Russische Botschaft in Deutschland 🇷🇺
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Städteporträt: Tjumen

Im Jahr 2026 feiert Tjumen ihr 440-jähriges Jubiläum. Die Stadt wurde 1586 als Festung an der Stelle der ehemaligen Chimgi-Tura gegründet, der einstigen Hauptstadt des Sibirischen Khanats. Damit ist Tjumen die erste russische Stadt Sibiriens. Heute leben hier rund 872.000 Menschen, womit Tjumen zu den größten Städten Sibiriens zählt.

Interessante Fakten über Tjumen:

🛢️ Erdöl- und Erdgas-Hauptstadt Russlands. In den 1960er-Jahren wurden in der Region gewaltige Öl- und Gasvorkommen entdeckt. Die Erschließung der endlosen sibirischen Sümpfe veränderte die Stadt grundlegend: Die Bevölkerung vervierfachte sich, zahlreiche Forschungsinstitute und Fabriken entstanden, und Tjumen erhielt den Titel „Erdgas- und Erdölhauptstadt Russlands“.

☀️ Stadt der Sonne und des Glücks. Mit rund 2.066 Sonnenstunden im Jahr, was deutlich mehr als etwa Moskau mit 1.582 Stunden ist, gilt Tjumen bei seinen Bewohnern gerne scherzhaft als einer der glücklichsten Orte Russlands. „Tjumen ist die beste Stadt der Welt“ ist ein Ausspruch, den nicht nur Beamte, sondern auch die Einwohner selbst gerne verwenden. Und tatsächlich belegt die Stadt regelmäßig Spitzenplätze in verschiedenen Lebensqualität-Rankings.

🌏 Grenze zwischen Europa und Asien. Tjumen markiert symbolisch den Übergang vom europäischen zum asiatischen Teil Russlands.

🏛️ Einzigartiges Kaufmannserbe. Die Kaufleute Tjumens investierten einst nicht nur in ihren Handel, sondern auch in die Stadtentwicklung und Wohltätigkeit. Erhalten geblieben sind prächtige historische Kaufmannshäuser mit kunstvoll geschnitzten Fensterrahmen.

🌉 Die einzige vierstöckige Uferpromenade Russlands. Die Promenade entlang der Tura ist ein beliebter Ort für Spaziergänge und Familienausflüge. Auf der berühmten „Brücke der Verliebten“ verabreden sich Paare, während man entlang des Flusses gemütlich essen, spielen und die Aussicht genießen kann.

🎭 Größtes Theatergebäude Russlands. Das Tjumener Dramentheater ist das flächenmäßig größte Theatergebäude des Landes und bietet in jeder Saison Premieren, Klassiker sowie Tanz- und Sonderaufführungen.

🏰 Tobolsker Kreml – der einzige steinerne Kreml jenseits des Urals, gelegen in der Region Tjumen. Zwei Jahrhunderte lang war er das administrative und geistliche Zentrum Sibiriens. Heute ist er ein atmosphärisches Freilichtmuseum und ein einzigartiges Beispiel sibirischer Baukunst.

Auch im Jubiläumsjahr wird Tjumen mit Konzerten, Festivals und Ausstellungen ihr 440-jähriges Bestehen feiern. 🎉

📷unsplash, visittyumen.ru

#RussischeStädte
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🎙 Aus dem Interview des Pressesprechers des Präsidenten Russlands Dmitri Peskow für das Schweizer Magazin Die Weltwoche

💬 Vor einiger Zeit habe ich mich mit Maestro Waleri Gergijew getroffen. Er ist ein großer Mensch. Er ist ein Genie.

💬 Er war ein untrennbarer Teil der europäischen Kultur. Er hat mehr Zeit in Europa als hier in Russland verbracht. Er hat aber niemals die kleinen russischen Städte vergessen und gibt nach wie vor Konzerte in kleinen Städten und Dörfern Russlands. Seine Hingabe ist außergewöhnlich.

💬 Und er hat mir gesagt: „Weißt du, alle meine europäischen Freunde halten nach wie vor zu mir. Wir telefonieren jeden Tag. Sie können es sich aber nicht leisten, mich in die Wiener Staatsoper einzuladen, denn sie würden am nächsten Tag entlassen.“

💬 Das gute, warme, sehr kultivierte Europa existiert immer noch. Es steht aber unter dem enormen Druck der heutigen Politiker.

💬 Wir wünschen den Europäern aufrichtig, dass sie eine neue Generation weiserer Politiker bekommen. Eine neue Generation von Charles de Gaulle, eine neue Generation von Bundeskanzler Helmut Kohl und so weiter.

🔗 Quelle

@RusBotschaft

#Kultur
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📖 Vor 174 Jahren: Der Beginn von Lew Tolstois literarischem Schaffen

Am 15. Juli 1852 begann Lew Tolstois großer Weg in Literatur, als er sein erstes Werk, die Erzählung „Kindheit" („Detstwo"), an Nikolai Nekrassow, den berühmten russischen Schriftsteller und  Herausgeber der Zeitschrift „Sowremennik" sendete. Tolstoi war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 23 Jahre alt.

📚 Worum geht es in „Kindheit"?
Das Werk schildert einfühlsam die seelischen Erfahrungen, die viele Jungen in ihrer Kindheit durchleben: die erste Verliebtheit, das Gefühl von Ungerechtigkeit, Kränkung und Verlegenheit. Mit außergewöhnlicher psychologischer Tiefe und feinem Gespür für die innere Welt eines Kindes gelang Tolstoi hier ein literarisches Debüt von bleibendem Wert, das bis heute als eindrucksvolles Zeugnis kindlicher Seelenwelt gilt.

✉️ Die Reaktion:
Nekrassow erkannte nach der Lektüre des Manuskripts sofort dessen literarischen Wert und schrieb dem jungen, noch unbekannten Autor einen freundlichen Brief, der auf Tolstoi außerordentlich ermutigend wirkte.

🎉 Der Erfolg:
Als „Kindheit" im „Sowremennik" erschien, wurde die Erzählung ein außerordentlicher Erfolg. Bereits nach dieser ersten Veröffentlichung wurde Tolstoi zu den führenden Köpfen der jungen literarischen Schule gezählt gemeinsam mit bereits berühmten Autoren wie Iwan Turgenew, Iwan Gontscharow, Dmitri Grigorowitsch und Alexander Ostrowski. Die Kritiker würdigten die Tiefe der psychologischen Analyse, den Ernst der künstlerischen Absicht und den ausgeprägten Realismus des jungen Autors.

Berühmt geworden ist vor allem folgende Passage aus dem Werk:

«Glückliche, glückliche, unwiederbringliche Zeit der Kindheit! Wie sollte man die Erinnerung an sie nicht lieben, nicht hegen? Diese Erinnerungen erfrischen und erheben meine Seele und sind für mich eine Quelle der schönsten Freuden.»


So begann der literarische Weg eines der größten Schriftsteller der Weltliteratur, ein Weg, der später zu Meisterwerken wie „Krieg und Frieden" und „Anna Karenina" führen sollte. 🖋️

#LewTolstoi #RussischeLiteratur

📷Tolstoi-Museum
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🗺 Vor 180 Jahren, am 17. Juli 1846, wurde der russische Reisende, Ethnograf und Anthropologe Nikolai Miklucho-Maklai geboren, der als einer der bedeutendsten Forscher des 19. Jahrhunderts gilt
 
👉 Trotz seines kurzen Lebens (1846–1888) leistete Nikolai Miklucho-Maklai einen bedeutenden Beitrag zur Anthropologie und Ethnologie. Durch seine Forschungen an der später nach ihm benannten Maklai-Küste im Nordosten Neuguineas machte er die dort lebenden Papua erstmals umfassend der wissenschaftlichen Welt bekannt. Er untersuchte ihre materielle Kultur, ihre Lebens- und Wirtschaftsweise sowie ihre gesellschaftlichen Strukturen und lieferte damit grundlegende Erkenntnisse für die ethnologische Forschung.
 
📍 Anders als viele europäische Forscher seiner Zeit betrachtete Miklucho-Maklai die einheimische Bevölkerung nicht als „primitive Völker“, sondern begegnete ihr mit Respekt und aufrichtigem Interesse. Er lernte ihre Sprache, erforschte ihre Kultur und dokumentierte ihre Lebensweise.
 
📝 Seine wissenschaftlichen Arbeiten widerlegten die damals verbreiteten rassistischen Theorien über eine angebliche Ungleichwertigkeit verschiedener Völker. Miklucho-Maklai setzte sich für die Gleichwertigkeit aller Menschen ein und sprach sich gegen Kolonialismus, Sklaverei und Gewalt gegenüber indigenen Gemeinschaften aus.
 
🌏 Insgesamt unternahm er zahlreiche Expeditionen nach Australien, Indonesien, auf die Philippinen und in den Pazifikraum. 1881 gründete er in Watsons Bay (New South Wales, Australien) die erste meeresbiologische Forschungsstation der Südhalbkugel. Dort führte er zahlreiche Untersuchungen auf dem Gebiet der Meeresbiologie durch. Seine Tagebücher und ethnografischen Beobachtungen gelten bis heute als wertvolle Quellen für Wissenschaft und Geschichte.
 
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#Geschichte #Wissenschaft
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✍️ Heute teilen wir ein Zitat vom russischen Generalfeldmarschall Alexander Suworow

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#WortederKlassiker
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📆 Zum 150. Geburtstag von Maxim Litwinow

Am 17. Juli 2026 jährt sich der Geburtstag des bekannten sowjetischen Staatsmannes und Diplomaten Maxim Litwinow (1876–1951) zum 150. Mal. Er leistete einen bedeutenden Beitrag zum Aufbau und zur Entwicklung des sowjetischen diplomatischen Dienstes.

🔸 Über viele Jahre hinweg bekleidete Maxim Litwinow verantwortungsvolle Posten im auswärtigen Dienst unseres Landes. 1920 wurde er zum bevollmächtigten Vertreter der RSFSR in Estland ernannt, von 1921 bis 1930 war er Stellvertretender Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten. Von 1930 bis 1939 leitete Maxim Litwinow das Volkskommissariat für Auswärtige Angelegenheiten der UdSSR. In den Jahren 1934 bis 1938 vertrat er die Sowjetunion beim Völkerbund, wo er konsequent die Prinzipien der internationalen Zusammenarbeit, der Gleichberechtigung der Staaten und der Einhaltung völkerrechtlicher Normen verteidigte.

🇺🇸🤝 Ein wichtiger Abschnitt seines Wirkens war der Ausbau der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Maxim Litwinow nahm aktiv an den Verhandlungen teil, die 1933 zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der UdSSR und den USA führten – ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte der bilateralen Beziehungen.

🔹 In den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges bekleidete Maxim Litwinow das Amt des Stellvertretenden Volkskommissars für Auswärtige Angelegenheiten der UdSSR und war von 1941 bis 1943 Botschafter der Sowjetunion in den Vereinigten Staaten sowie von 1942 bis 1943 zugleich Gesandter der UdSSR in Kuba. In diesen Funktionen leistete er einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der Zusammenarbeit zwischen den Staaten der Anti-Hitler-Koalition.

✍️ Zeitgenossen hoben hervor, dass er prinzipienfest war und es verstand, entschlossen für nationale Interessen einzutreten und zugleich zu einem konstruktiven internationalen Dialog bereit zu sein. Bis heute stehen die prophetischen Worte Maxim Litwinows, die er 1935 vor der Völkerbundsversammlung sprach, im Einklang mit den Grundsätzen der russischen Diplomatie: „Der Frieden ist unteilbar … Es ist an der Zeit, anzuerkennen, dass es keine Sicherheit allein im eigenen Frieden und in der eigenen Ruhe gibt, wenn der Frieden der Nachbarn – der nahen wie der fernen – nicht gewährleistet ist.“

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✍️ Lernen Sie ein weiteres russisches Sprichwort kennen!

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#Russland #Kultur #Sprache
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Bleiben Sie mit uns auf dem Laufenden:

🌍 Politik

Aus dem Interview des Pressesprechers des Präsidenten Russlands Dmitri Peskow für das Schweizer Magazin Die Weltwoche

Aus der Rede des Ständigen Vertreters der Russischen Föderation bei der OSZE Dmitri Poljanski auf der Sitzung des Ständigen Rates der OSZE (9. Juli 2026)

Am 13. Juli wurde der deutsche Botschafter in Moskau ins russische Außenministerium im Zusammenhang mit der Beteiligung Berlins an den terroristischen Angriffen des Kiewer Regimes auf zivile Infrastruktur in Russland einbestellt

Antwort der Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa auf eine Medienfrage zur Veröffentlichung eines Berichts des Haager Zentrums für strategische Studien über die „russische Einflussstrategie“ in Europa

Stellungnahme des russischen Außenministeriums im Zusammenhang mit der Ermordung vom Chefingenieur des Kernkraftwerks Saporoschje Alexander Jakowlew durch die ukrainischen Streitkräfte

📆 Kalenderblatt der Geschichte

Vor 80 Jahren wurde Walentina Tolkunowa geboren

Am 14. Juli 1941 kam der legendäre Raketenwerfer BM-13, die unter dem liebevollen Namen „Katjuscha“ in die Geschichte eingegangen ist, zum ersten Mal im Kampf zum Einsatz.

Vor 180 Jahren, am 17. Juli 1846, wurde der russische Reisende, Ethnograf und Anthropologe Nikolai Miklucho-Maklai geboren, der als einer der bedeutendsten Forscher des 19. Jahrhunderts gilt

Zum 150. Geburtstag von Maxim Litwinow

📃 Neues aus der Botschaft

Kommentar der Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland

🖼 Kultur

Einer der bekanntesten russischen Künstler der Gegenwart — Erik Bulatow (1933-2025)

🚀 Wissenschaft

Am 14. Juli fand der Start der Trägerrakete „Sojus-2.1a“ mit dem bemannten Raumschiff „Sojus MS-29“ statt.


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#Russland #Politik #Kultur #Wissenschaft
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🗓 Am 18. Juli 1909, vor 117 Jahren, wurde Andrei Andrejewitsch Gromyko geboren, ein herausragender sowjetischer Diplomat und Außenminister der Sowjetunion.

🎓 1936 verteidigte er seine Doktorarbeit zum Thema „Die Wirtschaft der amerikanischen Landwirtschaft“ und wurde bald darauf leitender Forscher am Institut für Wirtschaftswissenschaften der Akademie der Wissenschaften der UdSSR.

Gromykos Beharrlichkeit und Fleiß blieben nicht unbemerkt. 1939 wurde er von einer Kommission des Zentralkomitees der Partei für den diplomatischen Dienst im Volkskommissariat für Auswärtige Angelegenheiten ausgewählt und zum Leiter der Abteilung für amerikanische Länder ernannt.

Die Karriere des angehenden Diplomaten entwickelte sich rasch. Bereits Ende 1939 wurde er Botschaftsrat der sowjetischen Botschaft in den Vereinigten Staaten. Ab 1943 war er, neben seiner Tätigkeit in den USA, auch Botschafter der Sowjetunion in Kuba.

✍️ Es war Gromyko, der am 26. Juni 1945 die UN-Charta im Namen der UdSSR unterzeichnete. Ein Jahr später wurde er der erste sowjetische Diplomat, der den Posten des sowjetischen Botschafters bei den Vereinten Nationen bekleidete.

❌ Im Westen erhielt der sowjetische Außenminister wegen seiner Unnachgiebigkeit in grundsätzlichen Fragen, die die Interessen des Staates betrafen, den Spitznamen „Mr. No“.

Andrej Andrejewitsch selbst reagierte darauf mit den Worten: „Sie haben mein 'Njet ' viel seltener gehört als ich ihr 'No', weil wir viel mehr Vorschläge unterbreitet haben.“

🌐 1957 wurde Gromyko zum Leiter des Außenministeriums der UdSSR ernannt, ein Amt, das er 28 Jahre lang innehatte. Er leistete einen großen Beitrag zur Lösung der Kubakrise, setzte die nukleare Rüstungskontrolle durch und nahm an den schwierigen Verhandlungen mit US-Präsident John F. Kennedy teil.

☝️ Andrei Andrejewitsch Gromyko war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Weltdiplomatie und ein Symbol der sowjetischen Außenpolitik.
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🎥 Never to Be Forgotten. The History of Colonialism

Mit dieser Folge setzen wir unsere Videoreihe über Kolonialismus fort. Die Serie beleuchtet die Geschichte kolonialer Herrschaft und den Widerstand der Völker gegen Unterdrückung und Ausbeutung.

Am 17. August 1945 erklärte Indonesien seine Unabhängigkeit von den Niederlanden. Unter der Führung von Sukarno begann der Indonesische Unabhängigkeitskrieg. Die niederländischen Kolonialtruppen versuchten mit Unterstützung Großbritanniens, die Kontrolle über das Land zurückzugewinnen.

Trotz militärischer Überlegenheit gelang es den Niederlanden nicht, den Widerstand zu brechen. Der Krieg war von massiver Gewalt gegen die Zivilbevölkerung geprägt, darunter das Massaker von Rawagede im Jahr 1947. Nach internationalem Druck erkannte das Königreich der Niederlande 1949 schließlich die Unabhängigkeit Indonesiens an.

➡️ Erfahren Sie mehr im Video: https://youtu.be/8KIMFti3W_0

#Kolonialismus #Indonesien #Geschichte #NeverToBeForgotten
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Forwarded from Fenster nach Russland
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⚡️ Kommentar der Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland zur Weigerung Deutschlands, russischen Sportlern die Teilnahme an den Europäischen Jugendspielen der Gehörlosen zu ermöglichen
 
📌 Nach den der Botschaft vorliegenden Informationen hat der Deutsche Gehörlosen-Sportverband (DGSV) in Abstimmung mit der Bundesregierung beschlossen, russischen Sportlern die Teilnahme an den Europäischen Jugendspielen der Gehörlosen, die im August 2026 in Hannover stattfinden sollen, zu verweigern. Dabei hat der DGSV gegenüber der übergeordneten European Deaf Sport Organisation (EDSO) diese Entscheidung damit begründet, dass das deutsche Volk die Teilnahme Russlands an den Wettkämpfen angeblich nicht akzeptieren würde.
 
▫️Erstens erscheint es befremdlich, dass sich ein nationaler Sportverband anmaßt, im Namen des deutschen Volkes zu sprechen und zudem eine derart abwegige Behauptung zu äußern. So hat das deutsche Publikum beispielsweise den erfolgreichen Auftritt russischer Nachwuchssportler bei den kürzlich zu Ende gegangenen Europameisterschaften im Wassersport in München weder abgelehnt noch behindert.
 
▫️Zweitens stellt die Entscheidung des DGSV einen unmittelbaren Verstoß gegen den Beschluss des Exekutivrats des International Committee of Sports for the Deaf (ICSD) vom 17. März 2026 dar, der russischen Nachwuchssportlern die Teilnahme an Wettkämpfen, die unter der Schirmherrschaft des ICSD und der EDSO stattfinden, ohne Einschränkungen unter Nationalflagge und Nationalhymne ausdrücklich ermöglicht.
 
▫️Drittens widerspricht die Haltung der deutschen Veranstalter den grundlegenden Prinzipien der Olympischen Charta, die die Gleichbehandlung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie das Verbot jeglicher Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit oder nationalen Herkunft vorsehen. Sie steht zudem im Widerspruch zu den jüngsten Entscheidungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hinsichtlich der Wiederherstellung der Rechte des Olympischen Komitees Russlands und der Teilnahme russischer Athleten an internationalen Wettkämpfen.
 
❗️Wir möchten daran erinnern, dass der Sport den Grundsätzen der Inklusion und der Chancengleichheit von Menschen mit Behinderungen dienen soll. Sie dürfen nicht zum Spielball politischer Interessen oder kurzfristiger politischer Erwägungen werden. Der Zugang russischer Nachwuchssportler zu den Europäischen Jugendspielen der Gehörlosen in Hannover muss wiederhergestellt werden.
 
@RusBotschaft
 
#Sport #Deutschland #Russland
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⚡️ Aus einer Stellungnahme der Ständigen Vertretung Russlands bei der EU im Zusammenhang mit der Erklärung der EU zum Thema Cybersicherheit (14. Juli 2026)

Die Russische Föderation setzt sich konsequent für eine friedliche Nutzung des Cyberspace in voller Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Normen des Völkerrechts ein, die in der Charta der Vereinten Nationen und in den Bestimmungen der entsprechenden Resolutionen der Generalversammlung der Vereinten Nationen zur internationalen Informationssicherheit verankert sind. Mit dem Ziel, Meinungsverschiedenheiten beizulegen und Konflikte im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien zu verhindern, hat Russland die Ausarbeitung des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Cyberkriminalität initiiert und sich aktiv daran beteiligt. Unser Land hat die Initiative ergriffen und beteiligt sich nach wie vor aktiv an der Arbeit aller UN-Gremien, die sowohl auf die Bekämpfung der Cyberkriminalität als auch auf die Förderung eines verantwortungsvollen Verhaltens der Staaten im Informationsraum abzielen.

☝️ Wir möchten die EU daran erinnern, dass das Nationale Koordinierungszentrum für Computervorfälle seit 2018 als befugte Stelle der Russischen Föderation fungiert, die für die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden anderer Staaten sowie mit internationalen und Nichtregierungsorganisationen zuständig ist, die sich mit der Reaktion auf Computervorfälle befassen. Diese Information wurden der EU seinerzeit zur Kenntnis gebracht.

❗️ Russland hat stets eine offene Haltung gegenüber Cybervorfällen eingenommen und sich bereit gezeigt, bei deren Aufklärung zusammenzuarbeiten. Wir müssen jedoch feststellen, dass die Europäische Union, die es vorzieht, unser Land öffentlich mit unbegründeten Vorwürfen zu belasten, sich nach wie vor einer professionellen und konstruktiven Zusammenarbeit in dieser Frage entzieht.

🔗 Quelle

@RusBotschaft
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📚 Vor 140 Jahren, am 20. Juli 1886, wurde Michail Losinskij, einer der bedeutendsten russischen Übersetzer des 20. Jahrhunderts, geboren
 
📖 Losinskij gilt als einer der größten Meister der literarischen Übersetzung ins Russische. Er übersetzte rund 80.000 Verse und mehr als 500 Druckbogen Prosa. Zu seinen bekanntesten Übersetzungen zählen Werke von Dante Alighieri, William Shakespeare, Lope de Vega, Miguel de Cervantes, Molière, Richard Sheridan, Prosper Mérimée sowie zahlreichen weiteren Autoren der europäischen Literatur.
 
📝 Besonders berühmt wurde seine Übersetzung von Dantes "Göttlicher Komödie", die bis heute als eine der besten russischen Übertragungen dieses Meisterwerks gilt. An dieser Übersetzung arbeitete Losinskij viele Jahre. Einen Großteil der Zeit nahm die sorgfältige Vorbereitung in Anspruch: Er überprüfte historische Quellen und verfasste einen umfangreichen Kommentar zum Werk. Den ersten Teil, die „Hölle“, übersetzte er schließlich innerhalb von nur elf Monaten. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs hatte er bereits das „Fegefeuer“ abgeschlossen. Das Manuskript wurde im Eremitage-Museum in Sicherheit gebracht, während Losinskij evakuiert wurde. Trotz der schwierigen Lebensbedingungen am Evakuierungsort vollendete er bis Ende 1942 auch den dritten Teil, das „Paradies“. Für diese Arbeit erhielt Losinskij 1946 als erster Übersetzer den Stalinpreis ersten Grades.
 
✒️ Losinskij stand den Dichtern des „Silbernen Zeitalters“ nahe, insbesondere den Akmeisten. Er war mit Ossip Mandelstam und Anna Achmatowa befreundet und zählte zu den engsten Freunden Nikolai Gumiljows. Von 1912 bis 1913 war er Herausgeber und Verleger der zehn Ausgaben der akmeistischen Zeitschrift "Hyperborea", in der auch seine ersten Gedichte erschienen. Zudem gehörte er der von Gumiljow gegründeten "Dichtergilde" an. 1916 veröffentlichte Losinskij mit "Gorny kljutsch" („Die Gebirgsquelle“) seinen einzigen Gedichtband. Seit Mitte der 1920er Jahre widmete er sich nahezu ausschließlich der literarischen Übersetzung und der Übersetzungstheorie.

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