So sollte das ja aber nicht bleiben. Also planten wir eine Treppe. Dafür bestellten wir uns abgelagertes - also trockenes - Holz beim Sägewerk. Die Wangen und die einzelnen Stufen waren dabei schon grob passend zugesägt.
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...und dann ging die "Party" los. So gut wir (in erster Linie Christoph 🤓) unser Schulwissen in Sachen Algebra bei den bisherigen Hausbau-Einheiten wieder hervorgekramt und erfolgreich angewendet hatten, so vollkommen verließ uns jegliche Fähigkeit des logischen Denkens in der ersten Phase des Treppenbaus. 🙈 Die Treppe sollte nicht zu steil werden und durfte eine bestimmtes Länge nicht überschreiten, damit noch Platz für die Küche blieb. Dazu sollten die einzelnen Stufen nicht zu eng bei einander sein, aber auch nicht zu weit auseinander - eben so, dass sich ein angenehmes Trittmaß ergibt. Beim Ermitteln des korrekten Winkels und Abstands, in dem die Stufen eingefasst werden müssen, damit alle Wünsch erfüllt sind, hatten wir mehrere Tage lang einen Knoten im Kopf.
Nachtrag von Christoph: Die Lösung sah schlussendlich so aus, dass er eine Art Schablone aus zwei Brettern bastelte, die Wange so aufstellte, wie sie später befestigt werden sollte, und dann mit Hilfe der Schablone einfach Stück für Stück Striche auf der Wange einzeichnete, in dem Winkel und Abstand, wie die Stufen später eingefasst werden sollten.
Die einzelnen Stufen wurden sorgfältig in die Wangen eingeleimt und dann wurde die gesamte Treppe alle drei Stufen mit zwei großen Schrauben zusammen gezogen.
So lag die fertige Treppe dann am Boden. Alles drin, alles fest. Und sauschwer. Zwei Nachbarn haben uns dann geholfen, das gesamte Stück mit Hilfe von Spanngurten hochzuhieven und oben im 1. Stock am Boden aufzulegen. Dort musste sie nur noch befestigt werden...
Zum Schluss wurde das gute Stück noch am Boden angeschraubt und seitdem können Menschen wie Katzen ganz bequem den 1. Stock entern! 💪
...zwischendurch mal ein kleines kulinarisches Schmankerl: