...was schlussendlich viel mehr Arbeit war, als wenn wir Ziegel genommen hätten und außerdem eine Menge Nägel gefressen hat. 😝
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Nachdem alle Streben dann endlich mit Stroh ausgefüllt waren, haben wir wieder dieselbe Stroh-Lehm-Masse hergestellt, aus der wir auch die Ziegel hergestellt haben und damit sowohl die Streben aufgefüllt, als auch die nackten Ziegelwände noch einmal glatt verputzt. Dabei haben die Streben ziemliche Mengen des Materials gefressen, da der Untergrund aus Stroh ja sehr nachgiebig war und viel Masse quasi darin "verschwunden" ist.
Da wir ja schon im Haus gewohnt haben, entwickelte sich die Einrichtung zu einer Wanderbaustelle - quer durchs Haus von oben nach unten, hin und her, in die Mitte der Räume und wieder zurück, je nachdem wo gerade die "Baustelle" war.
Hier sieht man wunderbar alle drei Schichten - Stroh, Stroh-Lehm-Ziegel und Lehmverputz.
So sahen die Wände dann fertig lehmverputzt aus. Da in den Streben so viel mehr Lehmmasse war, brauchten diese extrem lange, bis sie getrocknet waren. Dabei gab es bei einigen auch Materialschwund, weil beim Trocknen ja das Wasser verdunstete, sodass eine unschöne Delle die ganze Strebe entlang entstand, die wir dann nochmal nachbessern mussten.
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Das war es für heute! Beim nächsten mal steigen wir uns dann nochmal aufs Dach! Bis dahin wünschen wir euch einen entspannten Vollmond und einen guten Start in die Woche! 🌸
Als kleines "Schmankerl" für zwischendurch stellen wir euch heute mal unsere zwei Minitiger vor:
Unsere zwei kleinen Tiger leben in ihrem ganz persönlichen Mäuseparadies rund ums Haus und auf unserem Land. Oben auf dem Pizaaofen sitzt Katze Nelly, auch „Kaninchen“ genannt, da sie sich in der Wiese nur springend fortbewegt und auch eine kleine „Hasenpfote“ ist. Obwohl zart gebaut, ist sie manchmal ziemlich tollpatschig, es sieht dann aus, als hätte ihr Hinterteil etwas anderes vor, als der vordere Teil ihres Körpers. Der „Alltag“ ist für sie schon spannend genug, sie braucht keine Konfrontationen mit anderen Katzen. Ihr Leben ist schön, wenn es ein sonniges Plätzchen zum Schlafen gibt und morgens eine Extraschale Milch. Diese fordert sie auch lautstark ein und sieht dabei aus wie Graf Zahl mit ihren großen Öhrchen, den gelbgrünen Augen und den spitzen Eckzähnen.
Hier räkelt sich Sina, unser Findelkind aus dem Gartencenter in Zalaegerszeg, der nahe gelegenen Kreisstadt. Dort hatte sie jemand ausgesetzt, als sie noch so klein war, dass ihr noch nicht einmal Zähne gewachsen waren. Da die Gartencenter-Verkäuferin das Häufchen Fell nicht wollte und es einfach wieder woanders ausgesetzt hätte, bekam Christoph anstatt der beabsichtigten Stachelbeer-Sträucher halt eine kleine Katze zum Geburtstag. 😬 Wir gaben ihr also ein Zuhause bei uns, päppelten sie auf und verbannten den Flohzirkus aus ihrem Fell. Sie dankt es uns jeden Tag mit stürmischem Beschmusen und Schnurren und bewacht den Familienlandsitz auf ihre Art.
So, weiter geht es mit der Hausbau-Story - heute wie versprochen der Dachboden. Wir haben ja ein sogenanntes Kaltdach, das heißt, lediglich der Fachwerkwürfel ist isoliert, die Dachkonstruktion mit den Dachziegeln ist quasi einfach als eine Art Regenschirm darübergebaut. Im ersten Jahr hatten wir ja schon einen Stroh-Lem-Abstrich zur Isolation auf den Dachboden aufgebracht. Das war uns jedoch nicht genug, weil ja jeder im Physikunterricht lernt, dass Wärme nach oben steigt - wir befürchteten, dass uns die Behaglichkeit im Winter einfach durch die Decke flüchten wird. Deswegen wollten wir die Isolation dort noch verstärken.
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