Fjodor Schechtel: Die fünf großen Meisterbauten des deutsch-„russischen Gaudi” in Moskau
Atemberaubende Originalität und ein gewisses Niveau an Verrücktheit verbinden den einzigartigen spanischen Architekten Antoni Gaudi und sein russisches Pendant mit deutschen Wurzeln: Fjodor Schechtel (1859 – 1926).
Fjodor Schechtel ist der unbestrittene Star der Moskauer Jugendstil-Bauwelt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit großem professionellem Interesse verfolgte er auch die Arbeiten des spanischen Meisters der Ornamente, Antoni Gaudi. Die beiden lernten sich kennen, trafen sich mehrmals und tauschten ihre Ideen aus. Und so hatte der knapp 20 Jahre ältere Gaudi großen Einfluss auf den noch jungen Schechtel. Die folgenden fünf Beispiele zeigen, was Schechtel unter anderem dank der Korrespondenz mit Gaudi in der russischen Hauptstadt schuf.
🔸Morosow-Villa
Dieses ausgefallene Stadthaus dient heute als Rezeptionsgebäude des Russischen Außenministeriums. Es war einst eines der ersten Schechtel’schen Bauprojekte. Der russische Millionär und Immobilien-Sammler Sawwa Morosow hatte einst an der University of Cambridge studiert und wollte nun auch in seiner Moskauer Heimat ein Zuhause im Stil der englischen Neo-Gotik.
Außer dieser Voraussetzung ließ Morosow Schechtel freie Hand. Und der holte sich den berühmten Maler Michail Wrubel mit ins Boot. Zusammen gestalteten sie die aufwendigen Interieurs und erschufen eine wahrlich einmalige Atmosphäre.
Das absolut Verblüffende an der Geschichte: Schechtel baute diese Villa ohne abgeschlossene Architekturausbildung. Er hatte sein Studium an der Schule für Malerei, Bildhauerei und Architektur abbrechen müssen, um sich um seine kranke Mutter zu kümmern. Dennoch arbeitete er gleichzeitig für mehrere Architekturwerkstätten, illustrierte Bücher und entwarf Theaterkulissen.
Als Morosow den jungen Künstler dann erst zur Gestaltung seiner kleineren Datscha am Kirschach-Fluss und dann der Villa anwarb, war das Schechtels große Chance. Einen echten Abschluss erwarb Schechtel dann erst mit 35 Jahren – ein Diplom der zivilen Ingenieurwissenschaften.
🔸Tschechow-Kunsttheater Moskau
Schechtel war selbst großer Theater-Liebhaber. Darum vershcob er sogar bereitwillig andere lukrative Bauprojekte, um das Moskauer Tschechow-Kunsttheater umzubauen. Schechtel höchstpersönlich entwarf hier alles – bis hin zu den Möbeln, dem Farbspektrum und dem Lichtnetz.
Er wollte eine völlig neue Welt erschaffen. Dazu verpasste er dem Theater den berühmten olivgrünen Bühnenvorhang mit dem Wellenmotiv und Möwen. Dieses Bild ist bis heute das Logo des Theaters.
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@RusBotschaft
#Moskau #Architektur
Atemberaubende Originalität und ein gewisses Niveau an Verrücktheit verbinden den einzigartigen spanischen Architekten Antoni Gaudi und sein russisches Pendant mit deutschen Wurzeln: Fjodor Schechtel (1859 – 1926).
Fjodor Schechtel ist der unbestrittene Star der Moskauer Jugendstil-Bauwelt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit großem professionellem Interesse verfolgte er auch die Arbeiten des spanischen Meisters der Ornamente, Antoni Gaudi. Die beiden lernten sich kennen, trafen sich mehrmals und tauschten ihre Ideen aus. Und so hatte der knapp 20 Jahre ältere Gaudi großen Einfluss auf den noch jungen Schechtel. Die folgenden fünf Beispiele zeigen, was Schechtel unter anderem dank der Korrespondenz mit Gaudi in der russischen Hauptstadt schuf.
🔸Morosow-Villa
Dieses ausgefallene Stadthaus dient heute als Rezeptionsgebäude des Russischen Außenministeriums. Es war einst eines der ersten Schechtel’schen Bauprojekte. Der russische Millionär und Immobilien-Sammler Sawwa Morosow hatte einst an der University of Cambridge studiert und wollte nun auch in seiner Moskauer Heimat ein Zuhause im Stil der englischen Neo-Gotik.
Außer dieser Voraussetzung ließ Morosow Schechtel freie Hand. Und der holte sich den berühmten Maler Michail Wrubel mit ins Boot. Zusammen gestalteten sie die aufwendigen Interieurs und erschufen eine wahrlich einmalige Atmosphäre.
Das absolut Verblüffende an der Geschichte: Schechtel baute diese Villa ohne abgeschlossene Architekturausbildung. Er hatte sein Studium an der Schule für Malerei, Bildhauerei und Architektur abbrechen müssen, um sich um seine kranke Mutter zu kümmern. Dennoch arbeitete er gleichzeitig für mehrere Architekturwerkstätten, illustrierte Bücher und entwarf Theaterkulissen.
Als Morosow den jungen Künstler dann erst zur Gestaltung seiner kleineren Datscha am Kirschach-Fluss und dann der Villa anwarb, war das Schechtels große Chance. Einen echten Abschluss erwarb Schechtel dann erst mit 35 Jahren – ein Diplom der zivilen Ingenieurwissenschaften.
🔸Tschechow-Kunsttheater Moskau
Schechtel war selbst großer Theater-Liebhaber. Darum vershcob er sogar bereitwillig andere lukrative Bauprojekte, um das Moskauer Tschechow-Kunsttheater umzubauen. Schechtel höchstpersönlich entwarf hier alles – bis hin zu den Möbeln, dem Farbspektrum und dem Lichtnetz.
Er wollte eine völlig neue Welt erschaffen. Dazu verpasste er dem Theater den berühmten olivgrünen Bühnenvorhang mit dem Wellenmotiv und Möwen. Dieses Bild ist bis heute das Logo des Theaters.
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#Moskau #Architektur
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Forwarded from Russian MFA 🇷🇺
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📆 Heute wird der 130. Jahrestag des russischen Dichters Sergei Jessenin begangen
Sergei Jessenin war ein russischer Lyriker und gehört zu den bekanntesten Dichtern Russlands im frühen 20. Jahrhundert. Er wurde in Konstantinowo in der Provinz Rjasan geboren. Seine Kindheit war stark von der ländlichen Umgebung und der Volkskultur geprägt – er war früh von Erzählungen, Volksliedern und der Natur fasziniert.
Literarisches Schaffen & Stil
Jessenin schrieb meist in lyrischer Form und verband in seinen Gedichten oft Natur, Heimat, Sehnsucht und das einfache Leben auf dem Land – oftmals ohne Illusionen, mit all seinen Härten. Er gehörte zu den Wegbereitern der sogenannten „Neuen Bauernpoesie“ und später war er Mitbegründer der Bewegung des Imaginismus in der russischen Literatur.
Zu seinen bekanntesten Werken zählen Gedichte wie Anna Snegina, Konstantinowo (Anspielung auf seine Heimat), Der schwarze Mann und Das Gebet um die ersten vierzig Tage (eine Art Klagegedicht um Verstorbene). Viele seiner Gedichte wurden vertont – seine Texte inspirierten Komponisten im 20. und 21. Jahrhundert.
Leben – Aufstieg, Turbulenzen, Tod
In jungen Jahren zog Jessenin nach Moskau, um sich als Dichter zu etablieren. Er arbeitete u. a. in einer Druckerei und veröffentlichte erste Gedichte.
Er war mehrfach verheiratet: unter anderem mit der amerikanischen Tänzerin Isadora Duncan sowie später mit Sofia Tolstaja, einer Enkelin von Leo Tolstoi.
Am 28. Dezember 1925 wurde er tot in einem Hotelzimmer in Leningrad (heute St. Petersburg) aufgefunden. Die offizielle Version lautet Suizid durch Erhängen, doch es gibt bis heute Spekulationen und Unklarheiten um die genauen Umstände seines Todes. Er wurde in Moskau nahe des Friedhofs Waganjkowo bestattet.
Erinnerung & Bedeutung heute
2025 wird sein 130. Geburtstag mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen in ganz Russland gefeiert: Ausstellungen, Lesungen, Konzerte usw. Sein Geburtshaus in Konstantinowo ist ein literarisches Museum und gilt als zentraler Ort des Gedenkens. Seine Gedichte zählen heute zu den Klassikern der russischen Literatur und werden nach wie vor viel gelesen, zitiert und in Schulen behandelt.
@RusBotschaft
#Russland #Literatur #Jessenin
Sergei Jessenin war ein russischer Lyriker und gehört zu den bekanntesten Dichtern Russlands im frühen 20. Jahrhundert. Er wurde in Konstantinowo in der Provinz Rjasan geboren. Seine Kindheit war stark von der ländlichen Umgebung und der Volkskultur geprägt – er war früh von Erzählungen, Volksliedern und der Natur fasziniert.
Literarisches Schaffen & Stil
Jessenin schrieb meist in lyrischer Form und verband in seinen Gedichten oft Natur, Heimat, Sehnsucht und das einfache Leben auf dem Land – oftmals ohne Illusionen, mit all seinen Härten. Er gehörte zu den Wegbereitern der sogenannten „Neuen Bauernpoesie“ und später war er Mitbegründer der Bewegung des Imaginismus in der russischen Literatur.
Zu seinen bekanntesten Werken zählen Gedichte wie Anna Snegina, Konstantinowo (Anspielung auf seine Heimat), Der schwarze Mann und Das Gebet um die ersten vierzig Tage (eine Art Klagegedicht um Verstorbene). Viele seiner Gedichte wurden vertont – seine Texte inspirierten Komponisten im 20. und 21. Jahrhundert.
Leben – Aufstieg, Turbulenzen, Tod
In jungen Jahren zog Jessenin nach Moskau, um sich als Dichter zu etablieren. Er arbeitete u. a. in einer Druckerei und veröffentlichte erste Gedichte.
Er war mehrfach verheiratet: unter anderem mit der amerikanischen Tänzerin Isadora Duncan sowie später mit Sofia Tolstaja, einer Enkelin von Leo Tolstoi.
Am 28. Dezember 1925 wurde er tot in einem Hotelzimmer in Leningrad (heute St. Petersburg) aufgefunden. Die offizielle Version lautet Suizid durch Erhängen, doch es gibt bis heute Spekulationen und Unklarheiten um die genauen Umstände seines Todes. Er wurde in Moskau nahe des Friedhofs Waganjkowo bestattet.
Erinnerung & Bedeutung heute
2025 wird sein 130. Geburtstag mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen in ganz Russland gefeiert: Ausstellungen, Lesungen, Konzerte usw. Sein Geburtshaus in Konstantinowo ist ein literarisches Museum und gilt als zentraler Ort des Gedenkens. Seine Gedichte zählen heute zu den Klassikern der russischen Literatur und werden nach wie vor viel gelesen, zitiert und in Schulen behandelt.
@RusBotschaft
#Russland #Literatur #Jessenin
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🪆 Gestern fand ein poetischer Abend zum 130. Geburtstag von Sergej Jessenin im Russischen Haus in Berlin statt
Der Poesie-Abend unter dem Motto „Jessenin. Lebendige Zeilen“ bot Gelegenheit, seine bekannten wie auch weniger vertrauten Werke neu zu entdecken. Gemeinsam mit den Gästen entstand eine warme Atmosphäre, in der Lieblingsgedichte sowohl auf Russisch als auch in deutscher Übersetzung vorgetragen wurden.
🇷🇺 Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Ansprache des Botschafters Sergej Netschajew an die Gäste verlesen, die den Abend feierlich eröffnete.
🗣 Auszüge aus der Ansprache des Botschafters:
💬 "Seine Gedichte, erfüllt von unerschöpflicher Liebe und heller Glaubenstreue zu Russland, sind uns allen seit Kindheitstagen vertraut. Sie haben sich fest verwoben und sind buchstäblich in den „kulturellen Genpool“ der heutigen Russen eingegangen."
💬 "Auf erstaunliche Weise verliert die Poesie Jessenins im Laufe der Zeit nicht an Aktualität: Verse, die vor Jahrzehnten geschrieben wurden und uns Treue und Verehrung gegenüber dem Vaterland lehren, klingen auch heute aktuell wie eh und jäh."
💬 "Die Geschichte beweist überzeugend, dass die enge Zusammenarbeit und der gegenseitige Einfluss russischer und deutscher Kunstkreise wiederholt zu einer Bereicherung der nationalen Kulturen, sowie zur geistigen und intellektuellen Entwicklung unserer Länder geführt haben."
💬 "So betonte der Präsident Russlands, Wladimir Putin, auf der Plenarsitzung des Forums der vereinigten Kulturen in Sankt Petersburg am 12. September 2025: „Die nationale Kultur kann sich nur im Austausch mit anderen Kulturen entwickeln und bereichern.“
✨ Wir danken allen, die teilgenommen haben, und freuen uns, dass Jessenins Poesie auch heute noch so lebendig weiterwirkt.
#Jessenin #Poesie #RussischeLiteratur
Der Poesie-Abend unter dem Motto „Jessenin. Lebendige Zeilen“ bot Gelegenheit, seine bekannten wie auch weniger vertrauten Werke neu zu entdecken. Gemeinsam mit den Gästen entstand eine warme Atmosphäre, in der Lieblingsgedichte sowohl auf Russisch als auch in deutscher Übersetzung vorgetragen wurden.
🇷🇺 Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Ansprache des Botschafters Sergej Netschajew an die Gäste verlesen, die den Abend feierlich eröffnete.
🗣 Auszüge aus der Ansprache des Botschafters:
💬 "Seine Gedichte, erfüllt von unerschöpflicher Liebe und heller Glaubenstreue zu Russland, sind uns allen seit Kindheitstagen vertraut. Sie haben sich fest verwoben und sind buchstäblich in den „kulturellen Genpool“ der heutigen Russen eingegangen."
💬 "Auf erstaunliche Weise verliert die Poesie Jessenins im Laufe der Zeit nicht an Aktualität: Verse, die vor Jahrzehnten geschrieben wurden und uns Treue und Verehrung gegenüber dem Vaterland lehren, klingen auch heute aktuell wie eh und jäh."
💬 "Die Geschichte beweist überzeugend, dass die enge Zusammenarbeit und der gegenseitige Einfluss russischer und deutscher Kunstkreise wiederholt zu einer Bereicherung der nationalen Kulturen, sowie zur geistigen und intellektuellen Entwicklung unserer Länder geführt haben."
💬 "So betonte der Präsident Russlands, Wladimir Putin, auf der Plenarsitzung des Forums der vereinigten Kulturen in Sankt Petersburg am 12. September 2025: „Die nationale Kultur kann sich nur im Austausch mit anderen Kulturen entwickeln und bereichern.“
✨ Wir danken allen, die teilgenommen haben, und freuen uns, dass Jessenins Poesie auch heute noch so lebendig weiterwirkt.
#Jessenin #Poesie #RussischeLiteratur
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🎞 Am 3. Oktober wäre der sowjetische und russische Schauspieler Armen Dschigarchanjan 90 Jahre alt geworden
📽 Geboren wurde er am 3. Oktober 1935 in Jerewan, der Hauptstadt der Armenischen SSR. Schon in seinen Schuljahren entdeckte er durch seine Mutter die Leidenschaft für Kino und Theater. 1952 wollte er nach dem Schulabschluss nach Moskau fahren, um an der Russischen Akademie für Theaterkunst zu studieren. Der erste Versuch scheiterte, und so arbeitete er zunächst in Jerewan als Kameraassistent.
🎭 1954 begann Dschigarchanjan sein Studium am Jerewaner Kunst- und Theaterinstitut. Bereits ein Jahr später stand er zum ersten Mal auf einer professionellen Bühne – im Stück „Iwan Rybakow“ am Jerewaner Russischen Dramentheater. „Ich erinnere mich daran sehr gut, als wäre es heute: Am 25. Januar 1955 stand ich auf der Bühne im Stück ‚Iwan Rybakow‘. Und mein Text lautete: ‚Genosse Hauptmann, für Sie ist ein Fernschreiben eingegangen!‘. So begann mein Weg auf der Bühne“, erinnerte sich Dschigarchanjan später.
🎬 Sein Filmdebüt gab er 1959 in Grigorij Sarkisows Drama „Der Erdrutsch“ über den Bau eines Gebirgstunnels. Den Durchbruch brachte ihm jedoch die Rolle in „Hallo, das bin ich!“, in dem der charismatische Armenier einen jungen Wissenschaftler spielte. Es folgten unvergessliche Auftritte in „Neue Abenteuer der Unfassbaren“, einem Abenteuerfilm über die Zeiten des Russischen Bürgerkriegs, „Teheran 43“, einem historischen Drama, der in Koproduktion mit Frankreich und der Schweiz geschaffen wurde, Komödien „Hallo, ich bin Ihre Tante!“ und „Shirli-Myrli“ sowie die dämonische Verkörperung des Bandenchefs Gorbatoj in dem Film „Schwarze Katze“. Insgesamt spielte Dschigarchanjan in mehr als 250 Filmen.
🎙 Ebenso prägend war seine Arbeit als Synchronsprecher in Zeichentrickfilmen und Hörspielen. Seine markante Stimme verlieh er unter anderem John Silver in „Die Schatzinsel“, dem Räuberhauptmann Mattis in „Ronja Räubertochter“ oder Chludow in „Die Flucht“.
🎭 1967 wurde Dschigarchanjan vom sowjetischen Theater- und Filmregisseur Anatoli Efros an das Moskauer Theater des Lenin-Komsomol eingeladen. Später folgte er ihm an das Theater in der Malaja Bronnaja und wechselte schließlich an das Majakowski-Theater, wo er rasch zu einem der führenden Schauspieler wurde. 1996, längst ein anerkannter Bühnenstar und Professor an der Russischen Akademie für Theaterkunst, gründete er sein eigenes „Theater D“. Dort leitete er nicht nur das Ensemble, sondern stand auch weiterhin regelmäßig auf der Bühne – parallel zu seinen Auftritten am „Lenkom“-Theater.
@RusBotschaft
#Russland #Kultur #Theater #Kino
📽 Geboren wurde er am 3. Oktober 1935 in Jerewan, der Hauptstadt der Armenischen SSR. Schon in seinen Schuljahren entdeckte er durch seine Mutter die Leidenschaft für Kino und Theater. 1952 wollte er nach dem Schulabschluss nach Moskau fahren, um an der Russischen Akademie für Theaterkunst zu studieren. Der erste Versuch scheiterte, und so arbeitete er zunächst in Jerewan als Kameraassistent.
🎭 1954 begann Dschigarchanjan sein Studium am Jerewaner Kunst- und Theaterinstitut. Bereits ein Jahr später stand er zum ersten Mal auf einer professionellen Bühne – im Stück „Iwan Rybakow“ am Jerewaner Russischen Dramentheater. „Ich erinnere mich daran sehr gut, als wäre es heute: Am 25. Januar 1955 stand ich auf der Bühne im Stück ‚Iwan Rybakow‘. Und mein Text lautete: ‚Genosse Hauptmann, für Sie ist ein Fernschreiben eingegangen!‘. So begann mein Weg auf der Bühne“, erinnerte sich Dschigarchanjan später.
🎬 Sein Filmdebüt gab er 1959 in Grigorij Sarkisows Drama „Der Erdrutsch“ über den Bau eines Gebirgstunnels. Den Durchbruch brachte ihm jedoch die Rolle in „Hallo, das bin ich!“, in dem der charismatische Armenier einen jungen Wissenschaftler spielte. Es folgten unvergessliche Auftritte in „Neue Abenteuer der Unfassbaren“, einem Abenteuerfilm über die Zeiten des Russischen Bürgerkriegs, „Teheran 43“, einem historischen Drama, der in Koproduktion mit Frankreich und der Schweiz geschaffen wurde, Komödien „Hallo, ich bin Ihre Tante!“ und „Shirli-Myrli“ sowie die dämonische Verkörperung des Bandenchefs Gorbatoj in dem Film „Schwarze Katze“. Insgesamt spielte Dschigarchanjan in mehr als 250 Filmen.
🎙 Ebenso prägend war seine Arbeit als Synchronsprecher in Zeichentrickfilmen und Hörspielen. Seine markante Stimme verlieh er unter anderem John Silver in „Die Schatzinsel“, dem Räuberhauptmann Mattis in „Ronja Räubertochter“ oder Chludow in „Die Flucht“.
🎭 1967 wurde Dschigarchanjan vom sowjetischen Theater- und Filmregisseur Anatoli Efros an das Moskauer Theater des Lenin-Komsomol eingeladen. Später folgte er ihm an das Theater in der Malaja Bronnaja und wechselte schließlich an das Majakowski-Theater, wo er rasch zu einem der führenden Schauspieler wurde. 1996, längst ein anerkannter Bühnenstar und Professor an der Russischen Akademie für Theaterkunst, gründete er sein eigenes „Theater D“. Dort leitete er nicht nur das Ensemble, sondern stand auch weiterhin regelmäßig auf der Bühne – parallel zu seinen Auftritten am „Lenkom“-Theater.
@RusBotschaft
#Russland #Kultur #Theater #Kino
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🗣 Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa zum Tag der Deutschen Einheit
💬 Am 3. Oktober jährt sich die Wiedervereinigung Deutschlands zum 35. Mal, die offiziell nach Inkrafttreten des am 31. August 1990 unterzeichneten Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands verkündet wurde.
💬 Das nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg durch die Bestrebungen der westlichen „Alliierten“ geteilte Land konnte nach dem Ende des Kalten Kriegs wieder Einheit erreichen, vor allem, dank der prinzipienfesten Haltung unseres Landes. Damals hatten wir den Eindruck, dass die Deutschen eine Lehre aus der Geschichte gezogen haben und ein Recht auf Souveränität als ein einheitlicher Staat verdient haben. Bedauerlicherweise hat das einheitliche Deutschland die Reifeprüfung nicht bestanden.
💬 Von Souveränität und Eigenständigkeit kann man in Bezug auf die heutige Bundesrepublik nur sehr bedingt sprechen. Wie auch verwunderlich das klingen mag, aber die damaligen BRD und DDR einzeln viel eigenständiger bei ihren Entscheidungen waren, als das heutige wiedervereinigte Deutschland.
💬 Anstelle der Vereinigung des geteilten Volkes schlugen die damaligen westdeutschen Machthaber den Weg der Kolonisierung der ehemaligen DDR. Die gezielte und umfangreiche Diskrimination der Bevölkerung der ostdeutschen Bundesländer ist eine unanfechtbare Tatsache. Die einst erfolgreiche Industrie und Landwirtschaft der DDR wurden zerstört, viele Städte und Dörfer verödeten, die Jugend floh in der Suche nach der Arbeit und ihren Lebensabend verbringen dort nun nur die durch Propaganda betrogenen Rentner, die ihr Leben und ihre Arbeit einem angeblich totalitären kommunistischen Regime gewidmet hatten. Nach wie vor ist erhebliche Diskrepanz zwischen dem Einkommen der West- und Ostdeutschen zu sehen. Der deutschen Statistik zufolge hat sich die Bevölkerung der östlichen Bundesländer in den 35 Jahren des „Wunders“ der deutschen Einheit von 17 Millionen auf 12,4 Millionen verringert.
💬 Vor diesem Hintergrund wirken die ständigen Versuche Berlins, andere Länder und Völker zu belehren, wie sie „richtig“ zu leben und zu handeln haben, noch absurder.
🔗 Im Wortlaut lesen
@RusBotschaft
#Deutschland
💬 Am 3. Oktober jährt sich die Wiedervereinigung Deutschlands zum 35. Mal, die offiziell nach Inkrafttreten des am 31. August 1990 unterzeichneten Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands verkündet wurde.
💬 Das nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg durch die Bestrebungen der westlichen „Alliierten“ geteilte Land konnte nach dem Ende des Kalten Kriegs wieder Einheit erreichen, vor allem, dank der prinzipienfesten Haltung unseres Landes. Damals hatten wir den Eindruck, dass die Deutschen eine Lehre aus der Geschichte gezogen haben und ein Recht auf Souveränität als ein einheitlicher Staat verdient haben. Bedauerlicherweise hat das einheitliche Deutschland die Reifeprüfung nicht bestanden.
💬 Von Souveränität und Eigenständigkeit kann man in Bezug auf die heutige Bundesrepublik nur sehr bedingt sprechen. Wie auch verwunderlich das klingen mag, aber die damaligen BRD und DDR einzeln viel eigenständiger bei ihren Entscheidungen waren, als das heutige wiedervereinigte Deutschland.
💬 Anstelle der Vereinigung des geteilten Volkes schlugen die damaligen westdeutschen Machthaber den Weg der Kolonisierung der ehemaligen DDR. Die gezielte und umfangreiche Diskrimination der Bevölkerung der ostdeutschen Bundesländer ist eine unanfechtbare Tatsache. Die einst erfolgreiche Industrie und Landwirtschaft der DDR wurden zerstört, viele Städte und Dörfer verödeten, die Jugend floh in der Suche nach der Arbeit und ihren Lebensabend verbringen dort nun nur die durch Propaganda betrogenen Rentner, die ihr Leben und ihre Arbeit einem angeblich totalitären kommunistischen Regime gewidmet hatten. Nach wie vor ist erhebliche Diskrepanz zwischen dem Einkommen der West- und Ostdeutschen zu sehen. Der deutschen Statistik zufolge hat sich die Bevölkerung der östlichen Bundesländer in den 35 Jahren des „Wunders“ der deutschen Einheit von 17 Millionen auf 12,4 Millionen verringert.
💬 Vor diesem Hintergrund wirken die ständigen Versuche Berlins, andere Länder und Völker zu belehren, wie sie „richtig“ zu leben und zu handeln haben, noch absurder.
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@RusBotschaft
#Deutschland
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Am 3. Oktober 1968 fand der Erstflug des legendären sowjetischen und russischen Flugzeugs Tu-154 statt
Zwischen 1968 und 2013 wurden insgesamt mehr als 1000 Flugzeuge des Typs Tupolew Tu-154 gebaut, und es war über Jahrzehnte eines der meist genutzten Mittelstreckenflugzeuge in Russland.
Die Tu-154 hatte ihren Produktionsstandort in der Stadt Samara, die während der Sowjetzeit den Namen Kujbyschew trug. Dort wurde das Flugzeug zwischen 1968 und 2013 in Serie gefertigt und war über Jahrzehnte ein bedeutender Bestandteil der sowjetischen und später russischen Luftfahrtindustrie.
Es ist eines der schnellsten Serien-Passagierflugzeuge der Welt mit einer Reisegeschwindigkeit von über 900 km/h.
Regelmäßige Passagierflüge begannen im Februar 1972 mit der Strecke Moskau – Mineralnyje Wody. Nur wenige Monate später nahm die Tu-154 den Flugbetrieb nach Berlin auf und eröffnete damit den internationalen Linienverkehr.
Der letzte zivile Passagierflug fand am 28. Oktober 2020 statt.
Von Piloten und Passagieren wurde dieses Flugzeug liebevoll als „Arbeitstier“ und „Herr des sowjetischen Himmels“ bezeichnet.
Die Tu-154 gilt bis heute als eines der schönsten Flugzeuge der weltweiten Luftfahrtgeschichte. Piloten loben ihre Aerodynamik und Zuverlässigkeit: Bei rund 1.000 produzierten Maschinen gab es lediglich 70 Unfälle – darunter auch kleinere Zwischenfälle.
Die Tu-154 war nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein Filmstar: In über hundert Filmen spielte sie entweder Nebenrollen oder stand sogar im Mittelpunkt der Handlung.
📸 aif.ru
@RusBotschaft
#Flugzeug #Luftfahrt
Zwischen 1968 und 2013 wurden insgesamt mehr als 1000 Flugzeuge des Typs Tupolew Tu-154 gebaut, und es war über Jahrzehnte eines der meist genutzten Mittelstreckenflugzeuge in Russland.
Die Tu-154 hatte ihren Produktionsstandort in der Stadt Samara, die während der Sowjetzeit den Namen Kujbyschew trug. Dort wurde das Flugzeug zwischen 1968 und 2013 in Serie gefertigt und war über Jahrzehnte ein bedeutender Bestandteil der sowjetischen und später russischen Luftfahrtindustrie.
Es ist eines der schnellsten Serien-Passagierflugzeuge der Welt mit einer Reisegeschwindigkeit von über 900 km/h.
Regelmäßige Passagierflüge begannen im Februar 1972 mit der Strecke Moskau – Mineralnyje Wody. Nur wenige Monate später nahm die Tu-154 den Flugbetrieb nach Berlin auf und eröffnete damit den internationalen Linienverkehr.
Der letzte zivile Passagierflug fand am 28. Oktober 2020 statt.
Von Piloten und Passagieren wurde dieses Flugzeug liebevoll als „Arbeitstier“ und „Herr des sowjetischen Himmels“ bezeichnet.
Die Tu-154 gilt bis heute als eines der schönsten Flugzeuge der weltweiten Luftfahrtgeschichte. Piloten loben ihre Aerodynamik und Zuverlässigkeit: Bei rund 1.000 produzierten Maschinen gab es lediglich 70 Unfälle – darunter auch kleinere Zwischenfälle.
Die Tu-154 war nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein Filmstar: In über hundert Filmen spielte sie entweder Nebenrollen oder stand sogar im Mittelpunkt der Handlung.
📸 aif.ru
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#Flugzeug #Luftfahrt
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