Deutsch-Russische-Freundschaft
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14:40 Uhr

Polizeigewerkschaft will regulĂ€re Grenzkontrollen angesichts vieler FlĂŒchtlinge aus Ukraine

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert angesichts vieler KriegsflĂŒchtlinge aus der Ukraine regulĂ€re Kontrollen an den deutschen Grenzen zu Polen und Tschechien. In der entsprechenden auf der Website der Polizeigewerkschaft veröffentlichten ErklĂ€rung steht:

"Niemand denkt daran, Menschen abzuweisen, die ĂŒber die Grenze jetzt nach Polen und dann weiter nach Deutschland einreisen. Nur nimmt die Hilfsbereitschaft Schaden, wenn wir nicht wissen, wer zu uns kommt."

In einem Interview fĂŒr die Passauer Neue Presse hat der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt zuvor erklĂ€rt, dass die Bundespolizei an den Grenzen zu Polen und Tschechien "exakt dieselben Befugnisse" brauche wie an der Grenze zu Österreich. Zwar stehe Deutschland durch den FlĂŒchtlingszustrom aus der Ukraine nicht vor einem Kontrollverlust, ĂŒbe sich aber in einem "Kontrollverzicht", so Wendt.

"Es besteht die Gefahr, dass wieder viele Menschen nach Deutschland kommen, ohne dass wir wissen, wer sie sind."

Das dĂŒrfe nicht geschehen, sagte Wendt und verteidigte auch die stichprobenartige Kontrolle von GeflĂŒchteten ohne ukrainischen Pass. Der Bundespolizei deshalb Rassismus zu unterstellen, wie das manche in den letzten Tagen getan hĂ€tten, sei "schĂ€big, bösartig und abgrundtief dumm".

Das Bundesinnenministerium hatte am Samstagvormittag mitgeteilt, dass die Bundespolizei bislang knapp 27.500 KriegsflĂŒchtlinge aus der Ukraine in Deutschland registriert habe. Die Zahl sei aber eine SchĂ€tzung und könne "wesentlich höher" liegen – unter anderem auch, weil es aktuell keine Grenzkontrollen gebe.

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In der Ukraine wurde wÀhrend der Verhaftung eines der Mitglieder der ukrainischen Delegation, Denis Kireev, getötet, der bei den GesprÀchen mit der russischen Delegation war. Er wurde des Hochverrats verdÀchtigt. @MarcoKurz
15:22 Uhr

Wladimir Putin ĂŒber militĂ€rische Sonderoperation in Ukraine: "Eine zweifellos schwierige Entscheidung"

Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin hat sich im Vorfeld des Internationalen Frauentags am 8. MĂ€rz mit russischen Pilotinnen und Flugbegleiterinnen getroffen. Auf dem Treffen ging er auch auf die Ukraine-Krise ein, die sich bereits negativ auf die russische Luftfahrt auswirkt. Die Entscheidung, die sogenannte militĂ€rische Sonderoperation in der Ukraine zu starten, bezeichnete der Staatschef als zweifellos schwierig. Die Situation im Nachbarland sei bereits im Jahr 2014 nach dem verfassungswidrigen Umsturz, den der Westen aktiv unterstĂŒtzt habe, außer Kontrolle geraten. Russland habe mehrmals versucht, den Konflikt mit der Ukraine beizulegen. Außerdem erinnerte Putin an die Leiden der Bevölkerung im Donbass, ĂŒber die der Westen hinweggesehen habe.

Der russische PrĂ€sident teilte mit, dass momentan unter anderem Neonazis und KĂ€mpfer aus dem Nahen Osten gegen die russischen Armeeangehörigen in der Ukraine kĂ€mpften. Es gebe Berichte ĂŒber Geiselnahmen von Zivilisten. Diese wĂŒrden nun als menschliche Schutzschilde genutzt.

"In Russland gibt es auch Neonazis, aber nicht in der Regierung, wie es in der Ukraine der Fall ist."

DarĂŒber hinaus begrĂŒndete Putin den MilitĂ€reinsatz in der Ukraine auf den Wunsch der Regierung in Kiew reagiert, an Atomwaffen zu kommen. Das Nachbarland habe alle Möglichkeiten, zu einer Atommacht zu werden. Wer Moskaus BefĂŒrchtungen in dieser Hinsicht nicht nachvollziehen wolle, hinterfrage die Zukunft der Ukraine als Staat.

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15:58 Uhr

Wladimir Putin: Zerstörung der ukrainischen MilitÀrinfrastruktur fast abgeschlossen

Russlands PrÀsident Wladimir Putin hat erklÀrt, das russische MilitÀr habe die sogenannte militÀrische Sonderoperation in der Ukraine mit der Zerstörung der MilitÀrinfrastruktur des Nachbarstaates begonnen. Diese erste Phase des Einsatzes sei nun kurz vor ihrem Abschluss.

"Als Erstes wurde die MilitÀrinfrastruktur zerstört. Nicht vollstÀndig, aber teilweise: Waffenlager, Munitionslager, Flugzeuge, Flugabwehrsysteme. Die Zerstörung von Flugabwehrsystemen erfordert eine gewisse Zeit. Man muss sie aufbrechen und dann treffen. Diese Arbeit ist praktisch zu Ende."

Damit nahm der russische Staatschef Bezug auf die Forderung seines ukrainischen Amtskollegen Wladimir Selenskij an die NATO, eine Flugverbotszone ĂŒber der Ukraine durchzusetzen. Die Umsetzung dieser Forderung hĂ€tte katastrophale Folgen nicht nur fĂŒr Europa, sondern fĂŒr die ganze Welt nach sich gezogen.

Putin teilte darĂŒber hinaus mit, es habe eine andere Option gegeben – und zwar die von Russland anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk an der Kontaktlinie zu unterstĂŒtzen. Aber in diesem Fall hĂ€tte der Westen ukrainische Nationalisten und Radikale weiterhin mit Waffen beliefert, sodass diese Möglichkeit nicht in Betracht gezogen werden konnte. Deswegen habe sich der Generalstab und das Verteidigungsministerium fĂŒr den anderen Weg entschieden.

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16:18 Uhr

Russische Botschaft beklagt Diskriminierung von Russen in Deutschland

Die russische Botschaft in Berlin hat nach eigenen Angaben allein in den vergangenen drei Tagen Hunderte Beschwerden von Landsleuten in Deutschland erhalten, die sich ĂŒber Drohungen und Hassbriefe beklagt hĂ€tten. Zudem gebe es zahlreiche FĂ€lle der BeschĂ€digung von Autos mit russischen Kennzeichen. Auch seien Beschimpfungen, Hassbriefe, körperliche Übergriffe und Mobbing unter SchĂŒlern gemeldet worden.

"Wir halten jegliche Manifestationen von Diskriminierung und Verletzungen der Rechte unserer BĂŒrger und der russischsprachigen Bevölkerung in Deutschland fĂŒr inakzeptabel."

Botschafter Sergei Netschajew schickte eine Note an das AuswÀrtige Amt, in der er die Diskriminierung russischer Landsleute in Deutschland kritisierte. Er forderte "starke Signale der deutschen Regierung" an die Behörden in LÀndern, StÀdten und Kommunen, "um diese Diskriminierung zu beenden".

Auf Twitter veröffentlichte die Botschaft eine E-Mail-Adresse, an die die Betroffenen schreiben und sich ĂŒber FĂ€lle von Diskriminierung beschweren können.

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17:11 Uhr

Russlands Ermittlungskomitee leitet Untersuchung nach Berichten ĂŒber Sprengung eines Hauses in Mariupol ein

Der Chef des Ermittlungskomitees der Russischen Föderation, Alexander Bastrykin, hat angeordnet, die UmstĂ€nde einer mutmaßlichen Hausexplosion in Mariupol zu untersuchen. Laut Berichten soll das Wohnhaus mit zahlreichen Bewohnern von KĂ€mpfern des ukrainischen Nationalisten-Bataillons "Asow" gesprengt worden sein. Bastrykin wies auf die Notwendigkeit hin, umgehend alle an den Verbrechen der Nationalisten Beteiligten festzustellen. In der entsprechenden ErklĂ€rung der Behörde wurde der Leiter des Ermittlungskomitees mit den Worten zitiert:

"Die ukrainischen Nationalisten zeigten ein weiteres Mal ihr wahres Gesicht, wobei sie Zivilisten Schaden hinzufĂŒgten und die Vereinbarungen ĂŒber die Waffenruhe und die humanitĂ€ren Korridore zur Evakuierung von Menschen ignorierten."

Zuvor hatte das Oberhaupt der Donezker Volksrepublik, Denis Puschilin, bekannt gegeben, dass KĂ€mpfer des Nationalisten-Bataillons "Asow" in Mariupol in einem Wohnhaus mehrere SprengsĂ€tze gezĂŒndet hĂ€tten. Unter den TrĂŒmmern könnten sich bis zu 200 Menschen befinden, die sich zuvor im Keller des Hauses versteckt gehalten hatten.

Bislang ließen sich diese Informationen nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

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17:41 Uhr

Russische Truppen nehmen ukrainische MilitÀrbasis im Gebiet Cherson ein

Die russischen StreitkrĂ€fte haben im Gebiet Cherson eine ukrainische MilitĂ€rbasis unter eigene Kontrolle gebracht. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau bekannt hab, habe das ukrainische MilitĂ€rpersonal den StĂŒtzpunkt in der NĂ€he der Siedlung Radensk in aller Eile verlassen, ohne MilitĂ€rgerĂ€te, Waffen und Munition mitzunehmen.

Unter den zurĂŒckgelassenen Waffen fanden die russischen Einheiten T-64- und T-80-Panzer sowie Ural-Wagen. Das russische Verteidigungsministerium sprach von mehr als 4.500 Tonnen Munition, darunter Minen und Panzerabwehrlenkwaffen. Demnach seien dort diverse ukrainische Truppen: Artilleristen, MilitĂ€rpioniere, Marineinfanteristen, Panzerwagenfahrer und Angehörige der Fernmeldetruppen ausgebildet worden. Gleichzeitig habe der StĂŒtzpunkt bis zu 4.000 Mann fassen können.

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17:51 Uhr

Italien meldet mehr als 11.300 registrierte ukrainische FlĂŒchtlinge

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine sind nach Angaben der italienischen Behörden etwas mehr als 11.300 ukrainische FlĂŒchtlinge ins EU-Land gekommen. Ein Großteil der Menschen – fast 6.870 – habe Italien auf dem Landweg ĂŒber die italienisch-slowenische Grenze erreicht, teilte das Innenministerium in Rom mit. Insgesamt zĂ€hlten die Behörden Stand Samstagmorgen bislang 5.620 Frauen, fast 1.200 MĂ€nner und etwa 4.500 MinderjĂ€hrige. Die Hauptziele der FlĂŒchtenden seien die großen StĂ€dte Rom, Mailand, Bologna und Neapel, wo die Menschen Bekannte und Familienmitglieder hĂ€tten.

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19:00 Uhr

Russisches Verteidigungsministerium: Evakuierungsmissionen in Mariupol und Wolnowacha durch Nationalisten vereitelt

Die Evakuierung der zivilen Bevölkerung der ukrainischen StÀdte Mariupol und Wolnowacha durch die zuvor eröffneten humanitÀren Korridore ist aufgrund von Handlungen ukrainischer Nationalisten gescheitert. Dies berichtete der Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, bei einem Briefing in Moskau.

Laut der ErklĂ€rung wurde am Samstag um 10 Uhr Moskauer Zeit auf Ersuchen der ukrainischen Seite eine Feuerpause im Gebiet der StĂ€dte Mariupol und Wolnowacha im SĂŒdosten der Ukraine ausgerufen, um eine Evakuierung der Bewohner zu gewĂ€hrleisten. Der Einsatz sei jedoch durch nationalistische Einheiten unterminiert worden. Konaschenkow ferner:

"Über die angegebenen Sicherheitskorridore konnte kein einziger Zivilist Mariupol und Wolnowacha verlassen."

Der Generalmajor betonte, dass die Bevölkerung dieser StÀdte von den Nationalisten festgehalten worden sei, um diesen als menschliche Schutzschilde zu dienen.

Die nationalistischen Bataillone hĂ€tten den Feuerstopp genutzt, um sich neu zu formieren und ihre Positionen zu verstĂ€rken, erklĂ€rte der Behördensprecher. Wegen der Weigerung Kiews, auf die Nationalisten einzuwirken oder den Waffenstillstand zu verlĂ€ngern, hĂ€tten die russischen StreitkrĂ€fte die Offensive um 18 Uhr Moskauer Zeit wieder aufgenommen, fĂŒgte Konaschenkow hinzu.

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19:55 Uhr

Israels Regierungschef Bennett traf Putin in Moskau

Der israelische MinisterprĂ€sident Naftali Bennett ist ĂŒberraschend zu einem GesprĂ€ch mit dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin nach Russland gereist. Wie Kremlsprecher Dmitri Peskow am Samstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge bestĂ€tigte, habe sich Bennett zu einem kurzen Arbeitsbesuch in Moskau aufgehalten und die Situation rund um die Ukraine diskutiert. Details wurden zunĂ€chst nicht bekannt.

Nach dem Termin in Moskau ist Bennett nach Deutschland weitergereist, wo ein Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin ansteht. Dies wurde von deutschen und israelischen Regierungskreisen bestÀtigt. Nach Angaben von israelischer Seite telefonierte Bennett nach dem Treffen mit Putin auch mit dem ukrainischen PrÀsidenten Wladimir Selenskij. Im Ukraine-Krieg ist Israel als Vermittler zwischen Russland und der Ukraine im GesprÀch. Medienberichten zufolge soll Selenskij Bennett gebeten haben, in Israel Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine auszurichten.

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