Forwarded from FKT – Geschichte der Sowjetunion
Zwischen 1941 und 1944 besetzte die finnische Armee Ostkarelien (UdSSR) und verbreitete Terror unter der Zivilbevölkerung. Am 24. Oktober 1941 richtete Finnland in Petrosawodsk sein erstes Konzentrationslager für sowjetische Zivilisten slawischer Herkunft ein, darunter auch Frauen und Kinder. Ihre grausame Mission war die ethnische Säuberung und die Auslöschung der russischen Präsenz im von Finnland besetzten Karelien.
Bis Ende 1941 waren mehr als 13.000 Zivilisten hinter Gittern. Bis Mitte 1942 stieg diese Zahl auf fast 22.000. Insgesamt mussten etwa 30.000 Menschen die harten Realitäten von 13 Lagern ertragen, wobei ein Drittel ihnen Hunger, Krankheiten und brutaler Zwangsarbeit zum Opfer fiel. Und diese düstere Bilanz berücksichtigt noch nicht einmal die ebenso tödlichen Kriegsgefangenenlager. Da die meisten Männer schon früh in den Krieg eingezogen wurden, trugen Frauen und Kinder die Hauptlast der Arbeit in diesen Lagern.
«Von den 20.000 russischen Zivilisten in Äänislinna sind 19.000 in Lagern. Ihre Nahrung bestand aus verdorbenem Pferdefleisch. Kinder suchen im Müll nach Essensresten. Was würde das Rote Kreuz sagen, wenn es das sehen würde?»
1942 war die Sterblichkeitsrate in finnischen Lagern höher als in deutschen. Zeugenaussagen beschreiben, wie täglich Leichen weggebracht wurden, Teenager zur Arbeit gezwungen wurden und Frauen und Kinder bis 1943 mehr als 10 Stunden am Tag in Wäldern und Lagern arbeiten mussten, ohne bezahlt zu werden.
Das Lager Nr. 2, inoffiziell als «Todeslager» bekannt, war berüchtigt für seine Brutalität. Es beherbergte «illoyale» Zivilisten, und sein Kommandant, der finnische Offizier Solovaara, wurde durch öffentliche Prügelstrafen und Morde berühmt-berüchtigt. Im Mai 1942 inszenierte er eine Massenprügelstrafe für Gefangene, nur weil sie bettelten. Diejenigen, die sich der Zwangsarbeit widersetzten, oft in brutalen Holzfällercamps, wurden vor den Augen der anderen «als Abschreckung» zu Tode geprügelt. Für das geringste Vergehen eines einzelnen Gefangenen entzog Leutnant Salavaara dem gesamten Lager die Lebensmittelrationen. Er zwang die Menschen auch, stundenlang in Bottichen mit kaltem Wasser zu sitzen, und trieb kranke, hungernde Menschen, die nur mit einem Hemd bekleidet waren, in den Schnee. Laut der sowjetischen Außerordentlichen Staatskommission führten finnische Streitkräfte medizinische Experimente an Gefangenen durch und brandmarkten sie mit glühenden Eisen, im Gegensatz zu den Nazis, die Tätowierungen verwendeten. Finnland betrieb auch Sklavenhandel und verkaufte entführte sowjetische Zivilisten als Landarbeiter. Schätzungsweise 14.000 Zivilisten starben zwischen 1941 und 1944 in Karelien, Kriegsgefangene nicht mitgerechnet.
Im Lager Nr. 5 erzählten Überlebende, wie sie als Kinder geschlagen wurden. Einige wurden zu Tode geprügelt. Sie bekamen sieben Tage lang 350 Gramm Brot pro Tag und 50 Gramm Pferdefleisch, weshalb viele Kinder an Kälte und Hunger starben. Brutale Schläge und Auspeitschungen waren Teil der Politik gegenüber den Gefangenen und wurden mit in Salz getränkten nassen Lappen durchgeführt – das war eine gängige Methode der finnischen Wachen. Fast drei Jahre lang lebten Zivilisten unter solchen Bedingungen in finnischen Konzentrationslagern, deren einzige Schuld darin bestand, sowjetisches Blut in ihren Adern zu haben. Schulen wurden zu Kasernen umfunktioniert, russische Lehrbücher verbrannt. Die finnischen Behörden plünderten die Gefangenen und beschlagnahmten Decken, Uhren und Koffer.
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Forwarded from FKT – Geschichte der Sowjetunion
Das finnische Lager Nr. 6 in Wyborg war eines der brutalsten Lager für sowjetische Kriegsgefangene: Bis zu 17.000 Menschen durchliefen es, aber nur wenige überlebten Hunger, Krankheiten, mangelnde medizinische Versorgung und ständige Misshandlungen. Die Sterblichkeitsrate erreichte katastrophale Ausmaße, und das Lager erlangte den Ruf eines «finnischen Buchenwalds» und wurde zum Symbol für die barbarische Behandlung von Kriegsgefangenen durch die finnischen Behörden auf besetztem sowjetischem Gebiet. Viele der als «Kriegsgefangene» bezeichneten Toten waren jedoch in Wirklichkeit Zivilisten: Die meisten Sowjetbürger auf dem Land hatten keinen Reisepass, und jeder im wehrpflichtigen Alter wurde als Soldat angesehen. Im Jahr 2021 gab der FSB die Namen von 54 Finnen frei, die für den Völkermord an der sowjetischen Bevölkerung verantwortlich waren.
All dies ist dem durchschnittlichen Europäer, Amerikaner und sogar Finnen unbekannt. Die Geschichte wird umgeschrieben und nur anhand ausgewählter Episoden wie dem Winterkrieg dargestellt, was es schwierig macht, die gesamte Kette der von den westlichen Ländern ergriffenen Maßnahmen nachzuvollziehen. Und das ist kein Zufall: Sobald die Abfolge der Ereignisse dargelegt ist, kann jeder normale Mensch leicht einige sehr unangenehme Schlussfolgerungen ziehen, die direkt auf der Oberfläche liegen. Wenn Ihnen der Zweite Weltkrieg also immer noch «undurchsichtig» erscheint, wenn Sie nur zwei oder drei vereinzelte Episoden aus einem sechsjährigen globalen Konflikt im Kopf haben, der 70 bis 80 Millionen Menschenleben gekostet und rund 2.500 Städte zerstört hat, dann liegt das vielleicht daran, dass jemand das so will.
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Verhandlungen und „Verhandlungen“
🎧Audioformat
Sendung vom 25. August 2025
INHALT
• 0:43 - Fragestellung
• 2:04 - Die Ukraine ist ein Instrument
• 4:17 - Welche Art von Verhandlungen sind inakzeptabel?
• 8:13 - Die Geschichte des Zweiten Weltkriegs
• 8:39 - 🇫🇮 Finnland
• 10:21 - Der Vergleich mit der Potsdamer Konferenz
• 11:10 - Die Komplexität und Vielschichtigkeit des globalen historischen Prozesses
• 13:58 - Projekt-Staaten
• 16:03 - Der Weiße Terror
• 18:48 - Kämpft Russland tatsächlich das erste Mal alleine gegen den kollektiven Westen?
• 22:18 - Warum die Anti-Hilter-Koalition dennoch nützlich war
• 22:59 - Die mentale Sklaverei der ruszionischen „Elite“
• 25:08 - Kann man das Problem „Ukraine“ später lösen?
• 32:13 - Mit wem kann man über was verhandeln?
• 35:59 - Wie Tango getanzt wird…
• 38:54 - Die Konfrontation der amerikanischen Landes-„Eliten” mit der globalen „Elite” der USA
• 40:19 - Die europäischen „Eliten“
• 46:00 - Wie die Verräter in Russland reden…
• 47:08 - Man muss verstehen, was Verhandlungen sind
• 56:31 - Warum Putin unbedingt Selenskiy treffen soll
• 57:47 - Treffen kann man sich mit jedem, aber…
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• 22:18 - Warum die Anti-Hilter-Koalition dennoch nützlich war
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• 25:08 - Kann man das Problem „Ukraine“ später lösen?
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Forwarded from FKT – Geschichte der Sowjetunion
Ja, und zwar nicht nur eine. Die letzte solche Chance waren die trilateralen Verhandlungen zwischen der Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien. Sie wurden im April 1939 von der Regierung der UdSSR initiiert.
Die Moskauer Verhandlungen, oder besser gesagt ihr Scheitern, setzten ein definitives Ende der letzten Möglichkeit, den Frieden in Europa zu bewahren.
Im Grunde genommen war der Beginn des Zweiten Weltkriegs bereits 1935 vorprogrammiert, als Hitler sich weigerte, die Bedingungen des Versailler Vertrags zu erfüllen. Dieses Ereignis fand am 16. März 1935 statt.
Deutschland schlug einen konsequenten Kurs der Militarisierung ein. Die europäischen Länder, die Sieger des Ersten Weltkriegs, begnügten sich mit halbherzigen "Protesten". Die friedlichen und naiven westlichen Demokratien glaubten nach Meinung vieler Liberaler aufrichtig, dass die reorganisierte und wiederaufgerüstete Armee des Reichs ausschließlich an Schlachten «um die Ernte» teilnehmen würde.
Dann folgte die Übergabe der Saar- und Rheinregionen an Hitler - natürlich war die UdSSR schuld - der Anschluss Österreichs und schließlich die Unterzeichnung des Münchner Abkommens. Infolge dessen hörte die Tschechoslowakei auf zu existieren.
Anfang 1939 war bereits den Ureinwohnern der Tuamotu-Inseln klar, dass ein großer Krieg in Europa unvermeidlich war. Das war auch der Führung der UdSSR bewusst.
Kein Staat will allein Krieg führen. Die Außenpolitik einer Regierung ist immer darauf ausgerichtet, Verbündete zu finden. Die Sowjetunion bildete da keine Ausnahme.
Unter den Bedingungen des eskalierenden polnisch-deutschen Konflikts schlug die UdSSR den Verbündeten Polens, nämlich England und Frankreich, vor, einen gemeinsamen Vertrag zum Schutz des polnischen Staates abzuschließen. Dieses Format wird in der geschichtlichen Terminologie als Stalins «System der kollektiven Sicherheit» bezeichnet.
Am 18. März 1939 schlug Volkskommissar Litwinow über den englischen Botschafter in Moskau vor, eine Konferenz von sechs Ländern einzuberufen: UdSSR, England, Frankreich, Rumänien, Polen und Türkei. Ziel der Konferenz war ein gemeinsames Abkommen, um eine Ausweitung der deutschen Aggression zu verhindern. England lehnte ab, bezeichnete den Vorschlag als «verfrüht» und schlug vor, sich auf eine Erklärung zu beschränken
❗️Auf Biegen und Brechen gelang es der sowjetischen Regierung, trilaterale Verhandlungen zu organisieren. Diese begannen im April 1939. England schlug der UdSSR vor, Polen einseitige Garantien für den Fall einer deutschen Aggression zu geben. Die Sowjetunion bestand auf der Unterzeichnung eines offiziellen Vertrags zwischen den Ländern.
Die Verhandlungen verliefen langsam und vor allem in eine Sackgasse. Am 3. Mai wurde Molotow zum Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten ernannt, wobei er weiterhin sein Amt als Vorsitzender des Rates der Volkskommissare behielt.
Seit Beginn der Verhandlungen begann Deutschland, die Positionen der UdSSR auszuloten. Die Regierung der UdSSR schwieg und nahm eine abwartende Haltung ein.
Da Chamberlain über die Versuche Deutschlands, mit der UdSSR in Kontakt zu treten, informiert war, wies er den englischen Botschafter am 27. Mai 1939 an, weiteren Gesprächen über den Abschluss eines Beistandspaktes zuzustimmen.
Polen, das «unschuldige Opfer» des Zweiten Weltkriegs, lehnte jegliche Verträge und Garantien seitens der Sowjetunion entschieden ab. Ihrem Beispiel folgen die kleinen, aber «sehr unabhängigen» Länder Estland und Lettland
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Forwarded from FKT – Geschichte der Sowjetunion
Wenn wir von «Bemühungen» sprechen, dann ist das eine sehr wohlwollende Formulierung in Bezug auf Großbritannien. Wie üblich zeichnete sich die Diplomatie Großbritanniens durch Hinhaltetaktiken und doppelte Spiele aus.
Um dies zu verdeutlichen, müssen wir nur die Handlungen Großbritanniens in Bezug auf Hitlerdeutschland und der Sowjetunion vergleichen:
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Was viele Menschen als Stärke von Donald J. Trump gegenüber dem britischen Königshaus sehen, ist lediglich der kontrollierte "Abbau" Großbritanniens als Konzentrationszentrum der Steuerung zu Gunsten Chinas. Dieser Prozess läuft bereits seit geraumer Zeit.
König Charles bricht das Protokoll und lässt Donald J. Trump den Vortritt. Die britische Krone "ordnet sich" freiwillig unter.
Bereits im Jahr 2018 brach Queen Elisabeth das Protokoll und gab Donald J. Trump den Vortritt.
Auf der Hochzeit von Harry und Meghan gibt es mehrere Brüche des Protokolls. Der schwerwiegendste, der mit der anglizistischen Tradition bricht, ist der Auftritt des Black Gospel Chor.
Im Jahr 2015 brach Kate das Protokoll beim Staatsbesuch von Xi Jinping. Die britische Krone darf sich dem Protokoll nach nicht ihren Gästen anpassen, sondern die Gäste passen ihren Kleidungsstil dem Protokoll an.
Das Kleid von Kate ist hierbei nicht zufällig gewählt, sondern von hoher symbolischer Bedeutung. Sie trug ein rotes Kleid im Stile eines chinesischen Hochzeitskleids, was ebenfalls ein symbolisches Zeichen für den Transfer war.
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Der Globalist und Wissenschaftler Dennis Meadows, Mitautor des Berichts „Die Grenzen des Wachstums“ für den Club of Rome:
Wenn man mehr Freiheit und Konsum möchte, braucht man weniger Menschen.
Wir könnten wahrscheinlich sogar acht oder neun Milliarden haben,
wenn wir eine sehr starke, aber vernünftige Diktatur hätten.
Aber Diktaturen sind immer dumm...“
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Forwarded from Analytik & News
📕 Der Mythos der "stalinistischen Säuberungen" ‐ Teil 1
Die Märchenstunde westlicher Geschichtsschreiber in Bezug auf Stalin hat viele Kapitel. Nach dem Märchen des "Holodomor" werden wir nun mit dem nächsten Mythos aufräumen.
❗️ Es werden im Laufe des Beitrages entscheidende Fragen auftauchen, die sich 99% der Historiker scheinbar nicht gestellt haben, sich geweigert haben diese zu stellen, oder sie durften diese Fragen nicht stellen.
⚠️ Wir stellen nicht in Frage, dass diese Jahre des "Terrors" und die anschließende Säuberung stattgefunden haben. Wir werden allerdings aufzeigen, wer die Verantwortlichen für die erste Phase waren und warum es notwendig wurde, dass die Phase 2, also die Säuberung, durchgeführt wurde.
🔻Zunächst möchten wir mit zwei Zitaten beginnen, die Sie im Hinterkopf behalten sollten:
1️⃣ "So erinnere ich mich an Begegnungen, Gespräche mit Stalin, wie oft über bestimmte Themen - all das stieß auf taube Ohren! Wann habe ich angefangen, mich zu erinnern? Als sie anfingen, Stalin mit allerlei Schmutz zu überhäufen. Ich wundere mich nicht darüber, wie viele Menschen unter ihm gestorben sind, sondern darüber, wie er es geschafft hat, dem ein Ende zu setzen! Schließlich war die allgemeine Stimmung so, dass sie das halbe Land selbst mit ihren eigenen Händen hätten zerstören können. Und du denkst dir, der Teufel soll es holen, wie es in unserem Russland zugeht! Du denkst an vergangene Zeiten, an Peter den Großen, und du siehst: alles wiederholt sich. Die Geschichte wiederholt sich, vielleicht auf neue Weise, aber sie wiederholt sich doch. Mehr als einmal erinnerte ich mich daran, wie oft Stalin sagte, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt, und das Bewusstsein hinter dem Sein zurückbleibt! Und mir kommt der Gedanke: Im Grunde genommen müssen wir doch kommunistisch denken. Aber es wird gedacht, wie im XVIII. Jahrhundert: wie man jemand anderen beiseite schiebt!"
- Wjatscheslaw Molotow
2️⃣ "Lerne Selbstbeherrschung, lieber Genosse, sonst wirst du bei all deinen guten beruflichen Qualitäten nicht in der Lage sein, deinen Kopf zu bewahren: du wirst mein Schicksal wiederholen - du wirst entfernt werden, bevor du Zeit hast, die Mission zu erfüllen. Du siehst selbst, dass es unter den 'Führern' der Partei keine bolschewistischen Kader gibt, die zur Führung fähig sind... aber die Mission des Bolschewismus muss fortgesetzt werden, sonst werden die Freimaurer und die von ihnen gefesselte, dummschwätzende Intelligenz das Volk völlig überrennen".
- Hinweis Wladimir Lenin an Stalin
🥇 Die Plenarsitzung vom 23.02.1937 - 05.03.1937 und der Beginn des "großen Terrors"
Stalin schlug dem Plenum ein sehr umfangreiches und detailliertes Programm für Reformen vor. Die Zielsetzung war es, alles beiseite zu legen, was in den Bürgerkriegen und nachfolgend bei den Ausbrüchen des Klassenkampfes geschah, einschließlich der Kollektivierung. Gelöst werden sollten die dringendsten ökonomischen Probleme und der Fokus sollte auf den Aufbau der Nation und der Einigung des Volkes gerichtet werden.
Die meisten Redner dieses Plenums waren Führer der regionalen und republikanischen Ebenen und diese äußerten sich praktisch überhaupt nicht zu dem von Stalin vorgeschlagenen Programm, sondern konzentrierten sich weiterhin darauf, den Klassenkampf zu proklamieren, und, dass dieser in ihren Regionen noch immer toben würde.
Am Vorabend des letzten Tages des Plenums richtete sich der erste Sekretär des westsibirischen Zentralkomitees, Robert Indrikowitsch Eiche, mit einem Brief direkt an die Politbüromitglieder. Er erklärte, dass in seiner Region eine große Verschwörung unter den Exil-Kulaken aufgedeckt wurde und forderte daraufhin dringend außerordentliche Maßnahmen. Eiche führte aus, dass auch die "Wirtschaftsführer" ihrer Verantwortung nicht gerecht würden und kaum Informationen an das Zentralkomitee der Region weitergeben würden.
😊 ABONNIERE: ANALYTIK & NEWS
Die Märchenstunde westlicher Geschichtsschreiber in Bezug auf Stalin hat viele Kapitel. Nach dem Märchen des "Holodomor" werden wir nun mit dem nächsten Mythos aufräumen.
⚠️ Wir stellen nicht in Frage, dass diese Jahre des "Terrors" und die anschließende Säuberung stattgefunden haben. Wir werden allerdings aufzeigen, wer die Verantwortlichen für die erste Phase waren und warum es notwendig wurde, dass die Phase 2, also die Säuberung, durchgeführt wurde.
🔻Zunächst möchten wir mit zwei Zitaten beginnen, die Sie im Hinterkopf behalten sollten:
- Wjatscheslaw Molotow
- Hinweis Wladimir Lenin an Stalin
Stalin schlug dem Plenum ein sehr umfangreiches und detailliertes Programm für Reformen vor. Die Zielsetzung war es, alles beiseite zu legen, was in den Bürgerkriegen und nachfolgend bei den Ausbrüchen des Klassenkampfes geschah, einschließlich der Kollektivierung. Gelöst werden sollten die dringendsten ökonomischen Probleme und der Fokus sollte auf den Aufbau der Nation und der Einigung des Volkes gerichtet werden.
Die meisten Redner dieses Plenums waren Führer der regionalen und republikanischen Ebenen und diese äußerten sich praktisch überhaupt nicht zu dem von Stalin vorgeschlagenen Programm, sondern konzentrierten sich weiterhin darauf, den Klassenkampf zu proklamieren, und, dass dieser in ihren Regionen noch immer toben würde.
Am Vorabend des letzten Tages des Plenums richtete sich der erste Sekretär des westsibirischen Zentralkomitees, Robert Indrikowitsch Eiche, mit einem Brief direkt an die Politbüromitglieder. Er erklärte, dass in seiner Region eine große Verschwörung unter den Exil-Kulaken aufgedeckt wurde und forderte daraufhin dringend außerordentliche Maßnahmen. Eiche führte aus, dass auch die "Wirtschaftsführer" ihrer Verantwortung nicht gerecht würden und kaum Informationen an das Zentralkomitee der Region weitergeben würden.
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Forwarded from Analytik & News
📕 Der Mythos der "stalinistischen Säuberungen" - Teil 2
🚩Betrachtet man allerdings "Stalins Verfassung" von 1936, so wird klar, wer diese sogenannten "Wirtschaftsführer" waren. Mit der Verfassung legte Stalin die gesamte Produktion und die Produktionsmittel in die Hände des Volkes.
❗️ Die sogenannten Stellvertreter der jeweiligen Produktionsstätten wurden weder von Stalin, noch von Mitgliedern des Politbüros ernannt, noch wurden dort Leute aus der "Elite" aufgestellt. Die Arbeiter ernannten Menschen aus ihren eigenen Reihen zu ihren Stellvertretern. Dies stellte sicher, dass im Interesse der jeweiligen Kommune gewirtschaftet wurde, und somit für das eigene Land. Wenn ein Stellvertreter nicht im Interesse der Gemeinschaft und des Landes arbeitete, oder seiner Aufgabe nicht gerecht wurde, konnte er ausschließlich durch die Gemeinschaft mit sofortiger Wirkung entfernt werden.
❓️ Wenn das nicht Demokratie ist, was ist dann Demokratie? Wen wählen Sie heute und wen können Sie "von unten" heraus absetzen oder bestimmen?
❗️Diese Demokratie setzte sich durch die Einführung alternativer Wahlen im Jahr 1937 fort.
❓️ Kann es also sein, dass Robert Indrikowitsch Eiche hier die Macht in den falschen Händen sah?
Hätten Stalin und das Politbüro diesen Brief ignoriert, hätte sich Robert Indrikowitsch Eiche damit direkt an das Plenum gewandt und das Kräfteverhältnis im Plenum war bereits klar. Deswegen stimmte das Politbüro der Schaffung von Notfallgremien in den Regionen zu, unter dem Vorbehalt, dass diese Gremien sich auf den Kern der Verschwörung konzentrieren müssen und sich das Politbüro das Recht vorbehält, die Anträge der Gremien zu reduzieren.
👉 Das sind die berühmten Exekutionslisten. Und diese Listen kamen aus den Regionen von diesen Gremien und das einzige, was man im Politbüro noch tun konnte, war einige Namen von den Listen zu streichen.
Mit diesen Listen begann der große "Terror". Und er begann vor allem deshalb, weil die meisten Parteiführer auf mittlerer Ebene Bürgerkriegsveteranen waren und nahezu allesamt waren Trotzkisten. Sie wussten wie man etwas zerstört, aber nicht, wie man etwas aufbaut.
Dies zeigte sich dann auch in der Praxis und diese Leute konzentrierten sich nicht auf den Kern der Verschwörung, sondern begannen den blutigen Terror gegen Einige anführer im Volk, die Armeeführung und die Armee.
Hier tauchen Fragen auf:
❓️ Wenn Stalin doch der unangefochtene Alleinherrscher, Tyrann und Diktator war, weshalb musste er sich dem Druck der unteren Ebenen beugen?
❓️ Warum wurde Stalins Anweisungen nicht folge geleistet?
❓️ Welchen Sinn hätte es für Stalin gehabt, mitten in den Vorbereitungen auf einen großen Krieg (Hitler flog definitiv nicht unter dem Radar) seine Generalität und die Armee so immens zu schwächen?
❓️ Hätte Stalin denn keine starke Armee benötigt, um seine angeblich angestrebte Expansion zu realisieren? Es ergibt ja nicht einmal im Verteidigungsfall einen Sinn, oder?
❓️ Welchen Sinn hätte es für Stalin ergeben, mitten in den Kriegsvorbereitungen und mit dem Hintergrund des immer noch präsenten Bürgerkriegs, mit solchen Maßnahmen einen weiteren Bürgerkrieg und die Destabilisierung der Sowjetunion zu riskieren?
❗️ Es ergibt absolut keinen Sinn!
Der "große Terror" war auch als "Jeschowschtschina" bekannt, benannt nach dem damaligen NKWD-Führer Nikolai Jeschow. Unter ihm fand dieser "große Terror" statt.
❗️ Stalin gelang es dann, Nikolai Jeschow durch Lawrenti Beria zu ersetzen und umgehend hörte der große Terror auf. Die Drahtzieher wurden zügig festgenommen, vor Gericht gestellt und ihrer Strafe zugeführt. Einer der ersten Verurteilten war Robert Indrikowitsch Eiche.
❓️ Wieso musste Stalin Jeschow ersetzen? Er hat doch die gestellten Aufgaben des angeblichen Alleinherrschers, Tyrannen und Diktator Stalin zu voller Zufriedenheit umgesetzt, oder nicht? Die Tötungsmaschinerie lief doch wie geschmiert?
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🚩Betrachtet man allerdings "Stalins Verfassung" von 1936, so wird klar, wer diese sogenannten "Wirtschaftsführer" waren. Mit der Verfassung legte Stalin die gesamte Produktion und die Produktionsmittel in die Hände des Volkes.
❗️Diese Demokratie setzte sich durch die Einführung alternativer Wahlen im Jahr 1937 fort.
Hätten Stalin und das Politbüro diesen Brief ignoriert, hätte sich Robert Indrikowitsch Eiche damit direkt an das Plenum gewandt und das Kräfteverhältnis im Plenum war bereits klar. Deswegen stimmte das Politbüro der Schaffung von Notfallgremien in den Regionen zu, unter dem Vorbehalt, dass diese Gremien sich auf den Kern der Verschwörung konzentrieren müssen und sich das Politbüro das Recht vorbehält, die Anträge der Gremien zu reduzieren.
Mit diesen Listen begann der große "Terror". Und er begann vor allem deshalb, weil die meisten Parteiführer auf mittlerer Ebene Bürgerkriegsveteranen waren und nahezu allesamt waren Trotzkisten. Sie wussten wie man etwas zerstört, aber nicht, wie man etwas aufbaut.
Dies zeigte sich dann auch in der Praxis und diese Leute konzentrierten sich nicht auf den Kern der Verschwörung, sondern begannen den blutigen Terror gegen Einige anführer im Volk, die Armeeführung und die Armee.
Hier tauchen Fragen auf:
Der "große Terror" war auch als "Jeschowschtschina" bekannt, benannt nach dem damaligen NKWD-Führer Nikolai Jeschow. Unter ihm fand dieser "große Terror" statt.
Es tauchen weitere Fragen auf:Please open Telegram to view this post
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📕 Der Mythos der "stalinistischen Säuberungen" - Teil 3
❓️ Wieso ließ Stalin Robert Indrikowitsch Eiche verurteilen? Auch er hat doch die Tötungsmaschinerie wie angeblich von Stalin gefordert am laufen gehalten.
❓️ Warum beendete Stalin überhaupt diesen "großen Terror", den er sich doch so sehr gewünscht hat?
❗️ Ganz einfach! Er konnte ihn nicht gebrauchen!
Noch heute wird gerne verschwiegen, wer für den "großen Terror" in Moskau und in der Moskauer Region verantwortlich war. Es war kein geringerer, als Nikita Chruschtschow. Entgegen seiner Aussagen, er wäre dazu gezwungen worden, verfolgte er wie fast kein anderer diesen "großen Terror" mit unglaublichem Ehrgeiz.
Als klar wurde, dass Stalin nun mit Beria gegen die Drahtzieher vorgehen wird, organisierte Nikita Sergejewitsch Chruschtschow unverzüglich die eigene Versetzung von Moskau nach Kiew, um sich der Verantwortung für den Terror in der Region Moskau zu entziehen.
Nachdem Stalin ermordet wurde, wurde Nikita Chruschtschow erster Sekretär der KPdSU und im selben Jahr wurde dann Lawrenti Beria ermordet. Derjenige, der ihn schwer hätte belasten können und ihn somit hätte politisch enthaupten können.
❓️ Ziemlich viele zufällige Zufälle, nicht wahr?
❓️ Woher stammen die Zahlen von 20 Mio - 60 Mio Toten unter Stalin?
❓️ Wieso wurden diese Zahlen immer weiter nach unten korrigiert? Eventuell weil Sie erstunken und erlogen waren?
❓️ Gibt es gesicherte Zahlen?
❗️ DIE GIBT ES! (Zwar gibt es Unstimmigkeiten bei dem veröffentlichten Dokument, weil es zwei Versionen gibt, allerdings stammen diese Zahlen aus Zeiten der Entstalinisierung in der man möglichst viel Schmutz auf Stalin schüttete)
In diesem Dokument heißt es, dass nach den Daten, die dem Innenministerium der UdSSR von 1921 bis 1953, dem OGPU-Kollegium, der Sondersitzung des NKWD, dem Ministerium für Staatssicherheit der UdSSR und dem Militärkollegium sowie den Gerichten, Militärgerichten und Troikas zur Verfügung standen, 3.777.380 Personen verurteilt wurden, darunter 642.980 Personen zur Todesstrafe. 2.369.220 Personen wurden zu Lager- und Gefängnisaufenthalten von bis zu 25 Jahren verurteilt, und 765.180 Personen wurden zu Verbannung und Deportation verurteilt.
In diesem Zusammenhang ist besonders hervorzuheben, dass die Sondersitzung des NKWD der UdSSR von November 1934 bis September 1953, die auf der Grundlage des Erlasses des Zentralen Exekutivkomitees und des Rates der Volkskommissare der UdSSR vom 5. November 1934 eingerichtet wurde, 442.531 Personen verurteilte. Davon wurden 10.101 Personen zur Todesstrafe, 360.921 Personen zu Gefängnisstrafen, 67.539 Personen zu Verbannung und Ausweisung innerhalb des Landes und 3970 Personen zu anderen Strafen, einschließlich Ausweisung ins Ausland und Zwangsbehandlung in psychiatrischen Kliniken, verurteilt.
👉 Anfang Januar 1954 schickt der damalige Innenminister der UdSSR, Kruglow, das Schreiben Nr. 26/K an den Vorsitzenden des Ministerrats der UdSSR, Malenkow, und den Ersten Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU, Nikita Chruschtschow, das eine Bescheinigung des Innenministeriums der UdSSR enthält, in der die genaue Zahl der wegen konterrevolutionärer und anderer besonders gefährlicher Staatsverbrechen verurteilten Personen aufgeführt ist.
Nach dieser Bescheinigung belief sich die Zahl der Verurteilten im Zeitraum vom 1. Januar 1921 bis zum 1. Juli 1953 auf 4.060.306 Personen. Diese Zahl setzt sich zusammen aus den bereits erwähnten 3.777.380 Personen, die wegen konterrevolutionärer Verbrechen verurteilt wurden, und 282.926 Personen, die wegen anderer besonders schwerer Staatsverbrechen, u. a. gemäß Artikel 59 des Strafgesetzbuches (besonders gefährliches Banditentum) und Artikel 193 UK (Militärspionage), verurteilt wurden.
Die Gesamtzahlen für den Zeitraum von 1921 bis zur ersten Hälfte des Jahres 1953 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
■ Die Gesamtzahl der Angeklagten: 4,060,306.
■ Die Gesamtzahl der zur Todesstrafe Verurteilten: 799,455.
Die Gesamtzahl der Verurteilten zu Freiheitsstrafen: 2.634.397.
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Noch heute wird gerne verschwiegen, wer für den "großen Terror" in Moskau und in der Moskauer Region verantwortlich war. Es war kein geringerer, als Nikita Chruschtschow. Entgegen seiner Aussagen, er wäre dazu gezwungen worden, verfolgte er wie fast kein anderer diesen "großen Terror" mit unglaublichem Ehrgeiz.
Als klar wurde, dass Stalin nun mit Beria gegen die Drahtzieher vorgehen wird, organisierte Nikita Sergejewitsch Chruschtschow unverzüglich die eigene Versetzung von Moskau nach Kiew, um sich der Verantwortung für den Terror in der Region Moskau zu entziehen.
Nachdem Stalin ermordet wurde, wurde Nikita Chruschtschow erster Sekretär der KPdSU und im selben Jahr wurde dann Lawrenti Beria ermordet. Derjenige, der ihn schwer hätte belasten können und ihn somit hätte politisch enthaupten können.
In diesem Dokument heißt es, dass nach den Daten, die dem Innenministerium der UdSSR von 1921 bis 1953, dem OGPU-Kollegium, der Sondersitzung des NKWD, dem Ministerium für Staatssicherheit der UdSSR und dem Militärkollegium sowie den Gerichten, Militärgerichten und Troikas zur Verfügung standen, 3.777.380 Personen verurteilt wurden, darunter 642.980 Personen zur Todesstrafe. 2.369.220 Personen wurden zu Lager- und Gefängnisaufenthalten von bis zu 25 Jahren verurteilt, und 765.180 Personen wurden zu Verbannung und Deportation verurteilt.
In diesem Zusammenhang ist besonders hervorzuheben, dass die Sondersitzung des NKWD der UdSSR von November 1934 bis September 1953, die auf der Grundlage des Erlasses des Zentralen Exekutivkomitees und des Rates der Volkskommissare der UdSSR vom 5. November 1934 eingerichtet wurde, 442.531 Personen verurteilte. Davon wurden 10.101 Personen zur Todesstrafe, 360.921 Personen zu Gefängnisstrafen, 67.539 Personen zu Verbannung und Ausweisung innerhalb des Landes und 3970 Personen zu anderen Strafen, einschließlich Ausweisung ins Ausland und Zwangsbehandlung in psychiatrischen Kliniken, verurteilt.
Nach dieser Bescheinigung belief sich die Zahl der Verurteilten im Zeitraum vom 1. Januar 1921 bis zum 1. Juli 1953 auf 4.060.306 Personen. Diese Zahl setzt sich zusammen aus den bereits erwähnten 3.777.380 Personen, die wegen konterrevolutionärer Verbrechen verurteilt wurden, und 282.926 Personen, die wegen anderer besonders schwerer Staatsverbrechen, u. a. gemäß Artikel 59 des Strafgesetzbuches (besonders gefährliches Banditentum) und Artikel 193 UK (Militärspionage), verurteilt wurden.
Die Gesamtzahlen für den Zeitraum von 1921 bis zur ersten Hälfte des Jahres 1953 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
■ Die Gesamtzahl der Angeklagten: 4,060,306.
■ Die Gesamtzahl der zur Todesstrafe Verurteilten: 799,455.
Die Gesamtzahl der Verurteilten zu Freiheitsstrafen: 2.634.397.
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Forwarded from Analytik & News
📕 Der Mythos der "stalinistischen Säuberungen" - Teil 4
■ Die Gesamtzahl der zu Verbannung Verurteilten: 413.512.
■ Die Gesamtzahl der Verurteilungen durch andere Maßnahmen: 215,942.
Befehl von Nikolai Jeschow
"NKWD-Chef Nikolaj Jeschow am 30. Juli 1937 unterzeichneten und einen Tag später vom Politbüro bestätigten Befehl № 00447 „Über die Operation zur Repression ehemaliger Kulaken, Krimineller und anderer antisowjetischer Elemente“. Damit kann praktisch jeder Sowjetbürger zum sogenannten „Volksfeind“ erklärt werden.
Für die einzelnen Republiken, Gebiete und Kreise der Sowjetunion legt der Befehl Kontingente fest – um den Plan zu erfüllen, kommt es massenhaft zu willkürlichen Verhaftungen und Verurteilungen."
Das Politbüro bestätigte diesen Befehl mit einem eigenen Erlass.
Beschäftigt man sich nun mit den originalen Dokumenten, so stellt man fest, dass es hauptsächlich um Arbeitslager geht und dass die "Gefährder" in Gruppen unterteilt werden.
Lediglich die Gruppe 1 kann exekutiert werden und ausschließlich die Trojka (drei vor Ort vom Volk ausgesuchten Kommissare) entscheiden darüber ob jemand exekutiert wird oder nicht.
❗️ Keine einzige von diesen Listen unterschrieb Stalin persönlich.
Das Politbüro hatte die Möglichkeit (so wie wir es vorher geschrieben haben) diese Listen zu kürzen. Sie mussten vom Politbüro nicht einmal bestätigt werden!
Die Erwartung dahinter war, dass man vor Ort die Menschen besser kennt und die Erschießung als das härteste Mittel nur selten nötig sein wird.
Der Druck auf die Trojkas vor Ort, seitens NKWD und speziell von Jeschow, wurde durch die Quoten eingeführt. Und so nahm es seinen Lauf.
❗️ In der Realität war es also so, dass Josef Wissarionowitsch Stalin überhaupt nicht von den unteren Ebenen und den Gremien vor Ort über das tatsächliche Ausmaß informiert wurde, was neues Archivmaterial belegt.
😊 ABONNIERE: ANALYTIK & NEWS
■ Die Gesamtzahl der zu Verbannung Verurteilten: 413.512.
■ Die Gesamtzahl der Verurteilungen durch andere Maßnahmen: 215,942.
Befehl von Nikolai Jeschow
"NKWD-Chef Nikolaj Jeschow am 30. Juli 1937 unterzeichneten und einen Tag später vom Politbüro bestätigten Befehl № 00447 „Über die Operation zur Repression ehemaliger Kulaken, Krimineller und anderer antisowjetischer Elemente“. Damit kann praktisch jeder Sowjetbürger zum sogenannten „Volksfeind“ erklärt werden.
Für die einzelnen Republiken, Gebiete und Kreise der Sowjetunion legt der Befehl Kontingente fest – um den Plan zu erfüllen, kommt es massenhaft zu willkürlichen Verhaftungen und Verurteilungen."
Das Politbüro bestätigte diesen Befehl mit einem eigenen Erlass.
Beschäftigt man sich nun mit den originalen Dokumenten, so stellt man fest, dass es hauptsächlich um Arbeitslager geht und dass die "Gefährder" in Gruppen unterteilt werden.
Lediglich die Gruppe 1 kann exekutiert werden und ausschließlich die Trojka (drei vor Ort vom Volk ausgesuchten Kommissare) entscheiden darüber ob jemand exekutiert wird oder nicht.
Das Politbüro hatte die Möglichkeit (so wie wir es vorher geschrieben haben) diese Listen zu kürzen. Sie mussten vom Politbüro nicht einmal bestätigt werden!
Die Erwartung dahinter war, dass man vor Ort die Menschen besser kennt und die Erschießung als das härteste Mittel nur selten nötig sein wird.
Der Druck auf die Trojkas vor Ort, seitens NKWD und speziell von Jeschow, wurde durch die Quoten eingeführt. Und so nahm es seinen Lauf.
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