Forwarded from LEISNIG.info
#Altenhof
Vororttermin in Altenhof – Thema: die geplanten drei Megawindkraftanlagen
Eingeladen waren die Stadträte und alle interessierten Bürger. Etwa 50 Bürger kamen. Von allen Fraktionen außer der Linken war mindestens ein Vertreter vor Ort. Die BI Altenhof hatte sich für den späten Nachmittag am Donnerstag etwas sehr Beeindruckendes einfallen lassen: ein riesiges Modell sowie bearbeitete Bilder, die die Dimensionen der geplanten Anlagen (über 250 Meter hoch) und vor allem die Nähe zum ersten bewohnten Hof von Altenhof – nur 750 Meter – eindrucksvoll visualisierten. „Dagegen ist der Uniriese ein Zwerg.“ An den 80 Meter hohen und viel weiter entfernten Windkraftanlagen hätte sich bisher niemand gestört, die Neuen seien aber „eine ganz andere Hausnummer“. „Schattenwurf wird es bis Naunhof geben“, so ein Unternehmer aus Altenhof.
Während im schönen Ortsteil von Leisnig Kinder und Jugendliche tollten, wurde das Gesicht des anwesenden Bürgermeisters Carsten Graf von Wortmeldung zu Wortmeldung immer verbissener – ungewohnt wortkarg. Dabei handelte es sich doch überwiegend um sachliche Fragen und Bedenken, die Mitglieder der Initiative und andere betroffene Bürger (auch aus Sitten 2) an die Kommunalpolitiker richteten – zur Umwelt, zur Gesundheit und zu den Landschaftsbelastungen.
Der Appell: Stoppt den Vorgang, bis alles geklärt ist und alle Abstimmungen sowie Protokolle aus den Jahren 2022 und 2023 transparent vorliegen. „Gehen Sie bitte nochmals in sich!“ Die Schlusssätze einer Vertreterin der BI:
„Die Bürgerinitiative GegenWind aus Altenhof und die ca. 700 Unterzeichner des Bürgerbegehrens können die Windkraftvisionen des Stadtrats nicht teilen und bitten um Aussetzung des Vorhabens.“
Die Frage(!), ob Mitglieder (aktuelle oder ehemalige) des Stadtrats oder Ortschaftsräte finanziell vom Bau profitieren, sah Hans-Hermann Schleußner (Polkenberg) von der „Wählervereinigung Leisnig Stadt und Land“ als „persönlichen Angriff“ und wies dies weit von sich und versicherte, dass sich entsprechende Personen bei den Abstimmungen immer enthalten hätten. Der Jäger Michael Schreppel (SPD) versuchte, die Tier- und Naturschutzbedenken der Bürger auszuräumen. Auch den angesprochenen „Carbon-Abrieb“ wolle er nicht „überdramatisieren“ – schließlich nehmen wir Menschen täglich Mikroplastik auf und der Trecker fahre auch nicht mit Wasser. Pestizide sind da eher vielleicht ein Thema, so der Meinitzer sinngemäß. Gefallen tun ihm die Windräder auch nicht, „was ist aber die Alternative?“
Und so ging man nach einem 1½-stündigen Dialog auseinander. Immerhin wurde miteinander geredet – auch wenn vorerst nur das beeindruckende und beängstigende „Modell von Altenhof“ in Erinnerung bleiben wird und die Frage: „Was spricht dafür, die Dinger hier hin zu bauen?“ Carsten Graf: „Weil der Stadtrat sich sehr lange mit dem Thema beschäftigt hat und einen Beschluss gefasst hat.“ Punkt?
Die Bürgerinitiative „GegenWind aus Altenhof“ lässt aber offensichtlich nicht locker und kämpft weiter.
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Vororttermin in Altenhof – Thema: die geplanten drei Megawindkraftanlagen
Eingeladen waren die Stadträte und alle interessierten Bürger. Etwa 50 Bürger kamen. Von allen Fraktionen außer der Linken war mindestens ein Vertreter vor Ort. Die BI Altenhof hatte sich für den späten Nachmittag am Donnerstag etwas sehr Beeindruckendes einfallen lassen: ein riesiges Modell sowie bearbeitete Bilder, die die Dimensionen der geplanten Anlagen (über 250 Meter hoch) und vor allem die Nähe zum ersten bewohnten Hof von Altenhof – nur 750 Meter – eindrucksvoll visualisierten. „Dagegen ist der Uniriese ein Zwerg.“ An den 80 Meter hohen und viel weiter entfernten Windkraftanlagen hätte sich bisher niemand gestört, die Neuen seien aber „eine ganz andere Hausnummer“. „Schattenwurf wird es bis Naunhof geben“, so ein Unternehmer aus Altenhof.
Während im schönen Ortsteil von Leisnig Kinder und Jugendliche tollten, wurde das Gesicht des anwesenden Bürgermeisters Carsten Graf von Wortmeldung zu Wortmeldung immer verbissener – ungewohnt wortkarg. Dabei handelte es sich doch überwiegend um sachliche Fragen und Bedenken, die Mitglieder der Initiative und andere betroffene Bürger (auch aus Sitten 2) an die Kommunalpolitiker richteten – zur Umwelt, zur Gesundheit und zu den Landschaftsbelastungen.
Der Appell: Stoppt den Vorgang, bis alles geklärt ist und alle Abstimmungen sowie Protokolle aus den Jahren 2022 und 2023 transparent vorliegen. „Gehen Sie bitte nochmals in sich!“ Die Schlusssätze einer Vertreterin der BI:
„Die Bürgerinitiative GegenWind aus Altenhof und die ca. 700 Unterzeichner des Bürgerbegehrens können die Windkraftvisionen des Stadtrats nicht teilen und bitten um Aussetzung des Vorhabens.“
Die Frage(!), ob Mitglieder (aktuelle oder ehemalige) des Stadtrats oder Ortschaftsräte finanziell vom Bau profitieren, sah Hans-Hermann Schleußner (Polkenberg) von der „Wählervereinigung Leisnig Stadt und Land“ als „persönlichen Angriff“ und wies dies weit von sich und versicherte, dass sich entsprechende Personen bei den Abstimmungen immer enthalten hätten. Der Jäger Michael Schreppel (SPD) versuchte, die Tier- und Naturschutzbedenken der Bürger auszuräumen. Auch den angesprochenen „Carbon-Abrieb“ wolle er nicht „überdramatisieren“ – schließlich nehmen wir Menschen täglich Mikroplastik auf und der Trecker fahre auch nicht mit Wasser. Pestizide sind da eher vielleicht ein Thema, so der Meinitzer sinngemäß. Gefallen tun ihm die Windräder auch nicht, „was ist aber die Alternative?“
Und so ging man nach einem 1½-stündigen Dialog auseinander. Immerhin wurde miteinander geredet – auch wenn vorerst nur das beeindruckende und beängstigende „Modell von Altenhof“ in Erinnerung bleiben wird und die Frage: „Was spricht dafür, die Dinger hier hin zu bauen?“ Carsten Graf: „Weil der Stadtrat sich sehr lange mit dem Thema beschäftigt hat und einen Beschluss gefasst hat.“ Punkt?
Die Bürgerinitiative „GegenWind aus Altenhof“ lässt aber offensichtlich nicht locker und kämpft weiter.
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#Altenhof
AfD-Antrag scheitert im Leisniger Stadtrat –
FREIE SACHSEN stimmen für Ablehnung
Der Leisniger Stadtrat hat den AfD-Antrag vom 21. Dezember 2025 mit 11 Stimmen mehrheitlich abgelehnt. Ziel des Antrags war die Rücknahme des früheren Beschlusses zur kommunalen Ausnahme für den Bebauungsplan „Errichtung von Windenergieanlagen in der Gemarkung Altenhof SR 32-36/23“.
Die dreiköpfige AfD-Fraktion hatte ihren Vorstoß mit folgenden Argumenten begründet:
• veränderte Einstellung der Anwohner zum Betrieb von Windenergieanlagen
• Ansässigkeit geschützter Arten wie einem Rotmilanpärchen und der Nymphenfledermaus
Die Fraktion räumte ein, dass eine Rücknahme Kosten für die Stadtverwaltung verursachen würde, und schlug im Antrag als Gegenfinanzierung die „Zuweisung einer anderen Stellfläche“ vor.
Eine längere Ausführung, warum die CDU-Fraktion im Stadtrat an Altenhof als Standort für die drei neuen Windkraftanlagen festhalten wolle, hielt der stellvertretende Bürgermeister Hansjörg Oehmig.
Christian Fischer, Fraktionsvorsitzender der FREIEN SACHSEN, begründete seine Ablehnung des Antrags der AfD wie folgt: „Eine Stimmungsänderung in Altenhof ist kein Grund, einen mehrheitlich gefassten Beschluss rückgängig zu machen. Die Meinung habe sich auch nicht geändert, die Altenhofer waren immer dagegen. Dazu komme, dass von der AfD im Antrag eine andere Standortwahl vorgeschlagen wird. Damit löst man jedoch nicht die Probleme, sondern verschiebt diese nur.“
Fischer nannte die bekannten Grundprobleme großer Windkraftanlagen: Umweltbelastung, Gesundheitsrisiken, Unwirtschaftlichkeit, Wertverlust von Grundstücken und massive visuelle Beeinträchtigung.
„Die FREIEN SACHSEN wollen für alle Leisniger Bürger da sein“, betonte er. „Da kann man nicht die Windräder von Altenhof einfach nach Meinitz oder Wiesenthal verschieben.“ Eine Zustimmung zu diesem Antrag würde jedoch für die rund 700 Leisniger, die sich – nicht nur aus Altenhof – klar gegen solche Megawindkraftanlagen durch ihre Unterschrift bei dem Bürgerbegehren ausgesprochen hätten, „ein Schlag ins Gesicht sein“. „Der Antrag hätte völlig anders formuliert werden müssen. In dieser Form können und wollen wir ihn als FREIE SACHSEN und selbst Betroffene nicht mittragen.“
Fischer betonte aber, weiterhin an der Seite der Altenhofer zu stehen, um die Bürgerinitiative in ihrem Anliegen zu unterstützen, und wünschte den anwesenden Mitgliedern der BI viel Erfolg.
Wir als Beobachter fragen uns: Warum war der AfD-Antrag so knapp und wenig fundiert ausgearbeitet? Gibt es im sächsischen Landtag keine Anwälte oder erfahrenen Parlamentarier, die den Leisniger AfD-Stadträten in einem solchen – keineswegs neuartigen – Fall zur Seite stehen könnten?
Die zahlreich erschienenen Mitglieder der Bürgerinitiative verließen den öffentlichen Teil der Sitzung trotz des negativen Ergebnisses keineswegs niedergeschlagen. Mit einem Augenzwinkern meinte noch einer: „Noch ist die letzte Messe nicht gelesen.“
In Altenhof und Umgebung dürfte der Widerstand gegen die „Riesenwindmühlen“ also weitergehen.
Ende der Berichterstattung
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AfD-Antrag scheitert im Leisniger Stadtrat –
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Der Leisniger Stadtrat hat den AfD-Antrag vom 21. Dezember 2025 mit 11 Stimmen mehrheitlich abgelehnt. Ziel des Antrags war die Rücknahme des früheren Beschlusses zur kommunalen Ausnahme für den Bebauungsplan „Errichtung von Windenergieanlagen in der Gemarkung Altenhof SR 32-36/23“.
Die dreiköpfige AfD-Fraktion hatte ihren Vorstoß mit folgenden Argumenten begründet:
• veränderte Einstellung der Anwohner zum Betrieb von Windenergieanlagen
• Ansässigkeit geschützter Arten wie einem Rotmilanpärchen und der Nymphenfledermaus
Die Fraktion räumte ein, dass eine Rücknahme Kosten für die Stadtverwaltung verursachen würde, und schlug im Antrag als Gegenfinanzierung die „Zuweisung einer anderen Stellfläche“ vor.
Eine längere Ausführung, warum die CDU-Fraktion im Stadtrat an Altenhof als Standort für die drei neuen Windkraftanlagen festhalten wolle, hielt der stellvertretende Bürgermeister Hansjörg Oehmig.
Christian Fischer, Fraktionsvorsitzender der FREIEN SACHSEN, begründete seine Ablehnung des Antrags der AfD wie folgt: „Eine Stimmungsänderung in Altenhof ist kein Grund, einen mehrheitlich gefassten Beschluss rückgängig zu machen. Die Meinung habe sich auch nicht geändert, die Altenhofer waren immer dagegen. Dazu komme, dass von der AfD im Antrag eine andere Standortwahl vorgeschlagen wird. Damit löst man jedoch nicht die Probleme, sondern verschiebt diese nur.“
Fischer nannte die bekannten Grundprobleme großer Windkraftanlagen: Umweltbelastung, Gesundheitsrisiken, Unwirtschaftlichkeit, Wertverlust von Grundstücken und massive visuelle Beeinträchtigung.
„Die FREIEN SACHSEN wollen für alle Leisniger Bürger da sein“, betonte er. „Da kann man nicht die Windräder von Altenhof einfach nach Meinitz oder Wiesenthal verschieben.“ Eine Zustimmung zu diesem Antrag würde jedoch für die rund 700 Leisniger, die sich – nicht nur aus Altenhof – klar gegen solche Megawindkraftanlagen durch ihre Unterschrift bei dem Bürgerbegehren ausgesprochen hätten, „ein Schlag ins Gesicht sein“. „Der Antrag hätte völlig anders formuliert werden müssen. In dieser Form können und wollen wir ihn als FREIE SACHSEN und selbst Betroffene nicht mittragen.“
Fischer betonte aber, weiterhin an der Seite der Altenhofer zu stehen, um die Bürgerinitiative in ihrem Anliegen zu unterstützen, und wünschte den anwesenden Mitgliedern der BI viel Erfolg.
Wir als Beobachter fragen uns: Warum war der AfD-Antrag so knapp und wenig fundiert ausgearbeitet? Gibt es im sächsischen Landtag keine Anwälte oder erfahrenen Parlamentarier, die den Leisniger AfD-Stadträten in einem solchen – keineswegs neuartigen – Fall zur Seite stehen könnten?
Die zahlreich erschienenen Mitglieder der Bürgerinitiative verließen den öffentlichen Teil der Sitzung trotz des negativen Ergebnisses keineswegs niedergeschlagen. Mit einem Augenzwinkern meinte noch einer: „Noch ist die letzte Messe nicht gelesen.“
In Altenhof und Umgebung dürfte der Widerstand gegen die „Riesenwindmühlen“ also weitergehen.
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