Russische Botschaft in Deutschland 🇷🇺
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🌐Am 6. Oktober fand in Wien am Sitz der OSZE der Runde Tisch „Gemeinsames im Gedächtnis verschiedener Kulturen: Internationale Auseinandersetzung mit der Tragödie von Maly Trostinez“ statt, der dem nationalsozialistischen Vernichtungslager gewidmet war. Ziel der von der Botschaft der Russischen Föderation und der Botschaft der Republik Belarus in Österreich organisierten Veranstaltung war es, an die Verbrechen der Nationalsozialisten zu erinnern, die während des Zweiten Weltkriegs in den besetzten Gebieten der USSR begangen wurden und als Völkermord am sowjetischen Volk eingestuft werden sollen.

🇷🇺🇧🇾Grußworte an die Gäste und Teilnehmer der Konferenz richteten der stellvertretende Außenminister der Russischen Föderation Dmitri Ljubinski und der stellvertretende Außenminister der Republik Belarus Igor Sekreta.

🗣️ In seiner Ansprache wies Dmitri Ljubinski auf die Bestrebungen einiger Staaten hin, die historische Wahrheit zu verfälschen:

Leider ist es nicht allen Staaten gelungen, das Erbe der nationalsozialistischen Vergangenheit auszumerzen. In den vergangenen Jahren tritt das Problem der ‚historischen Aggression‘, der zynischen Versuche, die Geschichte im Interesse politischer und konjunktureller Ziele umzuschreiben, immer deutlicher zutage. Wir sehen, wie in einzelnen Ländern der Krieg gegen Denkmäler und Gedenkstätten zu Ehren der Kämpfer gegen den Nationalsozialismus weiter an Fahrt gewinnt. All dies geschieht unter Duldung und mitunter sogar auf Initiative der staatlichen Behörden und spielt jenen in die Hände, die sich für die ‚Reinheit der Rasse‘ und für Diskriminierung aufgrund rassischer und ethnischer Merkmale einsetzen – ganz zu schweigen davon, welches Beispiel dies der jungen Generation vermittelt.


📚 Am Runden Tisch traten das Vorstandsmitglied der Russischen Historischen Gesellschaft Konstantin Pewnew sowie der Vorsitzende des Rates der Regionalvertretung der Russischen Historischen Gesellschaft im Gebiet Uljanowsk und Direktor des Staatlichen Archivs für Neueste Geschichte des Gebiets Uljanowsk, Dr. hist. Andrej Paschkin, auf.

🗣️ In seiner Rede betonte Konstantin Pewnew:

Unter den schwierigen politischen Bedingungen, in denen einzelne europäische Politiker immer unverhohlener dazu aufrufen, die Verbrecher Hitlers zu rehabilitieren, während der Raum für einen offenen wissenschaftlichen Dialog kontinuerlich schrumpft, kommt der Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und der Bewahrung des Gedenkens an seine Opfer eine grundlegende Bedeutung zu.


🗣️ Andrej Paschkin hob in seinem Vortrag die Notwendigkeit hervor, die dokumentarische Arbeit zur Aufdeckung der Verbrechen des Nationalsozialismus fortzusetzen:

Das Leid, das die Ideologie des Nationalsozialismus mit sich brachte, war in den 1930er- und 1940er-Jahren in vielen Ländern der Welt zu spüren. Die Propaganda einer dokumentarisch belegten historischen Erinnerung mit dem Ziel, eine Wiederholung der schrecklichen Ereignisse zu verhindern, ist die Aufgabe eines jeden vernünftigen Menschen. Für die OSZE-Staaten ist es an der Zeit, sich jener Arbeit anzuschließen, die Russland und Belarus bereits seit mehr als 80 Jahren leisten.


Abschließende Rede hielten der Botschafter Russlands in Österreich Andrej Grosow, der Botschafter von Belarus in Österreich Andrej Dapkjunas und der Ständige Vertreter Russlands bei der OSZE Dmitri Poljanski.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde mit Unterstützung des Föderalen Archivamtes Russlands (Rosarchiv) zudem eine Dokumentenausstellung veranstaltet, die zahlreiche Gräueltaten der Nationalsozialisten auf dem Gebiet von Belarus aufdeckt.

#OhneVerjährungsfrist #WirErinnernUns #NiemandIstVergessen #NichtsIstVergessen
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🗞 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Internationale Studien der Moskauer Hochschule für Internationale Beziehungen (MGIMO), Germanist Artem Sokolow im Gespräch mit „Global Bridge": „Der Grundstein für ein vertrauensvolles Gespräch ist der Respekt gegenüber dem Gesprächspartner"

💬 Ich gehe davon aus, dass das Feindbild der russischen Bedrohung für die deutsche Innenpolitik unverzichtbar bleibt. Obwohl Milliarden für Militärreformen und die Ukraine verheizt werden, wächst in der deutschen Bevölkerung und bei der Opposition die Überzeugung, dass dieses Geld im eigenen Land dringend gebraucht würde. Doch es ist immer einfacher, Aufrüstung zu betreiben, als Probleme in Wirtschaft und Soziales zu lösen. Deshalb hält man krampfhaft an der These fest, Russland sei eine akute, existenzielle Bedrohung, die uns auch in Zukunft den Atem rauben wird.

Genau dieses Bild wird als Hebel genutzt, um die Rüstungsausgaben ungebremst nach oben zu treiben - das ist wohl das anschaulichste Beispiel. Das Gleiche gilt dafür, wie man das Russlandbild in den jüngsten Landtagswahlkämpfen ausgeschlachtet hat und wie es tagtäglich durch die Medien gejagt wird. Hier hat sich rein gar nichts zum Guten gewendet. Im Gegenteil: Berlin setzt gezielt Schritte, um das Verhältnis zu Moskau weiter zu vergiften.

Der Grundstein für ein vertrauensvolles Gespräch ist der Respekt gegenüber dem Gesprächspartner. Der deutsche politische, fachliche und mediale Mainstream ist überzeugt, dass er sich auf der richtigen Seite der Geschichte befindet und Russland nicht. Welchen Sinn macht es, auf die Argumente russischer Vertreter zu hören, wenn man davon überzeugt ist, dass ihr Land bald eine strategische Niederlage erleiden und zum Dialog mit ausgestreckter Hand zurückkehren wird? Solange die deutsche Seite von ihrer eigenen historischen, alternativlosen Rechtschaffenheit überzeugt ist, ist ein vertrauensvoller Dialog kaum zu erwarten.

📰 Das ganze Interview lesen

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📚 95 Jahre Julian Semjonow
 
📕 Am 8. Oktober jährt sich der Geburtstag von Julian Semjonow zum 95. Mal. Der Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor gilt als einer der bekanntesten Vertreter des sowjetischen politischen Kriminalromans.
 
Julian Semjonow wurde 1931 in Moskau geboren. Er studierte Orientalistik, beschäftigte sich unter anderem mit der afghanischen Sprache und arbeitete zeitweise als Übersetzer. Schon in jungen Jahren kam er nach Afghanistan. Später war er viele Jahre als Journalist und Auslandskorrespondent unterwegs. Die Begegnungen mit anderen Ländern, politischen Milieus und historischen Schauplätzen sowie seine intensive Arbeit mit Dokumenten und Archiven prägten später auch seine literarischen Stoffe.
 
📖 Seine journalistische Laufbahn begann Semjonow Mitte der 1950er Jahre. Von 1962 bis 1967 gehörte er der Redaktion der Zeitschrift „Moskwa“ an. Seine journalistische Arbeit führte ihn zugleich an sehr unterschiedliche Orte: in die Taiga zu Tigerjägern, auf Polarstationen, an die Baikal-Amur-Magistrale, zu Diamantlagerstätten sowie nach Afghanistan, Spanien, Chile, Kuba und Paraguay. Diese ungewöhnlich breite Erfahrung floss immer wieder in seine Reportagen, Romane und Drehbücher ein.
 
Als Schriftsteller debütierte Semjonow Ende der 1950er Jahre. Große Bekanntheit erlangte er mit Romanen über Nachrichtendienste, internationale Politik, Kriminalfälle und Ermittlungen. Einen besonderen Platz in seinem Werk nimmt der Zyklus um Maxim Isajew alias Stierlitz ein. Der Roman „Siebzehn Augenblicke des Frühlings“ und die gleichnamige Fernsehserie von 1973 machten die Figur zu einer der bekanntesten Gestalten der sowjetischen Populärkultur. Eine besondere Pointe: Semjonow gab seinem berühmtesten Helden denselben Geburtstag wie sich selbst – den 8. Oktober.
 
Zu seinen weiteren bekannten Werken zählen „Major Wirbelwind“, „Petrowka 38“, „Ogarjowa 6“, „TASS ist ermächtigt zu erklären…“ und „Konfrontation“.
 
📘 Ein weiterer wichtiger Teil seiner Biografie war die Suche nach verschollenen Kulturgütern und historischen Dokumenten. Semjonow beteiligte sich an internationalen Initiativen, die sich mit der Rückführung von Objekten des russischen Kulturerbes befassten.
 
Julian Semjonow starb 1993. Er hinterließ Dutzende Romane, Erzählungen, Drehbücher und journalistische Arbeiten – und ein Werk, das bis heute eng mit dem politischen und historischen Erzählen des 20. Jahrhunderts verbunden ist.
 
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Tief im Ural hat sich ein Steinbruch still und leise in eine marsartige Wunderwelt verwandelt. Jahrhunderte des Tonabbaus haben die Erde in feurige Rot- und Brauntöne getaucht und eine Landschaft geschaffen, die direkt aus einem Science-Fiction-Film zu stammen scheint 🌌 😮

📹 Ruptly

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🎙 Aus der Rede des Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin auf der Plenarsitzung der 23. Konferenz des Internationalen Waldai-Diskussionsklubs (1. Oktober 2026)
 
💬 Waffenlieferungen durch ein Land an ein anderes sind an sich nichts Neues. Das ist militärtechnische Zusammenarbeit und bereitet uns keine besondere Sorge. Die Einbeziehung anderer Staaten in direkte Kampfhandlungen hingegen gibt uns selbstverständlich Anlass zur Sorge.
 
Was meine ich damit? Uns ist sehr wohl bewusst, dass Angriffe tief im russischen Staatsgebiet für die ukrainischen Streitkräfte ohne weltraumgestützte Aufklärung und ohne technische Unterstützung westlicher Spezialisten nicht so reibungslos möglich wären. Das stellt eine Bedrohung für alle dar. Es bedeutet, dass sich diese Staaten in den Krieg gegen Russland hineinziehen lassen. Und das schafft zusätzliche Gefahren für die Zukunft.
 
An Waffenlieferungen in Konfliktgebiete gibt es nichts Gutes. Alle Staaten versuchen, davon Abstand zu nehmen. Es gilt als nicht angebracht, Waffen in Konfliktgebiete zu liefern. Wir beispielsweise beziehen keine Waffen von irgendwoher, sondern stützen uns ausschließlich auf unseren eigenen militärisch-industriellen Komplex und auf unsere eigenen wirtschaftlichen Möglichkeiten.
 
Die Ukraine, das weiß ich und das ist allgemein bekannt, kann nicht eigenständig existieren. Sie verliert zunehmend Merkmale ihrer Staatlichkeit. Meiner Ansicht nach ist das offensichtlich: Sie wird von außen gesteuert. Wenn jemand mit fremden Händen gegen uns Krieg führen will – in diesem Fall mit den Händen des ukrainischen Regimes, das seine eigenen Leute unter Beschuss schickt, de facto in den Tod, wobei ich glaube, dass es sie ohnehin nicht wirklich als die eigenen betrachtet –, dann ist das natürlich eine Bedrohung. Ich sage nicht, dass wir morgen beabsichtigen, das Staatsgebiet oder Unternehmen jener Staaten anzugreifen, die Waffen an die Ukraine liefern. Dies stellt jedoch eine Bedrohung dar, die wir klar erkennen, einschätzen und berücksichtigen müssen.
 
☝️ Und selbstverständlich müssen die russischen Streitkräfte und die militärische Aufklärung verstehen, woher diese Bedrohungen ausgehen. Wir beobachten das sehr genau.

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🏅 Iwan Poddubny: eine Legende des russischen Sports

Am 8. Oktober jährt sich der Geburtstag von Iwan Poddubny zum 155. Mal. Der berühmte russische und sowjetische Ringer wurde weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus berühmt. Seine außergewöhnliche Kraft, seine sportlichen Erfolge und seine jahrzehntelange Laufbahn machten ihn zu einer der prägenden Persönlichkeiten der Geschichte des Ringens.

Poddubny wurde 1871 im Dorf Krasenowka im Gouvernement Poltawa des Russischen Reiches geboren. Schon als Kind war er an schwere körperliche Arbeit gewöhnt. Bevor er die großen Arenen eroberte, verdiente er seinen Lebensunterhalt unter anderem als Hafenarbeiter in Sewastopol und Feodossija. Seine sportliche Karriere begann Ende des 19. Jahrhunderts in den Zirkussen des Russischen Reiches, zunächst als Kraftathlet und im Gürtelringen.

1903 wandte sich Poddubny dem französischen, heute als griechisch-römisch bezeichneten Ringstil zu. Im selben Jahr vertrat er Russland erstmals bei einer Weltmeisterschaft in Paris. Damit begann sein Aufstieg zu einem der bekanntesten Ringer Europas.

1905 gewann er in Paris einen Weltmeistertitel: Im Finale bezwang er den Dänen Jess Pedersen. Weitere Titel folgten 1906 und 1908. Seine Auftritte in Frankreich, Belgien, Italien, Deutschland und später in den Vereinigten Staaten machten seinen Namen international bekannt. Für das Publikum verkörperte Poddubny die Verbindung von körperlicher Stärke, Ausdauer und beeindruckender Technik.

Besonders bemerkenswert war seine sportliche Langlebigkeit. Seine Laufbahn erstreckte sich über mehr als vier Jahrzehnte. Noch mit über fünfzig Jahren trat er gegen deutlich jüngere Gegner an und bestand vor seiner Amerikareise die erforderliche ärztliche Untersuchung. Nach seiner Rückkehr in die Sowjetunion 1927 setzte er seine Auftritte fort und trainierte mit jungen Ringern, um seine Erfahrung an die nächste Generation weiterzugeben.

Für seine Verdienste um die Entwicklung des sowjetischen Sports erhielt Poddubny 1939 den Orden des Roten Banners der Arbeit sowie den Titel „Verdienter Künstler der RSFSR“. 1945 wurde ihm der Titel „Verdienter Meister des Sports der UdSSR“ verliehen.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Jeisk am Asowschen Meer. Dort starb er am 8. August 1949. Die Stadt bewahrt bis heute die Erinnerung an ihren berühmten Einwohner: Ein Park, ein Museum und eine Sportschule tragen seinen Namen. Ein Denkmal erinnert an seine außergewöhnliche Lebensleistung.

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🎙 Aus der Rede des Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin auf der Plenarsitzung der 23. Konferenz des Internationalen Waldai-Diskussionsklubs (1. Oktober 2026)
 
💬 Wir alle tragen Verantwortung für den Planeten als Ganzes, vor allem aber für unser eigenes Zuhause und dessen unmittelbares Umfeld. Unser Zuhause im erweiterten Sinne ist Eurasien – ein riesiger Raum, das Zentrum und der Schauplatz eines Großteils der wichtigsten Prozesse, die sich in der Welt vollziehen. Davon, wie es uns gelingt, Eurasien zu gestalten, hängt auch auf der großen internationalen Bühne vieles ab.
 
💬 Unter den Bedingungen wachsender globaler Instabilität gewinnt die von Russland seinerzeit vorgeschlagene Idee einer Großen eurasischen Partnerschaft besondere Bedeutung. Militärisch-politische Konfrontationen untergraben die Vernetzung der Welt, Produktions-, Transport- und Logistikketten sowie etablierte Handels- und Kommunikationswege geraten unter Druck. Aufgabe und Verantwortung der eurasischen Staaten ist es, unseren gemeinsamen Raum möglichst wirksam vor globalen Risiken und destruktiven Prozessen zu schützen und die sich eröffnenden technologischen und sonstigen Möglichkeiten zu nutzen, um die eurasische Zusammenarbeit qualitativ auszubauen und die Vernetzung dieses riesigen Gebietes zu stärken.
 
💬 Ich möchte außerdem darauf hinweisen, dass die in Eurasien vertretenen kulturell-zivilisatorischen Gemeinschaften über viele, viele Jahrhunderte hinweg selbst in den schwierigsten historischen Epochen Erfahrungen darin gesammelt haben, Wege des Zusammenwirkens zu finden. Eurasien ist in der Lage, zu einem Modell für die internationale Zusammenarbeit unter den Bedingungen kultureller, konzeptioneller und interessenbezogener Vielfalt zu werden, bei der Unterschiede nicht zum Hindernis, sondern zu einem Vorteil beim Aufbau einer stabilen und ausgewogenen Partnerschaft werden.
 
💬 In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Initiative Aufmerksamkeit lenken, die wir gemeinsam mit unseren belarussischen Freunden zur Ausarbeitung einer Eurasischen Charta der Multipolarität und Vielfalt im 21. Jahrhundert vorgelegt haben. In der vergangenen Woche wurde bei einem Treffen der Außenminister Russlands, Belarus, Kasachstans, Kirgisistans und weiterer unserer Partner am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen die praktische Arbeit an diesem grundlegenden Dokument aufgenommen.
 
💬 Der besondere Wert Eurasiens liegt vor allem darin, dass es in vielerlei Hinsicht autark ist und in der Lage ist, sämtliche Probleme eigenständig zu lösen. Das Einzige, was diese weitreichende Gemeinschaft von Nationen benötigt, sind unteilbare Sicherheit, das Fehlen militärischer Bedrohungen und ein dauerhafter Frieden.
 
🔗 Quelle
 
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#Russland #Eurasien
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🎙 Aus dem Interview des russischen Botschafters in Deutschland Sergej Netschajew mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti
 
💬 Wenn man mich vor einigen Jahren gefragt hätte, ob ich es auch nur hypothetisch für möglich hielte, dass die deutsche Seite alle fünf auf dem Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland befindlichen Generalkonsulate unseres Landes und das Russische Haus in Berlin schließt, Hunderte Mitarbeiter russischer Vertretungen und deren Familienangehörige ausweist, die Arbeit der russischen diplomatischen Mission behindert – ganz zu schweigen von den offenen Vorbereitungen der deutschen Führung auf einen „baldigen Krieg“ mit Russland –, hätte ich Ihnen ganz aufrichtig gesagt, dass dies unmöglich ist. Zumal wir gegenüber der Bundesrepublik Deutschland niemals feindselige Schritte unternommen, keine Brücken verbrannt und den Dialog nie verweigert haben. Doch leider hängt hier nicht alles nur von uns ab.
 
💬 Nach der Ausrufung der sogenannten „Zeitenwende“ schlugen die deutschen Behörden einen Kurs ein, der auf die umfassende Zerstörung der über Jahrhunderte gewachsenen russisch-deutschen Beziehungen abzielt. Der jüngste Schritt – die Schließung des Generalkonsulats in Bonn und des Russischen Hauses in Berlin aufgrund eines absurden Vorwurfs im Zusammenhang mit dem Fund einer defekten Drohne am Flughafen Leipzig – zeigt lediglich, dass bei unseren Gegnern keinerlei Hemmschwellen mehr bestehen, weder politische noch diplomatische noch moralische. Ich möchte hoffen, dass die Russophobie die letzten Reste der Vernunft nicht überlagert.
 
💬 Ich bin überzeugt, dass die Zeit, „die Steine zu sammeln“ und das wiederaufzubauen, was heute so leichtfertig zerstört wird, nicht so fern ist. Die Geschichte verläuft in Zyklen. Sie lehrt, dass enge und für beide Seiten vorteilhafte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Beziehungen zu Russland eine Grundlage für Deutschlands Sicherheit und Prosperität, für wachsenden Wohlstand und eine stabile Entwicklung sind. Ganz zu schweigen vom Prozess der Aussöhnung zwischen unseren Ländern und Völkern nach dem Krieg.
 
💬 Der Wunsch, gegen Russland Krieg zu führen, hatte für die Deutschen dagegen stets katastrophale Folgen. Manchen deutschen, aber auch europäischen Politikern täte es gut, sich die grundlegenden Lehren der Geschichte wieder ins Gedächtnis zu rufen. Die einfachen Deutschen scheinen sich daran aus irgendeinem Grund deutlich besser zu erinnern.
 
🔗 Interview im Wortlaut
 
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🎙 Aus der Rede des Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin auf der Plenarsitzung der 23. Konferenz des Internationalen Waldai-Diskussionsklubs (1. Oktober 2026)

💬 Die Wahrheit liegt darin, dass nicht wir diesen Krieg gewollt und begonnen haben, sondern dass gegen uns Krieg geführt wurde. Man hätte in der Ukraine nicht jahrelang aggressiven Nationalismus und Russophobie fördern dürfen, um das Land zu einem Mittel im Kampf gegen Russland umzuwandeln. Die NATO hätte nicht in ihrem eigenen Interesse damit beginnen dürfen, unsere historischen Gebiete militärisch zu erschließen und dort eigene Stützpunkte zu planen. Man hätte die Radikalen in Kiew nicht zu einem Staatsstreich anstacheln dürfen, um anschließend das auf diese Weise entstandene, im Grunde illegale Regime mit den unterschiedlichsten Angriffswaffen auszustatten. Man hätte keine Pläne zur Einrichtung von Konzentrationslagern für die Bewohner des Donbass und der Krim schmieden dürfen. Man hätte nicht mit Panzern gegen sie vorrücken, sie mit Raketen beschießen, aus der Luft angreifen und unbewaffnete Menschen bei lebendigem Leib verbrennen dürfen – nur weil sie ihrer Nationalität und ihrem Selbstverständnis nach Russen sind.

💬 Es gibt noch vieles, was man nicht hätte tun dürfen, aber ich möchte es dabei belassen. Ich bin überzeugt, dass Russland bewusst in eine Situation gebracht wurde, in der es sich als Reaktion auf diese offensichtliche Aggression schlicht mit der Waffe in der Hand verteidigen musste. Man hat uns bewusst an diese Grenze getrieben. Und überhaupt: Man darf Russophobie, die Unterdrückung und Ermordung von Russen sowie die Vernichtung Russlands nicht zur staatlichen Ideologie erheben. Ebenso wenig darf man sich zum strategischen Ziel setzen, Russland zu besiegen. Genau so wurde es doch formuliert, nicht wahr? Das hat niemand vergessen. Wir jedenfalls vergessen es nicht.

💬 Wenn wir leben wollen – und wir alle wollen leben –, dann lassen Sie uns in Freundschaft miteinander leben und gemeinsam nach Wegen suchen, dies zu erreichen. Vertrauen aufzubauen ist natürlich ein komplexer und fragiler Prozess. Es ist sehr schwer, Vertrauen zu schaffen, und sehr leicht, es zu zerstören.

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Bleiben Sie mit uns auf dem Laufenden:

🌍 Politik

Aus der Rede des Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin auf der Plenarsitzung der 23. Konferenz des Internationalen Waldai-Diskussionsklubs (1. Oktober 2026)

Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa

Erklärung des russischen Außenministeriums zur erneuten Warnung ausländischer Staatsangehöriger und Diplomaten vor einem Aufenthalt in Kiew und in der Nähe militärischer Einrichtungen in der Ukraine

Michail Mischustin spricht auf der erweiterten Sitzung des Eurasischen Interregierungsrates

Direktor am Zentrum für umfassende europäische und internationale Studien (CCEIW) der Nationalen Forschungsuniversität „HSE" in Moskau Wassilij Kaschin im Interview mit NachDenkSeiten: „Wir haben es mit dem Ende des alten politisch-ökonomischen Modells zu tun"

Aus der Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrow im Anschluss an die hochrangige Woche der 81. Tagung der UN-Generalversammlung (New York, 26. September 2026)

📆 Kalenderblatt der Geschichte

Zum 110. Geburtstag von Witali Lasarewitsch Ginsburg

Der 7. Oktober markiert den Jahrestag der Unterzeichnung der OVKS-Charta

📃 Neues aus der Botschaft

Aus dem Interview des russischen Botschafters in Deutschland Sergej Netschajew mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti

📖 Wissenschaft und Kultur

Der 4. Oktober – ein historisches Datum der sowjetischen Raumfahrt

Roscosmos-Kosmonaut Pjotr Dubrow hat das Kommando auf der Internationalen Raumstation übernommen

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🎬 100 Jahre Jewgeni Jewstignejew: ein unverwechselbarer Meister der Schauspielkunst

Am 9. Oktober 2026 jährt sich der Geburtstag von Jewgeni Alexandrowitsch Jewstignejew (1926–1992) zum 100. Mal. Der einstige Schlosser und Jazzschlagzeuger wurde Mitbegründer des Moskauer Theaters „Sowremennik“, einer der führenden Schauspieler des Moskauer Künstlertheaters und ein prägendes Gesicht des sowjetischen Films. Seine Figuren gehören bis heute zum kulturellen Gedächtnis Russlands.

Geboren in einer Arbeiterfamilie in Nischni Nowgorod, musste Jewstignejew früh seinen Lebensunterhalt verdienen. Er arbeitete zunächst als Elektromonteur, später als Schlosser im Werk „Krasnaja Etna“. Zur Schauspielkunst führte ihn die Musik: Abends spielte er Schlagzeug in einem Amateurorchester, das vor Filmvorführungen auftrat. Seine ausdrucksstarke Mimik und sein mitreißendes Spiel machten den Leiter der örtlichen Schauspielschule auf ihn aufmerksam. Er lud den jungen Musiker ein, eine Schauspielausbildung zu beginnen.

🎭Nach seinem Abschluss und mehreren Spielzeiten am Theater in Wladimir setzte Jewstignejew seine Ausbildung an der Schule des Moskauer Künstlertheaters fort. Gemeinsam mit Oleg Jefremow gehörte er zu den Gründern des späteren „Sowremennik“. Zum Durchbruch auf der Bühne wurde 1960 seine Titelrolle in Jewgeni Schwarz’ „Der nackte König“. Er verband Komik und Bedrohlichkeit, Eitelkeit und Willkür zu einer Figur, die zur Legende der Moskauer Theaterwelt wurde.

1971 wechselte Jewstignejew an das Moskauer Künstlertheater. Dort spielte er unter anderem in Tschechows Werken und gab seine Erfahrung über viele Jahre als Lehrer an junge Schauspieler weiter. 1983 erhielt er den Ehrentitel „Volkskünstler der UdSSR“.

🎞️Auch im Kino bewies er eine außergewöhnliche Wandlungsfähigkeit. Als bürokratischer Leiter eines Pionierlagers in Elem Klimows Komödie „Willkommen, oder Unbefugten ist der Eintritt verboten“ wurde er einem breiten Publikum bekannt. Es folgten zahlreiche unvergessliche Auftritte, darunter in Eldar Rjasanows „Vorsicht, Autodieb!“ und als heimlicher Millionär Koreiko in „Das goldene Kalb“.

Besonders eindrucksvoll zeigte sich seine Vielseitigkeit als Professor Preobraschenski in „Hundeherz“ und als Professor Pleischner in „Siebzehn Augenblicke des Frühlings“. Mit wenigen Gesten, einem Blick oder einer präzise gesetzten Pause verlieh er seinen Figuren eine unverwechselbare Persönlichkeit. Selbst kurze Auftritte blieben im Gedächtnis.

🎷Eine besondere Stellung nimmt Karen Schachnasarows „Winterabend in Gagra“ ein. Als alternder Stepptänzer Beglow vereinte Jewstignejew musikalisches Gespür, Humor und die stille Bitterkeit eines Künstlers, dessen Ruhm vergangen ist. Das Rhythmusgefühl des ehemaligen Jazzschlagzeugers prägte auch hier seine Darstellung.

Jewstignejew arbeitete bis zu seinen letzten Tagen. Er starb am 4. März 1992 im Alter von 65 Jahren. Heute trägt die Schauspielschule in Nischni Nowgorod, an der sein Weg begonnen hatte, seinen Namen.

🎥Sein Vermächtnis lebt auf der Bühne, in seinen Filmen und in der Erinnerung des Publikums weiter. Auch hundert Jahre nach seiner Geburt begegnet uns in seinen Rollen ein Schauspieler, dessen Präsenz nichts von ihrer Lebendigkeit verloren hat: immer anders, immer unverwechselbar.

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