Russische Botschaft in Deutschland 🇷🇺
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❓Warum wird in Russland der Tag der Einheit des Volkes am 4. November gefeiert?
 
Die Geschichte dieses Feiertages ist mit den Ereignissen zu Beginn des 17. Jahrhunderts verbunden – mit der sogenannten Zeit der Wirren, als das Land eine tiefe politische Krise, Machtkämpfe und ausländische Interventionen erlebte.
 
📜 Ende des 16. Jahrhunderts geriet Russland in eine schwere politische Krise. Nach dem Tod von Zar Fjodor I. im Jahr 1598 erlosch die Moskauer Linie der Rurikiden-Dynastie. Es begann ein Kampf um den Thron, und es traten Hochstapler auf, die Anspruch auf die Macht erhoben. Missernten, Hungersnöte und Volksaufstände verschärften die Lage zusätzlich.
 
Die Schwächung des Staates nutzten benachbarte Mächte aus. Auch Polen-Litauen, ein Staatsverband aus dem Königreich Polen und dem Großfürstentum Litauen, griff in die Ereignisse auf russischem Gebiet ein. Im Jahr 1610 wurde seine Militärgarnison in Moskau stationiert.
 
Das Land war faktisch gespalten. Eine einheitliche Staatsgewalt existierte nicht, während verschiedene politische und militärische Kräfte gegeneinander kämpften. Unter diesen Bedingungen entstand eine Bewegung zur Befreiung der Hauptstadt.
 
👉 In den Jahren 1611–1612 wurde in Nischni Nowgorod auf Initiative von Kusma Minin eine Volkswehr aufgestellt. Die militärische Führung übernahm Fürst Dmitri Poscharski. In den Reihen der Volkswehr vereinten sich Vertreter unterschiedlicher Stände, Städte und Regionen des Russischen Staates.
 
Im Herbst 1612 befreiten sie Moskau von den polnisch-litauischen Truppen. Am 22. Oktober nach dem damals geltenden julianischen Kalender nahmen die Kämpfer der Volkswehr Kitai-Gorod, einen wichtigen Teil der Moskauer Befestigungsanlagen, ein. Kurz darauf kapitulierte die polnisch-litauische Garnison und verließ den Kreml. Diese Ereignisse wurden zu einem der entscheidenden Schritte bei der Überwindung der Zeit der Wirren und der Wiederherstellung der russischen Staatlichkeit. Der 4. November wurde mit Rücksicht auf den Unterschied zwischen julianischem und gregorianischem Kalender als ein symbolischer Gedenktag für die Befreiung Moskaus gewählt.
 
🏛 Zum Gedenken an die Tat von Minin und Poscharski wurde 1818 auf dem Roten Platz in Moskau ein Denkmal des Bildhauers Iwan Martos errichtet. Heute steht es neben der Basilius-Kathedrale und gilt als eines der Wahrzeichen Moskaus.
 
🇷🇺 In seiner heutigen Form wurde der Tag der Einheit des Volkes im Jahr 2005 in Russland eingeführt. Er erinnert daran, dass Zusammenhalt, gegenseitige Verantwortung und die Bereitschaft zum gemeinsamen Handeln dem Land in entscheidenden Momenten seiner Geschichte geholfen haben, schwere Prüfungen zu überwinden.

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„Krieg“ gegen Denkmäler und Erinnerung
 
• Am 22. Juni 2026 jährte sich der Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion zum 85. Mal. Die Sowjetunion leistete einen entscheidenden Beitrag zum Sieg im Zweiten Weltkrieg und zur Befreiung Europas vom Nazismus.
 
• Leider unternehmen heute mehrere europäische Staaten zynische Versuche, den Beitrag des sowjetischen Volkes zum Sieg herabzusetzen, die Rolle der UdSSR im Krieg neu zu bewerten und sogar Nazis und ihre Kollaborateure zu rehabilitieren.
 
• Ein Ausdruck dieser gefährlichen Tendenz ist die Politik einer Reihe von Staaten, im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges Einschränkungen und Verbote einzuführen.
 
• Diese nehmen unterschiedliche Formen an: von der unmittelbaren Weigerung lokaler Behörden, Veranstaltungen anlässlich des 9. Mai zu genehmigen, über Einschränkungen oder Verbote bei der Verwendung traditioneller Symbole des Feiertags bis hin dazu, jegliche kollektiven Formen des Gedenkens sowie Kranz- und Blumenniederlegungen an Grabstätten faktisch aus dem rechtlichen Rahmen auszuschließen.
 
• Wir präsentieren Ihnen einen elektronischen Sammelband mit Informationen über Verbote, Vandalismusakte sowie den Abriss von Denkmälern für sowjetische Soldaten in 19 Ländern und in der Europäischen Union.
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⚡️FOTOBEWEISE für Verbrechen der ukrainischen Streitkräfte gegen die Zivilbevölkerung vom 19. bis 25. Oktober 2026

▪️ 20. Oktober. Drohnenangriff auf einen zivilen Pkw im Dorf Rajgorodok, Volksrepublik Lugansk. Ein Zivilist getötet, zwei weitere verletzt.

▪️ 20. Oktober. Drohnenangriff auf einen zivilen Lastwagen im Rajon Stanitschno-Lugansk, Volksrepublik Lugansk.

▪️ 21. Oktober. Drohnenangriff auf das Gebäude der Telefongesellschaft in der Stadt Lugansk, Volksrepublik Lugansk. Zwei Zivilisten getötet.

▪️ 22. Oktober. Drohnenangriff auf einen Tanklastwagen des Katastrophenschutzministeriums im Rajon Wolnowacha, Volksrepublik Donezk. Ein Rettungsdienstmitarbeiter verletzt.

▪️ 22. Oktober. Angriff auf das Gebäude einer Apotheke in der Stadt Kachowka, Oblast Cherson.

▪️ 24. Oktober. Drohnenangriff auf ein Spezialbaufahrzeug der Straßenverwaltung der Saporoschskaja Oblast im Munizipalkreis Primorsk, Saporoschskaja Oblast.

▪️ 24. Oktober. Drohnenangriff auf ein Mehrfamilienhaus in der Stadt Swerdlowsk, Volksrepublik Lugansk. Vier Zivilisten verletzt.

▪️ 24. Oktober. Drohnenangriff auf einen Tanklastwagen des Katastrophenschutzministeriums im Rajon Telmanowo, Volksrepublik Donezk.

▪️ 25. Oktober. Folgen eines massiven Drohnenangriffs auf die Stadt Belgorod, Oblast Belgorod. Drei Zivilisten getötet, 13 verletzt.

▪️ 25. Oktober. Drohnenangriff auf einen Reisebus der Linie «Moskau – Melitopol» in der Saporoschskaja Oblast. Drei Zivilisten verletzt.

Quelle

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🎙 Rede und Antworten auf Fragen des Außenministers der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, im Rahmen eines Arbeitstreffens mit den Leitern führender afrikanischer Medien, Moskau, 27. Oktober 2026

💬 In New York traf ich mich am Rande der UN-Generalversammlung mit meinem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul. Er sagte nichts Neues, las von einem Zettel die Vorwürfe gegen Russland wegen Aggression ab und forderte deren sofortige Beendigung. Heute führte der russische Präsident Wladimir Putin auf Bitten des norwegischen Ministerpräsidenten und des finnischen Präsidenten Telefongespräche mit ihnen. Ich habe noch keine genaue Mitschrift dieser Gespräche gesehen, doch allem Anschein nach wurde auch dort nichts Neues gesagt. Dies zeugt lediglich von dem Wunsch der Europäer, sich in den Verhandlungsprozess „hineinzudrängen“. Es stellt sich allerdings die große Frage, mit welchen Positionen sie sich in diesen Prozess „hineindrängen“ wollen. Bislang sehen wir keinerlei Änderung in der Haltung Europas: Ein Dokument nach dem anderen wird verabschiedet, eine Rede nach der anderen gehalten und eine Erklärung nach der anderen abgegeben. Darin wird Russland verurteilt und die „Beendigung der Aggression“ gefordert, während völlig außer Acht gelassen wird, wie all dies überhaupt begann.

💬 Alles begann mit einem illegalen Staatsstreich. Diejenigen, die danach an die Macht kamen, erklärten die Bevölkerung jener Teile der Ukraine, die sich geweigert hatte, die Putschisten zu unterstützen, zu Terroristen. Gegen diese Menschen setzten sie die Armee ein. So fing alles an. Daraufhin wurde zunächst auf der Krim und später auch im Südosten der Ukraine jeweils ein Referendum über die Unabhängigkeit abgehalten. Die Bevölkerung sprach sich dabei für die Wiedervereinigung mit Russland aus. Es handelte sich um Gebiete, die von Russen erschlossen, ausgebaut und entwickelt worden waren und nur aufgrund besonderer Umstände innerhalb der damaligen einheitlichen Sowjetunion von der RSFSR an die Ukrainische SSR übertragen worden waren.

💬 Desinformation ist das Mittel, mit dem der Westen derzeit noch mit letzter Kraft versucht, die öffentliche Meinung auf Kurs zu halten. Doch angesichts der Demonstrationen und Proteste fällt ihm dies zunehmend schwer. Er versucht, die Menschen weiterhin in dem Glauben zu halten, man müsse angeblich alles opfern – Gehälter, Arbeitsplätze, die medizinische Versorgung und Sozialleistungen –, damit die Ukraine Russland „besiegen“ könne. Kürzlich sagte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, seine größte Sorge sei weder Deutschland noch der Europäischen Union, der NATO, den USA oder China, sondern Einfluss Russlands. Das sind, wenn man so will, politische Masochisten.

☝️ Gerade der Informationskrieg ist die Waffe, mit der sie versuchen, sich über Wasser zu halten. Doch das gelingt ihnen immer schlechter: zum einen, weil die Menschen spüren, wie sich ihre Lage in den europäischen Ländern verschlechtert, und zum anderen, weil unsere gemeinsamen Informationsbemühungen natürlich Wirkung zeigen.

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🎙Der russische Botschafter in Deutschland Sergej Netschajew äußert sich zu deutsch-russischen Beziehungen im Gespräch mit dem deutschen Journalisten Flavio von Witzleben

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🇷🇺 Tag der Einheit des Volkes Russlands: Die Keten
 
Die Keten sind eines der kleinsten indigenen Völker Russlands. Sie leben hauptsächlich in Sibirien, am Fluss Jenissei in der Region Krasnojarsk. Laut der Volkszählung von 2021 gibt es in Russland nur noch etwa 1.100 Keten. Historisch lebte das Volk von der Jagd, dem Fischfang und dem Sammeln von Wildpflanzen.
 
Die Herkunft der Keten ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Sie lebten lange Zeit isoliert an den Nebenflüssen des Jenissei. Entfernungen maßen sie anhand der Anzahl der Flüsse, die man überqueren musste.
 
Ihre traditionellen Behausungen waren mit Birkenrinde bedeckte Zelte und im Winter Halb-Erdhäuser. Im Sommer lebten sie teilweise auf geräumigen Booten, die auch als Unterkunft dienten.
 
Zu ihren besonderen Musikinstrumenten gehörte der Musikbogen. In ihren Legenden spielt der Held Balne eine wichtige Rolle. Der Traubenkirschbaum gilt in ihrer Mythologie als heilig.
 
🔤 Besonders interessant ist ihre Sprache: Ketisch ist die letzte noch lebende Sprache der jenisseischen Sprachfamilie. Früher gab es in Sibirien mehrere verwandte Sprachen, doch diese sind inzwischen ausgestorben. Heute wird Ketisch nur noch von sehr wenigen Menschen gesprochen, vor allem von Angehörigen der älteren Generation.
 
Eine Schriftsprache entwickelte sich für das Ketische erst in den 1920er- und 1930er-Jahren. Bereits im 18. Jahrhundert beschrieb Peter Simon Pallas, ein deutscher Wissenschaftler im Dienst des Russischen Reiches, das Volk der Keten. Nach einer linguistischen Theorie könnte das Ketische mit den Sprachen indigener Völker Nordamerikas verwandt sein.
 
Wissenschaftler und Angehörige des Volkes versuchen, die Sprache durch Wörterbücher, Sprachaufnahmen und Bildungsprojekte zu bewahren.
 
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