eines ӧffentlichen Museums.
🔸Heute umfasst die Sammlung der Galerie mehr als 200 000 Kunstwerke & wird regelmäβig mit neuen Sammlungsbeständen ergänzt. Es werden die Werke der Malerei, der Graphik und der Bildhauerei in der Tretjakow-Galerie ausgestellt.
🔸1986 wurde eine Abteilung der Galerie für Moderne Kunst erӧffnet. Sie befindet sich in einem Neubau am Ufer der Moskwa.
🔗 https://www.tretyakovgallery.ru/?lang=en
📸tretyakovgallery.ru
🔸Das Museum wurde nach seinem Gründer, dem russischen Kaufmann und Kunstsammler, Pawel Tretjakow, benannt. 1851 erwarb er ein Gebäude in Moskau und zusammen mit seinem Bruder Sergei fing an, dort Gemälde aufzubewahren.
🔸Über die Jahre wuchs die Sammlung so, dass es kein Platz mehr gab. Dem Haus wurden eine Reihe von neuen Gebäuden hinzugefügt. Zum Jahre 1885 verfügten die Sammler über 15 Säle.
🔸Die Gebrüder schenkten die Kunstsammlung der Stadt Moskau & ermӧglichten damit die Erӧffnung eines ӧffentlichen Museums.
🔸Heute umfasst die Sammlung der Galerie mehr als 200 000 Kunstwerke & wird regelmäβig mit neuen Sammlungsbeständen ergänzt. Es werden die Werke der Malerei, der Graphik und der Bildhauerei in der Tretjakow-Galerie ausgestellt.
🔸1986 wurde eine Abteilung der Galerie für Moderne Kunst erӧffnet. Sie befindet sich in einem Neubau am Ufer der Moskwa.
🔗 https://www.tretyakovgallery.ru/?lang=en
📸tretyakovgallery.ru
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🕯 Heute stellen wir weiterhin Auszüge aus dem Buch "Völkermord an Kindern in den von Nazi-Deutschland besetzten Gebieten der UdSSR» vor.
Es handelt sich um eine Sammlung von Erinnerungen von Überlebenden dieser Gräueltaten sowie von bisher unbekannten Berichten von Opfern des Faschismus, insbesondere von Kindern, die den Völkermord während der Besatzungszeit überlebt haben.
📜 Erinnerungen von Anna Wassiljewna Sergejenko (Omeltschenko):
💭 "Ich möchte Ihnen schreiben: In diesem KZ in Ravensbrück war ich auch – vom 2. Januar 1944 bis Mai 1945. Es war ein großes Konzentrationslager mit 36 Baracken, Gasöfen und einem Krematorium.
Welches Essen gab es? 100 Gramm Brot pro Tag und einen halben Liter Brühe – 'Spinat', gekochtes Gras ohne Salz. Am Morgen bekamen wir eine Tasse heißes Wasser. In der Baracke schliefen 700 Menschen, acht Personen auf einem Bett, und das in einer halbsitzenden Position. Wir konnten uns nicht ausziehen und hatten nur ein gestreiftes Kleid, das uns auch gestohlen werden konnte.
Um 6 Uhr morgens, gleich nach dem Aufwachen, fand der Appell statt. Wir wurden in Gruppen von jeweils fünf Personen aufgereiht. Frau Avseren, die Aufsicht, zählte uns auf. Der Prozess dauerte eineinhalb Stunden – in der Kälte, und wir hatten nur unsere Kleider. Nach der Überprüfung wurden die Überlebenden zur Arbeit getrieben, während die Hingefallenen und Toten in die Gaskammer gebracht wurden. Diese Aufgabe übernahmen ebenfalls Gefangene wie wir.
So war es jeden Tag. Niemand kannte die Namen der Gestorbenen oder woher sie kamen. Oft war es so: Du gehst in die Baracke, und neben dem Handwaschbecken sitzen und liegen erschöpfte Frauen auf dem Boden, sie können nicht mehr aufstehen. Ihre Körper und Gesichter waren mit Läusen bedeckt. Wir mussten unter den Toten schlafen.
Im März 1945 wurden die Gefangenen in Kolonnen ins Landesinnere nach Westen verschleppt. Am dritten Tag gingen wir durch eine große Stadt, später erfuhr ich, dass es Chemnitz war. Die ganze Stadt lag in Trümmern. Ich konnte mich im Keller eines zerstörten Hauses verstecken, zusammen mit einem Mädchen – Lida.
Lange wanderten wir im Keller auf der Suche nach Nahrung umher und fanden Kartoffeln in einer Ecke, die wir roh aßen. Eines Tages, vielleicht eine Woche später, hörten wir ein Rascheln: Jemand ging oben entlang. Wir versteckten uns und sahen zwei weitere Mädchen in gestreiften Kleidern. So lebten wir zu viert, vielleicht zwei Wochen lang. Meistens aßen wir Kartoffeln, fanden einmal Äpfel, aber Brot gab es nie.
Die Deutschen waren noch in der Stadt, und wir beobachteten sie durch die Kellerfenster. Eines Tages sahen wir Panzer mit weißen Sternen – es waren amerikanische Panzer. Wir beschlossen, nach oben zu gehen. Die Mädchen hoben ihre Hände hoch und traten den Panzern entgegen. Ich jedoch konnte nicht mehr gehen und wurde auf einer Trage getragen.
Bald kam ich ins Krankenhaus. Diese Mädchen habe ich nie wieder getroffen.»
🔗 Weitere Erinnerungen und Berichte im Buch lesen.
#Genozid #Völkermord
Bild: getty images
Es handelt sich um eine Sammlung von Erinnerungen von Überlebenden dieser Gräueltaten sowie von bisher unbekannten Berichten von Opfern des Faschismus, insbesondere von Kindern, die den Völkermord während der Besatzungszeit überlebt haben.
📜 Erinnerungen von Anna Wassiljewna Sergejenko (Omeltschenko):
💭 "Ich möchte Ihnen schreiben: In diesem KZ in Ravensbrück war ich auch – vom 2. Januar 1944 bis Mai 1945. Es war ein großes Konzentrationslager mit 36 Baracken, Gasöfen und einem Krematorium.
Welches Essen gab es? 100 Gramm Brot pro Tag und einen halben Liter Brühe – 'Spinat', gekochtes Gras ohne Salz. Am Morgen bekamen wir eine Tasse heißes Wasser. In der Baracke schliefen 700 Menschen, acht Personen auf einem Bett, und das in einer halbsitzenden Position. Wir konnten uns nicht ausziehen und hatten nur ein gestreiftes Kleid, das uns auch gestohlen werden konnte.
Um 6 Uhr morgens, gleich nach dem Aufwachen, fand der Appell statt. Wir wurden in Gruppen von jeweils fünf Personen aufgereiht. Frau Avseren, die Aufsicht, zählte uns auf. Der Prozess dauerte eineinhalb Stunden – in der Kälte, und wir hatten nur unsere Kleider. Nach der Überprüfung wurden die Überlebenden zur Arbeit getrieben, während die Hingefallenen und Toten in die Gaskammer gebracht wurden. Diese Aufgabe übernahmen ebenfalls Gefangene wie wir.
So war es jeden Tag. Niemand kannte die Namen der Gestorbenen oder woher sie kamen. Oft war es so: Du gehst in die Baracke, und neben dem Handwaschbecken sitzen und liegen erschöpfte Frauen auf dem Boden, sie können nicht mehr aufstehen. Ihre Körper und Gesichter waren mit Läusen bedeckt. Wir mussten unter den Toten schlafen.
Im März 1945 wurden die Gefangenen in Kolonnen ins Landesinnere nach Westen verschleppt. Am dritten Tag gingen wir durch eine große Stadt, später erfuhr ich, dass es Chemnitz war. Die ganze Stadt lag in Trümmern. Ich konnte mich im Keller eines zerstörten Hauses verstecken, zusammen mit einem Mädchen – Lida.
Lange wanderten wir im Keller auf der Suche nach Nahrung umher und fanden Kartoffeln in einer Ecke, die wir roh aßen. Eines Tages, vielleicht eine Woche später, hörten wir ein Rascheln: Jemand ging oben entlang. Wir versteckten uns und sahen zwei weitere Mädchen in gestreiften Kleidern. So lebten wir zu viert, vielleicht zwei Wochen lang. Meistens aßen wir Kartoffeln, fanden einmal Äpfel, aber Brot gab es nie.
Die Deutschen waren noch in der Stadt, und wir beobachteten sie durch die Kellerfenster. Eines Tages sahen wir Panzer mit weißen Sternen – es waren amerikanische Panzer. Wir beschlossen, nach oben zu gehen. Die Mädchen hoben ihre Hände hoch und traten den Panzern entgegen. Ich jedoch konnte nicht mehr gehen und wurde auf einer Trage getragen.
Bald kam ich ins Krankenhaus. Diese Mädchen habe ich nie wieder getroffen.»
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#Genozid #Völkermord
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