🎭 Am 27. Juli 2026 jährt sich der Geburtstag des herausragenden sowjetischen Balletttänzers Maris Liepa zum 90. Mal
Maris Liepa wurde am 27. Juli 1936 in Riga geboren. Seine Eltern schickten ihn zunächst aus gesundheitlichen Gründen in ein Ballettstudio, doch schon bald entwickelte sich das Training zu seiner großen Leidenschaft und schließlich zu seiner Lebensaufgabe. Nach dem Abschluss der Moskauer Choreografischen Hochschule tanzte er zunächst am Stanislawski- und Nemirowitsch-Dantschenko-Theater. Im Jahr 1960 erfüllte sich sein lang gehegter Traum: Er wurde Solist des Bolschoi-Theaters, dessen Bühne ihn bereits seit seiner Jugend faszinierte.
Während seiner mehr als zwanzigjährigen Laufbahn am Bolschoi verkörperte Liepa zahlreiche Hauptrollen des klassischen Repertoires. Zu seinen bekanntesten Partien gehörten Basil in Don Quijote, Romeo in Romeo und Julia, Albrecht in Giselle, Prinz Désiré in Dornröschen sowie Siegfried in Schwanensee. Den Höhepunkt seines Schaffens bildete jedoch die Rolle des Crassus in Juri Grigorowitschs Ballett Spartakus. Mit seiner kraftvollen Interpretation verlieh Liepa der Figur eine außergewöhnliche psychologische Tiefe und machte sie zu einer der eindrucksvollsten Bühnenrollen der sowjetischen Ballettgeschichte. Für diese Leistung wurde er mit dem Leninpreis ausgezeichnet.
Zeitgenossen bezeichneten Maris Liepa häufig als einen der größten „tanzenden Schauspieler“ seiner Epoche. Sein technisches Können verband sich mit außergewöhnlicher Ausdruckskraft und dramatischer Intensität. Britische Kritiker verglichen seine Bühnenwirkung sogar mit jener des legendären Schauspielers Laurence Olivier. Liepa selbst formulierte sein künstlerisches Credo mit den Worten: „Wenn man auf der Bühne arbeitet, darf man nicht für die Größe der Bühne arbeiten, sondern für die Größe des Kosmos. Ruhm bedeutet nichts – der Tanz ist alles.“
Neben seiner Tätigkeit als Solist widmete sich Liepa auch der Ausbildung des künstlerischen Nachwuchses. Er unterrichtete an der Moskauer Choreografischen Hochschule, wirkte in Filmproduktionen mit und engagierte sich für die Bewahrung und Wiederbelebung klassischer Ballettinszenierungen.
@RusBotschaft
#Kultur
Maris Liepa wurde am 27. Juli 1936 in Riga geboren. Seine Eltern schickten ihn zunächst aus gesundheitlichen Gründen in ein Ballettstudio, doch schon bald entwickelte sich das Training zu seiner großen Leidenschaft und schließlich zu seiner Lebensaufgabe. Nach dem Abschluss der Moskauer Choreografischen Hochschule tanzte er zunächst am Stanislawski- und Nemirowitsch-Dantschenko-Theater. Im Jahr 1960 erfüllte sich sein lang gehegter Traum: Er wurde Solist des Bolschoi-Theaters, dessen Bühne ihn bereits seit seiner Jugend faszinierte.
Während seiner mehr als zwanzigjährigen Laufbahn am Bolschoi verkörperte Liepa zahlreiche Hauptrollen des klassischen Repertoires. Zu seinen bekanntesten Partien gehörten Basil in Don Quijote, Romeo in Romeo und Julia, Albrecht in Giselle, Prinz Désiré in Dornröschen sowie Siegfried in Schwanensee. Den Höhepunkt seines Schaffens bildete jedoch die Rolle des Crassus in Juri Grigorowitschs Ballett Spartakus. Mit seiner kraftvollen Interpretation verlieh Liepa der Figur eine außergewöhnliche psychologische Tiefe und machte sie zu einer der eindrucksvollsten Bühnenrollen der sowjetischen Ballettgeschichte. Für diese Leistung wurde er mit dem Leninpreis ausgezeichnet.
Zeitgenossen bezeichneten Maris Liepa häufig als einen der größten „tanzenden Schauspieler“ seiner Epoche. Sein technisches Können verband sich mit außergewöhnlicher Ausdruckskraft und dramatischer Intensität. Britische Kritiker verglichen seine Bühnenwirkung sogar mit jener des legendären Schauspielers Laurence Olivier. Liepa selbst formulierte sein künstlerisches Credo mit den Worten: „Wenn man auf der Bühne arbeitet, darf man nicht für die Größe der Bühne arbeiten, sondern für die Größe des Kosmos. Ruhm bedeutet nichts – der Tanz ist alles.“
Neben seiner Tätigkeit als Solist widmete sich Liepa auch der Ausbildung des künstlerischen Nachwuchses. Er unterrichtete an der Moskauer Choreografischen Hochschule, wirkte in Filmproduktionen mit und engagierte sich für die Bewahrung und Wiederbelebung klassischer Ballettinszenierungen.
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#Kultur
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🖼 Vor 220 Jahren wurde der russische Künstler Alexander Iwanow geboren
🎨 Alexander Iwanow wurde am 28. Juli 1806 in Sankt Petersburg geboren. Sein Vater, der Maler Andrei Iwanow, lehrte an der Kaiserlichen Kunstakademie und bereitete seinen Sohn früh auf eine künstlerische Laufbahn vor. 1817 begann Alexander dort sein Studium. Anders als die meisten Studenten lebte er nicht in der Akademie, sondern arbeitete in der Werkstatt seines Vaters. Schon bald fiel er durch sein großes Talent im Zeichnen und Malen auf.
🗺 1830 reiste Iwanow mit Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung der Künstler nach Europa. In Italien sollte Iwanow zunächst die bedeutendsten Kunstwerke studieren, später Michelangelos Fresko „Die Erschaffung Adams“ kopieren und schließlich ein eigenes Werk schaffen. Auf dem Weg nach Rom besuchte er die Gemäldegalerie in Dresden und fertigte Skizzen von Raffaels „Sixtinischer Madonna“ an.
🖼 Tief beeindruckt von Buonarrotis Werk suchte Iwanow nach einem ebenso eindrucksvollen Motiv. Schließlich entschied er sich für ein evangelisches Thema: die Erscheinung Christi vor dem Volk.
📚 In Rom verband Iwanow eine enge Freundschaft mit dem Schriftsteller Nikolai Gogol. Beide interessierten sich für religiöse Themen und die Bedeutung der Kunst. Gogol besuchte häufig Iwanows Atelier, bewunderte seine Hingabe und unterstützte seine Arbeit an der „Erscheinung Christi vor dem Volk“. In seinem Aufsatz „Der Historienmaler Iwanow“ würdigte er den Künstler und dessen jahrelange Arbeit. Iwanow wiederum schätzte Gogols Urteil über Kunst und bezeichnete ihn als einen außergewöhnlichen Menschen.
📍 Iwanow lebte sehr zurückgezogen und arbeitete äußerst diszipliniert. Er begann früh am Morgen und malte oft bis spät in die Nacht. Viele Jahre lang fertigte er Studien, Skizzen und Landschaftsbilder an, um sein großes Gemälde zu vollenden. Wegen gesundheitlicher Probleme musste er seine Arbeit jedoch immer wieder unterbrechen. Sein außergewöhnlicher Perfektionismus wurde von seinen Zeitgenossen nicht immer verstanden.
🏛 1858 kehrte Alexander Iwanow zusammen mit seinem Gemälde „Die Erscheinung Christi vor dem Volke“ in die Heimat zurück. Ursprünglich plante er, das Bild mit dem Zug bis in die deutsche Stadt Kiel zu transportieren und es von dort aus mit einem Dampfschiff nach Sankt Petersburg zu bringen. Die riesige, auf eine Rolle gewickelte Leinwand war jedoch so groß, dass er weder in einen Gepäckwagen noch in den Laderaum des Schiffes passte. Mit finanzieller Unterstützung von Mäzenen ließ Iwanow deshalb für den Transport eine offene Eisenbahnplattform bereitstellen. Auch auf dem Schiffsdeck mussten besondere Befestigungen angebracht werden, damit das wertvolle Gemälde während der Fahrt nicht beschädigt wurde. Auf diese Weise gelangte das Werk sicher in die Hauptstadt des Russischen Kaiserreichs. In Sankt Petersburg wurde das Gemälde im Winterpalast ausgestellt. Kaiser Alexander II. kaufte das Werk und gewährte dem Künstler außerdem eine lebenslange Pension.
Gemälde:
„Die Erscheinung Christi vor dem Volk“, 1837–1857
„Ave Maria“, 1839
„Bellerophon zieht zum Kampf gegen die Chimäre“, 1829
„Priamos bittet Achill um den Leichnam Hektors“, 1824
@RusBotschaft
#Kultur #Kunst
🎨 Alexander Iwanow wurde am 28. Juli 1806 in Sankt Petersburg geboren. Sein Vater, der Maler Andrei Iwanow, lehrte an der Kaiserlichen Kunstakademie und bereitete seinen Sohn früh auf eine künstlerische Laufbahn vor. 1817 begann Alexander dort sein Studium. Anders als die meisten Studenten lebte er nicht in der Akademie, sondern arbeitete in der Werkstatt seines Vaters. Schon bald fiel er durch sein großes Talent im Zeichnen und Malen auf.
🗺 1830 reiste Iwanow mit Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung der Künstler nach Europa. In Italien sollte Iwanow zunächst die bedeutendsten Kunstwerke studieren, später Michelangelos Fresko „Die Erschaffung Adams“ kopieren und schließlich ein eigenes Werk schaffen. Auf dem Weg nach Rom besuchte er die Gemäldegalerie in Dresden und fertigte Skizzen von Raffaels „Sixtinischer Madonna“ an.
🖼 Tief beeindruckt von Buonarrotis Werk suchte Iwanow nach einem ebenso eindrucksvollen Motiv. Schließlich entschied er sich für ein evangelisches Thema: die Erscheinung Christi vor dem Volk.
📚 In Rom verband Iwanow eine enge Freundschaft mit dem Schriftsteller Nikolai Gogol. Beide interessierten sich für religiöse Themen und die Bedeutung der Kunst. Gogol besuchte häufig Iwanows Atelier, bewunderte seine Hingabe und unterstützte seine Arbeit an der „Erscheinung Christi vor dem Volk“. In seinem Aufsatz „Der Historienmaler Iwanow“ würdigte er den Künstler und dessen jahrelange Arbeit. Iwanow wiederum schätzte Gogols Urteil über Kunst und bezeichnete ihn als einen außergewöhnlichen Menschen.
📍 Iwanow lebte sehr zurückgezogen und arbeitete äußerst diszipliniert. Er begann früh am Morgen und malte oft bis spät in die Nacht. Viele Jahre lang fertigte er Studien, Skizzen und Landschaftsbilder an, um sein großes Gemälde zu vollenden. Wegen gesundheitlicher Probleme musste er seine Arbeit jedoch immer wieder unterbrechen. Sein außergewöhnlicher Perfektionismus wurde von seinen Zeitgenossen nicht immer verstanden.
🏛 1858 kehrte Alexander Iwanow zusammen mit seinem Gemälde „Die Erscheinung Christi vor dem Volke“ in die Heimat zurück. Ursprünglich plante er, das Bild mit dem Zug bis in die deutsche Stadt Kiel zu transportieren und es von dort aus mit einem Dampfschiff nach Sankt Petersburg zu bringen. Die riesige, auf eine Rolle gewickelte Leinwand war jedoch so groß, dass er weder in einen Gepäckwagen noch in den Laderaum des Schiffes passte. Mit finanzieller Unterstützung von Mäzenen ließ Iwanow deshalb für den Transport eine offene Eisenbahnplattform bereitstellen. Auch auf dem Schiffsdeck mussten besondere Befestigungen angebracht werden, damit das wertvolle Gemälde während der Fahrt nicht beschädigt wurde. Auf diese Weise gelangte das Werk sicher in die Hauptstadt des Russischen Kaiserreichs. In Sankt Petersburg wurde das Gemälde im Winterpalast ausgestellt. Kaiser Alexander II. kaufte das Werk und gewährte dem Künstler außerdem eine lebenslange Pension.
Gemälde:
„Die Erscheinung Christi vor dem Volk“, 1837–1857
„Ave Maria“, 1839
„Bellerophon zieht zum Kampf gegen die Chimäre“, 1829
„Priamos bittet Achill um den Leichnam Hektors“, 1824
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#Kultur #Kunst
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Forwarded from Generalkonsulat der Russischen Föderation in Bonn
🎨 Zum Geburtstag von Fjodor Schechtel (1859–1926)
Am 7. August gedenken wir des Geburtstags des herausragenden Architekten Fjodor Schechtel, eines der bedeutendsten Vertreter des russischen Jugendstils.
Besonders bemerkenswert sind seine deutschen Wurzeln: Schechtels Familie stammte von deutschen Kolonisten aus dem Elsass ab, die im 18. Jahrhundert auf Einladung Katharinas II. nach Russland übersiedelten. Der spätere Architekt wurde als Franz Albert Schechtel geboren und verband in seinem Schaffen europäische Architekturtraditionen mit einer unverwechselbaren russischen Handschrift.
Seine Ausbildung erhielt Schechtel an der Moskauer Schule für Malerei, Bildhauerei und Architektur. Dort besuchte er die naturwissenschaftlichen, Zeichen-, Malerei- und Architekturklassen und studierte gemeinsam mit den später berühmten Künstlern Isaak Lewitan und Nikolai Tschechow, dem Bruder des Schriftstellers Anton Tschechow. Mit der Familie Tschechow verband ihn eine enge Freundschaft, die sein weiteres künstlerisches Schaffen nachhaltig prägte.
Zu seinen bekanntesten Werken zählen der Jaroslawler Bahnhof in Moskau, die Rjabuschinski-Villa, die prachtvolle Morosow-Villa (heute Empfangshaus des russischen Außenministeriums), das Gebäude des Moskauer Künstlertheaters (MChAT). Diese Bauwerke zählen bis heute zu den bedeutendsten Beispielen des russischen Jugendstils.
1906 wurde Schechtel zum Vorsitzenden der Moskauer Architektengesellschaft gewählt. Darüber hinaus ernannte man ihn zum Ehrenmitglied mehrerer europäischer Architektenvereinigungen, was eine Anerkennung seines außergewöhnlichen Beitrags zur Architektur.
#Kultur
Am 7. August gedenken wir des Geburtstags des herausragenden Architekten Fjodor Schechtel, eines der bedeutendsten Vertreter des russischen Jugendstils.
Besonders bemerkenswert sind seine deutschen Wurzeln: Schechtels Familie stammte von deutschen Kolonisten aus dem Elsass ab, die im 18. Jahrhundert auf Einladung Katharinas II. nach Russland übersiedelten. Der spätere Architekt wurde als Franz Albert Schechtel geboren und verband in seinem Schaffen europäische Architekturtraditionen mit einer unverwechselbaren russischen Handschrift.
Seine Ausbildung erhielt Schechtel an der Moskauer Schule für Malerei, Bildhauerei und Architektur. Dort besuchte er die naturwissenschaftlichen, Zeichen-, Malerei- und Architekturklassen und studierte gemeinsam mit den später berühmten Künstlern Isaak Lewitan und Nikolai Tschechow, dem Bruder des Schriftstellers Anton Tschechow. Mit der Familie Tschechow verband ihn eine enge Freundschaft, die sein weiteres künstlerisches Schaffen nachhaltig prägte.
Zu seinen bekanntesten Werken zählen der Jaroslawler Bahnhof in Moskau, die Rjabuschinski-Villa, die prachtvolle Morosow-Villa (heute Empfangshaus des russischen Außenministeriums), das Gebäude des Moskauer Künstlertheaters (MChAT). Diese Bauwerke zählen bis heute zu den bedeutendsten Beispielen des russischen Jugendstils.
1906 wurde Schechtel zum Vorsitzenden der Moskauer Architektengesellschaft gewählt. Darüber hinaus ernannte man ihn zum Ehrenmitglied mehrerer europäischer Architektenvereinigungen, was eine Anerkennung seines außergewöhnlichen Beitrags zur Architektur.
#Kultur
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👨🎨 150. Geburtstag von Iwan Bilibin
Im Jahr 2026 jährt sich der Geburtstag von Iwan Jakowlewitsch Bilibin zum 150. Mal. Er war ein herausragender russischer Künstler, Buchillustrator und Bühnenbildner sowie der Schöpfer des unverwechselbaren „Bilibin-Stils“.
🏛 Iwan Bilibin wurde am 16. August 1876 unweit von Sankt Petersburg geboren. Sein Vater war Marinearzt, doch weder die Medizin noch das Meer interessierten Iwan. Nach dem Gymnasium nahm Bilibin ein Jurastudium an der Universität Sankt Petersburg auf und widmete sich gleichzeitig intensiv der Kunst. Er besuchte die Zeichenschule der Gesellschaft zur Förderung der Künste und die Kunstschule von Maria Tenischewa, studierte Malerei in München bei Anton Ažbe und später bei Ilja Repin.
1899 hielt sich Bilibin im Dorf Jegny im Gebiet Twer auf. Dort schuf er Illustrationen zum russischen Volksmärchen „Vom Zarewitsch Iwan, dem Feuervogel und dem grauen Wolf“. In dieser Zeit begann sich sein unverwechselbarer Märchenstil herauszubilden: gedämpfte Farben, klare Linien und kunstvolle Ornamente. Großen Einfluss auf sein Schaffen hatten auch seine Reisen durch den Russischen Norden. Dort studierte Bilibin traditionelle Holzarchitektur, Volkstrachten, Ornamente und Gegenstände des alltäglichen Lebens.
🎨 Der Künstler zeichnete zunächst mit Tusche und einem abgeschrägten Pinsel und kolorierte die Zeichnungen anschließend mit Aquarellfarben. Seine Linien setzte er sicher und nahezu ohne Korrekturen, was ihm den Beinamen „Eiserne Hand“ einbrachte.
Berühmt wurde Bilibin vor allem durch seine Illustrationen zu russischen Volksmärchen und Werken von Alexander Puschkin. Darüber hinaus entwarf er Bühnenbilder und Kostüme für Theaterinszenierungen sowie Buchumschläge, Plakate und Ornamente. Auch im Bereich der architektonischen Gestaltung war er tätig, unter anderem arbeitete er an den Gebäuden der Redaktion der Zeitung „Russkoje Slowo“ in der Twerskaja-Straße in Moskau und der Staatsbank in Nischni Nowgorod.
🖼 Nach der Revolution lebte Bilibin zunächst in Ägypten und später in Frankreich. 1936 kehrte er in die Sowjetunion zurück, ließ sich in Leningrad nieder und lehrte an der Allrussischen Akademie der Künste. Während der Blockade von Leningrad lehnte der Künstler eine Evakuierung ab. Iwan Bilibin starb am 7. Februar 1942 in der belagerten Stadt.
Auch 150 Jahre nach seiner Geburt gehören Bilibins Werke zu den bekanntesten und prägendsten künstlerischen Darstellungen der Welt des russischen Märchens.
@RusBotschaft
#Kultur #Kunst #Geschichte
Im Jahr 2026 jährt sich der Geburtstag von Iwan Jakowlewitsch Bilibin zum 150. Mal. Er war ein herausragender russischer Künstler, Buchillustrator und Bühnenbildner sowie der Schöpfer des unverwechselbaren „Bilibin-Stils“.
🏛 Iwan Bilibin wurde am 16. August 1876 unweit von Sankt Petersburg geboren. Sein Vater war Marinearzt, doch weder die Medizin noch das Meer interessierten Iwan. Nach dem Gymnasium nahm Bilibin ein Jurastudium an der Universität Sankt Petersburg auf und widmete sich gleichzeitig intensiv der Kunst. Er besuchte die Zeichenschule der Gesellschaft zur Förderung der Künste und die Kunstschule von Maria Tenischewa, studierte Malerei in München bei Anton Ažbe und später bei Ilja Repin.
1899 hielt sich Bilibin im Dorf Jegny im Gebiet Twer auf. Dort schuf er Illustrationen zum russischen Volksmärchen „Vom Zarewitsch Iwan, dem Feuervogel und dem grauen Wolf“. In dieser Zeit begann sich sein unverwechselbarer Märchenstil herauszubilden: gedämpfte Farben, klare Linien und kunstvolle Ornamente. Großen Einfluss auf sein Schaffen hatten auch seine Reisen durch den Russischen Norden. Dort studierte Bilibin traditionelle Holzarchitektur, Volkstrachten, Ornamente und Gegenstände des alltäglichen Lebens.
🎨 Der Künstler zeichnete zunächst mit Tusche und einem abgeschrägten Pinsel und kolorierte die Zeichnungen anschließend mit Aquarellfarben. Seine Linien setzte er sicher und nahezu ohne Korrekturen, was ihm den Beinamen „Eiserne Hand“ einbrachte.
Berühmt wurde Bilibin vor allem durch seine Illustrationen zu russischen Volksmärchen und Werken von Alexander Puschkin. Darüber hinaus entwarf er Bühnenbilder und Kostüme für Theaterinszenierungen sowie Buchumschläge, Plakate und Ornamente. Auch im Bereich der architektonischen Gestaltung war er tätig, unter anderem arbeitete er an den Gebäuden der Redaktion der Zeitung „Russkoje Slowo“ in der Twerskaja-Straße in Moskau und der Staatsbank in Nischni Nowgorod.
🖼 Nach der Revolution lebte Bilibin zunächst in Ägypten und später in Frankreich. 1936 kehrte er in die Sowjetunion zurück, ließ sich in Leningrad nieder und lehrte an der Allrussischen Akademie der Künste. Während der Blockade von Leningrad lehnte der Künstler eine Evakuierung ab. Iwan Bilibin starb am 7. Februar 1942 in der belagerten Stadt.
Auch 150 Jahre nach seiner Geburt gehören Bilibins Werke zu den bekanntesten und prägendsten künstlerischen Darstellungen der Welt des russischen Märchens.
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#Kultur #Kunst #Geschichte
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155. Geburtstag von Leonid Andrejew
🗓Am 21. August 1871 wurde Leonid Nikolajewitsch Andrejew in Orjol geboren. Er war ein russischer Schriftsteller, Dramatiker und Publizist und zählt zu den bemerkenswerten Vertretern der Literatur des Silbernen Zeitalters.
Andrejew studierte Rechtswissenschaften an der Moskauer Universität und arbeitete zunächst als Rechtsanwalt und Journalist. Literarische Bekanntheit erlangte er mit der 1898 veröffentlichten Erzählung „Bargamot und Garaska“. Bald darauf schloss er sich dem literarischen Kreis seiner Zeit an und veröffentlichte im Verlag „Snanije“, der von Maxim Gorki geleitet wurde.
📚 Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschienen einige seiner bekanntesten Werke, darunter „Großschlem“ und „Das Leben des Wassili Fiwejski“. Andrejews Prosa zeichnet sich durch eine intensive psychologische Darstellung und eine besondere Aufmerksamkeit für die inneren Konflikte des Menschen aus.
🎭 Einen bedeutenden Teil seines literarischen Schaffens bildet die Dramatik. Stücke wie „Das Leben des Menschen“ und „Anathema“ sind von einer symbolischen Bildsprache, einer eigenwilligen Bühnenkonzeption und einer ausgeprägten philosophischen Dimension geprägt. Mit seiner innovativen künstlerischen Sprache prägte Andrejew die russische Dramatik zu Beginn des 20. Jahrhunderts und gilt als einer der Wegbereiter des russischen Expressionismus.
Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und an Theatern in Russland und Europa aufgeführt. Damit fand Andrejews literarisches und dramatisches Schaffen auch über die russische Literatur hinaus Beachtung.
🌐 Ein bedeutender Teil der letzten Lebensjahre des Schriftstellers war mit Finnland verbunden. In Wammelsuu (heute Roschtchino) setzte Andrejew seine literarische und publizistische Tätigkeit fort. Nach den revolutionären Ereignissen von 1917 blieb er in Finnland, wo er die letzten Jahre seines Lebens verbrachte.
Am 12. September 1919 starb Leonid Andrejew im Alter von 48 Jahren.
Heute zählt sein Werk zum bedeutenden literarischen Erbe Russlands aus dem frühen 20. Jahrhundert und erinnert an eine prägende Epoche der russischen Kulturgeschichte.
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#Kultur #Literatur
🗓Am 21. August 1871 wurde Leonid Nikolajewitsch Andrejew in Orjol geboren. Er war ein russischer Schriftsteller, Dramatiker und Publizist und zählt zu den bemerkenswerten Vertretern der Literatur des Silbernen Zeitalters.
Andrejew studierte Rechtswissenschaften an der Moskauer Universität und arbeitete zunächst als Rechtsanwalt und Journalist. Literarische Bekanntheit erlangte er mit der 1898 veröffentlichten Erzählung „Bargamot und Garaska“. Bald darauf schloss er sich dem literarischen Kreis seiner Zeit an und veröffentlichte im Verlag „Snanije“, der von Maxim Gorki geleitet wurde.
📚 Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschienen einige seiner bekanntesten Werke, darunter „Großschlem“ und „Das Leben des Wassili Fiwejski“. Andrejews Prosa zeichnet sich durch eine intensive psychologische Darstellung und eine besondere Aufmerksamkeit für die inneren Konflikte des Menschen aus.
🎭 Einen bedeutenden Teil seines literarischen Schaffens bildet die Dramatik. Stücke wie „Das Leben des Menschen“ und „Anathema“ sind von einer symbolischen Bildsprache, einer eigenwilligen Bühnenkonzeption und einer ausgeprägten philosophischen Dimension geprägt. Mit seiner innovativen künstlerischen Sprache prägte Andrejew die russische Dramatik zu Beginn des 20. Jahrhunderts und gilt als einer der Wegbereiter des russischen Expressionismus.
Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und an Theatern in Russland und Europa aufgeführt. Damit fand Andrejews literarisches und dramatisches Schaffen auch über die russische Literatur hinaus Beachtung.
🌐 Ein bedeutender Teil der letzten Lebensjahre des Schriftstellers war mit Finnland verbunden. In Wammelsuu (heute Roschtchino) setzte Andrejew seine literarische und publizistische Tätigkeit fort. Nach den revolutionären Ereignissen von 1917 blieb er in Finnland, wo er die letzten Jahre seines Lebens verbrachte.
Am 12. September 1919 starb Leonid Andrejew im Alter von 48 Jahren.
Heute zählt sein Werk zum bedeutenden literarischen Erbe Russlands aus dem frühen 20. Jahrhundert und erinnert an eine prägende Epoche der russischen Kulturgeschichte.
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#Kultur #Literatur
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🏛 175 Jahre Leonti Benois. Architektur mit Feingefühl – von St. Petersburg bis Darmstadt und Bad Homburg. TEIL 1
Mit dem Namen Benois verbindet man meist zuerst Alexander Benois – den Maler, Kunsthistoriker und Mitbegründer der Künstlervereinigung Mir Iskusstwa („Welt der Kunst“). Sein älterer Bruder Leonti Nikolajewitsch Benois (1856–1928) steht weit weniger im öffentlichen Gedächtnis, obwohl er als Architekt und Lehrer zu den prägenden Persönlichkeiten seiner Zeit gehörte.
Leonti Benois wurde am 23. August 1856 in Neu-Peterhof geboren. Architektur gehörte von Kindheit an zu seiner Lebenswelt: Sein Vater, Nikolai Leontjewitsch Benois, war Professor an der Kunstakademie und Chefarchitekt von Peterhof. Seine Mutter Camilla Albertowna entstammte der Familie Cavos – einer weiteren berühmten Künstlerdynastie. Im Hause Benois waren Architektur, Zeichnung, Musik und Theater keine abstrakten Begriffe, sondern selbstverständlicher Teil des Alltags.
🖌️Schon früh zeigte Leonti eine besondere Begabung für das Zeichnen. Sein jüngerer Bruder Alexander erinnerte sich später an die außergewöhnliche Leichtigkeit und Sicherheit seiner Hand. 1875 trat Benois in die Kaiserliche Kunstakademie ein, wo er bei Alexander Resanow, David Grimm und Alexander Krakau studierte. Er absolvierte sein Studium mit Auszeichnung und erhielt die Große Goldmedaille für seinen Entwurf eines „Invalidenhauses für 1.000 Personen“.
Diese Auszeichnung hätte ihm den Weg zu einer weiteren Ausbildung im Ausland eröffnet. Benois jedoch entschied sich für einen anderen Weg und fand sehr bald in die praktische Arbeit als Architekt.
📐 Bereits 1885 wurde er zum Akademiker der Architektur ernannt. Zu den ersten Projekten, die ihm breite Anerkennung einbrachten, gehörte der Umbau der Kaiserlichen Hofsängerkapelle in St. Petersburg zwischen 1886 und 1889. Schon hier zeigen sich jene Eigenschaften, die sein späteres Werk immer wieder prägen sollten: Respekt vor dem historischen Umfeld, Präzision der Proportionen, ein ausgeprägtes Gespür für das Ensemble und eine ungewöhnliche Zurückhaltung im Umgang mit Dekor.
Dabei lässt sich Benois kaum einem einzigen Stil zuordnen. Seine Laufbahn fiel in eine Zeit tiefgreifender Veränderungen in der Architektur. Er begann im Zeitalter des Historismus, bewegte sich souverän zwischen Motiven des französischen Klassizismus, der byzantinischen und der romanischen Architektur und wandte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend dem Neoklassizismus zu.
Vielleicht wirken seine Bauten gerade deshalb so unterschiedlich und sind dennoch unverkennbar. Bei ihnen hat man nur selten das Gefühl, Architektur wolle sich selbst in Szene setzen. Benois ging es vor allem um die Harmonie des Ganzen, um Klarheit der Komposition und darum, dass ein Gebäude seinem Zweck ebenso gerecht wurde wie seiner Umgebung.
🏛 Nach seinen Entwürfen entstanden etwa 60 Gebäude, rund 40 davon in St. Petersburg. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die Georgskathedrale in Gus-Chrustalny, das Kaiserliche Klinische Hebammeninstitut – heute das Ott-Institut für Geburtshilfe und Gynäkologie –, die Druckerei „Petschatny Dwor“ sowie zahlreiche Bank- und Mietshäuser. Er gestaltete Innenräume des Eremitage-Theaters und des Mariinski-Palastes und leitete nach einem Entwurf seines Lehrers David Grimm den Bau der Großfürstlichen Grabkapelle in der Peter-und-Paul-Festung.
Eine besondere Stellung nimmt der Ausstellungsbau des Russischen Museums ein, an dem Benois ab 1914 gemeinsam mit Sergei Owsjannikow arbeitete. Heute kennt in St. Petersburg nahezu jeder dieses Gebäude als den Benois-Flügel.
@RusBotschaft
#Kultur #Architektur
Mit dem Namen Benois verbindet man meist zuerst Alexander Benois – den Maler, Kunsthistoriker und Mitbegründer der Künstlervereinigung Mir Iskusstwa („Welt der Kunst“). Sein älterer Bruder Leonti Nikolajewitsch Benois (1856–1928) steht weit weniger im öffentlichen Gedächtnis, obwohl er als Architekt und Lehrer zu den prägenden Persönlichkeiten seiner Zeit gehörte.
Leonti Benois wurde am 23. August 1856 in Neu-Peterhof geboren. Architektur gehörte von Kindheit an zu seiner Lebenswelt: Sein Vater, Nikolai Leontjewitsch Benois, war Professor an der Kunstakademie und Chefarchitekt von Peterhof. Seine Mutter Camilla Albertowna entstammte der Familie Cavos – einer weiteren berühmten Künstlerdynastie. Im Hause Benois waren Architektur, Zeichnung, Musik und Theater keine abstrakten Begriffe, sondern selbstverständlicher Teil des Alltags.
🖌️Schon früh zeigte Leonti eine besondere Begabung für das Zeichnen. Sein jüngerer Bruder Alexander erinnerte sich später an die außergewöhnliche Leichtigkeit und Sicherheit seiner Hand. 1875 trat Benois in die Kaiserliche Kunstakademie ein, wo er bei Alexander Resanow, David Grimm und Alexander Krakau studierte. Er absolvierte sein Studium mit Auszeichnung und erhielt die Große Goldmedaille für seinen Entwurf eines „Invalidenhauses für 1.000 Personen“.
Diese Auszeichnung hätte ihm den Weg zu einer weiteren Ausbildung im Ausland eröffnet. Benois jedoch entschied sich für einen anderen Weg und fand sehr bald in die praktische Arbeit als Architekt.
📐 Bereits 1885 wurde er zum Akademiker der Architektur ernannt. Zu den ersten Projekten, die ihm breite Anerkennung einbrachten, gehörte der Umbau der Kaiserlichen Hofsängerkapelle in St. Petersburg zwischen 1886 und 1889. Schon hier zeigen sich jene Eigenschaften, die sein späteres Werk immer wieder prägen sollten: Respekt vor dem historischen Umfeld, Präzision der Proportionen, ein ausgeprägtes Gespür für das Ensemble und eine ungewöhnliche Zurückhaltung im Umgang mit Dekor.
Dabei lässt sich Benois kaum einem einzigen Stil zuordnen. Seine Laufbahn fiel in eine Zeit tiefgreifender Veränderungen in der Architektur. Er begann im Zeitalter des Historismus, bewegte sich souverän zwischen Motiven des französischen Klassizismus, der byzantinischen und der romanischen Architektur und wandte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend dem Neoklassizismus zu.
Vielleicht wirken seine Bauten gerade deshalb so unterschiedlich und sind dennoch unverkennbar. Bei ihnen hat man nur selten das Gefühl, Architektur wolle sich selbst in Szene setzen. Benois ging es vor allem um die Harmonie des Ganzen, um Klarheit der Komposition und darum, dass ein Gebäude seinem Zweck ebenso gerecht wurde wie seiner Umgebung.
🏛 Nach seinen Entwürfen entstanden etwa 60 Gebäude, rund 40 davon in St. Petersburg. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die Georgskathedrale in Gus-Chrustalny, das Kaiserliche Klinische Hebammeninstitut – heute das Ott-Institut für Geburtshilfe und Gynäkologie –, die Druckerei „Petschatny Dwor“ sowie zahlreiche Bank- und Mietshäuser. Er gestaltete Innenräume des Eremitage-Theaters und des Mariinski-Palastes und leitete nach einem Entwurf seines Lehrers David Grimm den Bau der Großfürstlichen Grabkapelle in der Peter-und-Paul-Festung.
Eine besondere Stellung nimmt der Ausstellungsbau des Russischen Museums ein, an dem Benois ab 1914 gemeinsam mit Sergei Owsjannikow arbeitete. Heute kennt in St. Petersburg nahezu jeder dieses Gebäude als den Benois-Flügel.
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#Kultur #Architektur
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🏛 175 Jahre. Leonti Benois. Architektur mit Feingefühl – von St. Petersburg bis Darmstadt und Bad Homburg. TEIL 2
Die architektonische Geografie Leonti Benois’ reichte weit über die Grenzen des Russischen Kaiserreichs hinaus.
⛪️ Besonders aufschlussreich ist seine Verbindung zu Deutschland. Nach Benois’ Entwürfen entstanden dort zwei orthodoxe Kirchen, die eng mit dem russischen Kaiserhaus verbunden waren: die Kirche der Heiligen Maria Magdalena in Darmstadt und die Allerheiligenkirche in Bad Homburg. Beide Bauten entstanden in einem besonderen kulturellen Umfeld, geprägt von den engen dynastischen Beziehungen zwischen Russland und den deutschen Staaten.
☦️ Für den russischen Adel war Deutschland gegen Ende des 19. Jahrhunderts kein fernes Ausland, sondern Teil eines gemeinsamen europäischen Beziehungsraums, in dem familiäre, diplomatische und kulturelle Verbindungen eng ineinandergriffen. Benois’ Architektur wurde hier zu einem steinernen Zeugnis dieser Beziehungen: Die russisch-orthodoxe Tradition fand, vermittelt durch die Formensprache eines Petersburger Architekten, ihren Platz in deutscher Umgebung. Bis heute gehören diese Kirchen zu den sichtbarsten Spuren russischer Präsenz in der historischen Kulturlandschaft Deutschlands.
Doch Benois’ Bedeutung lässt sich nicht allein an der Zahl seiner Bauten messen.
🎓 Ein ebenso wichtiger Teil seines Lebenswerks war die Lehre.
Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gehörte er zu den prägenden Persönlichkeiten der Architekturausbildung in St. Petersburg. 1892 wurde Benois Professor an der Kunstakademie und übernahm dort ein eigenes Architekturatelier. Von 1903 bis 1906 und erneut von 1911 bis 1917 war er Rektor der Höheren Kunstschule an der Akademie.
Zu den Architekten, die durch seine Schule gingen und später das Gesicht einer bereits ganz anderen Epoche prägen sollten, gehörten Fjodor Lidwal, Iwan Fomin, Wladimir Schtschuko, Alexei Schtschussew, Wladimir Gelfreich, Lew Rudnew und Wladimir Pokrowski.
Gerade darin liegt Benois’ besondere Stellung in der Architekturgeschichte. Er stand nicht einfach am Ende einer Tradition des 19. Jahrhunderts – durch seine Schüler gab er sie an eine neue Generation weiter. Viele Architekten seiner Schule sollten später zu den bedeutendsten Vertretern der sowjetischen Architektur gehören.
@RusBotschaft
#Kultur #Architektur
Die architektonische Geografie Leonti Benois’ reichte weit über die Grenzen des Russischen Kaiserreichs hinaus.
⛪️ Besonders aufschlussreich ist seine Verbindung zu Deutschland. Nach Benois’ Entwürfen entstanden dort zwei orthodoxe Kirchen, die eng mit dem russischen Kaiserhaus verbunden waren: die Kirche der Heiligen Maria Magdalena in Darmstadt und die Allerheiligenkirche in Bad Homburg. Beide Bauten entstanden in einem besonderen kulturellen Umfeld, geprägt von den engen dynastischen Beziehungen zwischen Russland und den deutschen Staaten.
☦️ Für den russischen Adel war Deutschland gegen Ende des 19. Jahrhunderts kein fernes Ausland, sondern Teil eines gemeinsamen europäischen Beziehungsraums, in dem familiäre, diplomatische und kulturelle Verbindungen eng ineinandergriffen. Benois’ Architektur wurde hier zu einem steinernen Zeugnis dieser Beziehungen: Die russisch-orthodoxe Tradition fand, vermittelt durch die Formensprache eines Petersburger Architekten, ihren Platz in deutscher Umgebung. Bis heute gehören diese Kirchen zu den sichtbarsten Spuren russischer Präsenz in der historischen Kulturlandschaft Deutschlands.
Doch Benois’ Bedeutung lässt sich nicht allein an der Zahl seiner Bauten messen.
🎓 Ein ebenso wichtiger Teil seines Lebenswerks war die Lehre.
Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gehörte er zu den prägenden Persönlichkeiten der Architekturausbildung in St. Petersburg. 1892 wurde Benois Professor an der Kunstakademie und übernahm dort ein eigenes Architekturatelier. Von 1903 bis 1906 und erneut von 1911 bis 1917 war er Rektor der Höheren Kunstschule an der Akademie.
Zu den Architekten, die durch seine Schule gingen und später das Gesicht einer bereits ganz anderen Epoche prägen sollten, gehörten Fjodor Lidwal, Iwan Fomin, Wladimir Schtschuko, Alexei Schtschussew, Wladimir Gelfreich, Lew Rudnew und Wladimir Pokrowski.
Gerade darin liegt Benois’ besondere Stellung in der Architekturgeschichte. Er stand nicht einfach am Ende einer Tradition des 19. Jahrhunderts – durch seine Schüler gab er sie an eine neue Generation weiter. Viele Architekten seiner Schule sollten später zu den bedeutendsten Vertretern der sowjetischen Architektur gehören.
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🌍 Politik
Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte, dass die von Deutschland nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig gegen Russland erhobenen Vorwürfe im Zusammenhang mit der innenpolitischen Krise in Berlin stehen
Der russische Außenminister Sergej Lawrow kommentierte den Beschluss der deutschen Behörden, das Generalkonsulat in Bonn und das Russische Haus in Berlin zu schließen.
Der russische Präsident Wladimir Putin bei der Sitzung des Rates der Staatsoberhäupter der Mitgliedstaaten der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) (Bischkek, 1. September 2026)
Aus der Rede des Vertreters der Russischen Föderation auf der 36. Tagung der Vertragsstaaten des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen von 1982 (New York, 18. Juni 2026)
📈 Wirtschaft
Vom 1. bis 4. September 2026 findet in Wladiwostok das 11. Östliche Wirtschaftsforum statt
📆 Kalenderblatt der Geschichte
87. Jahrestag: Beginn des Zweiten Weltkrieges
Zum 100. Geburtstag von Jewgeni Leonow
Der 3. September markiert in Russland den Tag der Solidarität im Kampf gegen den Terrorismus
📃 Neues aus der Botschaft
Kommentar der Botschaft der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland
Der russische Botschafter in Deutschland Sergej Netschajew äußert sich zu den Vorwürfen der deutschen Seite bezüglich einer angeblichen russischen Beteiligung am Vorfall in Leipzig
Aus dem Interview des Botschafters Russlands in Deutschland Sergej Netschajew mit dem russischen Sender RT DE (25. August 2026)
Aus dem Interview des russischen Botschafters in Deutschland Sergej Netschajew mit der Zeitung «Unsere Zeit»
Am 30. August 2026 fand im Rahmen der UZ-Friedenstage ein Podiumsgespräch unter dem Titel „Gegen Geschichtsverfälschung und Russophobie“ statt. Sergej Netschajew, Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, sprach dabei mit UZ-Autor Dr. Arnold Schölzel.
Aus dem Briefkasten unserer Botschaft
Tag des Wissens
🏛 Kultur
Wiedereröffnung des Denkmals für Fjodor Dostojewski in Dresden
🪂 Sport
Russischer Fallschirmspringer stellt Weltrekord im Stratosphärensprung auf
@RusBotschaft
#Russland #Politik #Wirtschaft #Kultur #Sport
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Am 30. August 2026 fand im Rahmen der UZ-Friedenstage ein Podiumsgespräch unter dem Titel „Gegen Geschichtsverfälschung und Russophobie“ statt. Sergej Netschajew, Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, sprach dabei mit UZ-Autor Dr. Arnold Schölzel.
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Forwarded from Russische Botschaft Wien🇷🇺
🎙️Aus einem Interview mit dem Dichter und Übersetzer Alexander Nitzberg, Preisträger des österreichischen Staatspreises und des russischen Preises „Lies Russland“, RIA Novosti
🔹Zu den Gründen für seine Rückkehr nach Russland:
🔸Und was haben Sie in Russland gefunden, was Ihnen in Europa in den letzten Jahren gefehlt hat?
🔹Wie hat sich die Einstellung zur russischen Kultur im Laufe Ihrer Jahre in Deutschland und Österreich verändert?
🔸Kann man sagen, dass die russische Klassik nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des deutschsprachigen Buchmarktes ist?
🔹Kann man die russische Literatur als jene Brücke bezeichnen, die Russland und Europa trotz aller politischen Umstände weiterhin verbindet?
🔸Welchen Einfluss hat die russische Literatur Ihrer Meinung nach auf die europäische Kultur ausgeübt?
🔗Das vollständige Interview auf Russisch lesen
#Russland #Kultur #Intervierw
🔹Zu den Gründen für seine Rückkehr nach Russland:
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass sich im Westen in den letzten 15 Jahren eine Reihe von Themen herausgebildet hat, zu denen alle scheinbar im Voraus ihre Zustimmung bekunden müssen.
Viele dieser Ideen mögen an sich durchaus vernünftig sein: Menschenfreiheit, Menschenwürde und so weiter. Doch mit der Zeit kommen ständig neue Einstellungen hinzu. Und wenn man mit dem einen einverstanden ist, wird erwartet, dass man automatisch auch mit dem zweiten, dem dritten und dem vierten einverstanden ist.
Ich kann es nicht als normal ansehen, wenn Verträge mit Musikern, Sängern und Regisseuren aufgrund politischer Ereignisse gekündigt werden. Oder wenn von einem Schriftsteller oder Künstler verlangt wird, sich zunächst öffentlich von etwas zu distanzieren, und man erst danach bereit ist, mit ihm zu sprechen.
Man zwingt den Menschen, Partei zu ergreifen, und wenn er versucht, neutral zu bleiben, wird er als Gegner wahrgenommen.
🔸Und was haben Sie in Russland gefunden, was Ihnen in Europa in den letzten Jahren gefehlt hat?
Mir scheint, dass in Russland noch eine konkrete kulturelle Norm erhalten geblieben ist, die im Westen allmählich verschwimmt. Die meisten Menschen hier gehen nach wie vor davon aus, dass man ins Theater, zu einem Konzert, ins Museum oder in eine Buchhandlung vor allem wegen der Schönheit, wegen des ästhetischen Erlebnisses kommt. Und nicht nur, um sich immer wieder Hässlichkeit, Verfall und offene Wunden vor Augen führen zu lassen.
🔹Wie hat sich die Einstellung zur russischen Kultur im Laufe Ihrer Jahre in Deutschland und Österreich verändert?
Ich glaube, die Einstellung der einfachen Menschen hat sich nicht so sehr verändert. Es geht vielmehr um das, was man gemeinhin als Eliten bezeichnet. Das ist eine vergleichsweise kleine Gruppe, die die kulturelle Agenda vorgibt und die ungeschriebenen Regeln festlegt. Zunächst verbreiten sich diese Regeln unter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens – Schriftstellern, Journalisten, Künstlern. Gerade ihnen wird zu verstehen gegeben, welche Haltung sie einnehmen sollen. Dann dringt dies nach und nach in breitere Kreise der Gesellschaft vor.
Das Interesse an russischer Literatur gab es, gibt es und wird es auch weiterhin geben. Nicht nur in Deutschland oder Österreich, sondern weltweit.
🔸Kann man sagen, dass die russische Klassik nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des deutschsprachigen Buchmarktes ist?
Natürlich. Man kann sie nicht einfach abschaffen. Mehr noch: Mir scheint, viele verstehen ein einfaches Gesetz nicht. Je stärker man versucht, etwas zu verbieten oder zu verteufeln, desto stärker zieht es die Menschen an.
🔹Kann man die russische Literatur als jene Brücke bezeichnen, die Russland und Europa trotz aller politischen Umstände weiterhin verbindet?
Freilich. Ich würde sogar sagen, dass nicht nur die russische Literatur, sondern die russische Kultur im Allgemeinen – Musik, Malerei, Philosophie – eine solche Brücke darstellt. Gerade in der Kultur sehe ich die Möglichkeit für einen zukünftigen Dialog.
🔸Welchen Einfluss hat die russische Literatur Ihrer Meinung nach auf die europäische Kultur ausgeübt?
Einen enormen. Eine Weltkultur ohne Dostojewski, Tschechow oder Tolstoi ist ebenso unvorstellbar wie eine ohne Tschaikowski, Rachmaninow, Skrjabin, Prokofjew oder Schostakowitsch.
🔗Das vollständige Interview auf Russisch lesen
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🎭 Vor 95 Jahren, am 16. September 1931, wurde in Moskau das Zentrale Puppentheater gegründet – heute das Obraszow-Puppentheater, eines der bekanntesten Puppentheater der Welt
🔹 Die Idee zu seiner Gründung entstand nach einer gesamtrussischen Konferenz der Puppentheater: Das Land brauchte ein Zentrum, das diese Kunst entwickeln sollte. Zum Leiter des neuen Theaters wurde der damals 28-jährige Sergej Obraszow ernannt – Künstler, Schauspieler und Varietékünstler.
🔹 Obraszows Interesse an Puppen begann bereits in seiner Kindheit, als seine Mutter ihm eine Handpuppe schenkte. Der kleine Sergej verstand sofort: Sobald die Puppe auf seiner Hand saß, erwachte sie zum Leben. Sie konnte weinen und lachen, lustig gestikulieren und mit dem Kopf nicken. Später, während seines Studiums der Malerei und Grafik und seiner gleichzeitigen Auftritte im Musikstudio des Moskauer Künstlertheaters, begann er, Puppen in satirischen und parodistischen Nummern einzusetzen. Obraszow war überzeugt, dass Puppentheater nicht nur für Kinder bestimmt ist: Mit seiner Hilfe kann man über ernste Themen mit einem Publikum jeden Alters sprechen.
🔹 In den ersten Jahren hatte das Theater keine eigene Bühne. Das kleine Ensemble trat in Schulen, Krankenhäusern, Kulturzentren, Parks und Höfen auf und transportierte Bühnenwände, Puppen und Dekorationen auf einem Pferdewagen. Bereits anderthalb Monate nach der Gründung zeigte das Theater seine erste Inszenierung – „Zirkus auf der Bühne“. Mitte der 1930er-Jahre erhielt das Ensemble schließlich eine feste Spielstätte am Majakowski-Platz in Moskau.
🔹 Zu den ersten legendären Inszenierungen des Theaters gehörte „Auf Hechtes Geheiß“, das Obraszow 1936 auf die Bühne brachte. Dafür wurde eine besondere innovative drehbare Bühnenkonstruktion entwickelt. Die Aufführung wurde ein großer Erfolg und blieb über viele Jahrzehnte im Repertoire des Theaters.
🔹 Aus einzelnen Konzertnummern des Theaters entstand später das berühmte „Außergewöhnliche Konzert“. Die erste Fassung wurde 1946 geschaffen, die endgültige Version folgte 1968. Das „Außergewöhnliche Konzert“ wurde zum Markenzeichen des Theaters, gastierte viele Jahre lang in aller Welt und zählt zu den bekanntesten Puppentheaterinszenierungen überhaupt.
🔹 Ein weiteres Symbol des Theaters war die kleine Holzpuppe Tjapa, die der Regisseur als „das älteste Kind der Welt“ bezeichnete. Tjapa spielte zwar nicht in den Aufführungen mit, begleitete seinen Besitzer jedoch zu Künstlergesprächen, Festivals und Gastspielen im Ausland.
🔹 1970 zog das Theater in ein neues Gebäude in der Sadowaja-Samotjotschnaja-Straße, das zu einer der Sehenswürdigkeiten Moskaus wurde. Sergej Obraszow leitete das von ihm gegründete Theater mehr als ein halbes Jahrhundert lang und machte es zu einem der bedeutendsten Zentren der Puppenspielkunst.
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🔹 Die Idee zu seiner Gründung entstand nach einer gesamtrussischen Konferenz der Puppentheater: Das Land brauchte ein Zentrum, das diese Kunst entwickeln sollte. Zum Leiter des neuen Theaters wurde der damals 28-jährige Sergej Obraszow ernannt – Künstler, Schauspieler und Varietékünstler.
🔹 Obraszows Interesse an Puppen begann bereits in seiner Kindheit, als seine Mutter ihm eine Handpuppe schenkte. Der kleine Sergej verstand sofort: Sobald die Puppe auf seiner Hand saß, erwachte sie zum Leben. Sie konnte weinen und lachen, lustig gestikulieren und mit dem Kopf nicken. Später, während seines Studiums der Malerei und Grafik und seiner gleichzeitigen Auftritte im Musikstudio des Moskauer Künstlertheaters, begann er, Puppen in satirischen und parodistischen Nummern einzusetzen. Obraszow war überzeugt, dass Puppentheater nicht nur für Kinder bestimmt ist: Mit seiner Hilfe kann man über ernste Themen mit einem Publikum jeden Alters sprechen.
🔹 In den ersten Jahren hatte das Theater keine eigene Bühne. Das kleine Ensemble trat in Schulen, Krankenhäusern, Kulturzentren, Parks und Höfen auf und transportierte Bühnenwände, Puppen und Dekorationen auf einem Pferdewagen. Bereits anderthalb Monate nach der Gründung zeigte das Theater seine erste Inszenierung – „Zirkus auf der Bühne“. Mitte der 1930er-Jahre erhielt das Ensemble schließlich eine feste Spielstätte am Majakowski-Platz in Moskau.
🔹 Zu den ersten legendären Inszenierungen des Theaters gehörte „Auf Hechtes Geheiß“, das Obraszow 1936 auf die Bühne brachte. Dafür wurde eine besondere innovative drehbare Bühnenkonstruktion entwickelt. Die Aufführung wurde ein großer Erfolg und blieb über viele Jahrzehnte im Repertoire des Theaters.
🔹 Aus einzelnen Konzertnummern des Theaters entstand später das berühmte „Außergewöhnliche Konzert“. Die erste Fassung wurde 1946 geschaffen, die endgültige Version folgte 1968. Das „Außergewöhnliche Konzert“ wurde zum Markenzeichen des Theaters, gastierte viele Jahre lang in aller Welt und zählt zu den bekanntesten Puppentheaterinszenierungen überhaupt.
🔹 Ein weiteres Symbol des Theaters war die kleine Holzpuppe Tjapa, die der Regisseur als „das älteste Kind der Welt“ bezeichnete. Tjapa spielte zwar nicht in den Aufführungen mit, begleitete seinen Besitzer jedoch zu Künstlergesprächen, Festivals und Gastspielen im Ausland.
🔹 1970 zog das Theater in ein neues Gebäude in der Sadowaja-Samotjotschnaja-Straße, das zu einer der Sehenswürdigkeiten Moskaus wurde. Sergej Obraszow leitete das von ihm gegründete Theater mehr als ein halbes Jahrhundert lang und machte es zu einem der bedeutendsten Zentren der Puppenspielkunst.
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🎼 120 Jahre seit der Geburt von Dmitri Schostakowitsch
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975) war einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, Pianist, Pädagoge und Künstler in der Sowjetunion.
🎹 Dmitri Schostakowitsch wurde 1906 in Sankt Petersburg in eine musikalische Familie hineingeboren. Bereits mit 13 Jahren wurde er am Petrograder Konservatorium in die Klavierklasse aufgenommen, zwei Jahre später begann er dort auch Komposition zu studieren. Während des Russischen Bürgerkriegs verdiente der junge Musiker zeitweise seinen Lebensunterhalt als Kinopianist und begleitete Stummfilme am Klavier.
Seinen ersten großen Erfolg erzielte Schostakowitsch im Alter von 19 Jahren mit seiner Abschlussarbeit, der Ersten Sinfonie. Die Uraufführung wurde zu einem großen Erfolg und machte den jungen Komponisten schlagartig bekannt.
🎵 Eine besondere Bedeutung in seinem Schaffen haben die Werke aus den Kriegsjahren. In den ersten Monaten des Großen Vaterländischen Krieges blieb Schostakowitsch in Leningrad, unterrichtete am Konservatorium und engagierte sich in einer freiwilligen Feuerwehr. Ende 1941 wurde er nach Kuibyschew, dem heutigen Samara, evakuiert. Dort vollendete er seine berühmte Siebte Sinfonie, die „Leningrader Sinfonie“.
Am 9. August 1942 wurde die Siebte Sinfonie im belagerten Leningrad aufgeführt. Für die Einwohner und Verteidiger der Stadt wurde dieses Konzert zu einem wichtigen Symbol für Mut und Widerstandskraft. Das Konzert wurde im Rundfunk und über die Lautsprecheranlagen der Stadt übertragen.
🎶 Während des Zweiten Weltkriegs wurden Schostakowitsch und seine Musik zu einem wichtigen Bestandteil der internationalen kulturellen Wahrnehmung der Sowjetunion als eines der Hauptmitglieder der Anti-Hitler-Koalition. Die Partitur der Siebten Sinfonie verbreitete sich rasch im Ausland, und ein Porträt des Komponisten in der Uniform des Leningrader Luftschutzes erschien auf dem Titelblatt des Magazins Time.
Dank seiner weltweiten Bekanntheit wurde Schostakowitsch später auch zu einem prominenten Vertreter der sowjetischen Kulturdiplomatie. Als Mitglied des Sowjetischen Friedenskomitees besuchte er unter anderem die Vereinigten Staaten, Schweden, Island und die Bundesrepublik Deutschland.
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#Kunst #Kultur
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975) war einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, Pianist, Pädagoge und Künstler in der Sowjetunion.
🎹 Dmitri Schostakowitsch wurde 1906 in Sankt Petersburg in eine musikalische Familie hineingeboren. Bereits mit 13 Jahren wurde er am Petrograder Konservatorium in die Klavierklasse aufgenommen, zwei Jahre später begann er dort auch Komposition zu studieren. Während des Russischen Bürgerkriegs verdiente der junge Musiker zeitweise seinen Lebensunterhalt als Kinopianist und begleitete Stummfilme am Klavier.
Seinen ersten großen Erfolg erzielte Schostakowitsch im Alter von 19 Jahren mit seiner Abschlussarbeit, der Ersten Sinfonie. Die Uraufführung wurde zu einem großen Erfolg und machte den jungen Komponisten schlagartig bekannt.
„Die Melodie ist ein Gedanke, sie ist Bewegung, sie ist die Seele eines musikalischen Werkes“, sagte Schostakowitsch.
🎵 Eine besondere Bedeutung in seinem Schaffen haben die Werke aus den Kriegsjahren. In den ersten Monaten des Großen Vaterländischen Krieges blieb Schostakowitsch in Leningrad, unterrichtete am Konservatorium und engagierte sich in einer freiwilligen Feuerwehr. Ende 1941 wurde er nach Kuibyschew, dem heutigen Samara, evakuiert. Dort vollendete er seine berühmte Siebte Sinfonie, die „Leningrader Sinfonie“.
Am 9. August 1942 wurde die Siebte Sinfonie im belagerten Leningrad aufgeführt. Für die Einwohner und Verteidiger der Stadt wurde dieses Konzert zu einem wichtigen Symbol für Mut und Widerstandskraft. Das Konzert wurde im Rundfunk und über die Lautsprecheranlagen der Stadt übertragen.
🎶 Während des Zweiten Weltkriegs wurden Schostakowitsch und seine Musik zu einem wichtigen Bestandteil der internationalen kulturellen Wahrnehmung der Sowjetunion als eines der Hauptmitglieder der Anti-Hitler-Koalition. Die Partitur der Siebten Sinfonie verbreitete sich rasch im Ausland, und ein Porträt des Komponisten in der Uniform des Leningrader Luftschutzes erschien auf dem Titelblatt des Magazins Time.
Dank seiner weltweiten Bekanntheit wurde Schostakowitsch später auch zu einem prominenten Vertreter der sowjetischen Kulturdiplomatie. Als Mitglied des Sowjetischen Friedenskomitees besuchte er unter anderem die Vereinigten Staaten, Schweden, Island und die Bundesrepublik Deutschland.
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🌍 Politik
Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa zur 81. Sitzung der UN-Generalversammlung
Aus der Rede des Außenministers der Russischen Föderation Sergej Lawrow bei der Eröffnung des 4. Kongresses der Internationalen Bewegung der Russophilen (17. September 2026)
Aus der Rede des Präsidenten Russlands Wladimir Putin auf der Sitzung der Militärisch-Industriellen Kommission am 18. September 2026
Aus der Rede des Außenministers der Russischen Föderation Sergej Lawrow auf der Sitzung „Eine neue Weltarchitektur: Offener Dialog mit Sergej Lawrow“ im Rahmen des Bildungsmarathons „Wissen. Die Ersten“ (Jekaterinburg, 16. September 2026)
Zum Treffen des russischen Außenministers Sergej Lawrow mit dem US-Außenminister Marco Rubio
Aus der Rede des Außenministers der Russischen Föderation Sergej Lawrow auf der Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zur Ukraine (New York, 23. September 2026)
📆 Kalenderblatt der Geschichte
21. September 1052: Die Weihe der Sophienkathedrale von Nowgorod – Geschichte und faszinierende Fakten
Heute feiert der Schriftsteller, Dramatiker und Historiker Edward Radsinski seinen 90. Geburtstag.
120 Jahre seit der Geburt von Dmitri Schostakowitsch
📃 Neues aus der Botschaft
Aus dem Briefkasten unserer Botschaft
Kommentar des Botschafters der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland Sergej Netschajew anlässlich des vierten Jahrestags der Terroranschläge auf die Nord-Stream-Pipelines
📖 Wissenschaft und Kultur
Führender russischer Historiker Alexander Tschubarjan (94) im Interview mit der Berliner Zeitung: „Europa ohne Russland ist nicht vorstellbar“
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Auszüge aus der Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrow auf dem 4. Internationalen Forum „Dialog über Fakes 4.0“ (der 22. September 2026)
Aus den Antworten des Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin auf Fragen der Medien
Aus der Rede des Außenministers der Russischen Föderation Sergej Lawrow im Anschluss an die hochrangige Woche der 81. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen (New York, 26. September 2026)
Aus der Rede des Außenministers der Russischen Föderation Sergej Lawrow in der Generaldebatte der 81. Tagung der UN-Generalversammlung (New York, 26. September 2026)
Antwort der Pressesprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf eine Frage der Medien bezüglich der Möglichkeit eines Atomschlags gegen NATO-Staaten im Falle eines Versuchs, Kaliningrad zu isolieren
📆 Kalenderblatt der Geschichte
Zum 90. Geburtstag von Juli Kwizinski
Am 30. September begeht man den Tag der Wiedervereinigung Russlands mit den Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie mit den Gebieten Saporoschje und Cherson
Am 1. Oktober 1946 wurde der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher aus den Reihen der Führungsspitze des Hitler-Regimes abgeschlossen, die für die Entfesselung des blutigsten und schrecklichsten Konflikts in der Geschichte der Menschheit, des Zweiten Weltkriegs, verantwortlich waren
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📚 95 Jahre Julian Semjonow
📕 Am 8. Oktober jährt sich der Geburtstag von Julian Semjonow zum 95. Mal. Der Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor gilt als einer der bekanntesten Vertreter des sowjetischen politischen Kriminalromans.
Julian Semjonow wurde 1931 in Moskau geboren. Er studierte Orientalistik, beschäftigte sich unter anderem mit der afghanischen Sprache und arbeitete zeitweise als Übersetzer. Schon in jungen Jahren kam er nach Afghanistan. Später war er viele Jahre als Journalist und Auslandskorrespondent unterwegs. Die Begegnungen mit anderen Ländern, politischen Milieus und historischen Schauplätzen sowie seine intensive Arbeit mit Dokumenten und Archiven prägten später auch seine literarischen Stoffe.
📖 Seine journalistische Laufbahn begann Semjonow Mitte der 1950er Jahre. Von 1962 bis 1967 gehörte er der Redaktion der Zeitschrift „Moskwa“ an. Seine journalistische Arbeit führte ihn zugleich an sehr unterschiedliche Orte: in die Taiga zu Tigerjägern, auf Polarstationen, an die Baikal-Amur-Magistrale, zu Diamantlagerstätten sowie nach Afghanistan, Spanien, Chile, Kuba und Paraguay. Diese ungewöhnlich breite Erfahrung floss immer wieder in seine Reportagen, Romane und Drehbücher ein.
Als Schriftsteller debütierte Semjonow Ende der 1950er Jahre. Große Bekanntheit erlangte er mit Romanen über Nachrichtendienste, internationale Politik, Kriminalfälle und Ermittlungen. Einen besonderen Platz in seinem Werk nimmt der Zyklus um Maxim Isajew alias Stierlitz ein. Der Roman „Siebzehn Augenblicke des Frühlings“ und die gleichnamige Fernsehserie von 1973 machten die Figur zu einer der bekanntesten Gestalten der sowjetischen Populärkultur. Eine besondere Pointe: Semjonow gab seinem berühmtesten Helden denselben Geburtstag wie sich selbst – den 8. Oktober.
Zu seinen weiteren bekannten Werken zählen „Major Wirbelwind“, „Petrowka 38“, „Ogarjowa 6“, „TASS ist ermächtigt zu erklären…“ und „Konfrontation“.
📘 Ein weiterer wichtiger Teil seiner Biografie war die Suche nach verschollenen Kulturgütern und historischen Dokumenten. Semjonow beteiligte sich an internationalen Initiativen, die sich mit der Rückführung von Objekten des russischen Kulturerbes befassten.
Julian Semjonow starb 1993. Er hinterließ Dutzende Romane, Erzählungen, Drehbücher und journalistische Arbeiten – und ein Werk, das bis heute eng mit dem politischen und historischen Erzählen des 20. Jahrhunderts verbunden ist.
@RusBotschaft
#Kultur
📕 Am 8. Oktober jährt sich der Geburtstag von Julian Semjonow zum 95. Mal. Der Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor gilt als einer der bekanntesten Vertreter des sowjetischen politischen Kriminalromans.
Julian Semjonow wurde 1931 in Moskau geboren. Er studierte Orientalistik, beschäftigte sich unter anderem mit der afghanischen Sprache und arbeitete zeitweise als Übersetzer. Schon in jungen Jahren kam er nach Afghanistan. Später war er viele Jahre als Journalist und Auslandskorrespondent unterwegs. Die Begegnungen mit anderen Ländern, politischen Milieus und historischen Schauplätzen sowie seine intensive Arbeit mit Dokumenten und Archiven prägten später auch seine literarischen Stoffe.
📖 Seine journalistische Laufbahn begann Semjonow Mitte der 1950er Jahre. Von 1962 bis 1967 gehörte er der Redaktion der Zeitschrift „Moskwa“ an. Seine journalistische Arbeit führte ihn zugleich an sehr unterschiedliche Orte: in die Taiga zu Tigerjägern, auf Polarstationen, an die Baikal-Amur-Magistrale, zu Diamantlagerstätten sowie nach Afghanistan, Spanien, Chile, Kuba und Paraguay. Diese ungewöhnlich breite Erfahrung floss immer wieder in seine Reportagen, Romane und Drehbücher ein.
Als Schriftsteller debütierte Semjonow Ende der 1950er Jahre. Große Bekanntheit erlangte er mit Romanen über Nachrichtendienste, internationale Politik, Kriminalfälle und Ermittlungen. Einen besonderen Platz in seinem Werk nimmt der Zyklus um Maxim Isajew alias Stierlitz ein. Der Roman „Siebzehn Augenblicke des Frühlings“ und die gleichnamige Fernsehserie von 1973 machten die Figur zu einer der bekanntesten Gestalten der sowjetischen Populärkultur. Eine besondere Pointe: Semjonow gab seinem berühmtesten Helden denselben Geburtstag wie sich selbst – den 8. Oktober.
Zu seinen weiteren bekannten Werken zählen „Major Wirbelwind“, „Petrowka 38“, „Ogarjowa 6“, „TASS ist ermächtigt zu erklären…“ und „Konfrontation“.
📘 Ein weiterer wichtiger Teil seiner Biografie war die Suche nach verschollenen Kulturgütern und historischen Dokumenten. Semjonow beteiligte sich an internationalen Initiativen, die sich mit der Rückführung von Objekten des russischen Kulturerbes befassten.
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🏅 Iwan Poddubny: eine Legende des russischen Sports
Am 8. Oktober jährt sich der Geburtstag von Iwan Poddubny zum 155. Mal. Der berühmte russische und sowjetische Ringer wurde weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus berühmt. Seine außergewöhnliche Kraft, seine sportlichen Erfolge und seine jahrzehntelange Laufbahn machten ihn zu einer der prägenden Persönlichkeiten der Geschichte des Ringens.
Poddubny wurde 1871 im Dorf Krasenowka im Gouvernement Poltawa des Russischen Reiches geboren. Schon als Kind war er an schwere körperliche Arbeit gewöhnt. Bevor er die großen Arenen eroberte, verdiente er seinen Lebensunterhalt unter anderem als Hafenarbeiter in Sewastopol und Feodossija. Seine sportliche Karriere begann Ende des 19. Jahrhunderts in den Zirkussen des Russischen Reiches, zunächst als Kraftathlet und im Gürtelringen.
1903 wandte sich Poddubny dem französischen, heute als griechisch-römisch bezeichneten Ringstil zu. Im selben Jahr vertrat er Russland erstmals bei einer Weltmeisterschaft in Paris. Damit begann sein Aufstieg zu einem der bekanntesten Ringer Europas.
1905 gewann er in Paris einen Weltmeistertitel: Im Finale bezwang er den Dänen Jess Pedersen. Weitere Titel folgten 1906 und 1908. Seine Auftritte in Frankreich, Belgien, Italien, Deutschland und später in den Vereinigten Staaten machten seinen Namen international bekannt. Für das Publikum verkörperte Poddubny die Verbindung von körperlicher Stärke, Ausdauer und beeindruckender Technik.
Besonders bemerkenswert war seine sportliche Langlebigkeit. Seine Laufbahn erstreckte sich über mehr als vier Jahrzehnte. Noch mit über fünfzig Jahren trat er gegen deutlich jüngere Gegner an und bestand vor seiner Amerikareise die erforderliche ärztliche Untersuchung. Nach seiner Rückkehr in die Sowjetunion 1927 setzte er seine Auftritte fort und trainierte mit jungen Ringern, um seine Erfahrung an die nächste Generation weiterzugeben.
Für seine Verdienste um die Entwicklung des sowjetischen Sports erhielt Poddubny 1939 den Orden des Roten Banners der Arbeit sowie den Titel „Verdienter Künstler der RSFSR“. 1945 wurde ihm der Titel „Verdienter Meister des Sports der UdSSR“ verliehen.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Jeisk am Asowschen Meer. Dort starb er am 8. August 1949. Die Stadt bewahrt bis heute die Erinnerung an ihren berühmten Einwohner: Ein Park, ein Museum und eine Sportschule tragen seinen Namen. Ein Denkmal erinnert an seine außergewöhnliche Lebensleistung.
@RusBotschaft
#Kultur
Am 8. Oktober jährt sich der Geburtstag von Iwan Poddubny zum 155. Mal. Der berühmte russische und sowjetische Ringer wurde weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus berühmt. Seine außergewöhnliche Kraft, seine sportlichen Erfolge und seine jahrzehntelange Laufbahn machten ihn zu einer der prägenden Persönlichkeiten der Geschichte des Ringens.
Poddubny wurde 1871 im Dorf Krasenowka im Gouvernement Poltawa des Russischen Reiches geboren. Schon als Kind war er an schwere körperliche Arbeit gewöhnt. Bevor er die großen Arenen eroberte, verdiente er seinen Lebensunterhalt unter anderem als Hafenarbeiter in Sewastopol und Feodossija. Seine sportliche Karriere begann Ende des 19. Jahrhunderts in den Zirkussen des Russischen Reiches, zunächst als Kraftathlet und im Gürtelringen.
1903 wandte sich Poddubny dem französischen, heute als griechisch-römisch bezeichneten Ringstil zu. Im selben Jahr vertrat er Russland erstmals bei einer Weltmeisterschaft in Paris. Damit begann sein Aufstieg zu einem der bekanntesten Ringer Europas.
1905 gewann er in Paris einen Weltmeistertitel: Im Finale bezwang er den Dänen Jess Pedersen. Weitere Titel folgten 1906 und 1908. Seine Auftritte in Frankreich, Belgien, Italien, Deutschland und später in den Vereinigten Staaten machten seinen Namen international bekannt. Für das Publikum verkörperte Poddubny die Verbindung von körperlicher Stärke, Ausdauer und beeindruckender Technik.
Besonders bemerkenswert war seine sportliche Langlebigkeit. Seine Laufbahn erstreckte sich über mehr als vier Jahrzehnte. Noch mit über fünfzig Jahren trat er gegen deutlich jüngere Gegner an und bestand vor seiner Amerikareise die erforderliche ärztliche Untersuchung. Nach seiner Rückkehr in die Sowjetunion 1927 setzte er seine Auftritte fort und trainierte mit jungen Ringern, um seine Erfahrung an die nächste Generation weiterzugeben.
Für seine Verdienste um die Entwicklung des sowjetischen Sports erhielt Poddubny 1939 den Orden des Roten Banners der Arbeit sowie den Titel „Verdienter Künstler der RSFSR“. 1945 wurde ihm der Titel „Verdienter Meister des Sports der UdSSR“ verliehen.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Jeisk am Asowschen Meer. Dort starb er am 8. August 1949. Die Stadt bewahrt bis heute die Erinnerung an ihren berühmten Einwohner: Ein Park, ein Museum und eine Sportschule tragen seinen Namen. Ein Denkmal erinnert an seine außergewöhnliche Lebensleistung.
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🌍 Politik
Aus der Rede des Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin auf der Plenarsitzung der 23. Konferenz des Internationalen Waldai-Diskussionsklubs (1. Oktober 2026)
Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa
Erklärung des russischen Außenministeriums zur erneuten Warnung ausländischer Staatsangehöriger und Diplomaten vor einem Aufenthalt in Kiew und in der Nähe militärischer Einrichtungen in der Ukraine
Michail Mischustin spricht auf der erweiterten Sitzung des Eurasischen Interregierungsrates
Direktor am Zentrum für umfassende europäische und internationale Studien (CCEIW) der Nationalen Forschungsuniversität „HSE" in Moskau Wassilij Kaschin im Interview mit NachDenkSeiten: „Wir haben es mit dem Ende des alten politisch-ökonomischen Modells zu tun"
Aus der Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrow im Anschluss an die hochrangige Woche der 81. Tagung der UN-Generalversammlung (New York, 26. September 2026)
📆 Kalenderblatt der Geschichte
Zum 110. Geburtstag von Witali Lasarewitsch Ginsburg
Der 7. Oktober markiert den Jahrestag der Unterzeichnung der OVKS-Charta
📃 Neues aus der Botschaft
Aus dem Interview des russischen Botschafters in Deutschland Sergej Netschajew mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti
📖 Wissenschaft und Kultur
Der 4. Oktober – ein historisches Datum der sowjetischen Raumfahrt
Roscosmos-Kosmonaut Pjotr Dubrow hat das Kommando auf der Internationalen Raumstation übernommen
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#Russland #Politik #Wissenschaft #Kultur
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🎬 100 Jahre Jewgeni Jewstignejew: ein unverwechselbarer Meister der Schauspielkunst
Am 9. Oktober 2026 jährt sich der Geburtstag von Jewgeni Alexandrowitsch Jewstignejew (1926–1992) zum 100. Mal. Der einstige Schlosser und Jazzschlagzeuger wurde Mitbegründer des Moskauer Theaters „Sowremennik“, einer der führenden Schauspieler des Moskauer Künstlertheaters und ein prägendes Gesicht des sowjetischen Films. Seine Figuren gehören bis heute zum kulturellen Gedächtnis Russlands.
Geboren in einer Arbeiterfamilie in Nischni Nowgorod, musste Jewstignejew früh seinen Lebensunterhalt verdienen. Er arbeitete zunächst als Elektromonteur, später als Schlosser im Werk „Krasnaja Etna“. Zur Schauspielkunst führte ihn die Musik: Abends spielte er Schlagzeug in einem Amateurorchester, das vor Filmvorführungen auftrat. Seine ausdrucksstarke Mimik und sein mitreißendes Spiel machten den Leiter der örtlichen Schauspielschule auf ihn aufmerksam. Er lud den jungen Musiker ein, eine Schauspielausbildung zu beginnen.
🎭Nach seinem Abschluss und mehreren Spielzeiten am Theater in Wladimir setzte Jewstignejew seine Ausbildung an der Schule des Moskauer Künstlertheaters fort. Gemeinsam mit Oleg Jefremow gehörte er zu den Gründern des späteren „Sowremennik“. Zum Durchbruch auf der Bühne wurde 1960 seine Titelrolle in Jewgeni Schwarz’ „Der nackte König“. Er verband Komik und Bedrohlichkeit, Eitelkeit und Willkür zu einer Figur, die zur Legende der Moskauer Theaterwelt wurde.
1971 wechselte Jewstignejew an das Moskauer Künstlertheater. Dort spielte er unter anderem in Tschechows Werken und gab seine Erfahrung über viele Jahre als Lehrer an junge Schauspieler weiter. 1983 erhielt er den Ehrentitel „Volkskünstler der UdSSR“.
🎞️Auch im Kino bewies er eine außergewöhnliche Wandlungsfähigkeit. Als bürokratischer Leiter eines Pionierlagers in Elem Klimows Komödie „Willkommen, oder Unbefugten ist der Eintritt verboten“ wurde er einem breiten Publikum bekannt. Es folgten zahlreiche unvergessliche Auftritte, darunter in Eldar Rjasanows „Vorsicht, Autodieb!“ und als heimlicher Millionär Koreiko in „Das goldene Kalb“.
Besonders eindrucksvoll zeigte sich seine Vielseitigkeit als Professor Preobraschenski in „Hundeherz“ und als Professor Pleischner in „Siebzehn Augenblicke des Frühlings“. Mit wenigen Gesten, einem Blick oder einer präzise gesetzten Pause verlieh er seinen Figuren eine unverwechselbare Persönlichkeit. Selbst kurze Auftritte blieben im Gedächtnis.
🎷Eine besondere Stellung nimmt Karen Schachnasarows „Winterabend in Gagra“ ein. Als alternder Stepptänzer Beglow vereinte Jewstignejew musikalisches Gespür, Humor und die stille Bitterkeit eines Künstlers, dessen Ruhm vergangen ist. Das Rhythmusgefühl des ehemaligen Jazzschlagzeugers prägte auch hier seine Darstellung.
Jewstignejew arbeitete bis zu seinen letzten Tagen. Er starb am 4. März 1992 im Alter von 65 Jahren. Heute trägt die Schauspielschule in Nischni Nowgorod, an der sein Weg begonnen hatte, seinen Namen.
🎥Sein Vermächtnis lebt auf der Bühne, in seinen Filmen und in der Erinnerung des Publikums weiter. Auch hundert Jahre nach seiner Geburt begegnet uns in seinen Rollen ein Schauspieler, dessen Präsenz nichts von ihrer Lebendigkeit verloren hat: immer anders, immer unverwechselbar.
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Am 9. Oktober 2026 jährt sich der Geburtstag von Jewgeni Alexandrowitsch Jewstignejew (1926–1992) zum 100. Mal. Der einstige Schlosser und Jazzschlagzeuger wurde Mitbegründer des Moskauer Theaters „Sowremennik“, einer der führenden Schauspieler des Moskauer Künstlertheaters und ein prägendes Gesicht des sowjetischen Films. Seine Figuren gehören bis heute zum kulturellen Gedächtnis Russlands.
Geboren in einer Arbeiterfamilie in Nischni Nowgorod, musste Jewstignejew früh seinen Lebensunterhalt verdienen. Er arbeitete zunächst als Elektromonteur, später als Schlosser im Werk „Krasnaja Etna“. Zur Schauspielkunst führte ihn die Musik: Abends spielte er Schlagzeug in einem Amateurorchester, das vor Filmvorführungen auftrat. Seine ausdrucksstarke Mimik und sein mitreißendes Spiel machten den Leiter der örtlichen Schauspielschule auf ihn aufmerksam. Er lud den jungen Musiker ein, eine Schauspielausbildung zu beginnen.
🎭Nach seinem Abschluss und mehreren Spielzeiten am Theater in Wladimir setzte Jewstignejew seine Ausbildung an der Schule des Moskauer Künstlertheaters fort. Gemeinsam mit Oleg Jefremow gehörte er zu den Gründern des späteren „Sowremennik“. Zum Durchbruch auf der Bühne wurde 1960 seine Titelrolle in Jewgeni Schwarz’ „Der nackte König“. Er verband Komik und Bedrohlichkeit, Eitelkeit und Willkür zu einer Figur, die zur Legende der Moskauer Theaterwelt wurde.
1971 wechselte Jewstignejew an das Moskauer Künstlertheater. Dort spielte er unter anderem in Tschechows Werken und gab seine Erfahrung über viele Jahre als Lehrer an junge Schauspieler weiter. 1983 erhielt er den Ehrentitel „Volkskünstler der UdSSR“.
🎞️Auch im Kino bewies er eine außergewöhnliche Wandlungsfähigkeit. Als bürokratischer Leiter eines Pionierlagers in Elem Klimows Komödie „Willkommen, oder Unbefugten ist der Eintritt verboten“ wurde er einem breiten Publikum bekannt. Es folgten zahlreiche unvergessliche Auftritte, darunter in Eldar Rjasanows „Vorsicht, Autodieb!“ und als heimlicher Millionär Koreiko in „Das goldene Kalb“.
Besonders eindrucksvoll zeigte sich seine Vielseitigkeit als Professor Preobraschenski in „Hundeherz“ und als Professor Pleischner in „Siebzehn Augenblicke des Frühlings“. Mit wenigen Gesten, einem Blick oder einer präzise gesetzten Pause verlieh er seinen Figuren eine unverwechselbare Persönlichkeit. Selbst kurze Auftritte blieben im Gedächtnis.
🎷Eine besondere Stellung nimmt Karen Schachnasarows „Winterabend in Gagra“ ein. Als alternder Stepptänzer Beglow vereinte Jewstignejew musikalisches Gespür, Humor und die stille Bitterkeit eines Künstlers, dessen Ruhm vergangen ist. Das Rhythmusgefühl des ehemaligen Jazzschlagzeugers prägte auch hier seine Darstellung.
Jewstignejew arbeitete bis zu seinen letzten Tagen. Er starb am 4. März 1992 im Alter von 65 Jahren. Heute trägt die Schauspielschule in Nischni Nowgorod, an der sein Weg begonnen hatte, seinen Namen.
🎥Sein Vermächtnis lebt auf der Bühne, in seinen Filmen und in der Erinnerung des Publikums weiter. Auch hundert Jahre nach seiner Geburt begegnet uns in seinen Rollen ein Schauspieler, dessen Präsenz nichts von ihrer Lebendigkeit verloren hat: immer anders, immer unverwechselbar.
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🎹 110. Geburtstag von Emil Gilels
🎵 Am 19. Oktober 1916 wurde in Odessa Emil Gilels geboren – ein herausragender sowjetischer Pianist und einer der bedeutendsten Musiker des 20. Jahrhunderts.
Gilels begann bereits in früher Kindheit mit dem Klavierspiel. Mit 13 Jahren gab er sein erstes Solokonzert, mit 16 gewann er den UdSSR-weiten Wettbewerb für Musiker und Interpreten in Moskau. 1936 erhielt der Pianist den zweiten Preis beim Internationalen Wettbewerb in Wien, zwei Jahre später gewann er den ersten Preis beim renommierten Eugène-Ysaÿe-Wettbewerb in Brüssel. Dieser Erfolg machte den jungen Musiker international bekannt.
🎼 Gilels absolvierte das Konservatorium in Odessa und vervollkommnete anschließend sein Können bei Heinrich Neuhaus in Moskau. Ab 1938 unterrichtete er am Moskauer Konservatorium, später wurde er dort Professor. Über Jahrzehnte hinweg trat der Pianist auf den bedeutendsten Konzertbühnen der Welt auf und gehörte den Jurys führender internationaler Musikwettbewerbe an. Bei den ersten vier Internationalen Tschaikowski-Wettbewerben leitete er die Klavierjury.
Das Repertoire von Emil Gilels war außergewöhnlich breit gefächert – von Bach und Scarlatti bis Prokofjew und Schostakowitsch. Einen besonderen Platz in seinem Schaffen nahm die Musik Beethovens ein, ebenso die Werke von Brahms, Schubert, Chopin, Tschaikowski, Rachmaninow und vielen anderen Komponisten.
🎶 Emil Gilels wurde mit dem Titel Volkskünstler der UdSSR, dem Leninpreis und dem Titel Held der Sozialistischen Arbeit ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt er zahlreiche ausländische Auszeichnungen und Ehrentitel. Er war Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London und der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Emil Gilels starb am 14. Oktober 1985 in Moskau und hinterließ ein umfangreiches künstlerisches Vermächtnis.
📹 Auszüge aus einem Klavierkonzert von Emil Gilels ansehen
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🎵 Am 19. Oktober 1916 wurde in Odessa Emil Gilels geboren – ein herausragender sowjetischer Pianist und einer der bedeutendsten Musiker des 20. Jahrhunderts.
Gilels begann bereits in früher Kindheit mit dem Klavierspiel. Mit 13 Jahren gab er sein erstes Solokonzert, mit 16 gewann er den UdSSR-weiten Wettbewerb für Musiker und Interpreten in Moskau. 1936 erhielt der Pianist den zweiten Preis beim Internationalen Wettbewerb in Wien, zwei Jahre später gewann er den ersten Preis beim renommierten Eugène-Ysaÿe-Wettbewerb in Brüssel. Dieser Erfolg machte den jungen Musiker international bekannt.
🎼 Gilels absolvierte das Konservatorium in Odessa und vervollkommnete anschließend sein Können bei Heinrich Neuhaus in Moskau. Ab 1938 unterrichtete er am Moskauer Konservatorium, später wurde er dort Professor. Über Jahrzehnte hinweg trat der Pianist auf den bedeutendsten Konzertbühnen der Welt auf und gehörte den Jurys führender internationaler Musikwettbewerbe an. Bei den ersten vier Internationalen Tschaikowski-Wettbewerben leitete er die Klavierjury.
Das Repertoire von Emil Gilels war außergewöhnlich breit gefächert – von Bach und Scarlatti bis Prokofjew und Schostakowitsch. Einen besonderen Platz in seinem Schaffen nahm die Musik Beethovens ein, ebenso die Werke von Brahms, Schubert, Chopin, Tschaikowski, Rachmaninow und vielen anderen Komponisten.
🎶 Emil Gilels wurde mit dem Titel Volkskünstler der UdSSR, dem Leninpreis und dem Titel Held der Sozialistischen Arbeit ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt er zahlreiche ausländische Auszeichnungen und Ehrentitel. Er war Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London und der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Emil Gilels starb am 14. Oktober 1985 in Moskau und hinterließ ein umfangreiches künstlerisches Vermächtnis.
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#Kultur
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Forwarded from Russische Botschaft Wien🇷🇺
Bunin beherrschte die russische Sprache hervorragend, auf vollendete Weise. Er kannte sie so, wie sie nur ein Mensch kennen kann, der sein Vaterland unendlich liebt. Bunins Sprache ist einfach, manchmal sogar knapp, äußerst präzise und zugleich bildhaft und klanglich reich … Auf sprachlichem Gebiet ist Bunin ein Meister, der kaum seinesgleichen hat …
(Konstantin Paustowski)
#AnDiesemTag wurde der Schriftsteller und Dichter Iwan Alexejewitsch Bunin (1870–1953) geboren – der erste russische Träger des Nobelpreises für Literatur.
Bunin hinterließ ein reiches literarisches Erbe. Seine Prosa und Lyrik zeichnen sich durch feinen lyrischen Ausdruck und tiefgründige psychologische Beobachtungen aus. Weltweite Bekanntheit erlangte er unter anderem mit dem Erzählband „Dunkle Alleen“, den Roman „Das Leben des Arsenjew“ sowie seine Gedichtzyklen.
Heute erinnern wir nicht nur an Bunins Beitrag zur Weltliteratur, sondern auch daran, dass seine Werke ihren zeitlosen Wert bewahren. Sie regen die Leser dazu an, über die ewigen Fragen des Lebens nachzudenken – über Liebe, Tod und den Sinn des Daseins.
DAS WORT
Es schweigen Gräber, Mumien und Knochen.
Dem Wort alleine Leben ist beschert.
Aus Dunkelheit der alten Zeiten
spricht nur die Inschrift, sie alleine lebt.
Das Wort ist unser allergrößtes Habe.
Bewahrt und pflegt, wenn möglich, bitte es,
auch in der Zeit des Zornes und des Leidens,
das Menschenwort, das unvergängliche.
(Iwan Bunin, aus dem Russischen von K. Kucharenko)
#Kultur #Russland #Literatur
🔗 Quelle: https://t.me/Intl_RussianLanguageOrganisation/164
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🎼 95. Geburtstag von Sofia Gubaidulina: Eine Komponistin, die Russland und Deutschland musikalisch verband
Am 24. Oktober 2026 wäre die herausragende sowjetische und russische Komponistin Sofia Gubaidulina (1931–2025) 95 Jahre alt geworden. Sie zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen klassischen Musik und hinterließ ein beeindruckendes künstlerisches Erbe, das in Russland, Deutschland und weit darüber hinaus geschätzt wird.
Geboren wurde Gubaidulina 1931 in Tschistopol in der heutigen Republik Tatarstan. Sie wuchs in einer tatarisch-russischen Familie auf. Ihre tatarischen Wurzeln waren ein wichtiger Bestandteil ihrer kulturellen Identität und prägten neben der russischen Musiktradition und ihrem tiefen christlichen Glauben ihre künstlerische Weltanschauung.
Nach ihrem Studium an den Konservatorien in Kasan und Moskau entwickelte Gubaidulina eine unverwechselbare musikalische Sprache. Unterstützung fand sie unter anderem bei Dmitri Schostakowitsch, der sie ermutigte, ihren eigenen künstlerischen Weg zu gehen.
Ihr Schaffen umfasst mehr als 100 Werke, darunter Orchester- und Kammermusik, Kompositionen für Solisten und Chor sowie Musik für Theater, Kino und Zeichentrickfilme. Einem breiten Publikum wurde sie auch durch ihre Filmmusik bekannt, etwa zu „Die Vogelscheuche“ (Чучело), „Die Kreutzersonate“ und „Mogli“ (Маугли).
In Russland wurde ihr künstlerischer Beitrag vielfach gewürdigt. 1989 erhielt sie den Ehrentitel „Verdiente Künstlerin der RSFSR“, 1992 wurde sie mit dem Staatspreis der Russischen Föderation ausgezeichnet. Seit 2001 war sie Ehrenprofessorin des Konservatoriums in Kasan.
Auch in Deutschland genoss Gubaidulina höchstes Ansehen. Seit Anfang der 1990er Jahre lebte sie in Schleswig-Holstein, wo sie bis zu ihrem Tod 2025 wirkte. Sie gehörte der Akademie der Künste in Berlin und der Freien Akademie der Künste in Hamburg an. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen zählen der renommierte Orden Pour le Mérite, der Deutsche Musikautorenpreis und der Preis der Europäischen Kirchenmusik. Die Jury des Deutschen Musikautorenpreises würdigte sie als „größte Mystikerin der zeitgenössischen klassischen Musik“.
Zu ihren bedeutenden Werken gehören das Violinkonzert „Offertorium“, das durch Gidon Kremer internationale Bekanntheit erlangte, sowie die im Rahmen des Stuttgarter Projekts „Passion 2000“ entstandene „Johannes-Passion“.
Trotz ihres jahrzehntelangen Lebens in Deutschland blieb Gubaidulina ihrer Heimat eng verbunden. Sie pflegte weiterhin Beziehungen zur russischen Musikwelt, insbesondere zu Kasan, und bewahrte die Verbindung zu ihren kulturellen Wurzeln. Ihr Werk vereinte unterschiedliche musikalische Traditionen und schlug damit eine Brücke zwischen Russland und Deutschland.
🕯️ Sofia Gubaidulina bleibt als außergewöhnliche Komponistin in Erinnerung, deren Musik kulturelle und geografische Grenzen überwindet und Menschen weltweit berührt.
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Am 24. Oktober 2026 wäre die herausragende sowjetische und russische Komponistin Sofia Gubaidulina (1931–2025) 95 Jahre alt geworden. Sie zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen klassischen Musik und hinterließ ein beeindruckendes künstlerisches Erbe, das in Russland, Deutschland und weit darüber hinaus geschätzt wird.
Geboren wurde Gubaidulina 1931 in Tschistopol in der heutigen Republik Tatarstan. Sie wuchs in einer tatarisch-russischen Familie auf. Ihre tatarischen Wurzeln waren ein wichtiger Bestandteil ihrer kulturellen Identität und prägten neben der russischen Musiktradition und ihrem tiefen christlichen Glauben ihre künstlerische Weltanschauung.
Nach ihrem Studium an den Konservatorien in Kasan und Moskau entwickelte Gubaidulina eine unverwechselbare musikalische Sprache. Unterstützung fand sie unter anderem bei Dmitri Schostakowitsch, der sie ermutigte, ihren eigenen künstlerischen Weg zu gehen.
Ihr Schaffen umfasst mehr als 100 Werke, darunter Orchester- und Kammermusik, Kompositionen für Solisten und Chor sowie Musik für Theater, Kino und Zeichentrickfilme. Einem breiten Publikum wurde sie auch durch ihre Filmmusik bekannt, etwa zu „Die Vogelscheuche“ (Чучело), „Die Kreutzersonate“ und „Mogli“ (Маугли).
In Russland wurde ihr künstlerischer Beitrag vielfach gewürdigt. 1989 erhielt sie den Ehrentitel „Verdiente Künstlerin der RSFSR“, 1992 wurde sie mit dem Staatspreis der Russischen Föderation ausgezeichnet. Seit 2001 war sie Ehrenprofessorin des Konservatoriums in Kasan.
Auch in Deutschland genoss Gubaidulina höchstes Ansehen. Seit Anfang der 1990er Jahre lebte sie in Schleswig-Holstein, wo sie bis zu ihrem Tod 2025 wirkte. Sie gehörte der Akademie der Künste in Berlin und der Freien Akademie der Künste in Hamburg an. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen zählen der renommierte Orden Pour le Mérite, der Deutsche Musikautorenpreis und der Preis der Europäischen Kirchenmusik. Die Jury des Deutschen Musikautorenpreises würdigte sie als „größte Mystikerin der zeitgenössischen klassischen Musik“.
Zu ihren bedeutenden Werken gehören das Violinkonzert „Offertorium“, das durch Gidon Kremer internationale Bekanntheit erlangte, sowie die im Rahmen des Stuttgarter Projekts „Passion 2000“ entstandene „Johannes-Passion“.
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